Österreich

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Republik Österreich
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Flagge Österreichs
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Österreichisches Bundeswappen
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(Details) (Details)

Amtssprache Deutsch; Regionalsprachen: Kroatisch, Slowenisch, Ungarisch; Anerkannt: ÖGS
Hauptstadt Wien
Staatsform Republik
Bundespräsident Dr. Heinz Fischer
Bundeskanzler Dr. Wolfgang Schüssel
Gliederung 9 Bundesländer
Fläche 83.858,3 km²
Einwohnerzahl 8,22 Mio. (2005) (ca. 1,8 % der EU)
Bevölkerungsdichte 98 Einwohner pro km²
Staatsgründung Republik: 1918; 2. Republik: 1945 (souverän ab 1955)
Nationalfeiertag 26. Oktober
Staatsfeiertag 1. Mai
Währung Euro
Zeitzone UTC+1 MEZ
UTC+2 MESZ (März - Oktober)
Bundeshymne Land der Berge, Land am Strome
Kfz-Kennzeichen A
Internet-TLD .at
Vorwahl +43
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Österreich mit Nachbarländern
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Österreich in Europa
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Die Republik Österreich ist ein Bundesstaat in Mitteleuropa mit der Staatsform einer parlamentarischen Demokratie. Das Land ist seit 1955 Mitglied in der UNO und seit 1995 in der Europäischen Union. Es grenzt im Norden an Deutschland und Tschechien, im Osten an die Slowakei und Ungarn, im Süden an Slowenien und Italien und im Westen an die Schweiz und Liechtenstein.

Geografie

Hauptartikel: Geografie Österreichs

Landschaft

Etwa 60 Prozent des Landes sind gebirgig und haben Anteil an den Ostalpen (vor allem Tiroler Zentralalpen, Hohe Tauern und Niedere Tauern, Nördliche Kalkalpen, Südliche Kalkalpen und Wienerwald). In Ober- und Niederösterreich liegt - bereits nördlich der Donau - die Böhmische Masse, ein altes Rumpfgebirge, das auch nach Tschechien und Bayern hinüberreicht, und an der Ostgrenze die Kleinen Karpaten.

Die fünf Großlandschaften Österreichs:

Von der Gesamtfläche Österreichs (rd. 84.000 km²) entfällt etwa ein Viertel auf Tief- und Hügelländer. Nur 32 % liegen tiefer als 500 m.

Gebirge
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Topografie
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Blick auf den Wolfgangsee vom Gipfel des Plombergsteins
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Die sieben höchsten Berge Österreichs sind:

Name Höhe Gebirge
1 Großglockner 3.797 m Hohe Tauern
2 Wildspitze 3.768 m Ötztaler Alpen
3 Weißkugel 3.739 m Ötztaler Alpen
4 Großvenediger 3.674 m Hohe Tauern
5 Hinterer Brochkogel 3.628 m Ötztaler Alpen
6 Hintere Schwärze 3.624 m Ötztaler Alpen
7 Similaun 3.606 m Ötztaler Alpen

Ebenen
Die großen Ebenen liegen im Osten entlang der Donau, vor allem das Alpenvorland und das Wiener Becken mit dem Marchfeld, sowie in der südlichen Steiermark, die wegen ihrer Landschaftsähnlichkeit zur Toskana auch oftmals Steirische Toskana genannt wird.

tiefster Punkt: Hedwighof (Gemeinde Apetlon - Burgenland) 114 m

Seen
Der größte See ist der Neusiedler See im Burgenland, der mit ca. 77 % seiner Gesamtfläche von 315 km² in Österreich liegt, gefolgt vom Attersee mit 46 km² und dem Traunsee mit 24 km² in Oberösterreich. Auch der große Bodensee mit seinen 536 km² im Dreiländereck mit Deutschland (Freistaat Bayern und Land Baden-Württemberg) und der Schweiz liegt zu einem kleinen Anteil auf österreichischem Staatsgebiet. Allerdings sind die Staatsgrenzen innerhalb des Bodensees nicht genau bestimmt.

Für den Sommertourismus in Österreich haben die Seen neben den Bergen die größte Bedeutung, insbesondere die Kärntner Seen und jene des Salzkammerguts. Die Bekanntesten davon sind der Wörthersee, der Millstättersee, der Ossiachersee und der Weißensee. Weitere bekannte Seen sind der Mondsee und Wolfgangsee an der Grenze von Salzburg und Oberösterreich.

siehe auch: Liste der Seen in Österreich

Flüsse
Der größte Teil Österreichs wird über die Donau zum Schwarzen Meer entwässert, nur kleine Gebiete über Rhein oder Elbe zur Nordsee. Große Nebenflüsse der Donau sind (von Westen nach Osten):

Klima

Das Klima wird vom Westen nach Osten immer trockener (In Wien sind die Niederschläge nur noch halb so hoch wie in Salzburg) und erreicht in den östlichen und südöstlichen Landesteilen das pannonische Kontinentalklima, das teilweise im südlichen Seengebiet mediterran beeinflusst wird. Die schneereichen Winter bringen dem Tourismus eine zweite Saison. Die Sonnenscheindauer ist etwa um 10 bis 20 Prozent länger als beispielsweise in Norddeutschland.

Die niederschlagsreichsten Gegenden sind das gesamte Alpenvorland sowie das Tiroler Unterland, das Außerfern und der Bregenzer Wald. Dort fallen bis zu 3.000 mm Regen pro Jahr (Durchschnitt 900 mm). In diesen Regionen kann es auch sehr oft zu Überschwemmungen kommen.

Bundesländer

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Bundesländer
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Die österreichischen Bundesländer: B Burgenland, K Kärnten, NÖ Niederösterreich, OÖ Oberösterreich, S Salzburg, St Steiermark, T Tirol, V Vorarlberg, W Wien

Die neun österreichischen Bundesländer sind in Bezirke aufgeteilt, diese wiederum in Gemeinden.

Bundesland Hauptstadt Bevölkerung Fläche
in km²
Bevölkerungs-
dichte in [1/km²]
Städte andere
Gemeinden
1. Burgenland Eisenstadt 276.419 3.965 69,7 13 158
2. Kärnten Klagenfurt 559.440 9.536 58,7 17 115
3. Nieder-
österreich
St. Pölten 1,552.848 19.178 81,0 74 499
4. Ober-
österreich
Linz 1,387.086 11.982 115,8 29 416
5. Salzburg Salzburg 521.238 7.154 72,9 10 109
6. Steiermark Graz 1,190.574 16.392 72,6 34 509
7. Tirol Innsbruck 683.317 12.648 54,0 11 268
8. Vorarlberg Bregenz 356.590 2.601 137,1 5 91
9. Wien Wien 1,631.082 415 3.831,9 1 0

Städte

Siehe auch: Städte in Österreich

Das mit Abstand größte Siedlungsgebiet in Österreich ist die Metropolregion Wien mit einer Einwohnerzahl von 2.067.652 (Stand 1. Januar 2005). Damit konzentriert sich ein Viertel der Bevölkerung des Landes in der Hauptstadtregion. In Österreich besitzen rund 200 Gemeinden das Stadtrecht. Ein großes Problem, vor allem in wirtschaftlich schwachen Gegenden, ist die Abwanderung (Landflucht) der ländlichen Bevölkerung in die städtischen Ballungsräume.

Große Städte
Die größten Städte Österreichs (nach Einwohnerzahl) sind:
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Ostösterreich - Wien
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Westösterreich - Vorarlberg: Bregenz mit Bodensee (vom Pfänder gesehen)
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   Name  Bundesland  Einwohner
1 Wien Wien 1.631.082
2 Graz Steiermark 226.244
3 Linz Oberösterreich 183.504
4 Salzburg Salzburg 142.662
5 Innsbruck Tirol 113.392
6 Klagenfurt Kärnten 90.141
7 Villach Kärnten 57.497
8 Wels Oberösterreich 56.478
9 St. Pölten Niederösterreich 49.121
10 Dornbirn Vorarlberg 42.301
11 Steyr Oberösterreich 39.340
12 Wr. Neustadt Niederösterreich 37.627
13 Feldkirch Vorarlberg 28.607
14 Bregenz Vorarlberg 26.752
15 Leoben Steiermark 25.804
16 Wolfsberg Kärnten 25.301
17 Klosterneuburg Niederösterreich 24.797
18 Baden bei Wien Niederösterreich 24.502
19 Krems Niederösterreich 23.713
20 Traun Oberösterreich 23.470

Stand: 2001

Ballungsräume in Österreich
Die nachstehenden Gemeinden, die in einem größeren bebauten Siedlungsgebiet liegen, sind nach ihrer Einwohnerzahl sortiert.
   Stadt Agglomeration beinhaltet (nur die größten genannt)
1 Wien 1.825.287 Klosterneuburg, Mödling, Schwechat, Perchtoldsdorf
2 Graz 290.629 Gratkorn, Seiersberg, Feldkirchen
3 Linz 270.770 Traun, Leonding, Pasching
4 Salzburg 210.276 Freilassing (in Bayern), Wals-Siezenheim, Grödig
5 Innsbruck 183.120 Rum, Völs, Zirl
6 Bregenz-Dornbirn 180.737 Lustenau, Hard
7 Klagenfurt 100.416 Maria Saal
8 Wels 77.997 Marchtrenk, Gunskirchen, Thalheim
9 Villach 68.608 Fellach
10 Wiener Neustadt 66.168 Sollenau, Felixdorf, Neudörfl (im Burgenland)
11 St. Pölten 63.519 Pottenbrunn
12 Steyr 57.778 Sierning, Garsten
13 Feldkirch 57.768 Rankweil, Frastanz

Stand: 2001

Entfernungen (Luftlinie)

Grenzlängen

Bevölkerung

siehe auch: Österreicher

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Bevölkerungsentwicklung x1000
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Lebenserwartung

Die durchschnittliche Lebenserwartung in Österreich beträgt zur Zeit (2005) bei den Frauen 82,1 Jahre und bei den Männern 76,4 Jahre (im Vergleich 1971: 75,7 Frauen und 73,3 Männer). Die Kindersterblichkeit beträgt 0,45 %. siehe auch: Österreichisches Gesundheitssystem

Sprache

Deutsch ist Amts- und Muttersprache von etwa 98 % der österreichischen Bevölkerung. Die deutsche Sprache wird vielfach in Form eines der vielen oberdeutschen Dialekte gesprochen, die zu den Mundartfamilien des

Daneben werden slawische und andere Sprachen von autochthonen Minderheiten gesprochen. Die alteingesessenen burgenlandkroatischen, slowenischen und ungarischen Bevölkerungsanteile in Österreich haben einen Anspruch auf muttersprachlichen Schulunterricht und Behördenverkehr. Burgenlandkroatisch und Slowenisch sind zusätzliche Amtssprachen in jenen Verwaltungs- und Gerichtsbezirken der Steiermark, des Burgenlandes und Kärntens mit kroatischer oder slowenischer, bzw. gemischter Bevölkerung. Auch die alteingesessene Roma-Bevölkerung hat ihre eigene Sprache.

Außerdem leben 35.000 Jenische in Österreich, wovon gerade noch 3.500 ein fahrendes Leben führen. Sie wurden in den 1960er Jahren im Burgenland, im Mühlviertel, im Waldviertel, auf dem Hausruck, im Toten Gebirge, in den Seetaler Alpen und Fischbacher Alpen angesiedelt.

Siehe auch: Minderheitssprachen in Österreich, Kärntner Slowenen

Zuwanderung

Das Land beherbergt Menschen aus vielen anderen Ländern, die aus wirtschaftlichen oder politischen Gründen ins Land gekommen sind. Diese Zuwanderer oder vorübergehend im Land lebenden Menschen stammen vornehmlich aus Russland, dem ehemaligen Jugoslawien (v.a. Serbien und Montenegro), Deutschland, Georgien, dem asiatischen Raum (Indien, Türkei, Afghanistan, Pakistan, China u.a.), aber auch aus anderen Weltregionen; Deren Anteil an der einheimischen Bevölkerung beträgt etwa 12,5 % (Anfang 2005). Bereits in den 1960er und 1970er Jahren wurden viele damals noch als Fremdarbeiter wegen des herrschenden Arbeitskräftemangels von den Firmen direkt in den Herkunftsländern angeworben um in Österreich zu arbeiten. Viele dieser Familien leben mittlerweile in der zweiten oder dritten Generation im Land. Ungefähr die Hälfte aller Menschen mit Migrationshintergrund bzw. deren Nachkommen lebt im Großraum Wien, wo etwa ein Viertel der gesamten Bevölkerung Österreichs ansässig ist.

Der Rest verteilt sich vorwiegend auf die übrigen Ballungszentren, in denen ihr Anteil zwischen 10 und 20 % ausmacht. In einigen ländlichen Regionen liegt der Anteil der Migranten und Migrantinnen zwischen 0 und 5 %. In den vergangenen Jahren wurde pro Jahr an etwa 30.000 - 40.000 Menschen die österreichische Staatsbürgerschaft verliehen.

Prognose

Laut Prognosen der Statistik Austria, dem statistischen Amt der Republik Österreich, halten sich Geburten und Sterbefälle in Österreich noch für etwa 20 Jahre die Waage, danach werden die Geburten- voraussichtlich unter den Sterbezahlen liegen, was zu einem höheren Altersdurchschnitt führen wird. Durch Zuwanderung kann die Bevölkerung bis zum Jahr 2050 auf rund 9 Millionen anwachsen und das Geburtendefizit teilweise ausgeglichen werden. Nur in Wien, als einzigem der neun Bundesländer, wird der Altersdurschnitt niedriger und das Bevölkerungswachstum höher als im Bundesdurchschnitt sein; bis 2050 kann Wien demnach wieder zur Zweimillionenstadt werden. Als Grund führt Statistik Austria an, dass die Geburtenraten höher liegen und rund 40% der Immigration nach Österreich auf die Bundeshauptstadt entfallen.

Religion

73,6 % der einheimischen Bevölkerung bekennen sich zum römisch-katholischen Glauben und 4,7 % zum Protestantismus (überwiegend Augsburger Bekenntnis). Dem jüdischen Glauben gehören etwa 8.140 Menschen (Stand: Volkszählung 2001) an; nach Angaben der Israelitischen Kultusgemeinde Wien sind es sogar 15.000. Zum Buddhismus, der in Österreich 1983 als Religionsgemeinschaft anerkannt wurde, bekennen sich etwas über 10.000 Menschen. Etwa 20.000 sind aktive Mitglieder der Zeugen Jehovas. Von den zugewanderten Personen sind etwa 180.000 Mitglieder christlich-orthodoxer Kirchen, und rund 350.000 Menschen Mitglieder verschiedener muslimischer Religionsgemeinschaften (August 2005). Etwa 12 % der Bevölkerung gehören keiner Kirche oder Glaubensgemeinschaft an.

Siehe auch: Geschichte des Christentums in Österreich, Anerkannte Religionen in Österreich, Baptisten in Österreich, Buddhismus in Österreich, Religionsfreiheit in Österreich

Geschichte

Hauptartikel: Geschichte Österreichs

Franken- und Ostfrankenreich

Weite Gebiete des heutigen Österreich gehörten im späten 8. Jahrhundert zum bayrischen Stammesherzogtum im fränkischen Reich Karls des Großen. Im folgenden Ostfrankenreich, in der Region des heutigen Niederösterreich, war seit 856 eine Marchia Orientalis den Karolingern unterstellt. Diese Grenzmark im Südosten des Reiches wurde zur Keimzelle des späteren Österreich. Dieses Gebiet ging 907 allerdings an die Ungarn verloren. Erst nach der Schlacht auf dem Lechfeld 955 konnte das ostfränkische Reich wieder nach Osten expandieren und es entstanden neue Herzogtümer und Markgrafschaften. Damit begann auch eine weitere Welle bajuwarischer (bayerischer) Siedlungstätigkeit.

Heiliges Römisches Reich (HRR) (962 - 1806)

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Friedrich I. Barbarossa
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Im Jahr 976 wurde die Marchia Orientalis von Kaiser Otto II. einem Babenberger-Grafen übereignet. In einer Urkunde von 996 wurde diese Marchia Orientalis erstmals Ostarrichi genannt; Aussprache und Schreibweise wandelten sich später zu Österreich. Das Gebiet wurde auch als Ostland (lat. Austria) oder Osterland bekannt und 1156 von Kaiser Friedrich I. (Barbarossa) zu einem Herzogtum erhoben.

Den Babenbergern folgten ab 1278 die Habsburger, die bis 1526 ihr Herrschaftsgebiet weiter ausdehnten und ein Erzherzogtum schufen, das ein bedeutender Faktor im Heiligen Römischen Reich wurde. Schon die späten Babenberger hatten die Steiermark mit Österreich verbinden können, die Habsburger schufen davon ausgehend mit der Erwerbung Kärntens, Tirols, Krains und anderer Gebiete einen Länderkomplex in den Ostalpen, der Herrschaft zu Österreich genannt wurde. Ab 1438 besaß das Fürstenhaus fast durchgehend die römisch-deutsche Königs- und die damit verbundene Kaiserwürde.

Vom späten 15. Jahrhundert bis 1690 waren die habsburger Länder von ständigen militärischen Auseinandersetzungen mit dem Osmanischen Reich geprägt. Die Reformation der Kirche konnte sich anfangs schnell durchsetzen, wurde aber im Laufe des 17. Jahrhunderts zurückgedrängt. 1713 wurde mit der Pragmatischen Sanktion erstmals ein für alle Länder gleichermaßen gültiges Grundgesetz in Kraft gesetzt. Im Österreichischen Erbfolgekrieg konnte das neue Haus Habsburg-Lothringen die Erbländer großteils für sich behaupten.

Die Kriege gegen Napoleon und seine Kaiserkrönung führten 1804 dazu, dass Kaiser Franz II. den Titel als Kaiser Franz I. von Österreich für seine Erbländer annahm und 1806 unter dem Druck Napoleons auf die Kaiserkrone des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation verzichtete.

Kaisertum Österreich (1804 – 1867); Österreich-Ungarn (1867 - 1918)

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Kaiser Franz Joseph I.
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Das neue Kaiserreich Österreich war ein Vielvölkerstaat und reichte von Böhmen und Mähren über die heutige Republik hinweg weiter über Ungarn bis tief in den Balkan hinein. 1815 erhielt Österreich den Vorsitz im Deutschen Bund.

Mit der Niederschlagung der Märzrevolution 1848 sicherte sich das Kaiserreich sein Überleben. Auch der ungarische Aufstand gegen die österreichische Vorherrschaft wurde niedergerungen. Der Krieg des Deutschen Bundes unter dem Vorsitz Österreichs gegen Preußen (Deutscher Krieg) führte 1866 nach dem Sieg Moltkes bei Königgrätz zur Auflösung des Bundes der deutschen Staaten.

1867 wurde im Zuge des Ausgleiches eine österreich-ungarische Doppelmonarchie unter der Herrschaft vom österreichischen Kaiser Franz Joseph I. geformt, der zugleich als König von Ungarn galt und über 40 Jahre an der Macht bleiben sollte. Da hierbei die Forderungen der „K.u.k.”-Völker nach mehr Selbstständigkeit außer Acht gelassen wurden spitzten sich die Nationalitätenprobleme zu und trieben das Reich an den Rand der Unregierbarkeit. Ausgelöst vom Attentat von Sarajevo und weitergetrieben von den europäischen Beistandspakten begann 1914 der erste Weltkrieg, der 1918 zum Ende der „kaiserlich-königlichen Monarchie” führte.

I. Republik (1918 – 1938) und Drittes Reich (1938 – 1945)

Österreich-Ungarn wurde aufgelöst. Auf dem vorwiegend von Menschen mit deutscher Muttersprache bewohnten Gebiet der Doppelmonarchie entstand die Republik „Deutschösterreich”, wobei einige Gebiete, in welchen ebenfalls eine große Bevölkerungszahl vorwiegend Deutsch sprach (z.B.: Egerland, Südmähren, Südtirol) abgetrennt wurden. Im Vertrag von Saint-Germain wurde dieser Staatsname „Deutschösterreich” und der von vielen angestrebte Zusammenschluss mit der neuen Deutschen Republik untersagt. Am 21. Oktober 1919 wurde der Name in „Republik Österreich“ geändert und 1920 die neue österreichische Verfassung beschlossen. In den folgenden Jahren führten die schlechte Wirtschaftslage und politische Auseinandersetzungen Österreich immer tiefer in eine Krise die schließlich im Bürgerkrieg (1934) gipfelte.

Nachdem Bundeskanzler Engelbert Dollfuß 1933 den Nationalrat aufgelöst hatte, wurde in Österreich eine austrofaschistische Diktatur in Form eines autoritären Ständestaates etabliert. 1938 erfolgte der Anschluss an das Deutsche Reich. Der gebürtige Österreicher Adolf Hitler führte nach seinem beruflichen Scheitern in seinem Heimatland und seiner politischen Karriere in Deutschland Österreich in die nationalsozialistische Willkürherrschaft und ließ in der Folge alle Hinweise auf eine Eigenständigkeit des Landes tilgen. Österreich wurde in „Ostmark” und bald danach in „Donau- und Alpengaue” umbenannt. Der 1939 von ihm entfesselte Zweite Weltkrieg führte schließlich zum Untergang des „Dritten Reiches“.

II. Republik (ab 1945)

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Karl Renner
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Mit dem Kriegsende 1945, der Niederlage des Großdeutschen Reiches und der Befreiung von der Herrschaft Hitlers und der Nationalsozialisten, wurde von den Siegermächten ein Staat Österreich wiederhergestellt. Bereits am 27. April trat eine provisorische Staatsregierung mit Karl Renner als Staatskanzler zusammen und proklamierte die Wiedererrichtung der Republik. Nach Renners Tod wurde Theodor Körner als Kandidat der SPÖ am 27. Mai 1951 zum Bundespräsidenten gewählt. Dies war die erste Volkswahl des Staatsoberhauptes in der Österreichischen Geschichte überhaupt.

Bis 1955 war das neue Österreich, wie auch Deutschland, in vier Besatzungszonen aufgeteilt. Erst mit der Unterzeichnung des Österreichischen Staatsvertrags durch die Bundesregierung und Vertreter der Siegermächte am 15. Mai 1955, und damit dem Bekenntnis zur Neutralität und der Verpflichtung keinen neuen Anschluss anzustreben, erlangte die Republik ihre volle Souveränität.

Bis zum 25. Oktober 1955 verließen die letzten alliierten Truppen das Land. Tags darauf wurde die „immerwährende Neutralität” im Nationalrat in Form eines Verfassungsgesetzes festgeschrieben. Seit 1965 ist der 26. Oktober, in Erinnerung an den Beschluss der Neutralität, österreichischer Nationalfeiertag.

