Arabische Sprache

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Die arabische Sprache (auf Arabisch: اللغة العربية) gehört zum südlichen Zweig der semitischen Sprachen und damit zur afro-asiatischen Sprachfamilie. Der Language Code ist ar bzw. ara (nach ISO 639).

Allgemeines

Die einzelnen arabischen Dialekte in den verschiedenen Ländern unterscheiden sich teilweise sehr stark voneinander und sind, wenn sie weit auseinander liegen (z. B. Marokko - Irak), auf basilektaler Ebene oft gegenseitig nicht oder nur schwer verständlich, in etwa vergleichbar mit den verschiedenen deutschen Mundarten. Algerische Filme, die natürlich im dortigen Dialekt gedreht worden sind, werden zum Teil hocharabisch untertitelt, wenn sie in den Golfstaaten ausgestrahlt werden.

Die arabische Sprache in einem erweiterten Sinne umfasst eine Vielzahl von verschiedenen Sprachformen, die in den letzten anderthalb Jahrtausenden gesprochen wurden und werden. Was all diese Sprachformen zu einer Sprache zusammenbindet, ist vor allem der Islam und speziell der Koran. Das Beispiel des Maltesischen zeigt sehr deutlich die große Rolle des Islam, was die Einheit des Arabischen angeht. Das Maltesische ist eine den maghrebinischen Dialekten der arabischen Sprache nah verwandte Sprache, die aber weitestgehend zu einer modernen, eigenständigen Standardsprache ausgebaut worden ist.

Aus dem Alt-Arabischen, das dem klassischen Hocharabisch sehr nahe stand, hat sich eine Vielzahl von Dialekten entwickelt, die neuarabischen Dialekte; für alle Sprecher dieser Sprache außer dem Maltesischen ist das unverändert geschriebene Hocharabisch weiterhin Schriftsprache und Dachsprache.

Ob Hocharabisch als moderne Standardsprache zu betrachten ist, ist umstritten (siehe auch Halsbandsittich in vielen Sprachen). Die panarabischen Satellitensender könnten es dazu werden lassen. Es fehlt oft noch an einem einheitlichen Wortschatz für viele Dinge der modernen Welt, sowie am Fachwortschatz für viele Bereiche der modernen Wissenschaften. Darüber hinaus ist Hocharabisch innerhalb der einzelnen arabischen Ländern relativ selten ein Mittel zur mündlichen Kommunikation.

Das Arabische im Semitischen

Das klassische Hocharabisch unterscheidet sich nicht wesentlich von der alt-arabischen Sprache. Versucht man durch Vergleich aller semitischen Sprachen die Wurzel eines Wortes zu ermitteln, findet man oft, dass sie genau der klassisch-arabischen Form gleicht. Dadurch kommt dem klassischen Hocharabisch eine zentrale Stellung innerhalb der semitischen Sprachen zu. Lange betrachteten viele Semitisten das klassische Arabisch als die ursprünglichste semitische Sprache überhaupt. Erst langsam stellt sich durch den Vergleich mit anderen afro-asiatischen Sprachen heraus, dass vieles doch nicht so ursprünglich ist, wie man dachte. Klassisches Hocharabisch stellt wohl eine neuere Schicht semitischer Sprachen dar, die viele Möglichkeiten, die in der Grammatik der semitischen Sprachen angelegt sind, konsequent ausgebaut hat. Es hat einen sehr reichen semitischen Wortschatz bewahrt und sogar noch weiter ausgebaut. Die heutigen Dialekte haben viele Veränderungen durchgemacht, wie sie andere semitische Sprachen schon sehr viel früher (2000-3000 Jahre) durchgemacht haben. So fällt beispielsweise auf, dass Alt-Hebräisch und moderne arabische Dialekte, was Lautgestalt und Grammatik angeht, viele Gemeinsamkeiten aufweisen. Es gibt Spekulationen, dass die Aufgabe der nomadischen Lebensweise und die Überlagerung anderer Sprachen immer wieder ähnliche sprachliche Entwicklungen hervorgerufen haben.

Verbreitung

Varianten des Arabischen werden von ca. 200 bis 300 Millionen Menschen gesprochen. Es ist (nicht immer alleinige) Amtssprache in folgenden Ländern: Ägypten, Algerien, Bahrain, Dschibuti, Eritrea, Irak, Israel, Jemen, Jordanien, Komoren, Katar, Kuwait, Libanon, Libyen, Marokko, Mauretanien, Oman, Palästinensische Autonomiegebiete, Saudi-Arabien, Somalia, Sudan, Syrien, Tschad, Tunesien, Vereinigte Arabische Emirate. Darüberhinaus ist es eine der sechs offiziellen Sprachen der Vereinten Nationen.

In aller neuester Zeit gewinnt das gesprochene Hocharabische wieder an Raum, Schrittmacher ist dabei u.a. der Fernsehsender Aljazeera in Katar. Dort gibt es sehr lebendige Diskussionen von Sprechern aus allen Ecken der Arabischen Welt, die sich bemühen eine dem Hocharabischen nahe kommende Sprache zu gebrauchen.

