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Der Artikel Adolf Eichmann gehört zur Kategorie: Mann, Deutscher, NSDAP-Mitglied, SS-Mitglied, Teilnehmer der Wannseekonferenz, Reichssicherheitshauptamt (Person), Täter des Holocaust, Kriegsverbrecher, Geboren 1906, Gestorben 1962
Karl Adolf Eichmann (* 19. März 1906 in Solingen; † 1. Juni 1962 in Ramleh bei Tel Aviv, Israel), SS-Obersturmbannführer, war als Leiter des für die Organisation der Vertreibung und Deportation der Juden zuständigen Referats des Reichssicherheitshauptamtes (RSHA) zentral mitverantwortlich für die Ermordung von schätzungsweise sechs Millionen Juden.
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Adolf Eichmann Bildherkunft |
Biografie
Karl Adolf Eichmann zog im Jahre 1914 als Kind mit seiner Familie von Solingen nach Linz (Österreich). Nachdem er ohne Abschluss von der Realschule abgegangen war, begann er 1921 eine Ausbildung zum Mechaniker an der Höheren Bundeslehranstalt für Elektroniktechnik, Maschinenbau und Hochbau in Linz. Er verließ die Bundeslehranstalt im Jahre 1921 wiederum ohne Abschluss und war von 1923-1932 zunächst Arbeiter in der Untersberger Bergbaugesellschaft seines Vaters, dann Verkäufer für eine Elektrofirma und schließlich Vertreter einer Mineralölfirma. Am 21. März 1935 heiratete er Vera Liebl, mit der er vier Söhne hatte.Eichmann trat im Jahre 1927 dem deutsch-österreichischem Frontkämpferbund bei, im April 1932 wurde er Mitglied der österreichischen NSDAP und der SS (Parteinummer: 899.895). Als am 19. Juni 1933 die NSDAP und alle ihre Gliederungen in Österreich verboten wurden, ging er im Juli nach Bayern, wo er als Mitglied der Österreichischen Legion zunächst in Kloster Lechfeld und später in Dachau eine vierzehnmonatige militärische Ausbildung bei der SS absolvierte. Hier meldete er sich im Oktober 1934 freiwillig zum Sicherheitsdienstes (SD) der SS nach Berlin. Zunächst arbeitete er dort als Hilfskraft im SD-Referat II 111, dass u.a. für den Aufbau einer sog. Freimauererkartei zuständig war. Im Juni 1935 wurde Eichmann in das neugeschaffene Referat II 112 (Referat Juden) versetzt und war nunmehr als sog. Sachbearbeiter für sog. Judenangelegenheiten zuständig. In enger Zusammenarbeit mit der Geheimen Staatspolizei (Gestapo) war er hier zunächst vor allem darum bemüht, die damals sog. Auswanderung – d.h. Vertreibung – der Juden aus Deutschland voranzutreiben. Nach dem Anschluss Österreichs im Jahre 1938 wurde er als SD-Führer zum SS-Oberabschnitt Donau versetzt. Er baute in Wien zusammen mit seinem Stellvertreter Alois Brunner die Zentralstelle für jüdische Auswanderung auf, welche die zwangsweise Ausreise der jüdischen Bevölkerung aus Österreich betrieb. Im Oktober 1939 übernahm Eichmann die Leitung der zuvor von Reinhard Heydrich eingerichteten Reichszentrale für jüdische Auswanderung in Berlin und wurde Leiter des Referats IV D 4 (Räumungsangelegenheiten und Reichszentrale für jüdische Auswanderung) beim Reichssicherheitshauptamt (RSHA) in Berlin. Im März 1941 wurde dieses Referat im Zuge einer Umstrukturierung des RSHA und in Folge des Auswanderungsverbots für Juden in IV B 4 (Juden- und Räumungsangelegenheiten)umbenannt. Als Leiter des Referats IV D 4 bzw. IV B 4 war Adolf Eichmann für die gesamte Organisation der Deportation der Juden aus Deutschland und den besetzen europäischen Ländern zuständig. Ihm unterstand die Koordination sämtlicher Transporte, er sorgte für die Einhaltung der Fahrpläne und die Zusammenstellung und „Auslastung“ der Eisenbahnzüge, die die Menschen in die Ghettos und Konzentrationslager transportierten. Er war somit direkt mitverantwortlich für die Enteignung, Deportation und Vernichtung von über 6 Millionen Juden.