1960 war die Republik Mitbegründer der EFTA, die einen Wirtschaftszusammenhalt anstrebte. Bedingt durch die Neutralität konnten sowohl mit den westlichen Ländern als auch mit den damaligen Ostblockländern gute kulturelle und wirtschaftliche Bande geknüpft werden, was dem Land in der Zeit des Wiederaufbaues noch lange half. Nach dem Ende des Kalten Krieges 1991 wurde die strikte Neutralitätspolitik zwar gelockert, aber die angemessene Interpretation der Neutralität in der geänderten Weltordnung ist seitdem ein umstrittenes innenpolitisches Thema. 1995 trat Österreich der Europäischen Union (EU) bei. 1999 schaffte es seine bisherige Währung, den Schilling als Buchgeld ab und führte am 1. Januar 2002, zusammen mit anderen EU-Staaten, den Euro als Bargeld ein.

Politik

Hauptartikel: Politisches System Österreichs

Siehe auch: Politische Parteien in Österreich, Endogene Regionalentwicklung, Bundesverfassung (Österreich)

System

Österreich ist nach der Bundesverfassung von 1920, die 1945 wieder eingeführt wurde, eine föderale, parlamentarisch-demokratische Republik, bestehend aus neun Bundesländern. Staatsoberhaupt ist ein Bundespräsident, der für 6 Jahre direkt von der Bevölkerung gewählt wird. "Regierungschef" und Vorsitzender der Bundesregierung ist ein Bundeskanzler, der vom Bundespräsidenten de facto entsprechend den Mehrheitsverhältnissen im Nationalrat ernannt wird. Die Bundesregierung kann durch ein Misstrauensvotum des Nationalrates abberufen werden.

Institutionen

Das österreichische Parlament besteht aus zwei Kammern. Die Zusammensetzung des Nationalrates mit seinen 183 Mitgliedern wird alle 4 Jahre durch freie und allgemeine Bürgerwahlen bestimmt. Eine 4-Prozent-Hürde verhindert eine zu große Zersplitterung der Parteienlandschaft im Nationalrat. Der Bundesrat wird von den einzelnen Landtagen (Parlamente der Bundesländer) beschickt. Der Nationalrat ist die dominierende Kammer in der österreichischen Gesetzgebung. Der Bundesrat besitzt in den überwiegenden Fällen nur ein aufschiebendes Vetorecht, das durch einen Beharrungsbeschluss des Nationalrates außer Kraft gesetzt werden kann. Vom 1. Juli 2003 bis 31. Jänner 2005 tagte ein Verfassungskonvent ("Österreich-Konvent") unter Franz Fiedler, der Vorschläge für eine Reform der österreichischen Bundesverfassung erarbeitete. Dabei kam man aber nicht zu einer einheitlichen Meinung über die zukünftige Kompetenzverteilung zwischen Bund und Ländern. Diese muss in Verhandlungen der verschiedenen politischen Ebenen ausgearbeitet werden.

Politische Parteien

Hauptartikel: Politische Parteien in Österreich.

Seit der Gründung der Republik Österreich wird die Politik von zwei großen Parteien, der christlich-konservativen Volkspartei ÖVP (vor dem 2. Weltkrieg unter dem Namen Christlichsoziale Partei) sowie der sozialdemokratischen SPÖ (vorher Sozialdemokratische Arbeiterpartei Österreichs), geprägt. Beide entstanden schon während der Monarchie und erlebten jeweils nach dem 2. Weltkrieg eine Neugründung, der eine intensivierte Zusammenarbeit folgte. Die positiven Auswirkungen dieser Kooperation wurde unter dem Begriff der Sozialpartnerschaft, die negativen als Parteipolitischer Proporz bekannt. Drittes, allerdings wesentlich kleineres, parteipolitisches Kontinuum ist das deutschnationale Lager, welches sich in der ersten Republik vor allem in der Großdeutschen Volkspartei, danach in der FPÖ, der Freiheitlichen Partei Österreichs, sammelte. In den ersten Jahren der zweiten Republik spielte auch die Kommunistische Partei Österreichs (KPÖ) ein Rolle in der Politik des Landes, seit den 60er Jahren ist sie jedoch als Kleinstpartei auf Bundesebene relativ bedeutungslos. Bei regionalen Wahlen, wie zB. in Graz, erreicht sie aber auch heute noch nennenswerte Stimmanteile.
In den 80er-Jahren brach das starre, manchmal auch als hyperstabil bezeichnete Parteiensystem (mit einer der höchsten Dichte an Pateimitgliedern weltweit) auf. Einerseits durch den Eintritt der Grünen Partei auf dem linken Parteienspektrum, andererseits durch die Forcierung der FPÖ als rechtspopulistische Partei. Von der bis zum Regierungseintritt im Jahr 2000 stark wachsenden Partei spaltete sich 1993 das Liberale Forum ab, das allerdings bald wieder von der politischen Bühne verschwinden sollte. Im Jahr 2005 erlebte die FPÖ mit der Gründung des BZÖ ihre zweite Spaltung.

Derzeit besteht die Bundesregierung aus einer Koalition zwischen ÖVP und BZÖ unter Bundeskanzler Wolfgang Schüssel. Vizekanzler ist derzeit Hubert Gorbach.

Rechtswesen

Die zentrale Privatrechtskodifikation Österreichs, das Allgemeine Bürgerliche Gesetzbuch 1811 (ABGB), ist eine Naturrechtskodifikation, die 1914-1916 unter Einfluss der Historischen Rechtsschule tiefgreifend novelliert wurde. Weit reichende Änderungen erfolgten dann erst wieder ab 1970, insbesondere im Familienrecht. Große Bereiche des Privatrechts sind allerdings außerhalb des ABGB geregelt, wobei viele dieser Sondergesetze im Zuge des "Anschlusses" 1938 aus Deutschland in Österreich eingeführt wurden und nach 1945 in gegebenenfalls entnazifierter Fassung in Österreich beibehalten wurden; so etwa das Ehegesetz (EheG), das Handelsgesetzbuch (HGB) und das Aktiengesetz (AktG).

Auch das Verfassungsrecht ist zersplittert, da es - im Gegensatz etwa zum deutschen Grundgesetz - kein Inkorporationsgebot gibt, wonach Verfassungsbestimmungen nur in den Text der Verfassungsurkunde aufgenommen werden dürfen. Als solche kann das Bundesverfassungsgesetz vom 1. Oktober 1920 angesehen werden, welches sozusagen den "Kern" des Bundesverfassungsrechts enthält; daneben bestehen jedoch mehr als 1.300 (!) Verfassungsgesetze und Verfassungsbestimmungen in einfachen Gesetzen sowie Staatsverträge im Verfassungsrang. Als die wichtigsten sind das Staatsgrundgesetz über die allgemeinen Rechte der Staatsbürger vom 21. Dezember 1867, das Finanz-Verfassungsgesetz vom 21. Jänner 1948, das Neutralitätsgesetz vom 26. Oktober 1955 sowie die Europäische Menschenrechtskonvention vom 4. November 1950 zu nennen.

Das Strafrecht ist in einer modernen Kodifikation, dem Strafgesetzbuch vom 23. Jänner 1974, geregelt. Es kennt außer Strafen auch "vorbeugende Maßnahmen" (= Unterbringung von geistig abnormen, entwöhnungsbedürftigen oder potentiell rückfälligen Tätern in entsprechende Anstalten), beide dürfen nur wegen einer Tat verhängt werden, die schon zur Zeit ihrer Begehung mit Strafe bedroht war (Nulla poena sine lege, § 1 StGB). Die Todesstrafe ist im ordentlichen Verfahren seit 1950, im außerordentlichen Verfahren seit 1968 abgeschafft.

Die Gerichtsbarkeit wird in Zivilrechts- und Strafrechtssachen von Bezirksgerichten, Landesgerichten, Oberlandesgerichten und dem Obersten Gerichtshof als höchste Instanz wahrgenommen. Die Gerichtsbarkeit des öffentlichen Rechts wird vom Verwaltungsgerichtshof und vom Verfassungsgerichtshof wahrgenommen.

siehe auch: Gerichtsorganisation in Österreich

Militärische Landesverteidigung

Hauptartikel: Österreichisches Bundesheer.

Die militärische Landesverteidung fußt auf einer allgemeinen Wehrpflicht aller männlichen Staatsbürger im Alter von 17 - 50 Jahren. Frauen können einen freiwilligen Wehrdienst ableisten. Das Bundesheer besteht aus ca. 35.000 Mann im Präsenzstand und ca. 75.000 Mann der Miliz. Der Präsenzdienst dauert bisher acht Monate und ab 1. Jänner 2006 sechs Monate. Bis zum Jahr 2009 wird voraussichtlich die allgemeine Wehrpflicht abgeschafft und durch ein Berufsheer ersetzt.

Die Hauptaufgaben des Bundesheeres sind:

  • Militärische Landesverteidigung
  • Schutz der verfassungsmäßigen Einrichtungen sowie der demokratischen Freiheiten der Bürger
  • Aufrechterhaltung der Ordnung und Sicherheit im Inneren
  • Hilfeleistung bei Elementarereignissen und Unglücksfällen außergewöhnlichen Umfanges
  • Hilfeleistung im Ausland

Wehrpflichtige, die einen Wehrdienst aus Gewissensgründen ablehnen, können einen Zivildienst ableisten. Dieser dauert zwölf Monate und ab 1. Jänner 2006 neun Monate.

Staatsverschuldung

Die Verschuldung des Gesamtstaates einschl. Parafisken wird 2005 ihren bisher höchsten Stand mit 154,86 Mrd. EUR erreichen, danach sollen die Schulden über 154,500 (2006) auf 154,200 Mrd. EUR (2007) zurückgeführt werden. Die Schuldenstandsquote wird für 2005 mit 63,3% veranschlagt (durch die Revision der VGR (Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung) fällt der Quotient niedriger aus als bisher). 1995 - im Jahre des EU-Beitritts - lag sie noch bei 69,2%.

Das Maastricht-Ziel eines Schuldenstands von höchstens 60% des BIP hatte Österreich zuletzt - vor dem Beitritt zur EU - 1992 erreicht.

Bundeshaushalt

Der Bundeshaushalt 2005 sieht bei Ausgaben in Höhe von 64,001 Mrd. EUR Einnahmen von 58,866 Mrd. EUR vor, so dass sich ein Defizit in Höhe von 5,135 Mrd. EUR oder 2,1% des BIP ergibt.

Infrastruktur

Verkehr

Die Verkehrsinfrastruktur ist geprägt einerseits durch die Lage in den Alpen und andererseits durch die zentrale Lage in Mitteleuropa. Dies gilt für Straßen- und Bahnverbindungen gleichermaßen. Die logistische Erschließung der Alpen erfordert viele Tunnel- und Brückenbauten, die extremen Witterungsbedingungen standhalten müssen. Durch die zentrale Lage gilt Österreich als typisches Transitland, vor allem in Nord-Süd- und Nord-Südost-Richtung, durch die Öffnung des Eisernen Vorhangs auch in Ost-Westrichtung. Das bedeutet aber oft eine wesentlich größere Dimensionierung der Verkehrswege, auch in ökologisch sensiblen Gebieten, was oft zu Widerständen der Bevölkerung führt.

Um diese Gratwanderung zwischen Ökonomie und Ökologie zu bewältigen, sind oft Maßnahmen notwendig, welche dem Land eine Vorreiterrolle im Umweltschutz gebracht haben, vor allem am Kraftfahrzeugsektor. Es wurde in der Alpenrepublik beispielsweise vergleichsweise früh gesetzlich vorgeschrieben, in jedem Kraftfahrzeug einen Katalysator einzubauen. Ebenso wurden auf bestimmten Strecken nur Lärmarme LKW zugelassen. Durch verschiedene Deregulierungen fühlen sich die Bewohner jedoch in bestimmten Regionen, wie im Inntal, von den verkehrsregelnden Institutionen auf nationaler und internationaler Ebene, vor allem von der EU, im Stich gelassen.

Straßenverkehr
Das österreichische Straßennetz umfasst derzeit:

  • 2.000 km Autobahnen und Schnellstraßen
  • 10.000 km Straßen mit Vorrang (früher Bundesstraßen)
  • 24.000 km Landesstraßen
  • 70.000 km Gemeindestraßen

Das Straßennetz ist großteils in öffentlicher Hand, wobei auf Autobahnen und Schnellstraßen die PKWs mit so genannten Mautvignetten und die LKWs kilometerabhängig durch die ASFINAG bemautet werden.

Siehe: Straßensystem in Österreich, Liste der Autobahnen und Schnellstraßen in Österreich, Liste der österreichischen Kfz-Kennzeichen

Schienenverkehr
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Schienenverkehr in Österreich (Semmeringbahn)
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Der größte Teil der Eisenbahnstrecken wird durch die Österreichische Bundesbahnen (ÖBB) betrieben. Ein geringerer Teil wird durch Privatbahnen, die aber auch teilweise im Besitz der Bundesländer sind, befahren.

S-Bahnen gibt es derzeit nur in der Hauptstadtregion Wien und in Salzburg. Weitere S-Bahn Systeme sind für die Städte Graz, Linz und Innsbruck geplant.

Die einzige U-Bahn Österreichs befindet sich in Wien. Des weiteren besitzt die Linzer Straßenbahn einige unterirdische Stationen.

Straßenbahnverkehr gibt es in den Städten Wien, Graz, Linz, Innsbruck und Gmunden.

Schiffsverkehr
Der Personenschiffsverkehr dient hauptsächlich dem Tourismus und findet sowohl auf der Donau, als auch auf den größeren Seen statt. Meist werden die Gewässer nur im Sommerhalbjahr befahren. Im Güterverkehr wird nur die Donau genutzt, die durch den Bau des Rhein-Main-Donau-Kanals wesentlich aufgewertet wurde und so viel Transitverkehr von der Nordsee bis ans Schwarze Meer aufnehmen kann. Hauptsächlich werden Schüttgüter befördert. Die wichtigsten Häfen sind Linz, Krems und Wien.
Flugverkehr
Die größte nationale Fluggesellschaft ist die Austrian-Gruppe (Austrian Airlines, Lauda Air, Austrian Arrows). Mit FlyNiki besitzt Österreich seit 2003 auch eine Billigflugairline. Wichtigster Flughafen ist der Flughafen Wien-Schwechat, daneben sind Graz, Linz, Klagenfurt, Salzburg und Innsbruck internationale Anbindungen.

Energieversorgung

Hauptartikel: Energieversorgung in Österreich
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Kölnbreinsperre der Maltakraftwerke
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Elektrische Energie
Die Elektrische Energie wird zum größten Teil aus Wasserkraft, sowohl aus Laufkraftwerken an der Donau, der Enns, Drau und vielen kleineren, als auch aus Pumpspeicherkraftwerken, wie Kraftwerk Kaprun oder Maltakraftwerke hergestellt. Zur Deckung von Spitzenstrom werden auch Gasturbinenkraftwerke betrieben. Strom aus Atomkraftwerken wird auf Grund des Atomsperrgesetzes nicht hergestellt. Das einzige Kernkraftwerk wurde zwar in Zwentendorf errichtet, ging aber nach einer Volksabstimmung 1978 nie in Betrieb.

Die Verteilung erfolgt hauptsächlich durch neun Landesgesellschaften, die auch die letzte Meile zum Endverbraucher haben. Daneben gibt es einige kleinere Versorger, die meist auch im Besitz der öffentlichen Hand sind.

Gasversorgung
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OMV Raffinerie in Schwechat
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Bei der Erdgasversorgung ist Österreich weitgehend vom Ausland abhängig. Traditionellerweise ist die Hauptversorgung aus Russland. Verhältnismäßig kleine Erdgaslager befinden sich im Marchfeld und Weinviertel, wo sich auch unterirdische Pufferspeicher als Sicherheitslager befinden.

Die Verteilung erfolgt ebenfalls über neun Landesgesellschaften.

Ölversorgung
Dasselbe gilt für das Erdöl. Hauptimportland ist dabei Libyen. Die größte Raffinerie befindet sich in Schwechat und wird von der OMV AG betrieben.

Rechtliche und soziale Infrastruktur

Schule und Ausbildung
Siehe: Schulsystem in Österreich, Liste bedeutender Österreicher, Österreichische Universitäten, Hochschulen und Fachhochschulen, Schülerzeitung
Notrufdienste
Polizei
Österreichweit wurde 2005 die für ländliche Gebiete zuständige Bundesgendarmerie mit den in den Städten vorhandenen Bundessicherheitswachekorps und Kriminalbeamtenkorps zum neuen Wachkörper Bundespolizei zusammengelegt. Dadurch wurde versucht, Zweigleisigkeiten in der Organisation zu beseitigen und die Effizienz zu erhöhen. Der Beweis dieses Anspruchs konnte bis dato nicht erbracht werden.
Feuerwehr
Das österreichische Feuerwehrsystem basiert fast vollständig auf Freiwilligen Feuerwehren. Nur in den sechs größten Städten wird der Brandschutz von Berufsfeuerwehren wahrgenommen. Der Brandschutz fällt in die Kompetenz der einzelnen Bundesländer, nur der Katastrophenschutz ist Kompetenz des Bundes wird aber neben dem Bundesheer über den Katastrophenhilfsdienst ebenfalls von den Feuerwehren wahrgenommen.

Hauptartikel:Feuerwehr in Österreich

Rettungsdienst
Bei Unfällen mit Verletzten wird in Österreich die Rettung informiert. Vor allem in den ländlichen Gebieten übernimmt das Österreichische Rote Kreuz den Rettungsdient. Daneben unterhalten andere Hilfsorganisationen wie des ASBÖ oder die Johanniter Rettungswachen. In Wien teilen sich die städtische Wiener Rettung und die Hilfsorganisationen die Aufgabe. Rettungshubschrauber spielen eine sehr wichtige Rolle im österreichischen Rettungsdienst. Das Land dürfte über die größte Dichte an Rettungshubschraubern weltweit verfügen. Flächendeckend stellt der Christophorus Flugrettungsverein des ÖAMTC 16 Hubschrauber. Daneben sind vor allem in den Tourismus-Regionen mehrere private Anbieter tätig. Siehe auch Luftrettung.

Wetterdienst

Wetterstationen befinden sich übers ganze Land verteilt, in größeren Städten und in allen Landeshauptstädten. Die nationale Einrichtung für meteorologische und geophysikalische Dienste ist die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) mit mehreren Zweigstellen in den Bundesländern. Die aktuellen Wetterdaten und Wetterentwicklungen lassen sich, auf Internetseiten gesammelt, für viele Orte abrufen und außerdem über Radio und Fernsehen verfolgen. In Zukunft soll außerdem ein zuverlässiger Unwetterwarndienst im Internet angeboten werden. Zusätzlich gibt es noch die Flugwetterdienste oder spezielle Systeme, wie das Blitzortungssystem ALDIS, die auch mit der ZAMG zusammenarbeiten und Daten austauschen.

Medien

Hauptartikel: Medien in Österreich

Wirtschaft

Hauptartikel: Österreichische Wirtschaft

In Österreich waren 2001 3.420.788 Personen in 396.288 Arbeitsstätten beschäftigt. Die größte Börse in Österreich ist die Wiener Börse, dessen größter Index der ATX ist.

Land- und Forstwirtschaft

Österreich hat eine sehr kleinstrukturierte Landwirtschaft, die vor allem auf Qualität anstatt Quantität spezialisiert ist, weil sie im Billigbereich unter anderem durch den EU-Beitritt kaum mehr konkurrenzfähig ist. Deshalb setzt Österreich verstärkt auf biologische Landwirtschaft: Mit einem Gesamtanteil von knapp 10% hat Österreich die höchste Dichte von biologischen, landwirtschaftlichen Betrieben in der Europäischen Union. Das landwirtschaftlich wichtigste Gebiet im Anbau von Feldfrüchten ist das Marchfeld in der Nähe von Wien

Wein ist ein wichtiges landwirtschaftliches Exportprodukt Österreichs. Der Hauptabnehmer des Weines ist, neben der Schweiz und den USA, zu zwei Dritteln Deutschland. Im Jahr 1985 wurde der Weinbau durch den so genannten Weinskandal zwar stark in Mitleidenschaft gezogen, in der Zwischenzeit haben die Weinbauern ihre Qualitätsweine jedoch wieder so stark verbessert, dass wesentlich mehr Wein exportiert werden kann als vergleichsweise vor dem Skandal.

Durch die großen Waldflächen ist auch die Forstwirtschaft ein bedeutender Faktor, die auch die verarbeitende Holz- und Papierindustrie dementsprechend beliefert. Holz als Rohstoff wird vor allem in den südeuropäischen Raum exportiert.

Industrie

Österreich verfügt über eine sehr moderne und dynamische Industrie, die vor allem in der letzten Zeit durch die Privatisierung der Staatsindustrie und durch große, Investitionen wie u.a. jene des Magna-Konzerns, gefördert wurden. Österreich hat nunmehr (2005) die niedrigsten Unternehmenssteuern der EU und tritt somit in offene Konkurrenz zur Slowakei.

Das größte österreichische Industrieunternehmen ist die OMV AG. In letzter Zeit wurden einige Industriebetriebe von ausländischen Investoren aufgekauft. Darunter fallen z.B. der Hersteller Steyr Daimler Puch und die Jenbacher Werke (GE Jenbacher).

Dienstleistungen

Die Dienstleistungen machen in Österreich den größten Anteil der Wirtschaftsleistungen aus. Dies wird vor allem durch den Tourismus, den Handel und die Banken erzielt. Die österreichischen Banken profitieren noch heute vom sehr strengen österreichischen Bankgeheimnis. Nach dem EU-Beitritt wurde die Anonymität der Sparkonten abgeschafft. Aufrecht bleibt aber, dass Konten durch Behörden nicht ohne ausdrückliche richterliche Anordnung geöffnet werden dürfen.

Siehe auch: Tourismus in Österreich, Liste österreichischer Eisenbahngesellschaften

Bruttosozialprodukt

Das Bruttosozialprodukt Österreichs betrug im Jahr 2004 231,8 Mrd. Euro. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) wurde im Vorjahr mit 235,1 Mrd. Euro beziffert, das entspricht einem BIP von ca. 28.880 Euro pro Einwohner. Bemerkenswert dabei ist die Tatsache, dass rund 5 % des BIP direkt oder indirekt mit dem Wintersport zusammenhängt.