Durch die dominierende ägyptische Film- und Fernsehproduktion (u.a. bedingt durch die Bevölkerungszahl) gilt der gesprochene Kairoer Dialekt des Arabischen in der arabischen Welt als allgemein verständlich, sozusagen "gemeinsprachlich". Gewöhnliche Filme auf hocharabisch zu drehen ist nicht üblich, da diese Sprache eher ernsten Themen wie den Fernseh- und Rundfunknachrichten, religiösen Sendungen und Gottesdiensten vorbehalten ist.

Geschichte

Schon in vorislamischer Zeit existierte auf der arabischen Halbinsel eine reichhaltige Dichtersprache, die nur mündlich weitergegeben wurde. Auf dieser Dichtersprache fußt zum Teil das Arabische des Korans, das aber wohl schon modernere Züge aufwies, wie man am Konsonantentext sehen kann. Wohl erst nachträglich hat man durch Zusatzzeichen das Koran-Arabisch für neue nicht arabische Muslime einfacher gemacht. In frühislamischer Zeit wurden viele Gedichte dieser Sprache schriftlich festgehalten. Bis heute ist das Memorieren (Auswendiglernen) von Texten ein wichtiger Bestandteil der islamischen Kultur. So gibt es bis heute viele sehr geachtete Menschen, die den gesamten Koran auswendig vortragen können (Hafiz oder Hafidh).

Das klassische Hocharabisch ist insbesondere die Sprache des Korans, das sich aus dem Zentrum der arabischen Halbinsel, dem Hedschas, im Zuge der islamischen Eroberungen über den ganzen Vorderen Orient verbreitete. Der Kalif Abd al-Malik erhob in den 90er Jahren des 7. Jahrhunderts diese Form des Arabisch zur offiziellen Verwaltungssprache des islamischen Reiches.

Im Laufe der Jahrhunderte änderte sich die Sprache dann immer mehr, was jedoch zum Teil an der Schrift nicht zu erkennen ist, da die kurzen Vokale außer im Koran nicht geschrieben wurden und man sich bemühte die alten Regeln bei der Schreibung beizubehalten.

Das klassische Hocharabisch wird als Muttersprache heute von niemandem mehr gesprochen. Es wird allerdings auch heute noch, nur im Wortschatz verändert, als geschriebene Hochsprache benutzt, in der fast alle Bücher und Zeitungen erscheinen (außer in Tunesien, Marokko und in etwas geringerem Maße in Algerien, wo sich das Arabische diese Rolle mit dem Französischen teilen muss). Im wissenschaftlich-technischen Bereich wird in den anderen arabischen Ländern aus Mangel an einem spezifischen Fachwortschatz oft Englisch gebraucht.

Bei offiziellen Anlässen wird diese normalerweise nur geschriebene Sprache auch mündlich gebraucht, ebenso teilweise in Fernsehen und Rundfunk. Diese Sprache wird oft auch als modernes Hocharabisch bezeichnet. Es unterscheidet sich vom klassischen Hocharabischen vor allem im Wortschatz und je nach Bildungsgrad des Sprechers teilweise auch in Grammatik und oft in der Aussprache.

Siehe auch: Geschichte der arabischen Literatur

Phonologie

Das Hocharabische Lautsystem ist wenig ausgeglichen. Es gibt nur drei mit den Lippen gebildete Laute (M م, B ب, F ف), P und das deutsche W fehlen. Der Laut و, den man mit W in der Umschrift wiedergibt, ist ein Halbvokal, der einem englischen W [] entspricht.

Dagegen gibt es sehr viele an den Zähnen gebildete Laute: L ل, N ن, D د, T ت, stimmloses und stimmhaftes (wie im Englischen ausgesprochene) "TH" (TH ث, DH ذ), stimmloses und stimmhaftes S (س und ز) und SCH ش. Hinzu kommen die dem Arabischen eigenen emphatischen Laute, d. h. stimmhaftes und stimmloses S (ص und ظ) sowie T ط und D ض, die "dumpf" ausgesprochen werden. Neben dem Zungen-R ر gibt es ein streng davon unterschiedenes Zäpfchen-R غ, normalerweise GH umschrieben.

An Gaumenlauten gibt es DSCH ج, K ك, CH خ und den Halbvokal J ي, das G fehlt. Des Weiteren gibt es ein tief in der Kehle gesprochenes K, das mit Q ق umschreiben wird, sowie das mit dem Kehlkopf ausgesprochene Hamza und einen stimmhaften Kehlkopf-Presslaut ع, den man "Ain" nennt, den es aber nur in sehr wenigen anderen Sprachen gibt, sowie eine stimmlose Entsprechung ح, die wie unser H auch mit H umschrieben wird. Unser H ه gibt es auch noch. Die Konsonanten werden sehr genau ausgesprochen, beeinflussen aber stark die Vokale, die deshalb in vielen Varianten vorkommen, obwohl es eigentlich nur A, I, U sowohl lang als auch kurz gibt. Insgesamt entsteht so der kehlige, raue Lauteindruck des Arabischen.

