Griechische Literatur

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Die griechische Literatur

Die Archaische Periode

Epik
Lyrik
Wissenschaftsprosa

  • Um 550 - 450 v. Chr. wurden in Prosa verschiedene Realia (Neuigkeiten, Kenntnisse) über Völker, Städte und den Adel gesammelt und geordnet.
  • Anders als im Epos, dessen Kennzeichen das Staunen über die Taten der Götter und Heroen war, wurde hier das Erkennbare sachlich und kritisch vorgestellt.
  • Das Werk dieser Autoren basiert auf der eigenen Wahrnehmung (αυτοψία) auf der von anderen (ιστορία = Erfahrung) und auch auf Anekdoten und Novellen
  • bedeutendster Vertreter: Hekataios von Milet (ca. 550 - 480 v. Chr.)
Philosophie
Die archaische Zeit (7./5. Jahrhundert v. Chr.) ist für die griechische Philosophie die Periode, die. als bedeudendstes Forschungsobjekt den Kosmos hat.

Die klassische Periode

Die Dramatik
siehe auch: Theater der griechischen Antike
Andere Formen der Poesie

Dramatik und Rhetorik waren typische Formen der Gesellschaftskunst, und schufen für die (individuelle!) Lyrik dieser Periode weniger günstige Voraussetzungen.

Die kreative Prosa
Die Philosophie

Das Hellenismus

Die Dramatik
  • die Tragödie: in Alexandrien und anderen Zentren außerhalb Attikas
  • die "Neue Komödie": Menander (342 - 290 v. Chr.) beschrieb in seinen Stücken die Familienangelegenheiten des Kleinbürgers der (hellenistischen) Großstadt
  • die "mimus": realistische & satirische Szenen des täglichen Leben, u.a. bei Herondas, in die 3. Jahrhundert v.Chr.
Andere Formen von Poesie

Hauptsächlich in epischer Gestalt

Die kreative Prosa


Die Römische Periode

Das klassische Attisch wurde die Norm für die Griechische Schrift

Die Poesie

geringwertig, meist Spielerei

  • Das Epigramm: bedeutende Vertreter
    • Philodemos von Gadara (110 - 40 v. Chr.)
    • Marcus Argentarius, Beginn der christlichen Zeitrechnung
  • Die Epik
    • Quintus von Smyrna (biografisches ?) verfasste eine Fortsetzung von Homers "Ilias"
    • Nonnos von Panopolis (5. Jahrhundert ) schrieb die "Dionysiaca"

Die Prosa

  • Die Historiografie
    • Römische Geschichte (in griechisch):
    • Nicht-Römische Angelegenheiten:
    • Die Biografie:
      • Plutarch, "der Weise von Chaeronea" (46 - 120 n.Chr.) verfasste parallele Lebensbeschreibungen historischer Gestalten
      • Diogenes Laertios (eind 3. Jahrhundert) verfasste ein bedeutendes Sammelwerk über die älteren Philosophen
    • Die Geografie: zwei bedeutende Vertreter:
      • Pausanias (120 - ?) verfasste einen Reiseführer für das Griechenland seiner Zeit
      • Strabo (64 v. Chr. - 19 n. Chr.), beschrieb alle in seiner Zeit bekannten Landverbindungen um das Mittelmeer
  • Die Philosophie
    • das Stoa
      • Epiktet (± 50 -130) und Arrianus
      • Kaiser Marc Aurel (121-180) schrieb seine Gedanken nieder - wahrscheinlich im Zelt auf dem Feldzug gegen die Barbaren.
    • andere Strömungen:
      • die zweite Sophistik: Lukian (120 - ca. 180)
      • der Neuplatonismus: Plotin (204 -269) - Porphyrius (232 - 304) - Jamblichos († ca. 330)
      • die Peripatetische Schule
      • der Skeptizismus: als Folge der vielen philosophischen Richtungen die einander widersprachen, kwam man bis das besluit das die Menschen sich von jeglicher Stellungnahme zu enthalten haben, sondern zufrieden sein sollen mit dem Schicksal ("σκήψις")
      • der Eklektizismus: unter Einfluss des Pragmatismus der Römer (die die Philosophie als eine besondere Angelegenheit für sich ansahen) suchte man (<"εκ-λέγειν") das Brauchbare, um ein eigenes Weltbild aufzubauen
      • der Synkretismus: unter Einfluss östlicher Denkrichtungen (jüdische und christliche) kam man dazu, Elemente aller bekannten philosophische Richtungen aufzunehmen und zu einem System zu verarbeiten (<"συγ-κεράννυναι")
  • Ein neues Genre kommt mit dem Roman
    • Xenophon von Ephesus, 1. Jahrhundert
    • Chariton, 2. Jahrhundert
    • Achilles Tatius, 3. Jahrhundert und Heliodoros von Emessa,
    • Longos, 3. / 4. Jahrhundert), Autor des berühmten Daphnis und Chloë

Die mittelalterliche griechische Literatur ("byzantinische" Literatur)