Anteile am Bruttosozialprodukt und der Erwerbstätigkeit:

Bruttosozialprodukt Beschäftigte
Industrie 33% 27 %
Landwirtschaft 2% 1%
Dienstleistungen 65% 68 %

Arbeitslosigkeit

Im November 2005 sind in Österreich 257.270 Personen arbeitslos gemeldet, was nach nationalen Berechnungskriterien 7,4 Prozent entspricht (5,3 Prozent nach EU-Berechnung). Einschließlich den in Schulungen befindlichen Personen sind insgesamt 312.250 Personen ohne Arbeit (8,8 Prozent nach nationaler Berechnung, 6,6 Prozent nach EU-Berechnung). Die im europäischen Vergleich günstige Beschäftigungslage erkauft Österreich mit einer ungewöhnlich starken Verdrängung älterer Arbeitnehmer aus dem Arbeitsleben: In Österreich stehen nur noch 30% der 55 - 64-jährigen in einem Beschäftigungsverhältnis (zum Vergleich: Deutschland 38,6 %, Schweden 68 %, Großbritannien 53,5 %). Die Zunahme der frühzeitigen Pensionierungen steht auch in einem – schwer zu beziffernden - Zusammenhang mit dem Personalabbau in Staatsunternehmen bzw. Unternehmen mit privatem Rechtsmantel, die dem Staat ganz oder zu bedeutenden Teilen gehören.
Frauen- und Jugendarbeitslosigkeit
136.962 arbeitslosen Männern stehen 120.308 Frauen gegenüber im November 2005. Bedenklich ist aber die seit Jahren anhaltende starke Zunahme an arbeitslosen Frauen. Die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen (Personen unter 25 Jahren) liegt im gleichen Zeitraum bei 43.994.
Betroffene Branchen
Am stärksten ist der Dienstleistungssektor betroffen. Viele Personen, die im Fremdenverkehr tätig waren, verloren im Jahr 2005 ihre Arbeit. Des Weiteren ist auch die Industrie betroffen, die wegen zu hoher Produktions- und Lohnkosten verstärkt in die neuen EU-Mitgliedsländer abwandert.
Tendenz
Die Arbeitslosenzahl nähert sich mittlerweile bedenklich der 400.000er-Marke. Vorerst ist keine Besserung in Sicht. Berücksichtigt werden muss allerdings auch, dass in den Wintermonaten viele Personen aus dem Baugewerbe saisonalbedingt arbeitslos gemeldet sind. Zur gleichen Zeit sind aber auch Personen im Wintertourismus beschäftigt, die nach Saisonende wieder für etwa sechs Monate arbeitslos gemeldet sind.

Gesetzliche Feiertage

Siehe: Österreichische Feiertage

Kultur

Österreich ist international als große Kulturnation bekannt und bringt seine große Tradition in allen kulturellen Bereichen vor allem mit der Lebensweise seiner Einwohner, der Architektur seiner Sehenswürdigkeiten und seinem Nationalstolz zum Ausdruck. Stichworte wie Wiener Kaffeehauskultur und Kabarettszene sind für Österreich ebenso typisch wie der beliebte Wintersport, das Flair seiner Städte und Begriffe wie Heuriger oder Festspiele. Viele Bauten Österreichs zählen zum UNESCO Weltkulturerbe, im Jahr 2003 war Graz Kulturhauptstadt Europas. Zur Verbreitung der Österreichischen Kultur im Ausland dient das Österreichische Kulturforum.

Persönlichkeiten

Die Länder des ehemaligen Habsburgerreichs haben eine Reihe bedeutender Künstler aus allen kulturellen Bereichen hervorgebracht, vor allem aus der Sparte der Musik. Zu den berühmtesten Komponisten ihrer Zeit zählen vor allem Wolfgang Amadeus Mozart, Joseph Haydn, Franz Schubert und Johann Strauß, der als einer der Begründer des Wiener Walzers gilt. Dieser Tradition folgten aus dem Genre der klassischen Musik unter anderem die Dirigenten Herbert von Karajan und Karl Böhm.

Aus dem heutigen Österreich haben die Sänger Peter Alexander, Hans Hölzl alias Falco und Udo Jürgens in den letzten Jahrzehnten ebenso internationale Bekanntheit erlangt, wie die Musiker Joe Zawinul und Friedrich Gulda.

Zu den bekanntesten (alt-)österreichischen Schriftstellern zählen Franz Grillparzer, Joseph Roth, Johann Nestroy, Robert Musil, Karl Kraus, Friedrich Torberg, Felix Mitterer und Peter Handke, wie auch die 1905 mit dem Friedensnobelpreis geehrte Bertha von Suttner und die 2004 mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnete Elfriede Jelinek.

Ein weiteres Metier erfolgreicher Österreicher stellen die Sparten Film und Theater dar, in denen unter anderem Max Reinhardt, Karl Farkas, Maximilian Schell, Romy Schneider, Oskar Werner, O. W. Fischer, Otto Schenk, Klaus-Maria Brandauer und Michael Haneke Berühmtheit erlangten.

Österreich war, vor allem in den frühen Jahren des 20. Jahrhunderts, eine der führenden Wissenschaftsnationen der Welt und brachte geniale Denker und Forscher wie Wolfgang Pauli und Erwin Schrödinger hervor, die als Begründer der Quantenphysik gelten. Heute wird ihre Arbeit unter anderem von Anton Zeilinger fortgeführt. Neben dem Mediziner Sigmund Freud waren auch der Automobilbauer Ferdinand Porsche, der Erfinder Viktor Kaplan und Ludwig Boltzmann, einer der Wegbereiter der Thermodynamik, berühmte (Alt-)Österreicher.

Bekannte österreichische Staatsmänner und Politiker sind unter anderem der Kaiser der österreich-ungarischen Monarchie, Franz Joseph I., sein Nachfolger, der seliggesprochene Karl I., Karl Renner und der ehemalige UNO-Generalsekretär Kurt Waldheim. Traurige Berühmtheit erlangte außerdem der gebürtige Österreicher und faschistische Diktator Adolf Hitler, der jedoch im eigenen Land wirtschaftlich scheiterte und erst in Deutschland Karriere machte.

Eine Ausnahmestellung aufgrund seiner vielseitigen Erfolge in den Sparten Sport, Film und Politik nimmt Arnold Schwarzenegger ein, der derzeitige Gouverneur des US-Bundesstaats Kalifornien.

Siehe: Liste bedeutender Österreicher

Persönlichkeiten, die nicht in Österreich geboren sind, aber hier gewirkt haben:

Festspiele

Film und Theater

Das österreichische Filmwesen zählte um 1900 zu den weltweit aktivsten. Österreichische Stummfilme wurden weltweit vertrieben. Die Bedeutung in der weltweit stark wachsenden Filmindustrie nahm allerdings nach dem Ersten Weltkrieg stark ab, und erreichte in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg seinen absoluten Tiefpunkt. Danach wurde fast ausschließlich für den Heimmarkt produziert, und es entstanden bis in die späten 1960er unzählige Heimatfilme, wo Schauspieler wie Peter Alexander, Gunther Philipp, Marika Rökk oder Hans Moser im ganzen Land zu hoher Beliebtheit gelangen.

In den 1980er-Jahren entstanden mehrere Kultserien wie Ein echter Wiener geht nicht unter oder Kottan ermittelt. Auch Fernsehshows waren damals sehr beliebt, und Moderatoren wie Heinz Conrads zählten zu den Lieblingen der Nation.

In den letzten Jahren, angefangen in den späten 1990ern, entwickelte sich zusehends eine Art Neuer Österreichischer Film. Meist junge und kaum bekannte Regisseure und Schauspieler verwirklichen seitdem kreative Filme, oft sozial- oder gesellschaftskritischem Inhalt, in denen nicht selten auch auf Österreich Bezug genommen wird. Dies wird auch auf internationaler Bühne immer mehr wahrgenommen und in Form von Filmpreisen, von denen Österreich nicht unberechtigter Weise bis dato eher schwach gesegnet wurde, gewürdigt. Zu erwähnen wären hierbei Filme wie Hundstage von Ulrich Seidl oder Die Siebtelbauern. Andere nennenswerte Produktionen wären zum Beispiel Komm, süßer Tod und der Nachfolger Silentium, der Kinofilm Die fetten Jahre sind vorbei von Hans Weingartner oder der Kinofilm Nacktschnecken. Erfolgreiche Serien sind unter anderm Kommissar Rex.

Einen besonderen kulturellen Stellenwert in Österreich besitzt die Kabarettszene. Sie schafft es, mittels des landseigenen, österreichischen Humors im Rahmen einer kulturellen Veranstaltung, meist mit politischem oder alltäglichem, manchmal auch kritischem Themeninhalt, ein eigenes Flair zwischen Comedy, Theater und Unterhaltung zu entwickeln, welches anderorts seinesgleichen sucht. Bekannte Kabarettisten sind unter anderem Lukas Resetarits, Josef Hader, Alfred Dorfer, Roland Düringer, Alf Poier.

Siehe auch Liste österreichischer Filme

Musik

Österreich ist vor allem für seine großen Komponisten der vergangenen Jahrhunderte bekannt. Abseits der klassischen Musik sind vor allem der Schlager, Bands aus dem Austropop wie Austria3 und deren Einzelkünstler (Wolfgang Ambros, Georg Danzer, Rainhard Fendrich) oder S.T.S. sowie die derzeit erfolgreichste Österreicherin am Chartsektor, Christina Stürmer, und natürlich auch Falco und Hubert von Goisern oder DJ Ötzi über die Grenzen hinaus bekannt. Große Tradition in Österreich haben außerdem die Volksmusik sowie die volkstümliche Musik.

Nationale sowie internationale Bekanntheit in ihren Genres erlangten außerdem unter anderem die Linzer Hip Hop-Band Texta, Bauchklang, Petsch Moser und Heinz aus Wien.

Volkskultur

Österreichische Esskultur

Hauptartikel: Österreichische Küche, Wiener Küche

Österreich ist bekannt für seine vielfältige Auswahl an traditionellen Gerichten, Getränken und Mehlspeisen. Zu den bekanntesten Speisen zählen unter anderem das berühmte Wiener Schnitzel, der Tafelspitz, die Kärntner Kasnudeln und alle Arten von Knödeln. Bierbrauerei und Weinanbau haben in Österreich ebenso Tradition wie die Herstellung von österreichischem Käse und Speck sowie der regionale Anbau von Spargel. Zu den berühmtesten Süßigkeiten zählen vor allem die Mozartkugeln, die Sachertorte, Salzburger Nockerln und verschiedene Variationen von Strudeln.

Sport

Die beliebteste Sportart der Österreicher ist das Skifahren, gefolgt von Fußball und Radfahren. Auch Wandern genießt, vor allem in älteren Personenkreisen, einen hohen Stellenwert. (Stand: 2005)
Wintersport
Aufgrund seiner Geografie zählt Österreich in zahlreichen Wintersportarten zur Weltspitze, wie etwa in alpinen Ski-Bewerben, im Skisprung oder im Snowboarden. Der Wintersport genießt in Österreich einen hohen Stellenwert und dessen Fernsehübertragungen, vor allem jene der Ski-Alpin-Bewerbe, erreichen weite Teile der Bevölkerung. Bekannte Ski-Sportler der letzten Jahre sind z.B. Hermann Maier, Renate Götschl, Michaela Dorfmeister, Alexandra Meissnitzer, Benjamin Raich, Michael Walchhofer und Rainer Schönfelder. An erfolgreichen Skifahrern der Vergangenheit wären Toni Sailer, Karl Schranz, Franz Klammer oder Annemarie Moser-Pröll hervorzuheben. So war z.B. TV-Moderator Armin Assinger einst Skirennläufer, auch der Volksmusik-Star Hansi Hinterseer fuhr früher als Profi Slalomhänge hinab.

Weitere erfolgreiche Wintersportler sind beispielsweise der Rodler Markus Prock und das österreichische Skisprung-Team um Andreas Widhölzl, Thomas Morgenstern und Martin Höllwarth, welches in den letzten Jahren zahlreiche Weltcup-Siege für sich verbuchen konnte. Nicht mehr aktive Skisprung-Größen wie Anton Innauer, Hubert Neuper oder auch Andreas Goldberger sind heute als Trainer, bzw. TV-Ko-Moderatoren tätig.

Sommersport
Auch im Sommersport, bzw. ganzjährig ausübbaren Sportarten kann Österreich immer wieder nennenswerte Erfolge für sich verbuchen, doch erreichen diese bis auf den Fußball bei weitem nicht die Reichweite in der Bevölkerung wie der Wintersport. Bei großen Siegen, wie bei den Olympischen Spielen oder Weltmeisterschaften etwa, gelangen diese Sportarten dann dennoch kurzzeitig ins mediale Rampenlicht. Zu nennen wäre diesbezüglich der Segelsport (Roman Hagara, Hans-Peter Steinacher), Judo (Peter Seisenbacher), Schwimmen (Mirna Jukic und Markus Rogan) sowie die Formel 1 (Ex-Rennfahrer Niki Lauda, Jochen Rindt, Gerhard Berger). Im Jahr 2003 holte Werner Schlager den Weltmeistertitel im Tischtennis, 1996 wurde Thomas Muster als erster Österreicher überhaupt Nummer 1 der Tennisweltrangliste, nachdem er ein Jahr zuvor den Grand-Slam-Titel von Paris - die French Open - gewann.
Vereinssport
Der Vereinssport besitzt in Österreich einen sehr hohen Stellenwert. In Vereinen der Gemeinden und Städte sind oft mehr als die Hälfte deren Einwohner sportlich aktiv. Vor allem der Fußball besitzt, besonders in Wien, hohe Tradition, aber auch wenigere bekannte Sportarten stoßen mancherorts auf regen Zulauf. So zählt Österreich beispielsweise im Faustball zur Weltspitze, und manche der an der Donau oder an größeren Seen gelegenen Gemeinden haben eigene Wassersportvereine.

Hypo Niederösterreich zählt im Frauenhandball zur Zeit ebenso zur Weltspitze wie die Chrysler Vienna Vikings im Amateur-Football. Auf internationaler Ebene erregten außerdem vor allem die Erfolge österreichischer Fußballvereine Aufmerksamkeit. Erwähnenswert sind unter anderem deren vier Finalteilnahmen im UEFA-Cup (SV Austria Salzburg 1994), bzw. im Europapokal der Pokalsieger (Austria Wien 1978, Rapid Wien 1985 und 1996) sowie das Jahr 2000, in dem es Sturm Graz als erste österreichische Mannschaft schaffte, in der UEFA Champions League in die zweite Runde aufzusteigen. Zur Zeit spielt Rapid Wien als erste Mannschaft seitdem wieder in diesem prestigeträchtigen und lukrativen, europäischen Clubbewerb. (Stand: September 2005)

Erfolgreiche Vereine in Österreich:

Internationale Sportveranstaltungen
Österreich war bisher zwei Mal Veranstalter olympischer Spiele (beide Male olympische Winterspiele in Innsbruck, 1964 und 1976). Insgesamt holten österreichische Spitzensportler 24 Gold-, 34 Silber- und 39 Bronzemedaillen in der Geschichte olympischer Winterspiele sowie 26 Gold-, 38 Silber- und 40 Bronzemedaillen bei olympischen Sommerspielen (Stand: 2005).

Bei den letzten Olympischen Winterspielen 2002 in Salt Lake City gewann das österreichische Team 3 Gold-, 4 Silber- und 10 Bronzemedaillen. Bei den Olympischen Sommerspielen 2004 wurden 2 Goldmedaillen (durch Roman Hagara & Hans-Peter Steinacher im Tornado-Segeln sowie Kate Allen im Triathlon), 4 Silber- sowie eine Bronzemedaille erkämpft. (Quelle: ÖOC)

2008 wird Österreich gemeinsam mit der Schweiz Veranstalter der Fußball-Europameisterschaft 2008 sein.

Siehe auch: Liste bedeutender Sportler, Sport (Österreich)

Sehenswürdigkeiten

Höchste Bauwerke
Abbildung
Millennium Tower
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Die höchsten Bauwerke Österreichs sind:

Bauwerk Standort Höhe
1. Donauturm Wien 252 m
2. Millennium Tower Wien 202 m
3. Funkturm Arsenal Wien 155 m
4. Hochhaus Neue Donau Wien 150 m
5. Vienna Twin Towers Wien 138 m
6. Stephansdom Wien 137 m
7. Neuer Dom Linz 135 m
8. Vienna International Center Wien 120 m
9. Herz-Jesu-Kirche Graz 110 m
10. Wiener Rathaus Wien 105 m
11. Andromeda-Tower Wien 103,5 m

Weitere Themen

Gleichheit der Geschlechter

In der Verfassung ist die Gleichberechtigung von Männern und Frauen geregelt. Die praktische Umsetzung lässt allerdings noch zu wünschen übrig. So nutzen nur 2 von 100 Männern in Österreich die Möglichkeit der Karenz mit Kinderbetreuung. Auch sind in leitenden Positionen zumeist Männer und nur wenige Frauen vertreten.

In fast allen Bereichen ist das Durchschnittsgehalt von Frauen geringer als das Durchschnittsgehalt von Männern. Dies ist einerseits auf eine unvollständige Umsetzung der Gleichbehandlung in der Praxis und andererseits auf die Tatsache, dass viele Frauen einer Teilzeitarbeit nachgehen und dabei kaum Aufstiegschancen wahrnehmen können, zurückzuführen.

Von staatlicher Seite ist zur Zeit ein Hang zur positiven Diskriminierung (d.h. Privilegierung) für Frauen erkennbar. Es wurden zahlreiche Förderungsmaßnahmen für Frauen ins Leben gerufen, welche für Männer vollends fehlen. Weiterbildungsambitionen der Frauen werden finanziell unterstützt. Frauen erhalten ebenso Vergünstigungen in vielen Bereichen des Lebens. Auch bei der Besetzung von öffentlichen Arbeitsstellen werden Frauen, bei gleicher Qualifikation, Männern vorgezogen. Die offiziell gemeldeten Arbeitslosen in Österreich setzten sich 2004 aus 2/3 Männern und nur 1/3 Frauen zusammen, was auch damit zusammenhängen kann, dass Hausfrauen meistens nicht als arbeitslos gemeldet sind.

Österreich und Deutschland

Das Verhältnis zwischen den benachbarten Ländern war lange Zeit von enger geschichtlicher Verbundenheit und zugleich auch von Stereotypen geprägt; und ist es teilweise auch heute noch.

Mit der Gründung des Deutschen Kaiserreichs fand der jahrhundertelange Einfluss der Habsburger auf weite Teile des heutigen Deutschlands ein Ende und die beiden Staaten gingen nun - unterbrochen durch den „Anschluss“ an das Großdeutsche Reich der Nationalsozialisten - politisch getrennte Wege. Dies zu akzeptieren fiel den Deutschen nicht immer leicht, während sich die Österreicher ihrerseits mit den als „Piefkes“ verschrienen Nachbarn schwer taten.

Manche schon lange bestehenden Klischees, wie Gemütlichkeit und verlogener Charme der „Heiratsschwindler“ für die Österreicher auf deutscher Seite und Militarismus und überhebliche Besserwisserei für die Deutschen auf österreichischer Seite prägen bis heute für viele das Bild des einen Nachbarn vom anderen.

Dazu kommt der Vorwurf mancher Deutscher, die Österreicher würden ihr „deutsches Erbe“ verleugnen und hätten versucht, die österreichische Herkunft Adolf Hitlers auszublenden, um sich so der Mitverantwortung für die gemeinsamen Nazi-Vergangenheit zu entziehen. Auch wurde das Schulfach Deutsch nach dem Zweiten Weltkrieg noch längere Zeit neutral als „Unterrichtssprache“ bezeichnet.

Auf der anderen Seite wurden ausgerechnet Ur-Österreicher wie Peter Alexander und Udo Jürgens für Jahrzehnte der Deutschen liebster Star und das Nachbarland gehört für viele zu den beliebtesten Urlaubszielen.

Zudem sind in Österreich viele deutsche Künstler bis heute sehr erfolgreich.

Literatur
Verfreundete Nachbarn. Deutschland-Österreich, Katalog zur Ausstellung im Bonner Haus der Geschichte, 2005

Portal:Österreich

Weblinks

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Flagge der Europäischen Union
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|TITEL=Mitgliedstaaten der Europäischen Union |INHALT= Belgien | Dänemark | Deutschland | Estland | Finnland | Frankreich | Griechenland | Irland | Italien | Lettland | Litauen | Luxemburg | Malta | Niederlande | Österreich | Polen | Portugal | Schweden | Slowakei | Slowenien | Spanien | Tschechien | Ungarn | Vereinigtes Königreich | Zypern

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Energieversorgung

Hauptartikel: Energieversorgung in Österreich

Diesen Artikel gibt es leider nicht. -- 194.208.141.5 15:48, 8. Dez 2005 (CET)

Qualität des Artikels

Hallo!

Möchte mich mal bei all jenen bedanken, die seit Anfang September mitgeholfen haben, die Qualität des Artikels maßgeblich zu verbessern (zum Vergleich: lest mal die Version vom 01.September). Offene Themen wären unter anderem noch:

  • Kultur -> Sehenswürdigkeiten (kurz)
  • Sport ->Vereinssport
  • Kultur -> Musik
  • Politik -> Parteien
  • Schulsystem
  • Kultur -> Film und Theater (Theater)

würd's auch selber schreiben, hab aber fast keine Zeit im Moment.

Grüße -- Garbage 01:22, 11. Sep 2005 (CEST)

Darf ich "Politik -> Parteien" durchstreichen? Ich wollte immer schon etwas durchstreichen :-) - Mehrleisealslaut 23:37, 12. Sep 2005 (CEST)

tu dir keinen Zwang an ;) -- Garbage 01:07, 13. Sep 2005 (CEST)

Bauwerke???

Nur mal ne frage, vieleicht irre ich mich ja, aber ist ne Staumauer kein Bauwerk?? Dann würden die angeben über die höchsten Bauwerke nähmlich ziemlich falsch sein.

Kyoko12 15:18, 6. Sep 2005 (CEST)

Lebenserwartung

Lebenserwartung: 80 (Frauen), 74 (Männer) (2000) d.h für im jahr 2000 geborene?

yup -> http://www.univie.ac.at/die...

