Kilikien

Toplinks zu diesem Thema:
Adana, Kappadokien, Landschaft, Natur, Zeit


Der Artikel Kilikien gehört zur Kategorie: Historische Landschaft
Abbildung
Kleinasien in der Antike
Bildherkunft

Kilikien (lat. Cilicia) ist eine antike Landschaft im Südosten Kleinasiens. Sie entspricht in etwa den heutigen türkischen Provinzen Adana und Mersin.

Grenzen

Im Westen und Norden war es vom Taurusgebirge begrenzt, durch das Pässe nach Isaurien, Lykaonien und Kappadokien führten, darunter die berühmte Kilikische Pforte (Pylae Ciliciae) zwischen Tyana und Tarsos, durch welche Alexander der Große von Kappadokien her eindrang. Im Osten wurde es nur durch das niedrige Amanosgebirge von Syrien getrennt, mit dem es stets kulturell zusammenhing.

Untergliederung

Der Natur des Bodens nach zerfiel in das „ebene“ Kilikien (Kilikia Pedias), die damals dicht bevölkerte und äußerst fruchtbare Küstenlandschaft, und das „gebirgige“ oder „raue“ Kilikien (Kilikia Tracheia) im Westen, das, von vielen Zweigen des Taurus durchzogen, namentlich für die berühmten kilikischen Ziegen gute Weideplätze darbot und später wegen seines vortrefflichen Schiffbauholzes lange ein Zankapfel zwischen den Seleukiden und Ptolemäern war, bis es von Antiochos dem Großen erobert wurde. Die bedeutendsten Gebirgsströme waren außer dem eben genannten der Pyramos (Ceyhan), Saros (Seyhan) und Kalykadnos (Göksu).

Geschichte

Kilikien war eine assyrische Provinz, dann (seit 607 v. Chr.) unter der Dynastie des Syennesis selbständig. Dessen Nachfolger wurden Vasallen der Perser. Nach mannigfachem Wechsel der Herrschaft zwischen einheimischen Fürsten, persischen Satrapen, makedonischen, syrischen und ägyptischen Königen und zuletzt Mithridates IV. und Tigranes wurde Kilikien durch Pompeius, der die kilikischen Seeräuber besiegte, in seinem östlichen Teil eine römische Provinz, während die Bewohner des Hochlandes noch lange Zeit ihre Unabhängigkeit behaupteten. 51/50 v. Chr. war Cicero Statthalter der Provinz.

Im 7. Jahrhundert, im Zug der islamischen Expansion kam Kilikien an die Araber und wurde meist von Syrien aus regiert, wobei das Taurusgebirge die Grenze zum Byzantinischen Reich bildete.

1080, neun Jahre nach der Schlacht von Manzikert, die Kleinasien für die Seldschuken öffnete, wurde in Kilikien von armenischen Flüchtlingen ein Reich gegründet, das meist Königreich Kleinarmenien genannt wird und sich bis Mitte des 14. Jahrhunderts halten konnte. Hauptstadt war Sis (heute Kozan).

Städte

Hauptstadt des Landes war Tarsos. Andere namhafte Orte:

Volkscharakter

Die Kiliker, aramäische Semiten hatten bei den Griechen einen sehr üblem Ruf.

Siehe auch: Cilicium, Isaurien, Königreich Kleinarmenien


Diskussion der Autoren über den Artikel: Kilikien


Es wäre ganz gut, wenn die Lage Kilikiens etwas genauer beschrieben und vielleicht eine heute dort liegende Stadt genannt würde.

StephanK 00:12, 9. Mär 2004 (CET)

Es wäre auch gut, wenn ihr den heutigen Namen von Kilikiens nennen könntet!!!

7.Dezember.2004



Diese Definition bzw. Erklärung des Begriff Kilikien und dessen Bedeutung wurde zuletzt am 8.2.2006 aktualisiert (Glossar Lexikon Enzyklopädie).


Wikipedia GNU FDL Artikel anzeigen Artikel bearbeiten