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Der Artikel Flexion gehört zur Kategorie: Wikipedia Überarbeiten, Grammatik, Linguistische Morphologie
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Die Flexion bezeichnet in der Grammatik die Änderung der Gestalt eines Wortes zum Ausdruck seiner grammatischen Funktion innerhalb eines Satzgefüges. Man spricht von der Beugung eines Wortes. (In der Medizin bedeutet es Beugung eines Gelenks.) Sprachen mit Flexion besitzen einen so genannten flektierenden Sprachbau.
Der Ausdruck Flexion wird nicht nur für die Flexion im engeren Sinne verwendet, sondern er bezieht häufig auch die Agglutination mit ein, daher ist die Bezeichnung flektierende Sprache in vielen Fällen ein Synonym für eine synthetische Sprache.
Die grammatische Funktion wird durch die Werte diverser grammatischer Kategorien bestimmt, was letztlich die flektierte Form des Wortes bestimmt. Verschiedene Sprachen können verschiedene Kategorien aufweisen.
Bei der Flexion wird abhängig von der Wortart unterschieden zwischen
- der Deklination bei Nomina (diese Flexion wird auch als Biegung bezeichnet, um sie von der Beugung der Verben abzugrenzen)‚
- der Konjugation bei Verben
- der Komparation (Steigerung) bei Adjektiven und Partizipien
- nach der Steigerungsstufe
Man unterscheidet parallel dazu zwei Arten der Flexion
- schwache, äußere Flexion unter der Benutzung von Affixen
- starke, innere Flexion mit der Veränderung des Stammes
Der Begriff flektierende Sprache wird häufig als Oberbegriff für synthetische Sprachen verwendet, also auch für agglutinierende Sprachen und fusionale Sprachen.
Eine flektierte Form kann durchaus mehrere verschiedene Bedeutungen haben, wie auch eine grammatische Funktion durch mehrere flektierte Formen ausgedrückt werden kann.
Viele indoeuropäische Sprachen – z. B. Deutsch, Latein, slawische Sprachen, Hindi – haben einen flektierenden Sprachbau. Innerhalb der semitischen Sprachen sind besonders in der klassischen arabischen Sprache sehr viele Flexionsformen erhalten geblieben.
Hingegen hat das gesprochene Französisch im Laufe der Jahrhunderte viele Flexionsformen verloren. Beispiel: il donne (er gibt) und ils donnent (sie geben) sind vom bloßen Hören nicht zu unterscheiden.
Auch die englische Sprache hat in den letzten Jahrhunderten nahezu alle Flexionsformen aufgegeben. Dazu ein Vergleich der Konjugation des Verbs "make" in der mittelenglischen, frühneuenglischen und modernen Form:
| Frühneuenglisch | Neuenglisch | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| ich | make | I | make | I | make |
| þu | makest | thou | makst | you | make |
| he/she/it | makeþ | he/she/it | maketh | he/she/it | makes |
| we | maken | we | make | we | make |
| 3e | maken | ye | make | you | make |
| þey | maken | they | make | they | make |
Hieraus lässt sich sehr gut erkennen, wie das Englische seine Flexion verlor.
Im Kontrast zu flektierenden bzw. synthetischen Sprachen stehen analytische Sprachen und isolierende Sprachen.
Siehe auch: Derivation (Linguistik)
Weblinks
- Der Werwolf - ein Gedicht von Christian Morgenstern
Diskussion der Autoren über den Artikel: Flexion
Wikipedia-Artikel sollen dem Laien etwas erklären. Dieser (liebevoll gemachte) Artikel erhellt leider nur den Fachmann. --Tilde.