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Der Artikel Braunschweig gehört zur Kategorie: Ort in Niedersachsen, Braunschweig, Ehemalige deutsche Landeshauptstadt
| Wappen | Karte | ||||
|---|---|---|---|---|---|
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| Basisdaten | |||||
| Bundesland: | Niedersachsen | ||||
| Kreis: | Kreisfreie Stadt | ||||
| Geografische Lage: | |||||
| Höhe: | 75 m ü. NN | ||||
| Fläche: | 192,09 km² | ||||
| Einwohner: | 245.895 (30. Juni 2005) | ||||
| Bevölkerungsdichte: | 1.280,1 Einwohner je km² | ||||
| Postleitzahlen: | 38100 - 38126 (alt: 3300) | ||||
| Vorwahl: | 0531, 05307, 05309 | ||||
| Kfz-Kennzeichen: | BS | ||||
| Gemeindeschlüssel: | 03 1 01 000 | ||||
| Gliederung des Stadtgebiets: | 20 Stadtbezirke | ||||
| Website: | www.braunschweig.de | ||||
| E-Mail-Adresse: | stadt@braunschweig.de | ||||
| Oberbürgermeister: | Dr. Gert Hoffmann (CDU) | ||||
| Regierende Partei: | Ratskoalition von CDU und FDP | ||||
Braunschweig (niedersächsisch Brunswiek) ist eine Großstadt in Norddeutschland im Osten des Bundeslandes Niedersachsen. Sie ist mit ca. 240.000 Einwohnern nach Hannover die zweitgrößte Stadt Niedersachsens und eines der Oberzentren des Landes. Braunschweig war bis 1918 Residenzstadt des Herzogtums Braunschweig-Lüneburg, nach Abdankung des Herzogs Landeshauptstadt des Freistaats Braunschweig bis 1946. Bis zur Auflösung des Landkreises Braunschweig im Jahr 1974 war Braunschweig Kreisstadt sowie bis zum 31. Dezember 2004 Sitz der Bezirksregierung des gleichnamigen Regierungsbezirks (Auflösung der Bezirksregierungen in Niedersachsen). Die Stadt ist Sitz des Oberlandesgerichts Braunschweig. Nächstgelegene größere Städte sind Wolfsburg, etwa 26 km nordöstlich, Hannover, etwa 56 km westlich und Magdeburg, etwa 80 km östlich von Braunschweig. Die Einwohnerzahl der Stadt Braunschweig überschritt 1890 die Grenze von 100.000, wodurch sie zur Großstadt wurde.
Die Stadt Braunschweig ist Teil der geplanten Metropolregion Hannover-Braunschweig-Göttingen.
Geografie
Braunschweig liegt im Alluvialtal auf zum Teil brüchigen, ehemals sumpfigen Böden zu beiden Seiten des Flusses Oker, welcher im östlichen und westlichen Umflutgraben den Stadtkern umfließt. Die Oker entspringt im Harz und mündet zwischen Gifhorn und Celle in die Aller.
Nachbargemeinden
Folgende Gemeinden grenzen an die Stadt Braunschweig. Sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Nordosten genannt: Lehre (Landkreis Helmstedt), Cremlingen, Sickte (Samtgemeinde Sickte) und Wolfenbüttel (alle Landkreis Wolfenbüttel), Salzgitter (Kreisfreie Stadt), Vechelde und Wendeburg (Landkreis Peine) sowie Schwülper, Vordorf und Meine (alle Samtgemeinde Papenteich, Landkreis Gifhorn)
Stadtgliederung
Das Stadtgebiet Braunschweigs ist in 20 Stadtbezirke im Sinne von § 55 der Niedersächsischen Gemeindeordnung (NGO) eingeteilt. In jedem Stadtbezirk gibt es einen von der Bevölkerung gewählten Stadtbezirksrat mit einem Bezirksbürgermeister als Vorsitzenden. Die Stadtbezirksräte haben je nach Einwohnerzahl des Stadtbezirks zwischen 7 und 19 Mitglieder. Sie sind zu allen wichtigen, den Stadtbezirk betreffenden Angelegenheiten zu hören.
Die Stadtbezirke wurden am 1. November 1981 eingerichtet. Damals waren es noch 22 Stadtbezirke, seit 2001 gibt es jedoch nur noch 20 Stadtbezirke, nachdem sich einige Stadtbezirke auf freiwilliger Basis zusammen geschlossen haben.
Die 20 Stadtbezirke mit ihren amtlichen Nummern:
- Stadtbezirk 111: Wabe-Schunter
- Stadtbezirk 112: Bienrode-Waggum-Bevenrode
- Stadtbezirk 113: Hondelage
- Stadtbezirk 114: Volkmarode-Schapen
- Stadtbezirk 120: Östliches Ringgebiet
- Stadtbezirk 212: Heidberg-Melverode
- Stadtbezirk 213: Südstadt-Rautheim-Mascherode
- Stadtbezirk 214: Stöckheim-Leiferde
- Stadtbezirk 221: Innenstadt
- Stadtbezirk 222: Viewegs Garten-Bebelhof
- Stadtbezirk 311: Weststadt
- Stadtbezirk 312: Timmerlah-Geitelde-Stiddien
- Stadtbezirk 313: Broitzem
- Stadtbezirk 314: Rüningen
- Stadtbezirk 320: Westliches Ringgebiet
- Stadtbezirk 412: Lehndorf-Watenbüttel
- Stadtbezirk 413: Veltenhof-Rühme
- Stadtbezirk 414: Wenden-Thune-Harxbüttel
- Stadtbezirk 421: Nordstadt
- Stadtbezirk 422: Schunteraue
Für statistische Zwecke ist das Stadtgebiet Braunschweig in insgesamt 74 Statistische Bezirke eingeteilt, die fortlaufend nummeriert sind. Diese tragen meist historische Namen.
01 Stadtkern, 02 Hagen, 03 Altewiek, 04 Hohetor, 05 Neustadt, 06 Altes Hochschulviertel, 07 Am Hagenring, 08 Prinzenpark, 09 Viewegs Garten, 10 Bürgerpark, 11 Wilhelmitor-Süd, 12 Wilhelmitor-Nord, 13 Petritor-Ost, 14 Petritor-West, 15 Petritor-Nord, 16 Nordbahnhof, 17 Neues Hochschulviertel, 18 Gliesmarode, 19 Riddagshausen, 20 Hauptfriedhof, 21 Hauptbahnhof, 22 Bebelhof, 23 Zuckerberg, 24 Am Südsee, 25 Gartenstadt, 26 Hermannshöhe, 27 Rothenburg, 28 Weinberg, 29 Alt-Lehndorf, 30 Siedlung Lehndorf, 31 Ölper Holz, 32 Kanzlerfeld, 33 Bundesanstalten, 34 Völkenrode, 35 Watenbüttel, 36 Ölper, 37 Schwarzer Berg, 38 Veltenhof, 39 Hafen, 40 Rühme-West, 41 Rühme-Ost, 42 Vorwerksiedlung, 43 Siegfriedviertel, 44 Schuntersiedlung, 45 Kralenriede, 46 Bienrode, 47 Querumer Forst, 48 Querum, 49 Pappelberg, 50 Naturschutzgebiet, 51 Mastbruch, 52 Lindenberg, 53 Südstadt, 54 Heidberg, 55 Melverode, 56 Broitzem, 57 Geitelde, 58 Stiddien, 59 Timmerlah, 60 Lamme, 61 Wenden, 62 Harxbüttel, 63 Thune, 64 Waggum, 65 Bevenrode, 66 Hondelage, 67 Dibbesdorf, 68 Volkmarode, 69 Schapen, 70 Rautheim, 71 Mascherode, 72 Stöckheim, 73 Leiferde, 74 Rüningen
Geschichte
Braunschweig wurde der Legende nach vom sächsischen Grafen Bruno II. († 1017) gegründet. Der Stadtname, ursprünglich Brunswik, setzt sich zusammen aus dem Eigennamen Bruno und der Bezeichnung für einen Rast-, Lager- und Umschlagplatz der Kaufleute, wik. Der Ort war dafür ideal geeignet, da er an einer Oker-Furt lag. Schriftlich erwähnt wird der Name Braunschweigs zum ersten Mal als Brunesguik in der Weiheurkunde der St. Magni-Kirche aus dem Jahre 1031. Nach anderer Herleitung ist der erste Teil des Namens jedoch in der Bedeutung von Brand zu sehen, Brunswik wäre demnach ein Platz, der durch Brandrodung entstanden ist.
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Ansicht der Stadt um 1550 Bildherkunft |
Braunschweig unter Heinrich dem Löwen
Braunschweig wuchs unter Herzog Heinrich dem Löwen (* 1129/30, † 6. August 1195, u. a. der Gründer von München, 1158 und Lübeck (1159), zu einer mächtigen Stadt mit mehreren Stadtteilen (sog. Weichbilde wie z. B.: dem von Heinrich gegründeten Hagen, darüber hinaus „Altstadt“, „Neustadt“, „Altewiek“ und „Sack“). Zusätzlich gab es zwei Sonderbezirke, die Klosterfreiheit St. Ägidien und den Burgbereich. Jeder dieser Stadtteile hatte sein eigenes Recht und somit sein eigenes Rathaus und Gotteshaus.
Heinrich baute Braunschweig zu seiner Residenz aus. Er erweiterte die brunonische Burg Dankwarderode, ließ die alte Kirche von 1030 niederbrennen und 1173 einen Dom an ihrer Stelle errichten, der kurz vor Heinrichs Tod weitgehend fertiggestellt und mit dem Weihfest am 29. Dezember 1226 abgeschlossen war. Er ist St. Blasius, Johannes dem Täufer und Thomas Becket geweiht. Heute dient der Braunschweiger Dom als evangelisch-lutherische Kirche.
Heinrich der Löwe erlangte so viel Macht, dass er den Löwen zu seinem Wappentier wählte und um 1166 einen Bronzelöwen gießen ließ, den er auf dem Burgplatz aufstellte (das Original befindet sich heute in der Burg) - die erste freistehende Bronzeskulptur nördlich der Alpen. Es ist das Wahrzeichen und Wappentier der Stadt.
Braunschweig war durch seine Lage an der bis hier schiffbaren Oker eine wichtige Handelsstadt und vom 13. Jahrhundert an Mitglied der Hanse.
Herzogtum Braunschweig-Lüneburg
Auch das Herzogtum Braunschweig-Lüneburg geht auf Heinrich den Löwen zurück und war Teil des Landes der Welfen. In der Folge zerfiel das Herzogtum durch Erbteilung in verschiedene Teilstaaten. Im 14. Jahrhundert bildete sich das Fürstentum Braunschweig-Wolfenbüttel heraus. Die Stadt Braunschweig gewann etwa 1430 die städtische Unabhängigkeit und die welfischen Landesherren verlegten ihre Residenz ins nahe Wolfenbüttel. Braunschweig gilt neben Gent und Paris als eine der unruhigsten Städte des spätmittelalterlichen und frühneuzeitlichen Europa. Immer wieder wurden Verfassungskonflikte durch revolutionäre Bürgerunruhen ausgetragen, die in Braunschweig "Schichten" genannt wurden.
