Breslau

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Der Artikel Breslau gehört zur Kategorie: Breslau, Ort in Polen (dt.), Ort der Woiwodschaft Niederschlesien
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Wappen von Breslau
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Breslau in Polen
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Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Niederschlesien
Landkreis: Kreisfreie Stadt
Einwohner: 636.268 (1. Januar 2005)
Fläche: 292,9 km²
Höhe: 111 m ü. NN
Postleitzahl: 50-041 bis 54-612
Telefonvorwahl: (+48) 71
Geografische Lage:
KFZ-Kennzeichen: DW
Wirtschaft & Verkehr
Zweige: Maschinenbau, Elektroindustrie, Chemische Industrie
Verkehrsweg: Dresden / BerlinKrakau
Nächster Flughafen: Flughafen Breslau
Stadtverwaltung
Bürgermeister: Rafał Dutkiewicz (2005)
Adresse: ul. Sukiennice 9
50-107 Wrocław
Homepage: www.wroclaw.pl
E-Mail: bpr@um.wroc.pl

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Satellitenbild von Breslau
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Breslau (poln.: Wrocław [], tschechisch: Vratislav, offizielle Bezeichnung 1741–1918 Königliche Haupt- und Residenzstadt Breslau, 1918–45 Hauptstadt Breslau), ist mit fast 640.000 Einwohnern die viertgrößte Stadt Polens, Hauptstadt der Woiwodschaft Niederschlesien und bildet als Sitz eines Erzbischofs, zahlreicher Hochschulen und Forschungsinstitute sowie Theater und Museen ein Zentrum für Kultur und Wissenschaft. Breslau liegt an der Oder inmitten einer ertragreichen Landwirtschafts- und Bergbauregion, ist aber auch im Bereich des Maschinenbaus und der Metallindustrie ein bedeutender Standort.

Von 19191945 war Breslau die Hauptstadt der neu gebildeten preußischen Provinz Niederschlesien, in der Zeit des Nationalsozialismus außerdem Hauptstadt des Gaus Nieder- und Mittelschlesien. Bereits um 1840 überschritt die Einwohnerzahl der Stadt 100.000 Einwohner, wodurch Breslau zur Großstadt wurde.

Geografie

Lage

Breslau liegt südlich des Katzengebirges an der Einmündung der Oława (Ohlau) in die Oder.

Stadtgliederung

Die Stadt Breslau gliedert sich in 5 Stadtbezirke:

Geschichte

Die Region Schlesien, zu der Breslau zählt, fand erstmals Erwähnung im Jahr 98 n. Chr. bei Tacitus und ca. 150 n. Chr. bei Ptolemäus in seinem Werk Magna Germania. Im 4. und frühen 5. Jahrhundert siedelte in der Umgebung des späteren Breslau der Wandalenstamm der Silinger, welcher Schlesien seinen Namen gab. Der Name Wortizlawa wurde erstmals um 900 erwähnt und bezeichnete Wortizlawa als slawische Marktstadt. Diese befand sich auf einer Insel nahe der drei Nebenflüsse der Oder. 990 wurde Breslau und ganz Schlesien von dem polnischen Piasten-Herzog Mieszko I erobert. Im Jahre 1000 errichtete sein Sohn Bolesław der Tapfere das Bistum Breslau. Er ließ auch um das Jahr 1000 die erste herzogliche Burg auf der Dominsel errichten, etwa an der Stelle der heutigen Martinskirche. Kurz darauf wurde innerhalb der Burganlage mit dem Bau des Domes begonnen. Das befestigte Gebiet um die Burg war schon damals eine kleine Stadt, in der etwa 1000 Menschen wohnten. Deutsche Absichten an Worlizawa wurden 1109 erkennbar, als Kaiser Heinrich V. ein Heer gegen Boleslaw Schiefmund schickte. Das deutsche Heer unterlag, das Schlachtfeld wurde als Hundsfeld bekannt. Nach Boleslaws Tod im Jahre 1138 wurde Breslau im Rahmen der Senioratsverfassung Hauptstadt des bis 1201 polnischen Teilfürstentums Schlesien. Wenig später siedelten die ersten deutschen Siedler am Südufer des Flusses, an der Stelle der heutigen Universitätsgebäude. Dort erbauten sie eine neue Stadt, die 1259 zur Hauptstadt des unabhängigen Herzogtums Schlesien aufstieg.

Während der Mongolenangriffe wurde Breslau 1241 zerstört. Das wiederhergestellte Breslau erhielt 1261 das Magdeburger Recht.

Der Name Breslau (in älteren deutschen Dokumenten Preßlau, dialektal bis 1945 Prassel) wurde gleichzeitig mit dem lateinischen Namen Vratislavia benutzt. Vratislavia bezieht sich auf den böhmischen Herzog Vratislav I. (zum Teil auch geschrieben als „Wratislaw“), der vermutlich der Gründer der Stadt ist. Der polnische Name „Wrocław“ als Bezeichnung für die Stadt Breslau geht ebenfalls auf Vratislav I zurück. Er ist bereits vor 1945 in polnischen karthographischen Werken verzeichnet gewesen. Das „W“ im Wappen der Stadt geht auf den Stadtgründer Wratislaw zurück.