Ich habe die Daten über die Lebenserwartung habe ich aktualisiert. Ich habe sie von der Homepage des Statistischen Zentralamtes entnommen. --Highdelbeere 17:47, 19. Sep 2005 (CEST)

Minderheitensprachen

So, aus irgendeinem Grund steht aber jetzt deutsch nicht mehr als Amtssprache drinnen...das ist ja dann auch nicht ganz korrekt oder? Wenn man auf bearbeiten geht steht deutsch zwar da, wird in der Tabelle im Artikel aber nicht angezeigt. Könnt ihr das ändern? Ich will nicht in eurem Artikel rumpfuschen... mfg trytocatchme Also so weit ich weiß, sind Bosnisch und Serbisch keine offiziell ankerkannten Minderheitensprachen in Österreich. Oder hat sich da in allerletzter Zeit was geändert? Vielen Dank schon für die Antwort. Hunne

Das nicht, aber de facto werden sie gesprochen, deswegen habe ich sie in den Artikel hineinredigiert. --Wolfgang glock 21:54, 12. März 2004 (CET)

Ich denke mal nicht, ist aber nicht so relevant, da es auch nur serbokroatische Dialekte, und m.W. keine eigenen Sprachen sind.

Was eine Sprache und was ein Dialekt ist, ist meiner Meinung nach v.a. eine politische Frage. Und seit die drei getrennt sind, spricht man zumindest unter Slawisten nicht mehr von Serbokroatisch, sondern von Bosnisch-Kroatisch-Serbisch. Und in Österreich steckt etwas dahinter, dass Kroatisch als Minderheitensprache anerkannt ist und Bosnisch und Serbisch nicht (nicht dass ich es den Bosniern und Serben nicht gönnen würde). Aber die Burgenlandkroaten sind eine autochthone Minderheit, die seit vielen Jahrhunderten in Österreich lebt (bzw. dort, wo heute Österreich ist).

Hast Du irgendwo Daten, welches die anerkannten Minderheitensprachen sind? (Man kann dann ja schreiben welche anerkannt sind und welche nicht ...) --Zenogantner

Hab ich, müsst ich aber erst suchen. Aber wenn sich da nicht vor kurzem etwas verändert hat, bin ich mir ziemlich sicher, dass es so ist, wie es in dem Artikel steht. Ich denke, dass es wenig Sinn macht, auch nicht anerkannte Sprachen dazuzuschreiben, weil dann könnte man bei vielen Ländern bald die meisten Sprachen der Welt hinschreiben und das bringt nicht viel Erkenntnisgewinn. Frohe Weihnachten -Hunne

Meines Wissens sind anerkannte Minderheitssprachen nur die Sprachen der autochthonen Minderheiten, wobei das Burgenlandkroatische immer schon als Kroatisch, nie als Serbokroatisch bezeichnet wurde. Es unterscheidet sich auch heute noch in einigen Punkten deutlich vom Kroatischen in Kroatien (letzteres basiert auf dem štokavischen, Burgenlandkroaten sprechen und schreiben mehrheitlich čakavisch, wie im alten Dalmatien). Wo aber "serbokroatisch" als Sprache einer zugewanderten Minderheit in öffentlichen Publikationen verwendent wird (Publikationen von Gesundheits- und Sozialämtern, Aufforderungen zu sicherer Fahrweise entlang der Ennstalbundesstraße, Verbotsschilder in von Immigranten dominierten Wohngebieten) wird mehrheitlich die serbische Variante verwendet. Jakob stevo 15:21, 27. Apr 2004 (CEST)

Meines Wissens gehen die Amtssprachen Slowenisch und Kroatisch auf den berühmten Artikel 7 des "Staatsvertragtes betreffend die Wiederherstellung eines unabhängigen und demokratischen Österreich", gegeben zu Wien am 15. Mai 1955, zurück. Dort ist ausdrücklich von "slowenischer" und "kroatischer" Sprache die Rede. kksen 09:28, 02. Jan 2005 (CEST)


Bei den Hochschulen gehört bei Linz sicher noch die theologische Hochschule ergänzt. Ob auch das Brucknerkonservatorium eine Hochschule im Sinne des Gesetzes ist, konnte ich nicht eruieren. - Pregl 15:30, 18. Jul 2003 (CEST)

Euro-Münzen

Ich glaube nicht, dass es korrekt ist in der Tabelle unter Währung auch von österreichischen Euro-Münzen zu sprechen. Ansonsten müsste man auch alle anderen 12 Münzvarianten anführen - schließlich müssen auch die in Österreich akzeptiert werden. Wenn alle einverstanden sind, werde ich "österreichische Euro-Münzen" in ein Woche löschen. Einwände? ---Gugganij 16:07, 24. Jan 2004 (CET)

Ja: das sind nun einmal die Münzen, die von der Österreichischen Nationalbank ausgegeben werden. Setze den Link meinetwegen woanders hin (und wenn, dann bitte auch bei allen anderen Euro-Staaten), das zu Löschen halte ich nicht für begründbar -- Maclemo 16:21, 24. Jan 2004 (CET)

Es gibt Münzen für 5 Euro oder 10 Euro, die nur in Österreich gelten, und von der östereichischen Nationalbank herausgegeben werden, wie das jedes andere Land auch machen darf. Das sind eben österreichische Euro - nur speziell diese gehörten eigentlich bei dem Artikel österreichische euro... ergänzt. Ich werde schauen ob etwas finde. Karl Gruber 19:25, 24. Jan 2004 (CET)

Es wird zurzeit relativ uneinheitlich handgehabt. In den Tabellen der meisten anderen Euroländer wird als Währung nur Euro erwähnt. Wir sollten es vereinheitlichen. Entweder überall die entsprechenden Euromünzen einfügen oder sie überall löschen. Gugganij 19:30, 26. Jan 2004 (CET)

das es uneinheitlich ist, stimmt. Aber ich habe nur die Gedenkmünzen für Österreich gewußt und die sind wie schon geschrieben eine rein österreichische Währung. Wie es die anderen Länder handhaben weiß ich nicht. Aber ohne den direkten Link denkt sicher niemand daran, dass es das gibt. Karl Gruber 23:09, 26. Jan 2004 (CET)
Ja, du hast recht. Ich finde die Lösung mit siehe auch für gut. Gugganij 11:51, 27. Jan 2004 (CET)

nicht alle Österreicher sind Deutsche

Sorry, oder besser gesagt ok, aber die meisten Össis sind natürlich Deutsche, ausgenommen die, die von den "Oststaaten" im Zentrum Wien aufgefrischt wurden. Die Össis haben schon vergessen, woher sie kommen, so gut gets ihnen ! Sie merken gar nicht, daß sie oberdeutsch sprechen und daß Ihre Vorfahren aus dem nord-mittel-und süddeutschen Raum kamen. Der deutsche Geist geht daher bis Südtirol und Kärnten und hört nicht am Walserberg auf. 80.110.232.47 22:33, 5. Sep 2004 --Fangt schon wieder irgend so ein Anonym, der nicht mal mit der IP-Adresse unterschreibt, mit diesem Blödsinn an ? -- Karl Gruber 08:58, 6. Sep 2004 (CEST)


Tut mir leid Leute, aber es gibt (abgesehen von einer Minderheit) keine "deutschen" Österreicher" sondern "deutschsprachige Österreicher" -. Die Behauptung, Österreicher seine Deutsche, ist in Österreich eine nicht mehrheitsfähige Position, die mit sehr weit rechten Positionen assoziiert wird. Das aber ist wohl kaum ein neutraler Standpunkt. Korrigiere das daher sofort. Pregl 19:45, 8. Feb 2004 (CET)

Der Hinweis auf die Polen ist mir vollkommen unklar. Österreicher im Sinn des Gesetzes ist jemand mit Österreichischer Staatsbürgerschaft. So wie das dort steht, wären auch alle Gastarbeiter (vor allem Türken, ehemalige Jugoslawen, ..) anzuführen. Kann sein, dass es etliche gebürtige Polen mitr Östereichischer Staatsbürgerschaft gibt, aber eine anerkannte Minderheit sind sie nicht. Pregl 19:53, 8. Feb 2004 (CET)

Die meisten Österreicher sind natürlich Deutsche, wenn auch keine Bundesdeutschen (Staatsbürger)
Wer etwas anderes behauptet betreibt Geschichtsfälschung und versucht einen künstlichen Gegensatz zu konstruieren, wo keiner ist. -- Kris Kaiser 19:57, 8. Feb 2004 (CET)
Hier geht es nicht um einen bestehenden oder nicht bestehenden Gegensatz, sondern um einen sehr wohl bestehenden Unterschied.m übrigen geht die Diskussion am Punkt vorbei: Das eine ist die demoskopische Verteilung der jeweiligen Muttersprache, das andere die Abstammung. Um letzteres geht es in dem entsprechenden Absatz aber gar nicht! Petwoe 07:00, 9. Feb 2004 (CET)

Natürlich gibt es Polen, die sind aber keine Minderheit. Die Minderheiten sind klar im österreichischen Staatsvertrag geregelt. Aber die 98 % Bevölkerung sind eine deutschsprachige und keine deutsche Bevölkerung. Bei den Minderheiten gibt es auch sogenannte Schutzmächte, bei den 98 % ist es sicher nicht Deutschland ;-) Karl Gruber 08:21, 9. Feb 2004 (CET)

Lieber Kris Kaiser, wie ich dir schon unter "Sprachgebrauch in Östereich" mitgeteilt habe, steht es dir natürlich frei, Positionen einzunehmen, die in Österreich als rechtsextrem gelten (besonders der Part mit der Geschichtsfälschung ist lustig und zeugt von einem interessantem Geschichtsbild). Ein neutraler Standpunkt sollte aber doch wohl das Selbstbild der Österreicher zumindest berücksichtigen. "Bundesdeutsche", sollte es angesichts der Umbenennung in "Deutschland" schon seit einigen Jahren nicht mehr geben. Pregl 11:45, 10. Feb 2004 (CET)

Der Staat heißt immer noch "Bundesrepublik Deutschland" und in der Verfassung steht kein Alleinvertretungsanspruch für alle Deutschen. Gab es eigentlich früher keine Deutschen, als es noch keinen Staat mit dem Wort Deutschland im Namen gab? Wenn wir Bayern uns jetzt selbstständig machen, sind wir dann auf einmal keine Deutschen mehr? Seid ihr Österreicher eigentlich Baiern (Volk mit i)? Kann man sich als Franke auch als Bayer (Staat) und als Deutscher sehen? -- Kris Kaiser 16:37, 10. Feb 2004 (CET)

hab nachgeschaut und muss zu meiner Schande gestehen, dass der offizielle Name immer noch Bundesrepublik Deutschland heißt. Entschunldigung also und bitte überall "Bundesdeutsche" einsetzen. Wer sich in geschichtlichen Zeiten als was gefühlt hat weiss ich nicht, das sollte angesichts der Tatsache, dass die Idee des Nationalstaates eine Idee des 19.Jh. ist, auch nur von relativer Bedeutung sein, es könnte aber der entscheidende Hinweis sein, ob es vor "Deutschland" "Deutsche" gab: Möglicherweise angesichts der deutschen Kleinstaaterei nein.
Tatsache ist aber einfach, dass die überwiegende Mehrheit der Österreicher sich als Österreicher und nicht als Deutsche oder Bayern fühlt. Als was die Bayern sich fühlten, wenn sie selbständig wären, könnten nur die hypothetischen selbständigen Bayern entscheiden und die können wir nicht fragen (ich kann dir aber garantieren, dass sie sofort "Nichtdeutsche" wären). Dei Frage mit den Franken kann ich dir leicht beantworten: Die Tiroler, Steirer, OÖer, NÖer, Salzburger, Wienér, .... fühlen sich sehr wohl als .... und eben auch als Österreicher, aber nicht als Deutsche. Die Zeiten wo Österreicher unbdingt glaubten Deutsche sein zu müssen, sind vorbei (angsichts der damaligen Ereignisse glücklicherweise). Vielleicht resultiert daraus unser Abgrenzungsbedürfnis. Du kannst ja einmal probeweise einen deutschsprachigen Schweizer fragen, ob er nicht Deutscher sei. Wundere dich aber bitte nicht, wenn du nur verständnislose Blicke erntest. Pregl 10:49, 11. Feb 2004 (CET)
Aber du musst doch zugeben, dass wir mehr gemeinsam haben, als "Wetten dass?"
Vielleicht aber auch weniger ;-)

Die offizielle Kurzform der BRD ist "Deutschland". Jedenfalls nach Auskunft ihres Außenministeriums.
Das Österreicher wg. der Sprache Bayern oder Deutsche sind, ist Unsinn. Sie sprechen Deutsch bzw. größtenteils Dialekte, die "Bairisch" genannt werden. US-Amerikaner und Australier sind auch keine Engländer, nur weil sie Englisch sprechen! --Zenogantner 10:58, 11. Feb 2004 (CET)
Naja, man kann auch Äpfel und Glühbirnen vergleichen. ;-) -- Kris Kaiser 04:02, 12. Feb 2004 (CET)
Hi Kris, du wirst in Österreich wirklich keine Deutschen finden, außer als Touristen oder solche die zugezogen sind. Aber ich fühle mich als Niederösterreicher - als Österreicher und vielleicht schon ein bißchen als Europäer, aber sicher nicht als Deutscher. Und so geht es den meisten Österreichern - bis auf ein paar ewig gestrige. Karl Gruber 07:09, 12. Feb 2004 (CET)

Ihr Ösis könntet mal ins CIA World Factbook schauen , dann merkt ihr nämlich dass das Ausland mehr von eurer Identität weiß als ihr selbst !! Da steht nämlich unter Ethnic groups ganz groß GERMAN ^^

Die Macher des Factbook wissen allerdings selbst nicht so genau was sie mit "Ethnic groups" meinen. Z.B. sind dort 86% der Liechtensteiner Alemannen, aber 65% der Schweizer Deutsche (Alemannen gibt es dem Factbook zu Folge in der Schweiz nicht). Die Luxemburger sind Kelten, die sich mit Deutschen und Franzosen vermischt haben. Dafür sind die Franzosen Celtic and Latin with Teutonic, Slavic, North African, Indochinese, Basque minorities (was auch immer indochinese bedeuten soll, als ethnische Gruppen in Vietnam oder Kambodscha werden eine ganze Menge sehr unterschiedlicher ethnic groups angeführt). Was sind jetzt wieder die Luxemburger? Die US-Amerikaner sind, weil's den Autoren offenbar selbst zu kompliziert wurde, einfach Weisse, Schwarze, Asiaten oder div. natives.
Also als Quelle ethnologischer Erkenntnisse würde ich Dir vom Factbook doch eher abraten. --Tsui 16:50, 25. Jan 2005 (CET)

Kennt jemand einen Ethnologen, den er dazu befragen könnte? ? Hokanomono 19:06, 18. Mär 2004 (CET)

Geht mal 150 Jahre zurück, da gab es keine Österreicher, sondern nur Deutsche, die in Bayern, Sachsen, Österreicher,... untergliedert waren --Thommess 17:47, 21. Apr 2004 (CEST)


Also, ich fühle mich sicherlich als Österreicher, und nicht als Deutscher! Und auch wir in Tirol sprechen nicht bairisch, sondern tirolerisch! Und da sind wir hier sicherlich eigen! Also, ich kenne keinen Tiroler/Österreicher, der lieber Bayer/Deutscher sein würde! Und seit Dosenpfand, GEZ usw. unter Garantie nicht!

Was soll der Mist hier eigentlich? Wir Österreicher sind keine Deutschen und sind sehr wohl in der Lage uns gegenseitig als solche zu erkennen(durch die Sprache, Kenntnisse, Mentalität usw.)! Wer etwas anderes behauptet wird in Österreich selbst als Sonderling mit einer abstrusen Meinung angesehen. Wenn er Deutscher ist unterstelle ich ihm einmal rechte Großmachtsfantasien. Generator 18:02, 25. Jan 2005 (CET)


stimme der person über mir zu ! wir österreicher sind keine deutschen. das wär wie wenn man sagen würde franzosen sind italiener. ebenso was dialekt angeht. auch wenn im raum vorarlberg, schweiz und bayern der dialekt vom allemanischen abstammt ist es noch lang nicht der gleiche. vll. das einige österreicher durch heirat von deutschen bürgern usw. nicht 100% österreicher sind (was unsinn ist) aber genauso kann man sagen das dann viele deutsche österreicher wären.

nochwas: dort wo ich lebe kamen die leute aus der schweiz (lang her) also erst recht nicht deutschland ! und: für die meisten österreicher ist es eine beleidigung, als deutscher bezeichnet zu werden. (wir haben auch unseren stolz !)

greetings ein österreicher von vielen der KEIN deutscher ist !

deutsche Volks- und Kulturgemeinschaft

Bei aller Liebe, aber ich habe doch einige Probleme diesen Satz im Artikel einfach so stehen zu lassen: Die bei weitem überwiegende Mehrheit der Österreicher gehört der deutschen Volks- und Kulturgemeinschaft an. Ich glaube nicht, dass er das Selbstverständnis der überwiegenden Mehrheit der Österreicher trifft. — Gugganij

Was versteht der Verfasser unter "Volksgemeinschaft"? Der Begriff "Volksgemeinschaftsideologie" wird nämlich als Merkmal faschistischer Systeme wie des Nationalsozialismus angesehen.--Aw

Editwar: Nation

Um einen Editwar zu vermeiden, verschiebe ich folgende Sätze hierher. Bitte um Begründung.

»Die Republik Österreich ist eine föderal organisierte parlamentarisch-demokratische Nation in Europa.«

Ich fand die Bananenrepublik gar nicht so schlecht. Offensichtlich wissen
die Österreicher wirklich nicht was sie sind :-). Arved 20:59, 8. Mär 2004 (CET)

Ich fand bei Deutschland die Wendehalsrepublik nicht so schlecht, denn da weiß ein aufgeklärter Mensch offensichtlich wirklich, was er ist. 27.04.2004, Raingruber, Linz, Austria

»Die bei weitem überwiegende Mehrheit der Österreicher ist Resultat des in der Österreichisch-Ungarischen Vielvölkerstaates. Das öster- reichische Volk ist daher als Mischvolk zu betrachten.«

IMHO sollten alle Sätze die irgendwie von "Volk" handeln gestrichen werden. Das zieht nur rechtsrechtes nationalistisches Gedankengut an (Und davon gibts in .at leider zu viel]]. Arved 20:59, 8. Mär 2004 (CET)

also irgendwo muss dann mal schluss sein. ich verbinde "volk" mit keinem nationalsozialistischen gedanken

Dem de.Nationalisten kann ich nur eines empfehlen: Geh nach Solingen und Mölln und sprich dort ein stilles Gebet! Dann weißt du nachher, was du selber bist, in deiner Realitätsverleugnung. 27.04.2004, Raingruber, Linz, Austria. -

Und Du, lieber Obderennser in Linz an der Donau (zur Unterscheidung von Linz am Rhein), besuche die Donaustädte Passau und Regensburg und danke Gott, daß auch Du ein Bajuware bist! Viele Grüße vom Unterderennser (10. 9. 04). P. S.: Und besuche Ulm an der Donau, Freiburg im Breisgau und Würzburg und danke Gott, daß auch Du ein Süddeutscher bist!

»Allerdings hat sich in der Volksmusik bzw. im Wienerlied eine Abart des Jodelns, das sogenannte Dudeln entwicklt.«
— Hokanomono 10:14, 8. Mär 2004 (CET)

Gehört IMHO in einen Extra Artikel über Jodeln oder das Wienerlied hat aber mit Österreich nicht wirklich viel zu tun. Die meisten Österreicher wie auch die meisten Deutschen hören wohl Top40-Gedudel (siehe auch Ö3). Arved 20:59, 8. Mär 2004 (CET)

Update: Ich habe mich wohl im Edit-Chaos ein bischen falsch verhalten, tut mir leid. Hoffentlich habe ich 81.223.39.146 nicht vertrieben. Ich wollte ja bloß, weil die Änderungen offenbar kontroversiell sind, eine Diskussion... — Hokanomono 19:13, 8. Mär 2004 (CET)

Finde ich nicht. Die Änderungen und Rückänderungen wurden wirklich unübersichtlich. Arved 21:00, 8. Mär 2004 (CET)

Bezüglich des Einleitungssatzes Die Republik Österreich ist ein föderal organisierter parlamentarisch-demokratischer Bundesstaat in Europa.: Der Ausdruck föderal impliziert bereits das Österreich ein Bundesstaatist. Ich glaube Bundesstaat sollte durch den Ausdruck Republik ersetzt werden. Gugganij 00:09, 19. Mär 2004 (CET)

Ich würde schreiben Die Republik Österreich ist eine parlamentarische Demokratie in Europa. Alles andere steht unten unter Politik. Karl Gruber 16:56, 27. Mär 2004 (CET)

seid mir nicht böse: "die österreicher definieren sich nicht als Deutsche" ist unsinn. sie sind schlicht keine Deutschen. wenn es staaten gibt, dann sind Österreicher eben österreicher und keine deutschen. auch deutsche sind eben deutsche und keine österreicher und auch keine baiern. ich würde diesen satz löschen. ich verstehe die absicht, aber bin nicht sehr glücklich mit der lösung. UND: das mit der abstammung ist, ich hab jetzt nachgeschaut, eher ein spezialthema und scheint in neuen lexika unter Österreich GAR NICHT auf. kann man das nicht einfach weglassen? so lang ist der artikel über Ö ja nicht und es gäbe da doch wichtigeres als so lapidar ein umfassendes und politisch leicht missverständliches thema abzuhandeln. "bei österreichischer Kultur denkt man zuerst an Musik und Tanz" finde ich auch nicht sehr glücklich - wer ist dieses "man". das wirkt schon etwas peinlich. übrigens: laut neue encarta sind deutsche eine minderheit in Ö. soviel zur frage, ob österreicher deutsche sind. 62.116.126.155 16:42, 27. Mär 2004 (CET)sascha

es steht ärger da "die österreicher definieren sich nicht mehr als Deutsche". Sie haben sich nie als Deutsche definiert. auch bei den anderen gebe ich dir recht. Karl Gruber 16:56, 27. Mär 2004 (CET)

  • ja - genau - nicht mehr, huch. deinen satz Die Republik Österreich ist eine parlamentarische Demokratie in Europa. finde ich sehr gut.
änderst du es? ich änder jetzt das mit dem definieren als deutsche... das ist sonst ja schlimm. 62.116.126.155 17:57, 27. Mär 2004 (CET)sascha

    • Um auch nochmal meinen Mostrich dazuzugeben: Alles was Österreicher mit deutsch in Verbindung bringt würde ich rausnehmen und durch deutschsprachig ersetzen. Ein Bolivianer ist ja auch kein Spanier, trotz der gleichen Sprache. Der Pass ist entscheidend! Auch wenn Österreicher noch vor wenigen Jahrzehnten für einen Anschluss an Deutschlands Vorgängerstaaten votiert hätten, muss man die geschichtliche Entwicklung und die inzwischen ausgeprägte Eigenständigkeit des Staates betrachten. Da noch davon zu sprechen, Österreicher seien Deutsche, ist ja absurd. Natürlich sind wir uns ähnlicher als wir uns manchmal wahrhaben wollen :-) Stern 18:11, 27. Mär 2004 (CET)

Liebe Leute,

die letzte Änderung im Artikel hat mich einigermaßen verwundert. Dass das kleine Walsertal, Ost- und Südtirol so überragend wichtige Regionen wären, ist mir neu. Das kleine Walsertal hat sich dadurch ausgezeichnet, dass es früher Zollausschlußgebiet war und sich daher stark zur BRD orientiert hat. Osttirol war bis vor kurzem vor allem verkehrstechnisch schwierig zu erreichen und ist immer noch wunderschön und Südtirol ist vor allem einmal nicht ein Bestandteil Österreichs. Regionen in Österreich gäbe es noch reichlich, aber da wäre zuerst einmal zu definieren, was denn diese ominösen Regionen sein sollen. Der Passus erscheint mir entbehrlich, da eventuell politisch motiviert. Pregl 18:15, 20. Apr 2004 (CEST)

da kann ich Dir voll zustimmen --Thommess 20:36, 20. Apr 2004 (CEST)

So ein Unsinn, der war nicht politisch motiviert! Und wenn welche Motivation hätte ich bei Osttirol gehabt oder beim Kleinwalsertal und weshalb hätte ich dann das italienische Südtirol erwähnt?! Sehr "deutsch" diese-eure Reaktion!