Bei der Wannseekonferenz im Jahre 1942, auf der die bereits vorher beschlossene sog. Endlösung der Judenfrage koordiniert wurde, war Eichmann Protokollführer. Schon ein Jahr zuvor hatte er das Vernichtungslager in Auschwitz-Birkenau besucht. Eichmann leitete auch selbst Deportationen von Juden in dieses Lager. So war er nach der deutschen Besetzung Ungarns im Frühling und Frühsommer 1944 Hauptverantwortlicher für die in Ungarn erst jetzt einsetzenden Massendeportationen in die Vernichtungslager. Gleichzeitig verhandelte er im Auftrag Himmlers mit Kurt Becher, dem jüdischen Hilfskomitee in Budapest über den Freikauf einzelner jüdischer Gefanger. Eichmann hatte Überblick über die industrielle Vernichtung von Menschen nach 1941 und soll alle größeren Vernichtungslager besucht und Ermordungen in Augenschein genommen haben, um die Vernichtungsmethodik vom Schreibtisch aus rationalisieren zu können. Trotz seiner besonderen Stellung innerhalb der SS begegnete Eichmann Adolf Hitler nie persönlich.
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs floh Eichmann 1945 aus einem amerikanischem Internierungslager und lebte mit gefälschten Papieren in Deutschland, wo er zeitweise als Holzarbeiter in der Lüneburger Heide arbeitete. Im Jahre 1950 wanderte er mit Hilfe deutsch-katholischer Kreise um den österreichischen Bischof Alois Hudal im Vatikan über Italien entlang der sogenannten Rattenlinie nach Argentinien aus. Einige Zeit später holte er seine Familie nach und lebte zunächst unbehelligt unter den Namen Richard Klement in relativ bescheidenen Verhältnissen bis er am 11. Mai 1960 nach monatelanger Beobachtung von Agenten des Mossad gefasst wurde. Rafael Eitan leitete die Aktion. Auf der Straße sprach der Agent Peter Zvi Malkin Eichmann an und kurz darauf zerrten ihn mehrere Agenten in ein Auto. Da zwischen Argentinien und Israel kein Auslieferungsabkommen bestand, wurde Eichmann zehn Tage in einem sicheren Haus verstecktgehalten, verhört und später nach Israel entführt, um dort wegen Verbrechen gegen das jüdische Volk angeklagt und vor Gericht gestellt zu werden.
Der Eichmann-Prozess
Der Prozess gegen Adolf Eichmann vor dem Jerusalemer Bezirksgericht (Aktenzeichen 40/61) begann am 11. April und endete am 15. Dezember 1961 mit dem Todesurteil. Das Urteil – Tod durch den Strang – wurde in zweiter Instanz am 29. Mai 1962 durch das Berufungsgericht bestätigt. Die von dem israelischen Generalstaatsanwalt Gideon Hausner ausgearbeitete Anklageschrift umfasste fünfzehn Punkte. Darin wurden Eichmann u.a. „Verbrechen gegen das jüdische Volk“, „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“, „Kriegsverbrechen“ und die „Mitgliedschaft in einer verbrecherischen Organisation“ vorgeworfen. Im Verlauf des Verfahrens wurden mehr als einhundert Zeugen aufgerufen und tausende von Dokumente als Beweismaterial vorgelegt. Insbesondere die Zeugenaussagen der Überlebenden der Konzentrationslager trugen mit dazu bei, dass die Schrecken der Verfolgung und Vernichtung der europäischen Juden einer breiten Öffentlichkeit ins Gedächtnis gerufen wurden. Die internationalen Medien berichteten ausführlich über diesen spektakulären Prozess und Adolf Eichmann wurde rasch zum „Musterbeispiel“ eines NS-Schreibtischtäters. Vor allem auch in der deutschen Öffentlichkeit stieß der „Fall Eichmann“ auf großes Interesse. Alle großen deutschen Tageszeitungen sowie das Fernsehen berichteten ausführlich und nahezu täglich über den Jerusalemer Prozess.Eichmann beharrte von Beginn des Prozesse bis zum Schluss darauf, dass er im Sinne der Anklage unschuldig sei und berief sich darauf, nur auf Befehl von Vorgesetzten gehandelt zu haben. Das Todesurteil wurde am 1. Juni 1962 im Gefängnis von Ramleh vollstreckt. Sein Leichnam wurde verbrannt und die Asche ins Meer gestreut. Er war der einzige Mensch, der jemals von der israelischen Justiz hingerichtet wurde.
