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Der Artikel Kernkraftwerk gehört zur Kategorie: Kraftwerk, Kernkraftwerk, Kernenergie
Ein Kernkraftwerk (KKW) oder Atomkraftwerk (AKW) ist ein Elektrizitätswerk zur Gewinnung von elektrischer Energie durch Kernspaltung in Kernreaktoren. Die Erzeugung elektrischer Energie geschieht indirekt: Die Wärme, die bei der Kernspaltung entsteht, wird auf ein Kühlmedium übertragen, wodurch dieses erwärmt wird. Im Normalfall besteht das Kühlmittel aus Wasser; bei der Erwärmung wird Wasserdampf erzeugt, der dann eine Dampfturbine antreibt. In einigen Fällen besteht ein Kernkraftwerk aus mehreren Blöcken, die für sich völlig unabhängig voneinander elektrischen Strom erzeugen.
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KKW Grafenrheinfeld, Bayern Bildherkunft |
Einleitung und Wortherkunft
Physikalische Grundlage für den Betrieb eines Kernkraftwerkes ist die thermische Energie, die bei der Spaltung von Atomkernen aufgrund eines Massendefektes nach der von Einstein formulierten Beziehung E = m c² entsteht.Für die bei Kernreaktionen, insbesondere der Radioaktivität, freiwerdende Energie wurde 1899 der Begriff Atomenergie von Hans Geitel geprägt, damals fehlten allerdings die Kenntnisse über den Aufbau von Atomen. Aufgrund dieser Erkenntnisse, insbesondere das Wissen über die Existenz des Atomkerns, ist der heutige naturwissenschaftliche Fachbegriff Kernenergie. Daraus abgeleitet entstanden die synonymen Begriffe Kernkraftwerk (KKW) und Atomkraftwerk (AKW). Der Begriff Atomkraftwerk wurde 1960 für das Versuchsatomkraftwerk Kahl benutzt. 1966 wurde (analog beispielsweise zur englischen Bezeichnung Nuclear Power Plant – NPP) für die Kraftwerke Rheinsberg und Gundremmingen A die Bezeichnung Kernkraftwerk verwendet.
Reaktortypen und Funktionsweise
In Kernkraftwerken werden unterschiedliche Reaktortypen eingesetzt die sich im Wesentlichen durch die verwendeten Kernbrennstoffe, Kühlkreisläufe und Moderatoren unterscheiden. Die wichtigsten sind:- Leichtwasserreaktor (LWR): Als Reaktorkühlmittel wird hier leichtes Wasser verwendet, welches das in der Natur am häufigsten vorkommende Wasser ist, gebildet mit dem leichten Wasserstoff-Isotop 1H. Das leichte Wasser dient gleichzeitig als Moderator. Als Brennstoff geeignet ist angereichertes Uran mit einem U-235-Massenanteil zwischen etwa 1,5 und 6 Prozent. Der LWR wird ausgeführt als
- Druckwasserreaktor (DWR):Das Reaktorkühlmittel transportiert die Kernspaltungswärme in einem geschlossenen Kreislauf, dem Primärkreislauf, zu mehreren Dampferzeugern, mit denen in einem sekundären Kreislauf der Dampf zum Antrieb der Turbinen erzeugt wird. Dieser Sekundärkreislauf ist nicht mehr Teil des Kontrollbereichs. Zum Typ der Druckwasserreaktoren gehört auch der European Pressurized Water Reactor (EPR).

grober Aufbau eines Kernkraftwerks mit Druckwasserreaktor
Bildherkunft- Siedewasserreaktor (SWR): Das Reaktorkühlmittel wird im Reaktordruckbehälter verdampft und direkt den Turbinen zugeführt. Der gesamte Wasser-Dampfkreislauf ist damit Teil des Kontrollbereichs.
Im störungsfreien Betrieb verlässt das Reaktorkühlmittel das Containment, eine druckdichte Stahlkugel, des DWR nicht, im SWR dagegen gelangt es bis in die Turbinen und Kondensatoren des Wasser-Dampfkreislaufs.
- Schwerwasserreaktor (HWR): Schweres Wasser (D2O) als Reaktorkühlmittel wird mit schwerem Wasserstoff, dem Deuterium, gebildet, das Neutronen schlechter absorbiert. Deshalb kann als Brennstoff Natur-Uran mit einem Massenanteil an U-235 von etwa 0,7 Prozent verwendet werden.
- RBMK: Der RBMK ist ein Reaktor sowjetischer Bauart, der Graphit als Moderator und Wasser als Kühlmittel verwendet, daher kann zum Betrieb Uran mit der natürlichen Isotopenverteilung verwendet werden. Die Bauart macht den Betrieb dieser Reaktoren sehr unsicher, deswegen werden sie nach der Katastrophe von Tschernobyl nicht mehr gebaut. Allerdings sind auf dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion noch einige Reaktoren dieser Bauart mit einigen technischen Verbesserungen weiterhin in Betrieb.
- Flüssigmetall gekühlter Brutreaktor (Schneller Brüter): Der Brutreaktor erzeugt während des Betriebs spaltbares Plutonium aus dem Uran und ermöglicht dadurch eine um 60 Prozent höhere Brennstoffausnutzung. Flüssiges Metall (z.B. Natrium), das Neutronen nicht abbremst ("moderiert"), wird als Reaktorkühlmittel eingesetzt und erzeugt über einen Wärmetauscher den Dampf für die Turbinen.
- Thorium-Hochtemperaturreaktor (THTR): Thorium-232, aus dem durch Neutroneneinfang der Kernbrennstoff Uran-233 entsteht, ist in tennisballgroßen Graphitkugeln eingebettet (daher auch Kugelhaufenreaktor), die von Helium als Reaktorkühlmittel gekühlt werden (anfangs muss dennoch etwas Uran-233 oder ein anderer Kernbrennstoff vorhanden sein, damit die Reaktion beginnen kann). Das Helium wird dabei auf ca. 1000 °C erhitzt und erzeugt über einen Wärmetauscher den Dampf für die Turbine, oder wird direkt auf eine Gasturbine geleitet.