LG. Pandaemonium!

90% Bajuvaren

Ich habe folgenden Satz mal hierhergestellt, weil er meiner Meinung nach ziemlicher national-völkischer irrelevanter Unsinn ist und bei der Quellenlage im Frühmittelalter vor allem nicht belegbar ist (genausogut könnte man aufgrund von Ortsnamen 200 km von der nächsten Grenze 60% Slawen postulieren). Und das sich die slawsichen 'Abstammungselemente' erst durch den 'österreichisch-ungarischen Vielvölkerstaat' ergeben haben ist nicht nur eine gewagte Behauptung, sonder mit Ausnahme von Vorarlberg, Tirol und Innviertel schlicht und einfach _falsch_:

90 % der heutigen Österreicher entstammen dem Stamm der Baiern. Weitere Abstammungselemente ergeben sich aus dem Slawischen des ehemaligen österreichisch-ungarischen Vielvölkerstaates.

Ich nehme die 90 % als (zu hohe) Hausnummer. Aber sicher ist der öst.-ung. Vielvölkerstaat gerade in Ostösterr. sicher Tatsache. Dazu kommt noch der ungarische einfluß. Ich selbst bin auch ein lebendes Beispiel dafür ;-). Schau ins wiener Telefonbuch. Aber mich würde interessieren, wie ihr die Prozente aufteilen würdet ihr oder wie wirklich definieren. Karl Gruber 23:07, 21. Apr 2004 (CEST)

Ich weiß nicht ob es überhaupt Sinn macht, da Hausnummern anzugeben. Wenn das halbwegs nachvollziehbar und wissenschaftlich sein soll, dann müssten wir erst mal bis zum Fund von Ergebnissen einer Volkszählung aus awarischer Zeit warten :-). Der Vielvölkerstaat stimmt schon, aber die slawischen 'Abstammungselemente' stammen z. T. schon aus der Völkerwanderung und machen auch bei sogenannten und selbsternannten "Bajuwaren" mit deutschen Nachnamen wohl insgesamt mehr als 10% aus, zumindest in K, St, NÖ, W, B, OT und östliches OÖ. Jakob stevo 23:41, 21. Apr 2004 (CEST)

Da gebe ich dir recht, Zahlen würde ich da auch weglassen. Die Abstammungsvielfalt stammt, wie du gesagt aus der Völkerwanderung, aus den Religionskriegen und wie auch heute aus den verschiedenen Wirtschaftsentwicklungen, ich erinnere nur an die Ziegelbehm (Böhmen), die um 1900 in die Wiener Gegend gekommen sind, weil es eben da Arbeit gab. Heute ist es ja auch nicht anders - im Gegenteil noch stärkere Wanderbewegungen und noch unübersichtlicher. Also Zahlen zu erheben? gruß K@rl

Mit den 90 % Bajuwaren ist nicht die Abstammung gemeint, sondern, daß 90 % der Österreicher den sog. bajuwarischen Dialekt sprechen. Wenn man nach der Abstammung gehen würde, dann hätten wir im Osten einen enorm hohen slawischen und im Westen einen enormen romanischen Anteil. Ein Ursprüngliches Volk der Bajuwaren giebts ja eigentlich nicht. Die Bajuwaren sind nämlich in der Völkerwanderung durch die Vermischung mit verschiedenen Germanischen und keltischen Stämmen entstanden. --Highdelbeere 10:00, 25. Jan 2005 (CET)

Diskussionsteilnehmer mit geringen Geschichtskenntnissen

Es erstaunt mich immer wieder, mit wie wenig Geschichtskenntnissen die Menschen heute ausgestattet sind. Es geht hier nicht um die Frage, ob jemand den Begriff Deutscher nur mit der BR Deutschland assoziiert. Der Begriff Deutsche bezeichnet die Menschen der deutschen Sprache (s. Ursprung und Geschichte). Der Ausdruck Österreicher ist dagegen eine Landschaftsbezeichnung (Ostarachi=östl. Grenzmark). Die Bezeichnung deutsche Österreicher oder Deutschösterreicher ist also korrekt (Man könnte sie auch Deutschbaiern oder Baierndeutsche nennen). Die Deutschen haben in den letzten 1000 Jahren fast immer in verschiedenen Staaten gewohnt und dort sollten sie auch heute wohnen bleiben! - Aber zum Thema: Zufällig habe ich in der österreichischen Geschichtsschreibung folgenden Satz gelesen: „Schuschnigg setzte für den 9. März 1938 eine Volksabstimmung an: Die Frage lautete, ob das Volk ein "freies, unabhängiges, deutsches und christliches Österreich" wolle”. - (Der Österreicher Adolf Hitler wollte das wohl nicht. Nur gut, daß Hitler kein Deutscher war, sondern ein wirrer österreichischer Dummkopf! oder ist da etwa jemand anderer Meinung?)

Deine Argumentaion basiert nur auf der Geschichte, als vor 100 Jahren und früher. Es kann sein, dass Österreicher "Deutsche" sind. Jedoch solltest du auch die moderne These der Nation miteinbeziehen. Denn so gleicht deine Arguemtation eher einen, auf - das - Deutschland bezogenen Neofaschismus mit starkem faschistischen Gedankengut. --Thommess 10:59, 24. Apr 2004 (CEST) Irrtum! Gerade die Gleichsetzung des Staates mit der Nation ist typisch faschistisch. Die italienischen Faschisten wollten Südtirol und die dortigen Deutschen und Ladiner gewaltsam italianisieren. Die Faschisten waren tatsächlich "modern" - sogar futuristisch... (Gerfrei, 10. 9. 04)
Tatsache ist: Wenn man 1848 von einem gemeinsamen Staat aller Deutschen sprach, waren die Österreicher selbstverständlich mitgemeint, und als 1918 die Republik Österreich (anfangs unter Deutschösterreich) gegründet wurde, definierte man diese als den Staat der Deutschen im ehemaligen Österreich-Ungarn. Aber: Heute bezeichnet sich kaum ein Österreicher als Deutscher. Somit würd ich sagen dass Österreicher eine Nation sind, wenn auch eine sehr junge (im Sinne der Entwicklung des Nationalgefühls). Übrigens: der Begriff "Deutsch" leitet sich von Volk ab, somit die Sprache des einfachen Volks im Gegensatz zur Verwaltungs- und Gelehrtensprache Latein. Das Substantiv Deutscher, so es überhaupt verwendet wurde, bezeichnete ursprünglich alle Germanisch-Sprecher im Frankenreich, später im HRR, und Leute die von dort kommend ausgewandert waren. Also auch Flamen und Friesen, wer Österreicher als Deutsche bezeichnet müsste konsequenterweise bei denen genauso vorgehen. In manchen Zusammenhängen kann es allerdings mE sinnvoll sein, von "Deutschösterreichern" zu sprechen. Beispiel Burgenland und autochthone Minderheiten: Wer steht den Kroaten als Mehrheitsbevölkerung gegenüber? Österreicher Macht wenig Sinn, schließlich sind die Burgenlandkroaten genausosehr Österreicher wie alle anderen. Jakob stevo 16:53, 24. Apr 2004 (CEST)

Ich will jetzt nicht bestreiten, dass man unter "Deutschen" auch alle deutschsprachigen verstehen kann; nur eine Kleinigkeit über deine Argumentation: Wir sollten nicht vergessen, dass Schuschnigg ein Austrofaschist war. Seine Ansichten sollten daher keine Überzeugungskraft haben. – HokanomonoHokanomono 10:26, 25. Apr 2004 (CEST)

Du scheinst es nicht kapieren zu wollen und versuchst, deine heutige Wahl deiner Identität, nämlich Nicht-Deutsch zu sein, auf alle Österreicher und sogar auf deren Vorfahren zu übertragen. Schuschnigg, der die Unabhängigkeit vom Reich wollte, wählte diese Formulierung "deutsches" natürlich, weil die überwiegende Mehrheit der Österreicher sich natürlich als Deutsche sahen und er glaubte, durch die Verknüpfung von deutsch und unabhängig den Bürgern die Ablehnung der Frage schwer zu machen. Übrigens, wenn du dich von dem Austrofaschisten distanzieren willst: Bist du dann auch gegen die Unabhängigkeit Österreichs? ;-) -- Kris Kaiser 16:29, 25. Apr 2004 (CEST)

Österreicher oder Deutsche in der Zwischenkriegszeit? Ich schicke voraus, dass ich vielleicht zuwenig Geschichtskenntnisse habe. Aber man muss sich nur in die Situation von 1930 hineindenken. Eine Identität nach dem Wegbruch der Kronländer gab es in Österreich ja kaum eine, also waren sie der Rest der Monarchie die Deutschösterreicher oder eben die restlichen Deutschen der Monarchie. Nichts zum Essen, und dann kam einer, der das Wirtschaftswunder versprach, na klar war man da deutscher und folglich für den Anschluß. Man kann das mit der heutigen Situation überhaupt nicht vergleichen, wo sich in den 50 Jahren seit dem WW2 sehr wohl eine Identität aufbaute, schon aus der Nazivergangenheit, die man sicher auch damit verdrängen wollte.

Der erste Ansatz zum Aufbau eines österreichischen Nationalgefühls stammt tatsächlich aus dem Ständestaat, durchsetzen konnte sich das aber mE erst in der zweiten Republik. Aber ich sehe dass hier schon wieder aneinander vorbeidiskutiert wird. Historisch war Österreicher eine regionale Herkunftsbezeichnung und kein Volksname, da sich die "Deutschösterreicher" nicht als Nation fühlten. Da aber die einzige brauchbare Definition, die eine Gruppe von Menschen zu einem Volk oder einer NAtion macht die ist, dass sie sich als solche fühlt, und das mit überwiegender Mehrheit heute der Fall ist, würde ich sagen, dass wir Österreicher heute ein Volk sind. Kulturelle Gemeinsamkeiten sind erstens durch fließende Übergänge sowohl nach Deutschland als auch zu den östlichen Nachbarn gekennzeichnet, und werden zweitens heute in erster Linie mit dem Begriff "Ethnie" anstatt "Nation" beschrieben. Übrigens: Fließende Übergänge gibt es sogar in der Sprache: das Kärntner "lei" (nur) spiegelt sich im slowenischen "le" wieder, scheint aber in keiner anderen slawischen Sprache auf; und den Begriff Kukuruz gibt es von Kroatisch bis Rumänisch überall am Balkan. Jakob stevo 22:42, 25. Apr 2004 (CEST)

Was für ein gelaber... Heute stellt doch keiner mehr die österreichische Nation in Frage, das wurde doch 1945 entschieden. Der Begriff "Deutschösterreicher" bringt zuviele Emotionen mit sich, man sollte daher von "Austrobaiern / Bairischösterreichern" und Austroalemanen / Alemanischösterreichern" sprechen, diese Bezeichnungen treffen eher dem ethnischen Bewusstsein der deutschsprachigen Österreicher zu. Weiters ist die gemeinsame Kultur mit dem Freistaat Bayern nicht zu leugnen. Diese sehen sich ebenfalls als etwas eigenständiges. Wenn von Ethnie gesprochen wird sollte dies folgender maßen aussehen: Das Österreichische Volk setzt sich aus folgenden Volksgruppen zusammen:

  • Baiern
  • Alemanen
  • Slowenen
  • Kroaten
  • Tschechen
  • Slowaken
  • Roma und Sinti


Bundesländer-Regionen

Zur Diskussion:

Neben den Bundesländern haben noch die Regionen Kleinwalsertal, Osttirol und Südtirol wegen ihrer besonderen Lage oder Geschichte eine gewisse Bedeutung.

Diesen Text hatte ich in den Artikel eingefügt, leider wurde er wieder gelöscht. Ich finde er ist eine gute und sinnvolle Ergänzung zu den Bundesländern hier (haben ja ihren eigenen Artikel), sage ich mal als Österreicher. Osttirol und Nordtirol bilden ein Bundesland und haben doch keine Verbindung zueinander(Südtirol), das Kleinwalsertal gehört zu Österreich war aber wirtschaftlich an die BRD angeschlossen (D-Mark) da es keinen direkten Zugang zu Österreich gibt. Südtitrol wegen der historischen Bezüge und da es eine Zusammenarbeit im Sinne der EU-Region Tirol gibt.

Pandaemonium 13:43, 22. Apr 2004 (CEST)

Ich wüsste nicht, inwiefern Südtirol zu Österreich gehört. --Zenogantner 15:57, 22. Apr 2004 (CEST)

Klar kannst du auch Südtirol nennen, dann aber unter der Rubrik "Geschichte". Auch das Kleinwalsertal und die Teile von Tirol. Jedoch nicht unter "Bundesländer" sondern unter Geschichte, bzw beim Kleinwalsertal auch unter Geografie als Beispiel dafür, was Berge alles bewirken können, d.h. der wirtschftliche Anschluss an Deustchland. Das mit Tirol würde ich in den Artikel Tirol schreiben, wenns noch nicht drin ist Grüße--Thommess 16:06, 22. Apr 2004 (CEST)

Unter welchem Kapitel auch immer. Aber Österreich ist die Schutzmacht laut den Südtirolverträgen für Südtirol. Daher hat Südtirol auch heute schon eine Bedeutung für uns, wenn es auch politisch nicht zum Staatsgebiet gehört.
Karl Gruber 16:10, 22. Apr 2004 (CEST)

Auf jeden Fall nicht unter "Bundesländer", denn Südtirol ist keines ... --Zenogantner 13:59, 24. Apr 2004 (CEST)

Südtirol und die anderen genannten werden ja aus diesem Grund auch nicht als Bundesländer aufgelistet sondern nur als Ergänzung erwähnt! Aber es gibt imho keinen besseren Platz als sie eben als Zusatz bei den Bundesländern unterzubringen, vor allem da sie im eigenständigen Artikel der Ö. Bundesländer eh nicht aufscheinen. Außerdem sind die Bundesländer ja ebenfalls historisch und politisch gewachsen!

PS. Ich habe "das italienische Südtirol" geschrieben damit es keine Mißverständnisse gibt!

LG. Pandaemonium

Ich hab den Passus wieder rausgenommen, weil 1. diesen Regionen (eventuell mit Ausnahme Südtirols, das nicht zu Österreich gehört, also wenn schon dann bei Italien erwähnen) weder geschichtlich, noch sonst irgendwie eine spezielle Bedeutung zukommt. 2. es eine Reihe weiterer Regionen gibt, die mindestens gleich bedeutend sind, so würde ich Einschätzen, dass das Salzkammergut allein aufgrund seiner speziellen Rechtsgeschichte mehr Bedeutung hat als Walsertal und Osttirol zusammen. Es ist darüberhinaus sogar Bundesländerübergreifend. 3. Ostirol ist ein Bezirk von Tirol, also was solls. 4. Jedes Bundesland ist in irgendeiner Weise gegliedert (OÖ, NÖ in Viertel, Salzburg in Gaue usw.) also sind die Erwähnten Regienen sicher nicht "die Regionen Walsertal, ..." mit besonderer Bedeutung. 5. Lokalpatriotismus in allen Ehren, aber bitte nicht in dieser Form.Pregl 17:57, 6. Mai 2004 (CEST)

---

Stimmt, Südtirol hatte historisch keine Relevanz! Danke, Setzen 5! Btw. Ich habe diese Regionen gewählt und keine anderen weil sie geographisch bzw. politisch aus einer historischen Entwicklung heraus relativ isoliert sind was auf andere Regionen nicht zutrifft!

LG. Pandaemonium!

Lieber Pansaemonium,

1. da hast du dir voller Selbstkritik jetzt aber selbst einen Fünfer verpasst und zwar in den Disziplinen Lesen und Sprachverständnis. Ich habe Südtirol extra ausgenommen von der geringen geschichtlichen Bedeutung. 2. genau die Isolierung trifft auf Südtirol genau nicht zu, war aufgrund seiner Lage immer stark bereist 3. isolierte Gegenden gibt es in Österreich aufgrund der zersplitterten Geographie aufgrund der Alpen zu hauf (eben auch das erwähnte Salzkammergut), dass ein Tiroler sie nicht kennt, ist eine vollkommen andere Frage.

Pregl 18:38, 17. Jun 2004 (CEST)

Bin auch dafür, dass der Passus wegbleibt. Frage Südtirols hat sicher seine Relevanz, aber das wäre meiner Meinung nach im Geschichteteil abzuhandeln und nicht im Bundesländerteil (allein schon aufgrund der Möglichkeit von Missverständnissen - und wir wollen ja nicht unsere italienischen Freunde, die der deutschten Sprache mächtig sind, vergrämen ;-). Die besondere Bedeutung Osttirols kann ich eigentlich nicht erkennen - das einzig "spezielle" Feature dieses Bezirkes ist es, von Nordtirol geographisch getrennt zu sein (was politisch/wirtschaftlich wenig bis null Bedeutung hat). Ich glaube nicht, dass die "Zersplitterung" administrativer Untereinheiten als Maßstab für die "Besonderheit" einer Region hergenommen werden sollten. Gugganij 23:32, 10. Mai 2004 (CEST)

Wenn offensichtlich so viele dagegen sind bleibt mir ja nichts anderes übrig als diese Entscheidung zu akzeptieren! Allerdings was Südtirol betrifft, Willkommen in der EU, schon mal was von Europaregionen gehört?!

LG. Pandaemonium!


Begriff der Deutschen

Der Begriff der Deutschen stammt aus der Geschichte und meinte natürlich Alle, die deutsch sprachen. Es ist selbstverständlich, dass im historischen Zusammenhang die Deutsch-Österreicher natürlich Deutsche waren. Wer anderes behauptet negiert die historische Existenz des Wortes überhaupt und macht sich lächerlich.
Dass heute der Begriff des Deutschen vorwiegend mit dem bundesdeutschen, also der Staatsbürgerschaft der Bundesrepublik Deutschland gleichgesetzt wird, heißt noch nicht, dass die ursprüngliche Bezeichnung für das Volk unabhängig von Staatswesen ausgelöscht wäre.
Dass Österreicher heute vehement bestreiten, auch Deutsche zu sein, liegt vor allem daran, dass sie die Staatsbürgerschaft und das Staatsvolk meinen und natürlich sind sie keine bundesdeutschen Staatsbürger.
Im historischen Zusammenhang sind die Ungarn natürlich Österreicher, aber keine Deutschen und die Vorfahren der heutigen Österreicher natürlich Deutsche und keine Ungarn. Wenn heute ein Österreicher sich also als Angehöriger der deutschen Nation sieht, mag das eine Minderheitenmeinung sein, berechtigt ist sie allemal. Schließlich wird einem Staatsbürger Deutschlands oder Österreichs, der sich als Türke bezeichnet, auch nicht vorgeworfen, er sei ein Nazi.
Mag sein, dass sich die Nachfahren der heutigen Österreicher einst so weit vom deutschen Volk separieren werden, wie die Niederländer und Flamen.
Was aber auf keinen Fall sein darf, ist, dass ausgehend von der heutigen Position, dass nur Bundesdeutsche Deutsche seien, rückwirkend die Geschichtsschreibung manipuliert und damit gefälscht wird, nur um eine heutige Praxis zur schon immer dagewesenen Realität zu erklären. -- Kris Kaiser 01:24, 25. Apr 2004 (CEST)

Du hast ja kruse Ideen. Wie geht das dann *nachdenk*...Die Ungarn sind im historischen Kontext Österreicher und die Österreicher Deutsche? Das würde ja heißen das die Ungarn Deutsche waren.

Wer lesen kann, ist klar im Vorteil: "Vorfahren der heutigen Österreicher" waren Deutsche. -- Kris Kaiser 16:59, 29. Apr 2004 (CEST)

Ich hab da eine noch bessere Idee: Da das Ganze ja "Heiliges römisches Reich deutscher Nation geheißen" hat => Sind wir nicht alle ein wenig Römer??? Oder eigentlich könnte man ja auch sagen, daß die Deutschen im Historischen Kontext meißtens Österreicher waren. Immerhin war der Kaiser oft Österreicher(eigentlich aus der Schweiz aber wen kümmert das denn schon). Und: Gibt es das deutsche Reich nicht erst seit Bismark? Generator 16:53, 27. Apr 2004 (CEST)
P.S.: Einen Österreicher als Deutschen zu bezeichnen wird heutzutage in Österreich meist als Beleidigung aufgefaßt.Generator 17:34, 27. Apr 2004 (CEST)

Es gibt heute immer noch viele Österreicher (Staatsbürger), die sich ganz selbstverständlich auch als Deutsche (Nation) sehen. Was soll also daran bitte beleidigend sein? -- Kris Kaiser 16:59, 29. Apr 2004 (CEST)

Also ich lebe jetzt seit fast 30 Jahren in Österreich und habe noch keinen einzigen getroffen der sich als Deutscher bezeichnet hat. Aber stimmt ich hab schon davon gehört das es solche Leute gibt. Vor allem bei der FPÖ und in Burschenschaften. Generator 17:19, 29. Apr 2004 (CEST)

Es ist vielmehr so,dass sich außer den Salzburgern, Obberösterreichern und vielleicht den Tirolern niemand als Volksdeutscher nach deiner Definition verstehen wird!

