Alpen

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Der Artikel Alpen gehört zur Kategorie: Alpen, Gebirge in Europa, Ökosystem, Geographie (Deutschland), Geographie (Frankreich), Geographie (Schweiz), Geographie (Italien), Geographie (Slowenien), Geographie (Österreich)
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Die Alpen sind das größte und höchste Gebirge Europas, an dem Frankreich, Italien, die Schweiz, Deutschland, Liechtenstein, Österreich und Slowenien Anteil haben. Sie entstanden vor etwa 30 Millionen Jahren, als die Adriatische Platte mit der europäischen Platte kollidierte. Im Maximum der Faltung wuchs das Gebirge um etwa 5 mm/Jahr in die Höhe. Dieser Druck dauert bis heute an, der Wuchs beträgt jedoch weniger als 0,5 mm/Jahr.

Die Alpen sind Klima- und Wasserscheide zwischen Mitteleuropa und dem zentralen Mittelmeerraum. Sie schließen nördlich des Golfs von Genua an den Apennin an, umfassen in weitem Bogen nach Westen die Poebene, verzweigen sich beim Lac du Bourget in den Französischen und Schweizer Jura und enden nach 750 km westöstlicher Erstreckung fächerförmig im Osten vor dem westpannonischen Berg- und Hügelland an der Donau bei Wien. Im Nordosten sind die Alpen durch das Wiener Becken von den geologisch verwandten Karpaten getrennt, im Südosten gehen sie in das Dinarisches Gebirge aus Karst über. Im Norden fallen die Alpen allmählich zum österreichischen und deutschen Alpenvorland ab. Im Süden ist der Abfall zur Poebene steiler. Die Gesamtlänge der Alpen von Genua bis Wien beträgt etwa 1.200 km, die Breite 150 bis 200 km, im Osten bis 300 km. Die Gipfelhöhen in den westlichen Gebirgsstöcken liegen meist zwischen 3.000 und 4.300 m, in den Ostalpen sind die Berge etwas niedriger. Der höchste Gipfel der Alpen ist der Mont Blanc mit 4.808 m. Die höchsten Berge der Alpen findet man in der Liste der Viertausender in den Alpen.

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Satellitenaufnahme der Alpen
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Gliederung

Vertikal gliedert man die Alpen in die Region des Alpenvorlandes bis zur oberen Waldgrenze (1.500 bis 2.000 m), in die Mittelalpen bis zur Schneegrenze (2.400 bis 3.100 m), darüber in die Hochalpen. Horizontal gesehen gilt die Linie Rheintal-Splügen-Comer See als Grenze zwischen den Ost- und Westalpen.

Ostalpen

Als Ostalpen bezeichnet man den Teil der Alpen östlich einer gedachten Linie vom Bodensee entlang des Rheins über den Splügenpass zum Comersee (Comosee) und Lago Maggiore. Sie sind im Vergleich zu den Westalpen niedriger und "sanfter", mit niedrigeren Übergängen (Pässen). Die Ostalpen durchziehen ganz Österreich - von Vorarlberg bis hin zum Burgenland. Im Gegensatz zu den Westalpen schließen die Ostalpen keine autochthonen Massen ein; sie sind ein Decken- und Faltgebirge, in dem westalpine Decken nur randlich und in geologischen Fenstern hervortreten.

Drei Deckensysteme werden über den breiten Rand der Böhmischen Masse nach Norden geschoben:

