Byzantinisches Reich

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Das Byzantinische Reich (verkürzt auch nur Byzanz) bezeichnet, nach dem ursprünglichen Namen seiner Hauptstadt Byzanz (eigentlich Konstantinopel), das aus hellenistischer Kultur, dem Römischen Staatswesen und der (im kulturellen Ursprung jüdischen) Christlichen Religion entstandene Kaiserreich im östlichen Mittelmeerraum. Das Reich entwickelte sich aus dem östlichen Teil des Römischen Reiches (Oströmisches Reich, Ostrom). Während das Westreich im Jahr 476 bzw. 480 endgültig unterging, bestand das Byzantinische Reich bis zur Eroberung seiner Hauptstadt Konstantinopel durch die Osmanen im Jahre 1453, verlor aber nach den arabischen Eroberungen im 7. Jahrhundert weitgehend seinen spätantiken Charakter. Das Byzantinische Reich sah sich Zeit seines Bestehens als unmittelbar und einzig legitimes, weiterbestehendes Römisches Kaiserreich. In diesem Sinne beanspruchte der byzantinische Kaiser das Supremat über alle christlichen Staaten des Mittelalters. Dieser Anspruch konnte aber spätestens seit etwa 600 n.Chr. nicht mehr durchgesetzt werden.

Das Wesen von Byzanz

Die Byzantiner – und die Griechen bis ins 19. Jahrhundert hinein – betrachteten und bezeichneten sich selbst als Römer („Rhômaioi“), das Wort Griechen („Hellênes“) wurde fast nur für die vorchristlichen, heidnischen griechischen Kulturen und Staaten verwendet. Die heute üblichen Bezeichnungen Byzantiner und Byzantinisches Reich sind modernen Ursprungs. Zeitgenossen sprachen immer von Basileia tôn Rhômaiôn (Reich der Römer) oder Rhômaikê Autokratia (Römisches Kaiserreich). Nach ihrem Selbstverständnis waren sie nicht die Nachfolger des Römischen Reiches – sie waren das Römische Reich an sich. Dies war staatsrechtlich auch der Fall, zumal Byzanz in einem intakten, an die Spätantike erinnernden Zustand existierte (es hatte ja keinen so massiven Bruch wie im Westen gegeben), der sich erst nach und nach veränderte und zu einer Gräzisierung des Staates unter Herakleios führte. Allerdings war bereits vorher die allgemein vorherrschende nationale Identität des oströmischen Reiches überwiegend griechisch. Griechisch war nicht nur die Amtssprache (seit Herakleios, vorher war es Latein), sondern auch die Sprache der Kirche, der Literatur und aller Handelsgeschäfte. Das byzantinische Reich war zwar ein multi-ethnischer Staat, der außer Griechen auch Armenier, Juden, Ägypter, Syrer, Illyrer und Slawen einschloss, aber die meisten Gebiete, über die er sich erstreckte, waren seit Jahrhunderten hellenisiert, also dem griechischen Kulturkreis angeschlossen. Hier lagen bedeutende Zentren des Hellenismus wie Konstantinopel, Antiochia, Ephesus, Thessalonike und Alexandria, und hier bildete sich auch die griechisch-orthodoxe Form des Christentums heraus.
Griechenland selbst spielte im byzantinischen Reich keine sonderlich bedeutende Rolle, da die neben der Hauptstadt wirtschaftlich und militärisch bedeutsamsten Gebiete die orientalischen Provinzen des Reiches waren. Als diese verloren gingen, spielte Kleinasien eine wichtige Rolle. Als auch dies teilweise im 11. und endgültig im 14. Jahrhundert an Invasoren fiel, begann bereits der Abstieg von der Welt- zur Regionalmacht und schließlich zum Kleinstaat.

Das Byzantinische Reich besaß – im Gegensatz zu den meisten anderen Reichen des Mittelalters – auch nach dem Einfall der Araber noch eine straff organisierte Bürokratie, deren Zentrum Konstantinopel war. Es verfügte über Beamte und ein gutes Finanzwesen, über staatliche Monopole und eine stehende Armee. Kein Reich westlich des Kaiserreich China konnte etwa über so große Beträge verfügen wie Byzanz. Der Kaiser wiederum herrschte de facto uneingeschränkt über Reich und Kirche – und dennoch war in keinem anderen Staat (in diesem Fall kann man wirklich von einem Staat sprechen) eine so große Durchlässigkeit der Aristokratie gegeben wie in Byzanz, welches eine Mischung aus römischem Staatswesen, griechischer Kultur und christlichem Glauben darstellte und sich immer noch dem Gedanken der antiken Universalmacht verpflichtet fühlte. Nur Byzanz, so die zeitgenössische Vorstellung, war die Wiege des wahren Glaubens und der Zivilisation. In der Tat war das kulturelle Niveau in Byzanz zumindest bis ins Hochmittelalter hinein höher als in allen anderen Reichen des Mittelalters, eingeschlossen des islamischen Bereichs.

In weiten Teilen wissen wir nur wenig über das „Neue Rom“. Relativ wenige Aktenstücke sind uns überliefert, und in Teilen schweigt auch die byzantinische Geschichtsschreibung, die mit Prokopios von Caesarea, Michael Psellos, Anna Komnene und Niketas Choniates über einige ganz hervorragende Vertreter verfügte. Wenn uns daher für einige Zeiträume nur kirchliche Quellen zur Verfügung stehen, so darf dies nicht zu der Annahme verleiten, Byzanz sei ein theokratischer Staat gewesen. Die Religion war wohl oft bestimmend, aber die Quellenlage ist in Teilen und besonders für die Periode vom 7. bis 9. Jahrhundert zu dürftig, um ein klares Bild zu erhalten. Erst in späterer Zeit bessert sich die Quellenlage etwas.

Die ältere westeuropäische Forschungsmeinung sah in Byzanz oft nur eine dekadente, halb orientalische Despotie (so etwa Edward Gibbon). Dieses Bild wurde längst verworfen (Bury, Mango, Lilie unter anderem). Es wird inzwischen immer darauf hingewiesen, dass Byzanz als der Vermittler von kulturellen Werten und dem Wissen der Antike Unschätzbares geleistet hat. Es war zudem der „Schutzschild“ Europas über viele Jahrhunderte hinweg, erst vor den Persern und Steppenvölkern, später vor dem Islam. Erst nach der verheerenden Plünderung Konstantinopels durch die Kreuzfahrer im Jahr 1204 konnte das Byzantinische Reich diese Funktion nicht mehr wahrnehmen.

Grundriss der byzantinischen Geschichte

Byzanz in der Spätantike: Das Oströmische Reich

Die Wurzeln des Byzantinischen Reiches liegen in der römischen Spätantike (284 bis zum Beginn des 7. Jahrhunderts). Der römische Kaiser Konstantin der Große baute die bis dahin eher kleine altgriechische Kolonialstadt Byzanz im Jahr 330 großzügig aus und machte sie als Nova Roma (Neu-Rom) im bewussten Gegensatz zum heidnischen (Alt-)Rom (das spätestens seit der Tetrarchie des Kaisers Diokletian nicht mehr ständige Residenzstadt war) zur "Hauptstadt" der Osthälfte des Römischen Reiches bzw. zur Kaiserresidenz. Der offizielle Name wurde jedoch schnell durch den in der Umgangssprache gebräuchlichen Konstantinopel ersetzt (heute heißt sie İstanbul), und auch der Name "Byzanz" hielt sich noch über Jahrhunderte. Konstantinopel blieb auch unter den nachfolgenden Kaisern Verwaltungszentrum, wenn sich auch gerade in der Frühzeit nicht alle Kaiser dort längere Zeit aufhielten. So verbrachte Valens und Julian Apostata auch längere Zeit im Osten des Reiches (Antiochia). Nach dem Tod des Kaisers Theodosius I. 395 wurde das Reich in eine östliche und eine westliche Hälfte unter seinen beiden Söhnen Honorius und Arcadius aufgeteilt. Solche Reichsteilungen hatte es schon früher gegeben, aber diesmal erwies sie sich als endgültig: Arcadius, der in Konstantinopel residierte, gilt daher oft als erster Kaiser des Oströmischen beziehungsweise frühbyzantinischen Reiches. Dennoch galten alle Gesetze in beiden Reichshälften, und der Konsul des jeweils anderen Teiles wurde anerkannt. Andere Forscher zählen übrigens bereits Konstantin oder erst Herakleios als die ersten byzantinischen Herrscher.

Im späten 4. Jahrhundert, zur Zeit der beginnenden Völkerwanderung, war zunächst die östliche Reichshälfte Ziel germanischer Stämme, wie der West- und der Ostgoten. Zu Beginn des 5. Jahrhunderts richteten sich deren Angriffe aber zunehmend auf das ökonomisch und militärisch schwächere Westreich. Vereinzelt musste sich Ostrom der Angriffe der Sassaniden erwehren, des einzigen gleichrangigen Konkurrenten Roms, mit dem aber zwischen 387 und 502 fast durchgängig Frieden herrschte. 410 wurde die Stadt Rom zum ersten Mal von den Westgoten erobert. Ostrom versuchte allerdings gerade gegen die Vandalen das Westreich zu unterstützen (die erfolglose Flottenexpedition von 467/468 wurde von Ostrom getragen). Allerdings hatte das Reich unter Kaiser Leo I. schwer mit dem Problem der germanischen Hilfstruppen zu kämpfen. Meistens handelte es sich ab der Mitte des 5. Jahrhunderts bei dem amtierenden Magister militum um einen Germanen.