Ich laß mir, verdammt noch mal, von einem rechts-rechten deutschen Bürschen, das offenbar zu viel nationalsozialistischen Shit im Kopf hat, nicht sagen, was ich bin. Ich bin das, als was ich mich empfinde, nämlich ausschliesslich Österreicher. Und das ist ein verdammt gutes Gefühl. [nicht signiert]

Offensichtlich ist es für dich auch ein verdammt gutes Gefühl, ein Idiot zu sein. -- Kris Kaiser 16:59, 29. Apr 2004 (CEST)

Das einzig ausschlaggebende Moment, dass die Frage entscheidet ob Österreicher Deutsche sind oder nicht (d.h. ob Österreich eine eigenständige Nation ist), ist meiner Ansicht nach das Selbstverständnis der Österreicher selber. Es gibt keine anderen "objektiven" Kriterien, die diese Frage lösen könnten. Nationalbewusstsein entsteht doch durch Identifikation nach innen und Abgrenzung nach außen. Klassische Elemente dieser Identifikation sind beispielsweise

  • eine gemeinsame Sprache
  • eine gemeinsame Geschichte
  • eine gemeinsame Religion/Konfession
  • eine gemeinsame ethnische Herkunft
  • gemeinsame kulturelle Leistungen (Literatur, Künste), welche auch alltäglicher Natur sein können (zB Küche)
  • ein gemeinsames Bekenntnis zur Verfassung etc.

Mit welchen dieser Elemente (und in welchem Ausmaß) nun Nationalbewusstsein "kreiert" wird, ist das Ergebnis eines komplexen gesellschaftlichen Prozesses, der aber eben nicht auf objektivierbare Fakten zurückgeführt werden kann. In manchen Fällen führt eine gemeinsame Sprache zu einem gemeinsamen Nationalbewusstsein in manchen Fällen nicht, das gleiche gilt für alle anderen Elemente auch:

Gehören englischsprachige Kanadier zur US-amerikanischen Nation oder nicht, gehören sie vielleicht zur britischen Nation? Sind Friesen Deutsche oder nicht? Wenn ja, warum sind dann Holländer keine Deutschen? Schließlich gehört Friesisch (genauso wie Niederländisch) nicht zu den Hochdeutschen Sprachen. Serben und Kroaten werden nicht dadurch getrennt, dass sie sich sprachlich nicht verstehen, sondern durch etwas anderes (Religion vielleicht). Ist die Schweiz eine Nation? Was verbindet die Eidgenossen?

Man kann heutzutage nur noch von Nation sprechen, wenn man damit "Willensnation" meint: Gesellschaftlicher Konsens selektiert die Elemente, die diese Gesellschaft zur Nation machen! Es mag daher schon sein, dass vor 1938 sich Österreicher als Deutsche fühlten, nur das sagt noch nichts darüber aus, ob Österreicher HEUTE Teil der deutschen Nation sind! Eine überwältigende Mehrheit sieht sich als Österreicher, aus diesem Grund kann man so glaube ich mit gutem Gewissen, deutsch mit deutschsprachig ersetzen. lg Gugganij 22:12, 27. Apr 2004 (CEST)

Außer im historischen Kontext. Jakob stevo 01:25, 28. Apr 2004 (CEST)

Beim Thema Engländer liegt die Sache doch ein Bisschen anders: Weder Schotten, noch Waliser, noch Iren haben Englisch gesprochen. Sie wurden von den Engländern aus England erobert und ihre eigene Sprache durch das Englische verdrängt. Deshalb ist Engländer (wie auch Holländer) immer noch eine regionale Herkunftsbezeichnung. Übrigens sind auch die Iren Briten (Irland gehört zu den britischen Inseln) aber natürlich keine Staatsbürger des Vereinigten Königreichs von Großbritannien und Nordirland. Obwohl die kulturellen Unterschiede zwischen den US-Bürgern und den Engländern groß sind, besteht hauptsächlich Aufgrund der Sprache immer noch eine spezielle Verbindung. Die Friesen waren ursprünglich ein eigenes Volk, das sich aber in das deutsche Volk und das Volk der Niederlande auch sprachlich hineingefügt hat. Heute sind Ostfriesen selbstverständlich Deutsche.
Die Südslaven waren über Jahrhunderte politisch, religiös und kulturell getrennt. Die entstandenen Unterschiede haben sich auch im erzwungenen gemeinsamen Staat nicht aufgelöst, so dass sie trotz gleicher Sprache nicht zusammenleben wollen. Dagegen ist grundsätzlich nichts einzuwenden, denn warum muss das Volk der Südslaven einen einzigen Staat bilden? Genausowenig müssen alle Deutschen in einem Staat leben, wenn sie das nicht wollen. Genauso wie es für die Bayern gerechtfertigt gewesen wäre, einen selbstständigen Staat zu gründen, ist die Selbstständigkeit Österreichs natürlich ebenso gerechtfertigt. Man darf aber nicht ignorieren, dass dies ursprünglich nicht der Wille der Österreicher war, sondern zunächst durch die Differenz zwischen den preußischen und österreichischen Herrschern und später durch die Siegermächte des ersten und Zweiten Weltkrieges unter Gewaltandrohung erzwungen wurde. Trotz staatlicher Trennung gibt es zwischen der BRD und Österreich immer noch zahlreiche vertragliche Sonderverbindungen, wenn auch inzwischen das EU-Recht dominiert. Viele Österreicher sehen sich, obwohl von der Proporz-Politik-Klasse anders propagiert, immer noch als Angehörige der deutschen Nation. Mit dem Willen nach "Anschluss" hat das nicht unbedingt etwas zu tun. Übrigens sind die Schweizer trotz jahrhundertlangem staatlichen Zusammenleben immer noch keine monolithische Nation. -- Kris Kaiser 16:59, 29. Apr 2004 (CEST)

Hallo Kris Kaiser! Bezüglich deiner Aussage, dass sich viele Österreich noch als Angehörige der deutschen Nation sehen, hast du Recht. Es ist aber trotzdem die eindeutige Minderheit: Laut regelmäßig durchgeführten Umfragen seit den 1940er Jahren, bezeichnet sich ein immer größerer Anteil als Teil der österreichischen Nation und ein immer geringerer als Teil der deutschen. In der letzten Umfrage, die ich auf die Schnelle gefunden habe (1995), sehen sich 88 % als Teil der österreichischen Nation, 9 % als Teil der Deutschen. lg Gugganij 17:24, 29. Apr 2004 (CEST)

Ich möchte viele deiner Punkte gar nicht bestreiten. Ursprünglich (damit meine ich 1918) war es in der Tat noch nicht der Wunsch der überwiegenden Mehrheit der Österreicher von den Deutschen getrennt zu sein. Nur trifft das eben meiner Meinung nach nicht den Punkt. Die Frage ist: Ist Österreich HEUTE eine Nation bzw. ein Volk? Wie oben ausgeführt (und damit stimme ich mit einem obigen Kommentar von Jakob stevo vollkommen überein) kann das in relevanter Weise nur der österreichische Konsens festlegen. Österreicher sind ein eigenständiges Volk/Nation, WEIL sie sich so sehen! Mit den Beispielen, die ich oben anführte, wollte ich nur die Unmöglichkeit dokumentieren, objektiv festzulegen was Nation ist, und dass man, wenn man sich schon an den Begriff Volk und Nation klammern möchte, nur von Willensnation sprechen kann. lg Gugganij 18:27, 29. Apr 2004 (CEST)

ah Kriss Kaiser ist zurück und verbrietet seine "wissenschaftlichen" Thesen. Lieber Kris, wie ich dir jetzt schon wiederholt und bis jetzt vergeblich erkläre, sehen sich ca. 90% der Österreicher nicht als Deutsche und möchten von dir auch nicht zu solchen ernannt werden. Da etwa 7 Mio. Menschen sicher mehr sind als etwa 800.000, da stellt sich eigentlich nicht mehr die Frage nach dem Selbstbild. Die Meinung, die Bewohner Österreichs seien Deutsche, gilt bei der Mehrheit der Österreicher als rechtsextrem [menschenrechtsextrem!!! Unterderennser, 10. 9. 04]
Es ist erlaubt rechtsextreme Ansichten zu haben, sofern nicht gegen Gesetze verstoßen wird, es ist auch erlaubt für diese Ansichten zu werben um sie zu einer Mehrheitsposition zu machen, solange dies aber nicht der Fall ist, hat man halt Ansichten, die von der Mehrheit der Österreicher als rechtsextrem betrachtet werden, ob einem das passt oder nicht.
Um deine 90% Baijuwaren zu überprüfen empfehle ich dir die Lekteüre des Wiener Telefonbuches, verschluck dich aber nicht beim Aussprechen der ganzen Hrdlicas, Pospischils, ............

Was soll dieses dumme Ahnenforscherargument? Ein nichtdeutscher Familienname - damit ist natürlich weder ein zum Familiennamen gewordener christlicher Vorname oder ein aus dem Griechischen oder Lateinischen entlehnter Humanistenname gemeint - besagt doch höchstens, daß irgendein nichtdeutscher Vorfahre väterlicherseits einmal ins deutsche Sprachgebiet einwanderte. Schauen Sie doch einmal ins Berliner Telefonbuch hinein - dort finden Sie viele slawische Familiennamen, z. B. Kowalski und Nowak! (Gerfrei, 10. 9. 2004)

Ich hab mir übrigens erlaubt den vermutlich von dir mir unterschobenen 90% Hinweis zu entfernen. Ein wenig eigenes Denken wäre schon gefragt.
Ich für meinen Teil kann keinen Unterschied hinsichtlich des Österreichbewusstseins zwischen den einzelnen Bundesländern ausmachen. Auch die Oberösterreicher,.... fürhlen sich nach meinen Informationen kaum als Deutsche.Pregl 14:44, 6. Mai 2004 (CEST)
Deine unverschämten Unterstellungen kannst du dir sonstwohin schieben. Ich stehe zu dem, was ich schreibe und bin immer angemeldet. Wenn du außer mich ohne Grund blöd anzumachen nichts beizutragen hast, dann erspar uns allen dein dummes Geschmarr. -- Kris Kaiser 01:19, 7. Mai 2004 (CEST)

Lieber Kris,
da auch ich immer angemeldet bin, ist mir deine Schlussfolgerung nicht klar. Dein freundlicher Ton ist aber sicher für alle hilfreich um die Aufrichtigkeit deiner Überzeugungen zu erkennen. Dass diese reiner Unnsinn sind, nehm ich dir nicht übel, Unnsinn ist nicht verboten. Pregl 09:54, 7. Mai 2004 (CEST)
Du hast mir vorgeworfen, ich hätte deinen Beitrag gefälscht, was aber jeder Grundlage entbehrt. DAS ist mehr als unhöflich und das lasse ich mir nicht gefallen. Da ich anscheinend gezwungen bin, meine Unschuld zu beweisen, habe ich alle Änderungen angesehen: Die 90% kamen von 217.229.29.45, ein DTAG-Einwahlknoten (zu 99 % T-Online) in der Nähe von Münster in Nordrhein-Westfalen. Das passt irgendwie gar nicht zu DSL, 1&1 und Bayern. -- Kris Kaiser 04:29, 13. Mai 2004 (CEST)

Ich weiß nicht ganz wo Kris die vielen "deutschen" Österreicher findet. Ich habe eigentlich genug in den Bundesländern zu tun. Aber ich habe meist nur duetschsprachige Österreicher gefunden. Die Mentalitäten sind doch grundverschieden und sind am ehesten noch mit den Bayern vergleichbar. Aber die Österreicher haben in den letzten 50 Jahren eine enorme Identität mit dem österreichischen Staat aufgebaut. Man höre ja nur die Diskussionen über Neutralität. Wie Karl Kraus schon gesagt hat: der Unterschied zwischen Deutschen und Österreichern ist die gemeinsame Sprache ;-) Karl Gruber 20:51, 6. Mai 2004 (CEST) - Die Bevölkerungsmehrheit der Republik Österreich ist ebenso deutsch wie dieses Zitat erfunden. Wer mir die einschlägige Stelle in irgendeinem Text von Karl Kraus oder in der von diesem herausgegebenen Zeitschrift "Die Fackel" nachweisen kann, bekommt von mir taxfrei den Ehrentitel "Superööösterreicher" verliehen! (Gerfrei, 10. 9. 04)

Das Zitat stammt von Karl Farkas aus den 50er-Jahren, der bei einem USA Aufenthalt einen ähnlichen Vergleich zwischen den USA und England aufgeschnappt und in seinem (österreichischen) Kabarett-Programm verarbeitet hat. Das ursprüngliche Zitat ist wahrscheinlich auf George Bernard Shaw zurückzuführen, aber genau weiss das heut niemand mehr.

Ist auch irrelevant, da es an der Tatsache nichts ändert, dass sich (wie bereits mehrfach z.B von Gugganij hervorragend ausgeführt) die Österreicher heute als Österreicher sehen und eben nicht (mehr) als Deutsche. Ähnliches kann über die Südtiroler gesagt werden. Auch die fühlen sich zum Großteil nicht (mehr) als Österreicher, auch wenn das viele (Nord-)Tiroler, die noch/wieder von einem gemeinsamen Tirol träumen, noch so stören mag. Ich frage mich nur ob nicht all jene, die die Österreicher weiterhin als Deutsche bezeichnen nicht einfach nur ebenfalls einer vergangenen Zeit nachtrauern?! In Österreich werden solche Gedanken, weil sie automatisch mit dem Nationalsozialismus assoziiert werden, als rechtsextrem bezeichnet. Das sollte man bedenken, wenn wieder einmal versucht wird heute aus einem Österreicher einen Deutschen zu machen.

Kleiner Tipp: Warum nicht die Österreicher als ehemalige Deutsche auffassen, die auf dem besten Weg sind dem oben angeführten holländischen Beispiel zu folgen. 92% sind schon Österreicher, 8% sehen sich noch als Deutsche. Tut das wirklich so weh? lg Spitzl 03:34, 14. Feb 2005 (CET)

Ein Vorschlag zur Güte

Die Frage der österreichischen Identität ist bekanntlich nicht erst seit gestern heiß umfehdet, wild umstritten und es war abzusehen, dass sich daraus ein Endlosstreit auch hier entwickeln würde. Die Frage ist zu komplex, um sie in zwei Sätzen (seien sie wessen Geistes Kind auch immer) abhandeln zu können. Warum schreiben wir nicht einen Artikel Österreichische Identität, in dem wir alle diese Vorstellungen und ihre historische Entwicklung beschreiben. Das hätte auch Informationswert, wohl auch für Nichtösterreicher. Emu 15:39, 7. Mai 2004 (CEST)

Finde ich okay - würde aber ein paar Tage warten, sondern wird es dort ein Editwar und den wollen wir ja noch weniger Karl Gruber 17:29, 7. Mai 2004 (CEST)
Über dieses Thema könnte ich seitenweise schreiben. Hier nur soviel: Die Idee einer eigenen "österreichischen Nation" war ursprünglich eine bloße schwarz-gelbe (habsburgerlegitimistische) und dunkelrote (kommunistische) Angelegenheit. Als Anhänger der freiheitlich-demokratischen Republik halte ich hingegen der überstaatlichen deutschen Kulturnation (dem deutschen Sprachvolk, der deutschen "Nationalität" im altösterreichischen Sinne des Wortes) die Treue. Die Halbwahrheiten, Geschichts- und Kulturfälschungen und überhaupt die ganze "Argumentation" der "österreichischnationalen" Propagandisten der Parole "Los vom Deutschtum!" und die Hochstilisierung des Nichtdeutschseinwollens zur höchsten Steigerungsform des Österreichpatriotismus sind überaus widerwärtig. Meine Losung lautet: Gut österreichisch - gut deutsch - gut europäisch! (Gerfrei, 10. 9. 2004)

Wenn du die Polemik etwas ausklammerst, kannst du gerne beim Artikel Österreichische Identität, leider noch sehr unvollständig, mitzuschreiben. Vor allem, was die Habsburger für identitätsstiftende Gedanken hatten, fehlt. Das wäre dann auch erheblich produktiver, als die üblichen Streiterein noch einmal aufzukochen. Emu 10:55, 11. Sep 2004 (CEST)

Kris Kaiser scheint in der Tat Großdeutsche Fantasien auszubrüten: Ein deutschsprachiger Österreicher spricht natürlich deutsch sieht sich aber nicht als deutscher. Dies läßt sich unter anderem auch durch die Erfahrungen aus dem 2. Weltkrieg erklären, wo die Österreicher feststellen mußten, daß sie einfach anders sind. Was die Abstammung der Österreicher betrifft, dann werd ich ihn ein wenig entteuschen müssen. Unsere Vorfahren waaren keine Deutschen, sondern die Bajuwaren, bzw verschiedene romanische, illyrische, keltische und slawische Stämme, die sich mit ihnen vermischt haben. Der Begriff Deutscher ist nämlich ein Sammelbegriff für die germanischen Völker im ehem. Ostfränkischen Reich, die durch die geschichte eine gemeinsame Kultur bzw. eine gemeinsame Hochsprache entwickelt haben. Das Bedürftnis der Österreicher sich vor dem 2. Weltkrieg an Deutschland anzuschließen, hatte meines erachtens nach den Grund, weil Österreich zum 1. nurmehr ein kleines und armes alnd war und zum 2. weil Österreich immer Teil des HRR deutscher Nation war. Was die Ungarn betrifft, so muß ich sagen, daß es komplett falsch ist sie als Österreicher zu bezeichnen weil zum 1. gehörten sie zwar zu österreich, hatten aber immer eine gewisse Autonomie und 2. haben die Ungarn einen wahnsinnigen Nazionalstolz, was zur Folge hät, daß sie es sicher nicht gerne hören würden, wenn man sie als Österreicher bezeichnet.

Im 20. Jahrhundert hat sich nun mal ein Österreichischer Staat (Staat im heutigen Sinne) gebildet und dessen Bewohner haben eben darum ein Nationalgefühl entwickelt. Ein österreichischer Staatsbürger fühlt sich als Österreicher. Und noch was an Kris Kaiser: Ich selbst bin deutscher Staatsbürger, aber fühl mich nicht als deutscher, sondern als Bayer! Ein gesunder Nationalstolz kann gut sein, aber in einer Zeit, wo sich die Europäer die Hände reichen, sollte man doch auch Europäer sein. Leider aber gibt es immer noch das preußische Vormachtsstellung-Denken. -- Roland.plank 23:55, 28. Mai 2005 (CEST)

Was ist denn so schlimm daran, wenn man sagt das Österreich ein "deutsches Land" ist. Also ein Land, welches deutschsprachig ist und zum deutschen Kulturkreis gehört. Nichts anderes ist es nämlich. Man darf hier den Begriff deutsch aber nicht falsch verstehen. Hier sollte deutsch nicht im Sinne von Staatsangehörigkeit sondern von Volkszugehörigkeit verstanden werden. Denn die deutschsprachigen Österreicher gehören doch auch zum deutschen "Kulturvolk". (mir fällt gerade kein besserer Begriff ein)--Gulugulu 13:42, 26. Jun 2005 (CEST)

Interessanterweise meinen viele derer, die argumentieren, dass Österreicher "deutsch" seien, dass die Ablehnung dieser Gleichsetzung von seiten der (so meine ich) meisten Österreicher, auf einem Missverständnis beruht, nämlich der Interpretation von "deutsch" als Staatsangehörigkeit. Dem ist m.E. aber nicht so: Die Ablehnung bezieht sich auf die, oftmals implizit ausgedrückte, Theorie der Zugehörigkeit der Österreicher zum deutschen Volk/der deutschen Nation. Die meisten Österreicher sehen ihre österreichische Identität nicht als Teilidentität einer deutschen (wie u.U. die Bayern). Österreicher sehen sich nach allen Umfragen im überwiegenden Ausmaß zuerst als Bürger ihres Bundeslandes, dann als Österreich und zum Schluss (unter Umständen) als Europäer. Ihr angeblich "deutscher" Charakter (i.S.v. (Kultur)Volk/Nation) spielt absolut keine Rolle. Bezüglich meiner Argumentation gegen eine behaupteten Zugehörigkeit Österreichs zur deutschen Nation siehe mein obiges Kommentar vom 29. Apr 2004 (CEST). lg Gugganij 17:02, 26. Jun 2005 (CEST)

Zwar nicht mit dem exakten Titel und Kontext "Österreichische Identität", aber mit vergleichbarer Intention habe ich vor einiger Zeit den Artikel Österreicher ausgebaut. Vielleicht eignet sich der ja für weitere Ergänzungen zu den oben besprochenen Inhalten?! --Tsui 19:01, 26. Jun 2005 (CEST)

Ihr habt Probleme ! Ich bin der Meinung: Ein Österreicher hat das Recht, sich als "Deutscher" zu fühlen, ist aber nicht verpflichtet dazu. In diesem Sinne: Was soll diese ganze Diskussion, überlasst es halt einfach jedem Österreicher selbst, als was er sich nun fühlen will. Aber ein "deutscher Österreicher" wird wegen dieser Meinung noch lange nicht automatisch zum Nazi, wie es hier oft unterstellt wird. Hab' mal im Fernsehen die (ernstgemeinte) Forderung gehört, Orte wie Deutschlandsberg oder Bad Deutsch-Altenburg sollten doch in Österreichisch-Landsberg und Bad Altenburg umbenannt werden. Wird's da nicht langsam lächerlich ?--Dark Avenger 14:24, 28. Okt 2005 (CEST)

Weblinks - Werbung

Bei allem Verständnis von Websitebetreibern ihre Page "prominent" zu platzieren, aber ich glaube nicht, dass die Sektion Weblinks dafür der richtige Platz ist. Derzeit sind 3 kommerzielle Tourismuslinks "versteckt" (tiscover hat sogar zwei Links). Bin dafür, dass nur noch die offiziellen Tourismusseiten Eingang in den erlauchten Kreis der Wikipedia-Links finden. Der Wirtschaftskammer-Link wäre vielleicht auch besser in einem noch zu schaffenden Artikel über die österreichische Wirtschaft aufgehoben. lg Gugganij 15:15, 15. Mai 2004 (CEST)

ich kann Dich da nur bestärken, ich sehe dies genau so --Thommess 17:24, 15. Mai 2004 (CEST)

Tabellen-Design

Kann jemand eigentlich diesen häßlichen Strich zwischen Fahne und Wappen entfernen. Ich kanns nämlich nicht und im Ländertabellen-Design ist er auch nicht vorgesehen. lg Gugganij 18:02, 22. Mai 2004 (CEST)

erledigt Gruß Karl Gruber 18:50, 22. Mai 2004 (CEST)
das is ja flott gegangen. lg Gugganij 11:44, 23. Mai 2004 (CEST)
man tut was man kann :-) Karl Gruber 16:08, 23. Mai 2004 (CEST)

Reihenfolge der Berg

Servus,

da bin ich nicht ganz einverstanden. check this http://www.landderberge.at/... die türme bzw. nord/südgipfel braucht man nicht werten. aber was ist mit Weißkugel undSimilaun. jaja die sind an der grenze zu italien. was mach ma? --Tigerente 17:35, 16. Jul 2004 (CEST)

Navi-Leiste Deutscher Bund

Hallo Nachbarn,

ich habe eine unterschreiben; dann auf die automatisch generierte Benutzerseite schreiben = "Benutzer"

Tsui 13:43, 25. Mär 2005 (CET)

@Tsui: „so lange niemand eine Originalquelle dafür nennen kann, dass der Begriff "Deutschland" im 10. Jh. bereits existierte...)”: bitte unter dem Begriff ”Deutschland” nachschauen!

