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Der Artikel Latein gehört zur Kategorie: Einzelsprache, Latein
Als Latein bzw. Lateinisch (lat. lingua Latina: „lateinische Sprache“) bezeichnet man die Sprache, die ursprünglich vom Volksstamm der Latiner gesprochen wurde, der Bewohner von Latium mit Rom als Zentrum.
Innerhalb der indogermanischen Sprachen gehört Latein zur Gruppe der italischen Sprachen. Es bildete die Grundlage für alle heutigen romanischen Sprachen.
Entwicklung
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ältester überlieferter lateinischer Text Bildherkunft |
Ursprünglich in Rom und dem umliegenden Gebiet (Latium) gesprochen, wurde Latein später an humanistischen Gymnasien unterrichtet. Neben Griechisch war Latein die Amtssprache des römischen Reiches. Wegen der kulturellen Überlegenheit des Ostens verlor es dabei zeitweise in Nordafrika und selbst in Rom seine Vorrangstellung. So war die Liturgiesprache der römischen Christen bis um 300 das Griechische. In dieser Zeit drangen viele griechische Lehnwörter ins Lateinische ein.
Während der Spätantike begannen sich verschiedene Volkssprachen, aus denen im Mittelalter die romanischen Sprachen entstehen sollten, phonetisch und grammatikalisch von der lateinischen Hochsprache wegzuentwickeln. Doch noch im 6. Jahrhundert entstanden hochsprachliche lateinische Werke. Im Oströmischen Reich war Latein bis ins frühe 7. Jahrhundert neben Griechisch eine der beiden Amtssprachen.
Im Westen übernahmen die Germanen mit den Grundelementen der spätrömischen Verwaltung auch die lateinische Sprache, die in der Administration bis in die frühe Neuzeit vorherrschend blieb. Seit der Völkerwanderung und der Christianisierung der (zunächst zumeist arianischen) Germanenvölker wurde Latein im Westen des früheren Römischen Reiches und in den römisch-katholischen Folgestaaten die Sprache des Klerus (Kirchenlatein), der Rechtswissenschaft (Glossatoren) und der sich bildenden Hochschulen (studia generalia). Es bildete somit die Schriftsprache, vor allem für das kirchliche und weltliche Urkundenwesen (Diplomatik) im frühen Europa.
In völkerrechtlichen Verträgen (z. B. im Westfälischen Frieden von 1648) dominierte Latein bis in das 17. Jahrhundert hinein. Es bildet noch bis ins 20. Jahrhundert den Affixvorrat für die Fachterminologie in den Wissenschaften und verliert durch die fortschreitende Absorption in die englische und andere Sprachen lediglich an direkter, nicht jedoch an indirekter Bedeutung. Es wird noch an vielen Schulen unterrichtet.
Antike
Antike Schreibweise
Die lateinische Sprache wurde ursprünglich als scriptio continua, d. h. als zusammenhängender Fluss von Zeichen ohne Zwischenräume geschrieben. Auch Satzzeichen und Kleinbuchstaben wurden in der Antike nicht verwendet. Auf Wachstafeln war nämlich wenig Platz zum Schreiben, und Papyrus war teuer. Die antiken lateinischen Texte sind für uns heute daher schwer zu lesen.