Die Dialekte haben dieses Ungleichgewicht zum Teil ausgeglichen: in vielen Dialekten gibt es ein G, TH und DH fehlen meist, deutsche W und P gibt es oft in Fremdwörtern. Meist gibt es auch langes E und O.

Schrift

Hauptartikel: Arabische Schrift

Geschrieben wird das Arabische von rechts nach links mit dem arabischen Alphabet, das nur Konsonanten und Langvokale kennt. Es gibt allerdings als Lern- und Lesehilfe ein nachträglich hinzugefügtes System mit Kennzeichen (اشكال) für die Kurzvokale A, I und U, und das in der klassischen Grammatik wichtige End-N, Konsonantenverdopplungen und Konsonanten ohne nachfolgenden Vokal. Der Koran wird immer mit allen Zusatzzeichen geschrieben und gedruckt. Grundsätzlich wäre das vokalisierte und mit Zusatzzeichen versehene Schriftarabisch gleichzeitig eine präzise Lautschrift, diese wird jedoch fast nur für den Koran genutzt. Bei allen anderen Texten muss man die kurzen Vokale selbst finden, was nur möglich ist, wenn man die Grundvokale jedes Wortes auswendig kennt und die grammatische Struktur vollständig analysieren kann, so dass man die richtigen Endungen einfügen kann. Aus diesem Grunde ist das Auswendiglernen langer Texte und die ständige Kontrolle eines anwesenden Lehrers fast unumgänglich, da so gut wie niemand im Alltag Hocharabisch spricht und man es auch nicht, den Koran ausgenommen, durch Lesen selbständig lernen kann.

Die arabische Schrift ist eine Kurrentschrift, die sich im Laufe der Geschichte verschliffen hat. Als immer mehr Buchstaben in der Gestalt zusammenfielen, entwickelte man ein System, diese durch Punkte über und unter den alten Konsonanten zu unterscheiden. Da die Buchstaben in einem Wort verbunden werden, gibt es bis zu vier verschieden Formen eines Buchstabens: allein stehend, nach rechts verbunden, nach links verbunden und beidseitig verbunden. Ohne die Punkte fallen beispielsweise in der beidseitig verbundenen Form die Buchstaben N, T, TH, B, Y und P zusammen. Die Punkte für das P übernahm man aus dem Persischen, um Fremdwörter, die ein P enthalten, wiederzugeben. In einer früheren Form der arabischen Schrift, dem Kufi (كوفى), in der es noch keine Punkte gab, wurden viele Texte fast nicht mehr lesbar, da wie gesagt nur die Konsonanten geschrieben wurden und einige davon auch nicht mehr zu unterscheiden waren. Die neuentwickelte Schrift mit den Punkten nennt man Nas-ch (نسخ).

Aussprache

In vielen islamischen Ländern gibt es Bestrebungen, sich bei der Aussprache der modernen Hochsprache einem Standard zu nähern, der dem nahe kommen soll, was als Aussprachestandard für das klassische Hocharabisch gilt. Grundlage dabei ist meistens der Aussprachestandard der Rezitation (ar. tilāwa تلاوة) des Korans, der weitgehend kodifiziert ist und in modernen Korandrucken auch durch Diakritika wiedergegeben wird. Diese Ausspracheform genießt ein hohes Prestige, wird allerdings in der Regel nur im religiösen Kontext verwendet.

Die frühere Aussprache des Hocharabischen ist nicht mit Sicherheit in allen Einzelheiten bekannt. Ein typischer Fall, wo bis heute keine völlige Klarheit über die Aussprachenormen des klassischen Hocharabisch besteht, ist die so genannte Nunation, also die Frage, ob die Kasusendungen bei den meisten unbestimmten Nomina auf n auslauten oder nicht (kitābun vs. kitāb). Für beide Varianten lassen sich Argumente finden, und da in alten Handschriften das Vokalzeichen der Endung nicht geschrieben wurde, kann man nicht mit Bestimmtheit sagen, wie diese Formen ausgesprochen wurden.

Grammatik

Das Arabische kennt indeterminierte (unbestimmte) und determinierte (bestimmte) Nomina. Determiniert wird ein Nomen durch den vorangestellten Artikel al, der nach Zahl und Fall unveränderlich ist, der aber sein A verliert, wenn er auf einen anderen Vokal folgt, und sein L an nachfolgende Substantive, die mit Sonnenbuchstaben beginnen, assimiliert. Durch ein nachfolgendes Wort im Genitiv (s.a. Status constructus) oder durch ein direkt an das Wort angeschlossenes Personalsuffix wird ein Wort ebenfalls determiniert. Eigennamen sind von Haus aus determiniert und tragen keinen Artikel, ausgenommen die meisten Ländernamen.

Indeterminierte und determinierte Nomina unterscheiden sich zusätzlich durch unterschiedliche Endungen. Attribute werden dem zugehörigen Nomen nachgestellt.

Im Arabischen gibt es zwei Geschlechter, männlich und weiblich, die meisten weiblichen Wörter enden auf ah, das bei angehängten Endungen zu at wird. Weibliche Personen (Mutter, Schwester etc.) Eigennamen von Ländern und Städten, und die Namen doppelt vorhandener Körperteile (Fuß, Hand) sind auch ohne weibliche Endung weiblich. Daneben kennt das Arabische noch ein Kollektivum.

