Ardennenoffensive

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Der Artikel Ardennenoffensive gehört zur Kategorie: Zweiter Weltkrieg (Operation), 1944, 1945

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Die Ardennenoffensive (auch Rundstedt-Offensive) fand gegen Ende des Zweiten Weltkrieges im Osten und Nordosten von Belgien sowie in Teilen des Großherzogtums Luxemburg statt. Betroffen waren die Gebiete um die Städte Bastogne, St. Vith, Rochefort, La Roche, Houffalize, Stavelot, Clerf, Diekirch, Vianden und die südlichen Ostkantone. Es war die letzte Offensive der deutschen Wehrmacht. Die deutschen Truppen versuchten vergeblich, an der Westfront wieder die Initiative zu ergreifen. Das Unternehmen "Wacht am Rhein" begann am 16. Dezember 1944.

Die militärische Lage im Sommer und Herbst 1944

Die Wehrmacht, einst als unbesiegbar geltend, zog sich unter unvorstellbaren Anstrengungen und wachsenden Personal- und Materialmangel auf die früheren Reichsgrenzen zurück. Im Norden mussten die deutschen Verbände, nachdem Finnland am 4. September 1944 mit der Sowjetunion Waffenstillstand geschlossen hatte, auf Nordnorwegen zurückgenommen werden. War dies auch ein empfindlicher Schlag für den operativen Zusammenhalt der Front im Nordosten, so lag doch die für das Deutsche Reich aus militärischen Gründen wichtigste Landfront im Osten. Hier befand sich die Wehrmacht seit der Katastrophe von Kursk im Juli 1943 in der strategischen Defensive. Auf einer Front von 2500 km hatten sowjetische Offensiven der Wehrmacht die bisher schwersten Niederlagen des Krieges beigebracht. Im Juni war die Heeresgruppe Mitte zusammengebrochen, im Juli wurde die Heeresgruppe Nordukraine zerschlagen und kurz darauf die Heeresgruppe Südukraine fast vernichtet. Die Heeresgruppe Nord, die sich Anfang September noch in Estland und dem westlichen Lettland festkrallte und damit eine schmale Verbindung zur Heeresgruppe Mitte halten konnte, wurde nach dem Durchstoß sowjetischer Verbände bis zur Ostsee im Oktober mit 27 Divisionen abgeschnitten. Im Südteil der Ostfront stand der Roten Armee nach dem Übertritt Rumäniens und Bulgariens zum Gegner das Tor zum Balkan offen. Sowjetische Panzer erreichten Anfang September das Eiserne Tor und die rumänisch-jugoslawische Grenze, stießen Mitte September in die ungarische Tiefebene vor und standen im Spätjahr vor Budapest. Gegenangriffe der Wehrmacht vermochten es, gegen Ende November die Ostfront auf einer Länge von 1200 km zwischen Ostsee und Karpaten mühsam zu stabilisieren. Von Juli bis November 1944 hatte das Ostheer rund 1,2 Millionen Soldaten verloren. Im November standen 131 deutsche Divisionen, davon 32 in Kurland und 17 in Ungarn gebunden, etwa 225 Infantriedivisionen und ca. 50 Panzergroßverbänden der Sowjets gegenüber. Personell und materiell waren die deutschen Truppen ausgebrannt. Die erwartete Winteroffensive aus der Tiefe der russischen Steppe musste den Zusammenbruch der Ostfront bringen. Im Südosten brachten die Erfolge der Roten Armee die deutsche Besatzungstruppe in Griechenland, Albanien und Jugoslawien in erhebliche Gefahr, abgeschnitten zu werden. Der Anfang Oktober befohlene Rückzug der Heeresgruppe E verlief zunächst geregelt, doch wurde es immer schwieriger, nach Herstellung der Verbindung mit der Heeresgruppe Süd bis November die Front zwischen AdriaDrau und zum Plattensee zu halten. Der italienische Kriegsschauplatz an der Südfront hatte nach der Invasion der Alliierten in der Normandie erheblich an Bedeutung verloren. Die Heeresgruppe C (Generalfeldmarschall Kesselring) konnte Ende November mit 23 Divisionen unterschiedlicher Qualität die Linie La SpeziaRimini quer durch die Apennin zwar halten. Dennoch fiel die Bindung dieser Kräfte durch die Alliierten und durch eine lebhafte Partisanentätigkeit in der Gesamtheit durchaus ins Gewicht. An der Westfront hatte sich endgültig der Erfolg der alliierten Invasion in Nordfrankreich durch die deutschen Niederlagen bei Avranches und Falaise herausgestellt. In äußerst verlustreichen Kämpfen zog sich die Heeresgruppe B (Generalfeldmarschall Model) über die Seine nach Osten zurück. Nach der Landung amerikanischer und französischer Truppen in Marseille am 15. August mussten auch die in Süd-Südwestfrankreich verbliebenen beiden deutschen Armeen am Atlantik (Bordeaux) und am Mittelmeer zurückgenommen werden. Anfang September kam der Rückzug des Westheeres auf einer Linie zum Stehen, die von der Scheldemündung durch Südholland zum Westwall südlich Trier führte, von dort der Mosel folgte und dann die Grenze der Schweiz erreichte. Alle deutschen Verbände waren schwer angeschlagen, personell ausgedünnt, kaum noch im Besitz schwerer Waffen. Chronischer Betriebsstoffmangel führte zu einem empfindlichen Verlust an Beweglichkeit, der sich gegenüber der alliierten Luftüberlegenheit besonders verheerend auswirkte. Fieberhaft wurde der Westwall wieder aufgebaut und mit schnell zusammengerafften Einheiten besetzt. Mitte September standen bei der Heeresgruppe B (Scheldemündung bis Trier) auf rund 400 km Frontbreite 21 Infranteriedivisionen und sieben Panzerdivisionen weit überlegenen alliierten Kräften gegenüber. Insgesamt war die Wehrmacht an allen Fronten bis Spätherbst 1944 auf das ehemalige Reichsgebiet zurückgedrängt worden. Der Gegner zeigte sich mit zunehmender Tendenz personell und materiell weit überlegen und nutzte eindeutig den Besitz der operativen Initiative. An eine Veränderung dieser Verhältnisse war aus deutscher Sicht nicht zu denken. Im Gegenteil: Der Seekrieg, der auf deutscher Seite nur noch als U-Boot-Krieg gegen die feindlichen Handels- und Transportschifffahrt geführt werden konnte, war seit 1943 verloren. Seit Anfang dieses Jahres überstieg bei den Alliierten der Zuwachs an Tonnage die Verluste. Ebenso war der Luftkrieg 1944 längst entschieden. Für das Deutsche Reich stand er angesichts der gewaltigen zahlenmäßigen Überlegenheit des Feindes, der qualitativen Unterlegenheit der deutschen Flugzeugtypen und des zunehmenden Betriebsstoffmangels im Zeichen einer verzweifelten und hoffnungslosen Defensive. An der Front wie über dem Reichgebiet war den Alliierten die absolute Luftherrschaft zugefallen. Der Bau des einzigen Jagdflugzeugtyps, der wenigstens eine graduelle Wendung hätte herbeiführen können, der Me 262, wurde erst im Juni 1944 freigegeben, (nachdem Hitler über eine lange Zeit persönlich verboten hatte das neue Flugzeug als Jäger sondern als "Schnellbomber" zu produzieren und einzusetzen), zu einer Zeit, als die Entscheidung gegen Deutschland längst gefallen war.