Hannah Arendt über Adolf Eichmann
Die Politologin Hannah Arendt, die den Verfolgern knapp über Frankreich nach New York entkommen war, beschrieb Eichmann als jemanden, dem es banal an Fantasie mangele, sich in seine Opfer hineinzuversetzen und sagte, er sei ein Hanswurst[LINK]. Hannah Arendt schrieb über den Prozess ursprünglich im Auftrag der Zeitschrift „The New Yorker“ Reportagen, dann das Buch „Eichmann in Jerusalem“. Von ihr stammt in diesem Zusammenhang der Begriff der furchtbaren „Banalität des Bösen“, der eine große Kontroverse unter Intellektuellen auslöste. Insbesondere ihre Kritik an der Durchführung des Prozesses seitens der israelischen Regierung und Justiz sowie ihre Kritik am Verhalten einzelner Vertreter jüdischer Organisationen während des „Dritten Reiches“ führten dazu, dass ihr Bericht über den Eichmann-Prozess nicht nur in Israel und innerhalb eines großen Teils der jüdischen Gemeinschaft auf starke Ablehnung traf.Literatur
- Zvi Aharoni, Wilhelm Dietl: Der Jäger – Operation Eichmann. Was wirklich geschah, Stuttgart 1996
- Günter Anders: Wir Eichmannsöhne. Offener Brief an Klaus Eichmann, 2., durch einen weiteren Brief ergänzte Aufl., München 1988 (zuerst ohne den zweiten Brief 1964)
- Hannah Arendt: Eichmann in Jerusalem. Ein Bericht von der Banalität des Bösen, Piper Verlag, München 1986, ISBN 3-4922-0308-6.
- David Cesarani: Adolf Eichmann – Bürokrat und Massenmörder, Berlin 2004, ISBN 3-5490-7186-8
- Chistina Große, Der Eichmann-Prozeß zwischen Recht und Politik, Frankfurt am Main 1995
- Gideon Hausner: Gerechtigkeit in Jerusalem, München 1967
- Karl Jaspers zum Eichmann-Prozeß. Ein Gespräch mit Luc Bondy, in: Der Monat, Jg. 13. (1961), Heft 152, S. 15–19
- Rudolf Kastner: Der Kastner-Bericht über Eichmanns Menschenhandel in Ungarn, München 1961
- Robert M. W. Kempner, Eichmann und Komplicen, Zürich u.a. 1961
- Heinar Kipphardt: Bruder Eichmann. Schauspiel und Materialien, Gesammelte Werke in Einzelausgaben, hg. von Uwe Naumann unter Mitarbeit von Pia Kipphardt, Rowohlt rororo, Reinbek bei Hamburg 1991, ISBN 3-4991-5716-0
- Peter Krause: Der Eichmann-Prozeß in der deutschen Presse, Frankfurt am Main/New York 2002, ISBN 3-5933-7001-8
- F.A. Krummacher (Red.): Die Kontroverse. Hannah Arendt, Eichmann und die Juden, München 1964
- Hans Lamm: Der Eichmann-Prozeß in der deutschen öffentlichen Meinung. Eine Dokumentensammlung, Frankfurt am Main 1961
- Jochen v. Lang (Hg.): Das Eichmann-Protokoll. Tonbandaufzeichnungen der israelischen Verhöre, Wien 1991
- Avner W. Less (Hg.): Schuldig. Das Urteil gegen Adolf Eichmann, Athenäum Verlag, Frankfurt am Main 1987, ISBN 3-6100-8432-4.
- Harry Mulisch: Strafsache 40/61. Eine Reportage über den Eichmann-Prozess, Edition Tiamat, Berlin 1987, ISBN 3-7466-8016-6.
- Bernd Nellessen. Der Prozeß von Jerusalem. Ein Dokument, Düsseldorf/Wien 1964
- Hans Safrian: Eichmann und seine Gehilfen, Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt am Main 1995, ISBN 3-5961-2076-4.