Es gibt drei Numeri: Einzahl, Zweizahl (Dual) und Mehrzahl, und drei Fälle: Nominativ, Genitiv und Akkusativ, die fast ausschließlich durch kurze Vokal-Endungen bezeichnet werden. Diptoten sind Eigennamen oder indefinierte Substantive, welche anstatt der üblichen drei Deklinationsendungen nur deren zwei aufweisen, d.h. zwischen Genitiv und Akkusativ nicht formal unterscheiden.

Die wirkliche Komplexität der arabischen Sprache liegt in der Vielfalt ihrer Verbformen und daraus abgeleiteten Verbalsubstantive, Adjektive, Adverbien und Partizipien. Jedes arabische Verb verfügt über zwei Grundformen im Perfekt und Imperfekt, Beispiel: kataba - yaktubu: "er schrieb - er schreibt". Dazu kommt als dritte wichtige Form das Verbalsubstantiv " kitabatun" ("das Schreiben"). Da sich die meisten Verbformen schematisch ableiten lassen, sind sie viel leichter zu erlernen, als ein Arabisch-Schüler vermuten mag. Zwar gibt es nur zwei Hauptzeiten, wobei das Perfekt eine vollendete, das Imperfekt eine unvollendete Handlung ausdrückt. Trotzdem hat das Arabische eine Vielzahl von Zeitstufen ausgebildet. Viele Verben existieren in zahlreichen, durch Umbildung der Wurzel abgeleiteten Stämmen, die jeweils bestimmte Bedeutungsaspekte haben, wie zum Beispiel Intensivierung oder reflexive Bedeutung. Jeder Stamm besitzt bestimmte Eigenschaften, z.B. ein Präfix, Verlängerung, Änderung oder Wegfall eines Vokals oder auch Verdopplung des mittleren Radikals (d.h. Wurzelkonsonanten). Die Art und Reihenfolge dieser Konsonanten ändern sich hingegen innerhalb einer Wortfamilie nie.

Eine Eigenheit der arabischen Grammatik erleichtert die mündliche Wiedergabe des Hocharabischen sehr: Am Ende eines Satzes fällt im Hocharabischen die Vokalendung meist weg. Man nennt diese Form traditionell "Pausalform". Nun werden aber die drei Fälle und auch zum Teil die Modi gerade durch diese Endungen ausgedrückt, die bei einer Sprechpause wegfallen. Deshalb benützen viele Sprecher, wenn sie modernes Hocharabisch sprechen, sehr häufig diese "Pausalform" und ersparen sich so einen Teil der manchmal komplizierten Grammatik. Da aber auch gerade diese Vokalendungen in allen Dialekten wegfallen, erleichtert dies das moderne Hocharabisch sehr. Das komplizierte System der Verbformen ist in vielen Dialekten noch weitestgehend erhalten, so dass die Dialektsprecher damit weniger Schwierigkeiten haben. Obwohl wie unten beschrieben die Bedeutung eines Wortes meist an den Konsonanten hängt, sind es gerade die kurzen Vokale, die einen großen Teil der komplizierten Grammatik ausmachen.

Arabische Wörterbücher sind häufig so angelegt, dass die einzelnen Wörter nach ihren Wurzeln, also quasi ihren "Wortfamilien", geordnet sind. Daher ist es beim Erlernen des Arabischen wichtig, die Wurzelkonsonaten eines Wortes identifizieren zu können. Der überwiegende Teil der Wörter hat drei Wurzelkonsonanten, einige auch vier. Durch das Abtrennen bestimmter Vor-, Zwischen- und Endsilben erhält man die Wurzel eines Wortes. Gerade Anfänger sollten solche nach Wurzeln geordnete Wörterbücher benutzen, da der Gebrauch "mechanisch-alphabetisch" geordneter Lexika bei geringen Grammatikkenntnissen oft dazu führt, dass eine Form nicht erkannt und falsch übersetzt wird.

Wortschatz

Die meisten arabischen Wörter bestehen aus drei Wurzelkonsonanten (Radikalen). Daraus werden dann verschiedene Wörter gebildet, beispielsweise kann man unter anderem aus den drei Radikalen K-T-B folgende Wörter und Formen bilden:

  • KaTaBa : er schrieb
  • yaKTuBu : er schreibt
  • KiTaaB : Buch
  • KuTuB : Bücher
  • KaaTiB : Schreiber (Einzahl)
  • KuTTaaB : Schreiber (Mehrzahl)
  • KaTaBah : Schreiber (alternative Mehrzahlform)
  • maKTaB : "Ort des Schreibens", d.h. Büro
  • maKTaBah : Bibliothek, Buchhandlung

Die hier angegebenen Formen sind Pausalformen. Im klassischen Hocharabisch treten noch die meist nicht geschriebene Endungen -a, -i, -u, -an, -in, -un, -ta, -ti, -tu, -tan, -tin, -tun oder auch keine Endung auf. Das T in den Endungen kommt so zustande, dass man das heute stumme End-H zum T uminterpretiert, indem man ihm die Punkte von T beigibt. Das N in diesen Endungen wird auch nicht durch den Konsonanten-Buchstaben N gekennzeichnet, sondern durch die wenig gebräuchlichen Zusatzzeichen.