Chronik

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Breslau um 1930, vom Elisabethturm gesehen
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Unter den Piasten
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Magdeburger Stadtrecht für Breslau
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  • 990 – Breslau kommt nach der Eroberung durch Herzog Mieszko I., dem Begründer der Piastendynastie in Polen, zum polnischen Staat.
  • 1000 – König Boleslaw der Tapfere gründet das Bistum Breslau.
  • 1138 – Im Rahmen der Senioratsverfassung wird Breslau Hauptstadt des polnischen Teilfürstentums Schlesien.
  • 1163 – Herzogtum Breslau entsteht unter den Nachkommen Wladyslaws des Vertriebenen, Boleslaw dem Langen und Mieszko Kreuzbein. Die inneren Konflikte der polnischen Teilfürsten schwächen das "Seniorat Polen" beträchtlich.
    Die einzelnen polnischen Teilfürstentümer werden immer selbständiger, darunter auch Schlesien, das "Seniorat Polen" zerfällt mit dem Tod des Seniorherzogs Leszek der Weiße 1227 endgültig in mehrere de facto unabhängige Teilfürstentümer; die dynastischen Verbindungen der schlesischen Piasten zu ihren piastischen Vettern in den anderen Regionen Polens bleiben weiterhin erhalten, auch Schlesien und somit auch Breslau, bleiben im Rahmen der Corona Regni Poloniae weiterhin ein Teil Polens. Der in das Reich geschasste Wladyslaw der Vertriebene leistet zwar dem römisch-deutschen Kaiser für Polen den Lehnseid, um sich seine militärische Unterstützung gegen seine Brüder zu vergewissern, die ihm eine spätere Rückkehr nach Krakau hätte ermöglichen können, doch ist sein Lehnseid kaum von Wert, da der geflohene Seniorherzog in Polen über keine reale Macht und Einfluß mehr verfügt. Er stirbt 1159 in Altenburg ohne jemals seine polnische Heimat wieder zu sehen. Erst Mitte des 14. Jahrhunderts wird Breslau territorialer Bestandteil Böhmens und damit auch des Heiligen Römischen Reiches.
  • 11631200 – Die neue herzögliche Burg an der Oder (wo heute die Universität steht) wird erbaut. Die Stadt hat seitdem drei Zentren: die herzogliche Residenz mit der unter ihrem Schutz stehenden Judenstadt, die geistliche Stadt auf der Sand- und Dominsel und die neu angelegte deutsche Kaufmannstadt um den Ring.
  • 1198 – Fürst Jaroslav von Oppeln-Neiße, Halbbruder Heinrich des Bärtigen, empfängt geistliche Weihe und wird im Jahre 1199 zum Bischof von Breslau gewählt. Bei seinem Tode 1201 vermacht er das Fürstentum dem Breslauer Stift. Breslauer Bischöfe werden Fürstbischöfe (mit Territorialgewalt bis 1811, danach nur Titular-Fürstbischöfe).
  • 1241 – Nach dem Mongoleneinfall wird die Stadt neu in strenger Gitterform angelegt
  • 1261 – Am 16. Dezember erhält Breslau das Magdeburger Stadtrecht von Herzog Heinrich III.
  • 1266 – Die Bezeichnung Bresslau wird erstmals verwendet
  • 1327 – Heinrich VI. gen. der Gute, letzter Piastenherzog von Breslau, setzt unter Mitwirkung des Rates den König von Böhmen Johann (den Blinden) von Luxemburg als Erben ein.
Unter den Luxemburgern, Matthias Corvinus und den Jagiellonen

  • 1335 – Heinrich VI. stirbt, die Wenzelskrone übernimmt Hzt. Breslau als erstes „Erbland“ in Schlesien. Der König von Böhmen setzt einen Landeshauptmann zur Verwaltung des Landes ein. 1359–1635 übte der Rat von Breslau diese Funktion aus und hatte also Sitz und Stimme im schlesischen Fürstentag.
  • 1342 und 1344 – Zwei große Brände verheeren die Stadt, die noch schöner aufgebaut wird.
  • 1348 – Im Vertrag von Namslau verzichtet der polnische König und Souverän Polens, Kasimir der Große, auf seine dynastischen Rechte an Schlesien (Breslau) zu Gunsten Böhmens. Er wird den Vertrag später beim Papsttum versuchen zu widerrufen.
  • 1418 – Aufstand der Handwerker gegen die Patrizier, 7 Ratsherren werden im Rathaus ermordet. Kaiser-König Sigismund schlägt den Aufstand nieder und lässt 27 Anführer hinrichten
  • 13871474 – Die Stadt ist als Mitglied der Hanse verzeichnet, Zeit der höchsten Blüte des Handels
  • 1451–1454 – Der von Papst Nikolaus V. entsandte Wanderprediger Johannes Capistranus verweilt in Breslau und hält auf dem Salzring flammende Reden gegen Hussiten, Muslime und Juden, gegen Prunksucht und Leben im Überfluss. Große Scharen von Pilgern aus ganz Schlesien und dem übrigen Heiligen Römischen Reich, aus Polen, aus Livland und dem Kurland strömen nach Breslau, um ihn zu hören.
  • 1463 – Breslau will den hussitischen König Georg von Podiebrad von Böhmen als Landesherrn in Schlesien nicht anerkennen und tritt unter den Schutz des Papstes Pius II.
  • 1466 – Breslau beteiligt sich am Krieg gegen Böhmen und verbündet sich mit dem ungarischen König Matthias Corvinus.
  • 1474 – König Matthias übernimmt die Herrschaft in Schlesien und Breslau, die damit der Stephanskrone unterstellt werden und eine neue, viel strengere Verfassung bekommen
  • 1490 – Corvinus stirbt, Breslau kommt wieder unter böhmische Hoheit, die von den aus Polen-Litauen stammenden Jagiellonen, Wladyslaw der Pole und Ludwig II. von Böhmen und Ungarn, ausgeübt wird.
  • 1505 – König Wladislaw II. der Jagiellone von Böhmen genehmigt die Gründung einer Universität in Breslau, das Projekt wird indessen nicht verwirklicht.
  • 1523 – die Reformation hält ihren Einzug nach Breslau. Der evangelische Theologe Johann Heß wird gegen Einsprüche des Domkapitels als Pfarrer an die Magdalenenkirche berufen
  • 1525 – in diesem Jahre wird der evangelische Theologe Ambrosius Moibanus als Pfarrer an die Elisabethenkirche berufen. Gemeinsam mit Johann Heß leitet er die Organisierung der evangelischen Kirche in Schlesien.
  • 1526 – Ludwig II. von Böhmen und Ungarn stirbt in der Schlacht bei Mohacz gegen die Türken.
Unter den Habsburgern

  • 1526 – König Ludwig II. von Böhmen und Ungarn fällt in der Schlacht bei Mohács. Die Habsburger übernehmen laut Erbverbrüderungsvertrag mit den Jagiellonen Breslau und andere Erblande in Schlesien und behalten sie bis 1741.
  • 1533 – Erster Stadtmedicus wird angestellt
  • 1632 – Während des 30-jährigen Krieges werden Teile der Stadt von sächsischen und schwedischen Truppen besetzt gehalten.
  • 1633 – Breslau will sich von Habsburg trennen und als freie Reichsstadt anerkannt werden, hat aber keinen Erfolg.
  • 1633 – Die große Pest wütet in Breslau, von 40.000 Einwohnern sterben 18.000.
Hauptstadt der deutschen Literatur: 1630–1670