Die politische Lage

Angesichts des drohenden militärischen Zusammenbruchs stand die innenpolitische Lage im Zeichen des totalen Krieges. Es ging um nichts weniger als um die Mobilisierung der letzten personellen, materiellen und moralischen Kräfte. Goebbels, zum Reichsbevollmächtigten für den totalen Kriegseinsatz ernannt, nutzte das von ihm erschreckend effizient beherrschte Instrument der Propaganda, um mit einem Gemisch aus Drohungen und Versprechungen, Lügen und Halbwahrheiten das Durchhaltevermögen der Deutschen zu stärken. Rigorose Maßnahmen und Eingriffe in das öffentliche, wirtschaftliche und private Leben sollten die letzten Leistungsreserven aktivieren. Die Unwilligen und Ungläubigen traf der brutale Terror von Himmlers allgegenwärtigem Polizei- und Unterdrückungsapparat. Außenpolitisch hatte sich das Reich im Herbst 1944 völlig isoliert. Italien hatte im September 1943 kapituliert. Im Sommer und Frühherbst 1944 sprangen die vormaligen Verbündeten Rumänien, Bulgarien und Finnland ab. Mit dem einzigen formal Verbündeten, Japan, das in schweren Kämpfen gegen die Alliierten im Pazifik stand, verbanden noch nicht einmal gemeinsame operative Absprachen. Eine Wende des Krieges war von dieser Seite nicht zu erwarten. Niemand, nicht einmal der Führer Hitler, konnte so vermessen sein, unter den gegeben Umständen eine politische Lösung zur Beendigung des Krieges völlig abzulehnen. Doch die Chancen für das deutsche Reich standen schlecht. Die Westmächte hatten sich seit der Konferenz von Casablanca im Januar 1943 unverrückbar auf die Forderung einer bedingungslosen Kapitulation festgelegt, die Hitler allerdings nicht anzunehmen bereit war. Gründe für diese Haltung der Westmächte gab es genug. Greueltaten des NS-Regimes waren bekannt und Roosevelt und Churchill lehnten es ab, mit dem Verbrecher Hitler zu verhandeln. Einem Verhandlungsfrieden stand auch der Kreuzzugscharakter des Krieges nach Art einer Strafexpedition entgegen. Schließlich wollte man sich nicht durch vorzeitige Absprachen mit dem Reich die völlige Handlungsfreiheit nach Kriegsende beschneiden lassen. Angesichts dieser Tatsache war ein Sonderfrieden mit dem Westen nicht zu erwarten. Stalin schien dagegen einem Friedensschluss nicht völlig abgeneigt. Verstimmungen zwischen ihm und den Westmächten waren unübersehbar, insbesondere im Hinblick auf die wiederholte Verzögerung bei der Eröffnung der Zweiten Front, die man seit 1943 zugesagt hatte. Es gab in der Tat mindestens zwei vorsichtige Kontakte zwischen deutschen und sowjetischen Vermittlern (in Schweden 1943 und durch Vermittlung Japans 1944), die Hitler jedoch ungenutzt verstreichen ließ. Insgesamt scheint es nach heutiger Kenntnis sehr unwahrscheinlich, dass die Sowjetunion ernsthaft einem Sonderfrieden zugestimmt hätte. Ein Sieg über Deutschland war mit all seinen Konsequenzen ein zu verlockendes Ziel. In dieser ausweglosen Situation glaubten auf der anderen Seite einige hohe deutsche NS-Funktionäre daran, dass die westlichen Aliierten mit der Sowjetunion brechen würden und erkennen würden, dass sie mit Hilfe der standhaften deutschen Armee im Westen den "gemeinsamen bolschiwistischen Feind" im Osten zerschlagen könnten. Der Spielraum für eine politische Lösung des Konflikts, die Möglichkeit für eine aktive Außenpolitik des Reiches, war damit nicht nur gering, er war vielmehr gleich Null.