Der Wortschatz ist zwar extrem reich, aber oft nicht klar normiert und mit Bedeutungen aus der Vergangenheit überfrachtet. So gibt es zum Beispiel kein Wort, das dem europäischen Wort "Nation" relativ genau entspricht. Das dafür gebrauchte Wort (أمة, Umma) bedeutete ursprünglich und im religiösen Kontext bis heute "Gemeinschaft der Gläubigen (Muslime); oder z.B. "Nationalität" (جنسية, dschinsiyya) eigentlich "Geschlechtszugehörigkeit" im Sinne von "Sippenzugehörigkeit", "Geschlechtsleben" z.B. heißt (الحياة الجنسية, al-Hayāt al-dschinsiyya) wobei ag-Hayāt " das Leben" heißt. Das Wort für "Nationalismus" (قومية, Qaumiyya) bezieht sich ursprünglich auf die Rivalität vom (Nomaden)-"Stämmen" und kommt von Qaum ursprünglich und bis heute oft noch "Stamm" im Sinne von "Nomandenstamm". So überlagern sich oft in einem Wort sehr alte und sehr moderne Konzepte, ohne dass das eine über das andere obsiegen würde. "Umma" z.B. gewinnt wieder mehr seine alte religiöse Bedeutung zurück. Es gibt zahlreiche alte Lehnwörter aus dem Aramäischen und Griechischen und viele neuere aus dem Englischen und Französischen, die aber oft wie Fremdkörper im Arabischen wirken. Andererseits hat jede Sprache eine Anzahl von Lehnwörtern aus anderen Sprachen. So sind ca. 10% der spanischen Wörter arabischen Ursprungs. Vgl.:Arabischer Einfluss in der spanischen Sprache

Die zehn häufigsten Wörter des Arabischen

Die drei häufigsten Wörter des Arabischen werden im arabischen mit dem nächsten Wort verbunden geschrieben (in der Umschrift mit Bindestrich abgetrennt); es sind "al" der/die/das, "wa" und sowie "bi" in/mittels ال‍ و ب‍
  1. في fi (in)
  2. من min (von, aus)
  3. على ala (auf, über, an, bei)
  4. أن anna (dass)
  5. إن inna (gewiss, wahrlich auch Verstärkungspartikel)
  6. إلى ila (zu, nach, bis, bis zu)
  7. كان kana (sein [Verb])
  8. هذا، هذه hadha, hadhihi (das, diese[r, s])
  9. أن an (dass)
  10. الذي der (Relativpronomen)

Sprachprobe

Die erste Zeile zeigt die Originalschreibweise, die zweite ist eine buchstabengetreue Umschrift, die dritte Zeile gibt die Lautgestalt im modernen Hocharabischen an, wobei die eingeklammerten Kurzvokale wegfallen, weil man oft Pausalformen gebraucht, die letzte Zeile ist eine recht wörtliche Übersetzung. Das End-N in ahlan und sahlan ist eine erstarrte klassische Endung, bei der das N nie geschrieben wird. Siehe auch: Salam, Traditionelle afrikanische Begrüßungsformen

Erster Sprecher:
!صباح الخير
S-B-alif-H alif-L-CH-Y-R!
sabaah(a) l-chair(i)!
Morgen der Güte!
Guten Morgen!

Zweiter Sprecher:
?صباح النور, يا أخي! كيف حالك
S-B-alif-H alif-L-N-W-R, Y-alif alif-CH-Y! K-Y-F H-alif-L-K
sabaah(a) n-nuur(i), ya achi! kaif(a) haaluk(a)?
Morgen des Lichts, o mein Bruder! Wie ist dein Zustand?
Guten Morgen, mein Freund, wie geht es dir?

Erster Sprecher:
!بخير, الحمد لله
B-CH-Y-R alif-L-H-M-D L-L-H
bi-chair(in), al-hamdu lillah(i)!
Mit Güte, Lob sei Gott!
Gut, Gott sei Dank!

Zweiter Sprecher:
?الحمد لله! وأنت, كيف حالك
alif-L-H-M-D L-L-H! W-alif-N-T, K-Y-F H-alif-L-K?
al-hamdu lillah(i)! wa anta, kaif(a) haaluk(a)?
Lob sei Gott! Und du, wie ist dein Zustand?
Gott sei's gedankt! Und wie geht's dir?

Erster Sprecher:
!الحمد لله جيد
alif-L-H-M-D L-L-H, DSCH-Y-D!
al-hamdu lillah(i), dschayyid(un)!
Lob sei Gott, gut!
Gott sei Dank, gut!

Zweiter Sprecher:
!أهلا وسهلا بك
alif-H-L-alif W-S-H-L-alif B-K!
ahlan wa-sahlan bik(a)!
etwa: Sei willkommen!

Erster Sprecher:
.أهلا بكم
alif-H-L-alif B-K-M.
ahlan bikum.
etwa: Ich fühle mich (bei dir) willkommen.

