Toplinks zu diesem Thema:
Italien, Stuttgart, Frauen, Lombardei, Sage, Verlag, Agio, Bayern, Enthalten, Haare, Landschaft, Museum, Sprache
Der Artikel Langobarden gehört zur Kategorie: Europäische Ethnie, Germanischer Stamm, Germanen
Die Langobarden (»Langbärte«, auch Winniler) waren ein Teilstamm der Sueben, eng mit den Semnonen verwandt, und damit ein germanischer Stamm, der ursprünglich an der unteren Elbe siedelte. Die Landschaft südlich der Elbe in den Landkreisen Harburg und Lüneburg wird bis heute Bardengau genannt, auf das sich auch der Name des Ortes Bardowick bezieht. Der Sage nach zogen die Winniler gegen eine Übermacht in den Krieg und sie beteten zu Wotan. Er sagte, dass er dem Heer, das er am Morgen zuerst erblickt, den Sieg schenken würde. Da sagte Freyja, die Gattin Wotans, dass die Frauen der Winniler sich ihre Haare um den Hals schlagen sollten damit sie aussehen wie Bärte. Am nächsten Morgen sah Wotan zu den Frauen und sagte: »Wer sind diese Langbärte?« Da sprach Freyja: »Du hast ihnen einen Namen gegeben, nun gebe ihnen den Sieg.« Von dem Tag an nannten sich die Winniler Langobarden.
Zu Beginn der Markomannenkriege drangen die Langobarden 166 n. Chr. ins römische Reich ein und besetzten das Gebiet an der mittleren Donau, in dem vorher die Rugier siedelten (heute Niederösterreich). Um 490 n. Chr. zog eine Gruppe, die die Quellen als Langobarden bezeichnen, nach Mähren und zu Beginn des 6. Jahrhunderts nach Pannonien. Im Jahr 510 vernichteten sie endgültig das von Rudolf regierte Herulerreich.
Im Jahr 567 vernichteten sie zusammen mit den Awaren das Gepidenreich, mussten dann jedoch vielleicht selbst den Awaren ausweichen. Sie eroberten ab 568 unter König Alboin Teile Italiens. Vielleicht war diese letzte germanische Reichsgründung der Spätantike allerdings auch die Folge einer »Einladung« durch den oströmischen Feldherrn Narses, der die Langobarden möglicherweise aufgefordert hatte, sich als Föderaten in Norditalien anzusiedeln. In jedem Fall drangen die Germanen (dem Zug hatten sich keineswegs nur Langobarden angeschlossen) auch weiter nach Süden vor, sie konnten aber nicht die ganze Halbinsel erobern: Etwa die Hälfte des Landes blieb unter der Kontrolle des oströmischen Reiches.
Das Langobardenreich, mit der Hauptstadt Pavia (daher Lombardei), umfasste Norditalien und Teile Mittel- und Süditaliens und zerfiel in mehrere Dukate. Authari (584-590), verheiratet mit Theudelinde, Tochter des Herzogs von Bayern, trat vom arianischen zum katholischen Glauben über. Unter Grimoald (662-671) und Liutprand (712-744) erreichte das Langobardenreich seine größte räumliche Ausdehnung. Karl der Große eroberte 774 Pavia unter dem letzten Langobardenkönig Desiderius und ließ sich selbst zum König der Langobarden krönen. Im Süden blieb das Herzogtum Benevent bis zur Eroberung durch die Normannen im 11. Jahrhundert selbständig.
Die Königskrone der Langobarden war die sogenannte Eiserne Krone.
Herzöge der Langobarden
Hinweis: Die ersten Herzöge bis Wacho lassen sich historisch nicht belegen, sie sind nur in der Stammes-Sage enthalten. Die Regierungszeiten bis Alboin sind nicht gesichert.
- ??? - ??? Agelmund
- ??? - ??? Lamissio
- ??? - ??? Ibor und Agio
- ??? - ??? Lethuc
- ??? - ??? Hildeoc
- ??? - ??? Godeoc
- 478 - 490 Claffo
- 490 - 510 Tato
- 510 - 540 Wacho
- 540 - 545 Walthari
- 545 - 560 Audoin
- 560 - 572 Alboin
Könige der Langobarden
(Lombardei, Italien)
- 568 - 572 Alboin
- 572 - 574 Cleph
- 584 - 590 Authari
- 590 - 615 Agilulf
- 615 - 626 Adaloald
- 626 - 636 Arioald
- 636 - 652 Rothari
- 652 - 653 Rodoald
- 653 - 661 Aripert I.