  • Helvetisches System: Die helvetische Decke tritt am Nordrand der Alpen zu Tage.
  • Penninisches System: Die penninische Decke baut die Sandsteinzone (Flyschzone) auf und erscheint mit kristallinen Gesteinen in geologischen Fenstern, z.B. Unterengadiner Fenster, bis Prutz in Tirol hereinreichend; Tauernfenster zwischen Brennerfurche und Liesertal; Fenster von Rechnitz (Günser Berge).
  • Ostalpines System: Sie bauen die Nördliche Kalkzone, Schieferzone (Grauwackenzone), kristalline Zone (Zentralzone) auf - mit Ausnahme der geologischen Fenster, Gailtaler Alpen und dem nördlichen Zug der Karawanken. Südlich der Störungslinie Gailtal-Eiskappl ("alpin-dinarische Narbe") folgen südbewegte dinarische Decken (sie zeigen nur kleine Überschiebungen).
Geografische Gliederung der Ostalpen
Nordalpen
Die Nordalpen umfassen Sandsteinzone, die nördliche Kalkzone und den Hauptteil der nördlichen Schieferzone.

Die Sandsteinzone, auch Flyschzone genannt, besteht aus Gesteinen der Kreidezeit und des Alttertiärs. Sie erhebt sich deutlich über das Alpenvorland. Die Sandsteinzone ist schmal, verbreitert sich nur im Wiener- und Bregenzerwald und ist ungefähr 1000 m hoch. Es gibt zwar weit höherere Berge im Bregenzerwald - doch diese bestehen aus Kalkstein. Die Zone besteht aus wenig widerstandsfähigen Gesteinen wie Sandstein, Mergel und Tonschiefer. Sie bilden die Rücken und Kuppen; und im Westen auch Schneiden. Diese Rücken, Kuppen, etc. tragen vorwiegend Laubmischwälder und Wiesen. Die dicke, lehmige Verwitterungsdecke neigt zu Rutschungen und begünstigt durch den raschen Abfluss die Entstehung von Hochwässern.

Nördliche Kalkalpen
Die nördlichen Kalkalpen bestehen aus mesozoischen Gesteinen (besonders Trias). Die Kalkalpen kann man in die Kalkvoralpen und die Kalkhochalpen unterteilen.

Die Kalkvoralpen bestehen aus Dolomiten und Kalken und sind ein Mittelgebirge mit Schneiden, Kegeln und Stöcken, welche bis zu 1600 m hoch werden können. Die nördlichen Kalkalpen sind vorwiegend von Fichtenmischwäldern bedeckt. Im Kalk entstehen Karsterscheinungen. Der wasserundurchlässige Dolomit hingegen ist stark zertalt, mit brüchigen Felsbildungen und Schutthalden aus feinem Grus versehen. In den Kalkvoralpen gibt es einzelne höhere Erhebungen wie den Ötscher oder das Sengsengebirge. Ihre Zuordnung zu den Voralpen oder den Kalkhochalpen ist jedoch strittig.

Etwas südlich der Kalkvoralpen erstrecken sich die felsigen Kalkhochalpen, die vorwiegend aus Kalken (im Westen Wettersteinkalk, im Osten Dachsteinkalk) sowie Dolomiten bestehen. Vom Wilden Kaiser gegen Westen bestehen sie vorwiegend aus wasserarmen Ketten, die steil geschichtet und mit Waldfluchten versehen sind. Außerdem sind die Kalkhochalpen mit Graten, Spitzen, Türmen, tief eingefressenen Karen und mächtigen Schutthalden versehen. Der Kettencharakter, der in den westlicheren Kalkhochalpen überwiegt, ist in den Lechtaler Alpen (mit dem höchsten Berg der Nordalpen), dem Wettersteingebirge und dem Karwendelgebirge besonders ausgeprägt. Vom Zahmen Kaiser gegen Osten finden sich Kalkstöcke mit verkarsteten, wasserlosen, öden Hochflächen mit Karrenfeldern und Dolinen. Darauf wachsen weite Bestände von Legföhren (Latschen). Zwischen den Kalkplateaus liegt ein weitmaschiges Flussnetz in tiefen Tälern und Schluchten. Die Hochflächen zeigen eine buckelige, kuppige Altlandschaft (im Osten auch "Raxlandschaft" genannt) und konservieren des flachere Relief der tertiären Alpen, das infolge der Verkarstung bei und nach Hebung des Gebirges nicht zerschnitten, jedoch eiszeitlich überformt wurde. Die östlichen Kalkhochalpen weisen Plateaucharakter auf. Viele Höhlen sind als Reste ehemaliger unterirdischer Entwässerung übrig geblieben. An der Basis der Kalkberge befinden sich Salz- und Gipslager, sowie Quellhorizonte (Karstquellen) über Schiefern.