Der Entschluss zur Offensive

In dieser Lage trat bei Hitler der Verlust der Fähigkeit, in realistischen politischen Kategorien zu denken, besonders deutlich zutage. Völliges Aufgehen in einem durch nichts begründetes Wunschdenken, weitgehende Unkenntnis außenpolitischer Zusammenhänge und der Spielregeln demokratischer Willensbildung in den Regierungen seiner westlichen Gegner ließen ihn zu einer verhängnisvoll falschen außenpolitischen Lagebeurteilung gelangen. Nach seiner Auffassung stand die Koalition seiner westlichen Gegner, insbesonders die der USA einerseits und Großbritannien anderseits mit Kanada, Australien und Neuseeland, kurz vor dem Zusammenbruch. Indem er eine ganze Reihe außenpolitischer Indikatoren falsch bewertete und zu einer von Illusionen bestimmten Gesamtbeurteilung zusammenfügte, kam er zu dem Schluß, es bedürfe nur noch eines über die Westalliierten hereinbrechenden empfindlichen Schlages, der den Zusammenbruch der Anti-Hitler-Koalition bewirken würde. Die Anglo-Amerikaner würden sich in ihre Heimatländer zurückziehen und das deutsche Reich würde in der Lage sein, den Abwehrkampf im Osten gegen die drohende Bolschewisierung Europas erfolgreich zu beenden. Eine solche Erschütterung der politischen Balance der Westmächte konnte nach Hitlers Auffassung nur in einem überragenden militärischen Erfolg, in einer überraschenden, zerschmetternden Großoffensive an der Westfront bestehen. Die letzten Reserven der Wehrmacht und des Volkes waren hierfür zu mobilisieren, alles musste auf eine Karte gesetzt, der mögliche Untergang des Reiches in Kauf genommen werden. Die Grundidee der Ardennenoffensive war damit im Bewusstsein Hitlers geboren. Alle verfügbaren Akten weisen darauf hin, dass er allein es war, der auf den Gedanken kam, in der ihm eigenen nihilistischen Einstellung das Vabanquespiel zu wagen und den Versuch zu unternehmen, mit letztem und rücksichtslosem Einsatz eine Wende des längst verlorenen Krieges herbeizuführen. Nicht etwa ein militärischer Endsieg war ins Auge gefasst. Vielmehr sollte mit dem Schock einer erfolgreichen deutschen Offensive in der westlichen Öffentlichkeit die Basis für die Akzeptanz einer politischen Beendigung des Krieges geschaffen werden.

Allerdings gab es auch - zumindest aus Hitlers Sicht - rationale Gründe, einen letzten Versuch im Westen zu wagen. Im Osten hatte trotz ungleich günstigerer Voraussetzungen schon 1941 keinen entscheidenden Sieg gegeben. Im Westen waren die Entfernungen kürzer und die Verkehrsverhältnisse günstiger. Außerdem schätzte Hitler die Kampfmoral der westlichen Allierten geringer als die der Russen ein. Wenn überhaupt, gab es nur hier eine Chance.

Nichts zu unternehmen, kam für Hitler einer Kapitulation gleich.

Die Planung der Offensive

Seine Idee, die bei ihm bereits unumstößlicher Entschluss geworden war, teilte Hitler am 19. August 1944 dem Chef des Wehrmachtführungsstabes, Generaloberst Jodl, mit. Ohne näher auf Raum und Ziel der Offensive einzugehen, befahl er Jodl, sich auf den Einsatz von etwa 25 Divisionen im November einzustellen. Bald darauf liefen, veranlasst durch das OKW, die ersten organisatorischen Maßnahmen unter größter Geheimhaltung an. Am 16. September verkündetete Hitler im kleinen Kreis des OKH seinen Führerentschluss, mit etwa 30 neuen Volksgrenadier- und Panzerdivisionen aus den Ardennen heraus einen tiefen operativen Stoß mit dem Ziel Antwerpen zu führen. Hitler war die relativ dünne Besetzung des Ardennen-Raums durch amerikanischen Truppen bekannt. Er wollte eine Schlechtwetterperiode nutzen, um damit die feindliche Luftüberlegenheit auszugleichen. Bei der Wahl des Angriffsschwerpunktes zwischen Monschau und Echternach spielte offenbar die Erinnerung an die grandiosen Erfolge des Sichelschnittplans im Mai 1940 eine nicht unerhebliche Rolle.

Die Durchführung der Offensive

Der Angriffszeitpunkt wurde während einer winterlichen Schlechtwetterphase gewählt, um die Offensive möglichst unbedrängt von der allgegenwärtigen Vorherrschaft der alliierten Luftstreitkräfte durchführen zu können. Die Operation wurde unter größter Geheimhaltung geplant, so dass teilweise selbst höhere Offiziere der eigenen Truppen ursprünglich nichts von den genauen Angriffsplänen wussten.

Ähnlich wie bereits 1940 sollten sich deutsche Panzertruppen den Weg durch das unwegsame Gelände der Ardennen bahnen und die Alliierten zurückwerfen. Eines der Hauptangriffsziele war die Hafenstadt Antwerpen, die für die Alliierten für ihren Nachschub von großer Bedeutung war. Zuerst sollte ein Vorstoß bis zur Maas gelingen, um von dort aus über Lüttich dem Albertkanal folgend Antwerpen zu erreichen. Zugleich bestand die operative Absicht darin, einen Keil zwischen die britischen und amerikanischen Truppen im Raum Aachen und Maastricht zu treiben, um diese sodann zu vernichten. Die Ardennen als Ziel einer umfassenden Gegenoffensive waren tatsächlich gut gewählt. Einige der amerikanischen Einheiten in diesem Gebiet waren in ihrer Kampffähigkeit eingeschränkt, da das Ardennengebiet von den Amerikanern als "Vorbereitungsgebiet" für neue, unerfahrene Einheiten bzw. als "Erholungsraum" für geschwächte Truppenteile, die eine "Ruhepause" nach der Schlacht um Hürtgen (Allerseelenschlacht) benötigten, genutzt wurde. Insgesamt standen an diesem Frontabschnitt nur mehr als 4 U.S.-Divisionen. Von der amerikanische Seite wurde die Offensivfähigkeit der Deutschen zu diesem Zeitpunkt generell nur noch als gering eingeschätzt und mit einer Offensive in den Ardennen wurde am wenigsten gerechnet. Zudem waren die Alliierten nach der misslungenen Operation Market Garden im September 1944 mit ihren eigenen Offensivvorbereitungen nördlich und südlich der Ardennen beschäftigt. Der militärische Nachrichtendienst der Alliierten konnte aus den durchaus vorhandenen Einzelbausteinen, die auf eine geplante, große Operation der Deutschen hindeuteten (Berichte von Truppenverlegungen, einzelne Aussagen von Kriegsgefangenen höherer Ränge, abgehörte Funksprüche etc.) nicht das entsprechende "Gesamtbild" ableiten und war nicht in der Lage, die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen.