Dieses Beispiel zeigt eine typische Begrüßung auf Hocharabisch, wie sie zwischen etwa gleichaltrigen jüngeren, nicht zu sehr vertrauten Männern stattfinden würde.

Der eine grüßt den anderen, dieser grüßt zurück, woraufhin der erste den anderen einlädt, einzutreten und der andere sich dafür bedankt.

Dieses Beispiel müsste jeweils mehr oder minder von der Lautgestalt her in den Dialekt übertragen werden. Was Grammatik und Wortschatz angeht, ist der Unterschied zu den Dialekten hier eher gering, da es sich in diesem Beispiel fast nur um alte feststehende Redewendungen handelt.

Verwandte Artikel

Literatur

  • Borg, Tawfik: Modernes Hocharabisch. Konversationskurs. 5. Auflage. Hamburg 2004. ISBN 3921598230 - Konversationsbezogenes Lehrwerk, das z. T. jedoch ägyptisches statt hocharabischen Vokabulars verwendet.
  • Harder, Ernst; Schimmel, Annemarie: Arabische Sprachlehre. Heidelberg 1997 ISBN 3872760017 - Knappe Einführung in die arabische Sprache und Grammatik.
  • Krahl, Günther; Reuschel, Wolfgang; Schulz, Eckehard: Lehrbuch des modernen Arabisch. 5. Auflage. Berlin, München 2002. ISBN 3324006139 - Ein umfangreiches und akademisch geprägtes Standardwerk, Lehrbuch an vielen deutschsprachigen Universitäten.
  • Mace, John: Arabic Grammar. A Revision Guide. Edinburgh 1998. ISBN 0748610790 - Übersichtliche, auf das Arabisch der Gegenwart bezogene Grammatik.
  • Schregle, Götz: Deutsch-Arabisches Wörterbuch. Wiesbaden 1977. ISBN 344701623X - Gilt als das Standardwörterbuch Deutsch - Arabisch.
  • Wehr, Hans: Arabisches Wörterbuch für die Schriftsprache der Gegenwart. Arabisch-Deutsch. 5. Auflage. Wiesbaden 1985. ISBN 3447019980 - Das Standardwörterbuch der arabischen Gegenwartssprache, nach Wurzeln geordnet.

Weblinks

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Diskussion der Autoren über den Artikel: Arabische Sprache


Wie wäre es mit einer arabischen Grammatik? Auf wikibooks? Das würde sicherlich spass machen. Zorro 17:42, 20. Jan 2004 (CET)

Ich mache jetzt Ernst auf wikibooks! http://wikibooks.org/wiki/A... Zorro 21:39, 1. Feb 2004 (CET)

Super! Beste Erklärung zum Arabischen, die ich bisher im Internet gefunden habe. Anregung:

  • Mich interessiert die Problematik von Transkriptionsregeln arabisch -> lateinische Schriftsysteme. Sehr aktuell, vor dem Hintergrund der aktuellen Ereignisse. Fast alle Namen etc. in den Nachrichten werden heute unter Zugrundelegung einer amerikanischen Aussprache buchstabiert, etwa Al Jazeera - Al Dschasira, oder Al Quaida - El Kaida. Ich finde aber Englisch extrem ungeeignet, weil einige Laute damit nicht umsetzbar sind, die es in anderen Sprachen sicher gäbe.
  • Beim Letzten Absatz wäre ein Beispiel gut, wie man sich eine Bedeutung eines unbekannten Wortes aus den Wortstämmen erschließen kann.
Wer kann dazu noch was ergänzen ? 193.27.50.74 17:14, 27. Feb 2004 (CET)


"Gleichzeitig ist die arabische Grammatik trotz ihrer Komplexität sehr logisch aufgebaut (nur wenige Ausnahmen), so dass gesagt wird, Arabisch sei die logischste aller Sprachen."

Wie kann man das von einer Sprache, die kaum eine regelmäßige Pluralbildung kennt, sagen sie sei SEHR LOGISCH aufgebaut? - außerdem sind de Pluralformen noch nicht mal einheitlich bei einem Wort, z.B:

  • Insel= Djaziirah,
  • Inseln = Djazaa'ir ODER
  • Inseln= Djuzur

Die Komoren heißen auf arabisch "Mond-Inseln" DJUZUR ul-Qamar, die Kapverdischen Insel dagegen heißen DJAZAA'IR Kaaba Firdi. Daneben heißt al-Djazaa'ir auch noch sowohl Algerien als auch Algier. Ein großes Bewässerungsgebiet im Sudan (keineswegs eine Insel) heißt Djaziira, ebenso wie eine Nil-Insel in Kairo (in ägyptischen Dialekt Gezira ausgesprochen). Die arabische Halbinsel wird oft als Djaziira bezeichnet, genauso wie der bekannte Fernsehsender - wo ist da die Logik? Theoretisch gibt es eine regelmäßigen Plural - der hieße Djaziiraat - aber den gibt's nicht!