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Breslau um 1640 (Merian)
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  • 1630: Martin Opitz (geb.1597) kommt von seinen Reisen nach Schlesien zurück. Um ihn gruppieren sich in seiner Heimat als erste Generation (oft 1.Schlesische Dichterschule genannt, Frühbarock) die Dichter Christoph Köhler, Wenzel Scherffer von Scherffenstein, Daniel Czepko und Dorothea Eleonore von Rosenthal. Unter der Führung der Schlesier entwickelt sich die deutsche Literatur der Epoche zum Stil des Frühbarock mit vielen Metaphern. Besondere Achtung wird auf die grammatische und syntaktische Korrektheit des schriftsprachlichen Ausdrucks gelegt.
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Breslau, zweite Hälfte 17. Jahrhundert (Merian)
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  • 1640 – Die so genannte 2.Schlesische Dichterschule Spätbarock besteht aus Angehörigen einer Generation, die 16–20 Jahre jünger ist als die opitzsche und zeigt viel ausgeprägtere und mannigfaltigere Dichterpersönlichkeiten wie Andreas Gryphius, Christian Hofmann von Hofmannswaldau, Daniel Caspar von Lohenstein und Johannes Scheffler Angelus Silesius. Die klare sprachliche Korrektheit eines Opitz muss jetzt gekünstelter Lieblichkeit weichen und die Metaphorik wird um Heranziehung von Geruch, Geschmack und Tastsinn erweitert. Der Roman der Epoche erhält einen belehrenden Zweck, zur Schau wird enzyklopädische Gelehrsamkeit getragen.
  • 1740 – Das Heer Friedrich des Großen belagert Breslau.
  • 1741 – Am 10. August kapituliert die Stadt Breslau.
  • 1741 – Am 7. November huldigen die schlesischen Stände unter Führung des Konsistorialpräsidenten und Oelsner Landeshauptmanns Kaspar Leonhard Moritz von Prittwitz (1687–1746) im Breslauer Rathaus Friedrich dem Großen.
Unter den Hohenzollern
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Breslau und Umgebung um 1900; Namen auf Deutsch (in Klammern sind die nach 1945 eingeführten polnischen Ortsnamen angeführt)
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  • 1742 – Österreich übergibt Schlesien an Preußen
  • 1742 – Die „Schlesische Zeitung“ und der Korn-Verlag entstehen, die bis 1945 existieren sollten. Der Korn-Verlag verlegte auch polnischsprachige Literatur im benachbarten Polen.
  • 1750 – Friedrich der Große kauft das Palais des Freiherrn von Spätgen und baut es zu einer Königsresidenz aus.
  • 1757 – Im Siebenjährigen Krieg besetzen die Österreicher die Stadt, geben sie jedoch nach der Schlacht bei Leuthen auf.
  • 1760 – 1765 – Der Dichter Gotthold Ephraim Lessing verbringt 5 Jahre in Breslau als Sekretär des Generals Friedrich Bogislav Graf von Tauentzien.
  • 1807 – Die Stadt wird von den Rheinbundtruppen erobert und bis 1808 besetzt gehalten. Die Kontinentalsperre bringt den Leinwandhandel zum Erliegen.
  • 1807–1810 – Die Befestigungen werden geschleift. Fast alle Stifte und Klöster werden 1810 säkularisiert, so wurde zum Beispiel das Sandstift zur Universitätsbibliothek.
  • 1811 – Die Universität Viadrina wird aus Frankfurt (Oder) nach Breslau verlegt und vereinigt sich mit der dortigen Jesuitenhochschule zur Schlesischen Friedrich-Wilhelms-Universität.
  • 1813 – Breslau wird zum Ausgangspunkt der Befreiungsbewegung gegen Napoleon I.; König Friedrich Wilhelm III. erlässt seinen Aufruf „An Mein Volk“.
  • 1821 – Der evangelisch-lutherische Bischof Breslaus bekommt einen katholischen Kollegen: Die Diözese Breslau wird vom Erzbistum Gnesen, dem sie seit dem Jahre 1000 untertan war, unabhängig.
  • 1829 – Breslau hat schon 84.904 Einwohner.
  • 1832 – Breslauer Adressbuch 1832
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Breslau um 1895
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Jahrhunderthalle; heute Hala Ludowa
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  • 1829–1840 – Die Bedeutung Breslaus als Handelsstadt beginnt zu sinken.
  • 1840 – Breslau hat 100.000 Einwohner.
  • 1849 – Breslauer Industrie beginnt zu entstehen: Mühlen und Braubetriebe, Ölmühlen und Spritfabriken, chemische- und Metallindustrie (zum Beispiel Linke-Hoffmann-Werke, Eisenbahnwaggonbau), daneben auch Bekleidungs-, Möbel- und Papierfabriken
  • 1850–1890 – Das Stadtgebiet wächst durch zahlreiche Eingemeindungen. Breslau erreicht gegen Ende des 19. Jahrhunderts die Zahl von beinahe 500.000 Einwohnern.
  • 1905 – 57,5 % der Bewohner Breslaus sind evangelisch, 36,6 % römisch-katholisch.
  • 1910 – Die Technische Hochschule wird eingerichtet.
  • 1910 – Bei einer Volkszählung geben 95,71 % der Bewohner Deutsch, 2,95 % Polnisch, 0,67 % Deutsch und Polnisch und 0,68 % Tschechisch als Muttersprache an.
  • 1910–1913 – Hervorragende moderne Bauwerke entstehen, die Kaiserbrücke (1910), die TH und die Jahrhunderthalle (1913).
Weimarer Republik, Drittes Reich und Zweiter Weltkrieg