Doch konnte das Problem zum Ende des 5. Jahrhunderts durch die Heranziehung der Isaurier in den Militärdienst gelöst werden, die ein Gegengewicht zu den Germanen bildeten. Während der letzte weströmische Kaiser Romulus Augustulus im Jahr 476 von dem germanischen Heerführer Odoaker abgesetzt wurde (der letzte anerkannte Kaiser war allerdings Julius Nepos, der 480 in Dalmatien verstarb) erstarkte das Ostreich zusehends. Die Germanenreiche erkannten nun den oströmischen Kaiser als ihren nominellen Oberherren an. Kaiser Anastasios I. stärkte zudem die Finanzkraft des Reiches, was später der Expansionspolitik unter Justinian I. zu Gute kam.

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Justinian I., Mosaikbild aus St. Vitale in Ravenna
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Im 6. Jahrhundert eroberten unter Kaiser Justinian I. (527-565) die beiden byzantinischen Feldherren Belisar und Narses sogar große Teile der weströmischen Provinzen – Italien, afrika (Africa) und Teile von Spanien – zurück und stellten damit das Römische Reich für kurze Zeit fast in seiner alten Größe wieder her. Doch die Kriege in West und Ost sowie die Pest, die ab 541 die Mittelmeerwelt heimsuchte, schwächten das Reich erheblich. Während der Regierungszeit Justinians, in den 530er Jahren, wurde auch die Hagia Sophia erbaut, für lange Zeit die größte Kirche der Christenheit und der letzte große Bau des Altertums. Es war eine wichtige Übergangszeit vom spätantiken Staat zum byzantinischen, auch wenn man Justinian, den "letzten römischen Imperator" (Ostrogorsky), sicherlich noch zur Antike zu zählen hat. Unter seinen Nachfolgern nahm dann auch die Bedeutung und Verbreitung der lateinischen Sprache im Reich immer weiter ab.

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Das byzantinische Reich von ca. 526-600
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Justinian hinterließ seinen Nachfolgern jedoch leere Kassen, und sie waren nicht imstande, mit den neuen Angreifern fertig zu werden, die ab der zweiten Hälfte des 6. Jahrhunderts an den Grenzen auftraten. Die Langobarden besetzten Italien, die Slawen überrannten seit etwa 580 große Teile des Balkans. Mit dem gewaltsamen Tod des Kaisers Maurikios, der einen vorteilhaften Frieden mit den Sassaniden hatte schließen können und energisch gegen die Slawen vorgegangen war, eskalierte die militärische Krise. Seit 602 erlangten die Perser bzw. Sassaniden zeitweilig die Herrschaft über die meisten östlichen Provinzen. Bis 619 hatten sie sogar Ägypten und Syrien, und somit die reichsten oströmischen Provinzen erobert. Sie wurden zwar durch Kaiser Herakleios (610-641) zurückerobert, der das Sassanidenreich 628 schließlich entscheidend schlug. Nach dieser Anstrengung waren die Kräfte des Reichs jedoch erschöpft.

Der plötzlichen Expansion der von ihrem neuen, muslimischen Glauben angetriebenen Araber hatte es nicht mehr viel entgegenzusetzen. In der Schlacht am Jarmuk am 20. August 636 unterlagen die Römer einem Heer des zweiten Kalifen Omar, und der ganze Süden des Reichs, einschließlich Syriens und Palästinas ging verloren (siehe auch Islamische Expansion).

Im Gegensatz zu seinem langjährigen Rivalen, dem Perserreich der Sassaniden, konnte sich das oströmische bzw. byzantinische Reich jedoch immerhin erfolgreich gegen eine vollständige islamische Eroberung verteidigen; es mußte sich aber nach Kleinasien zurückziehen. Dabei führte die militärische Krise und der endgültige Verlust der reichsten Provinzen zu einer massiven Veränderung im Reich, in dem nun Griechisch endgültig das Lateinische verdrängte. Die spätantiken Strukturen von Staat und Gesellschaft verschwanden in dieser Zeit zu großen Teilen. Von nun an ist es angebracht, statt von Ostrom von Byzanz zu sprechen.

Was das Reich an Gebieten verlor, gewann es an Gleichförmigkeit. Die antike Zivilisation war seit Jahrhunderten von der Existenz zahlreicher größerer und kleinerer Städte (poleis) geprägt gewesen; diese Zeit endete nun. Die meisten Städte wurden aufgegeben oder schrumpften auf die Größe von (oft befestigten) Dörfern. Nur Konstantinopel blühte und widerstand innerhalb eines Jahrhunderts drei schweren Belagerungen (626, 674–678 und 717–718).

Die südlichen bzw. orientalischen Provinzen unterschieden sich kulturell nicht unerheblich vom Norden und gehörten seit dem 5. Jahrhundert mehrheitlich den orientalisch-orthodoxen, monophysitischen Kirchen an, die mit der griechisch-orthodoxen Kirche der nördlichen Provinzen im Streit lagen. Dieser Streit war wohl einer der Gründe für die baldige Akzeptanz der neuen muslimischen Herren Syriens und Ägyptens. Der Norden gelangte so aber zu größerer Geschlossenheit und höherer Kampfbereitschaft.

Kaiser Konstans II. (641668) verlegte seine Residenz von 661–668 ins sizilianische Syrakus, um von dort aus die Seeherrschaft gegen die Araber zu sichern, doch kehrten seine Nachfolger wieder in den Osten zurück. Währenddessen blieb Konstantinopel weiter die größte Stadt der westlichen Welt. Mehrfache Versuche, Konstantinopel zu erobern – unter anderem durch die Araber und später durch die Rus – schlugen alle fehl angesichts der überlegenen byzantinischen Flotte und ihres Monopols, der geheimnisumwitterten brandstiftenden Waffe, des griechischen Feuers. Danach begann das Reich sich zu erholen und konnte vor allem im Donauraum langsam wieder seine Stellung konsolidieren. Es blieb nun auf den Balkan und Kleinasien beschränkt, hinzu kamen noch Gebiete in Italien sowie bis 698 in Nordafrika.

Allerdings wurde das berühmte System von Militärprovinzen, den so genannten Themen, wohl erst nach der Regierungszeit des Herakleios geschaffen, um den ständigen Angriffen und dem Sinken des städtischen Lebens außerhalb der Hauptstadt zu begegnen. Tendenzen, die bereits seit langem vorhanden waren, kamen nach 636 in vielen Bereichen von Staat und Gesellschaft voll zum Tragen, zugleich endeten zahlreiche Traditionsstränge - die spätantike Phase des oströmischen Imperiums gelangte an ihr Ende, und es entstand das byzantinische Reich des Mittelalters.

Die mittelbyzantinische Epoche – Zwischen Abwehr und Hegemonie

Mehrmals belagerten die Araber Konstantinopel, zuletzt 71718. Byzanz verlor die Seeherrschaft und konnte mit Mühe Kleinasien halten, wo es immer wieder zu arabischen Überfällen (Razzien) kam. Das gesamte 8. Jahrhundert war von diesen Abwehrkämpfen geprägt, in dem die Initiative fast ausschließlich bei den Feinden von Byzanz lag. Auf dem Balkan befand sich Byzanz ebenfalls in der Defensive, konnte aber Griechenland nach und nach von den Slawen zurück gewinnen. Dafür erwuchs dem Reich ein neuer Gegner, nämlich in Gestalt der Bulgaren, die erfolgreich eine eigene Staatsbildung anstrebten.

Der militärisch erfolgreiche Kaiser Leo III. der Isaurier entfachte 730 den Bilderstreit, der über 110 Jahre andauern sollte und mehrmals Bürgerkriege aufflackern ließ, zuletzt den von 843 bis 872 währenden Krieg gegen die Paulikianer. Anfang des 9. Jahrhunderts erholte sich das Reich, wenn es auch vorerst gegen die Bulgaren nichts ausrichten konnte, die sich erfolgreich behaupteten.

Auf die Krisenzeit des 8. Jahrhunderts, folgten im 9. und vor allem im 10. Jahrhundert einige bedeutende Erfolge. Unter Nikephoros II. Phokas wurde Kreta von den Arabern zurückerobert. Johannes I. Tzimiskes weitete den byzantinischen Einfluss bis nach Syrien und Palästina aus, während die Bulgaren nieder gehalten wurden. Byzanz schien wieder auf dem Weg zur Hegemonialmacht zu sein.

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Byzanz und Europa um das Jahr 1000
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Das Reich erreichte seinen Höhepunkt unter den makedonischen Kaisern des 10. und frühen 11. Jahrhunderts. Durch die im Jahre 987 vollzogene Heirat der Schwester von Kaiser Basileios II. mit dem russischen Großfürsten Wladimir breitete sich der orthodoxe Glaube allmählich in Russland aus. Die russische Kirche unterstand dem Patriarchen von Konstantinopel. Basileos II. eroberte in jahrelangen Kämpfen das donaubulgarische Reich, was ihm den Beinamen Bulgaroktonos ("Bulgarentöter") einbrachte. Im Jahre 1018 wurde Donaubulgarien byzantinische Provinz, was einen weiteren Höhepunkt in der Geschichte des Byzantinischen Reiches darstellte.

Wie Rom zuvor, fiel es trotzdem bald in eine Periode von Schwierigkeiten, die in hohem Grade durch das Wachstum des Landadels verursacht wurden, der das Themensystem untergrub. Bloß mit seinen alten Feinden, dem Heiligen Römischen Reich und dem Kalifat der Abbasiden konfrontiert, hätte es sich vielleicht erholen können, aber um die gleiche Zeit erschienen neue Eindringlinge auf der Szene, die wenig Grund hatten sein Ansehen zu respektieren – die Normannen, die Italien eroberten und die Seldschuken, die hauptsächlich an Ägypten interessiert waren, aber auch Raubzüge nach Kleinasien, dem wichtigsten Rekrutierungsgebiet für die byzantinische Armee, unternahmen. Nach der Niederlage von Kaiser Romanos IV. im Jahr 1071 bei Mantzikert gegen Alp Arslan, den seldschukischen Sultan, ging der Großteil Kleinasiens verloren, unter anderem auch deshalb, da innere Kämpfe um den Kaiserthron ausbrachen und keine gemeinsame Abwehr gegen die Seldschuken errichtet wurde.