Zur Unterstützung der Offensive wurden zwei weitere Kleinunternehmen durchgeführt: Unternehmen Greif war der Deckname für ein Kommando deutscher Soldaten unter dem Befehl von Otto Skorzeny. Die perfekt englisch sprechenden Soldaten tarnten sich mit Uniformen der US- amerikanischen Armee und trugen die Erkennungsmarken gefallener oder gefangener Amerikaner. Die Soldaten wurden in drei Infanterie-, vier Panzer-, zwei Nachschub- und drei Panzerjägerregimentern zusammengefasst, die mit Panzern und Waffen aus alliierten Beutebeständen ausgestattet werden sollten. Doch an der Ausstattung mit schweren Waffen mangelte es erheblich. Von den 25 versprochenen Sherman- Panzern erhielt die Truppe gerade mal 2. Die Aufgabe der Soldaten vom "Greif-Kommando" war hauptsächlich, Verwirrung hinter den feindlichen Linien zu stiften, doch sollten sie auch mehrere Brücken über die Maas zwischen Namur und Lüttich besetzen.

Das Unternehmen Stösser war eine Luftlandeaktion, in deren Umfang in der Nacht vom 16. auf den 17. Dezember 1.300 Fallschirmjäger unter der Führung von Friedrich August von der Heydte 11 Kilometer nördlich von Malmedy abspringen und eine wichtige Nachschubroute der Amerikaner blockieren sollten. Aufgrund eines starken Schneesturms erreichte allerdings nur ca. ein Fünftel der Truppe die Landungszone, die übrigen Fallschirmjäger landeten über das gesamte Gebiet der Ardennen verteilt.

Der gelungene Überraschungscoup konnte zunächst von der deutschen Armee in beträchtliche Anfangserfolge umgemünzt werden. Die amerikanischen Frontstellungen waren in Auflösung begriffen, eine ungeordnete Rückzugsbewegung unter teilweisem Verzicht auf Waffen und Material setzte ein. Allerdings erkannte das amerikanische Oberkommando unter General Dwight D. Eisenhower die drohende Gefahr und die strategische Bedeutung der Lage sofort und handelte unverzüglich. Kompetenzen für einzelne Truppenteile wurden verschoben, der britische General Bernard Montgomery erhielt das Kommando über alle amerikanischen Truppenteile nördlich des deutschen Vorstosses, der amerikanische General Omar Bradley jenes über die Truppenteile südlich davon. Gleichzeitig wurde sofort ein Teil der strategischen Reserve, die 82. und die 101. US-Luftlandedivision mobilisiert und selbst noch in England wurden die Ersatztruppenlager in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt. Weiterhin ordnete Eisenhower an, dass General George S. Patton mit seiner 3. Armee, die im Süden vor dem Saarland stand, einen Linksschwenk nach Norden vornehmen sollte, um die vorstossenden deutschen Truppen an ihrer südlichen Flanke anzugreifen. Gegen die Spitze der deutschen Angreifer wurde eiligst die 101. US-Luftlandedivision unter General Anthony McAuliffe geworfen, die in Bastogne, einem wichtigen Verkehrsknotenpunkt in den belgischen Ardennen, ihre Defensivposition einnahm. Den deutschen Angriffskräften gelang in weiterer Folge die Einkesselung der Stadt Bastogne. Die deutsche Angriffsspitze näherte sich bis auf 9 km der Maas bei Dinant. Allerdings konnte die 101. US-Luftlandedivision die Stadt gegen die lokal vorhandene deutsche Übermacht halten (Dauer der Einkesselung vom 21. Dezember 1944 bis zum 13. Januar 1945) und die Stadt blieb ein Dorn im Auge der deutschen Angriffsbemühungen. Der von Süden angreifenden 3. Armee von General Patton gelang es dann, unterstützt durch das Wiedererlangen der amerikanischen Luftherrschaft in Folge der Wetterbesserung, die Stadt zu befreien und die erschöpften Truppen der 101. US-Luftlandedivison zu entsetzen. Die in der Zwischenzeit wieder zum Tragen gekommene Materialüberlegenheit der US-Amerikaner ließ schließlich den deutschen Angriff zusammenbrechen. Nach Weihnachten klarte das Wetter wieder zunehmend auf und die Alliierten konnten ihre Lufthoheit wieder vermehrt ausnutzen. Am 1. Januar 1945 wurde deshalb das Unternehmen Bodenplatte durchgeführt. Dies war der letzte grosse Luftangriff der deutschen Luftwaffe, durch den der Wehrmacht die Fortsetzung der Ardennenoffensive ermöglicht werden sollte. Unter strengster Geheimhaltung griffen hunderte deutscher Flugzeuge mehrere alliierte Flugstützpunkte in Belgien an, um soviele alliierte Flugzeuge, Hangars und Startbahnen wie möglich zu zerstören oder zu beschädigen. 465 alliierte Flugzeuge wurden bei dem Angriff zerstört oder beschädigt. Durch Gegenangriffe alliierter Flugzeuge und unerwartet starke FLAK-Gruppierungen verloren die deutschen allerdings ebenfalls 277 Flugzeuge (62 durch alliierte Flugzeuge, 172 durch alliierte und deutsche FLAK). Aufgrund der hohen Geheimhaltungsstufe wusste selbst das deutsche FLAK-Personal nicht Bescheid und eröffnete das Feuer auf die eigenen Flugzeuge bei deren Rückkehr. Das Unternehmen Bodenplatte war insgesamt gesehen ein Fehlschlag, da die Alliierten aufgrund ihres starken Rüstungspotentials ihre Verluste leicht ausgleichen konnten, während sich die Luftwaffe von den erlittenen Verlusten nicht mehr erholte. Die Ardennenoffensive endete offiziell am 21. Januar 1945, obschon einige Ortschaften in den Ostkantonen erst im Februar 1945 befreit wurden.