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Breslauer Rathaus um 1900
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  • 1919 – Breslau wird Hauptstadt der neugegründeten Provinz Niederschlesien. Erster Oberpräsident Niederschlesiens wird Felix Philipp (SPD).
  • 1921 – Bei den Wahlen zum niederschlesischen Provinziallandtag erreicht die SPD mit 51,19 % der Stimmen die absolute Mehrheit.Es folgen das katholische Zentrum mit 20,24 %, die Deutsche Volkspartei (DVP) mit 11,9 % und die Deutsche Demokratische Partei (DDP) mit 9,52 %.
  • 1925–1930 – Nach der Eingemeindung von 54 Dorfgemeinden und Gutsbezirken erreicht Breslau auf einer Fläche von 175 km² eine Einwohnerzahl von 600.000.
  • Am 12. März 1933 wird in Breslau-Dürrgoy durch die Nationalsozialisten ein Konzentrationslager für männliche politische Gefangene eröffnet. In ihm waren circa 800 bis 1000 politische Gefangene inhaftiert zumeist Sozialdemoraten, Kommunisten und deutsche jüdischen Glaubens. Bereits im Herbst 1933 wurde das Lager wieder aufgelöst.
  • Ab Mitte 1944 wurden in Breslau zwei Außenlager des KZ Groß-Rosen errichtet. Die Zwangsarbeiter von Lager 1 arbeiteten in den FAMO-Werken (Fahrzeug und Motorenbau) bei der Herstellung von Flugzeugmotoren. Die genaue Anzahl der Zwangsarbeiter in Lager 1 ist nicht bekannt. Lager 2 hatte 520, nach anderen Angaben zwischen 700 und 1000 Insassen. Die Zwangsarbeiter in Lager 2 arbeiteten bei den Firmen Borsig und Linke-Hoffmann. Etwa sieben Monate nach ihrer Gründung wurden beide Arbeitslager aufgelöst. Die ausschließlich männlichen Insassen beider Lager wurden am 23. Januar 1945 wurden über das KZ Groß-Rosen in das KZ Buchenwald verschleppt.
  • 1944 – Im Herbst die ersten Bombenangriffe der Alliierten.
  • 1944 – Breslau wird zur Festung erklärt, obwohl es zur Verteidigung ganz ungeeignet ist.
  • 1945 – 19. Januar: 7 Tage nach dem Durchbruch der Roten Armee an der Weichsel ergeht Evakuierungsbefehl. In Breslau bricht Panik aus.
  • 1945 – Januar: Sowjetische Truppen nähern sich Breslau, alle Schulkinder werden evakuiert (vornehmlich nach Böhmen), etwa 75 % der Einwohner fliehen in Richtung Böhmen oder Sachsen. Tausende kommen dabei im strengen Winter auf elende Weise um.
  • 1945 – Am 15. Februar ist die Stadt von der Roten Armee eingekreist, in der Stadt befinden sich noch etwa 150.000 Einwohner und 40.000 Soldaten.
  • 1945 – Februar-Mai: Schwere Kämpfe, Brände und Zerstörungen
  • 1945 – 7. Mai: Die Stadt kapituliert, 65 %–80 % der Gebäude liegen in Ruinen, davon 400 bekannte Baudenkmäler. Erstaunlicherweise blieben das Rathaus und viele Häuser am Ring unzerstört.
  • 1945 – 9. Mai: Sowjetische Militärbehörden übergeben die Verwaltung der Stadt an Polen.
Volksrepublik Polen (Sozialismus)
  • 1945 – Mai/Juni: Viele geflohene Breslauer kehren – in Unkenntnis der Beschlüsse von Jalta – zurück. Die Neiße-Übergänge (insbesondere in Görlitz) sind zunächst geöffnet.
  • 1945 – 30. Juni: Die neuerrichteten Übergänge an Oder und Neiße werden geschlossen. Heimkehrwillige können nicht mehr nach Breslau zurückkehren. In Görlitz bilden sich Rückstaus am Neißeübergang.
  • 1945 – Juli: In der Stadt befinden sich noch etwa 300.000 deutsche Einwohner, die schrittweise zunächst vertrieben, später zwangsausgesiedelt werden (bis 1948). Polnische Neu-Breslauer besiedeln die Stadt, vornehmlich aus Zentralpolen, stärker ins öffentliche Bewusstsein treten polnische Vertriebene aus Lwów/Lemberg und anderen polnischen Gebieten östlich des Bug, die die UdSSR annektiert hatte.
  • 1945 – 2. August: Potsdamer Abkommen. Polen erhält von den Alliierten die Verwaltungshoheit in Schlesien, gleichzeitig erhält es die Vollmacht zur „humanen Aussiedelung“ der ansässigen deutschen Bevölkerung. Der Begriff „humane Aussiedelung“ wird hierbei als Synonym für eine nahezu vollständigen „ethnischen Säuberung“ Breslaus von seiner deutschen Zivilbevölkerung verwandt.
  • 1945 – November: Viele Breslauer sterben aufgrund von Nahrungsknappheit. Wohnungen und Geschäfte werden geplündert (Bericht in der Zürcher Weltwoche).Es kommt zu massiven sexuellen Übergriffen gegenüber der weiblichen deutschen Zivilbevölkerung durch sowjetische und polnische Soldaten.
  • 1946 – 8. März: Enteignung der deutschen Bewohner. Enteignet wird „jegliches Vermögen“ einschließlich Wohnungen und Einrichtungsgegenstände.
  • 1946 – Sommer: Die Zahl der polnischen Einwohner steigt auf etwa 30.000, die Zahl der Deutschen liegt mit fallender Tendenz noch darüber.
  • 1946 – 31. Oktober: Auflösung der Evangelischen Kirche von Schlesien östlich von Oder und Neiße. Offizielle Schließung des evangelischen Bischofssitzes von Breslau durch polnische Behörden.
  • 1946 – 4. Dezember: Ausweisung des Bischofs der Evangelischen Kirche von Schlesien, Ernst Hornig.
  • 1948 – Die Stadt zählt 300.000 polnische bzw. ukrainische und 7.000 deutsche Einwohner.
  • 1955 – Der Wiederaufbau der Altstadt beginnt.
  • 1965 – 475.000 Einwohner
  • 1970 – 1980 – Gründung von vielen neuen Wohnsiedlungen in den Vorstädten (Plattenbauten).
Dritte Polnische Republik
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Oderflut 1997, Dąbrowski- und Podwalestraße in der Nähe des Deutschen Konsulats; links: Stadtgraben
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  • 1990 – heute: Der Wiederaufbau nimmt sich nun auch dezidiert deutschen Kulturerbes an und integriert dieses in die (polnische) Breslauer Lokalidentität.
  • 1997 – Juli: Die Oderflut trifft Breslau mit voller Wucht. Die historischen Gebäude werden verschont, während viele Wohnhäuser aus der Gründerzeit schwer beschädigt werden und nach dem Ende der Überschwemmung abgerissen werden müssen.

Wappen der Stadt

  1. Das von Kaiser Karl V. der Stadt verliehene Wappen (verwendet 1530 bis 1938, 1945 bis 1948 und wieder ab 1990) ist ein quadrierter Schild mit Mittelschild, in der Mitte Johannes des Täufers Kopf in einer silbernen Schüssel, im ersten Felde der böhmische Löwe, im zweiten der schlesische Adler, im dritten ein „W“ (das sich auf den Gründer der Stadt Wratislaw bezieht), im vierten das Haupt Johannes des Evangelisten. Die beiden Johannes sind neben der Hl. Hedwig besondere Patrone der schlesischen Kirche.
  2. Das Stadtwappen der NS-Zeit (verwendet ab 1938 bis 1945) war ein horizontal halbierter Schild mit zwei Feldern, im oberen Feld der schlesische Adler, im unteren Eisernes Kreuz von 1813.
  3. Das Stadtwappen, unter der kommunistischen Regierung 1948 bis 1990 verwendet, war ein vertikal halbierter Schild mit zwei Feldern, im rechten Felde der (halbe) weiße polnische Adler der Volksrepublik (also ungekrönt), im linken Felde der (halbe) schlesische Adler, ebenfalls ungekrönt.

Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohner
1800 64.500
1831 89.500
1850 114.000
1852 121.100
1880 272.900
1900 422.700
1910 510.000
1925 555.200
1933 625.200
1939 629.600

Jahr Einwohner
1946 171.000
1956 400.000
1960 431.800
1967 487.700
1970 526.000
1975 579.900
1980 617.700
1990 640.600
1999 650.000
2003 638.000

Kultur und Bildung

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Universität Breslau
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In Breslau befinden sich neun Hochschulen, nämlich die Universität Breslau, Päpstliche Theologische Fakultät, Medizinische Akademie, Technische Hochschule und Hochschulen für Wirtschaft, Landwirtschaft, Sport, Musik und Kunst.

Die größten Universitäten sind die Technische Hochschule Breslau (Politechnika Wrocławska) und die Universität Breslau (Uniwersytet Wrocławski/Universitas Vratislaviensis), die einstige Schlesische Friedrich-Wilhelm-Universität zu Breslau. Sie wurde 1702 von den Jesuiten gegründet, 1811 erneuert und erweitert unter der Regierung Friedrich Wilhelm III. von Preußen, der die Universitas Viadrina in Frankfurt (Oder) mit der Breslauer Lehranstalt vereinigte). Sie steht an der Stelle der alten Königlichen Burg von Breslau, die von Kaiser Leopold I. dem Orden geschenkt und abgerissen wurde und ist eines der schönsten Baudenkmäler des österreichischen Barocks. Das spätere preußische Königsschloss im Rokoko- und klassizistischen Stil entstand im 18./19. Jh.und ist nur noch teilweise erhalten. Dort erließ Friedrich Wilhelm III. am 17. März 1813 den Aufruf an Mein Volk und stiftete das Eiserne Kreuz.

Sehenswürdigkeiten

Sand- und Dominsel

  • Breslauer Dom (kath.)
  • Sandkirche (gotisch, 1334–1440) (kath.)
  • St. Annakirche (baroc, 18.Jh.) (jetzt St. Kyrill und Methodius, orthodox)
  • ehem. St. Annakirche (gotisch, 15. Jh.) (jetzt Wohnhaus)
  • St. Ägidienkirche (rom. 13 Jh.) (kath.)
  • St. Martinkirche (frühgotisch. 13 Jh.) (kath.)
  • St. Petrus-und-Paulus-Kirche (gotisch, 15. Jh.) (kath.)
  • Doppelkirche z. Hl. Kreuz u. St. Bartholomäus (13.-14. Jh.) (kath., untere Kirche ehem. ukrainisch-uniert)
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Die Oderinsel in Breslau: rechts die Dominsel, in der Mitte die Sandinsel
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Altstadt – Stadtmitte um den Ring

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Der Ring mit Magdalenenkirche (Blick Richtung Südosten)
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  • Rathaus (gotisch, 14711504)
  • ehem. Städtische Pfarrkirche St.Elisabeth, heute Basilika, Garnisonskirche (gotisch, um 1330 begonnen) (kath.), nach dem Brand 1976 wiederhergestellt
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Die Naschmarktseite des Rings
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  • Städtische Pfarrkirche St.Maria Magdalena (gotisch 14.–15. Jh.) (altkath.)
  • Dorotheenkirche (Die Kirche St. Stanislaus, Wenzel und Dorothea) (gotisch, nach 1450) (kath.)
  • Minoritenkirche St. Vinzenz (gotisch, begonnen 1232) (ukrainisch-unierte Kathedrale)
  • Bernhardinerkirche (gotisch, 14631502) (Museum der Architektur)
  • Christophorikirche (gotisch, 15. Jh.) (evang., deutsche Gottesdienste)
  • St. Matthias (gotisch, 14 Jhd.) (kath.)
  • Adalbertkirche (gotisch, 13.–15. Jhd.) (kath.)
  • Jesuitenkirche (barock, 17./18. Jh.) (kath.)
  • St. Barbara (gotisch, 14.–15. Jh.) (orthodoxe Kathedrale)
  • Universität mit der Aula Leopoldina, Oratorium Marianum, (barock, Anfang 18.Jh.)
  • Ehemaliges Königsschloss (Rokoko, 18. Jh.) Palais Friedrich II. erhalten. Von den späteren Anbauten auf der Nord- und Südseite (nach Plänen von Friedrich August Stüler um 1845 und 1865 erbaut) steht nur ein kleiner Teil. (Städtisches Museum)
  • Ehemalige Hofkirche (klass. 1747–50) (evang.)
  • Stadttheater (1841, abgebrannt 1865 und 1871, zweimal wiedererrichtet, preußischer Klassizismus), geschaffen von Carl Ferdinand Langhans, nach dem Renovierung wiedergeöffnet
  • Viele wertvolle Bürgerhäuser am Ring und in den Gassen ringsum
  • Markthalle, Stahlbetongebäude mit historisierenden Fassaden (Richard Plüddemann, 1908)
  • Ehemaliges Geschäftshaus an der Junkernstraße (jetzt Westbank), von Hans Poelzig (1911)
  • Ehemalige Mohrenapotheke (jetzt Lokalredaktion der Gazeta Wyborcza), umgestaltet und aufgestockt von Adolf Rading in 1928
  • Ehemaliges Petersdorf (nach dem Zweiten Weltkrieg Kameleon) – Warenhaus, erbaut von Erich Mendelssohn 1929 an der Schuhbrücke (poln. ul. Szewska)
  • Nationalmuseum, ehemaliges „Altes Regierungsgebäude“, (poln. Muzeum Narodowe we Wroclawiu), Neurenaissance, nach 1860: Schlesische Kunst des 16.–19. Jh., Sztuka Slaska w.
  • Neues Regierungsgebäude (NS-Stil, nach 1933), heute Woiwodschaftsamt
  • Panorama von Racławice (Monumentales Rundgemälde, 1893/94 entstanden, aus Lemberg überführt), Gebäude nach 1960 von Marek Dziekoński

Ohlauer und Schweidnitzer Vorstadt

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Breslauer Hauptbahnhof
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  • Ehemaliges Wertheim (nach dem Zweiten Weltkrieg PDT, jetzt Renoma) – Warenhaus, von Prof. Hermann Dernburg 1929 errichtet am Tadeusz-Kosciuszko-Platz, ehem. Tauentzienplatz.
  • Ehemalige Strafanstalt am Schweidnitzer Stadtgraben (poln. Podwale), Romantik, Schinkelschule, Türme von König Friedrich Wilhelm IV. entworfen
  • Prächtige Patriziervillen am Ohlauer Stadtgraben (poln. Podwale)
  • Hauptbahnhof an der Gartenstraße (um 1850, Romantik, Wilhelm Grapow, Schinkelschule)
  • Freiburger Bahnhof am Berliner Platz (poln. Plac Orląt Lwowskich)

