Die Wacht am Rhein (Lied)

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Der Artikel Die Wacht am Rhein (Lied) gehört zur Kategorie: Lied, Deutsche Geschichte
Die Wacht am Rhein, 1840 von Max Schneckenburger als Reaktion auf das Bekenntnis Adolphe Thiers' zum Rhein als Frankreichs anzustrebender Ostgrenze (Rheinkrise) gedichtet und 1854 von Karl Wilhelm vertont, hatte im Kaiserreich von 1871 neben dem Lied Heil dir im Siegerkranz beim Volk den Status einer Nationalhymne der Deutschen. So wurde das Lied auch bei offiziellen Anlässen gesungen. Thematisch richtet sich das Lied gegen Expansionsbestrebungen des Nachbarlandes Frankreich, das mehrmals den Rhein als Ostgrenze gefordert hatte, und ruft die Deutschen dazu auf, die Grenze zu sichern.

Im Zweiten Weltkrieg wurde die Ardennenoffensive unter dem Namen „Wacht am Rhein“ geführt.

Bis heute gibt es am Rhein zahlreiche Hotels, Gaststätten und Discos dieses Namens. Das Lied selbst ist allerdings seit dem Kriegsende 1945 kaum noch gesungen worden.

Text

1.

Es braust ein Ruf wie Donnerhall,
wie Schwertgeklirr und Wogenprall:
Zum Rhein, zum Rhein, zum deutschen Rhein!
Wer will des Stromes Hüter sein?

Refrain

Lieb Vaterland magst ruhig sein,
lieb Vaterland magst ruhig sein:
Fest steht und treu die Wacht,
die Wacht am Rhein!
Fest steht und treu die Wacht,
die Wacht am Rhein!

2.

Durch Hunderttausend zuckt es schnell,
und aller Augen blitzen hell;
der Deutsche bieder, fromm und stark,
beschützt die heil'ge Landesmark.

Refrain

3.

Er blickt hinauf in Himmelsau'n,
wo Heldenväter niederschau'n,
und schwört mit stolzer Kampfeslust:
Du Rhein bleibst deutsch wie meine Brust!

Refrain

4.

Solang ein Tropfen Blut noch glüht,
noch eine Faust den Degen zieht,
und noch ein Arm die Büchse spannt,
betritt kein Feind hier deinen Strand!

Refrain

5.

Der Schwur erschallt, die Woge rinnt
die Fahnen flattern hoch im Wind:
Am Rhein, am Rhein, am deutschen Rhein
wir alle wollen Hüter sein.

Refrain

Zwischen der 4. und 5. Strophe wird in manchen Publikationen folgende Strophe eingeschoben, die zumindest schon 1870 nachweisbar ist:

Und ob mein Herz im Tode bricht,
wirst du doch drum ein Welscher nicht.
Reich, wie an Wasser deine Flut,
ist Deutschland ja an Heldenblut!

Auf Kriegspostkarten des Ersten Weltkriegs wird auch die nachfolgende 7. Strophe verbreitet:

So führe uns, du bist bewährt;
In Gottvertrau'n greif' zu dem Schwert,
Hoch Wilhelm! Nieder mit der Brut!
Und tilg' die Schmach mit Feindesblut!

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Diese Definition bzw. Erklärung des Begriff Die Wacht am Rhein (Lied) und dessen Bedeutung wurde zuletzt am 8.2.2006 aktualisiert (Glossar Lexikon Enzyklopädie).


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