- 661 - 662 Godepert und Perctarit
- 662 - 671 Grimoald
- 671 Garibald
- 671 - 688 Perctarit (2. Mal)
- 688 - 700 Cunincpert
- 689 Alahis
- 700 Liutpert
- 701 Raginpert
- 701 - 712 Aripert II.
- 712 Ansprand
- 712 - 744 Liutprand
- 744 Hildeprand
- 744 - 749 Ratchis
- 749 - 756 Aistulf
- 756 - 757 Ratchis (2. Mal)
- 757 - 774 Desiderius
- 759 - 774 Adelchis (Mitkönig)
- 774 Übernahme der Königswürde durch die Karolinger / Karl der Große
- 888 Berengar I.
- 950 Berengar II.
- 951 Übernahme der Königswürde durch Otto I.
Siehe auch
Literatur
- Priester, Karin: Geschichte der Langobarden. Gesellschaft - Kultur - Alltagsleben.. Stuttgart: Konrad Theiss Verlag, 2004. - ISBN 3-80621-848-X (lebendig erzählter, gut illustrierter Einstieg)
- Cerny, Thomas: Die Langobarden. München, 2003, ISBN 3-8004-1451-1.
- Ralf Busch (Hrsg.), Die Langobarden. Von der Unterelbe nach Italien. - Veröffentlichung des Hamburger Museums für Archäologie und die Geschichte Harburgs (Helms-Museum) 54. Neumünster, 1988. - ISBN 3-529-01833-3.
- Jarnut, Jörg: Geschichte der Langobarden. Stuttgart u.a., 1982, ISBN 3-17-007515-2. (wissenschaftliche Einführung aus der Reihe der Urban-Taschenbücher bei Kohlhammer).
- Menghin, Wilfried: Die Langobarden. Stuttgart: Konrad Theiss Verlag, 1985. - ISBN 3-8802-0364-4 (Geschichte der Langobarden aus archäologisch-historischer Sicht)
Weblinks
- Die Langobarden (Ausführliche Geschichte der Langobarden)
- Langobardenwerkstatt Zethlingen / Altmark e. V.. (Hier auch eine kurze Geschichte der Langobarden)
- Langobardenmuseum Zethlingen.
- Quellen zur Langobardengeschichte. (Lateinische Texte zur Geschichte der Langobarden und Italiens im Frühmittelalter)
Diskussion der Autoren über den Artikel: Langobarden
fantastische Ausführung !
Rudolf???
Im Jahr 510 vernichteten sie unter König Rudolf endgültig das Herulerreich. Wer bitte soll denn dieser König Rudolf sein???? -- Geos 17:41, 23. Mär 2005 (CET) Sehe die Diskussion jetzt erst. Der Punkt war sehr missverständlich formuliert; Rudolf war natürlich kein Langobardenherrscher sondern gehört zu den Herulern.--Proofreader 4. Jul 2005 02:44 (CEST)== Langobarden = Langbärte? ==
Kopiert von :en:Talk:Lombards:
The original words used in primary source texts that refer to the Lombardic gens are not considered by serious scholars to translate into either 'long-beards' or 'long halberds'. Ref: J.S. Martin's "An examination of two Langobardic mythological texts" in 'Proceedings of the 11th International Saga Conference' for a summary of currently accepted opinion regarding those two alleged translations that scholars like W.D. Foulke and others thought might be plausible a century ago or even farther back in time.
If either of you have further questions about this matter, please feel free to send them to info@northvegr.org. ***Pádraic
I wish to know if anyone has explored the pretty straightforward possibility that "Langbaerte" or "Langobarden" is merely the corruption of "Långt Borta," which is swedish for "far away." I may be making an assumption, being less familiar with Old Norse than with Swedish, but the article does state that the lombards were scandinavian, and a scandinavian might reply to a questioning inhabitant of the region, on being asked where he came from, "I come from far away," or "Jag kommer ifrån Långt Borta." Pronounced in english this would sound like "Longgt bortá," wiht emphasis on the letter a. Joe
- What about this (2.5 Germanic Loanwords, bottom)
- Little or nothing but some toponyms and people's names has survived of the Lombard language Interestingly enough, their presence in Pavia and Verona were their favorite capitals and the name of Lombardia, or "state of the men with the long spear (barda)" dates to their domination.
barda wohl zu Hellebarde. --Tickle me 06:59, 15. Okt 2005 (CEST)