Schiefer-Grauwacken-Zone
Die Schiefer-Grauwackenzone ist ein schmaler Streifen paläozoischer Schiefer, Sandsteine und Kalke. Im Westen zeigen die Schieferalpen almen- und quellenreiche Rücken und Schneiden, darüber stellenweise Grate und Spitzen in härteren Schiefern und Kalken: Kitzbühler Alpen (von Bevölkerung als "Grasberge" bezeichnet). In den Eisenerzer Alpen dominieren dagegen Kalkklötze. Die Schieferzone enthält Lager von Eisen- und Kupfererz, Magnesit, Graphit und Talk. Die Schieferalpen liegen großteils südlich der Längstalflucht und werden daher meist zu den Zentralalpen gerechnet.
Nördlicher Längstalzug
Der nördliche Längstalzug bildet die ungefähre Grenze zwischen Nord- und Zentralalpen. Sie verläuft weithin innerhalb der Schieferzone oder an ihrem Rande: Walgau (untere Ill) - Klostertal - Arlberg - Stanzertal - Inntal - Zillertal - Gerlospass (oder Inntal - Talfurche von Ellmau - Pass von Grießen - Saalachtal - Talwasserscheide von Zell - Salzachtal) - Wagrainer Höhe - (oder Fritzbachtal) - Ennstal - Paltental - Schoberpass - Liesingtal - Murtal - Mürztal - Semmering - Schwarzatal. Der Talzug ist von Westen bis zum Schobersattel meist breit, eiszeitlich ausgestaltet und zeigt Schwemmkegel der Seitenbäche und Terrassen.
Zentralalpen
Die Zentralalpen sind weitgehend identisch mit der kristallinen Zone bestehend aus präkambrischen und paläozoischen Resten eines variszischen Gebirges ("Altkristallin") und dem Tauernfenster. Sie bestehen hauptsächlich aus harten, wasserundurchlässigen Gneisen und Granitgneisen (grobes Blockwerk) sowie Glimmerschiefern; stellenweise Kalkschollen (zum Beispiel südlich von Innsbruck) und Kalkbändern.

Die Zentralalpen sind reich an Quellen, Bächen und Karseen; im Westen auch an Gletschern. Bedeutende Unterschiede in Höhe und Formbild zwischen Westen und Osten. Im Westen befindet sich die stark zerschnitte Silvrettagruppe mit schroffen "Hörnern"; die massigen, asymmetrischen Ötztaler und die Stubaier Alpen mit langen Seitenkämmen nach Norden sind stark vergletschert; Wildspitze (zweithöchster Berg Österreichs); Weißkugel und Zuckerhütl (nach Firnbedeckung benannt). Östlich der Brennerfurche befinden sich fiederförmig angeordnete, langgestreckte Ketten und werden wegen der Vergletscherungen auch "Keesberge" als bezeichnet: Zillertaler Alpen, Hohe Tauern. Ebenso sind den westlichen Zentralalpen (bis zum Katschberg) Pyramidengipfel, weite Firnfelder, die von Felsgraten getrennt werden; tiefer unten Kare mit Seen, z.T. weite Karplatten; in Talanfänge reichende Gletscherzungen; tiefe, stufen- und wasserreiche Trogtäler; ausgedehnte Almmatten, Lärchen- und Fichtenwälder gemeinsam. Die östlichen Zentralalpen sind niedgriger und in mehrere Kämme aufgeteilt. Dazwischen befinden sich auch Senkungsfelder. Die Niederen Tauern sind heute unvergletschert, doch mit Karen und Karseen, Graten und Pyramidengipfeln (besonders im widerstandsfähigen Granitgneis) versehen. Südlich der Mur-Mürz-Furche überwiegen trotz Höhen über 2000 m die Mittelgebirgsformen: breite Rücken sind vermutliche Reste eines tertiären Flachreliefs und zeigen nur stellenweise Karbildungen. Ebenso sind mehr Matten- als Felsregionen und weite Fichtenwälder zu finden. Die Gurktaler Alpen werden im Südwestteil ihrer Formen wegen "Nockberge" genannt. Die Steirischen Randgebirge umfassen im Halbkreis die Grazer Bucht und endet an der ungarischen Grenze in waldbedeckten Mittelgebirgsspornen. Inselgebirge (Leithagebirge und Hainburger Berge) bilden eine Brücke zu den Karpaten.