- Dov B. Schmorak (Hg.): Sieben sagen aus. Zeugen im Eichmann-Prozeß. Mit einer Einleitung von Peter Schier-Gribowoski, Berlin 1962
- Dov B. Schmorak (Hg.): Der Eichmann-Prozeß. Dargestellt an Hand der in Nürnberg und in Jerusalem vorgelegten Dokumente und Gerichtsprotokolle, Wien u.a. 1964
- Irmtrud Wojak: Eichmanns Memoiren. Ein kritischer Essay, Campus Verlag, Frankfurt am Main/New York 2001, ISBN 3-5933-6381-X.
- Albert Wucher: Eichmanns gab es viele. ein Dokumentarbericht über die Endlösung der Judenfrage, München/Zürich 1961
- Simon Wiesenthal: Ich jagte Eichmann S. Mohn Verlag, 1961, ohne ISBN
- Leslie Kaplan : Fever Roman, Paris 2005, ISBN 2-8468-2053-8, Berlin (Berlinverlag) 2006
Siehe auch
Weblinks
- Adolf Eichmann: Aufzeichnung Götzen (geschrieben in der Haft in Israel) http://www.mazal.org/variou...
- Eichmann Biographie bei Shoa.de
- http://www.dhm.de/lemo/html...
- Der Eichmann Prozess in Jerusalem
Film
- The Specialist (Dokumentarmaterial)- Eine Auswahl von Filmen und Serien, in denen Adolf Eichmann von folgenden Schauspielern dargestellt wurde:
- Die Wannseekonferenz 2001: Stanley Tucci
- Der Mann, der Eichmann jagte 1996: Robert Duvall
- Holocaust – Die Geschichte der Familie Weiß 1978: Tom Bell
Diskussion der Autoren über den Artikel: Adolf Eichmann
Hi Jurgen, deine Ergänzung, dass Eichmann in Israel in einem Schauprozess verurteilt wurde, halte ich für etwas zweifelhaft. Schauprozess ist IMHO ein Verfahren, das nahezu alle rechtsstaatlichen Grundsätze vermissen lässt. Nach dem was ich über den Prozess gelesen habe, lässt sich dies Verfahren aber nicht mit klassischen Schauprozessen gleichsetzen. Schreib bitte was dazu, weshalb Du zu dieser Wertung kommst. Danke. --Sea-empress 23:37, 27. Jul 2003 (CEST)
Zahlengabe 4 Millionen Juden. Diese Zahl geht ausschließlich auf eine Nachkriegsaussage des ehemaligen SS-Sturmbannführers Wilhelm Höttl zurück und ist zudem entstellt wiedergegeben. Es ist von einem wissenschaftlichen Standpunkt aus nicht zu vertreten, so bedeutsame Tatsachenbehauptungen allein aus einer einzigen Aussage ohne Vorbehalt abzuleiten. --Peter Witte 12:49, 19. Apr 2004 (CEST)
Die Zahl 4 Millionen ist aber korrekt. Erst mit der Wannseekonferenz wurde Eichmanns Mitarbeit am Holocaust auschschlaggebend. Diese fand zu Beginn 1942 statt, zu den ersten Deportationen im großen Maßstab kam es erst im Frühling 1942. Von 1939 an wurden aber bereits polnische Juden ermordet(wenn auch nicht in dem Umfang) und ab 1941 wurden Juden in der SU zu hunderttausenden ermordet(ohne aber deportiert zu werden). Eichmann war für die Morde verantwortlich die in den Vernichtungslagern, oder auf dem Weg dorthin starben. Massaker wie beispielsweise das von Babi jar fielen schlicht nicht in seinen Zuständigkeitsbereich.
"Ab 1919 studierte er Maschinenbau an der Höheren Bundeslehranstalt für Elektrotechnik, Maschinenbau und Hochbau in Linz." Geboren wurde er aber erst 1906. War es wirklich ein Studium oder eher eine Schule, die der 13jährige besuchte? Irgendwie ist das nicht stimmig. Onno 22:22, 30. Jul 2005 (CEST)
Neutralität
"Horrible dictu" - es stimmt ja, aber hat in einem Sachtext nichts zu suchen. Ebenso "Hanswurst" - was soll denn das?