Vergleiche folgendes Beispiel:
Alte Schreibweise:
AVREAPRIMASATAESTAETASQVAEVINDICENVLLO SPONTESVASINELEGEFIDEMRECTVMQVECOLEBAT POENAMETVSQVEABERANTNECVERBAMINANTIAFIXO AERELEGEBANTVRNECSVPPLEXTVRBATIMEBAT IVDICISORASVISEDERANTSINEVINDICETVTI NONDVMCAESASVISPEREGRINVMVTVISERETORBEM MONTIBVSINLIQVIDASPINVSDESCENDERATVNDAS NVLLAQVEMORTALESPRAETERSVALITORANORANT NONDVMPRAECIPITESCINGEBANTOPPIDAFOSSAE NONTVBADIRECTINONAERISCORNVAFLEXI NONGALEAENONENSISERANTSINEMILITISVSV MOLLIASECVRAEPERAGEBANTOTIAGENTES
Heutige Schreibweise:
Aurea prima sata est aetas, quae vindice nullo, sponte sua, sine lege fidem rectumque colebat. poena metusque aberant nec verba minantia fixo aere legebantur, nec supplex turba timebat iudicis ora sui, sed erant sine vindice tuti. nondum caesa suis, peregrinum ut viseret orbem, montibus in liquidas pinus descenderat undas, nullaque mortales praeter sua litora norant. nondum praecipites cingebant oppida fossae, non tuba directi, non aeris cornua flexi, non galeae, non ensis erant: sine militis usu mollia securae peragebant otia gentes.
Auszug aus Ovids Metamorphosen: Die Schöpfung (Das goldene Zeitalter)
Details zu den verwendeten Buchstaben finden sich in dem Artikel Lateinisches Alphabet. Siehe zu diesem Thema auch: Paläografie (dort Lateinische Paläografie), Capitalis, Versalschrift und Majuskel.
Antike Aussprache
Auf die antike Aussprache der lateinischen Sprache wird im Artikel Lateinische Aussprache eingegangen.
Literatur
Mit Antiker Literatur des Lateinischen beschäftigt sich u. a. der Artikel Lateinische Literatur.
Gegenwart
Auch heute ist Latein noch an vielen Gymnasien aller Fachrichtungen zu finden. Etwa ein Drittel aller Gymnasiasten im deutschen Sprachraum lernt Latein als erste, zweite oder dritte Fremdsprache. An humanistischen Gymnasien wird dem Lateinischen, neben dem Griechischen, noch eine herausgehobene Bedeutung zugemessen, was früher auf eine aktive Beherrschung des Lateinischen zielte.
Tatsächlich werden auch heute noch für zahlreiche Studiengänge das Latinum oder Lateinkenntnisse gefordert, insbesondere in zahlreichen geisteswissenschaftlichen Fächern. Das Latinum ist als Studienvoraussetzung für die Fächer Medizin und Jura weitestgehend abgeschafft, häufig aber nicht in Fächern wie Anglistik, Philosophie oder sogar Musikwissenschaften.
Unabhängig von den Studienanforderungen wird von Befürwortern des Lateins betont, dass das Erlernen der lateinischen Sprache weiterhin Basis für die korrekte Verwendung von Fremdwörtern sei, das Erlernen anderer romanischer Sprachen wesentlich erleichtere und erhebliche Transfer-Effekte für die Denkschulung aufträten. Das Übersetzen lateinischer Texte fördere auf Grund der erheblichen Komplexität vieler lateinischer Sätze auch das logische Denken. Von den Gegnern ist hingegen zu hören, dass die Auseinandersetzung mit jeder Art von Grammatik, egal welcher Sprache, das strukturierte Denken fördere, und dass das Erlernen moderner romanischer Sprachen, welche im Gegensatz zu Latein noch gebraucht werden, mindestens ebenso gut dazu geeignet sei, die zahlreichen lateinischen Lehnwörter im Deutschen korrekt zu verwenden und andere romanische Sprachen zu erlernen. In der Tat sind viele gesamtromanische, also in allen romanischen Sprachen auftretende Wörter nicht im klassischen Latein vorhanden und müssen dann neu gelernt werden: guerra „Krieg“, testa „Kopf“, cavallo „Pferd“, mangiare/manger „essen“, andare* „gehen“ , boc(c)a/bouche „Mund“, blanco/blanc „weiß“, die Himmelsrichtungen etc. Viele dieser Wörter erklären sich nämlich aus dem umgangssprachlichen oder dem späten Latein oder stammen aus der Soldatensprache, also aus Varietäten, die nicht in der Schule gelehrt werden.