Südliche Kalkalpen
Die Grenze zwischen Zentralalpen und südlichen Kalkalpen wird durch die Störungslinie der periadriatischen Naht gebildet. Die Abgrenzung zu den nördlichen Kalkalpen ist durch die Grauwackenzone gegeben.
Südlicher Längstalzug
Der südliche Längstalzug bildet die Grenze zwischen Zentral- und Südalpen. Er verläuft vom Pustertal (Rienztal - Toblacher Feld - oberes Drautal) durch das Drautal weiter in das Klagenfurter Becken bis ins Tal der Mieß/Meza. Der Längstalzug ist glazial verbreitert und mit großen Schwemmkegeln und nassen Talböden durchzogen.
Südliche Ostalpen
Die südlichen Ostalpen sind nicht so deutlich zonal gegliedert wie die Nordalpen. Infolge der S-förmigen Krümmung streichen Gesteinszüge in Südtirol von Süden heran. Das tief zerschnittene Bozener Porphyrplateau geht im Norden in die kristallinen Sarntaler Alpen über. Östlich schließen die südlichen Kalkalpen aus mesozoischen Gesteinen an. Formenreiche Dolomiten aus Riffkalken und Dolomiten bilden Zinnen, Türme, Stöcke (Marmolata). Davor befinden sich almenreiche Vorberge aus Schiefer. Die Gailtaler Alpen aus Kalk und Dolomit gipfeln in den wildzerissenen Lienzer Dolomiten und enden im Osten in einem Plateauberg (Dobratsch). Im Süden wird es von geradlinigem Tal der Gail begrenzt; die alpin-dinarische Narbe (periadriatische Naht) folgt.
Südliche Schieferzone
Die südliche Schieferzone besteht aus den Karnischen Alpen mit gerundeten Schieferbergen und -sätteln, die von schroffen Klötzen und Zähnen aus paläozoischen Kalken überragt werden (Hohe Warte). Östlich der Gailitzfurche befinden sich die Kalkketten der Karawanken (Hochstuhl). Unter Felsmauern befindet sich meist dichter Fichtenwald mit relativ wenig Almen. Der Südzipfel Österreichs erreicht noch die Steiner Alpen.

Die Zuordnung in Nord-, Zentral- und Südalpen sützt sich auf die bereits genannten großen Längstalzuge. Diese folgen zwar oft den Gesteinsgrenzen, durchschneiden aber stellenweise die Zonen. Daher ist die Zuordnung bei manchen Gruppen ist umstritten.

Die wichtigste Verbindung durch die Alpen ist der Schräge Durchgang (Wiener Becken - Semmering - Mürztal - Murtal - Neumarkter Sattel - Klagenfurter Becken - Gailtal - Kanaltal (Gailitztal - Talwasserscheide von Tarvis - Fellatal).

Das größte inneralpine Senkungsfeld ist das Klagenfurter Becken, welches von stehengebliebnen Pfeilern des Grundgebirges, tertiären Konglomeratrücken, Moränen und Schotterfeldern des eiszeitlichen Draugletschers erfüllt ist. Es ist ebenso reich an Seen (Kärntner Seen) und Mooren.