Die Zeit der Komnenenkaiser – Erneutes Aufbäumen

Die letzten Jahrhunderte der byzantinischen Geschichte wurden durch einen Usurpator, Alexios I. Komnenos, geprägt, der anfing, die Armee auf Basis eines Feudalsystems (Pronoia) wiederherzustellen. Es gelangen ihm bedeutende Fortschritte gegen die Seldschuken und auf dem Balkan gegen die Petschenegen. Sein Aufruf um westliche Hilfe brachte ungewollt den ersten Kreuzzug hervor, der ihm half Nicäa und die Westküste Kleinasiens zurück zu erobern. Allerdings hatte der Kreuzzug (auf dem es bereits zu Spannungen zwischen den Kreuzfahrern und den Byzantinern gekommen war) schwerwiegende Folgen, denn die späteren Kreuzzüge entwickelten sich zunehmend feindselig. Alexios gewährte venezianischen Händlern Zugang zu vielen byzantinischen Häfen, doch die Republik Venedig – paradoxerweise einst selbst ein Vorposten byzantinischer Kultur im Westen – wurde zu einer ernsten Bedrohung für das Reich.
Unter Kaiser Johannes II. Komnenos (1118-1143), dem Sohn des Alexios I., und dessen Sohn Manuel I. Komnenos (1143-1180) gelang es, die byzantinische Stellung in Kleinasien und auf dem Balkan zu festigen. Manuel I. Komnenos hatte sich nicht nur mit den Angriffen des Normanischen Königreiches von Süditalien her und dem zweiten Kreuzzug (1147-1149) auseinanderzusetzen, er betrieb auch eine ehrgeizige Westpolitik, die auf territoriale Gewinne in Italien und Ungarn abzielte; dabei geriet er auch in Konflikt mit Kaiser Friedrich I. Barbarossa. Auch im Osten konnte er gegen die Seldschuken Erfolge erzielen; sein Versuch, ihr Reich völlig zu unterwerfen, endete allerdings in der vernichteten Niederlage in der Schlacht von Myriokephalon 1176. In der Folge konnten die Seldschuken ihre Macht auf die benachbarten muslimischen Reiche in Kleinasien (Danishmendiden) und auch gegen Byzanz zur Mittelmeerküste hin ausdehnen.

Das Reich wurde unter den nachfolgenden Angeloi-Kaisern von schweren inneren Krisen erschüttert, die schließlich dazu führten, dass sich Alexios IV. an die Kreuzfahrer wandte und sie dazu bewegte, für ihn und seinen Vater den Thron zu kämpfen. Als die erhoffte Bezahlung ausblieb, kam es zur Katastrophe: Unter dem Einfluss Venedigs eroberten die Ritter des vierten Kreuzzugs 1204 Konstantinopel und gründeten das kurzlebige Lateinische Kaiserreich. Damit schwächten sie jedoch die byzantinische Macht dauerhaft, was fatale Folgen haben sollte.

Verfall und Untergang

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Die Belagerung Konstantinopels durch den türkischen Sultan Mehmed II. im Jahr 1453
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Nach der Eroberung von Konstantinopel durch die Lateiner entstanden drei byzantinische Nachfolgestaaten: Nicäa, wo Kaiser Theodor I. Laskaris im Exil die byzantinische Tradition aufrecht erhielt, das Epirus und das Kaiserreich Trapezunt, welches sich unter Nachkommen der Komnenen bereits vor der Eroberung Konstantinopels abgespalten hatte. Thedoros I. Laskaris und seinem Nachfolgern Johannes III. Dukas Batatzes (1222-1254) gelang es, in Westkleinasien ein wirtschaftlich blühendes Staatswesen aufzubauen und die Grenze zu den Seldschuken, die sich nach ihrer Niederlage gegen die Mongolen 1243 im Niedergang befanden, zu stabilisieren. Gestützt auf diese Machtbasis konnten die Laskariden erfolgreich auch in Europa expandieren, Thrakien und Makedonien erobern und die Konkurrenten um die Rückgewinnung Konstantinopels (Reich von Epiros, das nach einer Niederlage gegen die Bulgaren 1230 stark geschwächt war, und das Bulgarenreich, das auch durch den Mongoleneinfall 1241 stark beeinträchtigt wurde) aus dem Feld schlagen. Nach der kurzen Regierung des hochgebildeten Theodoros II. Laskaris (1254-1258) konnte der erfolgreiche Feldherr Michael Palaiologos die Regentschaft für den minderjährigen Johannes IV. Laskaris übernehmen, den er schließlich blenden und in ein Kloster schicken ließ und so die neue Dynastie der Palaiologen, die das Reich bis zu seinem Untergang regieren sollte, begründen. Michael VIII. Palaiologos (1259-1282) konnte eine Allianz seiner Gegner (Epiros, Fürstentum Achaia, Königreich Sizilien, Serbien und Bulgarien) 1259 in der Schlacht bei Pelagonia in Makedonien besiegen und 1261 durch einen glücklichen Zufall aus Konstantinopel wieder einnehmen. Seine Hauptsorge galt aber nun der Sicherung des europäischen Besitzstandes und vor allem der Hauptstadt gegen erneute Kreuzzugsversuche aus dem Westen (vor allem durch Karl I. Anjou, der die Staufer in Unteritalien ablöste); deshalb ging Michael VIII. 1274 auch die innenpolitisch höchst umstrittene Union von Lyon mit der Westkirche ein, um den Papst von der Unterstützung von Kreuzzügen abzuhalten. Als Karl I. Anjou dennoch einen Angriff vorbereitete, konnte die byzantinischen Diplomatie 1282 einen Aufstand in Sizilien (Sizilianische Vesper) in Gang setzen. Daneben aber vernachlässigten die Palaiologen die Grenzverteidigung im Osten, was den verschiedenen türkischen Staaten, die sich während des Zerfalls des Seldschukenreiches etablierten, die Expansion nach Westkleinasien ermöglichte, das sukzessive bis in die 1330er Jahre fast vollständig dem Reich verloren ging.

Während sich in Kleinasien auf dem ehemaligen Reichsgebiet verschiedene türkische Emirate etablierten (Menteshe, Aydin, Germiyan, Saruhan, Karasi und die Osmanen in Bithynien), leistete sich das Reich mehrere Bürgerkriege (die längsten zwischen Andronikos II. Palaiologos (1282-1328) und seinem Enkel Andronikos III. Palaiologos in den Jahren von 1321 bis 1328; zwischen Johannes V. Palaiologos und Johannes VI. Kantakuzenos von 1341 bis 1347 und 1353/1354); dabei suchten beide Parteien die Hilfe der Nachbarn (Serbien, Bulgaren, aber auch Aydin und Osmanen). Dies ermöglichte auch dem Serbenreich unter Stefan Uroš IV. Dušan zu beherrschenden Macht des Balkans aufzusteigen und Makedonien, Albanien und Thessalien zu erobern. Mit seiner Krönung zum Zaren der Serben und Selbstherrscher der Griechen beanspruchte Stefan Dušan auch den byzantinischen Kaiserthron und die Herrschaft über Konstantinopel (slawisch Zargrad). Es gelang ihm aber nicht einmal, die zweite Haupstadt Thessalonike zu erobern und sein Reich zerfiel nach seinem Tod 1355 in mehrere Teilstaaten. Während also die christliche Staatenwelt des Balkan zerstritten war, setzten sich ab 1352 die Osmanen auch in Europa fest und konnten in das noch byzantinische Thrakien expandieren, das sie bis in die 1370er Jahre großteils eroberten. Nach einem ersten Sieg über die Serben 1371 an der Maritza konnten sie sukzessive auch Makedonien einnehmen; das zu einem Kleinstaat gewordene Byzanz (Konstantinopel samt Umland, Thessalonike mit Umland, einige Ägäisinseln, Despotat von Mistra auf der Peloponnes) wurde den Osmanen tributpflichtig. Mehrmals ersuchte Byzanz im Westen um Hilfe und bot dafür sogar die Kirchenunion (1439 auf dem Konzil von Ferrara und Florenz) an, was jedoch am Widerstand der byzantinischen Bevölkerung scheiterte. Nach der Schlacht auf dem Amselfeld 1389 und der Niederlage der westlichen Kreuzfahrer 1396 bei Nikopolis schien die Lage des Reiches aussichtslos, doch gewährte die Niederlage der Osmanen gegen Timur Leng bei Angora 1402 den Byzantinern einer kurze Atempause. Nachdem sich das Osmanenreich aber wieder stabilisiert hatte, wurde Konstantinopel wieder schnell zum Ziel der osmanischen Expansionspolitik und fiel nach einem ersten, erfolglosen Angriff im Jahre 1422 am 29. Mai 1453 nach knapp zweimonatiger Belagerung an Mehmed II. Die Stadt wurde drei Tage lang geplündert. Der letzte byzantinische Kaiser, Konstantin XI., fiel während der Kämpfe um die Stadt.

Der Fall von Byzanz ist ein Wendepunkt der Geschichte. Stefan Zweig schildert den historischen Moment in den "Sternstunden der Menschheit" in unvergleichlicher Form: "Etwas ganz Unwahrscheinliches hat sich begeben. Durch eine der vielen Breschen der Außenmauern sind unweit der eigentlichen Angriffsstelle ein paar Türken eingedrungen. Gegen die Innenmauer wagen sie sich nicht vor. Aber als sie so neugierig und planlos zwischen der ersten und der zweiten Stadtmauer herumirren, entdecken sie, daß eines der kleinen Tore des inneren Stadtwalls, die sogenannte Kerkaporta, durch ein unbegreifliches Versehen offen geblieben ist. Es ist an sich nur eine kleine Tür, in Friedenszeiten für die Fußgänger bestimmt, während jener Stunden, da die großen Tore noch geschlossen sind; gerade weil sie keine militärische Bedeutung besitzt, hat man in der allgemeinen Aufregung der letzten Nacht offenbar ihre Existenz vergessen."