Insgesamt waren etwas über eine Million Soldaten an der Schlacht beteiligt, was sie zu der größten Landschlacht des Zweiten Weltkrieges mit amerikanischer Beteiligung machte. Sie wird von den Amerikanern als "Battle of the Bulge" bezeichnet (von engl. bulge: Ausbuchtung, Beule, nach der Ausbuchtung des Frontverlaufs Richtung Westen). Der Verlust an Leben, Panzern, Kampfflugzeugen und Treibstoff beschleunigte den Untergang des Deutschen Reichs merklich, die Operationsfähigkeit in großem Stil war für die deutsche Armee an der Westfront nach dem Zusammenbruch der Offensive nicht mehr gegeben.

Die Panzerverbände, die nach dieser Offensive noch genügend Kampfkraft hatten, warf man nochmals an die Ostfront, um dort zu versuchen, Budapest von der russischen Belagerung zu entsetzen.

Bereits in der Anfangsphase der Schlacht ereignete sich das Kriegsverbrechen von Baugnez bei Malmedy, wo ca. 80 bis 90 amerikanische Kriegsgefangene von deutschen Soldaten erschossen wurden. Mindestens zwei weitere derartigen Massenerschiessungen gab es noch bei Honsfeld (19 amerikanische Gefangene erschossen) und bei Büllingen (50 erschossen). Untrennbar mit diesen Kriegsverbrechen verbunden ist der Name des Anführers einer Kampfgruppe der 1. SS-Panzerdivision Leibstandarte Adolf Hitler, SS-Obersturmbannführer Jochen Peiper. Nach Kriegsende wurde eine Anzahl beteiligter Waffen-SS-Angehöriger vor Gericht gestellt (Malmedy-Prozess).

Opfer Gefallene Vermisste Verwundete Gesamt Opfer
Deutsche 17.236 16.000 34.439 67.765
Amerikaner 8.607 21.144 47.139 76.890

Verfilmung

Die Ardennenoffensive wurde 1965 unter dem Titel Die letzte Schlacht verfilmt. Der Spielfilm .

Die Folge 'Bastogne' und 'The Breaking Point' der preisgekrönten Miniserie Band of Brothers.

Literatur

  • John Toland: Ardennenschlacht 1944, Eduard Kaiser Verlag, 1960.
  • Hugh M. Cole: The Ardennes: Battle of the Bulge. Office of the Chief of Military History, Dep. of the Army, Washington, 1965.
  • Peter Elstob: Hitlers letzte Offensive, List-Verlag, 1972, ISBN 3471774068
  • Hermann Jung: Die Ardennen- Offensive 1944/45. Ein Beispiel für die Kriegführung Hitlers, 1992.
  • Gerd J. Gust Cuppens: Was wirklich geschah (Baugnez). Malmedy, 17. Dezember 1944. Die Kampfgruppe Peiper in den Ardennen, Grenz-Echo-Verlag, Eupen, 1989, 160 S., ISBN 905433097X
  • Hugh M. Cole: The Ardennes. Battle of the Bulge (United States Army in World War II. The European Theater of Operation) Washington 1965
  • William C.C. Cavanagh: The Battle of the Twin Villages, 1986

Weblinks


Diskussion der Autoren über den Artikel: Ardennenoffensive


Wie können auf deutscher Seite 700 Panzer verloren gehen, wenn nur 600 an der Schlacht beteiligt sein sollen?
Die Offensive wurde mit 600 Panzern begonnen, im Laufe der Kampfhandlungen traf wohl Ersatz ein. Desweiteren könnten sich die Verluste auf Panzer im weitersten Sinne beziehen nämlich auf Panzer, Sturmgeschütze und Jagdpanzer. -- Mkul

Ardennenoffensive - Kriegsverbrechen von Malmedy

Meiner Ansicht nach gibt der Artikel einen guten kompakten Ueberblick über das historische Ereignis. Abgesehen von einigen Zahlenangaben - wie das mein Vorredner bereits festgestellt hat, scheint der Artikel auch schlüssig zu sein. Was mir aber aufgefallen ist: Warum werden hier die Ereignisse von Malmedy mit eingeflochten? Welche Informationsverminderung erhält das Thema, wenn man den Hinweis auf Malmedy weglässt? Ich sehe in dem Hinweis keinen unmittelbaren Zusammenhang zur Ardennenoffensive selbst (Hat dieses Ereignis die Offensive beinflusst, nachhaltig verändert? Lautet das Thema "Kriegsverbrechen" oder "Ardennenoffensive" usw.?) Mit diesem Hinweis entsteht bei mir eher der Eindruck, dass da in vorauseilendem Gehorsam erneut versucht wird, keine Gelegenheit auslassen zu wollen, das "politisch korrekte Bild" des ewig bösen Deutschen festzumachen. Ich nenne das, frei formuliert, eine subtile Form der Propaganda: Damit wird dem Leser gezielt die Botschaft suggeriert, nur die Deutschen hätten Kriegsverbrechen begangen. Was so aber sicher nicht zu halten ist. Ein Weglassen dieses Abschnittes würde dem Artikel keinen Abbruch tun - im Gegenteil. (D. Kunde)

   Der Meinung schließe ich mich an. Es werden in Bezug der Offensive Kriegsverbrechen hervorgerufen, die keinerlei
   Einfluss auf das Kriegsgeschehen hatten.