Im experimentellen Stadium befinden sich derzeit Kernkraftwerke, die Kernfusion als Wärmequelle verwenden. Diese Kraftwerke werden meist als Fusionskraftwerke bezeichnet.
Der wichtigste Bestandteil eines Kernkraftwerks ist der Kernreaktor. In ihm finden die Spaltungsprozesse statt. Viele Kernkraftwerke werden mit mehreren Kernreaktoren gebaut. In einem solchen Fall spricht man von mehreren Reaktorblöcken.
In den Kraftwerken wird bei der Spaltung schwerer Atomkerne die Bindungsenergie der Atomkerne in thermische Energie umgewandelt (der so genannte Massendefekt).
In Siedewasserreaktoren bringt diese thermische Energie direkt Wasser zum Sieden und erzeugt somit Wasserdampf. In Druckwasserreaktoren erhitzt die Spaltung dagegen unter starkem Druck stehendes Wasser. Dieses Wasser wird im Primärkreislauf durch einen Wärmetauscher, den sog. Dampferzeuger, geleitet und bringt dort Wasser im Sekundärkreislauf zum Sieden. Durch dieses Vorgehen wird erreicht, dass die für die Stromerzeugung nötigen Anlagen (z.B. die Turbinen) nicht radioaktiv kontaminiert werden. Mit dem Dampf werden schließlich Wärmekraftmaschinen gespeist, die Generatoren zur Erzeugung des elektrischen Stroms antreiben.
Niederdruck-Turbinenläufer aus dem Kernkraftwerk Unterweser
BildherkunftEin Reaktor kann über seinen Neutronenfluss geregelt, angefahren und abgeschaltet werden, indem man Neutronen absorbierende Stoffe wie etwa Cadmium, Gadolinium oder Bor in den Reaktorkern bzw. neutronenverlangsamende (sogenannte Moderatoren) Stoffe wie Graphit, Wasser, oder Schwerwasser zugibt oder entfernt.
Dies geschieht z. B. kurzfristig mit Hilfe der Steuerstäbe und bei Druckwasserreaktoren längerfristig durch Zugabe bzw. Entzug von Borsäure im Reaktorkühlkreislauf. In der Praxis wird die vom Generator zu erzeugende elektrische Leistung am Turbinenregler vorgegeben und die thermische Leistung des Reaktors automatisch nachgeführt.
Kopfbereich eines Brennelementes. Ausschnitt links: Uran-Tabletten (Pellets) in den Brennstäben
BildherkunftAls Kernbrennstoff wird in den meisten heute betriebenen Kernkraftwerken Uran eingesetzt. Es gibt weltweit viele Kraftwerke mit einer Nutzungslizenz für MOX-Brennelemente, so auch in Deutschland. Mischoxid (MOX) ist ein Gemisch aus Uranoxid und Plutoniumoxid. Plutonium hat als Brennstoff eine höhere Energieausbeute, ist also effizienter als Uran. Die Verwendung von höher angereichertem Plutonium ist allerdings sowohl aufgrund der Waffenfähigkeit des Brennstoffes als auch wegen der höheren Komplexität der Sicherheitssysteme eines Brutreaktors, der mit Plutonium betrieben wird, umstritten.
Reaktorregelung
Regelung der Leistung eines Kernkraftwerks. Je nach Reaktortyp gibt es verschiedene Möglichkeiten, die Leistung zu regulieren. Hierzu zählen zum Beispiel das schrittweise Einfahren der Steuerstäbe und die Regulierung der Borkonzentration im Primärkreislauf. Die Regelung erfolgt heute nur noch automatisch. Es werden verschiedene Werte gemessen (Druck, Temperatur, Neutronenfluss, usw.), und an Hand derer wird der Reaktor geregelt.Geschichte
Das erste Kernkraftwerk der Welt wurde 1954 in Obninsk bei Moskau erfolgreich in Betrieb genommen (elektrische Leistung 5 MW). Fast zeitgleich wurde im Jahr 1955 in Calder Hall (England) ein weiteres Kernkraftwerk errichtet. In den meisten frühen Kernkraftwerken kamen Siedewasserreaktoren zum Einsatz, da diese einfacher zu konstruieren und zu regeln sind. Inzwischen sind dagegen Druckwasserreaktoren üblicher, die höhere Leistungsdichten besitzen und bei denen der Kontrollbereich kleiner ist. Das erste Kernkraftwerk Deutschlands war das unter Lizenz von GE von der AEG gebaute Versuchsatomkraftwerk (VAK) Kahl (16 MWe) mit einem Siedewasserreaktor, der zuerst am 13. November 1960 kritisch wurde. Es folgten der Mehrzweckforschungsreaktor (MZFR) Karlsruhe (29. September 1965, 57 MWe) und der KKR Rheinsberg in Brandenburg (damals DDR). Es wurde am 9. Mai 1966 das erste Mal ans Netz geschaltet und war bis 1990 in Betrieb. Das nächste war (KRB A) in Gundremmingen (14. August 1966, 250 MWe) und schließlich ein Kraftwerk mit einen Druckwasserreaktor 1968 in Obrigheim in Baden-Württemberg (357 MWe). Alle sich noch im Betrieb befindlichen deutschen Kernkraftwerke wurden von der Siemens AG oder deren ehemaliger Tochter, der Kraftwerk Union (KWU), gebaut. Ausnahmen bilden die Kraftwerke mit Siedewasserreaktoren (Brunsbüttel, Isar I, Philippsburg I und Krümmel). Sie wurden von der AEG begonnen und von der KWU fertiggebaut, nachdem die Kernkraftsparte der AEG in die KWU eingetreten ist.Im April 1986 ereignete sich einer der bislang schwersten Störfälle in einem Kernkraftwerk im ukrainischen Prypjat im Reaktor Tschernobyl, bei dem der Block 4 explodierte und riesige Mengen radioaktiver Isotope und Strahlung in die Atmosphäre gerieten. Die Explosion des Reaktors ist wahrscheinlich auf menschliches Versagen sowie bauartbedingte Mängel zurückzuführen. Der Störfall wurde zunächst tagelang vertuscht, bis man auch in Skandinavien stark erhöhte Radioaktivitätswerte messen konnte und die sowjetische Regierung durch den enormen öffentlichen Druck gezwungen war, die Havarie einzugestehen. Der Störfall kostete offiziell "nur" 125 Menschenleben, rief aber in der ganzen Welt ein Misstrauen gegen die Kernenergie hervor. Nach Schätzungen der IPPNW sind hingegen von den rund 800.000 nach der Katastrophe eingesetzten Hilfskräften inzwischen fast 50.000 verstorben. Angaben über die Todesursachen macht die Organisation nicht, jedoch soll es eine erhöhte Selbstmordrate im betroffenen Personenkreis geben. (Quelle:IPPNW-online [LINK])
Der neueste Auftrag (2004) für einen EPR Druckwasserreaktor von 1,6 GW Leistung wurde vom finnischen Energieversorgungsunternehmen Teollisuuden Voima Oy (TVO) für den Standort Olkiluoto an Framatome ANP erteilt. Der privat finanzierte Reaktor (3 Milliarden Euro) soll im Jahre 2009 an das Netz gehen.