Der 29. Mai gilt auch heute noch bei den Griechen als Unglückstag, denn es begann die lange türkische Fremdherrschaft, während der nur die Religion als bindende Kraft erhalten blieb. Bis 1461 wurden auch die restlichen Städte – wie Trapezunt am östlichen Schwarzen Meer und Misthra auf der Halbinsel Morea (Peloponnes) – ebenfalls erobert. Lediglich Monemvasia auf dem Peloponnes blieb frei und unterstellte sich 1464 dem Protektorat Venedigs. Das Byzantinische Reich, das sich als eines der langlebigsten der Weltgeschichte erwiesen hatte, war damit untergegangen.

Die Anfangs- und Enddaten der Unabhängigkeit der Hauptstadt, 395 und 1453, galten lange als zeitliche Grenzen des Mittelalters.

Das kulturelle Fortwirken von Byzanz

Das Byzantinische Reich führte die Kultur und das Wissen der Antike bis ins späte Mittelalter fort und gab es an die islamische Welt weiter. Byzantinische Flüchtlinge brachten die alten Schriften der griechischen Philosophen in die italienischen Städte und lösten dort – zusammen mit dem etwa gleichzeitig erfundenen Buchdruck – die Renaissance aus. Am längsten bestand die byzantinische Kultur auf dem damals noch venezianischen Kreta fort, das erst 1669 von den Osmanen erobert werden konnte.

Bis heute wirkt die byzantinische Kultur fort vor allem im Ritus der östlich-orthodoxen Kirchen. Durch byzantinische Missionsarbeit verbreitete sich das orthodoxe Christentum bei vielen slawischen Völkern und ist bis in die Gegenwart die vorherrschende Konfession in Osteuropa und Griechenland, wie auch in Teilen von Südosteuropa und Kaukasien, sowie bei den meisten arabischen Christen. Die byzantinische Kultur und Denkweise hat alle orthodoxen Völker tief geprägt.

Die slawischen Reiche auf dem Balkan und am Schwarzen Meer übernahmen neben der orthodoxen Kirche auch profane byzantinische Bräuche. Vor allem Russland sollte das Erbe des Byzantinischen Reiches fortführen. Schon im 9. Jahrhundert kamen die Rus mit Byzanz in Kontakt, und in Folge entwickelten sich – trotz immer wiederkehrender Versuche von Seiten der Rus Konstantinopel zu erobern – intensive wirtschaftliche und diplomatische Beziehungen zwischen dem Byzantinischen Reich und der Kiewer Rus, die 988 zum Übertritt der Rus zum orthodoxen Glauben führten. In den folgenden Jahrhunderten wurden auf ostslawischem Gebiet zahlreiche prachtvolle Kirchen nach byzantinischem Vorbild gebaut, byzantinische Priester und Mönche brachten die kyrillische Schrift mit und machten die Russen mit rudimentärer griechischer Philosophie vertraut. Die russische Architektur und Kunst hat neben skandinavischen und slawischen vor allem byzantinische Wurzeln.

Nach dem Untergang des Byzantinischen Reichs übernahm dann das russische Moskowiterreich in vielen Teilen byzantinisches Zeremoniell. Der Patriarch von Moskau errang bald eine ähnlich prominente Stellung innerhalb der orthodoxen Kirche wie vormals der Patriarch von Konstantinopel. Moskau sah sich bald als Drittes Rom in der Nachfolge Konstantinopels. Iwan III., Herrscher des Großfürstentums Moskau, heiratete die Nichte von Konstantin XI., Zoe, und übernahm den byzantinischen Doppeladler als Wappentier. Iwan IV., genannt „der Schreckliche“, war der erste moskowitische Herrscher, der sich schließlich offiziell zum Zaren (Caesar) krönen ließ.

Die beinah kontinuierlich betriebene panslawistische Hegemonialpolitik Russlands kann in diesem Sinne als Fortwirken des römisch-byzantinischen Gedanken eines universalen Kaiserreichs interpretiert werden. Die russische Außenpolitik richtete sich vor allem gegen das Osmanische Reich und hatte bis in das 20. Jahrhundert hinein die Rückeroberung Konstantinopels für die orthodoxe Christenheit zum Ziel.

Aber auch die osmanischen Sultane betrachteten sich als legitime Erben des Byzantinischen Reiches, obwohl die seldschukischen und osmanischen Türken jahrhundertelang Erzfeinde der Rhomäer gewesen waren und das Byzantinische Reich letztlich vernichtet hatten.
Schon Sultan Mehmed II. bezeichnete sich als „Kayser-i Rum“ (Kaiser von Rom) - die Sultane stellten sich somit ganz bewusst in die Kontinuität des (Ost-)Römischen Reiches, um sich zu legitimieren. Das Osmanische Reich, das sich in der Auseinandersetzung mit Byzanz entwickelte, hatte mit diesem mehr als nur den geografischen Raum gemeinsam. Der Historiker Arnold J. Toynbee bezeichnete das Osmanische Reich - allerdings sehr umstritten - als Universalstaat des „christlich-orthodoxen Gesellschaftskörpers“. Eine staatsrechtliche Fortsetzung fand das byzantinische Reich jedenfalls nicht.

Zeittafel

  • 326: Grundsteinlegung Konstantinopels
  • 330: Am 1. Mai 330 wird Konstantinopel als Nova Roma Hauptstadt des Römischen Reiches
  • 395: Reichsteilung
  • 451: Konzil von Chalcedon
  • 533: Der Feldherr Belisar erobert Karthago
  • 535555: Ostgotenkriege des Kaisers Justinian I.
  • 582: Awaren und Slawen dringen auf dem Balkan vor
  • 610: Die von Karthago aus operierende Flotte unter Herakleios besetzt Konstantinopel. Sturz und Hinrichtung des Kaisers Phokas. Herakleios wird Kaiser, Beginn des Mittelbyzantinischen Reiches. Griechisch wird Amtssprache, Kaisertitel Basileus statt Imperator.
  • 611619: Die Sassaniden überrennen die orientalischen Besitzungen von Byzanz
  • 622: Beginn der byzantinischen Gegenoffensive unter Kaiser Herakleios
  • 626: Awaren, Slawen und Perser belagern Konstantinopel, Verlust der letzten Besitzungen auf dem spanischen Festland an die Westgoten.
  • 627: Sieg über die Sassaniden im Nordirak. Rückgabe aller eroberten Gebiete durch die Sassaniden. Byzanz ist alleinige Großmacht zwischen Gibraltar und dem Indus.
  • 636: Niederlage bei der Schlacht am Jarmuk gegen die Araber. In den folgenden Jahren fallen sämtliche orientalischen Besitzungen an die Araber (bis 640 auch Ägypten und der Rest Syriens), ausgenommen Kleinasien. Ende der Spätantike.
  • 697/698: Karthago fällt an die Araber. Endgültiger Untergang des byzantinischen Nordafrikas
  • 730843: Byzantinischer Bilderstreit
  • 797: Kaiserin Irene: Erstmals Alleinregierung einer Frau im Römischen Reich. Der römische Papst nimmt dies zum Anlass, den Frankenkönig Karl zum römischen Kaiser zu krönen, da er die Herrschaft einer Frau nicht anerkennt.
  • 860: Erster Flottenangriff der warägischen Rus auf Konstantinopel.
  • 869: Photius-Schisma
  • 872: Basileios I. besiegt und vernichtet die Paulikianer.
  • 907: Flottenangriff der Rus auf Konstantinopel, der byzantinische Kaiser zahlt Tribut und bietet Handelsprivilegien an. Weitere Angriffe folgen 911 und 940.
  • 944: Die Byzantiner erobern Edessa von den Arabern zurück
  • 1018: Eroberung des Bulgarenreiches. Die Donaugrenze ist wiederhergestellt.
  • 1054: Morgenländisches Schisma
  • 1071: Niederlage bei Mantzikert gegen die Seldschuken
  • 1096: Beginn des Ersten Kreuzzugs
  • 1176: Byzantinische Niederlage bei Myriokephalon. Letzter ernsthafter Versuch einer byzantinischen Rückeroberung des türkischen Teils Kleinasiens
  • 1186: Abfall Bulgariens von Byzanz. Die byzantinische Vorherrschaft auf dem Balkan ist beendet
  • 1204: Eroberung von Byzanz im vierten Kreuzzug, Errichtung eines römisch-katholischen Gegenreichs
  • 1261: Rückeroberung von Konstantinopel
  • 1274: Auf dem Konzil von Lyons wird die Wiedervereinigung der West- und Ostkirche verkündet. Die Union scheitert jedoch nach kurzer Zeit.
  • 1351: Der Hesychasmus wird anerkannt und revitalisiert die byzantinische Spiritualität.
  • 1352: Übergreifen der Osmanen auf europäischen Boden. Bereits vorher ist Kleinasien verloren gegangen, mit Ausnahme einiger Enklaven
  • 1439: Auf dem Konzil von Florenz wird die Wiedervereinigung der West- und Ostkirche verkündet. Die Union scheitert jedoch wiederum am Widerstand der einfachen Christen des Ostens.
  • 29. Mai 1453: Konstantinopel wird von den Osmanen erobert.
  • 1460: Die Osmanen erobern das byzantinische Despotat Morea auf dem Peloponnes.
  • 1461: Eroberung des kleinen Kaiserreiches Trapezunt durch die Osmanen. Der letzte Kaiser, David Komnenos, wird später hingerichtet.
  • 1923: nach dem Vertrag von Lausanne werden etwa 1,5 Millionen Griechen und griechisch-orthodoxe Türken aus Kleinasien nach Griechenland zwangsumgesiedelt, desgleichen etwa 0,5 Millionen Türken und muslimische Griechen aus Griechenland in die Türkei.