Ich bin anderer Meinung. Wer von Schauplätzen berichtet, an denen die Waffen SS eingesetzt war, der muss auch von den Verbrechen berichten, die diese begangen hat. Sonst kann es leicht geschehen, dass die Waffen SS allein im Lichte der militärischen Leistung steht und dadurch glorifiziert wird. (S. Freitag)

   Zwei Anmerkungen zum Hinweis von S. Freitag:
   1. Das bedeutet also: Waffen SS = Kriegsverbrechen? Aus der sicher korrekten geschichtlichen Tatsache, dass gewisse
      Einheiten der Waffen SS Kriegsverbrechen begangen haben, die Schlussfolgerung zu ziehen, dass jede Waffen SS-Einheit
      potentielle Kriegsverbrecher waren, ist schlicht unzulässig (das ist, wie wenn ich behaupten würde, alles was weiss ist,
      ist Schnee) und entspricht dem Denkmuster der Siegerjustiz. 
   2. Wenn ich S. Freitag richtig verstehe, heisst das im übertragenen Sinn und unter Anwendung des Gleichbehandlungs-
      prinzipes: "Schauplätze, an denen die russische Armee eingesetzt war, der muss auch von den Verbrechen (z.B. in den 
      deutschen Ostgebieten), die diese begangen haben, berichten, ansonsten die Gefahr besteht, dass die russische Armee 
      allein im Lichte der militärischen Leistung steht und dadurch glorifiziert wird."
      Richtig - oder? Interessant nur, dass dieses Gleichbehandlungsprinzip nicht auch bei den Siegermächten angewandt wird.
      Ein kritischer aufgeklärter Geist, wird das problemlos überprüfen können (auch hier unter Wikipedia). Warum wir 
      Deutschen immer meinen, uns für alles Uebel der europäischen Geschichte entschuldigen zu müssen (selbst dort, wo wir es 
      nicht mal waren) und im weiterreichenden Sinn, selbst die allierten Kriegsverbrechen noch als "logische 
      Konsequenz", "gerecht" und gar als Befreitungsakt bejubeln müssen, will mir nun wirklich nicht in den Kopf. In diesem 
      Sinne trägt die Umerziehung der Deutschen ihre vollen Früchte. Man beachte in diesem Zusammenhang auch die vielbeachtete 
      Rede unseres ehemaligen Bundespräsidenten Roman Herzog zum Aspekt des gegenseitigen Vertrauens unter den ehemaligen 
      Kriegsgegnern und dem Thema "Wahrheit" (1.8.1994 in Warschau) --146.109.240.107 15:15, 11. Jan 2005 (CET)(D.Kunde)

Ardennenoffensive, 13. April

  • Contra; für eine Schlacht, die einen Monat gedauert hat, ist der Artikel noch nicht weit genug gediehen. --W.wolny - W.wolny 12:02, 14. Apr 2005 (CEST)
  • Contra; Finde ich auch. Nur ein Absatz für die Beschreibung der Kampfhandlungen ist einfach zu kurz, das müßte noch ausgebaut werden. Die selbsterstellte Karte gefällt mir gut, davon sollten wir mehr haben.--Jupo 02:01, 16. Apr 2005 (CEST)

Natürlich kann man nicht sagen, dass alle Angehörigen der Waffen-SS Kriegsverbrecher waren und man kann die Kriegsverbrechen anderer Staaten nicht übergehen. Allerdings waren es wohl besonders unsere "arischen Herrenmenschen" von der SS, die kein Problem damit hatten, ab und zu mal einen "Untermenschen" abzuknallen, oder? Weiterhin ging der Krieg wohl von Deutschland aus und man kann sich durchaus in die Überfallenen hineinversetzen, die die Zerstörung, das Elend und den Mord durch alle deutschen Teilstreitkräfte (Vor allem aber durch den SD, diverse SS-Einheiten wie z.B. die 4.SS-Polizei-Panzerdivision, die Kaderleute an Fronteinheiten wie die "Wiking" abgaben- ich hatte die "Ehre" mit einem Untersturmführer von diesem Haufen zu reden-u.a.)miterlebten oder nur sahen. Zwar sind Vergeltungaktionen im gleichen Schema gegen Deutsche damit nicht zu rechtfertigen, man kann den Hass und die Wut derer, die so etwas getan haben, aber meiner Meinung nach verstehen.

Kriegsverbrechen von Malmedy

Ich schließe mich der Ansicht an, daß die Kriegsverbrechen von Malmedy mit dem eigentlichen militärischen Aspekt der Ardennenoffensive nichts zu tun haben und daher eigentlich nicht hierher gehören. Ein Link auf einen eigenen Artikel würde beiden Themen wohl besser zu Gesicht stehen. Abgesehen davon habe ich (eigentlich nicht) überrascht zur Kenntnis genommen, daß ich mich selbst seit Gestern als Revisionist bezeichnen muß, nur weil ich zumindest für die Erschießung der Kriegsgefangenen einen militärischen Hintergrund angegeben habe, der sogar schon im deutschen Fernsehen als wahrscheinlicher Grund angegeben wurde.

Eigentlich hatte ich Wikipedia als frei von solchen Anwandlungen gesehen, aber in der Tat gibt es auch hier wohl noch das Bild vom bösen Deutschen, welches keinerlei Aufweichung duldet. Um das klarzustellen: Ich heiße weder die Erschießung von Zivilisten noch von Kriegsgefangenen gut, und ich bin auch kein Fan der SS. Ich wollte lediglich den aktuellen Stand der Diskussion (der mir persönlich auch logisch erscheint) in den Artikel einbringen.

Was soll denn diese Diskussion???

