Gaius Lucilius

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Gaius Lucilius (* 180 v. Chr. in Suessa Aurunca (Campania; heute Sessa Aurunca); † 103 v. Chr. in Neapel, war ein römischer Schriftsteller, der maßgeblich an der Entwicklung der Satire beteiligt war und ihr ihre heutige Bedeutung gab.

Leben

Lucilius stammte aus einer begüterten Familie und verkehrte, anders als römische Dichter vor ihm, in der gehobenen Gesellschaft der Stadt. Vermutlich verbrachte er längere Zeit zu Studien in Athen. Er war befreundet mit Scipio Aemilianus, den er in seinem Werk gegen politische Gegner in Schutz nimmt und mit dem er am Feldzug gegen Numantia 134 v. Chr. teilnahm. In seinen Satiren gibt er sich als überzeugten Junggesellen zu erkennen und stellt sich damit in Gegensatz zu gesellschaftlichen Erwartungen.

Werk

Gab es bei Ennius noch kein einheitliches Versmaß in seinen Büchern der Saturae, so verwendete Lucilius mehr und mehr nur noch den daktylischen Hexameter, was auch weiterhin das Kennzeichen der Hexameter-Satire sein sollte. Lucilius nennt seine Satiren selbst, wie später Horaz, sermones (Gespräche) und grenzt sie so formal und inhaltlich von der hohen Dichtung ab. Hauptthema ist, anders als noch bei Ennius, die in unserem Sinne "satirische" Behandlung von Alltagsereignissen, oft mit der Person des Dichters im Mittelpunkt.

Lucilius verfasste ca. 30 Bücher, von denen jedoch nur einzelne Fragmente (etwa 1300) erhalten sind.



Diese Definition bzw. Erklärung des Begriff Gaius Lucilius und dessen Bedeutung wurde zuletzt am 8.2.2006 aktualisiert (Glossar Lexikon Enzyklopädie).


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