Geologische Gliederung der Ostalpen

In Osttirol und Kärnten stimmen Deckengliederung und diese Gesteinszonen nicht überein. Die Gailtaler Alpen liegen nördlich der "alpin-dinarischen Narbe", bestehen aber aus Kalkgestein, werden daher meist zur südlichen Kalkzone (und damit zu den Südalpen) gerechnet. Die Südliche Schieferzone wird in den Karnischen Alpen im Norden und Süden von Zügen der südlichen Kalkzone eingefasst. Im Westen Österreichs befindet sich eine auffällige S-förmige Krümmung der Gesteinszonen. Die kristalline Zone streicht in der Silvretta von Süden heran und biegt dann gegen Osten. Das Kalkgebirge des Rätikons liegt südlich der großen Längstalflucht. Das Etschtal südlich von Bozen ist dem Gesteinsstreichen nach ein Längstal.

Der höchste Berg der Ostalpen ist der Piz Bernina, mit 4.052 m der einzige Viertausender der Ostalpen.

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Triglav
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Teile der Ostalpen liegen in

In den Ostalpen werden die vorwiegend kristallinen Zentralalpen (Rätische Alpen, Bernina, Ortlergruppe, Ötztaler Alpen, Zillertaler Alpen, Hohe und Niedere Tauern und Lavanttaler oder Norische Alpen) durch große Tälerlinien von den Nördlichen Kalkalpen und den Südlichen Kalkalpen getrennt.

Die Nördlichen Kalkalpen umfassen (von West nach Ost) den Bregenzerwald, das Rätikon, das Lechquellengebirge, die Allgäuer, Lechtaler und Ammergauer Alpen, das Wettersteingebirge, das Karwendel- und das Rofangebirge, die Bayerischen Voralpen, das Kaisergebirge, die Berchtesgadener Alpen, das Salzkammergut sowie die Niederösterreichischen Kalkalpen.

Die Südlichen Kalkalpen bestehen aus (von West nach Ost) den Bergamasker Alpen, Trienter Alpen, Dolomiten, Karnischen und Julischen Alpen sowie den Karawanken.

Westalpen

Die Westalpen sind der Teil der Alpen, der westlich der Linie Bodensee - Rhein - Splügenpass - Comersee liegt.

In den Westalpen wird eine Reihe kristalliner Zentralmassive (Mercantour, Pelvoux, Belledonne, Grandes Rousses, Mont Blanc, Aare- und Gotthardmassiv) durch Täler mehr oder weniger scharf von einer Gneiszone im Süden (Meer-, Cottische, Grajische, Walliser und Tessiner Alpen) sowie einer Kalkzone im Westen und Norden (Provençalische Voralpen, Dauphinéer, Savoyer, Berner, Glarner Alpen) abgetrennt.

Teile der Westalpen liegen in:

Flora und Fauna

Die Alpen gestatten durch ihre vielfältigen Lebensräume einer reichhaltigen und speziell angepassten Tier- und Pflanzenwelt Heimat. Typische Alpenpflanzen sind Enziane, Edelweiß, Almenrausch, Primeln, Steinbreche, Hauswurze, Grünerlen und Latschen-Kiefern (siehe auch Alpenflora). Typische Alpentiere sind Steinbock, Steinadler, Gämse, Murmeltier und Alpensalamander (siehe auch Alpenfauna).

Wie die Alpengletscher sind besonders die in den höheren Regionen wachsenden Alpenpflanzen und die daran angepassten Tiere durch die globale Erwärmung bedroht.