Siehe auch

Literatur

Quellen

Sekundärliteratur

Allgemein sei auch auf die Byzantinische Zeitschrift als erste Informationsquelle hingewiesen.

  • Zum Nachschlagen:
    • The Oxford dictionary of Byzantium. 3 Bände. New York, Oxford University Press 1991, ISBN 0-19-504652-8
  • In deutscher Sprache:
    • Ludwig Wamser (Hrsg.): Die Welt von Byzanz - Europas östliches Erbe: Glanz, Krisen und Fortleben einer tausendjährigen Kultur, Archäologische Staatssammlung München - Museum für Vor- und Frühgeschichte München vom 22. Oktober 2004 bis 3. April 2005, Schriftenreihe der Archäologischen Staatssammlung 4, Theiss, Stuttgart 2004. ISBN 3806218498.
    • Ralph-Johannes Lilie: Byzanz – Das zweite Rom, Berlin 2003, ISBN 3-886-80693-6.
      Jüngste und umfangreichste Darstellung der Geschichte von Byzanz in deutscher Sprache. Dort findet sich auch weiterführende Literatur.
    • Ralph-Johannes Lilie: Byzanz und die Kreuzzüge, Stuttgart 2004, ISBN 3-17-017033-3
    • Georg Ostrogorsky: Geschichte des byzantinischen Staates, Handbuch der Altertumswissenschaft XII 1.2, 3. Auflage, München 1963. ISBN 3-4060-14143
      Veraltete Darstellung, dennoch gut lesbar. (als Sonderausgabe ohne wissenschaftlichen Apparat: Byzantinische Geschichte 324 bis 1453, München 1996. ISBN 3-406-39759-X)
    • Steven Runciman: Die Eroberung von Konstantinopel. ISBN 3-406-02528-5
      Das Standardwerk zum Thema.
    • Steven Runciman: Byzanz. Von der Gründung bis zum Fall Konstantinopels. Zürich 1969
    • Peter Schreiner: Byzanz, Oldenbourg Grundriss der Geschichte, 2. Aufl., München 1994. ISBN 3-486-530720.
      Gute und knappe Einführung mit Forschungsteil.
    • John Haldon: Das Byzantinische Reich, Düsseldorf 2002. ISBN 3538071403.
      Detailstudie einiger Aspekte der Geschichte und Kultur von Byzanz.
    • Andre Ducellier: Byzanz. Das Reich und die Stadt, Ullstein, Berlin 1999. ISBN 3-548-26555-3
    • John J. Norwich: Byzanz - Aufstieg und Fall eines Weltreichs, Berlin 2002. ISBN 3-549-07156-6.
      Gute populärwissenschaftliche Byzanzchronik

  • Nur in englischer Sprache erhältliche Bücher:
    • John Haldon: Warfare, State and Society in the Byzantine World. 1999, ISBN 1-857-28495-X.
      Umfangreiche und tiefgreifende Studie über das byzantinische Militär
    • John Haldon: The Byzantine Wars. ISBN 0-752-41795-9.
      Überblick über die byzantinischen Kriege
    • John Haldon: Byzantium at War. ISBN 1-841-76360-8.
      Populärwissenschaftliche Einführung in das byzantinische Militärwesen
    • Dimitri Obolensky: Byzantium and the Slavs. ISBN 0-881-41008-X.
      Studie zum byzantinischen Erbe bei den slawischen Völkern
    • Cyril Mango (ed.), The Oxford history of Byzantium, Oxford 2002, ISBN 0-19-814098-3

Weblinks

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Diskussion der Autoren über den Artikel: Byzantinisches Reich


Byzanz und die Christianisierung

So weit ich richtig informiert bin, wurde der größte Teil Süd- Osteuropas durch Byzanz christianisiert. Weißt einer von euch, warum die christliche Mission ab Mitte/Ende des 11. Jahrhunderts bei den Türken (Seldschuken, Osmanen) bzw. den Arabern gescheitert ist bzw. gar nicht unternommen worden ist?

Vielen Dank für ein paar Antworten im Voraus!

Keine Antworten? Bald sind Weihnachten...

Die Türken waren im 11. Jahrhundert bereits längst islamisiert. Zu den Arabern: dort gab es bis ins 7. Jahrhundert durchaus christliche Stämme, doch konnten sich diese gegenüber den Moslems nicht behaupten. Es gab allerdings von päpstlicher Seite Versuche, die Mongolen zu christianisieren, was aber scheiterte. Andererseits hatten sich die Bulgaren zum Christentum bekannt (was keineswegs selbstverständlich war). --Benowar 16:33, 18. Nov 2005 (CET)ps: bitte immer unterschreiben (4 x ~).

Anfrage

Guten Tag,

ich interessiere mich ganz besonders für den abschnitt 1071-1099 der byzantinischen geschichte. wenn man sich die historischen karten anschaut, zum beispiel habe ich eine die die levante um 1096 zeigt, so war ganz kleinasien im besitz der türkischen seldschuken, außer der gegend um kilikien, wo das kgr. kleinarmenien entstanden war. hat einer von euch infos über diesen zeitabschnitt, denn leider wird auf wikipedia dieser abschnitt nur knapp mit einem satz beschrieben:

....die Seldschuken, ...., unternahmen Raubzüge nach Kleinasien, dem wichtigsten Rekrutierungsgebiet für die byzantinische Armee. Mit der Niederlage von Kaiser Romanos IV. im Jahr 1071 bei Mantzikert gegen Alp Arslan, den seldschukischen Sultan, waren die meisten dieser Provinzen verloren.

der verlust kleinasiens war eines der wesentlichen gründe für den untergang ostroms, aber wie konnte es soweit kommen, dass nach nur einer verlorenen schlacht ganz kleinasien bis an die tore konstantinopels (!!) unter die kontrolle der seldschuken geriet? befestigte städte wie chalkedon, nikomedia, smyrna, pergamon, ephesus ...und und und, wurden innerhalb weniger jahre von den seldschuken erobert. was waren die gründe, dass es soweit gekommen war? fast scheint so, dass die gesamte verwaltung/verteidigung kleinasiens zusammengebrochen war.

hat sich schon mal einer von euch mit diesem thema befasst?

ich hoffe ich bekomme hier noch bis weihnachten eine antwort, kommt hier denn keiner vorbei? kein intersse? keine idee?

Ich habe persönlich wenig Lust, ein Proseminar zur mittelbyzantinischen Zeit zu machen (ist auch nicht Sinn und Zweck der Wikipedia). Nur so viel: die Frage ist, ob die Schlacht von Mantzikert AN SICH entscheidend war - oder nicht vielmehr die nachfolgende Entwicklung. Sicher ist, dass das Heer geschächt war, ebenso wie die Reichszentrale in Konstantinopel. Aber es war wohl eher die nachfolgende Entwicklung einschließlich eines Bürgerkrieges (aufgrund der Gefangennahme von Romanos IV), der für den folgenden Zusammenbruch der byzantinischen Verteidigung in Kleinasien verantwortlich war. Manche Historiker sehen gar in der Schlacht von Mantzikert keine größere Bedeutung, andere nehmen auch an, dass die türkische Landnahme schleichend erfolgte. Die Diskussion ist noch nicht abgeschlossen. Wenn du dich da weiter informieren willst, empfehle ich dir ein Blick in die diversen Standardwerke (Lilie, Haldon etc.). Es gibt auch einen wichtigen Artikel dazu, dessen Autor zum Lager der "Relativierer" gehört: Jean-Claude Cheynet, Mantzikert: un désastre militaire?, Byzantion 50, 1980, S. 410ff. Sicher ist, dass nach Mantizkert die Verteidigung zusammenbrach (ob dies an der Selbstzerfleischung, der finanziellen Schwäche von Byzanz oder anderen Faktoren lag sei mal dahingestellt). Man muss sich auch vorstellen, dass viele Städte isoliert waren und sich gar nicht halten konnten. Und dass die byzantinische Armee auch nicht mehr die war wie zur Zeit Basileios II. --Benowar 00:05, 19. Jul 2005 (CEST)