1671 kam die Stadt wieder unter fürstliche Herrschaft und 1753 verlegten die Herzöge ihre Residenz nach Braunschweig zurück. In diesem Zeitraum entstand das Braunschweiger Residenzschloss.
Im Barock war Braunschweig unter anderem geprägt durch Herzog Anton Ulrich, der in Salzdahlum nahe Wolfenbüttel eine barocke Residenz mit einem herausragenden Garten schuf. Das Herzog Anton Ulrich-Museum mit seinen bedeutenden Werken geht auf ihn zurück.
1806 wurde Karl Wilhelm Ferdinand, Herzog von Braunschweig, als preußischer Generalfeldmarschall in der Schlacht bei Jena und Auerstedt tödlich verwundet. Als Folge des sich daran anschließenden Friedens von Tilsit wurde Braunschweig von den Franzosen besetzt und war vom Juli 1807 bis Oktober 1813 mit dem Département Oker Teil des neu gegründeten napoleonischen Königreiches Westfalen.
Herzogtum Braunschweig
Nach dem Wiener Kongress wurde es 1814 als Herzogtum Braunschweig wieder gegründet. Hier gehörte Braunschweig zunächst zur Kreisdirektion Wolfenbüttel, doch wurde sie 1825 eine landesunmittelbare Stadt und 1833 Sitz einer eigenen Kreisdirektion, aus dem später der Landkreis Braunschweig hervorging. 1850 wurde sie erneut landesunmittelbar.
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Braunschweig (ca. 1890 bis ca. 1900) Bildherkunft |
Im Deutschen Krieg von 1866 kämpften die Braunschweiger auf der Seite Preußens. Das Herzogtum trat 1871 freiwillig dem Deutschen Reich bei. Nachdem 1884 Wilhelm, der letzte braunschweiger Welfenherzog, kinderlos verstarb, wurde Braunschweig durch das Königreich Preußen verwaltet. Erst mit der Hochzeit zwischen Viktoria Luise (Tochter Kaiser Wilhelm II.) und Prinz Ernst August von Braunschweig-Lüneburg am 24. Mai 1913 kam es zur Aussöhnung zwischen Welfen und Hohenzollern und ein Welfe wurde erneut Herrscher über Braunschweig. Ab 1870 gehörte die Stadt zur Kreisdirektion Braunschweig.
Im November 1918 kam es in Braunschweig zwei Tage früher als in Berlin zur Revolution, der Herzog musste abdanken.
1924 bzw. 1933 wurde Braunschweig endgültig autonom, d.h. die Stadt erhielt einen Status, den man anderenorts als kreisfreie Stadt bezeichnet, blieb aber weiterhin Sitz des Landkreises Braunschweig.
Braunschweig zur Zeit des Nationalsozialismus
Die Stadt Braunschweig trägt seit Jahrzehnten vollkommen zu Unrecht das Stigma, dafür verantwortlich zu sein, dass der ehemals österreichische Staatsangehörige und seit 1925 auf eigenes Betreiben staatenlose Adolf Hitler durch diverse politische Schachzüge eine Anstellung als Regierungsrat beim Braunschweiger Landeskultur- und Vermessungsamt (mit Datum vom 25. Februar 1932) - mit Dienstpflicht als Sachbearbeiter bei der Braunschweigischen Gesandtschaft in Berlin – zugeschanzt bekam.
Verantwortlich dafür war nicht die Stadt, sondern ein direkter Auftrag der NSDAP-Parteiführung an das NSDAP-Mitglied und Minister für Inneres und Volksbildung des Freistaates Braunschweig Dietrich Klagges. Goebbels notierte diesbezüglich am 4. Februar 1932 in seinem Tagebuch: „Es ist beabsichtigt, den Führer in Braunschweig zum außerordentlichen Professor zu ernennen.“
Zunächst versuchte Klagges, Hitler eine außerordentliche Professur für den konstruierten Lehrstuhl „Politik und organische Gesellschaftslehre“ an der Technische Hochschule Braunschweig zuzuschanzen. Dieser dilettantische Versuch scheiterte jedoch kläglich, denn ihm stellte sich sofort eine große Opposition u. a. aus der Hochschulleitung entgegen (man wollte an der renommierten Braunschweiger Universität keinen arbeitslosen Postkartenmaler ohne Schulabschluss). Der Plan wurde alsbald fallen gelassen.
Es folgte ein zweiter Versuch, dessen Ideegeber der DVP-Abgeordnete Dr. Wessels war. Dieser schlug vor, Hitler eine Stelle in der braunschweigischen Gesandtschaft beim Reichsrat in Berlin zu besorgen.
Dieser zweite Anlauf glückte schließlich: Am 26. Februar 1932 erfolgte Hitlers Vereidigung, womit er gleichzeitig die deutsche Staatsangehörigkeit erhielt und schließlich die Möglichkeit, bei der Reichspräsidentenwahl zu kandidieren. Offensichtlich erschöpfte sich damit aber auch schon seine Tätigkeit für die Gesandtschaft des Landes Braunschweig in Berlin. Von einer weiteren Ausübung seiner Dienstpflichten gegenüber dem Land Braunschweig ist nichts überliefert. Im Übrigen stimmte der Landtag des Freistaates Braunschweig am 1. März 1932 der vom Staatsministerium für Inneres beantragten Regierungsratstelle zu und schloss damit die Einbürgerung Hitlers ab.
Nur sieben Monate später, im Oktober 1932, beantragte Hitler unbefristeten Urlaub, da „die fortlaufenden politischen Kämpfe“ ihm „in der nächsten Zeit die Erfüllung [seines] Dienstauftrages“ nicht ermöglichten. Am 16. Februar 1933 ersuchte der nunmehr amtierende Reichskanzler Adolf Hitler in einem kurzen Schreiben um Entlassung aus dem braunschweigischen Staatsdienst - welche ihm umgehend „mit sofortiger Wirkung“ gewährt wurde.
Einige Historiker zweifeln inzwischen an, ob Hitler tatsächlich jemals die deutsche Staatsbürgerschaft offiziell erwarb - rückblickend betrachtet eher eine akademische und müßige Frage.
Ironie der Geschichte: Hitler hätte am 30. Januar 1933 auch ohne die deutsche Staatsangehörigkeit, die er auf so schmähliche Weise vom Freistaat Braunschweig 1932 zugeschanzt bekommen hatte, Reichskanzler werden können.
Hitlers „Gastspiel“ in Braunschweig war nur von kurzer Dauer. Schon vor 1932 war er nur selten in der Stadt, danach nur noch ein einziges Mal: am 17. Juli 1935 nahm er die Umbauarbeiten im Braunschweiger Dom in Augenschein und besuchte die Gemeinschaftssiedlung Lehndorf.
Traurig und beschämend für Braunschweig: Dieser Makel wird wohl noch lange auf der Stadt liegen, da immer noch viel zu wenige Menschen (selbst in Braunschweig) von den tatsächlichen Geschehnissen wissen.
Im Braunschweig zur Zeit des Nationalsozialismus spielt das Buch "Ich war Hitlerjunge Salomon" von Sally Perel, welches auch verfilmt wurde. Perel hatte als jüdisches Kind den Krieg in einer Schule für Hitlerjungen in Braunschweig überlebt, nachdem er sich in Osteuropa gegenüber den Besatzern als nichtjüdisches deutsches Waisenkind ausgegeben hatte, um dem Holocaust zu entgehen.
Zerstörung des alten Braunschweig
Im Zweiten Weltkrieg wurde vor allem Braunschweigs mittelalterlich geprägte Innenstadt durch Luftangriffe sehr stark zerstört und somit das Antlitz der über tausendjährigen Großstadt nachhaltig und bis in die Gegenwart reichend entstellt. Mehr als 40 schwere und schwerste Angriffe britischer und amerikanischer Bomberverbände galten vorwiegend Rüstungsbetrieben (Flugzeuge, Panzer, optische Präzisionsinstrumente) und der Versuchsanstalt für Luftfahrt im Westen der Stadt, verheerten aber ab 1943 auch immer stärker das gesamte Stadtgebiet.Bombenangriff am 15.Oktober 1944
Beim schlimmsten Angriff in der Nacht vom 14. Oktober auf den Sonntag, den 15. Oktober 1944 wurden fast die gesamte Innenstadt (ca. 90%) sowie sämtliche Kirchen zerstört. Hunderte von Fachwerkhäusern gingen im 2½ Tage wütenden Feuersturm unter, weil das British Bomber Command für dieses Flächenbombardement eine Mischung aus ca. 200.000 Phosphor-, Brand- und Sprengbomben verwendete, um möglichst großflächige Schäden durch schwer zu bekämpfende Brände zu verursachen. Durch eine Ironie des Schicksals blieb der Braunschweiger Dom, den die Nazis zur Nationalen Weihestätte umfunktioniert hatten, von den Bomben verschont. In dieser Nacht starben in Braunschweig zwischen 484 und 640 Menschen. Ungefähr 23.000 Personen, die sich vor dem Bombardement in Bunker der Innenstadt gerettet hatten, saßen dort wegen des sich aus den Bränden schnell entwickelnden Feuersturms gefangen und konnten nur durch die Initiative des Leutnants der Braunschweiger Feuerschutzpolizei Rudolf Prescher (*1912 in Dresden; † 1997 in Braunschweig) am frühen Morgen des 15. Oktober durch Bildung von „Wassergassen“ gerettet werden. Insgesamt sind dem Luftkrieg in Braunschweig nach Meldungen des Braunschweiger Standesamts 1.619 Deutsche und 1.286 Ausländer zum Opfer gefallen.Braunschweig nach dem zweiten Weltkrieg
Ein Stadtplan von 1948 (sog. Trümmerplan) zeigt die Innenstadt in weitgehend verwüstetem Zustand, erschlossen durch zahlreiche kleine Gleise einer "Trümmerbahn", mit welcher nach und nach der Schutt der zerstörten Häuser abtransportiert wurde.
Nach Zuordnung des Landes Braunschweig zum späteren Bundesland Niedersachsen 1946 wurde der einem Regierungsbezirk vergleichbare "Verwaltungsbezirk Braunschweig" geschaffen, zu dem u.a. die kreisfreie Stadt und der Landkreis Braunschweig gehörten. Das Wiederaufbaukonzept der Stadt geschah um sog. "Traditionsinseln" herum, die, etwa beim Altstadtmarkt, ein weitgehend historisches Bild der Stadt bewahren. 1960 kam es zum Höhepunkt des Wiederaufbaus und der Umgestaltung Braunschweigs, als die Ruine des Braunschweiger Residenzschlosses entgegen dem Willen der protestierenden Bevölkerung abgerissen wurde.
Im Rahmen der Kreisreform in Niedersachsen 1977 wurde der Landkreis Braunschweig aufgelöst und sein Gebiet auf die umliegenden Landkreise aufgeteilt. Die Stadt selbst blieb aber kreisfrei. 1978 entstand schließlich aus dem Verwaltungsbezirk Braunschweig der neue Regierungsbezirk Braunschweig mit neuem Zuschnitt. Die Regierungsbezirke des Landes Niedersachsen wurden zum 1. Januar 2005 aufgelöst.