Den Bau des ersten schwimmenden Atomkraftwerks planen Russland und die Volksrepublik China. Der Reaktorblock soll von Russland und die Außenhülle von China gebaut werden. Die Kosten für das Projekt betragen über 86 Millionen US-Dollar. Das Atomkraftwerk, das zum Vergleich mit einem Haus neun Stockwerke hoch sein wird, befindet sich dann auf einem 140 Meter langen und 30 Meter breiten schwimmenden Block, mit einer Wasserverdrängung von 21.000 Tonnen. Der Bau des Atomkraftwerks soll 2011 abgeschlossen sein und zunächst für das russische Rüstungsunternehmen Sewmasch in Sewerodwinsk in der Region Archangelsk, Energie liefern. Geplant ist eine Leistung von 70 Megawatt.
Kernkraftwerke in Deutschland
2003 waren in Deutschland 19 Kernkraftwerke in Betrieb. und produzierten 165 Terawattstunden Strom. Das entspricht 27,7 Prozent der gesamten Bruttoerzeugung (Quelle: Statistisches Bundesamt). Das Kernkraftwerk Stade bei Hamburg wurde im Dezember 2003 abgeschaltet und befindet sich derzeit in der Stilllegungsphase. Am 11. Mai 2005 wurde auch das Kernkraftwerk Obrigheim abgeschaltet. Sein Abbau soll bis 2023 dauern. Somit sind derzeit (Stand 2005) noch 17 Atomreaktoren in Betrieb. Nach dem 2000 beschlossenen Atom-Konsens-Vertrag sollen diese nach Erreichen zugeteilter Reststrommengen abgeschaltet werden. Damit ginge nach derzeitigem Stand im Jahre 2022 der Block 2 des AKW Neckarwestheim als letzter vom Netz.Voraussichtliches Ausstiegszenario für die Bundesrepublik Deutschland
Bruttoleistung in MW Bruttoerzeugung in TWh Jahr Kernenergie Ersatzbedarf Kernenergie Ersatzmenge 2005 21690 1029 164,4 5,2 2006 21690 1029 164,4 5,2 2007 21690 1029 162,0 7,6 2008 20465 2254 155,5 14,1 2009 20465 2254 151,0 18,6 2010 19625 3094 143,6 26,0 2011 18819 3900 134,8 34,7 2012 15636 7083 109,1 60,5 2015 14226 8139 98,0 71,6 2020 5739 16980 23,1 146,5 Nichtnukleare Besonderheiten
Das Kernkraftwerk Neckarwestheim (Block 1) liefert als einziges Kernkraftwerk der Welt auch einphasigen Bahnstrom. Beim Kernkraftwerk Stade wurde früher beim einzigen (West)deutschen Kernkraftwerk auch die Abwärme genutzt. Im Kernkraftwerk Greifswald wurden in den Blöcken 1-4 jeweils 75 MW thermisch ausgekoppelt und zur Wärmeversorgung der Stadt benutzt. 1984 bis 1990 (Stilllegung Block 1–4) wurde Anzapfdampf der Turbinen genutzt. Bis 1994 erzeugte ein Öl-Heizhaus die Wärme. Die Anlage wurde 1994 außer Betrieb genommen. (Daten: Heiznetz Vorlauf 180 °C, Rücklauf 80 °C, Umwälzmenge bis zu 4 x 800 m³/h, 25 km (Lubmin-Greifswald) Fernwärmerohr DN800 PN40, drei Streckenschieberstationen, Netzinhalt etwa 25000 m³ Deionat)Technische Daten ausgewählter Kernkraftwerke
Kernkraftwerk Land Typ Nenn- leistung Betriebs- arbeit *) Zeit- verfüg- barkeit Zeit- ausnut- zung Arbeits- verfüg- barkeit Arbeits- Nichtverfügbarkeit **) Arbeits- ausnut- zung **) (brutto) (brutto) **) geplant ungeplant ****) ***) disponi- bel nicht disponi- bel in MW in GWh in % in % in % in % in % in % in % Biblis A D DWR 1,225 10217,1 95,6 95,6 95,2 0,3 4,5 94,1 Biblis B D DWR 1,3 9283 83,2 83,2 82,5 16,7 0,3 0,5 80,5 GKN-I Neckar D DWR 840 6405,1 94,2 94,2 89,7 6 4,3 86 GKN-II Neckar D DWR 1,365 11200,1 93 93 92,9 6,1 1 93,9 KBR Brokdorf D DWR 1,44 11615,4 94,8 94,8 94,7 4,7 0,7 91,8 KKB Brunsbüttel D SWR 806 5073,1 74,5 74 73,3 5,7 0,4 20,5 72 KKE Emsland D DWR 1,4 11762,8 96,3 96,3 96,1 3,2 0,7 95,5 KKG Grafenrheinfeld D DWR 1,345 10673,4 91,8 91,8 91,6 6,7 1,7 90,4 KKI-1 Isar D SWR 912 7047,5 90,9 90,9 89,1 7,6 0,6 2,7 87,8 KKI-2 Isar D DWR 1,475 12239,5 95,6 95,6 95,4 4,1 0,6 94,3 KKK Krümmel D SWR 1,316 10052,7 89,1 89,1 87,7 6,1 0,4 5,8 87 KKP-1 Philippsburg D SWR 926 6631,9 84,5 84,5 83,5 13,1 0,5 2,8 81 KKP-2 Philippsburg D DWR 1,458 10863,8 87 87 86,9 8,2 5 84,2 KKU Unterweser D DWR 1,41 10220 87,8 87,8 87,4 10,4 2 0,2 82,3 KRB-B Gundremmingen D SWR 1,344 10810,6 93,4 93,4 91,3 8,3 0,2 0,1 91,2 KRB-C Gundremmingen D SWR 1,344 8892,3 76,8 76,8 74,9 5,5 0,3 19,3 74,9 KWG