Tourismus

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Pilatus bei Luzern
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Matterhorn
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Die Alpen sind sehr intensiv touristisch erschlossen. Bereits im 19. Jahrhundert prägten die Engländer den Begriff von den Alpen als playground of Europe (siehe Alpinismus). Besondere Bedeutung für die Alpen hat der Wintersporttourismus, beispielsweise in den Kitzbüheler Alpen, Davos, Arosa, Zermatt, Saas-Fee, St. Moritz, Dolomiten, Savoyen, aber auch Bergsteigertourismus, Erholung an Alpenseen, Städtetouren (Innsbruck, Zürich, Luzern, Interlaken, Ljubljana, Meran, Aosta) oder Tourismus für Extremsportarten (Chamonix). Für viele Alpengemeinden ist der Tourismus die einzige Einnahmequelle geworden. Umweltschützer und auch viele Einheimische bemängeln jedoch inzwischen immer öfter die Schäden, die der Massentourismus in den Alpen hervorruft und weisen immer häufiger auf die Grenzen der touristischen Nutzung der Alpen hin. So werden immer mehr Verkehrswege durch die Alpen gebaut und Dorfstrukturen zerstört. Hinzu kommt das immer stärker in Erscheinung tretende Müllproblem. Der weitere Ausbau der touristischen Infrastrukturen stößt bereits in vielen Alpentälern an seine Grenzen, vor allem, da durch Naturgefahren (z.B. Lawinen, Muren) das Flächenangebot begrenzt ist. Einige tragische Unglücke in den letzten Jahren (z.B. in Galtür (Tirol)) im Februar 1999 haben diese Problematik aufgezeigt.

Wanderurlaub gilt hingegen als Musterbeispiel für ökologisch verträglichen Tourismus ("sanfter Tourismus"); insbesondere, wenn er in abgelegene, von Abwanderung bedrohte Talregionen führt und dazu beiträgt, der einheimischen Bevölkerung eine Einkommensquelle zu sichern. Solcher Tourismus wird exemplarisch mit dem Weitwanderweg Grande Traversata delle Alpi im Piemont propagiert.

Voraussetzungen

Die landschaftliche Vielfalt, kulturelle Sehenswürdigkeiten sowie die besonderen klimatischen Verhältnisse bieten beinahe optimale Voraussetzungen für die touristische Nutzung der Alpen, da eine denkbar große Anzahl an touristischen Zielgruppen (z.B. Erholungssuchende, Aktivurlauber, Kurtouristen, Kulturbegeisterte etc.) mit entsprechenden Angeboten bedient werden kann. Im Sommer finden sich die diversen Spielarten des aktiven und passiven Erholungstourismus (Wandern, Badeurlaub an den randalpinen Seen) und vor allem der sportliche Urlaub in Form des Alpinismus. Letzterer war es auch, der die touristische Entwicklung des Alpenraums initiiert hat. Insbesondere englische Touristen haben im und vor allem gegen Ende des 19. Jahrhunderts den Alpentourismus entscheidend geprägt. Bereits im 19. Jahrhundert wurden vom Engländer Thomas Cook organisierte Massenreisen von England in die Alpen durchgeführt. Im Winter sind die Alpen ein weltweit attraktives Ziel für den Wintersport, wobei diesbezüglich der Skisport und seine diversen Ausformungen dominieren. In den letzten Jahrzehnten hat in vielen Teilen der Alpen der Tourismus im Winter dem klassischen Sommertourismus den Rang abgelaufen.

Nutzen und Gefahren

Durch den Massentourismus werden Arbeitsplätze geschaffen und regionale Einkommen generiert, wodurch die Gefahr einer Abwanderung verringert werden kann. Allerdings ist der Tourismus in den Alpen oft nur punktuell (auf bestimmte Dörfer, Städte und Skiressorts konzentriert) ausgeprägt. In den (flächig größeren) Gebieten ohne Massentourismus kommt es erst recht zu Abwanderung. Tatsächlich findet sich oft ein Nebeneinander von touristisch intensiv erschlossenen Gebieten und touristischem Niemandsland. Dies trifft vor allem auf das italienische Alpengebiet zu.