Eingemeindungen
- 1931: Veltenhof
- 1934: Gliesmarode, Lehndorf, Melverode, Oelper, Querum, Riddagshausen und Rühme
- 1. März 1974 insgesamt 22 Gemeinden, und zwar
- vom Landkreis Braunschweig die Gemeinden Bevenrode, Bienrode, Broitzem, Dibbesdorf, Hondelage, Lamme, Mascherode, Rautheim, Rüningen, Schapen, (Klein-)Stöckheim, Thune, Timmerlah, Völkenrode, Volkmarode, Waggum, Watenbüttel und Wenden ¹
- vom Landkreis Gifhorn die Gemeinde Harxbüttel
- vom Landkreis Wolfenbüttel die Gemeinden Geitelde, Leiferde und Stiddien
Einwohnerentwicklung
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Bevölkerungsentwicklung Bildherkunft |
| Jahr | Einwohnerzahlen |
|---|---|
| 1403 | ca. 17.500 |
| 1551 | ca. 16.200 |
| 1671 | ca. 15.600 |
| 1773 | 23.385 |
| 1813 | 29.950 |
| 1855 | 38.397 |
| 1867 | 50.369 |
| 1. Dezember 1875 ¹ | 65.938 |
| 1. Dezember 1890 ¹ | 101.047 |
| 1. Dezember 1900 ¹ | 128.177 |
| 1. Dezember 1910 ¹ | 143.552 |
| 8. Oktober 1919 ¹ | 139.539 |
| 16. Juni 1925 ¹ | 146.725 |
| 16. Juni 1933 ¹ | 156.840 |
| 17. Mai 1939 ¹ | 196.068 |
| 13. September 1950 ¹ | 223.760 |
| 6. Juni 1961 ¹ | 246.200 |
| 31. Dezember 1970 | 223.300 |
| 30. Juni 1975 | 269.900 |
| 30. Juni 1980 | 261.500 |
| 30. Juni 1985 | 250.700 |
| 1. Januar 1989 | 253.794 |
| 30. Juni 1997 | 250.400 |
| 31. Dezember 2002 | 245.392 |
| 31. Dezember 2004 | 245.872 |
¹ Volkszählungsergebnis
Hinweis: Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1870 handelt es sich meist um Schätzungen, danach um Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter bzw. der Stadtverwaltung selbst.
Religionen
Die Stadt Braunschweig gehörte anfangs zum Gebiet der Bistümer Hildesheim und Halberstadt. Die Grenze beider Bistümer bildete die Oker. Das hildesheimische Gebiet gehörte zum Archidiakonat Stöckheim, das halberstädtische zum Archidiakonat Atzum. 1391 wurde von beiden Bischöfen in Braunschweig ein Offizialat eingerichtet, das die kirchlichen Angelegenheiten der Stadt im Auftrag beider Bistümer erledigte.
Ab 1522 fand die reformatorische Bewegung Einzug und ab 1525 wurde die erste evangelische Predigt in Braunschweig gehalten. Bis 1528 wurde die Reformation nach lutherischem Bekenntnis durch Luthers Mitstreiter Dr. Johann Bugenhagen eingeführt. Die Stadt bekam eine über die Stadtgrenzen hinaus berühmte Kirchenordnung und war fortan über viele Jahrhunderte eine überwiegend protestantische Stadt. Sie regelte ihre kirchlichen Angelegenheiten relativ autonom. Erst 1671 wurde die Kirchenverwaltung in die Braunschweigische Evangelisch-Lutherische Landeskirche des Herzogtums Braunschweig eingegliedert. Hier wurde die Stadt alsbald Sitz einer Superintendentur. Heute bezeichnet man diese Verwaltungsebene als Propstei. Alle protestantischen Kirchengemeinden der Stadt, sofern es sich nicht um Freikirchen handelt, gehören heute zur Propstei Braunschweig der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche in Braunschweig.
Im 18. Jahrhundert gründeten sich in Braunschweig auch eine deutsch-reformierte und eine französisch-reformierte Gemeinden, die sich 1811 zu einer reformierten Gemeinde vereinigten. Bis heute ist die Kirchengemeinde selbständig geblieben. Sie wurde 1928 Gründungsmitglied des Bundes Evangelisch-reformierten Kirchen Deutschlands, der bis heute eine kleine Anzahl reformierter Gemeinden umfasst, die nicht Mitglied in einer Landeskirche sind und in Braunschweig seinen Sitz hat.
Ebenfalls Anfang des 18. Jahrhunderts wurden auch den Katholiken in Braunschweig wieder gestattet, Gottesdienste abzuhalten, so dass sich alsbald eine katholische Gemeinde gründen konnte. Diese gehörte ab 1824 zum neu festgelegten Bistum Hildesheim, welches bis 1930 zur Kirchenprovinz Köln (Erzbistum Köln), dann zur Kirchenprovinz Paderborn (Erzbistum Paderborn) und seit 1995 zur neu gegründeten Kirchenprovinz Hamburg (Erzbistum Hamburg) gehört. Die Pfarrgemeinden der Stadt gehören zum Dekanat Braunschweig, dessen Gebiet auch Gemeinden außerhalb der Stadt Braunschweig umfasst. Katholische Hauptkirche in Braunschweig ist das Liebfrauenmünster St. Aegidien, die Kirche eines ehemaligen Benediktinerklosters.
Neben den beiden großen Kirchen gibt es auch Gemeinden, die zu Freikirchen gehören, darunter die Gemeinschaft der Siebenten-Tags-Adventisten, zwei Evangelisch-Freikirchliche Gemeinden (Baptisten), die Evangelisch-methodistische Kirche, die Evangelische Freikirche Querum, das Christuszentrum Braunschweig e. V., die Ecclesia-Gemeinde Braunschweig e. V. und die Gemeinschaft Christi.
Darüber hinaus sind auch die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, die Neuapostolische Kirche, die Apostolische Sendungskirche, Die Christengemeinschaft, die Kirche Christi, Wissenschaftler (Christian Science) und die Zeugen Jehovas in Braunschweig vertreten.
Seit dem Mittelalter gab es in Braunschweig ein vielgestaltiges jüdisches Leben. Die 1875 fertiggestellte Synagoge wurde unter der Nationalsozialistischen Gewaltherrschaft 1938 zerstört. Von 1942 bis 1945 wurden die Braunschweiger Juden in die Vernichtungslager im Osten deportiert. Heute gibt es wieder eine jüdische Gemeinde mit über 600 Mitgliedern.
Politik
An der Spitze der Stadt Braunschweig stand anfangs der herzogliche Vogt, doch wurde das Amt bereits im 12. Jahrhundert an Bürger verliehen. Einen Rat gab es in den drei so genannten Weichbildern Altstadt, Hagen und Neustadt in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts. Die drei Räte schlossen sich seit 1269 zu einem Rat der Gesamtstadt zusammen. Die Zusammensetzung des Rates variierte im Laufe der Geschichte mehrmals, 1386 hatte er 105 Mitglieder, ab 1614 nur noch 56. Die laufende Verwaltung oblag einem Ausschuss des Rates ("Enger Rat"), der ab 1386 25, ab 1614 15 Mitglieder hatte. Ab 1671 gab es nur noch einen aus 16 Senatoren bestehenden Rat, der vom Herzog zu bestätigen war. Dem Rat stand ein Bürgermeister vor. Während der französisch-westfälischen Zeit 1808 bis 1813 galt die "Maireverfassung", mit einem Maire an der Spitze der Stadt. Danach wurde die alte Verfassung mit dem Rat, der sich nunmehr "Stadtgericht" nannte, wieder eingeführt. Nach Trennung von Justiz und Verwaltung im Jahre 1825 führte der Rat die Bezeichnung Magistrat. Bereits ab 1813 trug das Stadtoberhaupt den Titel "Stadtdirektor", seit 1848 gibt es einen "Oberbürgermeister" in Braunschweig. Während des Zeit des Dritten Reiches wurde das Stadtoberhaupt von der NSDAP eingesetzt.
1946 führte die Militärregierung der Britischen Besatzungszone die Kommunalverfassung nach britischem Vorbild ein. Danach gab es einen vom Volk gewählten Rat. Dieser wählte aus seiner Mitte den Oberbürgermeister als Vorsitzenden und Repräsentanten der Stadt, welcher ehrenamtlich tätig war. Daneben gab es ab 1946 einen ebenfalls vom Rat gewählten hauptamtlichen Oberstadtdirektor als Leiter der Stadtverwaltung. 2001 wurde in Braunschweig die Doppelspitze in der Stadtverwaltung aufgegeben. Seither gibt es nur noch den hauptamtlichen Oberbürgermeister. Dieser ist Leiter der Stadtverwaltung und Repräsentant der Stadt. Er wird seit 2001 direkt vom Volk gewählt. Es gibt jedoch weiterhin einen eigenen Vorsitzenden des Rates, der nach jeder Kommunalwahl bei der konstituierenden Sitzung des Rates aus dessen Mitte gewählt wird.
Oberbürgermeister seit 1807
- 1807 - 1808: Wilhelm August Christian Freiherr von Mahrenholtz, Maire
- 1809 - 1813: Friedrich Ludwig Freiherr von Münchhausen, Maire
- 1813 - 1825: Johann Heinrich Wilmerding, Stadtdirektor
- 1825 - 1848: Wilhelm Julius Ludwig Bode, Stadtdirektor
- 1848 - 1879: Dr. Karl Wilhelm Heinrich Caspari, Oberbürgermeister
- 1879 - 1904: Wilhelm Pockels, Oberbürgermeister
- 1904 - 1925: Hugo Retemeyer, Oberbürgermeister
- 1925 - 1929: Dr. Paul Trautmann, Oberbürgermeister
- 1929 - 1933: Ernst Böhme (SPD), Oberbürgermeister
- 1933 - 1943/45: Dr. Wilhelm Hesse (NSDAP), Oberbürgermeister
- 1943 - 1945: Dr. Hans Joachim Mertens, kommissarischer Oberbürgermeister
- 1945: Dr. Erich Bockler, Oberbürgermeister
- 1945: Hugo Macke, Oberbürgermeister
- 1945 - 1948: Ernst Böhme (SPD), Oberbürgermeister (2. Amtszeit)
- 1949 - 1953: Otto Bennemann (SPD), Oberbürgermeister
- 1953 - 1955: Dr. Kurd Semler (CDU), Oberbürgermeister
- 1955 - 1959: Otto Bennemann (SPD), Oberbürgermeister (2. Amtszeit)
- 1959 - 1964: Martha Fuchs (SPD), Oberbürgermeisterin
- 1964 - 1972: Bernhard Ließ (SPD), Oberbürgermeister
- 1972 - 1974: Walter Klöditz (SPD), Oberbürgermeister
- 1974 - 1976: Günter Jaenicke (CDU), Oberbürgermeister
- 1976 - 1981: Gerhard Glogowski (SPD), Oberbürgermeister
- 1981 - 1986: Hartmut Scupin (CDU), Oberbürgermeister
- 1986 - 1990: Gerhard Glogowski (SPD), Oberbürgermeister (2. Amtszeit)
- 1990 - 2001: Werner Steffens (SPD), Oberbürgermeister
- 2001 - heute: Dr. Gert Hoffmann (CDU), Oberbürgermeister
Oberstadtdirektoren 1946 - 2001
- 1946 - 1960: Erich Walter Lotz
- 1960 - 1980: Hans Günther Weber
- 1980 - 1989: Dr. Joachim Körner
- 1989 - 2001: Dr. Jürgen Bräcklein
Wappen
Das Wappen der Stadt Braunschweig zeigt in Silber einen schwarz bewehrten, rot gezungten roten Löwen.