Falls es nicht zu wissenschaftlich sein soll: John J. Norwich, Byzanz, der mittlere Teil des Buches. Sehr lesbar, sollte die Hintergründe des „Zusammenbruchs“ etwas erhellen. -- Carbidfischer Carbidfischer/Wikiteria 12:06, 19. Jul 2005 (CEST)
...nur sollte man Norwich NIE in einem Seminar anführen - da reagieren viele allergisch (auch seine Geschichte Venedigs oder die beiden Bände über die Normannen). Obwohl ich es eine schön geschriebene (wenn auch teils sehr romanhafte) Kaisergeschichte finde. --Benowar 12:35, 19. Jul 2005 (CEST)
In die Verlegenheit, Norwich in einem Seminar anführen zu wollen, werde ich wohl so schnell nicht kommen... höchstens dann während meines Seniorenstudiums so in fünfzig Jahren etwa. ;-) -- Carbidfischer Carbidfischer/Wikiteria 20:17, 19. Jul 2005 (CEST)
fakt ist aber dass genau nach 1071 (fast) ganz kleinasien in die hände der türkischen seldschuken fiel. der sieg/niederlage waren demnach doch von historischer tragweite und kein unbedeutender geplänkel zwischen griechen und türken irgendwo am "arsch von anatolien". laut der karte bleib den griechen vom einstigen byzantinisch-asia-minor nur zwei städte-enklaven im norden trapezunt (trebizond) und sinope, während die heillos zerstrittenen kleinarmensichen fürstentümern in kilikien ihre unabhängigkeit im kampf gegen die seldschuken bewahren konnten, konstantinopel jedoch nicht, seltsam nicht wahr? die karte offenbart schlicht katastrophale zustände die sich zwischen 1071-1099 in dieser gegend abspielen mußte. der "türken-sturm" und der daraus resultierende schock, saß sicherlich nicht nur dem kaiser und den nachfolgenden generationen tief im bewußtsein. die griechen hatten innerhalb weniger jahre ein gebiet verloren, dass so groß war, wie das mittelalterliche frankreich (!). das reich wurde auf den balkan, cherson, ägäis, kreta und zypern begrenzt. kannst du deine aussagen etwas relativieren:"..dass viele Städte isoliert waren und sich gar nicht halten konnten." selbst die städte, mit direkter verbindung zum meer und in kern des reiches liegend? smyrna, nikaia (die stadt der großen christlichen konzile, wurde sogar seit 1077 bis 1097 hauptstadt des neuen islamischen reiches!), nicomedia, calchedon, ephesus. gab es überhaupt hinweise auf widerstand, ich kann mich nicht vorstellen, dass die füherer der großen städte so mir nix dir nix, den türken die stadttore öffneten. auch gab es historische parallelen, nehmen wir das 7. Jahrhundert als die perser und die awaren (zwei-fronten-krieg) die hauptstadt belagerten, und der kaiser im osten, also im feindesland lösungen erzwingen wollte, da ist kleinasien trotz raubzüge und systematischer eroberungstaktik der araber nicht verloren gegangen. fast kommt man zur einsicht, dass die griechen des späten 11. Jahrhunderts sich in ihrer angst-starre, hinter die dicken mauern von konstantinopel verkrochen haben....
Du simplifizierst da etwas die historischen Zusammenhängen - ohne offenbar den Forschungsstand und die Quellen zu kennen. Nochmal: es geht darum, ob die Schlacht AN SICH (!) entscheidend war oder ob die Situation danach doch nicht so hoffnungslos war und es vielmehr den inneren Streitigkeiten in Byzanz zu verdanken war, dass die Türken mehr oder weniger rasch siegreich waren - schließlich wurden türkische Hilfstruppen sogar von den Bürgerkriegsparteien angeworben. Auch die Städte am meer konnten sich nicht halten, da das Umland isoliert war und Byzanz zu diesem Zeitpunkt schon über gar keine effektive Flotte mehr verfügte - zumal die byzantinischen Truppen sich teils selbst zerfleischten. Wie gesagt: es gab keine zentrale Führung mehr, die den Widerstand organisierte. Es gab nicht wie zu Zeiten des 7. Jahrhunderts eine person wie Herakleios (unter dem nebenbei bemerkt Byzanz erstmal alle Ostgebiete an die perser verlor, bevor er sie zurückeroberte), der einen Feldzug durchführen und sie Unterstützung im Reich dazu gehabt hätte - das Reich wurde vielmehr durch Unruhen und Aufstände im Inneren erschüttert (siehe Romanos IV., Michael VII, Nikephoros III.). Und nicht vergessen: zur Zeit Herakleios`verfügte Byzanz über Ruheräume (Africa, teils Italien) - 1071 ging mit Bari die letzte italienische Besitzung verloren, während sich auf dem Balkan Unruhe breit machte. --Benowar 10:44, 24. Jul 2005 (CEST)

und was denkst du? war die schlacht an sich entscheidend (ursache)? du schreibst oft von isolation, wo war die themenverfassung, die sich jahrhundertelang im osten bewährt hatte, abgeblieben? auch finde ich, man sollte den bereich ab 1071 ausbauen, statt ihn nur mit einem satz zu beschreiben. das datum stellt, zumindest für meine wenigkeit, defintiv einen wendepunkt in der geschichte des reiches dar, endgültiger verlust der kleinasiatischen hochebene, auch legte er nicht nur das fundament für die kreuzzüge, sondern letztendlich auch den untergang des gesamtreiches. ich denke, die griechen machen es sich zu leicht alles den "franken" in die schuhe zu schieben, sie waren nur ein faktor von vielen, den byzanz letztlich zum opfer fiel, zum beispiel die eigene uneinigkeit und von dir oft erwähnte selbstzerfleischung unter den hellenisierten "römern". hast du infos zum thema kleinarmenien zw. 1071-1099, wie haben es die armenier geschafft, ihre gebiete in kilikien zu halten, während die griechen (fast) alles östlich der ägäis verloren.
Ich sehe die nachfolgende Entwicklung als entscheidend an - obwohl Byzanz erst nach 1176 (nach der Niederlage von Myriokephalon) endgültig in der Defensive war. Die Themenverfassung hatte isch bereits selbst überlebt (Zerstückelung der Soldatengüter) - und was nützten die Themen, wenn keine schlagkräftige Armee mehr dort stationiert ist (siehe die genannten Faktoren). Allerdings war der Kreuzzug von 1204 schon ziemlich entscheidend - er zertrümmerte nämlich die Reichszentrale und spaltete das Reich. Es ist alles etwas komplexer... Zu Kleinarmenien: S. Der Nersessian, The Kingdom of Cilician Armenia, in: K.M. Setton, A History of the Crusades, Bd 2, 630-659. Zu Byzanz würde ich Lilies neuestes Buch lesen. Ich denke, damit wäre das geklärt. --Benowar 15:12, 24. Jul 2005 (CEST)

thx. für die antwort. kannst du diesen punkt etwas genauer erläutern benowar: "und was nützten die Themen, wenn keine schlagkräftige Armee mehr dort stationiert ist". warum mußte dort erst eine armee stationiert werden, in den themen lebten doch sog. "wehrbauern", die neben der hauptbeschäftigung "bauer", im kriegsfall, auch als soldaten zur verteidigung bereitstanden, man mußte demnach nicht unbedingt eine armee aus konstantinopel herankarren.
Die Soldatengüter verkümmerten bereits in der 2. Hälfte des10. Jahrhunderts - trotz verschiedner Versuche, sie am Leben zu erhalten. Zum Zeitpunkt der Schlacht von Mantzikert hatten sie bereits keine größere Bedeutung mehr und konnten erst recht nicht mehr die Themen effektiv am Leben halten. Ein Effekt der stärkeren Feudalisierung ijn Byzanz und dem Aufkauf der kleineren Güter. --Benowar 20:47, 24. Jul 2005 (CEST)
Was war der grund für die verkümmerung der soldaten-bauern-güter im osten im 10 jh. ?
Das habe ich oben angesprochen. Ansonsten: Wehrbauern und die entsprechende Literatur konsultieren. --Benowar 13:41, 26. Jul 2005 (CEST)

Konstantin

Die Passage "Der römische Kaiser Konstantin der Große baute die bis dahin eher kleine altgriechische Koloniestadt Byzanz im Jahr 330 um, nannte sie Konstantinopel (heute heißt sie Istanbul) und machte sie zur Hauptstadt des Römischen Reiches" über die Umstände der Namensgebung befindet sich in einem Widerspruch zum Artikel Konstantinopel. Ich hab da leider auch nichts weiterführendes gefunden. --Cairimba 22:41, 2. Jul 2004 (CEST)

evt sollten wir den historischen Zusammenhang zur Weltgeschichte herstellen, könnte einen Entwurf machen, der dann zu verbessern wäre;) Jan eissfeldt

Periodisierung

Zur Gliederung: Meines Wissens (ich bin aber Mediävist, kein Byzantinist) reicht doch die frühbyzantinische Zeit bis zur Zeit des Herakleios. Nur die Kunsthistoriker setzten 843 (Ende des Bilderstreits). Und die mittelbyzantinische endet ab 1025 bzw. Ende der Komnenenzeit (bei den Kunsthistorikern wieder anders: 1204 bzw. 1261). Ich wollte dies nur noch einmal klären, da ich die Gliederung des Artikels so vorgenommen habe. Oder sollte dies vielleicht noch einmal im Artikel vermerkt werden? MfG Benowar 00:28, 3. Jun 2004 (CEST)

Auch ich bin der Ansicht, das die mittelbyzantinische Zeit mit der Regentschaft des Herakleios einsetzte, der sich nicht als Imperator sondern als Basileus bezeichnete und Griechisch zur Amtssprache erhob. Mit dem Ende der Regentschaft des "Bulgarentöters" Basileos II. setzte der Verfall des mittelbyzantinischen Reiches ein, das mit der Eroberung Konstantinopels durch umgeleitete Kreuzfahrer sein Ende fand. 1261 folgte dann die spätzbyzantinische Zeit, deren Ende bekannt ist. --Dylac 01:07, 3. Jun 2004 (CEST)

Hab doch noch mal reingeschaut (bei Wirth, Grundzüge der byzantinischen Geschichte). Dann wäre die erste Einteilung von mir (die ich wieder gelöscht hatte) doch richtig: Früh: bis Herakleios, Mittel: bis zum 4. Kreuzzug, Spät: 1204 und danach. Es ist einfach zu spät, morgen ergänze ich es. Benowar 01:32, 3. Jun 2004 (CEST)

Der Artikel klingt noch ein wenig enthusiastisch. Allein die Behauptung, das kulturelle Niveau sei im Byzantinischen Reich ungleich höher gewesen als in allen anderen mittelalterlichen Reichen, ist doch recht subjektiv. --Dylac 13:15, 3. Jun 2004 (CEST)

Das finde ich eigentlich nicht. Wenn man alleine die Ausbildung im byzantinischen Reich bedenk, war man dem Rest Europas weit voraus. Man darf ja nicht vergessen, dass dort immer noch Homer rezitiert wurde und die meisten uns bekannten antiken Autoren über Byzanz zu uns gelangt sind. Entweder nach der Flucht der Gelehrten oder über die arabische Vermittlung via Spanien.