@Southpark und @MAK: bitte unterlaßt eure blöden Rev.-Spielchen. Wenn euch etwas nicht paßt oder eurer Ansicht unrichtig ist, schreibt es hier auf, dann unterhalten wir uns drüber. --217.83.90.105 05.04.2005 (CET) hat als WIM unterzeichnet.. --BLueFiSH.as BLueFiSH.as 21:11, 5. Apr 2005 (CEST)

Benutzer:Wim hat das mit dem Anmelden noch nicht richtig verstanden und sich dafür im Artikelnamenraum verewigt. Gleichzeitig versteht er offensichtlich nicht, daß wir hier eine Enzyklopädie schreiben und nich eine Ideologieseite. Der Staat um den es geht ist das Heiliges Römisches Reich und nicht das "Römisch-Deutsche Reich"! Diese Form des Eingriffes in Artikel ist unangemessen. --MAK MAK 21:13, 5. Apr 2005 (CEST)

@"(pseudo-)WIM": Du bist flexibel in der Argumentation, das muss ich Dir lassen: Wenn es darum geht Österreicher als Deutsche, österreichisch als deutsch und Österreich als Deutschösterreich (oder gleich als Deutschland) zu bezeichnen, berufst Du Dich jedesmal auf die historischen Bezeichnungen, darauf, dass das damals ja so gesehen worden wäre.
Wenn ich nun umgekehrt das (Ost-)Frankenreich bzw. eigentlich "Regnum Teutonicorum", später "Heiliges Römisches Reich" mit der/den eben historischen Eigenbezeichnung/en benenne, greifts Du wiederum lieber auf die erst später entstandene Bezeichnung "Deutschland" zurück.
Das Thema diskutieren wir ja nicht zum ersten mal. Für Dich ist "Deutschland" in diesem Zusammenhang das Maß aller Dinge. Aber da Du Dich ja anscheinend mit Geschichte befasst: seit wann gibt es denn nun den Begriff "Deutschland", das wird auch in den Artikeln Deutschland, Deutschland (Begriffsklärung), Ostfrankenreich, Deutschland im Mittelalter etc. nicht erklärt. --Tsui 21:15, 5. Apr 2005 (CEST)

@(pseudo)TSUI: Du hast anscheinend immen noch nichts begriffen: Lies dir doch einmal andere Artikel durch um dein geschichtliches Wissen zu aktualisieren. Du wirst feststellen, dass auf der Artikelseite Österreich teilweise die Aussagen im Gegensatz zu den Aussagen anderer Artikel stehen. Die Geschichte Deutschlands beginnt mit den ”Straßburger Eiden” (Entstehung Frankreichs und Deutschlands). Das Wort ist nur die Abkürzung für das ”Land der deutschsprachigen Menschen”, beginnend mit Ludwig dem Deutschen (Ostfrankenreich). Das Land und seine Menschen haben sich im Verlauf der Geschichte auf mehrere Staaten verteilt; die Bezeichnung wird ”heute” nur noch von der Bundesrepublik Deutschland verwendet. Das HHR war als röm.-deutsches Reich gegründet worden. Ostarrichi und das spätere Herzogtum Österreich gehören zur österr., aber auch zur deutschen Geschichte. Wo beginnt die unabhängige österreichische Geschichte: mit dem Vielvölkerstaat? - aber bestimmt mit der 1. und 2. Republik. Deutschland ist für mich überhaupt nicht irgendein Maß (mir wäre eh ein anderer Name lieber): ich hasse es nur, wenn Geschichte verfälscht wird, wie auch immer. Der Leser hat ein Recht auf eindeutige und richtige Informationen. Aber vielleicht sind deine Argumente nur Unwissenheit? (Im übrigen werde ich mir mal demnächst die Zeit nehmen, deinen Ratschlag folgend, mich ordnungsgemäß bei Wikipedia einzutragen!) --WIM 09:49, 6. Apr 2005

Ein interessantes Zitat, auf das ich gerade zufällig stieß - da schrieb Bismarck an Leopold von Gerlach: "Österreich bedarf zur Durchführung seiner innern germanisierenden Zentralisations-Politik der Belebung seiner Beziehungen zu Deutschland ...". Wenn, wie Du gerne formulierst, Österreich ja ohnehin immer ein Teil Deutschlands war und ist, wie konnte es dann Beziehungen zu Deutschland pflegen?
Auch in den "Straßburger Eiden" (danke für den Hinweis) steht nicht "Deutschland". Dass dieses Wort, dieser Begriff, eine Abkürzung für ”Land der deutschsprachigen Menschen” (Wieso eigentlich deutschsprachig? Du schreibst doch immer das wäre ein Kunstbegriff den sich die Österreicher einfallen haben lassen) mag (D)eine mögliche Deutung sein. Aber siehst du, als jemand, der sich ja um Genauigkeit und Unverfälschtheit bemüht, nicht auch, dass die Verwendung dieses Begriffes in diesem Sinn nur zu Mißverständnissen führen kann? Heutige Leser (der Wikipedia) assoziieren "Deutschland" selbstverständlich mit dem Staat. Im historischen Kontext halte ich es für wichtig - und ganz einfach unverfälschter - die tatsächlichen Namen zu verwenden (Ostfrankenreich, HRR, Deutscher Bund etc.); etwas, das Du ja im Zusammenhang mit "Deutschösterreich" selbst vehement einforderst.
Zum Benutzernamen: es geht nicht um eine "ordnungsgemäße" Eintragung. Auch IPs können "ordnungsgemäß" mitarbeiten. Ein tatsächlicher Benutzername erleichtert nur die Kommunikation (Deine jetzt händisch eingetragene Unterschrift kann z.B. jeder fälschen, mit einem "echten" Benutzernamen geht das nicht). Für Dich hat es den Vorteil, dass Du beispielsweise eine "Beobachtungsliste" anlegen kannst und so schnellen Überblick hast in welchen Dich interessierenden Artikeln etwas geändert wurde. Es geht übrigens sehr schnell; also kein Bedarf sich extra Zeit zu nehmen. --Tsui 20:27, 6. Apr 2005 (CEST)

Heute am Tag der Unterzeichnung des Staatsvertrages muss noch mal gesagt werden, dass es besonders die Geschichte von 1933 bis 1945 zu überarbeiten gilt. Österreich sollte nicht verdrängen und sich endlich mit seiner Vergangenheit von 1934 bis 1945 kritisch auseinandersetzen. Österreich ist nicht Opfer der Willkürherrschaft Hitlers, wie diese im Artikel geschrieben steht. Das Volk stimmte mit überwältigender Mehrheit (98,75%) für einen Anschluss an das Deutsche Reich. Den Jubel der meisten Österreicher für Hitler bei seiner Einfahrt in Wien kann man auch nicht wegwischen. Österreicher waren auch an den Verbrechen der Nazis beteiligt, kämpften in der Wehrmacht. Österreich wurde mit dem Staatsvertrag nach 10 Jahren faktisch von seiner Verantwortung freigesprochen. Dieser Vertrag hat maßgeblich zur Verdrängung der eigenen Schuld beigetragen. Es soll hier nicht bestritten werden, dass die Verantwortung Österreichs im Dritten Reich heute im Schulunterricht angesprochen wird. Ich frage mich allerdings, ob das reicht. Eine öffentliche Debatte findet noch heute kaum statt. --Trainspotter 14:13, 15. Mai 2005 (CEST)

Die Geschichte von 1933-1938 und 1938-1945 präzise und NPOV darzustellen ist sicher eine gute Idee. In der Form wie es jetzt im Artikel steht ist es zwar nicht falsch oder tendenziell, aber auch keineswegs aufschlussreich. Zu Deinen Bemerkungen:
Österreich sollte nicht verdrängen und sich endlich mit seiner Vergangenheit von 1934 bis 1945 kritisch auseinandersetzen. Österreich ist nicht Opfer der Willkürherrschaft Hitlers, wie diese im Artikel geschrieben steht.
Was heißt endlich? Natürlich gibt es (was gerade die aktuelle politische Situation, diese - für mich untragbare - Regierungskoalition deutlich macht) noch einiges zu tun. Anderseits wurde auch schon einiges getan - Pauschalisierungen in die eine wie in die andere Richtung halte ich für wenig hilfreich. Österreich war durchaus, wie auch Deutschland, auch ein Opfer der "Willkürherrschaft Hitlers" - und Österreicher waren Mittäter, Träger des Systems und Mitläufer, wie ich ergänzen würde. Allerdings gab es auch Österreicher die Opfer waren und auch einige, die Widerstand geleistet haben. Die Rehabilitierung der Wehrmachtsdeserteure wäre wohl einer der Punkte die endlich durchgeführt werden müssen.

Ich gebe Dir Recht. Ich hätte vor das Wort Opfer ein nicht nur einfügen sollen. Mich regt einfach der Satz im Artikel auf, der Österreich versucht, nur als Opfer hinzustellen.

Das Volk stimmte mit überwältigender Mehrheit (98,75%) für einen Anschluss an das Deutsche Reich.
"Das Volk" gibt es nicht. Viel zu viele haben gejubelt als der Anschluss durchgeführt wurde. Aber genug wussten auch, was da auf sie zukam, hatten das Land bereits verlassen oder flohen 1938, oder hofften wohl irgendwie es würde schon nicht so schlimm werden. Gleich nach dem "Anschluss", noch vor der "Volksabstimmung", begannen auch bereits die Verhaftungen von politischen Gegnern und die Deportation von Juden. Zur Abstimmung im April 1938: der gingen, der "Anschluss" war ja schon vollzogen, Propagandainszenierungen (Fahnen, Banner, Plakate - Hakenkreuze und 200.000 Hitler-Portraits alleine in Wien - an jeder Ecke, an Straßenbahnen und extra aufgestellten Werbesäulen, Auftritte Hitlers in mehreren Städten, Reden von Goebbels, Göring, Hess usw., bis ins Detail - mit Fahnen/Farben, Musik und Licht - durchinszenierte Austritte, Poststempel: "Am 10. April dem Führer Dein 'Ja'" etc.) voraus, wie sie bis dahin unbekannt waren. Es gab keine öffentliche Gegenstimmen. Presse/Medien waren gleichgeschaltet und hatten kein anderes Thema als das "Ja". Auch die "Obrigkeit" sowohl in Politik wie auch in der Kirche befürwortete den Anschluss. Das alles kann keine Rechtfertigung sein, sollte in der Betrachtung aber auch nicht vergessen werden. Nicht vergessen werden sollte auch, dass rund 8% der eigentlich Wahl- bzw. Stimmberechtigten von der Abstimmung ausgeschlossen waren: Juden, "Mischlinge" und jene die zw. März und April bereits verhaftet worden waren (polit. Gegner). --Tsui 15:59, 15. Mai 2005 (CEST)

Okay. Hundertprozentig korrekt war die Aussage nicht. Ich hätte von Wahlberechtigten sprechen müssen. Aber das ändert nichts daran, dass die Mehrheit für den "Anschluss" war. Wenn Du von den Wahlberechtigen die 8% abziehst, würden immer noch knapp 90%-Ja-Stimmen bleiben. Wenn Du die Propaganda als Grund für das Abschneiden anführst, dann kann ich nur sagen, dass sie in Österreich mindestens so gut funktioniert hat wie in Deutschland. Leider funktioniert sie heute noch zu gut (FPÖ in Österreich und NPD in Sachsen [Schlimm, dass solch eine Partei im Namen der Demokratie sich in Deutschland wählen lassen darf]). Sicher haben die Nazis im voraus die Weichen gestellt. Aber ein pseudodemokratischer Wahlsieg machte sich für die Nazis natürlich viel besser. Man darf auch nicht vergessen, dass es in Österreich vor den Anschlussbemühungen auch schon lange eine faschistische Bewegung gab, die ebenfalls ihren Einfluss hatte. Diese Tendenzen entwickelten sich nicht erst durch die deutschen Nazis. Zudem waren auch die Österreicher darauf aus, die Schmach des verlorenen Ersten Weltkrieges zumindest teilweise zu tilgen. --Trainspotter 15:34, 19. Mai 2005 (CEST)

Ich glaube es ist auch zu berücksichtigen, dass ja der Ständestaat Mitte März 1938 eine Volksabstimmung über die Unabhängigkeit Österreichs geplant hat (und meines Wissens wurde der "Wahlkampf" auch von den Sozialdemokraten unterstützt, oder?). Hitler-Deutschland hat dann ja darauf bestanden, das ganze abzublasen (und ist dann einmarschiert). Lässt diese Reaktion Hitlers nicht vielleicht darauf schließen, dass er sich seiner Sache nicht ganz so sicher war? Ich weiß, dass ist u.U. ebenfalls Spekulation, aber genauso wie die Tatsache, dass 70, 80, 90% der Österreicher für den Anschluss waren (was durchaus stimmen mag). Denn die Abstimmung im April war ja nicht nur von Propaganda begleitet, auf die schon Tsui hingewiesen hat, sondern auch von der Tatsache, dass sie de facto nicht als eine geheime Wahl bezeichnet werden kann d.h. die "wahren" Präferenzen der Abstimmungsberechtigten können daraus nicht mehr herausgelesen werden. lg Gugganij 00:56, 20. Mai 2005 (CEST)

Hallo! Darf ich in der Kurzfassung eine Ergänzung machen? Nämlich nach "...1156 von Kaiser Friedrich I. (Barbarossa) zu einem Herzogtum erhoben...." "... und wurde so Reichsunmittelbar...". Denn durch die Reichsunmittelbarkeit hatten die späteren Habsburger enormen Einfluss auf die deutsche Geschichte. Roland.plank 04:21, 29. Mai 2005 (CEST)

"Ostmark"?

Da der Artikel gerade gesperrt ist nutze ich die Möglichkeit hier etwas zur Diskussion zu stellen, ohne gleich einen edit-war herauszufordern. Im Artikel wird die Bezeichnung "Ostmark" für die Marchia Orientalis/Ostarrichi erwähnt. Diese Bezeichnung taucht aber offenbar in keinem mittelalterlichen Dokument oder Schriftstück auf (im Unterschied zu Ostarrîchi, Austria, Osterlant). Ich würde den Begriff also aus dem Artikel entfernen. Gibt es Einwände? --Tsui 22:16, 6. Apr 2005 (CEST)

Nein, das erledige ich selber. "Ostmark" ist eindeutig eine umgangssprachliche Übersetzung aus dem 19. Jahrhundert, die durch die Verwendung im DrittenReich belastet ist. Als umgangssprachliche Form von Marchia Orientalis ist mir "Mark im Osten" oder "östliche Markgrafschaft" wesentlich lieber. -- MaclemoMaclemo 11:49, 7. Apr 2005 (CEST)

Anteil der Protestanten

Weiß jemand ob die Zahlen bezüglich des Anteils der Protestanten in Österreich in offiziellen Statistiken auch diejenigen inkludiert, die aus den anerkannten Religionsgemeinschaften ausgetreten sind und sich als Teil einer freievangelikalen Kirche sehen? Werden bei den Volkszählungen diese berücksichtigt oder gelten diese offiziell (da sie nicht einer offiziell anerkannten Religionsmeinschaft angehören) als Personen "ohne Bekenntnis"? lg Gugganij 23:19, 25. Mai 2005 (CEST)

Karten

Was würdet Ihr zu einen Link auf http://maps.google.com/maps... und/oder http://maps.google.com/maps... sagen? Gute/schlechte Idee?

Naja, da hat die Nasa glaub ich bessere Karten. Generell sollte die Karte mit den Bundesländern dringen ausgetauscht werden. Die verwendete Schrift ist unhaltbar. --TomK32 WR Digest 6. Jul 2005 15:20 (CEST)

Österreich-Karte rechts am Anfang: Die Logik an den auf der Karte gezeigten Städten ist mir nicht erkennbar (Größe?). Wie wäre es, hier einfach die 9 Landeshauptstädte einzuzeichnen (also St. Pölten usw?) lg ib

Regionalsprachen

Den Regionalsprachen finde ich da oben bei der Amtssprache etwas deplatziert. Aber da ich kein Österreicher bin, will ich da auch noch keine Änderungen vornehmen. Ich finde, der Unterartikel reicht vollkommen.--217.162.109.41 4. Jul 2005 01:56 (CEST)

Es sind aber regionale Amtssprachen, in Belgien ist auch deutsch dabei, sind auch nicht mehr deutschsprechende als bei uns. --Karl Gruber 4. Jul 2005 08:26 (CEST)

Gleichheit der Geschlechter

Frauen verdienen insgesamt weniger, dies ist auf den Grund zurückzuführen, dass viele Frauen einer Teilzeitarbeit nachgehen und sehr oft das Wohl der Familie vor den eigenen Karrierewünschen stellen.

Ist wirklich "insgesamt" gemeint oder "durchschnittlich"? Beide Aussagen wären m.E. korrekt. Der Satz mit den Karrierewünschen klingt m.E. ein bisschen abwertend, sowohl gegenüber Frauen im Berufsleben als auch gegenüber Frauen, die sich verstärkt für die Familie einsetzen. Ich schlage vor, den Absatz wie folgt neutral umzuformulieren und ggf. einen Link auf einer Artikel zu dieser Problematik anzuführen:

In fast allen Bereichen ist das Durchschnittsgehalt von Frauen ist geringer als das Durchschnittsgehalt von Männern. Unter anderem ist dies auch darauf zurückzuführen, dass viele Frauen aus familiären Gründen einer Teilzeitarbeit nachgehen.

Wilfried Elmenreich 18:10, 11. Jul 2005 (CEST)

Das klingt so, als ob es wirklich nur die Teilzeitarbeit wäre. Ich würde es da schon etwas ehrlicher formulieren:

Obwohl vor dem Gesetz gleich, wird die Gleichbehandlung in der Praxis nicht immer eingehalten. Zusätzlich ist es auch darauf zurückzuführen, dass viele Frauen aus verschiedenen Gründen einer Teilzeitarbeit nachgehen und dabei kaum Aufstiegschancen wahrnehmen können.
--Karl Gruber 18:35, 11. Jul 2005 (CEST)

In Ordnung, auf was es mir aber noch ankommt ist die Aussage über das Durchschnittsgehalt. Zuvor hieß es nämlich "Frauen verdienen 'insgesamt' weniger", das ist aber nicht aussagekräftig auf die einzelne Situation, darum schlage ich folgende Umformulierung unter Einbeziehung des Vorschlags von Karl vor: In fast allen Bereichen ist das Durchschnittsgehalt von Frauen ist geringer als das Durchschnittsgehalt von Männern. Dies ist einerseits auf eine unvollständige Umsetzung der Gleichbehandlung in der Praxis und andererseits auf die Tatsache, dass viele Frauen aus familiären Gründen einer Teilzeitarbeit nachgehen und dabei kaum Aufstiegschancen wahrnehmen können, zurückzuführen. --Wilfried Elmenreich 23:17, 24. Jul 2005 (CEST)

Hallo Wilfried, bin ich schon einverstanden, nur das familiär, gefällt mir nicht ganz, denn ich kenne genug Frauen, die ganztags wollten, aber keinen Ganztagsjob bekommen. Auch in Fällen, wo man zuerst aus familiären wollte und dann wieder auf ganztags umsteigen wollte, geht es dann nicht, da die Firma dich nicht mehr nimmt. Also die Gründe sind vielfältig. --Karl Gruber 23:41, 24. Jul 2005 (CEST)

Geht klar, habe die spekulativen Gründe jetzt weggelassen und dafür auf die Seite Teilzeitarbeit verlinkt auf der das besser ausgeführt ist.Wilfried Elmenreich 01:11, 26. Jul 2005 (CEST)

Bilder von Wien

Ob es so glücklich ist, das Bild hier: :Bild:Wien040531w.jpg gegen das hier :Bild:T-mobil_center_wien.jpg auszutauschen? Antaios 20:35, 7. Aug 2005 (CEST)

Meinst du wegen dem Verkehr? Hab mir gedacht, es lockert ganze ein wenig auf ;).ein schöner streifzug durch die Landaschaft Berge (Bodensee)-Kultur (Salzburg)-Großstadt (Wien) und im Artikel Wien findet sich dann ja das Bild Stephansdom und Co findet man eh auf jeder zweiten Postkarte ;)

Mein erster Eindruck: was macht die T-mobile Werbung da in dem Artikel? War wohl nicht so gedacht, aber in einem Überblicksartikel zu Österreich würde ich zu Wien auch eher ein Überblicksbild (wie das vorige) erwarten. Das Foto dieses außergewöhnlichen Gebäudes ist gut, aber ich fände es passender im Wien-Artikel, zu Abschnitten wie Architektur oder Stadtentwicklung. Dort wäre es eine echte Bereicherung und würde inhaltlich genau passen. --Tsui 21:10, 7. Aug 2005 (CEST)

ok, ihr habst ja recht. Was den Wien-Artikel betrifft, der Platzt schon vor Bildern. Ich würde den ja gerne etwas überarbeiten, aber ich will mir nicht die Arbeit machen, wenn dann alles wieder gelöscht wird.

neuer Abschnitt: Österreich und (die Bundesrepublik) Deutschland

Ich bin, ehrlich gesagt, von diesem Abschnitt überhaupt nicht angetan. Er bleibt in dieser Form viel zu sehr an der Oberfläche. So stand da beispelsweise zu lesen die Schlacht, oder Niederlage, von Königgrätz wäre für die Österreicher bis heute ein traumatisches Erlebnis. Das ist, tut mir leid, Unsinn. Ein paar Anhänger alter monarchischer Herrlichkeit, die in noch älteren Erinnerungen schwelgen, mögen das so empfinden, aber das ist eine verschwindend kleine Minderheit. Dass "Piefke" auf diesen einen Komponisten zurückzuführen ist steht im Übrigen keineswegs fest, siehe dazu den Artikel Piefke.

Manches ist auch sehr viel komplexer als es hier beschrieben wird. So kann man lange darüber diskutieren, ob Hitler Österreicher oder Deutscher war. Er selbst legte die österr. Staatsbürgerschaft 1925 zurück, war dann jahrelang staatenlos, bis er 1932 die (reichs)deutsche Staatsbürgerschaft verliehen bekam.