Grohnde D DWR 1,43 11331,1 93,9 93,9 93,6 5,5 0,1 0,9 89,5 KWO Obrigheim D DWR 357 2739,9 94 94 93,8 5,8 0,4 86,8 OL1 Olkiluoto FIN SWR 870 7270,9 95 95 94,8 4,5 0,1 0,7 95 OL2 Olkiluoto FIN SWR 870 7340,9 96,8 96,8 96,2 2,7 1,1 0,1 96 KCB Borssele NL DWR 478 3822 91,9 91,9 91,6 6,1 2,3 91,4 KKB 1 Beznau CH DWR 380 2920,5 88,3 88,3 87,5 11,3 1,2 87,5 KKB 2 Beznau CH DWR 380 3226,6 97,3 97,3 97 3 96,7 KKG Gösgen CH DWR 1,02 8458,4 94,5 94,5 94,3 5,5 0,2 94,4 KKL Leibstadt CH SWR 1,22 9135,1 86,9 86,9 85,6 13,3 0,6 0,5 85,2 KKM Mühleberg CH SWR 372 3028,8 94,3 94,3 92,8 6,6 0,6 0,1 92,7 CNT-I Trillo E DWR 1,066 8536 92,4 92,4 91,5 5,7 2,8 90,9 DWR: Druckwasserreaktor SWR: Siedewasserreaktor
*) Betriebsarbeit in GWh bezeichnet in diesem Fall die Arbeit die ein Kraftwerk in einem Jahr leistet. Als Basis für diesen Wert dienen 365 Tage=8760 Stunden.
**) Auf Nettobasis ermittelte Werte (KKB 1 Beznau, KKB 2 Beznau, KKG Gösgen, KKL Leibstadt und KKM Mühleberg auf Bruttobasis)
***) geplant: Beginn und Dauer der Nichtverfügbarkeit müssen mehr als 4 Wochen vor Eintritt festgelegt sein
****) ungeplant: Der Beginn der Nichtverfügbarkeit ist nicht oder bis 4 Wochen verschiebbar- disponibel: Der Beginn der Nichtverfügbarkeit ist mehr als 12 Stunden bis 4 Wochen verschiebbar
- nicht disponibel: Der Beginn der Nichtverfügbarkeit ist nicht oder bis 12 Stunden verschiebbar
Siehe auch
Übergeordnete Artikel:
Kernenergie, Liste der Kernkraftanlagen, Liste der Nuklearanlagen in Deutschland, Liste der Kernreaktoren in Österreich, Liste der nuklearen Unfälle, Liste der ReaktortypenWeiterführende Artikel:
Strahlenschutz, Atomkraftgegner, Atomausstieg, GAU, Katastrophe von Tschernobyl, Kernschmelze, Konvoi-TypWeblinks
- Deutsches Bundesamt für Strahlenschutz
- Aktuelles zur Kernenergie vom BMU
- Informationen über alle Kernkraftwerke weltweit - von der IAEA (engl.)
- www.kernenergie-wissen.de
- www.bund-gegen-atomkraft.de - Informationen vom BUND zur Kernenergienutzung
- www.ilk-online.de - Internationale Länderkommission Kerntechnik
- www.kernenergie.de - Informationskreis Kernenergie
Diskussion der Autoren über den Artikel: Kernkraftwerk
Gerhard hat hier den Satz: "Alle Atomkraftwerke sind von der Siemens AG bzw. derne Tochter .... gebaut worden" geändert in "FAST Alle ...", Gerhard, kannst du mir ein AKW nennen, welches nicht von Siemens gebaut wurde? Tabacha 16:58, 22. Sep 2003 (CEST)- Jan-Willem Storm van Leeuwen und Philip Smith ; gibts dazu ne Internetseite? Dann wäre ein Link sinnvoll --Joh3.16 00:45, 13. Apr 2004 (CEST)
Ich habe in diesem Artikel einige Formulierungen verändert und ihn durch ein paar zusätzliche Infos ergänzt. Wie z.B.:
- Ein schneller Brüter muss nicht notgedrungen mit Natrium gekühlt werden.
- Es ist nicht richtig das nur wenige Staaten Plutonium als Brennstoff einsetzten. Tatsache ist, dass in fast allen Leichtwasserreaktoren MOX-Brennelemente eingesetzt werden oder in Zukunft eingesetzt werden sollen, und die enthalten durchaus Plutonium.
- Weder Spaltprodukte noch sonstige radioaktive Abfälle werden (zumindest in Deutschland) "verdünnt und dann wieder in die Umwelt abgegeben". Dies ist selbstverständlich verboten!!
- Druckwasserreaktoren werden nicht desshalb bevorzugt gebaut, weil sie sicherer sind, sondern schlicht weg weil sie eine höhere maximale Leistung erbringen können und damit letzten Endes billiger sind! Der EPR hat eine max. elektrische Leistung von 1600MW, der SWR1000 lediglich 1000MW. Das alleine war der Grund für die Entscheidung der Finnen einen EPR und nicht einen SWR1000 in Auftrag zu geben. ---Gw 17:05, 1. Sep 2004 (CEST)
PS: Ich habe den Satz: "Fast alle ...." wieder in "Alle..." geändert, allerdings mit dem Zusatz, alle in sich in Betrieb befindlichen KKWs. Denn das stimmt auf jeden Fall. ---Gw 17:07, 1. Sep 2004 (CEST)
Ja, denn zumindest das (mittlerweile in der Stillegung befindliche) KKW Mülheim-Kärlich wurde iirc von der BBC bzw deren Tochterfirma BBR gebaut.