Ich bemühe mich im Allgemeinen, immer höflich zu bleiben - aber was hier zum besten gegeben wird, ist wirklich unter aller Sau. (Im übrigen ist es auch sehr aufschlußreich, wer hier seine Meinung anonym verewigt.) Warum sollte das Malmedy-Massaker als unmittelbar mit der Offensive zusammenhängendes Ereignis unerwähnt bleiben? Weil es keinen großen Einfluß auf das Kriegsgeschehen hatte - ist das euer Ernst? Also lieber Totschweigen, nach dem Motto "ist ja nicht so wichtig, viel interessanter ist, wann welche Panzerarmee wo stand"?? Prima - löschen wir doch gleich den ganzen Abschnitt "Kriegsverbrechen" aus dem Artikel Zweiter Weltkrieg. Schließlich hatten diese ja auch keinen großen Einfluß auf das Kriegsgeschehen. Und für die Revisionisten unter euch: löschen wir doch gleich auch den Satz "Nach dem Ende der Kampfhandlungen zurückkehrende Bewohner wurden vielfach, von durch die antideutsche Propaganda aufgestachelte Soldaten der roten Armee, umgebracht, misshandelt, vergewaltigt und zur Zwangsarbeit in die Sowjetunion verschleppt." aus dem Artikel Ostpreußen - die paar Vergewaltigungen haben den Vormarsch der Roten Armee ja schließlich auch nicht aufgehalten, oder? So etwas macht mich krank. Wenn man Artikel über Kriegshandlungen schreibt (ja, habe ich auch schon), dann müssen damit zusammenhängende Verbrechen natürlich erwähnt werden - was ist denn sonst so wichtig daran? Wann wer auf wen wo geschossen hat? Ich bitte euch. Kriegsverbrechen gehören zum Zweiten Weltkrieg eben dazu, und jemand, der keine Ahnung von der Ardennenoffensive hat und sich deshalb bei der Wikipedia darüber informieren will, der soll bitteschön auch alle Seiten der Offensive erfahren. Wer sich an klinisch reinen Schlachtgemälden ergötzen will, soll dann eben "Landser"-Heftchen schreiben. Oder lesen. Es ist ja nun auch nicht gerade so, daß der Verweis auf Malmedy den weitaus größten Raum einnimmt. Und was dich betrifft, mein lieber D.Kunde, der du dich nicht traust, deinen Mitgliedsnamen zu nennen: Im Zusammenhang mit einem erwiesenen deutschen Kriegsverbrechen wie Malmady einen Satz wie "Warum wir Deutschen immer meinen, uns für alles Uebel der europäischen Geschichte entschuldigen zu müssen (selbst dort, wo wir es nicht mal waren)" zu bringen - dazu gehört schon allerhand. Schäm dich! Du darfst aber gerne in alle Schlachtartikel, bei denen amerikanische Soldaten deutsche Gefangene erschossen haben, entsprechend ändern. Auf das Ergebnis bin ich gespannt. --Lord Flashheart 00:06, 25. Jun 2005 (CEST)

Danke für deinen Kommentar - schließe mich dir voll an! Gruß von --W.wolny - W.wolny 13:38, 27. Jun 2005 (CEST)

Überraschungseffekt - Anfangserfolge - Einordnung in grösserem Rahmen

Ich teile die Auffassung von weiter oben, dass der Artikel noch etwas zu kurz geraten ist bzw. einiges noch zu wenig Berücksichtigung findet. Dazu zählt vor allem, dass der gewünschte Überraschungseffekt erzielt werden konnte, woraus dann auch die Anfangserfolge der Deutschen resultierten. Was auch noch fehlt ist der Hinweis darauf, dass einige der amerikanischen Einheiten (deren Linien in diesem Gebiet überdies relativ dünn bestückt waren) in ihrer Kampffähigkeit eingeschränkt waren (von den Amerikanern wurde das Ardennengebiet gleichsam als "Erholungsgebiet" benutzt, stationiert wurden dort hauptsächlich neue, unerfahrene Einheiten oder geschwächte Truppenteile, die eine "Ruhepause" nach der Schlacht um Hürtgen benötigten). Von der amerikanische Seite wurde die Offensivfähigkeit der Deutschen nicht mehr hoch eingeschätzt und mit einer Offensive in den Ardennen wurde am wenigsten gerechnet (auch waren die Alliierten mit ihren eigenen Offensivvorbereitungen nördlich und südlich der Ardennen beschäftigt). Der militärische Nachrichtendienst wurde ganz offensichtlich vollkommen überrumpelt bzw. konnte die durchaus vorhandenen Einzelbausteine, die auf irgendwas "Großes" hindeuteten (Berichte von Truppenverlegungen, einzelne Aussagen von Kriegsgefangenen höherer Ränge, abgehörte Funksprüche etc.) nicht zu einem "Ganzen" zusammensetzen und die richtigen Schlüsse daraus ziehen.

Die Anfangserfolge der Deutschen waren somit in den ersten Tagen durchaus beachtlich, die Front der Amerikaner konnte immerhin derart durchbrochen werden, dass es zumindest tw. zu ungeordneten Rückzugsbewegungen (unter Aufgabe von Waffen und Material) kam.

Die heikle Lage war es auch, die die amerik. Führung dazu veranlasste als Sofortmassnahme die 101. Luftlandedivision nach Bastogne zu schicken. Auf die ungemein strategische Bedeutung dieser Stadt (Verkehrsknotenpunkt) wird in dem Artikel derzeit noch überhaupt nicht eingegangen. Tatsächlich war es diese schnelle Verlegung der 101. Luftlandedivision (diese war Teil der strategischen Reserve und weit im Hinterland stationiert) und deren Erfolg bei der Verteidigung der Stadt, die viel von dem anfänglichen Schwung des dt. Vorstosses war. Zumindest in der amerikanischen Geschichtsschreibung dieser Schlacht, wird Bastogne und die Standhaftigkeit der 101. Luftlandedivision als ganz wichtiges Kapitel dargestellt (wobei die Amerikaner natürlich da auch besonders stolz sind, dass sich die 101. in Unterzahl und trotz schlechtwetterbedingter mangelnder Luftunterstützung durchsetzen konnte).

Ebenfalls fehlt noch etwas die Einordnung in den größerem Rahmen: Der Verlust an Menschen und Material (für die Schlacht wurden das modernste herangekratzt was noch zu kriegen war) war für die dt. Armee fatal, die Operationsfähigkeit in größerem Stil war nach dieser Schlacht nicht mehr gegeben etc. ...