Südliche Außenviertel

Richtung Osten (Hundsfeld und östl. Innenstadt)

  • Kaiserbrücke (poln. Most Grunwaldzki, Hängebrücke, 1910 erbaut)
  • Kaiserstrasse (poln. Plac Grunwaldzki), zwischen der Kaiserbrücke und der Fürstenbrücke. Ein ganzes Stadtviertel (Scheitnig) wurde Anfang 1945 auf Befehl des NS-Gauleiters Karl Hanke dem Erdboden gleichgemacht, um ein Flugfeld zu schaffen über das die eingeschloßene Stadt aus der Luft versorgt werden sollte. Auf dem Flugfeld landete jedoch, aufgrund des völligem Zusammenbruchs der deutschen Luftwaffe, nur kurz vor Kriegsende ein einziges Flugzeug, das eine neue Uniform für Hanke mitbrachte.
    • Siedlung Kaiserstrasse (poln.Osiedle Grunwaldzkie , Hochhäuser um 1968 von Jadwiga Hawrylak-Grabowska
    • Gebäude der Technischen Universität Breslau
  • Jahrhunderthalle (poln. Hala Ludowa (Volkshalle)), errichtet 1913 von Max Berg und Günther Trauer zum 100-jährigen Jubiläum der Befreiungskriege, erster Stahlbetonbau Deutschlands in diesen Ausmaßen
  • Ausstellungsgebäude der Jahrhundertausstellung (sog. Vier-Kuppel-Bau), errichtet 1913 von Prof. Hans Poelzig
  • Scheitniger Park (poln. Park Szczytnicki) (19. Jh., romantisch)
  • WuWa-Siedlung, Häuser der Werkbundausstellung in 1929, u. a. Turmhaus von Adolf Rading und Ledigen-Wohnheim von Hans Scharoun

Söhne und Töchter der Stadt

Aufgelistet in chronologischer Reihenfolge ohne Anspruch auf Vollständigkeit

einschließlich 18. Jahrhundert

19. Jahrhundert

20. Jahrhundert

mit Breslau verbundene Persönlichkeiten

(in alphabetischer Reihenfolge)

Literatur

  • Traud Gravenhorst: Schlesien – Erlebnisse eines Landes. Korn, Breslau 1938 (Neuausgabe: Bergstadtverlag Korn, München 1952)
  • Hugo Hartung: Der Himmel war unten. Bergstadtverlag Korn, München 1951 (Roman)
  • Władysław Jan Grabski: Dwieście miast wróciło do Polski. Poznań 1948.
  • Władysław Jan Grabski: Trzysta miast wróciło do Polski. Informator historyczny 960–1960. Pax, Warszawa 1960
  • Paul Peikert: Festung Breslau in den Berichten eines Pfarrers. 22. Januar bis 6. Mai 1945. Berlin, VOB Union-Verlag 1966 (Neuausgabe: Wroclaw 2000)
  • Klaus Ullmann: Schlesien-Lexikon. Für alle, die Schlesien lieben. 6. verbesserte Auflage, Kraft, Würzburg 1992 ISBN 3-8083-1168-1
  • Norman Davies, Roger Moorhouse: Die Blume Europas. Breslau – Wroclaw – Vratislavia. Die Geschichte einer mitteleuropäischen Stadt. Droemer Knaur, München 2002 ISBN 3-426-27259-8
  • Hugo Weczerka (Hrsg.): Handbuch der historischen Stätten. Schlesien. 2. verbesserte und erweiterte Auflage, Kröner, Stuttgart 2003 ISBN 3-520-31602-1
  • Małgorzata Urlich: Reiseführer durch Breslau. Wegweiser zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten. Via Nova, Wrocław 2005. ISBN 8388649906
  • Janusz Czerwinski, Mariola Malerek: Breslau und Umgebung. 5. überarbeitete Auflage, Laumann, Dülmen 2003 ISBN 3-89960-098-3 (Reiseführer)
  • Gleiss, Horst: Breslauer Apokalypse 1945, Dokumentarchronik vom Todeskampf und Untergang einer deutschen Stadt und Festung am Ende des Zweiten Weltkrieges unter besonderer Berücksichtigung der internationalen Presseforschung, persönlicher Erlebnisberichte von Augenzeugen und eigenen Tagebuchaufzeichnungen. 10 Bände (12183 Seiten), Naturia et Patria Verlag, Wedel 1986–1997
  • Ernst Hornig: Breslau 1945. Erlebnisse in der eingeschlossenen Stadt. Bergstadtverlag, Würzburg 1986. ISBN 3870570636
  • Gregor Thum: Die Fremde Stadt Breslau 1945. Siedler 2003. ISBN 3886807959
  • Marek Graszewicz, Marek Zybura: Wrocław liryczny – Lyrisches Breslau. Wirydarz, Wrocław 1997. ISBN 83715500
  • Dagmar Nick: Jüdisches Wirken in Breslau. Der alte Asch und Bauer – geborgene Erinnerung. Oficyna Wydawnicza ATUT, Wrocław 2005. ISBN 8389247666
  • Encyklopedia Wrocławia. Wydawnictwo Dolnośląskie, Wrocław
  • Deutscher Städteatlas. Band: IV; 5 Teilband. Acta Collegii Historiae Urbanae Societatis Historicorum Internationalis – Serie C. Im Auftrag des Kuratoriums für vergleichende Städtegeschichte e. V. und mit Unterstützung der Deutschen Forschungsgemeinschaft, hrsg. von Heinz Stoob †, Wilfried Ehbrecht, Jürgen Lafrenz und Peter Johannek. Stadtmappe Breslau, Autor: Hugo Weczerka. ISBN 3-89115-035-0; Dortmund-Altenbeken, 1989

Weblinks

csb:Wrocław nds:Breslau simple:Wrocław


Diskussion der Autoren über den Artikel: Breslau


Breslaus Geschichte

Ich glaube, die Geschichte wird etwas zu knapp behandelt - es handelt sich ja um die ehemalige "Königliche Haupt- und Residenzstadt"! (Neben Berlin und Königsberg). Im Falle von kleinem Glogau ist es bereits ausführlicher...

Googeln wir doch...:

->"Geschichte der Stadtentwicklung"

->"Geschichte Schlesiens"

Sobald ich wieder Zeit habe, suche ich weitere Quellen und Links - vielleicht habe ich auch was auf dem Papier zuhause, was man zitieren könnte... :-)

AN

Das Meiste schon erledigt. AvF

Ja, sehe ich... :-) Ich hätte noch einen Link zum Thema "Festung Breslau":

ZDF:_Festung_Breslau


(auch - wohl fälschlich mit "z" geschrieben: Wrozlaw, poln. Wrocław)

 --Hutschi 15:33, 27. Apr 2004 (CEST)

Über Breslau gibt es ein zweibändiges umfangreiches Lexikon von einem ehemaligen Offizier, der im 2. Weltkrieg in der "Festung Breslau" eingesetzt war.--145.253.2.28 07:34, 9. Aug 2005 (CEST)


URV?