Der Satz "Nach 1945 schlug Österreich zum ersten Mal in der über Jahrhunderte mit Deutschland verwickelten Geschichte einen eigenen Weg ein" wird den tatsächlichen geschichtlichen Gegebenheiten in keiner Weise gerecht. Konflikte - eben bis hin zum Krieg - mit Preßen oder die erste Republik fallen dabei komplett unter den Tisch. Auch wenn damals das Verhältnis zum damaligen Deutschen Reich ein zumindest zwiespältiges war, bestand doch seit 1918/19 eine Republik Österreich. Empfehlenswert dazu z.B. die Artikel - und die dazugehörigen Diskussionen - Deutschösterreich oder Anschluss (Österreich).

Noch sehr viel mehr Material wäre beispielsweise über den Artikel Österreicher zu recherchieren, der die Geschichte bis ins 10. Jh. zurückverfolgt. Ob es Sinn macht, den Abschnitt hier angemessen zu vertiefen bezweifle ich - vieles davon ist in den Geschichtsartikeln rund um Österreich bereits vorhanden. Der Rest ist die Beschreibung von Klischees.

Zuletzt noch: es wird nicht lange dauern bis (auch) hier jede Menge deutschnationaler Geschichtsinterpretation eingetragen werden wird. Ein paar Zitate die derzeit schon in Deutschösterreich zu finden sind und Vieles, das ohnehin immer wieder im Geschichtsabschnitt dieses Artikels oder der Geschichte Österreichs auftaucht.--Tsui 21:50, 24. Aug 2005 (CEST)

Seit ein paar **** allen Ernstes die Benützung des Wortes "Jänner" verbieten wollten, bin ICH von Königgrätz traumatisiert. Aber im Ernst: ich finde diesen Absatz auch nicht notwendig. Allenfalls könnte man einiges davon in Österreicher integrieren, aber im Hauptartikel über das Land hat das Verhältnis zu Deutschland nichts zu suchen - das sieht dann irgendwie so aus, als definiere sich Österreich ausschließlich über sein Verhältnis zur Bundesrepublik -- MaclemoMaclemo 23:54, 24. Aug 2005 (CEST)

    • Die Diskussion, die ich hier losgetreten habe, zeigt wieder einmal mehr, wie kompliziert das Verhältnis unserer beiden Länder ist und wichtig, das hier zu beschreiben. Auch unangenehme Wahrheiten gehören in die Wikipedia. So, wie Tsui es umgebaut hat, müsste es doch wohl ok sein. Es geht auch nicht um Deutschnationales, sondern um Klischees in der gegenseitigen Wahrnehmung - glaubt mir, wir sind auch nicht begeistert, Piefkes genannt zu werden oder im Ausland mit "Heil Hitler" begrüßt zu werden (ist mir selber in Frankreich passiert). Es ging mir auch nicht darum, aus hitler einen österreicher und aus mozart einen deutschen zu machen, sondern um die Darlegung der unbestreitbar vorhandenen vorurteile, die ein Teil unserer komplizierten Kultur sind. Die schlammschlacht in kronenzeitung und bild war mehr als blöde - auf beiden Seiten! Und das hier Dargelegte haben historiker aus Deutschland und Österreich für die Bonner Ausstellung zusammengetragen. Ich habe, glaube ich, die Klischees auf beiden Seiten dargstellt und einen Deutschen und einen Österreicher zitiert. Grüße --Coolgretchen 17:42, 25. Aug 2005 (CEST)COOLGRETCHEN

Das, oder ein, Problem dabei ist, dass der Abschnitt so tut, als würde er, von geschichtlichen Vorgängen ausgehend, ein Charakteristikum Österreichs (wieso sonst sollte er im Hauptartikel zum Land stehen?) darlegen, sich dann aber in der Darstellung von Klischees und Stereotypen ergeht.
Schon der erste Satz, der den historischen Kontext herstellen soll, ist schlichtweg falsch; siehe dazu z.B. Geschichte Österreichs, Österreicher und Detailartikel wie Deutschösterreich, Anschluss (Österreich) usw..
Schon diese Artikel - und die Diskussionen dazu - machen, für mich zumindest, deutlich, dass dieses Thema sich nicht so einfach abhandeln lässt. Vielleicht wäre ein eigener Artikel dazu sinnvoll - mir fällt aber weder ein brauchbarer Titel ein, noch habe ich, ehrlich gesagt, Lust noch einen Artikel auf der Beobachtungsliste zu haben, der dann regelmäßig zu mehr oder weniger hitzigen Debatten über die Auswahl und Darstellung der Inhalte führt.
"Die Diskussion ... zeigt wieder einmal mehr, wie kompliziert das Verhältnis unserer beiden Länder ist". Mag sein. Im Alltag merke ich davon nichts, dafür umso mehr hier in der Wikipedia. Aber der Absatz hier bleibt, wie gesagt, meiner Meinung nach zu sehr an der Oberfläche, um dieser Thematik gerecht zu werden. Es wäre schön, wenn sich das Ganze mit der Beschreibung von ein paar Klischees abhandeln ließe. Aber die Erfahrung hier zeigt mir, dass es nicht dabei bleiben wird. Warten wir's ab.
Um Mißverständnissen vorzubeugen: ich werfe Dir, Coolgretchen, keineswegs Oberflächlichkeit vor. Aber ich halte den Absatz für verfehlt. Warum, nur als Beispiel, hast Du ihn nicht im Artikel Deutschland eingetragen? Oder weshalb steht dort nicht ein Absatz "Deutschland und Frankreich", "Deutschland und Polen" od. "Deutschland und die Niederlande"? Es gibt auch dort jede Menge geschichtlicher Verwicklungen und beschreibbare Vorurteile. --Tsui 18:18, 25. Aug 2005 (CEST)

Weil wir nicht die gleiche Sprache sprechen und kein Franzose, Niederländer oder Pole jemals deutscher Kaiser war. Das sind historische Probleme, die aus der Grenzsituation resultieren, ähnlich wie Österreichs Probleme mit Ungarn, Serbien oder Tschechien. Unser gemeinsames Schicksal ist jedoch, bei allen Unterschieden - aber die die gibt es zwischen Ostfriesen und Bayern auch -, unsere gemeinsame Mutterprache. Sprache ist das eigentliche Klebemittel zwischen Menschen, nur mit ihrer Hilfe können wir hier kommunizieren. Und Tatsache ist - auch wenn wir Nachgeborenen das nicht immer wahrhaben wollen, und wir als Großstädter das vielleicht souveräner sehen - , dass seit den Schlesischen Kriegen und später Königgrätz - sich das klischeebehaftete Bild des einen vom anderen - beim Durchschnittsbürger sicher unbewusst - herausgebildet hat. Daher finde ich den Ausdruck "verfreundet" eigentlich ganz gut.Fragt doch mal die Macher der Ausstellung in Bonn, was sie sich dabei gedacht haben. Übrigens: Als Rheinländerin bin ich alles andere als ein Preußen-Fan.--Coolgretchen 08:05, 26. Aug 2005 (CEST)coolgretchen

Der Absatz ist soweit nicht schlecht darin. Nur dass es erst 1945 losging, das halte ich eher für ein Gerücht. Genau diese Vorurteile waren in meiner Familie (meine Mutter als Sudetendeutsche, Vater Wiener) auch schon bei Kriegsbeginn vorhanden ;-). Aber auch heute gibt es Vorurteile genug, nicht nur bei Wikipedia. Ich erlebe es in der Wirtschaft tagtäglich. Die Piefkesaga oder Karl Kraus] zeigen es ja deutlich. Anderseits ist es aber auch richtig, dass das bayerische Verhältnis zu den nördlich des ...äquators ;-) auch nicht immer ungetrübt ist. (siehe Stoiberaussagen) --Karl Gruber 10:32, 26. Aug 2005 (CEST)

Ich denke schon, dass sich die hier angeschnittene Problematik auf die Zeit nach 45 bezieht: zum ersten Mal in der gemeinsamen Geschichte wird diese als nun endgültig und für immer als getrennt empfunden, auch in der Bevölkerung. Vorher hatte es immer die Option im Hinterkopf gegeben, man könnte es ja vielleicht doch noch mal miteinander versuchen, das ist nach 45 endgültig und für immer vorbei. Und die Klischees sind da, auf beiden Seiten, es hilft nicht, wenn man sie ausblendet.--Coolgretchen 08:36, 31. Aug 2005 (CEST)coolgretchen
Wenn sich dieser Abschnitt auf die Zeit nach '45 bezieht, weshalb war dann ursprünglich die Schlacht von Königgrätz und sind Vorurteile wie "Heiratsschwindler" (davon lese ich hier zum ersten mal) und "Militarismus" angeführt, die ja offenbar älteren Ursprungs sind.
Das ist es, was ich schon im ersten Kommentar damit meinte, der Text bliebe zu sehr an der Oberfläche. --Tsui 09:00, 31. Aug 2005 (CEST)

Jedes Klischee hat natürlich seine Vorgeschichte, sozusagen eine kulturhistorische Genese, die man nicht weglassen darf. Der "Heiratsschwindler" ist bei Deutschen als Klischee für Österreicher sehr verbreitet, bei Jugendlichen auch "Schluchtenscheißer", den habe ich natürlich weggelassen. Der Österreicher als "verlogener Charmeur" ist als Klischee auch präsent - schau dir mal die in Deutschland sehr populäre Familienserie "Lindenstraße" an, dort geistert seit einiger Zeit ein äußerst charmanter, aber verlogener Österreicher herum, der diesem Klischee voll entspricht. Und: die Ausstellung in Bonn ist von deutschen und österreichischen Historikern (jetzt hätte ich fast geschrieben Schauspielern, lol) konzipiert. --Coolgretchen 09:18, 31. Aug 2005 (CEST)coolgretchen

"Heiratsschwindler" also, na gut, wieder etwas dazu gelernt. Den "verlogenen Charme" kannte ich; "Schluchtenscheisser" scheint mir eher in eine Kategorie mit "Spaghettifresser" für Italiener zu fallen, kein Vorurteil, sondern eine Beschimpfung. Dass ich mir jetzt die Lindenstrasse ansehen soll, um für Diskussionen in der Wikipedia gewappnet zu sein, muß ich mir erst noch gut überlegen ;) --Tsui 09:24, 31. Aug 2005 (CEST)

Den Absatz

Dazu kommt der Vorwurf mancher Deutscher, die Österreicher würden ihr „deutsches Erbe“ verleugnen und hätten versucht, die österreichische Herkunft Adolf Hitlers auszublenden, um sich so der Mitverantwortung für die gemeinsamen Nazi-Vergangenheit zu entziehen. Auch wurde das Schulfach Deutsch nach dem Zweiten Weltkrieg noch längere Zeit neutral als „Unterrichtsfach“ bezeichnet.
finde ich, gelinde gesagt, etwas seltsam. Dass es eine Mitverantwortung von Österreichern für die Nazi-Vergangenheit gibt, ist unbestritten, weil eben auch Österreicher (zB Arthur Seyss-Inquart oder Ernst Kaltenbrunner in hohen Funktionen, und Abertausende Akteure und Mitläufer auf allen Ebenen) das Nazi-Regime unterstützt haben, sogar oft schon als "Illegale Nazis" vor dem Anschluss im März 1938. Aber der Satz suggeriert, dass diese Verantwortung vor allem in der österreichischen Herkunft Adolf Hitlers liegt, was ich für einen Unsinn halte. Wenn Hitler in Passau (Deutschland) statt in Braunau (Österreich) geboren wäre, würde das nichts an der Mitverantwortung der Österreicher ändern. (Andererseits geht es in dem Satz ja nicht um Tatsachen sondern um einen Vorwurf, und der darf natürlich unsinnig sein.) -- Österreicher 10:11, 31. Aug 2005 (CEST)

    • Genau, wie mein Vorredner sagt, ist es zu verstehen, als Klischee. Das die historischen Tatsachen ein andere Sprache sprechen, ist mir bewusst. Und der Hauptgrund dafür liegt in der verwickelten Geschichte der beiden Staaten. Die deutschsprachigen Schweizer zum Beispiel sind im Bewusstsein der Deutschen nicht so klischeebelastet: Sie werden zwar wegen ihres Dialktes und ihrer angeblichen Langsamkeit belächelt, aber sehr milde und nachsichtig: Die Schweiz war und ist halt neutral, auch wenn es dort, wie ich erst aus der Wikipedia erfahren haben, heute auch sehr eifrige Nazis gibt.--Coolgretchen 10:57, 2. Sep 2005 (CEST)coolgretchen

Bundesministerien & Aussenpolitik

Ich hätte gerne was über die Bundesministerien und die Aussenpolitik Österreichs. Zb. könnt ich mir einen eigenen Artikel über die Aussenpolitik bzw. das Aussenministerium vorstellen, wo geschichtliche Ereignisse diesbezüglich, sowie Diplomatie und Institutionen im Ausland Platz haben. Ich werde mich demnächst dran machen, einen Artikel über das Österreichische Kulturforum zu machen. Ist allerdings nicht ganz so leicht, denn es gibt verschiedene, wie zB. das Österreichisches Kuturforum New York - auch Austrian Cultural Institut oder ACF - abgekürzt - genannt. SG -- Otto Normalverbraucher 18:37, 25. Aug 2005 (CEST)

Aussenpolitik Österreichs kann ein spannendes Thema werden. Spontan fallen mir dazu, neben den Verhandlungen nach dem 2. WK und der Neutralität, die "Kreisky-Ära" (war eigentlich die einzige Zeit in der tatsächlich Aussenpolitik betrieben wurde), div. UNO-Einsätze und später die "Sanktionen" ein. Bin schon sehr neugierig. --Tsui 18:45, 25. Aug 2005 (CEST)

gelöschte Teile der Diskussionsseite

Gibt es irgendeinen nachvollziehbaren Grund warum ein großer Teil der Diskussion einfach gelöscht wurde? Gugganij 21:32, 28. Aug 2005 (CEST)

So, habe die gelöschten Teile (nicht alle Österreicher sind Deutsche, Begriff der Deutschen und Ein Vorschlag zur Güte) wieder hergestellt. Die IP-Adresse 81.189.67.2 hat diese Teile kommentarlos entfernt (siehe Versionsgeschichte: [LINK] und [LINK])

lg Gugganij 14:21, 31. Aug 2005 (CEST)

Lesenswert-Diskussion

  • Pro Informativ und sehr lesenwert--YMZ 23:25, 6. Sep 2005 (CEST)
    • Pro - ist durchaus lesenwert, könnte jedoch durch ein gründliches Review überarbeitet werden. --Kapitän Nemo 12:06, 7. Sep 2005 (CEST)
      • Pro Aber ginbt es wirklich kein besseres Bild für die Salzburger Altstadt? Die bedrohliche Wolkenstimmung mag ja fotografische Dramaturgie sein, für eine Enzyklopädie würde ich jedoch ein anderes Bild wählen. --Huebi 11:08, 8. Sep 2005 (CEST)

        Infrastruktur

        besteht interesse an einem absatz zur telefon, handy, internet(breitband) infrastruktur?
        Hallo Anonymus: bitte achte bei Einträgen darauf, nicht andere Kommentare zu löschen/überschreiben, wie gerade mit der "Lesenswert-Diskussion" geschehen (habe sie wieder hergestellt). --Tsui 17:50, 12. Sep 2005 (CEST)
        tut mir leid dass ich es überschrieben habe, danke für die richtigstellung und schönen abend noch --Rhÿill 18:54, 12. Sep 2005 (CEST)
        Kein Problem, ließ sich ja leicht beheben.
        Zur Infrastruktur im Bereich der neueren Technologien: klar, ich wüsste nicht, was dagegen sprechen könnte. --Tsui 19:02, 12. Sep 2005 (CEST)

        Wegen Deiner Frage bezüglich Weblinks im Fließtext im Kommentar zur Änderung des Artikels (danke übrigens für's Entfernen der Klammer, hatte ich übersehen): Weblinks sollten in Wikipedia-Artikeln generell nur am Ende des Artikels in einem eigenen Abschnitt stehen; und dort nur (als Richtwert) etwa 5 die sich genauer mit dem Artikelinhalt befassen (hier also Österreich im Allgemeinen). Externe Links im Fließtext könnten mitunter sicher ganz praktisch sein, aber Ziel der Wikipedia ist es zu all diesen Begriffen eigene Artikel vorzuweisen - dort können dann ggf. auch die entsprechenden Weblinks stehen. Es ist eben vor allem anderen eine Enzyklopädie und kein Web-Portal. --Tsui 19:08, 12. Sep 2005 (CEST)
        PS: siehe auch Wikipedia:Verlinken, Grüße, Tsui 19:10, 12. Sep 2005 (CEST)
        ok, dann werde ich das auch so zur kenntnis nehmen, schönen gruß--Rhÿill 14:23, 13. Sep 2005 (CEST)

        Größe der Bilder

        Dieser Artikel hat z.T. sehr tolle Bilder, nur sind sie schon sehr groß. Es befinden sich nämlich in diesem Artikel Bilder bis zu einer Auflösung von 3 MP, was die Ladezeiten um einiges verlängert. Vielleicht kann sich jemand der Sache annehmen und die Auflösung ein wenig reduzieren, damit man den Artikel auch noch mit einer langsameren Verbindung laden kann. --Highdelbeere 17:47, 19. Sep 2005 (CEST)

        "Was Österreich und Deutschland trennt...."

        Im Abschnitt Zitate hat ein User folgendes eingefügt: „Was Deutschland und Österreich trennt, ist die gemeinsame Sprache.“ (Mehreren Schrifstellern, zumeist jedoch Karl Kraus zugeschrieben). Meines Wissens lässt sich nirgendwo nachweisen, dass Karl Kraus diese Aussage getätigt hat (weder schriftlich noch mündlich). Es ist vermutlich eine Abwandlung von George Bernhard Shaws Aussage, der das gleiche über das Verhältnis USA-Großbritannien gesagt hatte und wurde, obwohl da kann ich mich irren, von Karl Farkas eingeführt. Kommentare? lg Gugganij 14:00, 8. Nov 2005 (CET)

        Abschaffung des Schillings 1999?

        Meines Wissens nach wurde der Schilling erst 2002 durch den Euro tatsächlich ersetzt, also kann von Abschaffung 1999 noch keine rede sein....

        Als Währung wurde er 1999 abgeschafft, als Zahlungsmittel per 1.1.2002. lg Gugganij 12:10, 9. Nov 2005 (CET)

        Volksidentität

        Auch im CIA World Factbook steht bei Österreich unter Ethnische Gruppen eindeutig Austrians also Österreicher. Also was habt ihr Deutschen eigentlich?

        israelitische Kultusgemeinde

        Was ist die israelitische Kultusgemeinde? Es geht unter der Überschrift Religion um die Glaubensrichtung und da ist hier doch sicher die jüdische gemeint. Es gibt keinen israelitischen Glauben. --Webkart 07:55, 28. Nov 2005 (CET)

        Sie heißt aber Israelitische Kultusgemeinde, in Wien, in Graz, in Salzburg usw. --Tsui 08:17, 28. Nov 2005 (CET)
        Die Frage ist allerdings, ob in der IKG auch sämtliche Bürger jüdischen Glaubens organisiert sind. Die IKGen stellen sich mir mehr als kulturelle, politische und soziale Organisationen dar, die natürlich im jüdischen Glauben verwurzelt sind. Ein Mitgliedschaft ist aber keine Voraussetzung dafür, um Jude sein zu können. Also dürfte die wirkliche Zahl der Gläubigen in Österreich noch höher liegen. --Webkart 09:01, 28. Nov 2005 (CET)
        Hm, auch wieder wahr. Persönlich ist mir nur die (wr.) IKG ein Begriff; als einzige Organisation die in der Öffentlichkeit als Sprecher der jüdischen Österreicher in Erscheinung tritt und z.B. die Verhandlungen zur Restitution mit der Bundesregierung führte. Eine Mitgliedschaft in der IKG ist natürlich keine Voraussetzung dafür Jude zu sein (ich weiß auch garnicht wie die Mitgliedschaft formal geregelt ist).
        Es gibt noch eine Reihe anderer Institutionen ([LINK]). Da muß ich aber selbst erst nachlesen - vor allem auch, was die Zahlen betrifft. --Tsui 11:10, 28. Nov 2005 (CET)
        Hallo Tsui! Ich hab bei der IKG Wien die ungefähre Zahl von heute 15.000 österreichischen Juden gefunden. Ich nehme an, das ist eine verlässliche Quelle.[[LINK]] --Webkart 14:33, 28. Nov 2005 (CET)

        Nach der Volkszählung 2001 gibt es in Ö 8.140 Juden (davon 6.112 Österreicher und 2.028 ausländ. Staatsbürger). Siehe dazu [LINK] lg Gugganij 15:01, 28. Nov 2005 (CET)

        Wo wir wieder bei der israelitischen Gemeinde wären und denjenigen Juden, die dort nicht organisiert sind. Es kann vermutlich gar keine exakten Zahlen geben, schließlich haben bei der o.g. Volkszählung über 100.000 Bürger überhaupt keine Angaben zu ihrem Glauben gemacht. Darunter waren sicher auch Juden, die sich aus nachvollziehbaren Gründen nicht outen wollten. --Webkart 15:25, 28. Nov 2005 (CET)

        Naja, die nachvollziehbaren Gründe sich nicht zu outen sollten heutzutage doch keine Rolle mehr spielen; hoffe ich zumindest. Die aktuellen Feindbilder mancher Österreicher sind vor allem "die Asylanten", "die (Drogen-)Neger" und sonstige "Ausländer" (wobei es egal ist, wenn die schon in der dritten Generation Österreicher sind). Dass viele keine Angaben zur Konfession machten liegt mMn vor allem daran, dass der Glaube den Staat nichts angeht. --Tsui 05:46, 29. Nov 2005 (CET)

        Wir sollten uns trotzdem primär an offiziellen Zahlen orientieren (und da wäre die Volkszählung oder irgendein anderer Zensus geradezu prädestiniert dafür). Wir können ja im Text selber erwähnen, dass nach Eigenangaben die Zahl der Juden in Österreich ca. 14.000 beträgt. lg Gugganij 09:56, 29. Nov 2005 (CET)

        Finde ich 'nen guten Kompromiss. --Webkart 14:07, 29. Nov 2005 (CET)


        Diese Definition bzw. Erklärung des Begriff Österreich und dessen Bedeutung wurde zuletzt am 8.2.2006 aktualisiert (Glossar Lexikon Enzyklopädie).


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