Zum Kriegsverbrechen in Baugnez: Meiner Meinung nach sollte das unbedingt drinbleiben (wird auch in der amerikanischen Literatur auführlich behandelt). Nicht zuletzt zeigt es exemplarisch den allgemein verbrecherischen Charakter der ganzen Sache, nämlich das schwerste Kriegsverbrechen überall passiert sind (und nicht nur an der Ostfront im vermeintlichen "Abwehrkampf gegen den Bolschewismus" (wie das Revisionisten ja oft argumentieren). Allerdings ist die Plazierung des Absatzes innerhalb des Artikels etwas ungeschickt. Nach dem Lesen der ersten 3 Wörter (In der Anfangsphase ...) habe ich mir eigentlich eine Darlegung der Anfangserfolge der Deutschen erwartet ... und nicht den Verweis auf das Kriegsverbrechen. Evtl. könnte man den Absatz nach hinten verschieben und mit einem anderen Satz einleiten ?. Crampon 19:14, 27. Jun 2005 (CEST)

Gute Analyse was im Artikel alles fehlt. Sei doch einfach mutig, wie es immer bei uns heißt und schreibe den Artikel in diesem Sinne weiter - wäre echt klasse. Gruß von --W.wolny - W.wolny 19:56, 27. Jun 2005 (CEST) P.S.: Schau doch mal im Portal:Imperialismus_und_Weltkriege vorbei.

Ich habe nun die von mir reklamierten Änderungen eingebaut ... (bzw. mal damit begonnen) Crampon 21:42, 27. Jun 2005 (CEST)

Diskussion aus dem Review (Juni)

Hat nen Review nötig. -- John N. John N. Beiträge 10:36, 23. Jun 2005 (CEST)

Der Artikel macht noch einen etwas unfertigen Eindruck (Abschnitte zu Vorgeschichte, Folgen, usw. fehlen). Der erste Titel in der Literaturliste sollte noch durch sein Erscheinungsjahr ergänzt werden. ISBNs sollten - soweit möglich - bei allen Werken angegeben werden. In der Tabelle zu den Opfern usw. scheint mir die Zahl der vermißten Deutschen auf einer Schätzung zu beruhen. Falls das so ist, sollte es gekennzeichnet werden (etwa durch den Zusatz "rund" bzw. "rd."). Soweit auf einen ersten flüchtigen Blick. Da steckt meiner Ansicht nach noch eine Menge Arbeit drin. --Frank Schulenburg 10:56, 23. Jun 2005 (CEST)
Noch eine Kleinigkeit: Die im übrigen sehr schöne Karte könnte man noch weiter verbessern. Die Farbe der Straßen sollte beispielsweise neutraler gehalten werden (ein Grauton?), damit die Pfeile zur Kennzeichnung der Angriffsbewegungen nicht im Wegenetz untergehen. --Frank Schulenburg 11:01, 23. Jun 2005 (CEST)
1. Es fehlen jegliche Angaben zu Effekten auf die Zivilbevölkerung. 2. Zum Kasten auf der linken Seite - das Wort "Verlust" wird zwar in Zusammenhang mit Kriegstoten gerne benutzt, es ist aber mE ein Propaganda-Wort, dass die Schrecken des Krieges verschleiert. Lieber eine extra Zeile "Tote Soldaten" und unter "Verlusten" nur Material (ich weiß, es ist eine Vorlage, gilt für alle Kriegs-Schlachten). Kruemelmo 13:33, 25. Jun 2005 (CEST)
Das mit dem Wort Verlust stimmt schon irgendwie, allerdings wird das Wort m.E. in anderen Artikeln (auch in wikipediaexternen) zu Schlachten und Kampfhandlungen gebraucht. Die Effekte auf die zivilbevölkerung sind bei solchen Artikeln (keine ganzen Kriege sondern "nur" Schlachten u.ä.) allgemeinhin schlecht auffindbar. Deshalb fehlen solche Angaben auch oft. Wie es beim Artikel Ardennenoffensive speziell ist weiß ich allerdings nicht. Grüße, John N. John N. Beiträge 16:41, 25. Jun 2005 (CEST)
Der Artikel ist auch etwas sehr kurz und geht kaum in die Tiefe. So wurde hier das letzte Aufgebot an halbwegs kampfkräftigen deutschen Truppen verheizt, das Benzin hat kaum bis Bastogne gereicht. Zudem gab es diese Geschichte mit dem luxemburgischen Führer, der die deutschen Panzer über die schlechteste Straße nach Bastogne geführt hat (wahrscheinlich über Kautenbach?), außerdem an Weihnachten 1944 die umfangreiche Bombardierung deutscher Dörfer der Eifel. Außerdem gibt es hier den einzigen verbürgten Einsatz der V3 (Hochdruckpumpe), die von einer Stellung bei Trier aus Luxemburg-Stadt beschossen hat. Sehr gute Informationen befinden sich im Luxemburgischen Militärmuseum in Diekirch. Aus dem Artikel sollte also noch mehr herauszuholen sein. Stephan Brunker 09:41, 27. Jun 2005 (CEST)
Ich denke auch, das die engliche version viel Informationen bietet. -- John N. John N. Beiträge 12:07, 27. Jun 2005 (CEST)

Ich hab mal mit einigen Änderungen begonnen, v.a. was den Überraschungserfolg, das Versagen der alliierten Nachrichtendienste sowie das rasche Erkennen der Lage und die entsprechende Reaktion durch das alliert. Oberkommando betrifft. Der Artikel ist allerdings sicher noch immer sehr knapp, es fehlen sowohl noch Hinweise zur strategischen Ausgangslage als auch einige der weiter oben ja schon genannten Detailaspekte (z.B. Benzingeschichte, die Geheimoperation der dt. Fallschirmjäger etc.). Crampon 21:49, 27. Jun 2005 (CEST)

Copyright-Verletzung?

Sorry, aber die neuesten Änderungen von Seebeer klingen irgendwie so gar nicht nach selbst formuliert. Eher nach abgetippt. Wie kann man das feststellen? Soll keine böse Unterstellung sein, aber auch wenn der Text ganz gut ist, er ist ausführlicher als das Ereignis um das es sich wirklich dreht und liest sich eben nicht nach Wikipedia... --Wetterman-Andi 22:05, 14. Sep 2005 (CEST)



Diese Definition bzw. Erklärung des Begriff Ardennenoffensive und dessen Bedeutung wurde zuletzt am 8.2.2006 aktualisiert (Glossar Lexikon Enzyklopädie).


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