Cuneo

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Der Artikel Cuneo gehört zur Kategorie: Ort im Piemont
Cuneo ist eine in der Region Piemont gelegene Stadt in Norditalien und Hauptstadt der Provinz Cuneo.
Basisdaten
Region: Piemont
Provinz: Cuneo
Fläche: 120 km²
Einwohner: 54.914 (31. Dezember 2004)
Bevölkerungsdichte: 458 Einwohner/km²
Höhe: 534 m ü. NN
Postleitzahl: 12100
Vorwahl: 0171
Kfz-Kennzeichen: CN
Geografische Lage: 44° 23' n. Br.
7° 33' ö. L.
Website: www.comune.cuneo.it

Geschichte

Legende

Eine Legende erzählt davon, dass im frühen Mittelalter die verstreut lebende, lokale Bevölkerung Übergriffe des Marchese von Saluzzo satt hatte und eine Rebellion anzettelte. Während dieser habe man Verwandte des Marchese auf einer Hochzeitsfeier eines lokalen Gutsherren getötet, woraufhin sich die Aufständischen aus Furcht vor dem als tyrannisch bezeichneten Marchese in ein leicht zu verteidigendes Gebiet zurückzogen: Auf die Hochebene zwischen den Flüssen Stura und Gesso, auf das Gebiet des heutigen Cuneo.

Geschichtliche Entwicklung

Die erste urkundliche Erwähnung der Stadt Cuneo datiert vom 23. Juli 1198, als der Ort zur "libero Comune" ("freie Gemeinde") ernannt wurde. Der Name der Stadt leitet sich vom italienischen Ausdruck für "Keilspitze", "pizzo di Cuneo", ab und bezieht sich auf die geografische Lage auf der Hochebene zwischen den Flüssen Stura und Gesso. Auf das Jahr 1198 geht auch der Dom von Cuneo zurück.

Im Mittelalter gilt die Stadt aufgrund ihrer Lage als strategisch wichtig. 1382 begab sich die Stadt Cuneo freiwillig in den Machtbereich von Amadeus VI. von Savoyen, der die Stadt zur Festung ausbaute. Insbesondere zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert war die Stadt und die Region oft Schauplatz kriegerischer Auseinandersetzungen.

Durch den Frieden von Cherasco (1796) wurde Cuneo zusammen mit Ceva und Tortona an die Franzosen abgetreten. 1799 wurde es nach zehn Tagen Beschuss von österreichischen und russischen Armeen eingenommen. 1800 schleiften die Franzosen nach dem Sieg von Marengo die Befestigungen.

Nicht zuletzt durch die Auswirkungen von Schlachten und Belagerungen wurden die Bauten des frühen Cuneo weitgehend zerstört. Die Kirche San Francesco ist, neben dem Dom, eines der wenigen heute noch vorhandenen Gebäude aus dem 15. Jahrhundert. Die heutige Altstadt wird durch Bauten aus dem 17. und 18. Jahrhundert dominiert, wobei die entlang der Hauptstraßen nahezu lückenlos vorhandenen Arkaden über den breiten Gehwegen eine Eigenheit der Stadt darstellen. Der zentrale Platz, Piazza Duccio Galimberti, stammt aus dem 19. Jahrhundert.

Infrastruktur

Verkehr

Cuneo liegt an der Europastraße E74, die von Asti über Cuneo und den Colle di Tenda nach Ventimiglia am Mittelmeer führt.

Darüber hinaus ist Cuneo Ausgangspunkt von Bahnstrecken nach Turin, Savona und Ventimiglia/Nizza, wobei es sich bei letzterer um die Tendabahn handelt. Eine weitere Bahnstrecke, die von Cuneo nach Mondovi führte, ist seit 1996 stillgelegt.

Söhne und Töchter der Stadt

Weblinks



Diese Definition bzw. Erklärung des Begriff Cuneo und dessen Bedeutung wurde zuletzt am 8.2.2006 aktualisiert (Glossar Lexikon Enzyklopädie).


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