- "Hanswurst" wurde er von Hannah Arendt genannt, die Quelle ist ja sogar angegeben: Aber ich war wirklich der Meinung, daß der Eichmann ein Hanswurst ist [...] [LINK]. Ich finde im Artikel wird das deutlich angegeben. Vielleicht sollte man den Begriff in dem Artikel aber in Anführungszeichen (bzw. kursiv) darstellen. Btw. Bitte lieber Terranic unterschreib doch deine Diskussionsbeiträge, dazu reichen einfach 4 Tilde-Zeichen () --Kingruedi 14:54, 15. Dez 2004 (CET)
- Das Wort von Hannah Arendt und der von Ihr bis zu ihrem Lebensende (vergleiche das Arendt-Kapitel im Buch von Joachim Fest) verteidigte Standpunkt hat nach dem Eichmann-Prozeß viele Diskussionen ausgelöst. Es geht darum, dass das Böse nicht irgend ein Dämon ist, sondern konkret und häufig banal daher kommt. Es gibt Leute, die sagen, dass es zu einer tiefen Spaltung unter Intellektuellen der amerikanischen Ostküste zu dieser Frage gekommen ist. Zumindest ist das Interview mit Hannah Arendt, dass - glaube ich - als Livestream im Internet angeschaut werden kann, sehr sehenswert. Thomas7 supports free speech and fair behaviour for all wikipedians Disput 15:21, 15. Dez 2004 (CET)
- Der Artikel handelt nicht von Aussprüchen der Hannah Arendt, sondern von Eichmann.
- Der Einwand ist etwas unlogisch, weil der Eichmann-Artikel nur wegen dessen Holocaust-Rolle existiert, und Arendt sich nur wg. dessen Holocaust-Rolle mit Eichmann beschäftigte.
- Ich glaube zwar, er war tatsächlich irgend so etwas wie ein Hanswurst, aber das Einstellen einer solchen Einzelmeinung ist sicherlich tendenzielle Berichterstattung. So lange wir nicht aus belegtem Handeln Eichmanns auf "Hanswurstigkeit" schließen können, hat die Anmerkung hier nichts zu suchen. -- Rainer Bielefeld Rainer Bielefeld 19:39, 15. Dez 2004 (CET)
- Die Arendt ist für die Aufarbeitung des Themenkomplexes eine wichtige Einzelmeinung, weil sie als Eichmann-Prozessbeobachterin und Aufarbeiterin der Holocaustproblematik zu den wenigen gehörte, die den Mut hatten, das für sie Offensichtliche auch zu benennen. --Boggie 20:44, 15. Dez 2004 (CET)
- Die Einflechtung von horrible dictu in den Fliesstext ist tatsächlich unpassend. Ich würde dafür plädieren, aufgrund der damaligen Wichtigkeit Arendts in der öffentlichen Diskussion über Eichmann ihrem Stellenwert mit einem eigenen Abschnittstitel 'Arendt über Eichmann' Rechnung zu tragen und entsprechende Absätze dort zusammenzufassen statt sie zu verstreuen. --Boggie 20:49, 15. Dez 2004 (CET)
- Ja dem könnte ich mich anschliessen - unter einem eigenen Kapitel "Zeitgenössische Darstellung Eichmanns" (oder ähnlich) kann man horrible dictu und hanswurst einbringen. aber nicht in den sachbericht. der nächste kommt und fügt eine lobrede von himmler auf eichmann ein. wäre genauso ein zitat. aber ich denke mal, das kann es nicht sein. darum alle wertungen, zitate in ein eigenes kapitel. -- Terranic 22:50, 15. Dez 2004 (CET)
- Dazu vielleicht folgende Bemerkung. Ich glaube nicht, dass Arendt mit dem Wort vom 'Hanswurst' loswerden wollte, was Eichmann für sie persönlich darstellt. Sie hat vielmehr wiederholt, was die zivile Gesellschaft über einen Charakter wie Eichmann denken würde, wenn er nicht gerade den Holocaust organisiert hätte. Das war vermutlich der Anlass des Tumults, den ihre Äusserung auslöste: sie hat Eichmann als normalen Menschen dargestellt, der nicht viel böser als jedermann war - eben banal. --Boggie 00:05, 16. Dez 2004 (CET)
- Dann ist das aber schlecht formuliert. Ich lese daraus eine abwertende, persönliche Meinung Terranic 10:32, 16. Dez 2004 (CET)
- Ich denke mal, wir haben einen Konsens einigermassen erreicht, daher habe ich den Artikel mal umgestellt. Hannah Arendt hat ihr eigenes Kapitel. Horrible dictu ist komplett raus. Können wir uns darauf so einigen? Terranic 10:32, 16. Dez 2004 (CET)
- von meiner Seite: o.k. --Boggie 10:47, 16. Dez 2004 (CET)
- Ich denke, so geht das für's Erste in Ordnung. Langfristig fände ich es gut, wenn wir noch weitere Zeitzeugenaussagen über Eichmanns Persönlichkeit ergänzen könnten. -- Rainer Bielefeld Rainer Bielefeld 11:27, 16. Dez 2004 (CET)
Eichmann selbst bekennt sich im Sinne der Anklage für unschuldig und beruft sich darauf, nur auf Befehl von Vorgesetzten gehandelt zu haben. <<< Das ist so nicht richtig. Eichmann bekennte sich für schuldig das er die Juden deportiert hat. Das lässt sich über seinen Prozess, wo alles gefilmt worden war, beweisen. Er sagte dies selbst auf Anfrage des Richters. Ich bitte daher um Änderung!
