Gudrun Ensslin

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Der Artikel Gudrun Ensslin gehört zur Kategorie: RAF-Mitglied, Deutscher, Frau, Geboren 1940, Gestorben 1977
Gudrun Ensslin (* 15. August 1940 in Bartholomä, Baden-Württemberg; † 18. Oktober 1977 in Stuttgart-Stammheim) war einer der Köpfe und Gründungsmitglied der Roten Armee Fraktion. In "883", dem Gegenblatt zur Roten Presse Korrespondenz, begründete sie den Aufbau der Roten Armee Fraktion.

Ensslin war Tochter eines schwäbischen Pfarrers, wuchs in Tuttlingen auf, studierte einige Zeit an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen (Anglistik, Germanistik und Pädagogik), anschließend an der Freien Universität Berlin und hatte gemeinsam mit Bernward Vesper einen Sohn: Felix Robert Ensslin (* 13. Mai 1967 in Berlin). Wie auch Ulrike Meinhof war sie Stipendiatin der Studienstiftung des deutschen Volkes.

Sie gehörte nach zwei Kaufhausbrandstiftungen sowie mehreren Banküberfällen zu den meistgesuchten Terroristen Deutschlands. Verhaftet wurde sie am 8. Juni 1972 in Hamburg. Sie beging mutmaßlich zusammen mit Andreas Baader und Jan-Carl Raspe am 18. Oktober 1977 im Alter von 37 Jahren im Hochsicherheitstrakt des Gefängnisses Stuttgart-Stammheim Suizid, indem sie sich an einem Lautsprecherkabel erhängte.

Sie ist auf dem Dornhaldenfriedhof in Stuttgart beigesetzt.

Durch Aussagen der einzigen Überlebenden Irmgard Möller und der Anwälte der Gefangenen (u.a. Otto Schily) kam die These auf, es habe sich nicht um eine kollektive Selbsttötungsaktion infolge der gescheiterten Freipressungsversuche ("Deutscher Herbst") gehandelt, sondern um staatlich angeordnete Hinrichtungen. Da die offiziellen Untersuchungen der Todesumstände von Widersprüchen und Verschleierungen überschattet waren, sahen viele Linke ihre Einstellung zum westdeutschen Staat bestätigt.

Siehe auch: Deutscher Herbst

Literatur

  • Gudrun Ensslin, "Zieht den Trennungsstrich jede Minute". Biefe an ihre Schwester Christiane und ihren Bruder Gottfried aus dem Gefängnis 1972-1973, Hrsg. von Christiane Ensslin und Gottfried Ensslin, Hamburg: Konkret Literatur Verlag 2005
  • Michael Kapellen: Doppelt leben. Bernward Vesper und Gudrun Ensslin. Die Tübinger Jahre, Tübingen: Verlag Klöpfer & Meyer 2005
  • Gerd Koenen, Vesper, Ensslin, Baader. Verlag Kiepenheuer & Witsch, 2001,

Weblinks


Diskussion der Autoren über den Artikel: Gudrun Ensslin


Letzter Abschnitt

Letzter Satz.. Hallo, habe mich begonnen mit dem Thema zu beschäftigen und les gerade die Wiki Einträge rund um RAF durch. Bin inhaltlich folglich nicht sattelfest, jedoch irritiert mit der letzte Satz: "verhärtete sich bei vielen Linken die Einstellung zum Staat." doch sehr. Was soll dieser Satz aussagen? Wäre für Umformulierung, da mir aber das nötige Hintergrundwissen fehlt, möchte ich nicht im Eintrag herumpfuschen.. TiggerDeluxe 14:27, 3. Okt 2005 (CEST)

... halte den letzten Abschnitt für verfehlt und denke er sollte in dieser Form geloescht werden ... --134.93.61.18 21:16, 26. Jun 2004 (CEST)

Könnte man das vielleicht näher erläutern? --Root axs 22:34, 26. Jun 2004 (CEST)

zumindest: "Das Vorliegen von Selbsttötung ist mittlerweile allerdings erwiesen." sollte man streichen, die frage ist letzlich nicht objektiv zu beantworten. "Mittlerweile wird die Selbstmordversion allerdings kaum noch bestritten" waere besser. Hab es auch gleich geaendert.

Der Schusskanal von Andreas Baader beweist nur eins das er verdammt gelenkig gewesen sein muss, um sich die Wumme so an den Kopf zu halten und abzudruecken. Also die Selbstmordversion wird nur deswegen nicht mehr bestritten weil es keinen mehr wirklich interessiert. Es sind soviele Frage unbeantwortet. Wo kam die Wumme her Wieso erhaengte sich Gudrun Enslin und erschoss sich nicht ??? War der Todeszeitpunkt bei allen gleich ????

Otto Schily war bei der Obduktion doch anwesend Nein ich glaube bis heute nicht an Selbstmord obwohl man keinen Verbrecher bis dato nach 1949 in der BRD so grausam bestrafte ( Einzelhaft ) wie die RAF Mitglieder und was Hans Martin Schleyer alles auf dem Kerbholz hatte wird in unserem nur noch kapitalistischem System gaenzlichst unter den Teppich gekehrt.

PS: Bin kein Kommunist und auch nicht Links nur wach und ausgeschlafen--Ekkenekepen 07:32, 19. Jan 2005 (CET)

Könntet ihr auch was schreiben dazu wie Ensslin zur RAF kam? Der Übergang von der Stipendiatin zu den Kaufhausbrandstiftungen ist ziemlich plötzlich.

begründung doppelte aussage

"...[]... Ob diese staatlichen Angaben stimmen, konnte nicht einwandfrei geklärt werden. Ihre Mitgefangene und RAF-Mitglied Irmgard Möller, die in der gleichen Nacht mit Messerstichen lebensgefährlich verletzt wurde, schließt einen Selbstmord aus. ...[]...

Diese aussage widerspricht sich nicht mit der nachfolgenden, die im absatz darunter zu lesen ist:

"...[]... Durch Aussagen der einzigen Überlebenden Irmgard Möller und der Anwälte der Gefangenen (u.a. Otto Schily) kam die These auf, es habe sich nicht um eine kollektive Selbsttötungsaktion infolge der gescheiterten Freipressungsversuche ("Deutscher Herbst") gehandelt, sondern um staatlich angeordnete Hinrichtungen. Da die offiziellen Untersuchungen der Todesumstände von Widersprüchen und Verschleierungen überschattet waren, sahen viele Linke ihre Einstellung zum westdeutschen Staat bestätigt. ...[]..."

rein stilistisch gesehen, gefällt mir die untere aussage besser. bevor hier aber jemand überreagiert und einen edit-war beginnt, sollte(n) er (die beiden) hier versuchen, ihre differenzen zu begleichen. gruß --Erwin E aus U Erwin E aus U 17:19, 29. Nov 2005 (CET)



Diese Definition bzw. Erklärung des Begriff Gudrun Ensslin und dessen Bedeutung wurde zuletzt am 8.2.2006 aktualisiert (Glossar Lexikon Enzyklopädie).


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