Nur war man in Byzanz nicht sehr originell. Der Wissenstand blieb auf antiken Niveau (siehe Zahlensystem; erst spät wurden die arabischen Ziffern übernommen), es gab keine Universitäten wie in Westeuropa. Aber der Lebensstandard war doch ungleich größer; man muss sich ja nur die Berichte zeitgenösischer Chronisten, wie bei der Eroberung 1204 von Froissat durchlesen. John Haldons Darstellung ist in diesem Kontext zu empfehlen. Ich kann mich noch gut an meine Dozenten erinnern, die ja Mediävisten sind, aber keinesfalls mehr das negative Byzanzbild vergangener Tage vertreten. Treadgold tut dies allerdings immer nnoch (Warren Treadgold, History of the Byzantine State and Society), aber es hat in den Rezension auch nicht übermäßig gut abgeschnitten (Beispiel: willkürliche Festlegung des Beginns der Themenorganisation).

MfG Benowar 16:14, 3. Jun 2004 (CEST)

Es geht auch nicht darum, etwas negativ darzustellen. Aber die Auswahl der Kriterien, an denen man die kulturelle oder zivilisatorische Überlegenheit festmacht, ist eigentlich immer subjektiv. Zudem war das Byzantinische Reich wie alle mittelalterlichen Reiche ein Agrarstaat, in dem die Alphabetisierung eher die Ausnahme darstellte. Natürlich gingen die Byzantiner unverkrampfter mit dem antiken Erbe um. Aber richtig genutzt und weiterentwickelt wurde es erst im 15. Jahrhundert von den Westeuropäern --Dylac 16:45, 3. Jun 2004 (CEST)

...nur waren die Bildungschancen wesentlich höher als in Westeuropa :) Es kommt auch darauf an, von welcher Zeit man spricht. Bis zum 7. Jahrhundert war Byzanz übrigens stark von der Geldwirtschaft geprägt, welches auch nie soviel an Boden verlor wie im Rest Europas. Und in Konstantinopel gab es öffentlichen Unterricht. Dazu gibt es eine vernünftige Abhandlung von Speck ("Die kaiserliche Universität von Konstantinopel").

Im allgemeinen hielt sich aber ein relativ hoher Standard. Die Alphabetisierung ist m.E. eher ein Problem, aber schau die Westeuropa an, oder das heilige römische Reich. Friedrich II. ließ in Neapel eigens für die Beamtenausbildung eine Uni. gründen, um so das geistliche Bildungsmonopol zu umgehen.

Ich zitiere mal Robert Browning aus dem LexMA (aber nicht wörtlich...wegen Copyright :) ): Rudimentäre Schreib- und Lesekenntnisse waren bei der städtischen Bevölkerung anscheinend weit verbreitet , auf dem Lande aber eher selten....es gab aber nie ein Bildungsmonopol oder eine abgeschlossene Schicht von Gelehrten. Siehe LexMA 3, Sp. 2203 f.

Dass nun höhere Bildung weniger verbreitet war, dürfte klar sein. Aber ich bleibe bei meiner Meinung, dass sie weiter verbreitet war als in Westeuropa. Ich würde dir aber zustimmen: Die Rezeption durch Westeuropa forcierte erst den Prozess. Aber man muss bei einer Bewertung ja immer alles in Realtion zur Umwelt sehen, und da war Byzanz nun mal voraus. Benowar 17:01, 3. Jun 2004 (CEST)

ps: Machs doch so: mach im Kultur-Abschnitt stärker darauf Aufmerksam, dass die Rezeption des antiken Wissens den letztendlichen Durchbruch in der Renaissance darstellte.

Wie sah es denn im Byzantinischen Reich mit der Verwertung militärischer Abhandlungen aus antiker Zeit aus ? In Westeuropa war man im Zeitalter der Renaissance wild auf römische Werke über Kriegstaktik, wie die des Aelian. --Dylac 17:33, 3. Jun 2004 (CEST)

Ich kenne nur Claudius Aelianus, den Dichter. Oder meinst du Vegetius? Generell weiß ich darüber weniger Bescheid, aber es gab in Byzanz mehrere Militärhandbücher, wenn auch nicht unbedingt aus der Antike.

Es wurde aber antikes Material verwertet. Auf Anhieb fiele mir die Tactica Leonis Leons VI. ein, aber sehr viele Schriften hatten einen anachronistischen Charakter, sprich man gab Empfehlung, Militär und Zivilverwaltung zu trennen, obwohl zu jener Zeit die Themenordnung das Rückrat der Verteidigung war. Aber die Byz. hatten es ja ohnehin mit Anachronismen: Bulgaren waren "Moesier", Türken "Perser" etc.

..ach ja: in der Zeit Maurikios gab es ein Werk namens "Strategikon", eventuell vom Kaiser selbst verfasst. Ab dem 11. Jahrhundert nahmen diese Art von Schriften aber ab.

Sieh mal ins LexMA 8, Sp. 438 f. (Artikel Taktika) Benowar 17:43, 3. Jun 2004 (CEST)

Dies und das

Kann mir jemand erklären, warum Suprimat richtig ist. Mein Fremdwörterduden kennt diesen Begriff nicht, dafür aber Supremat. --SJohach 12:20, 4. Jul 2004 (CEST)

Ich habs nicht geändert, gebe dir aber recht: es müsste SUPREMAT heissen. Benowar 12:30, 4. Jul 2004 (CEST) ps: Übrigens auch im Englischen :)

Ich hatte schon Zweifel an mir. Ich habe die Änderung von ASK wieder zurückgenommen. -- SJohach 14:19, 4. Jul 2004 (CEST)

Wieso wurde die Passage auf über das Osmanische Reich als Erbe von Byzanz entfernt? Auch noch vom selben Benutzer, der das auch in der englischen Wikipedia versucht hat und dann eines Besseren belehrt wurde:

http://en.wikipedia.org/w/w...

Die Aussage lautete: "... das Osmanische Reich kann in gewissem Sinne als Erbe des Byzantischen Reiches angesehen werden und das ist historisch völlig korrekt. Dies trifft sowohl für die weitgehende territoriale Kontinuität, als auch den universalen Anspruch, die Kontinuität in der Verwaltung durch die Phanarioten und vieles mehr zu.

Der Benutzer hat offensichtlich überhaupt nicht verstanden, worum ist hier geht. Vgl. etwa den Aufsatz von Peter Thorau in der HZ:

http://hsozkult.geschichte.... Peter Thorau Von Karl dem Großen zum Frieden von Zsitva Torok. Zum Weltherrschaftsanspruch Sultan Mehmeds II. und dem Wiederaufleben des Zweikaiserproblems nach der Eroberung Konstantinopels

Während nach gängiger Forschungsmeinung das Zweikaiserproblem lediglich einen Konflikt des Früh- und Hochmittelalters darstellte, der 1204 mit der Errichtung des lateinischen Kaiserreichs durch die Kreuzfahrer sein Ende fand, wurde bisher übersehen, daß es nach der Einnahme Konstantinopels durch Mehmed den Eroberer wiederauflebte und dann bis in die Neuzeit hinein fortdauerte. Indem sich der türkische Sultan künftig bewußt in byzantinische Traditionen stellte, machte er deutlich, daß nach seiner Auffassung am 29. Mai 1453 das Oströmische Reich nicht unter-, sondern im Osmanischen Reich aufgegangen war. In drei voneinander unabhängigen Traditionen - islamischen Prophezeiungen, türkisch-mongolischen Überlieferungen und byzantinisch-römischem Gedankengut - wurzelte sein Weltherrschaftsanspruch, der neben sich kein konkurrierendes Kaisertum, auch nicht das abendländische, anerkennen konnte und wollte. Der Angriff der Osmanen auf Unteritalien 1480/81, der erst durch den überraschenden Tod des Sultans abgebrochen wurde, ist vor diesem Hintergrund als der Versuch Mehmeds des Eroberers zu verstehen, sich auch Roms als der wichtigsten sedes imperii zu bemächtigen. Die Ansprüche Mehmeds und seiner Nachfolger aber bedeuteten letztlich ein Wiederaufleben des alten Zweikaiserproblems, das erst 1606 im Frieden von Zsitva Torok mit der Anerkennung des westlichen Kaisertums durch Sultan Ahmed I. beigelegt wurde - wenn auch unter dem Vorbehalt, daß dem osmanischen Herrscher eine Vorrangstellung zustehe.

Die Zitate bei Toybee lauten:

"Eine Teilerklärung [für die relative Dauerhaftigkeit der osmanischen Herrschaft über die christlich-orthodoxe Welt] kann zweifelos in der Tatsache gefunden werden, daß die Osmanen [...] einem positiven politischen Zweck dienten, indem sie die christlich-orthodoxe Welt mit einem Universalstaat ausstatteten, den diese für sich selbst zu errichten unfähig war". (244) "In einem seltsamen Paradox versah der fremde Eroberer den Gesellschaftskörper, den er erobert hatte, mit seinem Universalstaat." (356) und passim

Toynbee, Arnold J. Der Gang der Weltgeschichte. Aufstieg und Verfall der Kulturen 1 und 2. (2 Bände) München, dtv, 1970. Wissenschaftliche Reihe. Band 4035-36.