10.4.-11.4. heute wurde auf orf2 ein film über seinen prozess gezeigt, in dem unter anderem auch diese aussage vorkommt. ich würde vorschlagen, dass genaue zitat zu suchen und hineinzugeben.
Eichmann arbeitete als Nazi-Beauftragter eng mit Zionistenführung zusammen.
Wie aus dem Ha'Avara-Abkommen bekannt sein dürfte, hat Adolf Eichmann, mit Einverständnis Adolf Hitlers, zusammen mit den führenden Zionisten der damaligen Zeit dafür gesorgt, daß junge, kräftige Juden nach Palästina ausreisen konnten, und zuvor im Deutschen Reich noch eine wertvolle landwirtschaftliche Ausbildung bekamen, um dort vor Ort Ackerbau und Viehzucht erfolgreich betreiben zu können. Die Zusammenarbeit ging bis etwa 1941, als der totale Krieg erklärt wurde. Davor war höchstes Einvernehmen in zionistischer und nazistischer Zielsetzung bezüglich der Ausreise junger Juden vorhanden! Beide wollten sie aus Deutschland raus haben. Zionisten, um das Gottesreich auf Erden selber zu errichten, und die Nazis, um ein reines Deutschland, ohne Fremdrassige, wie man sich ausdrückte, zu bekommen. Sie waren sich einig darin, jedem das seine zu gönnen. Geldtransfer wurde EINVERNEHMLICH zwischen Nazisten und Zionisten vereinbart, gepflegt und reibungslos! durchgeführt. Alle profitierten davon. Leider vesenkten die Engländer im Schwarzen Meer und anderswo immer wieder jüdische Auswanderer aus Deutschland, indem sie gnadenlos niedergeschossen wurden. Einige Schiffe mußten sogar nach Holland zurückkehren, die Auswanderer kamen dann in Bergen-Belsen vorübergehend unter, obwohl sie schon die Küste Palästinas vor Augen hatten.
Koordinator, warum wohl wird es verschwiegen, bitte selber nachprüfen, war Adolf Eichmann, zu der Zeit Resident in der beschlagnahmten Rothschild-Villa in Wien. Nazis und Zionisten gaben sich damals die Türklinke in bestem Einvernehmen in die Hand, ohne jeden Zwischenfall.
Heute verschweigt es der darauf wesentlich aufgebaut habende Staat Israel. Daher auch der Glaskasten gegen Eichmann, damit der nicht zuviel quatscht, bevor er hingerichtet werden sollte. Und Memoiren sollten auch nicht dazu erscheinen.
Wer es nicht glaubt, der forsche unter Ha Avara bzw. Ha'Avara-Abkommen. Für die Richtigkeit: 84.44.138.77 15:18, 3. Aug 2005 (CEST)
Darf man so einen Weltverschwörungsquatsch nicht einfach löschen? Das ist ja schlimm! Und gefährdet IMHO die Seriösität des Projektes Wikipedia. 84.191.38.133 15:24, 20. Nov 2005 (CET)
Eichmanns andere Versuche die Juden unterzubringen
Sollte man nicht die Versuche Eichmanns erwähnen, die Juden wo anders unter zu bringen, sowohl auf Madagaskar als auch in Ostpolen. Allein schon um die wahnwitzige Logik der Nazis zu beweisen, als auch um zu Zeigen, dass es anscheinend auch Leute gegeben hat, die nicht sofort an die Gaskammer gedacht haben, um das "Judenproblem zu lösen"