Kernbrennstoff
Als Kernbrennstoff wird in den meisten Kernkraftwerken Uran verwendet. Es gibt auch Kraftwerke, die mit Plutonium betrieben werden.
Ist so nicht ganz richtig, denn: in allen Reaktoren in denen Uran eingesetzt wird, wird Plutonium durch den Brutprozeß erzeugt und zum großen Teil auch gleich wieder gespalten. Richtiger: Als Kernbrennstoff wird in den meisten Kernkraftwerken Uran eingesetzt (Früher wurde auch Thorium im THTR verwendet). Es gibt auch Kraftwerke, in die Mischoxidbrenelemente eingesetzt werden. Mischoxid (MOX) ist ein Gemisch aus Uranoxid und Plutoniumoxid.
SIEMENS AG vs. FRAMATOME ANP vs. AREVA
- Framatome ANP (http://www.framatome-anp.com) ist im Artikel falsch geschrieben - BBC und Westinghouse sind (wenn da kein dritter war) die ursprünglichen Technologielieferanten -> BBC für SIEMENS, Westinghouse für AEG AREVA (http://www.areva.com) stellt u.a. auch Brennelemente unter zuhilfename von Plutonium her (siehe AREVA-Newsletter) ...Nein, leider nicht. Westinghouse hat die Vorlage für die Siemens-Technik geliefert, bei AEG war es imho General Electric.--TopS 12:25, 14. Mär 2005 (CET)
Kernkraftwerk vs. Atomkraftwerk
Da ich es gerade für nicht technikvertraute Leser wissenswert halte um die falschinformation der Öffentlichkeit zu reduzieren ;-) habe ich versucht zu erklären warum die Bezeichnung Atomkraftwerk technisch falsch ist.
- ich habe gelesen, dass dies auch eine ost-/west-geschichte ist. im westen deutschlands sagt man eher AKW, im osten KKW. kann das jemand bestätigen und ggf. einbauen..? --Pikarl 07:43, 18. Jan 2005 (CET)
- Die Definition ist IMHO falsch. Soweit ich weiß, war es so: Früher war die Bezeichnung "Atomkraftwerk" (zum Beispiel in VAK = Versuchs Atomkraftwerk Kahl"). Als die Anti-Atomkraftbewegung aufkam und in der Bevölkerung Atom = schlecht sich herauskritalisierte, benannte man sie in "Kernkraftwerke" um bzw. benannte neue nur noch so, (Zum Beispiel KGB = Kernkraftwerke Grundremingen ("B" hab' ich vergessen ;-) ). --DaB. 12:18, 18. Jan 2005 (CET)
- wie schon gesagt, ich habe versucht es technisch zu erklären so wie wir es als Kerntechniker (nicht Atomtechniker) lernen. Fossile Kraftwerke müßten Atomkraftwerke genannt werden wenn man es von der Chemie her sieht. Denn die Energie die bei der chemischen Verbrennung frei wird ist die Bindungsenergie der Molekühle, diese wiederrum durch die Elektronen in der Hülle des Atoms "erzeugt" wird. Die Kernbindungsenergie, die bei einer Kernspaltung frei wird beruht aber auf den Bindungsenergien (E=mc² nach Einstein) der Einzelteile eines AtomKERNes (Protonen & Neutronen). Ich bin der Meinung bw. ich glaube, dass der Begriff Atomenergie blo aus technischem Unwissen heraus entstanden ist. Ich werde aber nochmal nachdenken, wie ich es denn genauer formulieren kann. --141.76.1.122 13:13, 18. Jan 2005 (CET)
(Die Künstlerin Cornelia Hesse-Honeggers beschreibt in ihrem Buch "Heteroptera. Das Schöne und das Andere oder Bilder einer mutierenden Welt" Mutationen von Wanzen in der Nähe von Kernkraftwerken in aller Welt, die es in der Form nirgends anders gibt. Die sonst symmetrischen Muster der Tiere verändern sich in verschiedensten Formen, häufig bilden sich asymmetrische Muster.)
Schlage Löschung vor; gehört nicht hierhin. Claudio 2.3.05
Ich fände es schön, wenn das wissenschaftlicher ausgeführt werden würde. In der derzeitigen Form ist es aber wirklich nicht so toll.
> Ich finde den Eintrag so falsch. Es geht nicht nur um sachliche Wissenschaftlichkeit, sondern auch um Politik im weiteren Sinne. Kernkraft mag physikalisch der korrekte Begriff sein - aber es ist politisch speziell derjenige der Atom-/Kernkraftbefürworter. Und da die Assoziation zur Atombombe nicht falsch ist - die physikalischen Kräfe sind dieselben und eine Kernschmelze wie in Tschernobyl oder TMI in Verbindung mit dem Wasserstoffproblem durch Radiolyse ergibt etwas Atombombenartiges... - ist es auch ein spezieller Diskurs, den Atom-Begriff vermeiden zu wollen. Zudem beschäftigt sich die Atomphysik auch nicht mit Zustand und Änderung chemischer Bindungen, das ist Thema der Chemie - der Kohlekraftwerkssatz ist also auch nicht ganz stichhaltig...
> Die massive Wasserstoffproduktion bei schweren Störfällen beruht auf einer Oxydation von Zirkonium durch Wasserdampf, welche oberhalb einer bestimmten Temperatur exotherm und damit selbstverstärkend wird (Radiolyse setzt zu wenig Wasserstoff frei). Die Reaktorexplosion von Tschernobyl als etwas Atombombenartiges zu bezeichnen, mag einem Gefühl Ausdruck verleihen, kann jedoch als bedenkliche Verniedlichung der Wirkung von Kernwaffen verstanden werden.Vorschlag:
"Kernkraftwerk Ein Kernkraftwerk (Abkürzung KKW) oder Atomkraftwerk (Abkürzung AKW) ist eine Anlage zur Gewinnung von elektrischer Energie durch Kernspaltung in Kernreaktoren. Die Erzeugung elektrischer Energie geschieht indirekt: Die Wärme, die bei der Kernspaltung entsteht, wird auf ein Kühlmedium übertragen, wodurch dieses erwärmt wird und Dampf erzeugen oder direkt Turbinen antreiben kann. Physikalischer Hintergrund des Prozesses ist die thermische Energie, die bei der Spaltung von Atomkernen aufgrund eines Massendefektes nach der von Einstein formulierten Beziehung E = m c² entsteht.