Der Löwe ist das Symbol Heinrichs des Löwen, der die Stadt Braunschweig zu einem bedeutenden Gemeinwesen ausbaute. Es ist schon seit dem 13. Jahrhundert nachweisbar. Die heutige offizielle Festlegung erfolgte erst 1953 in der Hauptsatzung der Stadt.
Städtepartnerschaften
Braunschweig unterhält mit folgenden Städten eine Städtepartnerschaft bzw. -freundschaft:
-
Bandung, Indonesien, seit 1960
-
Nîmes, Frankreich, seit 1962
-
Bath, Vereinigtes Königreich, seit 1971
-
Sousse, Tunesien, seit 1980
-
Kiryat Tivon, Israel, seit 1985/86
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Kasan, Russland, seit 1988 (Städtefreundschaft)
-
Omaha, Nebraska, USA, seit 1992 (Städtefreundschaft)
-
Magdeburg, Sachsen-Anhalt, Deutschland, seit 1987
Wirtschaft und Infrastruktur
Stadt und Region Braunschweig haben in ihrer Geschichte mehrere industrielle Strukturwandel erlebt. Bis nach dem Zweiten Weltkrieg war Braunschweig ein Zentrum der Konservenindustrie mit vielen verarbeitenden Betrieben sowie einer spezialisierten Maschinenbau-Industrie.
Mit dem Niedergang der Konservenindustrie und der Abwanderung der Industrie in andere Länder verschob sich der Schwerpunkt in Richtung auf die Automobilindustrie.Automobilindustrie
Braunschweig war Sitz der Büssing Automobilwerke, die 1972 in der Firma MAN aufgegangen sind. Die Fahrzeuge der MAN tragen noch heute das Firmenemblem der Firma Büssing, einen stilisierten Braunschweiger Löwen, auf dem Kühlergrill. Die Fahrzeuge mit dem stilisierten Braunschweiger Löwen werden heute in Salzgitter hergestellt, 20 km südlich von Braunschweig. 1904 wurde auf der Strecke von Wendeburg nach Braunschweig die weltweit erste und noch heute bestehende Omnibuslinie eröffnet. Heinrich Büssing aus Nordsteimke betrieb sie mit seiner "Automobil-Omnibus-Betriebs-Gesellschaft Braunschweig" . Auf der Strecke setzte er zum Praxistest Fahrzeuge ein, die er in seinem Werk bauen ließ.
Die Automobilindustrie ist durch ein Herstellungswerk der Volkswagen AG und die Nähe der Stadt Wolfsburg sowie zahlreiche Zulieferfirmen für die Volkswagen AG und die MAN nach wie vor prägend für Braunschweig, da ein erheblicher Teil der Arbeitsplätze und auch der Steuereinnahmen direkt und indirekt an dieser Branche ausgerichtet sind.
Maschinenbau
Ein interessantes Experiment ist die "Kooperationsinitiative im Maschinenbau", ein Zusammenschluss mittelständischer Maschinenbau-Unternehmen aus der Region Braunschweig, die gemeinsam einkaufen, die Qualifikation der Mitarbeiter erhöhen und auch auf anderen Gebieten zusammenarbeiten.
Musikinstrumente
Braunschweig ist eines der Zentren der deutschen Musikinstrumentenindustrie. Hier haben unter anderem die Wilhelm Schimmel Pianofortefabrik GmbH als der größte deutsche Hersteller von Klavieren und Flügeln und mit der Grotrian-Steinweg GmbH ein weiterer namhafter Hersteller ihren Sitz.
Zuckerindustrie
Traditionell ist Braunschweig auch eines der Zentren der deutschen Zuckerindustrie, schon aufgrund des intensiven Anbaus von Zuckerrüben im Braunschweiger Raum seit etwa 1850. Die Technische Universität Braunschweig hat für die Forschung an der Zuckerherstellung und -verarbeitung schon seit Jahrzehnten ein eigenes Institut.
Die durch einen Zusammenschluss aus mehreren Zuckerfabriken hervorgegangene Nordzucker AG hat nach der Fusion Braunschweig als Sitz gewählt. Sie ist jetzt der zweitgrößte deutsche Hersteller von Zuckererzeugnissen.
Medien
Braunschweig ist Sitz eines Studios des Norddeutschen Rundfunks (NDR). Als Tageszeitung erscheint in Braunschweig die Braunschweiger Zeitung und die nicht zum Konzern gehörende unabhängige Wochenzeitung, der Braunschweig Report (seit 1985). In Braunschweig und der näheren Umgebung sendet ein Lokalradio namens "Radio Okerwelle".
Mittelwellensender des Deutschlandfunks
In Cremlingen betreibt die Deutsche Telekom AG einen Mittelwellensender im Auftrag des Deutschlandfunks. Dieser Sender wird oft, obwohl er sich nicht im Stadtgebiet von Braunschweig befindet, als "Sender Braunschweig" bezeichnet.
Verkehr
Siehe: Verkehr in BraunschweigÖffentliche Einrichtungen

Handwerkskammer Braunschweig
BildherkunftBraunschweig ist Sitz folgender Einrichtungen und Institutionen bzw. Körperschaften des öffentlichen Rechts:
- Biologische Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft
- Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft
- Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU)
- Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)
- Gesellschaft für Biotechnologische Forschung, ein Institut der Helmholtz-Gemeinschaft (GBF)
- Handwerkskammer Braunschweig - Kammerbezirk: Kreisfreie Städte Braunschweig, Salzgitter und Wolfsburg sowie Landkreise Helmstedt, Goslar, Peine und Wolfenbüttel
- Luftfahrt-Bundesamt (LBA)
- Physikalisch-Technische Bundesanstalt mit der berühmten Atomuhr (PTB)
Bildungs- und Forschungseinrichtungen

TU-Braunschweig, altes Gebäude
Bildherkunft- Amtliche Materialprüfungsanstalt für das Bauwesen (MPA)
- Biologische Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft (BBA)
- Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft (FAL)
- Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen (DSMZ)
- Deutsches Institut für Luft- und Raumfahrt (DLR). Der DLR-Standort Braunschweig ging aus der 1936 gegründeten Forschungsanstalt für Luft- und Raumfahrt hervor. Hauptarbeitsgebiete sind Flugmechanik, Flugführung und Flugsicherung, Aerodynamik und die Entwicklung leistungsfähiger Werkzeuge für Berechnungen, sowie Struktursysteme (Adaptronik und extremer Leichtbau). Der Standort arbeitet eng mit dem benachbarten Luftfahrtbundesamt, der Technischen Universität und anderen ansässigen Forschungseinrichtungen zusammen.
- Fachhochschule Braunschweig/Wolfenbüttel; Die Fachhochschule wurde 1971 durch Zusammenschluss der Staatlichen Ingenieurschule Wolfenbüttel mit der Höheren Fachschule für Sozialarbeit des Landes Niedersachsen gegründet. In den folgenden Jahren kamen weitere Fachbereiche hinzu.
- Georg-Eckert-Institut für internationale Schulbuchforschung (GEI)
- Die Gesellschaft für Biotechnologische Forschung (GBF) ist ein Zentrum für Infektionsforschung und gehört der Helmholtz-Gemeinschaft an, der größten Wissenschaftsorganisation Deutschlands. Der Forschungsschwerpunkt liegt auf Erregern, die medizinisch relevant sind oder als Modell für die Untersuchung von Infektionsmechanismen genutzt werden. Träger der GBF sind die Bundesrepublik Deutschland und das Land Niedersachsen (90:10). Die GBF beschäftigt rund 600 Mitarbeiter und verfügt über einen Jahresetat von rund 47 Millionen Euro.
- Hochschule für Bildende Künste Braunschweig (HBK); Die Hochschule wurde 1963 aus einer früheren Werkkunstschule gegründet. 1972 wurde sie eine wissenschaftliche Hochschule und seit 1978 hat sie den Status einer Künstlerisch-Wissenschaftlichen Hochschule. Sie ist die einzige Kunsthochschule Niedersachsens.
- Institut für Schicht- und Oberflächentechnik (IST), Fraunhofer-Institut
- Institut für angewandte Mikroelektronik (IAM)
- Luftfahrtbundesamt (LBA)
- Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB)
- Die Technische Universität Carolo-Wilhelmina wurde 1745 als „Collegium Carolinum“ gegründet. 1862 wurde dieses zur „Herzoglichen Polytechnische Schule“ umgewandelt und 1877 zur „Technischen Hochschule erhoben“. 1968 kamen eine Philosophische und eine Staatswissenschaftliche Fakultät hinzu. Gleichzeitig wurde die TH in „Technische Universität“ umbenannt.
- Fraunhofer Wilhelm-Klauditz-Institut für Holzforschung (WKI)
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Theater

Staatstheater Braunschweig, Großes Haus
Bildherkunft- Staatstheater Braunschweig (Oper, Operette, Ballett und Schauspiel)
- figurentheater fadenschein
- Komödie am Altstadtmarkt
- LOT Theater
- "Mutabor", 1994 gegründetes Schülertheater
- Niederdeutsches Theater
- Premiere Amateurtheater Braunschweig
- Studio Bühne Braunschweig
- Theater Fanferlüsch
- Theater Zeitraum
Museen
- Braunschweigisches Landesmuseum; gegründet 1891
- Eisenbahnmuseum
- Friedrich-Gerstäcker-Museum; gegründet am 01.12.1982, s. auch Friedrich Gerstäcker
- Gedenkstätte KZ-Außenlager Braunschweig Schillstraße
- Grammophon-Museum „Harmonie“; gegründet 1998
- Haus Salve Hopes, Kunstverein Braunschweig e. V.
- Herzog Anton Ulrich-Museum mit Burg Dankwarderode (Mittelaltersammlung). Es beinhaltet Sammlungen Alter Kunst. Benannt ist es nach dem Sammler Anton Ulrich von Braunschweig-Lüneburg; hervorgegangen aus dem 1754 von Herzog Karl I. eröffneten Kunst- und Naturalienkabinett
- Raabe-Haus; Wilhelm Raabes letztes Wohnhaus, als Gedächtnisstätte für ihn 1948 gegründet
- Landtechnik-Museum Braunschweig, Gut Steinhof
- Mineralien-Kabinett, im Institut für Geowissenschaften der TU Braunschweig; gegründet 1978
- Staatliches Naturhistorisches Museum; hervorgegangen aus dem 1754 von Herzog Karl I. eröffneten Kunst- und Naturalienkabinett
- Städtisches Museum; das 1865 eröffnete Museum zeigt die Geschichte der Stadt Braunschweig; zu ihm gehören auch die Formsammlung und die Friedrich-Gerstäcker-Gedächtnisstätte
- Museum für Photographie; gegründet 1984
- Zisterziensermuseum Riddagshausen
Bibliotheken
- Bibliothek des Georg-Eckert-Instituts
- Bibliothek des Herzog Anton Ulrich-Museums
- Bibliothek der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig
- Bibliothek des Raabe-Hauses
- Öffentliche Bücherei
- Stadtarchiv Braunschweig
- Stadtbibliothek Braunschweig
- Universitätsbibliothek der Technischen Universität Braunschweig
- Wilhelm-Raabe-Forschungsstelle an der Stadtbibliothek
Bauwerke

Kirche St. Andreas
Bildherkunft
Altstadtrathaus mit Brunnen aus dem 15. Jh.
