Gepiden

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Der Artikel Gepiden gehört zur Kategorie: Germanischer Stamm, Europäische Ethnie
Die Gepiden waren ein germanischer Stamm im heutigen Ungarn. Sie wurden bekannt, als sie 455 unter Ardarich in der Völkerschlacht am Fluss Nedao die Söhne Attilas aus dem heutigen Ungarn vertrieben.

Wahrscheinlich kamen die Gepiden im 2. Jahrhundert zusammen mit den Goten an die Weichsel. Mitte des 3. Jahrhunderts stießen die Gepiden über die Weichsel nach Süden vor und erreichten das nördliche Siebenbürgen. In der europäischen Völkerwanderung nach 375 zog ein Teil mit den Wandalen nach Gallien, ein anderer gelangte im Dienst der Hunnen bis auf die Katalaunischen Felder. (In dieser Schlacht wurden die Gepiden von den auf römischer Seite stehenden Franken niedergemetzelt, 16 000 starben.)

Ardarich und sein ostgotischer Gegenpart Walamir waren enge Anhänger Attilas gewesen. Als Attila starb, hinterließ er eine Handvoll jugendlicher Söhne, deren ältester, Ellac im Mannesalter stand. Die neuen, untereinander uneinigen Hunnenführer verteilten dabei kriegserfahrene Könige wie die Dienerschaft eines Hauses und provozierten so einen Aufstand (Skiren, Rugier, Sueben- hier Stamm der Langobarden, Heruler, Goten, Gepiden), an dessen Spitze sich der Gepide Ardarich setzte. Ardarich erlangte die wohlwollende Neutralität Walamirs und siegte am Nedao. Ellac fiel mit 30 000 Leuten, die Hunnen zogen ab. Die Gepiden übernahmen das heutige Siebenbürgen. Die Ostgoten übernahmen Pannonien, bis sie unter dem Druck ihrer Nachbarn (Schlacht an der Bolia 469) 471 nach Italien auswichen.

Gegen Mitte des 6. Jahrhundert wurden die Langobarden zum Gegenspieler der Gepiden. 551 mussten die Gepiden in der Schlacht auf dem Asfeld eine schwere Niederlage einstecken, der Sohn ihres Königs Turisind fiel. Aber Byzanz erzwang den Frieden. Im Jahr 567 wurde der neue Gepidenkönig Kunimund von den Langobarden unter Alboin vernichtend geschlagen und getötet. Die Langobarden waren nach der Schlacht selbst so geschwächt, dass sie unmittelbar danach den (mit ihnen formell verbündeten) Awaren ausweichen mussten.

Große Teile der Gepiden (und Kunimunds Tochter Rosamunde) zogen mit den Langobarden nach Italien ab, andere verblieben unter awarischer Herrschaft zurück.

Herzöge und Könige der Gepiden

  • um 451/55 Ardarich
  • ??? - 560 Turisind
  • 560 - 567 Kunimund


Diskussion der Autoren über den Artikel: Gepiden


Wo ist der Begriff "Gepidentreue" belegt?

Synonym für Nibelungentreue ?

Habe den Hinweis im Artikel entfernt. Falls jemand der Meinung ist, das Wort existiere außerhalb der Wikipedia, bitte wieder in den Artikel aufnehmen (aber mit Beleg!). --Zenogantner 14:13, 16. Okt 2005 (CEST)


Diese Definition bzw. Erklärung des Begriff Gepiden und dessen Bedeutung wurde zuletzt am 8.2.2006 aktualisiert (Glossar Lexikon Enzyklopädie).


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