In physikalischen Zusammenhängen wird stets von Kernenergie bzw. Kernkraftwerk gesprochen. In der öffentlichen Debatte hingegen konkurrieren beide Begriffe. Der Begriff Atomkraftwerk wird überwiegend von Kritikern der Atom-/Kernenergienutzung verwendet. Dem gegenüber wird seit Aufkommen der Anti-Atom-Bewegung in den 60er Jahren von Betreibern und Befürwortern der Begriff Kernkraft (oder Kernenergie) bevorzugt. Die Assoziation des Atom-Begriffs zur Atombombe mit ihrer unkontrollierten Energie-Freisetzung wird von Seiten der Befürworter vermieden, von Seiten der Kritiker hingegen eher gesucht. Da es sich um eine Spaltung des Atomkerns handelt, wären die Begriffe Atomkernkraftwerk, Atomkernenergie usw genauer." Dann weiter mit dem Inhaltsverzeichnis
> Das klingt doch nicht schlecht. Pikanterweise liegt dem Begriff Atombombe das gleiche Missverständnis zugrunde, da es auch hier die Kernkraft ist, auf der ihre verheerenden Wirkungen beruhen (Kernwaffen bzw. Nuclear Weapons).
> Einen Vorteil hat die unterschiedliche Terminologie schließlich doch: je nach Benennung ist dem Leser die Grundausrichtung des betreffenden Autors bekannt, was die Interpretation der Artikel deutlich erleichtert.War da nicht was von wegen mutierten Pflanzen nahe Three Mile Island? Leider weiß ich die Quelle nicht mehr.--TopS 00:57, 3. Mär 2005 (CET)
Kern oder Atom ?
also auch wenn es jetzt einige hier sehr überrascht, Kern ist ein sehr allgemeiner Begriff. Und um klarzustellen das Atomkraftwerke z.B ihr funktionsprinzip weniger in Apfelkernen (wie es der Begriff Kern ja nahelegt) sondern eher aus Atomkernen begründen, habe ich den Artikel verändert. Übrigens die Formulierung "kommt aus dem Kern der zu spaltenden Elemente" wirkt schon echt seltsam--Dirk33 20:28, 27. Mär 2005 (CEST)Bei einem Gau sollte keine Radioaktivität oberhalb der Grenzwerte in die Umwelt gelangen. Ich versuche das unzuformulieren.--82.83.60.99 15:15, 29. Mär 2005 (CEST)
- Was ist an den Formulierungen:
- "Der Begriff Atomkraftwerk wurde von den Betreibern eingeführt. Seit dem Aufkommen der Anti-Atom-Bewegung in den 60er Jahren, wird jedoch von Betreibern und Befürwortern der Begriff Kernkraftwerk bevorzugt"
- "Da es sich um eine Spaltung des Atomkerns handelt, wären die Begriffe Atomkernkraftwerk, Atomkernenergie usw. genauer."
- Falsch
- In den 50 Jahren und Anfang der 60 wurde die Kernkraft kaum öffentlich kritisiert. Und das in Atomkraftwerken Apfelkerne gespalten werden wäre mir neu.--Dirk33 15:23, 7. Sep 2005 (CEST)
- 1) Es ist nicht feststellbar, ob Atom- und später Kern- von den Betreibern oder den Erbauern (Siemens, AEG) oder vielleicht den Genehmigungsbehörden und aus welchen Gründen auch immer eingeführt wurde. Das was da stand waren nicht beweisbare Vermutungen bzw. Unterstellungen. Faktum ist nur, dass diese Bezeichnungen eingeführt wurden und dass das Kern... nicht nur dem Gebrauch in der englischen sondern auch [zumindest mehrheitlich] in anderen Sprachen entspricht.
- 2) Zu dem nachgeschalteten Satz muß ich ehrlich zugeben, dass ich ihn nicht sorfältig genug gelesen und und den __kern__ in der Mitte übersehen habe. Hätte ich genauer gelesen, hätte ich ihn nicht gelöscht (auch wenn ich ihn für überflüssig halte).
- --KaHe 18:51, 7. Sep 2005 (CEST)
Links
Ich habe den Link zur Website www.energie-fakten.ch entfernt. Ich denke bei einem Thema wie Kernkraft sollte man sich bemühen nur seriöse Quellen anzugeben. Auf energie-fakten.ch wird das Thema einseitig behandelt und die Folgen von AKW-Unfällen (Tschernobyl) werden verharmlost.- Joa und das Siehe auch ist auch sehr unstrukturiert, kann das mal einer richtig schieben?
- Unstrukturiert ist es leider immer noch. Ich habe diverse Links entfernt, da Weblinks in einem wp-Artikel weiterführende Information zum eigentlichen Thema geben soll. Nun haben diverse deutsche Bundesbehörden zwar irgendwas mit dem Thema zu tun, hilfreich zum besseren Verständnis eines Atomkraftwerks sind sie aber nicht, darum sind sie eben rausgeflogen. Genau so verfuhr ich auch mit zwei Deep-Links zum BUND, weil ich finde, das ein Link dahin reicht und die Atomkraftwerkstandorte ohnehin bei wp aufgelistet sind.
- Wenn die restlichen, auch mit dem Thema eher entfernt verbundenen Links noch jemandem am Herzen liegen, möchte ich dringend empfehlen, bereits hier (d.h. auf der Artikelseite) anzugeben, was dort zu finden ist, denn einfach "bfs.de" oder "bmu.de" sagen sicher den wenigsten was. --A.bit 17:50, 4. Sep 2005 (CEST) nicht identisch mit irgendeinem der nicht unterschieben habenden Vorposter.
Der Link zu www.energie-fakten.de wurde von mir wieder eingefügt. Die Seite ist nicht mehr und nicht weniger einseitig, als die meisten anderen auch. Auch kann ich bei Würdigung der aktuellen Nachrichtenlage keine Verharmlosung des Reaktorunfalls von Tschernobyl erkennen.
gottseidank?