Bildherkunft
Happy Rizzi Haus
Bildherkunft- Kirchen
- Braunschweiger Dom
- St. Aegidien
- St. Andreas
- St. Bartholomäii
- St. Jakobi
- St. Johannis
- St. Katharinen
- St. Magni
- St. Martini
- St. Michaelis
- St. Pauli
- St. Petri
- St. Ulrici-Brüdern auch "Brüdern-Kirche" genannt
- Altstadtrathaus
- Braunschweiger Schloss (im 2. Weltkrieg teilweise zerstört, 1960 abgerissen)
- Burg Dankwarderode
- Gewandhaus
- Liberei
- Alter Bahnhof
- Bankhaus Löbbecke
- Neustadtrathaus
- Haus Salve Hospes
- Schloss Richmond
- Staatstheater
- Stechinelli-Haus
- Wasserturm auf dem Giersberg
- Fachwerkhäuser
- Alte Waage (im 2. Weltkrieg vollkommen zerstört, 1991 bis 1994 detailgetreu an alter Stelle wieder aufgebaut)
- Huneborstelsches Haus
- von Veltheimsches Haus
- Ritter St. Georg
- Thüringer Hof
- Rizzi-Haus
Bedeutende Stand- und Denkmale

Lessing-Denkmal auf dem Lessing-Platz
Bildherkunft- Braunschweiger Löwe (1166): Löwenstandbild auf dem Burgplatz, das Wahrzeichen der Stadt
- Lessing-Denkmal (29.9.1853), Entwurf Ernst Rietschel, ausgeführt von Georg Howaldt
- Brunnenstandmal Heinrichs des Löwen (1869 und 1874), Entwurf Adolf Breymann, ausgeführt von Georg Howaldt, gezeigt auf der Weltausstellung in Wien 1873, den Brunnen in frühgotischem Stil schuf der Stadtbaurat Ludwig Winter
- Reiterstandbild Herzog Carl Wilhelm Ferdinand von Braunschweig, Entwurf Franz Pönninger, Wien, Enthüllung 10.11.1874, ausgeführt von Georg Howaldt
- Reiterstandbild Herzog Friedrich Wilhelm von Braunschweig (Enthüllung 10.11.1874), Entwurf Ernst Hähnel, Dresden, ausgeführt von Georg Howaldt
- Quadriga mit Brunonia am Braunschweiger Schloss, Entwurf Ernst Rietschel, ausgeführt von Georg Howaldt (1.Herstellung: 1858-1862, 2.Herstellung: 1865-1868 nach dem Brand im Schloss am 23./24.2.1865)
- Gauß-Denkmal (30. April 1880 ), Entwurf Fritz Schaper, ausgeführt von Hermann Howaldt
Sport
- Eintracht Braunschweig (Fußball, Deutscher Meister 1967, am 4. Juni 2005 aufgestiegen in die 2. Fußball-Bundesliga. Mehrere deutsche Meistertitel in weiteren Sportarten, u.a. Hockey, Leichtathletik.)
- BS|ENERGY Braunschweig (Basketball-Bundesliga)
- Braunschweig Lions (American Football, Deutscher Meister 1997, 1998, 1999, 2005, Eurobowl Sieger 1999, 2003)
- MTV Animals (MTV Braunschweig) (Handball-Regionalliga)
- Braunschweiger Tanz Sport Club (BTSC), National und International erfolgreichster Tanzsportverein im Formationstanzen-Standard.
- SLS Braunschweig e.V. einziger LesBiSchwuler Sportverein der Region [LINK] , Badminton, FIT for FUN, Fußball, Schwimmen, Volleyball.
- An einem Freitag zur Zeit des Sommeranfangs (Ende Juni) findet seit 1986 der Braunschweiger Nachtlauf statt. Für dieses Sportereignis mit ca. 4000 aktiven Teilnehmern und 40000 Zuschauern wird die Innenstadt für den Verkehr gesperrt, und an der Strecke findet ein großes Sommerfest statt. Während zahlenmäßig die Teilnehmer aus Ostniedersachsen dominieren, werden die Eliteläufe an der Spitze der Männer von den Teilnehmern aus Kenia und an der Spitze der Frauen von den Läuferinnen aus Osteuropa dominiert.
- Der Braunschweig Marathon ist die zweitgrößte Laufsportveranstaltung der Stadt mit ca. 700 Teilnehmern auf einer etwas hügeligen Strecke zwischen Braunschweig und Wolfenbüttel. Im Jahr 2004 erreichten 374 Läufer das Ziel. Als weitere Wettbewerbe werden ein Halbmarathon und auch ein 10 Kilometerlauf angeboten.
Regelmäßige Veranstaltungen
- Der am Sonntag vor Rosenmontag stattfindende Braunschweiger Karnevalsumzug, ist der größte Norddeutschlands und der viertgrößte in ganz Deutschland. 2005 hat er über 250.000 Besucher angezogen. Seit einiger Zeit wird versucht, dieses Karnevalstreiben historisch zu „untermauern“, indem eine Verbindung zum sogenannten „Schoduvel“ hergestellt wird. Das mittelniederdeutsche Wort „Schoduvel“ bedeutet soviel wie „Maske, Larve, (Teufels-)Antlitz“, evtl. auch „Scheuchteufel“ oder „etwas, womit man den Teufel verscheucht“; dabei handelte es sich um eine mittelalterliche Form des Karnevals, die erstmalig 1293 im Braunschweiger Stadtbuch Erwähnung fand. Eine seitdem durchgehende „Karnevalskultur“ gab es in Braunschweig aber nicht.
- Im Juli findet mit dem Sommerlochfestival - CSD Braunschweig seit 1996 das mittlerweile zweitgrößte Event lesbischer, schwuler, bi- und transsexueller Kultur und Politik in Norddeutschland statt.
- Seit 1973 findet alljährlich am ersten Wochenende im September das „Magni-Fest“ im Magni-Viertel, einer der fünf alten Braunschweiger „Traditionsinseln“ statt.
- Sehr beliebt im Juli ist das Wolters Hoffest, das sich über ein ganzes Wochenende erstreckt und mit viel Bier und Live-Bands erfreut.
- Seit 1999 findet jährlich (mit Ausnahme des Jahres 2005) die Braunschweiger Kulturnacht, die 1994 erstmalig angeboten wurde, mit kulturellen Veranstaltungen im gesamten Innenstadtbereich statt. Die 7. Kulturnacht findet am 8. Juli 2006 statt (siehe Weblinks).
- Sehr bekannt und reizvoll im November/Dezember ist der Braunschweiger Weihnachtsmarkt rund um den Dom St. Blasii.
- Regelmäßig zur Sommerferienzeit wird für Kinder und Jugendliche das Programm "Ferien in Braunschweig (FiBS)" mit ca. 150 Aktivitäten in und um Braunschweig angeboten.
Kulinarische Spezialitäten
"Typisch braunschweigisch" ist die Gestalt des Till Eulenspiegel, der aus dem Dorf Kneitlingen östlich von Braunschweig stammt und in der Stadt viele derbe, aber auch weise Scherze getrieben hat. Von seiner wilden Zeit als Bäckerlehrling zeugen die aus Kuchenteig hergestellten "Ulen un Apen" ("Eulen und Meerkatzen"), die in einer Bäckerei am Sack noch heute feilgeboten werden.
Von den einst zahlreichen Braunschweiger Brauereien produzieren heute nur noch drei in der Stadt. Die beiden großen Brauereien " Hofbrauhaus Wolters" und "Feldschlösschen" sowie die kleine Brauerei Schadt. Eine lokale Besonderheit ist die Bier-Spezialität Braunschweiger Mumme, die ihren Ursprung im mittelalterlichen Braunschweig hat (vor 1390) und in abgewandelter Form – nämlich alkoholfrei – noch heute dort produziert wird.
Eine regionale Spezialität ist weißer Spargel, der vor allem im Norden Braunschweigs in den sandigen Böden der Südheide angebaut und im Mai und Juni auf den Märkten und in vielen Gaststätten angeboten wird; Traditionell mit Schnitzel oder Schinken, modern mit Räucherlachs.
Ein traditionelles Braunschweiger Wintergericht ist Grünkohl, der in Braunschweig allerdings „Braunkohl“ heißt. Diese Bezeichnung erklärt sich „historisch“, denn beim Braunschweigischen Braunkohl handelt es sich um eine besondere Kohlsorte, die zu früheren Zeiten (Überlieferungen und Rezepte aus dem 19. Jh. bestätigen das) in den Anbaugebieten rund um die Stadt angebaut wurde. Im Gegensatz zum heute angebauten, hatte diese Sorte eine bräunlich-violette Färbung. Warum sie heute allerdings nicht mehr angebaut wird, ist unbekannt. Seit 1986 kann man aber der alten Kochkunst wieder dank eines Freilichtmuseums in der Altmark bei Salzwedel gerecht werden, denn dort wird Braunkohl seither wieder angebaut. Typischerweise wird Braunkohl nach dem ersten Frost (denn der zerstört die im Kohl enthaltenen Bitterstoffe) mit Bregenwurst und Salzkartoffeln gegessen. Dazu trinkt man ein ordentliches Braunschweiger Bier.
Schon im Mittelalter literarisch nachweislich geschätzt war Wurst aus Braunschweig. Heute überregional noch am bekanntesten ist die Braunschweiger Streichmettwurst, die authentisch von grober, weicher Konsistenz ist und mit und ohne Knoblauch angeboten wird. Eine vergleichbare Wurst ist selbst in den USA als "Braunschweiger" bekannt. Etwas fester und haltbarer ist die Schlackwurst, die traditionell in einem Fettdarm geräuchert wird. Jenseits der Region ebensowenig bekannt sein dürfte die Knackwurst, eine hellgraue, oft mit Thymian gewürzte Streichwurst, die es geräuchert wie ungeräuchert gibt und die ebenso schmackhaft ist wie ihr Inhalt rätselhaft. Eine weitere Delikatesse ist die so genannte Heidewurst, die als Konserve mit gekochter Mettwurst vergleichbar ist.
Aus dem Harzvorland südlich von Braunschweig kommt der "Harzer Käse", auch als Harzer Roller bekannt. Dieser Magermilch-Käse wird in verschiedenen Ausformungen (Handkäse, Stangenkäse, Taler) angeboten und besitzt nur ca. ein Prozent Fett. Typisches Gewürz dieses sortenabhängig von einer dünnen weißen Edelschimmel-Kruste oder einer gelben Schmiere umgebenen Käses ist Kümmel. Gern wird Harzer Käse zu Brot mit Schmalz oder Senf und Gewürzgurken gegessen (wodurch er dann nicht mehr so mager ist). Deutschlandweit bekannt wurde der Harzer Käse durch die seit 1998 zur Müller-Gruppe gehörende Käserei August Loose mit Sitz in Vienenburg. Seit 2004 wird der Harzer Käse durch die Verlagerung der Produktion in die neuen Bundesländer und die Schließung der Käserei Loose in Vienenburg nicht mehr im Harz produziert.