Weibliche Wörter werden mit männlichen Zahlwörten gezählt, männliche mit weiblichen, aber nur von 3 bis 10. Von 11 bis 19 stimmen das nur für die Einer, die Zehner entsprechen dem Geschlecht des Gezähten. Zahlen werden dekliniert nur von 11 bis 19 nicht (mit Ausnahme von 12!). Zwei wird mit einer eigenen Form augedrückt (Dual). Von 3 - 10 steht das Gezählte im Genitiv Plural; von 11 - 99 im Akkusativ SINGULAR von 100 an wieder im Genitiv aber nun im SINGULAR. Erkäre mir einer die Logik dieser Sprache !!! Ich könnte seitenlang so fortfahren - jeder der schon mal versucht hat Hocharabischzu lernen, kann ein Lied davon singen.

"Durch das Prinzip der Radikale und der jeweils auf sie anwendbaren Stämme ermöglicht das Arabische eine riesige Anzahl von Wortschöpfungen, die schon aus der Art ihrer Konstruktion heraus verständlich sein können. Durch den großen theoretischen und tatsächlichen eigenen Wortschatz kommt das Arabische auch mit wenigen Fremdwörtern aus."

In der Praxis sieht das dann so aus, dass man jedes Fremdwort auf viele verschieden Arten arabisiern kann - da ist das Chaos dann perfekt.

Ich streiche deshalb beide oben genannten Passagen. انا يوسف من ويكيبيديا

Wie war das nochmal: Doktor = Duktur, pl. Dakâtir - Schönes Beispiel, nicht?

Trotzdem finde ich dass Arabisch sehr logisch ist: Selbst die auf den ersten Blick irregulären Verben (schwacher Wurzelkonsonant) lassen sich logisch ableiten. Wenn du die Wurzel siehst, dann weißt damit schon automatisch, ob das Verb regulär oder "irregulär" sein wird, und im zweiten Fall kannst du detailiert voraussagen, wie die "irregulären" Formen aussehen werden. Versuch das mal auf Deutsch oder Latein! Der innere Plural - den es übrigens in Ansätzen auch im Deutschen gibt (Umlautbildung) - ist auch relativ regelmäßig. Zumindest im Grundwortschatz, bei Fremdwörtern vielleicht nicht. Jakob stevo 19:14, 29. Mai 2004 (CEST)


Neuarabische Sprachen oder nur Dialekte?

Da bisher alle Sprachformen, die aus dem Altarabischen hervogegangen sind (außer Maltesisch) vom klasssischen bzw. modernen Hocharabisch überdacht werden, finde ich den Ausdruck "Sprache" sehr problematisch. Folgt man dem Konzept von Abstandsprache, Ausbausprache, Dialektkontinuum, Diglossie und Dachsprache sollte man zumnindest von neuaranischen Sprachen ODER Dialekten sprechen, wenn man Sprachen nicht ganz streichen will. Ich bin mal mutig und ersetzte Sprachen durch Dialekte.

Ich denke das ist ok wie Du es gemacht hast. --Zenogantner 18:27, 29. Feb 2004 (CET)


Sehr guter und umfangreicher Artikel, das mal vorweg!! Aber:

Viele Verben existieren jedoch neben ihrer Grundform in weiteren, aus der Grundform durch Umbildung abgeleiteten Stämmen, die jeweils bestimmte Bedeutungsaspekte haben.
würde mich wohl auch nicht viel klüger machen, wenn ich nicht schon wüsste um was es geht. Kann sich da wer ein Beispiel aus den Fingern saugen, das das möglichst anschaulich demonstriert? Jakob stevo 21:21, 6. Apr 2004 (CEST)

Diskussion aus Wikipedia:Kandidaten für exzellente Artikel

Arabische Sprache, 15. August

Dafür: Aus meiner Laiensicht heraus finde ich diesen Artikel ein absolut gelungenes Beispiel für einen Sprachartikel. -- Dishayloo [ +] 13:17, 15. Aug 2004 (CEST)
Wünsch mir ein Sprachprobe in Ogg.--Nerd 13:25, 15. Aug 2004 (CEST)
  • contra: Ich habe zwar überhaupt keine Ahnung von Sprachen im Allgemeinen noch von Arabisch im Besonderen. Allerdings würde ich mir von dem Artikel weit mehr zur Bedeutung der Sprache wünschen, die ja lange Zeit zumindest in der Wissenschaft führend war. Über die unterschiedlihen Dialekte steht ebenfalls sehr wenig drin und der Link auf den Artikel Arabische Dialekte ist leider nur versteckt vorhanden. Nach Lektüre des Abschnitts Aussprache weiss ich noch immer nicht, wie das nun ausgesprochen wird und ein Abschnitt über entlehnte Worte in anderen Sprachen fehlt (es sei denn, ich bin blind). Als Massstab für einen exzellente Sprachartikl werde ich wohl weiterhin bei Mandarin bleiben müssen. Liebe Grüße, -- Necrophorus 19:20, 17. Aug 2004 (CEST)
  • contra: Der Artikel ist mir insgesamt noch zu unstrukturiert. Es stehen zwar eine Menge Fakten drin; die aber sceinbar recht beliebig aufeinander folgen. Hier wäre es hilfreich, mit größeren Unterkapiteln wie "Linguistische Aspekte", "Literatur", "kulturelle Aspekte beziehungsweise Verbreitung" zu arbeiten. Die gesamte Sprachgeschichte wirkt sehr zerrissen. Die Problematik des Hocharabischen wird zwar immer wieder angesprochen, ein Fazit scheint aber zu fehlen. Für mich klingt es teilweise so, als entspräche das moderne Hocharabisch dem Sprachstand von 700 AD. Generell wären ein paar Grafiken zur Sprachgeschichte sowie auch zur Verbreitung hilfreich. Auch der Grammatikabschnitt sollte deutlich übersichtlicher strukturiert werden. Unbedingt auch noch mal inhaltlich überprüfen. "Zwar gibt es nur zwei Hauptzeiten, Perfekt und Imperfekt,..." Gibt es tatsächlich keine Gegenwartsform? Generell wäre es hilfreich, für Laien die linguistischen Fachtermini besser zu verlinken. Und ob die Literaturliste wirklich mit nur einem Titel auskommt (nichts gegen Annemarie Schimmel), ist auch noch die Frage. --Zinnmann Zinnmann 10:05, 19. Aug 2004 (CEST)