Was soll denn bitte dieser Satz? "Die CDU/CSU haben jedoch gottseidank eine Laufzeitverlängerung für den Fall eines Regierungswechsels angekündigt."
Persönliche Ansichten gehören nicht in den Artikel.
Reaktortypen und Funktionsweise
warum ist den der Abschnitt entfernt worden??????--Dirk33 09:58, 5. Sep 2005 (CEST)____________________________________________________________________________________
Hallo, Herr Schweiß
Ich hätte Sie gern per Email angeschrieben, Ihre Adresse aber nicht gefunden. Die Welt ist doch klein: Just in dem Moment, als ich mich an die Bearbeitung des Artikels Kernkraftwerk machte, sind Sie mir zuvorgekommen. Ich habe mein Ansinnen vorerst zurückgestellt, um die Änderung zunächst vorzuschlagen:
Der Massendefekt nach E=mc**2 ist jeder Energieerzeugung eigen (es ist ja schließlich eine Gleichung!), damit z.B. auch der Verbrennung. Er ist also kein Faktum, das speziell zur Erklärung der Kernenergie geeignet ist.
Die Kernenergie ist diejenige Energie, die bei der Kernspaltung frei wird, weil die Kernbindungsenergie pro Nukleon im Spaltstoff (vor der Spaltung) geringer ist, als in der Summe der Spaltprodukte (nach der Spaltung). Mit anderen Worten: In den Spaltproduktkernen sind die Kernbestandteile fester gebunden, befinden sich also auf einem energetisch niedrigeren Niveau - die Energiedifferenz ist freigeworden und treibt die Spaltprodukte auseinander. Bei deren Abbremsung wird die kinetische in thermische Energie umgewandelt, welche die Brennstäbe aufheizt und dann durch ein Kühlmittel abgeführt wird. Die Summe der Spaltprodukte ist dabei leichter, als der Spaltstoffkern - und zwar genau um den Massenseffekt.
Es ist zwar nicht lebenswichtig, aber wenn schon - denn schon.
Herzliche Grüße R-E.Marc@gmx.de
Nennarbeit
In welchem Zeitraum verrichtet das Kraftwerk die benannte Nennarbeit? Warum ist die Nennarbeit nicht proportional zur Nennleistung? Wenn eine Maschione die 1000 KW hat eine Stunde lang läuft, dann sind 1000 KWh Energie verbraucht. Da in GWh angegeben ist gehe ich auch von 10.000 Stunden Betriebszeit aus, nur das sollte man da reinschreiben, sonst ist es nicht offensichtlich. Und man sollte erklären warum die Nennarbeit in manchen Fällen so abweicht, vielleicht liegt das am Wirkungsgrad des Kraftwerkes.
Übrigens bin ich sehr enttäuscht wie lahm die KKW sind, mit 1000 Windkraftanlegen kann man ein KKW aufwiegen. Da baue ich doch lieber 1000 Windkraftanlagen und habe dann dafür keine Umweltbelastung. ich hatte mal in einem Prospekt gelesen dass man 10000 Windkraftanlagen benötigen würde, das war eins von der Atomlobby. Große Windkraftanlagen können schon 1000 KW haben. wenn allerdings kein Wind geht leistet es 0 Watt und wenn wenig Wuind geht wenig. da haben die mit ihren 10000 Windkraftanlagen wahrscheinlich doch recht :D. Und wenn ein Atomkraftwerk nur eine Million KW hat und man rechnet ein KW pro Einwohner, was recht wenig ist, dann reicht das Gebilde für eine Million Einwohner. Naja, dies sei mal am Rande erwähnt, ich hoffe jemand bringt Klärung in das Nennleistung-Nennarbeitsproblem. MfGMatze6587 19:32, 14. Okt 2005 (CEST)
Mit der Nennarbeit ist die "Jahrestromproduktion" gemeint, es deckt sich zumindest bei Gundremmingen mit deren Angaben im Web. Die Zahl ist wie Volllaststunden auf ein Jahr bezogen.
Die Nennarbeit weicht von der theoretischen max. möglichen Jahrestromproduktion deshalb ab, weil entweder nicht immer auf Volllast gefahren wird/werden muss, oder aus Gründen der Revision/Reparatur.
Im Beispiel Gundremmingen:
Bei 1344 MW * 8760h (= 1 Jahr) = 11.773,44 GWh, real geliefert wurden 10.500, d.h. 89% Volllastäquivalent (=7800 Volllaststunden). Die Verfügbarkeit von ca 93% heißt nur, es war 93% eines Jahres "am Netz", wenn auch nicht immer mit Volllast.
Zur Winkraft: Die größte WEA ist zZ die Repower 5M mit 5MW Nennleistung. Du könntest also mit 270 Anlagen die Nennleistung ein KKW ersetzen. Die WEAs laufen zwar auch ca 8000h im Jahr, erreichen aber nur ca 2000 Volllaststunden, d.h. du müsstest noch kanpp 4x mehr dieser WEAs aufstellen um ein KKW voll zu ersetzen. Die Zahl 1000 kommt also grob hin. Und: dass mal überall kein Wind weht kommt sicher nicht vor. -- Harf 00:18, 15. Okt 2005 (CEST)
- Aus der Tabelle für Deutschland in Windenergie und dem Text darunter geht hervor, daß die Wirksamkeit (Volllastäquivalent) der WEAn 17% beträgt, also Faktor 5,8.--KaHe 01:05, 15. Okt 2005 (CEST)
Hallo KaHe,
Im Text steht ja "langjähriger Mittelwert deutscher WEAs", d.h. aller WEAs, also auch der alten WEAs und der unrühmlichen "Abschreibungsobjekte" in schlechten Lagen. Diese werden durch die leistungsabhängige Förderung nicht mehr gebaut. Die 2000 bezieht sich auf Bau jetzt in gute Lagen, offshore ist sogar noch mehr drin. Im übrigen ging es bei dieser Betrachung für Matthias um die Größenordung ob 1.000 oder 10.000 und nicht um 4 oder 5,8. -- Harf 01:48, 15. Okt 2005 (CEST)
- Danke, das ist aufschlussreich, wir sollten das mit der Nennarbeit irgendwie in den Artikel integrieren, ich werds mir morgen nochmal anschauen. MfGMatze6587 02:35, 15. Okt 2005 (CEST)
- Hallo Matthias,
Aus technischer Sicht ist der Begriff "Nennarbeit" etwas unglücklich, da "Nenn.." in der Technik immer etwas theoretisches, ja maximales ist, in diesem Fall aber eine tatsächliche (von vielen Faktoren beeinflusste) Größe darstellt. Die "Nennarbeit" wäre aus meinem Verständnis die o.g. 11.773,44 GWh. Selbst google findet bei "Nennarbeit" nur ein paar Einträge, u.a, das Original der im Wiki-Artikel verwendeten Tabelle. Ich bin für eine Umbenennung in z.B. Jahresarbeit o. Jahresenergieproduktion.