Lokale Obstsorten
Der Braunschweiger Pomologe, Medizinalrat und Professor Th. Engelbrecht veröffentlichte 1889 im Verlag Friedrich Vieweg, Braunschweig, das Werk "Deutschlands Apfelsorten", in welchem er insgesamt 688 Sorten beschrieb. Dabei sind mindestens zwei spezielle Braunschweiger Apfelsorten:- Braunschweiger Milchapfel Engelbrecht (1889), Nr. 140, S. 160.
- Braunschweiger Tafel-Rambour Engelbrecht (1889), Nr. 162, S. 183.
Braunschweig im Überblick

360° Panorama vom Berliner Platz
BildherkunftPersönlichkeiten
Ehrenbürger
Söhne und Töchter der Stadt
Die folgenden Personen sind in Braunschweig geboren. Ob sie ihren späteren Wirkungskreis in Braunschweig hatten, ist in dieser Aufstellung nicht berücksichtigt.
- 1777, 30. April, Carl Friedrich Gauß, † 23. Februar 1855 in Göttingen, Naturwissenschaftler
- 1777, 31. August, Ernst August Klingemann, † 25. Januar 1831, Schriftsteller
- 1784, 5. April, Louis Spohr, † 22. Oktober 1859 in Kassel, Komponist (Sinfonien, Oratorien, Opern u.a.)
- 1802, 8. April, Georg Howaldt, † 19. Januar 1883, Goldschmied, Bildhauer und Erzgießer
- 1809, 23. Oktober, August Ferdinand Howaldt, † 4. August 1883 in Kiel, Gründer der Maschinenbauanstalt "Schweffel & Howaldt" in Kiel
- 1831, 6. Oktober, Julius Wilhelm Richard Dedekind, † 12. Februar 1916 in Braunschweig, Mathematiker (Begründer der modernen Algebra)
- 1842, 26. Februar, Hugo Bußmeyer, † 1. Februar 1912 in Rio de Janeiro, Komponist
- 1843, 22. Januar, Ludwig Winter, † 6. Mai 1930 in Braunschweig, Architekt und Stadtbaurat in BS (u.a. BS Rathaus und Burg Dankwarderode)
- 1852, 5. Juni, Carl Georg Oscar Drude, † 1. Februar 1933 in Dresden, Botaniker, Universitätsprofessor und Mitbegründer der Pflanzenökologie als wissenschaftlicher Disziplin
- 1853, 28. Januar, Carl Ulrich, † 12. April 1933 in Darmstadt, Ministerpräsident des Volksstaates Hessen 1919-28
- 1853, 29. März, Hans Bußmeyer, † 21. September 1930 in Pöcking, Komponist
- 1855, 10. Januar, Werner Stein, † 18. Januar 1930 in Frohburg-Streitwald, Bildhauer
- 1864, 18. Juli, Ricarda Huch, † 17. November 1947 in Schönberg im Taunus, Schriftstellerin, Dichterin und Erzählerin
- 1883, 23. Mai, Ewald Banse, † 1953, Geograph und Schriftsteller
- 1886, 12. Mai, August Junke, † 21. November 1926, Ministerpräsident von Braunschweig 1921-22
- 1887, 15. Januar, Willy Seidel, † 29. Dezember 1934 in München, Schriftsteller
- 1894, 11. März, Otto Grotewohl, † 21. September 1964 in Berlin, Ministerpräsident der DDR 1949-64
- 1895, 31. August, Karl Fiehler, † 8. Dezember 1969 in Dießen, Politiker der NSDAP und Münchner Oberbürgermeister 1933-1945.
- 1896, 4. Mai, Werner Kraft, † 14. Juni 1991 in Jerusalem, Bibliothekar und Schriftsteller jüdischer Herkunft, lebte bis 1933 in Hannover, nach Palästina/Israel emigriert
- 1901, 7. Juli, Gustav Knuth, † 1. Februar 1987 in Küsnacht/Schweiz, Schauspieler ("Sissi"; "Der eiserne Gustav")
- 1909, 25. Mai, Alfred Kubel, † 22. Mai 1999, Ministerpräsident von Braunschweig (1946), Ministerpräsident von Niedersachsen (1970-1976)
- 1911, 26. Januar, Norbert Schultze, † 17. Oktober 2002, Komponist ("Lili Marleen"; Opern u.a. "Schwarzer Peter"; "Das kalte Herz")
- 1919, 23. Juni, Gerda Gmelin, Theaterintendantin und Schauspielerin
- 1929, 23. November, Günter Gaus, † 14. Mai 2004 in Reinbek, Journalist, Leiter der Ständigen Vertretung der Bundesrepublik in der DDR (1974-1981)
- 1947, 3. Februar, Georg Jarzembowski, Politiker und Mitglied des Europaparlaments
- 1948, 16. Mai, Michael Borgolte, Historiker in Berlin
- 1960, 16. Januar, Dirk Rühmann, Krimi-Schriftsteller
Mit der Stadt Braunschweig verbunden sind unter anderem auch die folgenden Personen, die jedoch nicht in Braunschweig geboren sind:
- Hermann Bruno Otto Blumenau, *26. Dezember 1819 in Hasselfelde/Harz, † 30. Oktober 1899, Gründer der Stadt Blumenau (Brasilien)
- Heinrich Büssing, * 29. Juni 1843 in Nordsteimke (heute Wolfsburg), † 27. Oktober 1929, Industrieller und Ingenieur
- Hoffmann von Fallersleben, * 2. April 1798 in Fallersleben (heute ein Teil der Stadt Wolfsburg), † 19. Januar 1874 in Corvey, Liederdichter ("Lied der Deutschen") und Schriftsteller
- Friedrich Gerstäcker * 10. Mai 1816 in Hamburg; † 31. Mai 1872 in Braunschweig, Schriftsteller ("Die Mississippi-Piraten")
- Heinrich Kielhorn, *2. September 1847 in Vallstedt; † 1. Dezember 1934 in Braunschweig, Pionier der Sonderschulpädagogik
- Henry Litolff, * 6. Februar 1818 in London; † 6. August 1891 in Colombes, englischer Komponist und Pianist, lebte von 1847 bis 1860 in Braunschweig, wo er den bedeutenden Henry Litolff's Verlag (für Musikliteratur) gründete
- Wilhelm Raabe, * 8. September 1831 in Eschershausen, † 15. November 1910 in Braunschweig, Autor
- Franz Trinks, * 19. Juni 1852 in Helmstedt; † 2. Oktober 1910 in Braunschweig, Erfinder der "Trinks- Arythmotyp", der ersten schreibenden Rechenmaschine der Welt
- Die Goldschmiede, Bildhauer und Erzgießer der Familie Howaldt: David Ferdinand Howaldt, Georg Ferdinand Howaldt (8. April 1802 auch in Braunschweig geboren) und Hermann Heinrich Howaldt (am 5. Januar 1848 in Braunschweig geboren)
- Die Musiker der Braunschweiger Jazz-Rap-Band Jazzkantine
Literatur
Braunschweigische Geschichte vom Mittelalter bis zur Gegenwart
- Richard Andree, Braunschweiger Volkskunde (EA Braunschweig 1901)
- Heinrich Dürre, Geschichte der Stadt Braunschweig im Mittelalter (EA Braunschweig 1861)
- Ludwig Hänselmann, Urkundenbuch der Stadt Braunschweig (4 Bände, EA Braunschweig 1873)
- Otto Hohnstein: Braunschweig am Ende des Mittelalters (EA Braunschweig 1886)
- Horst-Rüdiger Jarck, Gerhard Schildt (Hrsg.): Braunschweigische Landesgeschichte. Jahrtausendrückblick einer Region (Erstausgabe Braunschweig 2000, ISBN 3930292289)
- Erich Keyser (Hrsg.): "Deutsches Städtebuch. Handbuch städtischer Geschichte" Band III Nordwestdeutschland, 1. Teilband Niedersachsen/Bremen - Im Auftrage der Arbeitsgemeinschaft der historischen Kommissionen und mit Unterstützung des Deutschen Städtetages, des Deutschen Städtebundes und des Deutschen Gemeindetages, Stuttgart, 1952
- Carl Ludolf Friedrich Lachmann, Geschichte der Stadt Braunschweig, seit ihrer Entstehung bis 1815 (EA Braunschweig 1816)
- Richard Moderhack, Braunschweiger Stadtgeschichte, Braunschweig, 1997, ISBN 3-87884-050-0
- Philipp Christian Ribbentrop: Beschreibung der Stadt Braunschweig (2 Bände, EA Braunschweig 1789-91)
- Werner Spieß: Geschichte der Stadt Braunschweig im Nachmittelalter. Vom Ausgang des Mittelalters bis zum Ende der Stadtfreiheit 1491-1671 (2 Bände, Braunschweig 1966)
- Stefan Vockrodt, Hans Roland Nuß, Edgar Merkel: Von den "lebenden Photographien" zum Multiplex. Braunschweigs Kinos 1896 bis heute, Zelter Verlag, Braunschweig 1997, ISBN 3-931727-02-5
Braunschweig in der Weimarer Republik
- Richard Bein: Im deutschen Land marschieren wir. Freistaat Braunschweig 1930 – 1945. Braunschweig 1984
- Braunschweiger Zeitung (Hrsg.): "Wie braun war Braunschweig? Hitler und der Freistaat Braunschweig" Braunschweig 2003
Braunschweig im Dritten Reich
- Braunschweiger Zeitung (Hrsg.): Die Bomben-Nacht. Der Luftkrieg vor 60 Jahren. Braunschweig 2004
- Braunschweiger Zeitung (Hrsg.): Kriegsende. Braunschweig 2005
- Friedenszentrum Braunschweig e.V. (Hrsg.): Braunschweig im Bombenkrieg. 50 Jahre danach. Den Opfern des Krieges gewidmet. Band 1: Dokumente zur Ausstellung 30.09. – 31.10.1993. Braunschweig 1994
- ders.: Braunschweig im Bombenkrieg. 50 Jahre danach. Den Opfern des Krieges gewidmet. Band 2: Dokumente von Zeitzeuginnen und Zeitzeugen: „Bomben auf Braunschweig“. Landesmuseum 11.09. – 16.10.1994. Braunschweig 1994
- ders.: Braunschweig im Bombenkrieg. 50 Jahre danach. Den Opfern des Krieges gewidmet. Band 3: Dokumente aus der Gedenknacht 14./15.10.1994: „Die Gerloff-Berichte“. Braunschweig 1994
- Jörg Friedrich: Der Brand. Deutschland im Bombenkrieg 1940 – 1945, München 2002
- Eckart Grote: Braunschweig im Luftkrieg. Alliierte Film-, Bild- und Einsatzberichte der US-Air Force / British Royal Air Force aus den Jahren 1944/1945 als stadtgeschichtliche Dokumente. Braunschweig 1983
- ders.: Target Brunswick 1943 – 1945. Luftangriffsziel Braunschweig – Dokumente der Zerstörung. Braunschweig 1994
- Helmut Kramer (Hrsg.): Braunschweig unterm Hakenkreuz. Braunschweig 1981
- Karl-Joachim Krause: Braunschweig zwischen Krieg und Frieden. Die Ereignisse vor und nach der Kapitulation der Stadt am 12. April 1945. Braunschweig 1994
- Rudolf Prescher: Der Rote Hahn über Braunschweig. Braunschweig 1955
- Hans Johann Reinowski: Terror in Braunschweig. Aus dem ersten Quartal der Hitlerherrschaft. Bericht herausgegeben von der Kommission zur Untersuchung der Lage der politischen Gefangenen. Zürich 1933
- Ernst-August Roloff: Bürgertum und Nationalsozialismus 1930-1933. Braunschweigs Weg ins Dritte Reich. Hannover 1961