Der Name byzantinische Literatur bezeichnet die griechischsprachige Literatur des oströmischen (Byzanz) Reiches, die sich auf einen Zeitraum von ± 350 bis 1453 erstreckt. Sie lässt sich in drei Hauptgenres aufteilen

  • die Geschichtsschreibung in attizistischem Griechisch (basierend auf dem klassischen Attisch),
  • die Wissenschaftliche Literatur, vor allem theologisch-dogmatisch, später zunehmend populärtheologischen Schriften
  • Poesie, teils durch klassische Erzählungen und Genres inspiriert, teils als Volkserzählung und in neueren Formen verfasst; auch die religiöse Dichtkunst hielt an der attizistischen Erzählform und dem klassischen Genre fest, wobei die Metrik der alten Formen meist nicht mehr durch den Kontrast langer und kurzer Buchstaben, sondern durch die Wortakzente dargestellt wurde.
Die Sprachform dieser Periode wird auch Mittelgriechisch genannt.

Die Historiographie: Geschichtsschreibung und Chronikliteratur

  • Die Geschichtsschreibung gilt als bedeutendste Leistung der byzantinischen Literatur. Die Historiker waren hohe Beamte oder Offiziere aus die kaiserliche Familie. Sie schrieben für ein entwickeltes Publikum; ihr Stil ist gehoben und elegant, aber gekünstelt. Sie imitierten in ihrem Werk möglichst die klassisch-griechische (Attische) Grammatik und Literatur; darum weicht ihr Sprache stark ab von der Sprechweise ihrer Zeit. Bedeutende Historiker waren:
    • Prokopios (6. Jahrhundert),
    • Photius (9. Jahrhundert),
    • Konstantin Porphyrogénnetos und Leo Diaconus (10. Jahrhundert),
    • Michael Psellos (11. Jahrhundert),
    • Anna Komnene (12. Jahrhundert) und Michael und Niketas Choniates (12 und 13. Jahrhundert)
    • Georgius Phrantzes und Laonicus Chalcocondyles, die den Fall von Konstantinopel 1453 beschrieben.
    • Die Hagiographie: Biographien christlicher Heiliger, und populär Genre der byzantinischen Zeit
  • Später bediente die Chronikliteratur sich mehr bei der dem mündlichen griechischen Sprache.
    • Chronisten - zahlreiche Mönche - waren Malalas (6. Jahrhundert), Theophanes (8. Jahrhundert), Georgius Monachus (9. Jahrhundert), Scylitzes (11. Jahrhundert), Zonaras und Kedrenos (ca. 1200).
    • Aus der Umgebung des byzantinischen Reichs kommen bedeutende Chroniken von Machaeras und Boustrónios hinzu, die die Geschichte Zyperns unter dem Haus Lusignan beschreiben.

Die Poesie

  • Die Epik:
    • Digenis Akritas und die Akritischen Lieder

weiteres

  • Johannes von Damaskus - Romanos Melodos - Michael Choniates

Die Neugriechische Literatur

Vom Fall Konstantinopels bis zur griechischen Unabhängigkeit

Kornaros - Fereos (Velestinlis) -

Das 19. Jahrhundert

Kalvos - Solomos - Trikoupis - Paparrigopulos - Rangavis

Ausgang 19. Jahrhundert und 20. Jahrhundert

Venizelos · Elytis - Gatsos - Kavafis - Kazantzakis - Palamas - Politis - Ritsos - Seferis - Sikelianos - Themelis - Theotokas - Venezis - Koumandareas

Literatur

  • Kourtovik, Dimosthenis: Griechische Schriftsteller der Gegenwart. Ein kritischer Leitfaden. Köln (Romiosini) 1999
  • Lesky, Albin: Geschichte der Griechischen Literatur, München (dtv) 1993, ISBN 3423045957
  • Moennig, Ulrich: Die neugriechische Literatur in: Kindlers Neues Literaturlexikon hg. v. Walter Jens. Bd. 19 (1998), S. 972 - 979
  • Niehoff-Panagiotidis, Johannes: Neugriechische Literatur in: Der Neue Pauly. Enzyklopädie der Antike, hg. v. H. Cancik u.a. Stuttgart u.a. (Metzler) 1996-2003. Bd. 15/1, 895-918
  • Politis, Linos: Geschichte der neugriechischen Literatur. Köln (Romiosini) 1996, ISBN 3923728085 [sh. auch ältere Ausgabe von 1984]
  • Tzermias, Pavlos: Die neugriechische Literatur. Tübingen 1987
  • Mackridge, Peter and Yannakakis, Eleni: Contemporary Greek Fiction in a United Europe (2004), ISBN 1-90075585-8

siehe auch:


Diskussion der Autoren über den Artikel: Griechische Literatur


Ich schlage vor, in diesem Übersichtsartikel über griechische Literatur grundsätzlich die griechische Schreibweise der Namen zu verwenden. Ich habe schon einmal angefangen, zu ändern.

Diese Definition bzw. Erklärung des Begriff Griechische Literatur und dessen Bedeutung wurde zuletzt am 8.2.2006 aktualisiert (Glossar Lexikon Enzyklopädie).


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