Das Problem ist allgemein, dass die Begriffe "Arbeit - Leistung - Energie" im allgemeinen sehr widersprüchlich verwendet werden. Gruß, -- Harf 11:33, 15. Okt 2005 (CEST)
Hallo,
eine aktualisierte Tabelle zur Verfügbarkeit von Kraftwerken für das Jahr 2004 findet ihr hier. Bin kein Wikipedianer, daher.. bitte einarbeiten wer Lust hat.
- Danke für den Tipp, das Ding wird auf jeden Fall noch verarbeitet. --Markus Schweiß, Markus Schweiß 13:08, 14. Nov 2005 (CET)
Einleitung und Wortherkunft
Der Aufbau der Atome und die Existenz eines Atomkerns war 1899 unbekannt, deswegen ist der Satz über Hans Friedrich Geitel – in diesem Zusammenhang und ohne weitere Erklärung – irreführend. Um das Kapitel nicht unnötig aufzublähen, sollten entsprechende Erklärungen aber besser in den Artikel Kernenergie, wo Hans Friedrich Geitel bereits erwähnt wird. Außerdem ist der neu entstandene Satz „Heute wird stets von Kernenergie bzw. Kernkraftwerk gesprochen“ offensichtlich falsch. Bitte revertieren. --Jpetersen 11:50, 21. Nov 2005 (CET)
- na dann formuliere es halt anders, ich schiebe gerne noch die "physikalischen Zusammenhänge" in den von dir angesprochenen Satz, aber dieser absolutistische Ansatz, das nur Kernkraft das richtige Wort ist, ist halt falsch und geschichtsverfälschend. Das wurde doch jetzt schon zur Genüge diskutiert. Oder lass die Wortherkunft halt ganz weg, das halte ich allerdings nicht für den richtigen Ansatz. Ansonsten ist das Kapitel bisher eine Rechtfertigung für die Verwendung des Begriffs Kernkraft ohne den notwendigen Hintergrund und mit einer Abqualifizierung der Öffentlichkeit, die sträflicherweise den falschen Ausdruck verwendet. NPOV eben. Achso: einen Link auf Atomenergie (jaja, ich weiß, hier sollte natürlich auch wieder "Kernenergie" stehen) sehe ich auch weit und breit nicht, der fehlt schlicht in der Einleitung, oder? -- Georg Slickers 20:12, 21. Nov 2005 (CET)
- Ich vertrete keinen absolutistischen Ansatz, der nur ein Wort als richtig ansieht. Im Gegenteil halte ich die Begriffe in der nicht-fachsprachlichen Verwendung für Gleichwertig und versuche es zu vermeiden, dass mit nicht belegten Interpretationen die Begriffe hier mit Wertungen versehen werden. Wie es auch im Artikel Kernenergie steht, vertrete ich den Ansatz, dass die Begriffe Atomenergie, Atomkraft und Kernkraft zum naturwissenschaftlichen Fachbegriff Kernenergie synonym (gleiche Bedeutung habend) sind. Wenn Begriffe abqualifiziert werden, dann sollte das umformuliert werden. Bevor allerdings unbelegte Aussagen ergänzt werden, verweise ich auf den Artikel „Kritisches Sprachbewusstsein auf dem Prüfstand“ von Matthias Jung ([LINK]). --Jpetersen 21:27, 21. Nov 2005 (CET)
- ich wüßte nicht, das unbelegtes eingefügt wurde (Quelle für Geitel steht z. B. auch in der History zu Artikel über Geitel). Nur zwei Wörter sind dem einen, schon vorher vorhandenen, Satz durch die Umstellung abhanden gekommen, ich habe das jetzt mal umformuliert ... besser? Nichtsdestotrotz wäre ja mehr über die Begriffsentwicklung interessant - der Artikel sieht interessant aus, muss aber noch auf die Lektüre warten ... -- Georg Slickers 00:18, 22. Nov 2005 (CET) (PS: ob In physikalischen Zusammenhängen wird stets von Kernenergie bzw. Kernkraftwerk gesprochen. stimmt, kann ich allerdings nicht sagen - für mich hört sich diese (ich sag jetzt mal:) These ziemlich absolutistisch an. Wenn die Kritik also darauf abzielte, dann bitte diesen Satz entfernen. Allerdings kann ich mir schon vorstellen, dass es stimmt :-)
- Entschuldigung, wenn ich mich oben unklar ausgedrueckt habe. Ich meinte mit den unbelegten Aussagen nicht die Begriffsprägung der Atomenergie durch Geitel (das ist unstrittig), sondern Wertungen und Interpretationen der Begriffe Kernenergie, Atomenergie, etc. in frueheren Artikelversionen. Kernkraftwerk ist nicht wirklich ein physikalischer sondern eher ein technischer Begriff. Ich habe es entsprechend noch ein wenig angepasst. --Jpetersen 00:58, 22. Nov 2005 (CET)
- jo, besser :-) (ich meinte übrigens mit der Artikel [...] muss aber noch auf die Lektüre warten den von dir empfohlenen Artikel von M. Jung - sieht beim Überfliegen ganz interessant aus. Grüße, -- Georg Slickers 01:13, 22. Nov 2005 (CET)
Diese Definition bzw. Erklärung des Begriff Kernkraftwerk und dessen Bedeutung wurde zuletzt am 8.2.2006 aktualisiert (Glossar Lexikon Enzyklopädie).