- Gunhild Ruben: Bitte mich als Untermieter bei Ihnen anzumelden – Hitler und Braunschweig 1932 – 1935. Norderstedt 2004
- Günther K. P. Starke: Das Inferno von Braunschweig. Und die Zeit danach. Braunschweig 2004
- Gerhard Wysocki: Die Geheime Staatspolizei im Land Braunschweig. Polizeirecht und Polizeipraxis im Nationalsozialismus. Frankfurt/New York 1997
Persönlich geprägte Geschichte
- Eckart Schimpf: Nachts als die Weihnachtsbäume kamen. Eine ganz normale Braunschweiger Kindheit im Chaos von Kriegs- und Nachkriegszeit (EA Braunschweig 1998)
- Hedda Kalshoven: Ich denk so viel an Euch. Ein deutsch-niederländischer Briefwechsel 1920 – 1949 (München 1995)
- Adolph Freiherr von Knigge: Die Reise nach Braunschweig (EA 1802)
- Stendhal (Pseudonym von Marie-Henry Beyle): Tagebuch in Braunschweig (dt. EA 1919)
Lexika und sonstige Nachschlagewerke zu Stadt und Land Braunschweig
- Camerer, Garzmann, Schuegraf, Pingel: Braunschweiger Stadtlexikon (EA Braunschweig 1992)
- Garzmann, Schuegraf, Pingel: Braunschweiger Stadtlexikon – Ergänzungsband (EA Braunschweig 1996)
- Jürgen Hodemacher: Braunschweigs Straßen – ihre Namen und ihre Geschichten, Band 1: Innenstadt (EA Cremlingen 1995)
- Jürgen Hodemacher: Braunschweigs Straßen – ihre Namen und ihre Geschichten, Band 2: Okergraben und Stadtring (EA Cremlingen 1996)
- Jürgen Hodemacher: Braunschweigs Straßen – ihre Namen und ihre Geschichten, Band 3: Außerhalb des Stadtrings (EA Braunschweig 2001)
- Horst-Rüdiger Jarck, Günter Scheel (Hrsg.): Braunschweigisches Biographisches Lexikon. 19. und 20. Jahrhundert (EA Hannover 1996)
Stadt- und Reiseführer
- Stefan Jacobasch, Robert Slawski: Mit dem Rad rund um Braunschweig, Zelter Verlag, Braunschweig 2004, 3. überarbeitete und erweiterte Auflage, ISBN 3-931727-04-1
Ausstellungskataloge
- Jochen Luckhardt und Franz Niehoff (Hrsg.): Heinrich der Löwe und seine Zeit. Herrschaft und Repräsentation der Welfen 1125-1235. 3 Bde, München 1995
- Cord Meckseper (Hrsg.): Stadt im Wandel. Kunst und Kultur des Bürgertums in Norddeutschland 1150 – 1650. 4 Bde, Stuttgart 1985
- Gerd Spieß (Hrsg.): Braunschweig – Das Bild der Stadt in 900 Jahren. Geschichte und Ansichten. 2 Bde, Braunschweig 1985
- Gerd Spieß (Hrsg.): Brunswiek 1031 – Braunschweig 1981. Die Stadt Heinrichs des Löwen von den Anfängen bis zur Gegenwart. 2 Bde, Braunschweig 1982
Andere Medien
DVD- Braunschweig 1945 – Bombardierung, Befreiung, Leben in Trümmern. Erinnert und kommentiert von Eckard Schimpf (Braunschweiger Zeitung und Archiv Verlag, Braunschweig 2005)
Video
- Eike Besuden: Braunschweig in: Bilderbuch Deutschland (NDR 2004)
- Peter Voigt: Frühlings Erwachen, Ventana Film 2002
Weblinks
- Offizielle Website der Stadt Braunschweig
- Offizieller Stadtplan mit Luftbildern und aktuellen Verkehrsinformationen
- Private Seite über die Stadtgeschichte, Baudenkmäler, Wirtschaft und das Land Braunschweig
- Technische Universität Braunschweig
- Braunschweig im großen Harz-Photoalbum von Raymond Faure
- Weitere Weblinks zu Braunschweig im OpenDirectory
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Diskussion der Autoren über den Artikel: Braunschweig
Der Inhalt einer früheren Version dieses Artikels wurde aus anderen Artikeln hierher kopiert, siehe de.wikipedia.org/w/wiki.phtml?title=Braunschweig_(Begriffskl%E4rung)&action=history erste Versionsgeschichte, de.wikipedia.org/w/wiki.phtml?title=Braunschweig_(Stadt)&action=history zweite Versionsgeschichte, de.wikipedia.org/w/wiki.phtml?title=Braunschweig_(Begriffskl%E4rung)&oldid=48628 erste kopierte Version und de.wikipedia.org/w/wiki.phtml?title=Braunschweig_(Stadt)&oldid=295423 zweite kopierte Version.
Ich fände zum Thema "Forschungseinrichtungen" auch noch die DLR am Forschungsflughafen erwähnenswert; da es aber vielleicht auch gute Gründe gab, nicht alle Einrichtungen aufzuführen, habe ich nichts am Artikel geändert. Rainer Bielefeld 18:28, 15. Jan 2004 (CET)
Ich finde DLR gehört dazu: Die ist bestimmt bekannter als die BBA. Diesen Satz hier würde ich streichen: "Einige Historiker zweifeln inzwischen an, ob Hitler tatsächlich je die deutsche Staatsbürgerschaft offiziell erwarb." Das hat mit BS direkt nichts zu tun und irgendwie hängt der Satz so ohne weitere Erläuterungen auch in der Luft... Die Formulierung "...Konsistenz und Aussehen" der Mumme würden "an Mineralöl" erinnern finde ich ja sehr witzig (und treffend auch), aber ob da der Link zum wirklichen Mineralöl so passend ist? Und schließlich: "Harzkäse". Ich habe in BS 20 Jahre gelebt, aber nie einen anderen Namen als "Harzer Käse" dafür vernommen.... Hat sich da was geändert inzwischen? --Henriette Fiebig 04:28, 18. Apr 2004 (CEST)
Irre ich mich, das Foto mit der Burg Dankwarderode sieht seitenverkehrt aus. --213.69.80.25 17:57, 11. Aug 2004 (CEST)
- Nö, ist richtig. Guckst Du hier:[LINK] -- Vic Fontaine 19:59, 11. Aug 2004 (CEST)
- Tatsache, jetzt sehe ich es auch :-) --217.228.237.172 23:47, 12. Aug 2004 (CEST)
NPD-Mitgliedschaft des derzeitigen OB
NPD-Vergangenheit des OB liegt jetzt 34 Jahre zurück. Damit ist das ganze für eine Biographie ja noch interessant, für sein Amt aber völlig irrelevant. Vergleiche zu einigen Bundesministern erspare ich mir jetzt.. TheK 19:15, 22. Mai 2004 (CEST)
- Frühere NPD-Mitgliedschaft des derzeitigen OB (Ist er ja nicht mehr, die Überschrift war also falsch, daher geändert). Wenn man sich auf dieser Seite - die im übrigen sehr gut gelungen ist - über Braunschweig informieren möchte, ist es doch ganz lehrreich, auch etwas über das politische Klima der Stadt zu erfahren, oder nicht? Und das spiegelt sich doch zum Teil auch in der Tatsache wieder, daß ein ehemaliges NPD-Mitglied (auch Ex-Mitglied des rechtextremen Hochschulbundes NHB, in führender Position)es in BS bis zum OB bringen konnte. Wie diese Vergangenheit zu bewerten ist, mag jeder selbst beurteilen, aber: warum sollte man diese kurze Information den Besuchern der Seite vorenthalten?
- P.S Was "einige Minister" mit o.g. zu tun haben sollen,wird nicht unmittelbar deutlich. Vermutlich sind damit Josef Fischers Frankfurter Putztruppen-Aktivitäten gemeint. Über die kann man ja auf anderen Seiten was schreiben. (Mir ging es mehr um Holocaust-Leugner und Gesinnungen, die mit unserer freiheitlich-demokratischen Gesellschaftsordnung unvereinbar sind.) (217.184.81.25; 8. Jun 2004; 19:20)
- lies seine persönliche Biographie. Er war Ende der 60er (oder war's Anfang der 70er?) für _ein Jahr_ als fast-noch-Jugendlicher in der NPD. Also eine Randnotiz in der Biographie, sonst nix. Es steht ja auch nicht beim Amt des Bundespräsidenten, dass viele der bisherigen Amtsinhaber mal in der HJ waren. (TheK; 8. Jun 2004; 19:33)
- Unabhängig von der zu diskutierenden Notwendigkeit, etwas über Hoffman in diesem Braunschweig-Artikel zu schreiben: Sicherlich ist dieser Mensch kein Rechtsradikaler, und natürlich wäre dies auch nicht mit einer einjährigen Mitgliedschaft in der NPD zu begründen. Dies als simple Randnotiz zu betrachten wäre jedoch desgleichen falsch. Dem Wesen nach ist Hoffmann vielleicht ein elitärer-wirtschaftsfreundlicher und rechtskonservativer "Verwaltungsmensch", der nicht seinem 'Intellekt' das begrenzte Dasein in rechtsradikalen Gruppierungen zumuten würde. Trotzdem sei einmal Wichtiges über diese so integer scheinende Persönlichkeit gesagt: Eines gewisse Affinität zu rechten Kreisen lässt sich nicht leugnen. So hat Hoffmann (der übrigens stellvertretender Bundesvorsitzende des "Nationaldemokratischen Hochschulbundes" [NPD-Studentenorganisation] war) noch am 30.11.2003 an einer Veranstaltung einer dem rechten Rande der Braunschweiger Burschenschaften zuzuschlagenden Burschenschaftsorganisation ("Convent Braunschweiger Burschenschaften") teilgenommen - und dort einen Vortrag gehalten. Was aber viel bedeutender ist, ist die Tatsache, dass er Ende der 80er Jahre als Stadtdirektor in Gifhorn eine ausländerfeindliche Politik vorantrieb: Im Dezember 1989 warb die von Hoffman geführte Verwaltung mit Zeitungsanzeigen für einige Beschlüsse des Verwaltungsausschusses (VA), die Gifhorn eine "harmonische Kleinstadt" bleiben lassen sollten. Der VA hatte mit den Stimmen der SPD beschlossen, den "Asylantenbestand kurzfrisitg dramatisch und mittelfristig ganz ab[zubauen]" ("Bestand" damals: 178). Der SPIEGEL (3/1990) schrieb dazu: "Was der Stadtdirektor [Hoffmann] will, bringen rechtsradikale Schmierer gerne auf die kurze Formel: 'Ausländer raus'". Neben dem bundes-Presseecho trat Hoffmann in der lokalen Presse populistische Auseindersetzungen los, im Kreistag opponierten lediglich die GRÜNEN gegen die Hoffmann'sche ausländerfeindliche Politik. "Wie diese Vergangenheit zu bewerten ist, mag jeder selbst beurteilen"...--Root axs 00:11, 11. Jun 2004 (CEST).