Zu meinem Rollback vom 17.5., 10:26: das kann die URV nicht gewesen sein, was 172.182.43.148 da eben gelöscht hat... --Langec 10:29, 17. Mai 2004 (CEST)

Bilder

Hätte gerne aus der polnischen Wikipedia ( [LINK] ) noch einige der wirklich guten Bilder eingefügt. Komme aber mit der Syntax nicht klar, wenn sich also jemand besser auskennt, bitte... --Paelzeur 10:07, 24. Jan 2005 (CET)

aber bitte vorsichtig! .. keine Gallerie! .. für ne schöne Gallerie gibts Commons (siehe Wikipedia:Commons) den verweis habe ich inzw. in den artikel eingebaut! ... denkt an die leute mit langsamen internet; nicht mit Bildern überfrachten! .. Hauptbestandteil sollte der Text sein! .. danke! ...Sicherlich 10:30, 24. Jan 2005 (CET) mehr habe ich dir auf deiner disk.-seite geantwortet

Neutral oder nicht

Nicht neutrale Beschreibung rückgängihg gemacht!

wieso soll hier von humaner aussiedelung gesprochen werden ohne dies in anführungszeichen zu setzen es ist historisch wohl kaum bestreitbar das dies keine humane aussiedlung war und den tatbestand einer ethnischen säuberung eindeutig erfüllt.dies unkommentiert so stehen zu lassen erweckt bei einem historisch unkundigen leser schließlich auch einen massiv geschichtklitternden eindruck.Die verbrechen an der deutschen zivilbevökerung sind historisch eindeutig belegt ein weglassen dieser tatsachen aus einer scheinbaren political correctness ist geschichtsmanipulation zugunsten der täter und eine schlag ins gesicht der opfer. auch scheinbar unangenehme wahrheiten müssen ihren platz in einer nach wissenschaftlichen massstäben haltbaren historischen beschreibung haben.

Alles klar... Nun sag mal, hältst du diesen satz für angemessen bzw. NPOV: "Es kommt zu massiven sexuellen Übergriffen gegenüber der weiblichen deutschen Zivilbevölkerung durch sowjetische und polnische Soldaten." Woher weißt du das so genau? Aus der b**d-zeitung? Ich hab mit ein paar alten breslauer gesprochen, auch über ihre letzte kriegstage und auch verschiedene berichte gelesen (z.B. von Peikert). Die "massivität" der angriffe kann man in dem damals bestehenden kontext für angemessen halten. OK, man kann in solchem ton schreiben, aber wenn schon dann konsequent. Dann soll man die "evakuation" durch dt. wehrmacht der etwa 3/4 einwohner der stadt auch als vertreibung beschreiben, zumal waren die leute manchmal 30 km zu fuss zu laufen gezwungen bei -10 grad oder so.

Ausserdem versteh ich überhaupt nicht, wieso du in einer deinen redaktionen den satz "Der polnische Name "Wrocław" ist ebenso alt wie der deutsche und wurde schon im Mittelalter verwendet" entfernt hattest.

--Shaqspeare 20:38, 14. Jun 2005 (CEST

Zunächst einmal: Ja ich halte diesen Satz und die mit ihm verbundene Aussage für angemessen sonst hätte ich sie so nicht geschrieben. Ich halte es für notwendig in einer historischen Beschreibung auf sämtliche für relevant erachteten Aspekte einzugehen um dem Leser dieser ein möglichst vielschichtges und differentziertes Bild einer bestimmten, in diesem Falle historischen Situation zu vermitteln. Ziel sollte es sein dem Leser ein Vielzahl von Fakten (ohne bewusstes weglassen bestimmter Aspekte) an die Hand zu geben, so das dieser ein für sich subjektiv richtiges Urteil über eine bestimmte Situation bilden kann. Übergriffe gegenüber der weiblichen Zivilbevölkerung Breslaus sind vielfach dokumentiert zu verweisen wäre in diesem Kontext auf einen Artikel über den Fall der Festung Breslau der vor einiger Zeit im Feuillton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung erschienen ist. Diese Vogehensweise war insbesondere bei der Sowjetarmee allgemeine Praxis ihre Soldaten wurden ab ende 1944 bewusst z.B. über Flugblätter dazu aufgerufen ( siehe Aufrufe des Ilja Ehrenburg)diese Taten zu begehen. Diese Dinge sind gut dokumentiert und wohl kaum wissenschatlich ernsthaft zu bestreiten. Nachlesen können sie diese Dinge auch ( in diesem Falle jedoch bezogen auf den ostpreussischen Frontabschnitt) im Buch von Alexander Solschenizin "Das Archipel Gulag". Die vollständige ethnische Säuberung der deutschen Ostgiebte war bereits auf der Konferenz von Jalta durch die Allierten geplant worden ( nachzulesen in Winston Churchhill "Der zweite Weltkrieg"). Massive sexuelle Übergriffe insbesondere Vergewaltigungen als Teilelement dieser Definition, waren das einfachste und kostengünstigst Mittel zur Umsetzung dieser Politik. Da sich in diesen Gebieten nach ihrer Erobrung überwiegend eine zumeist weibliche Restbevölkerung befand konnte man diese durch solche Massnahmen zu einem möglicht schnellen fluchtartigen Verlassen dieses Gebietes bewegen. Insofern war die Strategie der Erobrer in diesem Fall zynisch aber äußerst erfolgreich. Ich habe den Begriffe massiver sexueller Übergriff gewählt um die gesamte Bandbreite denkbarer sexueller Übergriffe bis hin zur vollendten Vergewaltigung definitorisch zu umgreifen.Ihren Anwurf ob ich diese Informationen aus der "b**d-zeitung" entnommen hätte kann ich nur als einen unsäglichen Versuch ihrerseits bewerten ihren Diskursgegner intelektuell herabzusetzen satt sich einen sachlichen und sachorientierten geistigen Diskussion zu stellen. Desweiteren möchte ich auf den Punkt eingehen das sie scheinbar Vergwaltigungen und andere massive Übergriffe gegenüber der Zivilbevölkerung für gerechfertigt halten ( Zitat: Die "massivität" der angriffe kann man in dem damals bestehenden kontext für angemessen halten). Ich halte dies für ein äußerst archaisches Rechtsverständnis. Diese Dinge stellten damals wie heute schwere Kriegsverbrechen dar. Sie waren damals genauso wie die Vertreibung ansich durch die damals gültige Fassung der Haager Landkriegsordnung als auch durch das allgemeine Gewohnheitsrecht ausdrüchlich als Kriegsverbrechen qualifiziert. Der Kontext spielt für die Frage ob dies als Verbrechen zu qualifizieren ist juristisch überhaupt keine Rolle. Deartige Dinge zu rechtfertigen ist ein geistiger Rückgriff auf die sogenannte Kollektivschuldthese. Nach der allein die Zugehörigkeit zu einer bestimmten rassischen,religiösen oder politischen Gruppe ohne Bewertung individueller eventuell vorhander persönlicher Schuld an einem vorangegangen Verbrechen an einer anderen Gruppe eine Form der Bestrafung rechtfertige. In diesem Fall muss ich ihnen aus grundlegenden moralischen Erwägungen zutiefst wiedersprechen. Für derartige Dinge gibt es keine wie auch immer geartete moralische Rechtfertigung.Desweiteren möchte ich auf eine weiter Aussage ihrerseits eingehen.Zitat:" OK, man kann in solchem ton schreiben, aber wenn schon dann konsequent. Dann soll man die "evakuation" durch dt. wehrmacht der etwa 3/4 einwohner der stadt auch als vertreibung beschreiben, zumal waren die leute manchmal 30 km zu fuss zu laufen gezwungen bei -10 grad oder so". Nun der grundlegende Unterschied zwischen einer Evakuierung und einer Vertreibung liegt in ihrer Zeilsetzung begründet. Ziel einer Vertreibung ist es eine bestimmte rassische, religiöse oder politsche Gruppe von Menschen dauerhaft aus einem Gebiet gegen deren Willen zu entfernen und sich als Nebenfolge deren mobiles und inmoblies Eigentumes wiederechtlich zu bemächtigen. Ziel einer Evakuierung ist es eine bestimmte Gruppe von Individuen temporär während des Bestehens eines bestimmten Gefahrenzustandes zum Schutze dieser aus der Gefahrenzone zu entfernen. Bezogen auf den Fall Breslau ist dies damit zu begründen das die Oderlinie als Verlängerung der in den dreissiger Jahren angelegten Festungslinie Oder-Warthebogen zu einer Verteidigungsstellung gegen die anrückende Sowjetarmee werden sollte und es somit auch absehbar war das die an der Oder gelegene Stadt Breslau zur Kampfzone werden würde. Ziel der Evakuierung war der Schutz der Bevölkerung vor den Auswirkungen der Kampfhandlungen. Richtig ist das dies im Kontext von ideologischen Erwägungen der NS- Machthaber und dem schnellen unerwarten Vorrücken der Sowejtarmee deutlich zu spät erfolgte und aufgrund des partiellen kriegsbedingtem Zusammenbruchs des Transportwesens zu großen Strapazen für die Zivilbevölkerung geführt hatte. Bei einer sachorientierten Auseinandersetzung mit der Themaik scheint jedoch ein gleichsetzen von Vertreibung und Evakuierung nicht als angemessen. Trotz der Kritk würde ich ihnen jedoch anbieten in diesem Forum gemeinsam eine bilateral adäquate Formulierung für diese Zusammenhänge zu suchen.


