Harold Adams Innis

Toplinks zu diesem Thema:
Papier, London, Toronto, Trade, China, Europa, Frankreich, Galaxy, Griechisch, New york, Pdf, Pdf datei, Transport, Wien, Wirtschaftswissenschaft


Der Artikel Harold Adams Innis gehört zur Kategorie: Kanadier, Ökonom (20. Jh.), Mann, Geboren 1894, Gestorben 1952
Harold Adams Innis (* 1894 in der Nähe von Hamilton, Ontario; † 1952) war ein kanadischer Wirtschaftswissenschaftler und Medientheoretiker.

Leben

Innis diente im Ersten Weltkrieg als Soldat an der Front in Frankreich und studierte nach Kriegsende an der kanadischen McMaster-Universität. Er promovierte in Wirtschaftsgeschichte an der Universität von Chicago.

Innis veröffentlichte detaillierte und einflussreiche Studien zur ökonomischen Geschichte Kanadas wie beispielsweise A history of the Canadian Pacific Railway und The fur trade in Canada: An introduction to Canadian economic history (beide 1923). Später wurde er Professor und Dekan an der Universität Toronto, wo er auch McLuhan begegnete.

Nach der Anerkennug in der Wissenschaftswelt widmete sich Innis in seinen letzten Lebensjahren vor allem Untersuchungen zur Medientheorie und Mediengenealogie.

Werk

Innis wird dem Vorfeld der so genannten kanadischen Schule zugerechnet, die später mit Marshall McLuhan begründet wurde.

Die Wirkungsmacht von Innis' Schriften zeigt sich, wenn man einer Anmerkung in McLuhans The Gutenberg Galaxy von 1962 folgt: Dort bezeichnet er sein Werk als Fußnote zu Innis' Empire and Communications von 1950 und hebt Innis' Leistung hervor:

"The first person in the Western World to make an exclusive study of the effects of technological innovation and the related disequilibrium in man and society" (Marshall McLuhan über Innis).

Innis konzipierte in den 40er Jahren eine universalgeschichtliche Untersuchung der Einflüsse und Effekte von Kommunikationsmedien auf die Formen sozialer Organisation. Er betrachtet dabei insbesondere die Entstehung von Wissensmonopolen (monopolies of knowledge) und ihre Institutionalisierung (vgl. auch Diskursanalyse).

Er führte die Vorstellung, Medien seien historisch und systematisch aufeinander bezogen, in die Medientheorie ein. Diesen Ansatz führte später ein anderer kanadischer Medientheoretiker, Marshall McLuhan, weiter.

Innis unterteilte die menschheitsgeschichtlichen Epochen nach der Art ihrer Kommunikationsmittel ein; man könnte hier auch von einer Art "Leitmedium" der jeweiligen Epochen sprechen.

Siehe auch

Publikationen

  • 1951: The bias oc communication. Toronto
  • 1950: Empire and communications. Oxford
  • 1932: A history of the Canadian Pacifix Railway. London
  • 1932: The fur trade in Canada: An introduction to Canadian economic history. London

Literatur

  • Karlheinz Barck (Hrsg.): Harold A Innis – Kreuzwege der Kommunikation. Ausgewählte Texte. Wien, New York: Springer 1997. ISBN 3-211-82847-8

Weblinks

  • http://homepage.univie.ac.a... - Vom Transport zur Transformation Harold A. Innis und die Medientheorie der Zivilisation (von Frank Hartmann; PDF-Datei)



Diese Definition bzw. Erklärung des Begriff Harold Adams Innis und dessen Bedeutung wurde zuletzt am 8.2.2006 aktualisiert (Glossar Lexikon Enzyklopädie).


Wikipedia GNU FDL Artikel anzeigen Artikel bearbeiten