- Dann kommt die Gegenseite und kramt die ganzen Skandale von Glogowski (leider SPD) wieder 'raus, die den Uralt-Kram von Hoffmann ja mehrfach locker in die Tasche stecken, vor allem auf wesentlich höherer Ebene (das geht nicht gegen den Gifhorner Kreistag, sorry). Oder die Plattmachpolitik von Ex-OBin Fuchs (leider auch SPD)...Nein Danke. Das ist was für ein Politikforum oder den Spiegel oder Deinen Stammtisch, aber nichts für ein Lexikon. Außerdem: Warum schreist Du so? (80.134.244.203; 12. Jun 2004; 18:28)
- Zuerst: Ich schreie nicht, Fettschreiben diente der Übersichtlichkeit. Die Dinge, die von Seiten der SPD begangen worden sind, sind bei weitem nicht derart moralisch verwerflich - vor allem vor dem Hintergrund jüngerer deutscher Geschichte (siehe Zweiter Weltkrieg, Nationalsozialismus, Adolf Hitler und Holocaust falls du nicht weis, was gemeint ist). Zu deiner Meinung, o.g. wäre nichts für ein Lexikon, wiederhole gerne nochmal etwas, was ich oben bereits sagte: "Unabhängig von der zu diskutierenden Notwendigkeit, etwas über Hoffman in diesem Braunschweig-Artikel zu schreiben:" Wollte ich mit Obegesagtem innerhalb der Diskussion klären, wer Hoffmann eigentlich ist. Damit soll nicht gesagt sein, das dies in den Artikel gehört. Was ich mir gleichfalls jedoch vorstellen könnte wäre ein vernünftiger Part "Politik", der inhatlich politische Auseinandersetzungen in BS klärt (Kulturhaupstadt, ECE-Center, Zur Person Hoffmann, SPD-Krams). Aber dies, so mein(t)e, ist etwas anderes.--Root axs 20:38, 12. Jun 2004 (CEST)
Burglöwe
Hi! Durch Zufall habe ich gestern den schönen Artikel Braunschweiger Löwe gefunden (und eben auch unter den Sehenswürdigkeiten verlinkt): Ich würde den Artikel gern in "Braunschweiger Burglöwe" umbenennen, weil der Löwe in BS ja - falls sich in den letzten 15 Jahren nichts geändert hat ;) - auch als "Burglöwe" angesprochen wird. Spricht etwas dagegen? Gruß --Henriette Fiebig 18:06, 10. Nov 2004 (CET)
Burglöwe ist sicherlich zutreffender Matt1971 22:17, 31. Mär 2005 (CEST)
Das Wahrzeichen der Stadt Braunschweig ist der „Braunschweiger Löwe“ – es gibt nur diesen einen.
In Braunschweig selbst wird er auch als „Burglöwe“ bezeichnet – außerhalb Braunschweigs aber ist er (Nicht-Braunschweiger[inne]n) ausschließlich als „Braunschweiger Löwe“ bekannt (zumindest habe ich noch nie außerhalb Braunschweigs eine andere Bezeichnung gehört oder gelesen).
Die Benennung „Braunschweiger Burglöwe“ impliziert, dass es (in Braunschweig) mindestens noch einen anderen (als den Burg-) Löwen gibt – was nicht der Fall ist. Folglich muss der Artikel wie gehabt auch weiterhin „Braunschweiger Löwe“ heißen. Einen schönen Gruß aus Braunschweig ... --Brunswyk 22:36, 31. Mär 2005 (CEST)
Bedeutende Stand- und Denkmale
Lessing Denkmal, Entwurf Rietschel Enthüllung 29.9.1853, Herstellung Georg HowaldtQuadriga 1.Herstellung 1858-1862 Georg Howaldt, Entwurf Rietschel
Brand Schloß 23./24.2.1865,
Quadriga 2.Herstellung 1865-1868 Georg HowaldtReiterstandbild Herzog Carl Wilhelm Ferdinand von Braunschweig, Entwurf Franz Pönninger, Wien, Enthüllung 10.11.1874, Herstellung Georg Howaldt
Reiterstandbild Herzog Friedrich Wilhelm von Braunschweig, Entwurf Ernst Hähnel, Dresden, Enthüllung 10.11.1874, Herstellung Georg Howaldt
Quelle: Thieme/Becker, Allgem. Lexikon der bildenden Künstler, Band 17 S.581 --Godewind 18:36, 22. Jan 2005 (CET)
Einwohner
Ich bin der Ansicht, bei den Einwohnerzahlen sollte eine landesweit einheitliche Basis verwendet werden. Und diese bieten nur die Zahlen des Niedersächsischen Landesamtes für Statistik. Hier sind die neuesten Zahlen vom 30.09.04. Jede Kommune zählt für sich anders. Dann ergibt sich keine verläßliche Gesamtsumme. Wenn das NLS erst Zahlen von 30.09.04 hat ist mir unklar wieso die Braunschweiger Zeitung schon eine Einwohnerzahl zum 31.12.04 vorliegen haben will. Der Angabe traue ich auch nicht, denn demnach müßte die Einwohnerzahl von Braunschweig im letzten Quartal 2004 um 6000 abgenommen haben. Das halte ich für unwahrscheinlich. Also die Zahlen vom NLS verwenden und nicht irgendwelche aus der Braunschweiger Zeitung !
Genauso ist es. Geograv 23:13, 20. Mär 2005 (CET)
Braunschweiger Mumme
Verlinkung von Braunschweiger Mumme auf den Artikel "Malzbier" rückgängig machen.
Begründung:
1. Das, was bei "Malzbier" unter "Geschichte" steht ist ausgesprochen dünn und zeugt nicht von Sachkenntnis.
2. Der Inhalt ist zudem falsch (z.B. hat Christian Mumme die Braunschweiger Mumme nicht „erfunden“).
3. Bin gerade dabei einen (längeren) Artikel zum Thema schreiben - mit Fotos.
Einen schönen Gruß aus Braunschweig! --Brunswyk 08:39, 1. Apr 2005 (CEST)
- Hallo Brunswyk, ich hab' eigentlich nur "Herausgefunden", dass es sozusagen einen Artikel zur Mumme gibt. Genauer gesagt, ist es ja nur eine Weiterleitung zum Malzbier. Wenn Du meinst, dass dort falsche Sachen stehen, bzw. der Redirect so nicht in Ordnung ist, ändere das doch bitte. Ich kenne mich mit der Mumme nicht aus. Ich freue mich schon auf Deinen Artikel. Gruß Vic Fontaine 10:21, 1. Apr 2005 (CEST)
- Mumme und Malzbier sind jedenfalls verschiedene Dinge. --DarkScipio 10:13, 8. Okt 2005 (CEST)
Weblinks
Auch hier wurde die Anzahl der externen Links den Richtlinien angepasst, siehe Wikipedia:Verlinken, Wikipedia:Formatvorlage_Stadt und Wikipedia:Was Wikipedia nicht ist. Für weitere Fragen stehe ich hier gerne Rede und Antwort. Grüße --Ncnever 01:01, 27. Apr 2005 (CEST)- Hallo ncnever,
- bevor du das nächste Mal so umfangreiche Löschungen vornimmst, wäre es ganz nett, wenn du erst mal mit den Leuten, die sich die Arbeit gemacht haben, darüber diskutierst.
- Dieselbe Löschaktion hatten wir schon mal am 20. März (s. Matt1971 + Root axs).
- Davon abgesehen sind Wikipedia-„Grundsätze“ doch wohl keine Dogmen und sollten von Fall zu Fall auf ihre Sinnhaftig- bzw. –losigkeit überprüft werden.
- Ich wäre dir also dankbar, wenn du deine Löschaktion bis auf Weiteres rückgängig machen würdest.--Brunswyk 08:02, 27. Apr 2005 (CEST)
- Recht hast du! Nur wurde der Fall Städteartikel schon abgehandelt. siehe Wikipedia_Diskussion%3AVerlinken#Weblinks_auf_Nachrichten. Wenn du die Diskussion neu Ausgraben willst empfehle ich dringend meine im ersten Post angegebene Literatur genaustens zu studieren. Ansonsten - viel Spass mit dem "frischen" Artikel. Liebe Grüße --Ncnever 13:58, 27. Apr 2005 (CEST)
Landkreis
Im Rahmen der Kreisreform in Niedersachsen 1977 wurde der Landkreis Braunschweig aufgelöst- An verschiedenen anderen Stellen (Kopf des Artikels, nächster Absatz, Artikel Landkreis Braunschweig) heißt es 1974. Was ist richtig? --BerndGehrmann 12:18, 12. Jul 2005 (CEST)
Wunschzettel Braunschweig
Ich habe Brunswyk/Wunschzettel eine Liste fehlender bzw. zu ergänzender/überarbeitender Artikel zum Thema „Braunschweig“ angelegt.
Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit – im Gegenteil: Es fehlen noch Dutzende von Personen, Orten und Ereignissen. Aber für einen Anfang dürfte es erst mal reichen.
Die Liste darf auch gerne erweitert werden.--Brunswyk 13:23, 14. Aug 2005 (CEST)Schoduvel
Kann mir irgendwie nicht vorstellen, daß schoduvel ein mittelhochdeutsches Wort sein soll. Ich prüf das mal bei Gelegenheit nach. --Mkrefft 14:35, 1. Sep 2005 (CEST)- erledigt. --Mkrefft 14:58, 1. Sep 2005 (CEST)
Hitler in Braunschweig
Habe den Satz zu Hitlers Besuch in Braunschweig Juli 1935 "um mit Klagges abzurechnen" gestrichen. Die Ortsheimatpflegerin Gunnhild Ruben hält diesen Grund in ihrem Buch "Bitte mich als Untermieter bei Ihnen anzumelden!". Hitler und Braunschweig 1932-1935, ISBN 3-8334-0703-4, für unwahrscheinlich. --Rhügup 16:16, 2. Nov 2005Weblinks
Die schlimmste weblink-Farm aller deutschen Ortsartikel - mit weitem Abstand - bitte an die Konvention in Wikipedia:Weblinks anlehnen. Es gibt dafür dmoz. Rauenstein 22:07, 18. Nov 2005 (CET)
Diese Definition bzw. Erklärung des Begriff Braunschweig und dessen Bedeutung wurde zuletzt am 8.2.2006 aktualisiert (Glossar Lexikon Enzyklopädie).
-
Magdeburg, Sachsen-Anhalt, Deutschland, seit 1987
-
Omaha, Nebraska, USA, seit 1992 (Städtefreundschaft)
-
Kasan, Russland, seit 1988 (Städtefreundschaft)
-
Kiryat Tivon, Israel, seit 1985/86
-
Sousse, Tunesien, seit 1980
-
Bath, Vereinigtes Königreich, seit 1971
-
Nîmes, Frankreich, seit 1962



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