Zur klärung - ich möchte keine "angriffe" und keine "vertreibung" seitens sowj. soldaten usw. moralisch verteidigen oder berechtigen und hier ist auch kein richtiges ort, drüber zu reden. Nun halte ich deine worte für nicht passend im kontext, wenn man schon die fakten mit "gewaltsam" oder "massiv" bewertet. Wenn man nämlich jetzt die stadtgeschichte liest, hat man den eindruck, dass es überhaupt keine nazis gab, keine zwangsarbeiter in Breslau, es war einfach so ein krieg und plötzlich kamen die russen mit den "massiven sexuellen angriffen". Man solle dazu doch schreiben, es gab paar taudende zwangsarbeiter in der stadt und während des kampfs um die stadt wurden viele einwohner von SS-truppen erschossen. Und dass die stadtbezirke nördlich der Kürasier- und Kirschstraße bzw. um die Kaiserstraße ebenfalls von den Deutschen gesprengt wurden.

Ich gebe dir recht das zu einer umfassenden beschreibung der stadtgeschicht notwendig ist auch den bereich über die ns-zeit in breslau deutlich weiterauszubauen. auch das kapital der zwangsarbeit wie sie in vielen städten des dritten reiches vorkam sollte darin ein platz finden. zu diesem thema kann ich dir folgenden link empfehlen keom.org dann auf deutschland ein denkmal klicken sehr interresante und umfassende informationen zu fasst jedem bekannten ort der zwangsarbeit im europa währen des dritten reiches. --Shaqspeare 11:53, 15. Jun 2005 (CEST)

Warum schreibt hier ein Hans w., unterschreibt aber mit Shaqspeare? -- Beblawie 13:05, 15. Jun 2005 (CEST)

sorry text ist reinkopiert und damit in der zeile verrutscht

So jetzt isch es viel besser, meiner meinung nach! --Shaqspeare 21:37, 15. Jun 2005 (CEST)

Silingen?

"der Wandalenstamm der Silinger, welcher Schlesien seinen Namen gab" Es gibt viele Theorien - entweder alle oder keine. Die "Silingen"-Geschichte finde ich märchenhaft.

Hauptbahnhof

englische Tudor-Gotik

Elftausendjungfrauenkirche

Gibt es zu dieser Kirche Bilder und Hinweise ?--145.253.2.28 07:36, 9. Aug 2005 (CEST) http://www.bildindex.de/rx/... http://wroclaw.hydral.com.p...

Erzbischof

Es gibt auch Griech.-Kath. Bischof (Breslau-Danzig) und Breslauer Diözese der Evangelisch-Augsburgischen Kirche

Warum über Schlesien hier ?

Es gibt "Schlesien" Artikel. Wofuer dasselbe noch einmal?

Ist das grammatisch korrekt?

Die ausschließlich männlichen Insassen beider Lager wurden am 23. Januar 1945 wurden über das KZ Groß-Rosen in das KZ Buchenwald verschleppt.

Neues Regierungsgebäude (NS-Stil, nach 1933), heute Woiwodschaftsamt

Zweimal erwähnt.

Es kommt zu massiven sexuellen Übergriffen gegenüber der weiblichen deutschen Zivilbevölkerung durch sowjetische und polnische Soldaten

Genau im November 1945? Quatsch.



Diese Definition bzw. Erklärung des Begriff Breslau und dessen Bedeutung wurde zuletzt am 8.2.2006 aktualisiert (Glossar Lexikon Enzyklopädie).


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