Die Menschen in den Alpen sind vom Massentourismus sehr abhängig, es entstehen touristische Monostrukturen. Dem Massentourismus werden sämtliche Lebensbereiche unterworfen. Regionale Eigenheiten bzw. Besonderheiten verkommen unter Umständen zu einem bloßen Klischee. Zudem sind die Arbeitsbedingungen im Tourismus oft wenig attraktiv (ungeregelte Arbeitszeiten, geringe Löhne, viele Saisonarbeitsplätze). Menschen, die sich diesen Arbeitsbedingungen nicht unterwerfen wollen, sind mangels alternativer Beschäftigungsmöglichkeiten erst recht zum Abwandern (oder zum Auspendeln) gezwungen.

Der intensive Massentourismus führt auch zu ökologischen Problemen wie Müll- und Abwasserbelastung, Verkehrsproblematik und zu "optischer Umweltverschmutzung" durch technische Infrastrukturen wie beispielsweise Seilbahnen.

Verkehrswege

Die Alpen stellen für den transeuropäischen Verkehr ein natürliches Hindernis dar. Sie können nur auf bestimmten Routen über Gebirgspässe oder Tunnel überquert werden. Einige wichtige Verbindungen von Süddeutschland nach Oberitalien sind:

Siehe auch

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Panoramaaufnahme der Alpen
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Literatur

  • Gerhard Leeb, Planet Alpen-Magazin - Das neue Bild vom Lebensraum, vierteljährliche Zeitschrift Planet Alpen-Magazin

  • Werner Bätzing, Die Alpen - Geschichte und Zukunft einer europäischen Kulturlandschaft, C.H.Beck, 2003, ISBN 3-406-50185-0

Weblinks

als:Alpen


Diskussion der Autoren über den Artikel: Alpen


Wäre da nicht ein Verschieben angemessener gewesen? Immerhin hängt am Artikel ja die gesamte Bearbeitungshistorie dran.

Sorry, mein Fehler, ich habe erst gerade die Option gefunden, den Artikel zu verschieben. Bisher habe ich verzweifelt danach gesucht, obwohl er wohl ziemlich offensichtlich da steht. Ich versuch das nochmal zu ändern. Pyrdracon 17:51, 20. Feb 2003 (CET)

Tja, das ist natürlich schwieriger, als erwartet, da der alte Artikel (Alpen_(Gebirge)) erst gelöscht werden muß und dann der neue Artikel dahin verschoben werden kann. Vielleicht kann das noch jemand machen... Pyrdracon 17:55, 20. Feb 2003 (CET)

Alpen (Gebirge) habe ich gelöscht. Für die "Gemeinde am Niederrhein" hieraus aber bitte eine Wikipedia:Begriffsklärungssteite nach "Modus II" machen. --Kurt Jansson 04:17, 13. Apr 2003 (CEST)


von Diskussion:Alpen (Gebirge):

Das Bild "Geologische Zusammensetzung der Alpen" ist nicht mehr vorhanden. Error 404. Pyrdracon 16:03, 20. Feb 2003 (CET)


Also, nach dem, was ich irgendwann gelernt habe, in einer Kärntner Schule, gehören die Karnischen Alpen nicht zu den Kalkalpen, sondern zur Schieferzone.

Hat hierzu jemand gesichertes Wissen?

Ciciban 13:34, 31. Mär 2004 (CEST)


"Österreich, Deutschland, Frankreich, die Schweiz, Liechtenstein, Italien und Slowenien"

Dass auf Deutschem Gebiet auch einige Berge stehen will ich ja nicht bezweifeln, doch die Reihenfolge der Aufzählung sollte vielleicht nochmals überdacht werden. --Perconte 23:24, 6. Okt 2004 (CEST)

Höchstes Gebirge?