Mal von der Löschung des Abbschnitts abgesehen: ich habe da auch ein kleines Problem. Nichts gegen Thorau (der einer der wenigen Mediävisten ist, die sich in Deutschland ernsthaft mit den Kreuzzügen beschäftigen), aber es ist auch ein Unterschied, ob sich jemand als der Nachfolger fühlt, oder es staatsrechtlich auch ist. Das HRR nahm auch ideengeschichtlich für sich in Anspruch, als direkter Nachfolger Roms zu gelten. Friedrich III. sah sich nach dem Fall Konstantinopels als einzig legitimer Kaiser an. Das Problem im Fall Mehmets ist, dass es kein Byzantinisches Reich, sonder ein RÖMISCHES Reich gab, als dessen Nachfolger er sich IDEELL fühlte...was jedoch jeder Grundlage entbehrt. Wenn du meinst, dass Mehmet die IDEE übernahm - da könnte ich folgen und zustimmen. Aber als wirklicher Nachfolgestaat - das ist eher konstruiert. --Gruß Benowar 16:39, 13. Nov 2004 (CET)

Es geht nicht um eine staatsrechtliche Kontinuität, die im übrigen auch das Großfürstentum Moskau nur auf eine äußerst konstruierte Weise in Anspruch nehmen konnte, sondern eher um eine ideelle Kontinuität. Das Osmanische Reich hatte mit Byzanz das Territorium (zumindest weitgehend) und vor allem den universalen Anspruch gemeinsam. Die Sultane nannten z.B. Kaiser Rudolf II. abfällig den "König von Wien" und weigerten sich damit, ihn als ebenbürtigen Herrscher anzusehen. Dem gegenüber bezeichnte sich schon Sultan Mehmet II. als "Kayser-i Rum" – Kaiser von Rom d.h. die Sultane stellten sich ganz bewusst in die Kontinuität des (Ost-)Römischen Reiches.

"Da sich der Osmanische Staat in der Auseinandersetzung mit Byzanz entwickelte, integrierte er kulturelle Traditionen, die sich, nicht nur in der geographien Deckung des Naturraum wider- spiegelte, sondern in vielen patorischen Einrichtungen, der osmanischen Verwaltung und Kultur. Byzanz als Vermittler zwischen Orient und Okzident ist Teil eines Erbes im osmanischen Vielvölkerstaat zwischen Europa und dem Nahen Osten. Und beide Reiche legitimierten Ihre Existenz in der Rolle als Religöserwächter der Einen und richtigen Religion. Es waren schon die türkischen Vorfahren, nämlich das Seldschukische Reich ( Rum-Seldschuken) die Byzanz als Römer und damit legitime Nachfolger des Imperium Romanum empfanden, so wie die Osmanen die Eroberungen auf dem Balkan als römisches Gebiet betrachteten und als Rumelien bezeichneten, als das Land der Rhomaer. Selbst Heute sieht sich die türkische Osmanistik in der Tradition des Nachfolgestaates des Byzantinischen Kaiserreich (Basileia ton Rhomaion) und benennt den osmanischen Staat als Osmanisches Kaiserreich (Osmanli Imparatorluk)". http://www.osmanischesreich...

Es ist historisch auch viel zu kurz gesprungen, die Auseinandersetzung um Konstantinopel nur auf einen Gegensatz Christen gegen Muslime, Griechen gegen Türken zu reduzieren. Noch während der Belagerung gab es unter den orthodoxen Einwohnern der Stadt eine fatalistische Parole: "Lieber den Turban (des Sultans) als die (lateinische) Mitra (des Papstes)".

"Die Muslime wurden von den Massen als Befreier von der Unterdrückung durch die Aristokraten, die Klöster und die beinahe gänzlich korrupte Regierung begrüßt, welche allen Unterprivilegierten ungeheure Steuern auferlegte". http://homepage.univie.ac.a...

Kurz und gut: ich kann nichts Falsches an der Formulierung "Aber auch die osmanischen Sultane betrachteten sich als legitime Erben des Byzantinischen Reiches" sehen.

Meine Frage war ja: ideell oder staatsrechtlich. Aber deine Antwort geht sonst irgendwie an meiner Frage vorbei...wo habe ich denn den Konflikt zu einem reinen christlich-muslimischen Konflikt erklärt? Dass es in Byzanz heftigen Widerstand gegen die Kirchenunion gab, ist ja nichts neues...das kam sogar im Artikel selbst vor. Also bitte: keine Gräben aufreissen, wo es Konsens gibt. Wenn du gemint hast: es gab eine EMPFUNDENE Kontinuität...ja, die gab es wohl. Aber man sollte schon klarstellen, dass das Byzantinische Reich, welches staatsrechtlich das Römische Reich war und blieb, 1453 unterging - und manches, was du da schreibst sind nur Exzerpte aus Abhandlungen: "Die Muslime wurden von den Massen als Befreier von der Unterdrückung durch die Aristokraten, die Klöster und die beinahe gänzlich korrupte Regierung begrüßt, welche allen Unterprivilegierten ungeheure Steuern auferlegte" - das ist doch reine Interpretation. Es gibt da ganz andere Standpunkte. Darüber will ich aber nicht streiten. Benowar 12:56, 14. Nov 2004 (CET)

Ich denke, dass ich die Frage durchaus beantwortet habe und dass meine kleine Ergänzung einen wichtigen Aspekt hinzugefügt hat, der nicht einfach aus Ignoranz der Zusammenhänge gelöscht werden sollte. Die osmanischen Sultane betrachteten sich tatsächlich als legitime Erben von Byzanz, auch wenn es sicher keine staatsrechtliche Kontinuität gab. Ich hoffe, dass dies damit geklärt ist.

Für mich war es auch vorher klar, dass es keine Kontinuität gab...und ich habe ja nichts gelöscht. Aber damit sollte das Thema erledigt sein. Benowar 17:26, 14. Nov 2004 (CET)

Eine kleine Korrektur:

"In den folgenden Jahrhunderten wurden auf ostslawischem Gebiet zahlreiche prachtvolle Kirchen nach byzantinischem Vorbild gebaut, byzantinische Priester und Mönche brachten die kyrillische Schrift mit..."

ist etwas ungenau, richtiger fände ich:

In den folgenden Jahrhunderten wurden auf ostslawischem Gebiet zahlreiche prachtvolle Kirchen nach byzantinischem Vorbild gebaut, byzantinische Priester und Mönche brachten die aus dem griechischen und dem, durch die griechischen Mönche Kyrill und Methodos erfundenen, glagolitischen Alphabet entwickelte kyrillische Schrift mit...

Siehe dazu: http://de.wikipedia.org/wik...

Die Version oben könnte um einiges zu lang sein, in dem Fall fände ich aber zumindest eine Erwähnung der glagolitischen Schrift gut, da immerhin damit und nicht erst mit der kyrillischen Schrift die Christianisierung der Slawen begann.

Mir ist hier auch ein Fehler aufgefallen, nur wüsste ich nicht was zu ergänzen ist:

"Wenn uns daher für einige Zeiträume sei ein theokratischer Staat gewesen."

gruß meine-wenigkeit

Das liegt daran, das jemand einfach wahrlos den Satz zusammengestrichen hat. Ist korrigiert. --Benowar 12:31, 23. Mär 2005 (CET)

Weblinks

Bei den Weblinks würde es sich lohnen zu sieben - der große Teil ist nichtfachwissenschaftlich und könnte gestrichen werden. Diskussionsbedarf? --Benowar 11:48, 29. Apr 2005 (CEST)

Imho nicht, aber streich einfach mal, dann hast du den Ärger. ;-) Bist du gelegentlich als 134.x unterwegs? -- Carbidfischer Carbidfischer/Wikiteria 15:19, 29. Apr 2005 (CEST)
Ne, aber ich glaube ich weiß wer das ist - wenn es der ist, den ich meine, dann hat der gute Mann schon Ahnung von der Sache (ein Doktorant aus Kiel). Aber auch so stimmt es schon, was er schreibt. Die IP geht eben mehr auf eine neuere Forschungsfragen ein - ich bin da etwas konservativer, aber das passt schon. --Benowar 17:21, 29. Apr 2005 (CEST)

Dann bin ich beruhigt. Ich war nur darüber befremdet, dass eine IP so wenig Ärger macht, sondern im Gegenteil Sinnvolles beiträgt. Wikinoia eben. ;-) -- Carbidfischer Carbidfischer/Wikiteria 18:58, 29. Apr 2005 (CEST)
Ist ja leider auch oft genug berechtigt...ohe den IPs an sich zu nahe treten zu wollen. --Benowar 19:01, 29. Apr 2005 (CEST)

Sekundärliteratur

Literatur ist auch etwas ausufernd und imho etwas zu sehr auf einzelne Autoren fokussiert. -- Carbidfischer Carbidfischer/Wikiteria 16:18, 3. Mai 2005 (CEST)

Ärgerlich vor allem, dass viele Werke ohne Angabe von Erscheinungsort- und Jahr angegeben sind. Wer hat die denn alle eingestellt und woher? Aus en kopiert?! -- Carbidfischer Carbidfischer/Wikiteria 09:32, 4. Mai 2005 (CEST)

Früher wurde die Sekundärliteratur alphabetisch angeordnet, ich nehme an, dieses Prinzip wird hier aus gutem Grund durchbrochen. ;-) -- Carbidfischer Carbidfischer/Wikiteria 10:32, 25. Jul 2005 (CEST)

Heer

Gibts irgendwo in der Wikipedia was zum byzantinischen Heer? Dass es eine Art Wehrpflicht gab, weiß ich, dass die schwere Kavallerie gut war, auch, und das Griechische Feuer kenn ich jetzt ebenfalls. Ansonsten hab ich nur den Vermerk aufgetrieben, die Byzantiner hätten "das Beste der verschiedenen Kulturen kombiniert". Was das konkret bedeutet, weiß ich nicht. Wie kämpften die nun tatsächlich? --Mike F 19:51, 30. Sep 2005 (CEST)

Lies die Bücher von Treadgold oder Haldon (Byzantium at War). Oder die Übersetzung von Maurikios' "Strategikon". Die Entwicklung des byzantinischen Heeres war nicht so geradlinieg, als dass man es in ein paar Sätzen erläutern könnte (vor allem wenn man sich das spätrömische Heer oder später das Ende der Themenverfassung vor Augen hält). In Wikipedia gibt es meines Wissens kaum was dazu. Aber lesen bildet ja. --Benowar 16:44, 18. Nov 2005 (CET)


Diese Definition bzw. Erklärung des Begriff Byzantinisches Reich und dessen Bedeutung wurde zuletzt am 8.2.2006 aktualisiert (Glossar Lexikon Enzyklopädie).


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