Um die Frage zu beantworten: Im Arabischen gibt es tatsächlich nur zwei Grundzeitformen, und diese beiden heißen tatsächlich "Perfekt" und "Imperfekt". Das Perfekt wird allgemein für die Vergangenheit gebraucht, das Imperfekt allgemein für die Gegenwart. Allerdings ist das Imperfekt eher tempusindifferent, daher wird der Begriff "Präsens" nicht verwendet. Das Problem liegt halt darin, daß in der Grammatik einige Begriffe für den Laien irreführend sind. - Korny78 20:35, 13. Jan 2005 (CET)

Varianten des Arabischen werden von ca. 250 Millionen Muttersprachlern gesprochen. Es ist (nicht immer alleinige) Amtssprache in folgenden Ländern: Ägypten, Algerien, Bahrain, Dschibuti, Eritrea, Irak, Israel, Jemen, Jordanien,Komoren, Katar, Kuwait, Libanon, Libyen, Marokko, Mauretanien, Oman, Palästinensische Autonomiegebiete, Sahara, Saudi-Arabien, Somalia, Sudan, Syrien, Tschad, Tunesien, Vereinigte Arabische Emirate. Darüberhinaus ist es eine der sechs offiziellen Sprachen der Vereinten Nationen.

In aller neuester Zeit gewinnt das gesprochene Hocharabische wieder an Raum, Schrittmacher ist dabei u.a. der Fernsehsender Aljazeera in Katar. Dort gibt es sehr lebendige Diskussionen von Sprechern aus allen Ecken der Arabischen Welt, die sich bemühen eine dem Hocharabischen nahe kommende Sprache zu gebrauchen.

Durch die dominierende ägyptische Film- und Fernsehproduktion (u.a. bedingt durch die Bevölkerungszahl) gilt der gesprochene Kairoer Dialekt des Arabischen in der arabischen Welt als allgemein verständlich, sozusagen "gemeinsprachlich". Gewöhnliche Filme auf hocharabisch zu drehen ist nicht üblich, da diese Sprache eher ernsten Themen wie den Fernseh- und Rundfunknachrichten, religiösen Sendungen und Gottesdiensten vorbehalten ist.

Lesenswert-Diskussion (abgelehnt)

Vor knapp einem Jahr an der "Exzellenz-Hürde" gescheitert. Vielleicht jetzt reif für das Label "Lesenswert". --Bender235 09:05, 16. Jun 2005 (CEST)
contra Könnte jemand wie elian oder baba dort noch einmal vorbeischaun. Satzungetüme wie, "Die einzelnen arabischen Dialekte in den verschiedenen Ländern unterscheiden sich teilweise sehr stark voneinander und sind, wenn sie weit auseinander liegen (z. B. Marokko - Irak), auf basilektaler Ebene oft gegenseitig nicht oder nur schwer verständlich, in etwa vergleichbar mit den verschiedenen deutschen Mundarten.", sind schwer verdaulich und an der Grenze zur Unverständlichkeit. --Semmel 08:06, 17. Jun 2005 (CEST)

Der Artikel zeichnet sich durch einige Ungenauigkeiten, Missverständnisse, mangelnde sprachwissenschaftliche Grundkenntnisse des Autors sowie eine gewisse Konzeptionslosigkeit aus, die sich zum Beispiel in der Erwähnung von Details im Absatz "Allgemeines" äußert. Den von Semmel oben zitierten Satz mit "basilektal" finde ich gar nicht mal am schlimmsten. Der Ansatz ist ganz ordetlich, da muss aber noch ordentlich Struktur reingebracht werden. So nicht lesenswert, jedenfalls nicht im hier diskutierten Sinne. --Rabe! 21:43, 20. Jun 2005 (CEST)



Diese Definition bzw. Erklärung des Begriff Arabische Sprache und dessen Bedeutung wurde zuletzt am 8.2.2006 aktualisiert (Glossar Lexikon Enzyklopädie).


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