Das höchste Gebirge Europas ist nach meinen Informationen der Kaukasus, auch wenn er nur zur Hälfte in Europa liegt. Cordobes

höchster Berg in der Schweiz/Italien?!?!

Also der Monte Rosa ist 4636m hoch. Er liegt auf der Grenze zwischen Italien und der Schweiz. Es ist wirklich allgmein bekannt, daß sowohl die Schweiz als auch Italien Berge von über 4000m haben.

Servus. Achtung! Hierbei wird bez. der West- und der Ostalpen unterschieden. Müsste dann korrekterweise höchster schweizer Berg der Ostalpen heißen oder so. mfg --Tigerente 13:16, 10. Nov 2004 (CET)

also bei Italien ist es aber falsch.

höchster Berg ist hier einfach der Monte Rosa...

Gliederung des Artikels

Ich habe vor einigen Wochen den Bereich mit der geologischen/geographischen Gliederung reingestellt. Da in diesen Texten soviele Informationen drinstecken, dass der gesamte Artikel unübersichtlich wird, schlage ich vor, entweder den gesamten Ostalpenbereich auszugliedern oder den Teil der Gliederung der Alpen auf die Überschriften zu komprimieren und die Informationen die darin enthalten sind, in den evtl. schon existierenden Artikel einzupflegen. Ich würde mir diese Arbeit gerne antun, da ich ja auch schon die Texte dazu verfasst habe ^^

Schneiden

 Die Zone besteht aus wenig widerstandsfähigen Gesteinen: Sandsteine, Mergel und Tonschiefer.
 Sie . Sie bilden die Rücken und Kuppen; und im Westen auch Schneiden. Diese Rücken,
 Kuppen, etc. tragen vorwiegend Laubmischwälder und Wiesen. Die dicke, Hochwässern
 Verwitterungsdecke neigt zu Rutschungen und begünstigt durch den raschen Abfluss => Entstehung von lehmige

obiges Zitat stammt aus dem Artikel Alpen, ich kenne mich leider mit Bergen nicht so gut aus, und weiß nicht, was eine Schneide ist, auf jeden Fall scheint diese Beduetung der Wortes Schneiden in der Begriffsklärung Schneiden zu fehlen, könnte die vielleicht jemand von Euch, der sich auskennt dort ergänzen?

Danke und Alles Gute --Ixitixel 18:37, 5. Feb 2005 (CET)

Tourismus

Das Unterkapitel über den Tourismus der Alpen ist noch etwas oberflächlich und entspricht meines Erachtens nicht ganz dem Niveau der anderen Teile. Darüberhinaus sind auch einige Fehler enthalten (z.B. die Behauptung, dass die Zahl der Todesopfer durch Lawinenabgänge in letzter Zeit gestiegen ist (was eindeutig falsch ist). Ich werde mal beginnen, ein wenig zu korrigieren. Crampon 22:25, 23. Jun 2005 (CEST)

Liste der Viertausender in den Alpen

Finde ich durchaus O.K. die Liste der Berge aus dem Artikel zu nehmen, aber der Hinweis auf die Liste geht erstens im Text unter und zweitens sollte er nicht im Abschnitt Flora und Fauna stehen. Ich haben ihn eine ganze Weile gesucht..... :-( Gruss aus Horgen der --Horgner Horgner 11:47, 13. Jul 2005 (CEST)

Aktion Winterspeck

Artikel wird bald überarbeitet bzw. ergänzt; vgl. Wikipedia:Aktion_Winterspeck --Pakeha 13:00, 7. Okt 2005 (CEST)

Zur Entstehung der Alpen gibt es einen kurzen Abschnitt auf der Diskussionsseite Geologie, der überarbeitet hier hinein könnte. --Geofriese 17:17, 14. Okt 2005 (CEST)


Diese Definition bzw. Erklärung des Begriff Alpen und dessen Bedeutung wurde zuletzt am 8.2.2006 aktualisiert (Glossar Lexikon Enzyklopädie).


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