Alkuin

Toplinks zu diesem Thema:
England, New york, Tours, Zeit, Berlin, Bildung, Entwicklung, Familie, Fleming, Frankfurt, Irland, Leiter, Ratgeber, Rhetorik, Stuttgart, Verlag, West


Der Artikel Alkuin gehört zur Kategorie: Abt, Mann, Mittelalter, Geboren 730, Gestorben 804
Abbildung
Hrabanus Maurus (links), unterstützt von Alkuin (mitte), übergibt sein Werk an Otgar von Mainz (rechts) - Darstellung aus manuscriptum Fuldense um 830
Bildherkunft

Alkuin (auch Alhwin, Alchoin; latinisiert: Albinus mit Beinamen Flaccus, * um 730 in der Nähe von York; † 19. Mai 804 in Tours (?)) war Gelehrter und Berater Karls d. Großen.

Alkuin wuchs in Yorkshire auf, war Schüler der Domschule in York und später deren Leiter. Im Jahre 781 traf er Karl den Großen in Parma und akzeptierte dessen Einladung zu ihm an die Hofschule nach Aachen zu kommen, deren Leitung er ab 782 übernahm. In dieser Funktion avancierte Alkuin, der als größter Gelehrter seiner Zeit galt, zum einflussreichsten Ratgeber Karls des Großen in Staats- und Kirchenfragen. Zwischen 789 und 793 reiste er öfters nach England. Im Jahre 796 verließ er den Hof und wurde, obwohl er selbst kein Mönch war, sondern lediglich als Diakon geweiht, Abt von Saint-Martin de Tours.

Als Gegner des Adoptianismus trug er erheblich dazu bei, dass diese Lehre auf den Synoden von Frankfurt (794) und Aachen (799) als Irrlehre verurteilt wurden.

Alkuin war ein bedeutender Vermittler der in England und Irland über die Zeit der Völkerwanderung hindurch geretteten lateinischen Bildung ins Frankenreich. Er gilt als einer der Begründer der Karolingischen Renaissance und ist mitverantwortlich für die Entwicklung der karolingischen Minuskel, einer aus Kleinbuchstaben bestehenden Schrift, die vom 9. Jhd. bis in das 12. Jhd. im Gebrauch war und als Vorbild für die heute verwendeten Kleinbuchstaben gilt.

Sein Schaffen war von umfassender Leistung auf allen Gebieten der frühmittelalterlichen Wissenschaft. Neben theologischen Abhandlungen, unter denen er selbst die "drei Bücher über die Trinität" (De fide sanctae et individuae Trinitatis) als sein Hauptwerk betrachtete und die man nach A. Hauck als den "Anfang der mittelalterlichen Theologie" ansehen darf, sind zahlreiche andere seiner Werke erhalten geblieben; darunter 311 Briefe, in denen sich das Spektrum seiner vielfältigen Beziehungen als Gelehrter und Berater zur königlichen Familie, Hofleuten, geistlichen Führern und Gemeinschaften widerspiegelt. Weiterhin erhalten geblieben sind Gedichte, Predigten, historiographische, weitere theologische Werke sowie Abhandlungen über Rhetorik, Dialektik und Astronomie.

Literatur

Primärtexte und Übersetzungen

Sekundärliteratur

  • Arnold Angenendt: Das Frühmittelalter, Stuttgart, Berlin, New York: Verlag W. Kohlhammer 2001, ISBN 3170172255
  • Andrew Fleming West: Alcuin and the Rise of the Christian Schools, New York: Greenwood Press 1969, ISBN 083711635X

Weblinks


Diskussion der Autoren über den Artikel: Alkuin


Ist die Schreibweise Alkuins in der letzten Zeile mit c richtig? Dann wäre es besser am Anfang auf die Variante hinzuweisen.
--Hans-Peter Scholz

Diese Definition bzw. Erklärung des Begriff Alkuin und dessen Bedeutung wurde zuletzt am 8.2.2006 aktualisiert (Glossar Lexikon Enzyklopädie).


Wikipedia GNU FDL Artikel anzeigen Artikel bearbeiten