Aus deutschen und US-amerikanischen Untersuchungen geht hervor, dass zwischen absolviertem Lateinunterricht und der Beherrschung der englischen Sprache in Schrift und vor allem Wort eine signifikante Korrelation besteht. Ein kausaler Zusammenhang ist allerdings nicht nachgewiesen worden – möglicherweise macht eine hohe sprachliche Begabung eines Kindes die Wahl des als schwierig geltenden Latein wahrscheinlicher.
Da auch im modernen Lateinunterricht die Sprachproduktion eindeutig der Rezeption (Leseverstehen) untergeordnet ist, glauben viele, Latein falle Menschen mit ausgeprägter Begabung für Mathematik und formelle Denkvorgänge generell leichter als andere Fremdsprachen, wohingegen Menschen mit ausgeprägter Begabung für intuitives Erlernen von Sprachen andere Fremdsprachen leichter fänden. Dieser Zusammenhang lässt sich allerdings nicht häufig verifizieren: Die Erfahrung zeigt, dass die Schülerleistungen in Latein überwiegend Hand in Hand mit denen in der Muttersprache und anderen Fremdsprachen gehen.
Modernes Latein
Auch heute werden deutsch-lateinische Lexika aufgrund neulateinischen Wortgutes herausgegeben, z. B. das „lexicon auxiliare“ oder das vom Vatikan herausgegebene „lexicon recentis latinitatis“, welches erst im Jahre 2004 eine Neubearbeitung erfuhr. Der finnische Rundfunksender YLE (Yleisradio) verbreitet Wochennachrichten in neulateinischer Sprache. Radio Bremen veröffentlicht regelmäßig die Nuntii Latini in schriftlicher und gesprochener Version. Seit April 2004 veröffentlicht auch die deutschsprachige Redaktion bei Radio Vatikan Nachrichten auf Lateinisch. Dabei handelt es sich um ursprünglich deutsche Meldungen. Gero P. Weishaupt übersetzt sie für die Redaktion ins Lateinische. Sehr beliebt ist auch die lateinische Fassung der Asterix-Comics, die der deutsche Altphilologe Graf v. Rothenburg (Rubricastellanus) verfasst hat.
Der Autor Nikolaus Groß, beruflich seit zehn Jahren Deutsch-Lektor in der südkoreanischen Hauptstadt, hat 2004 eine komplett latinisierte Übertragung von Patrick Süskinds Das Parfum im Brüsseler Verlag der Fundatio Melissa, einem überregionalen Verein zur Pflege des gesprochenen Lateins, veröffentlicht. Dem Buch ist mit dem „Glossarium Fragrantiae“ eine größere Liste aktualisierter Neuschöpfungen beigegeben. Vom selben Wortartisten existiert des weiteren ein Buch über den Baron Mynchusanus (Münchhausen). 2003 erschien bereits der erste Teil der Harry Potter-Bücher von J. K. Rowling auf Latein (Harrius Potter et Philosophi Lapis). Daneben gibt es noch viele weitere Übersetzungen „klassischer“ Werke ins Lateinische, so zum Beispiel Karl Mays Winnetou III, oder Der kleine Prinz (Regulus) von St. Exupéry.
Durch das Internet ist die Verfügbarkeit alter lateinischer Texte sowie das Entstehen neuer lateinischer Texte erheblich begünstigt worden. Inzwischen gibt es sogar lateinische Fassungen von Popsongs. Daneben entstehen auch neue Popsongs in lateinischer Sprache, etwa Cursum Perficio, gesungen von Enya, Liberatio, eines von vielen lateinischen Musikstücken der Gruppe „Krypteria“ gesungen von Sylvia Gonzalez Bolivar, oder bei Gruppen der Dark Wave bzw. Gothic (Jugendkultur). Roma Ryan hat neben Cursum Perficio für Enya noch weitere Songs in lateinischer Sprache verfasst. In Internetforen wie Grex Latine Loquentium kommunizieren Teilnehmer aus vielen Ländern ausschließlich in Latein.
In der klassischen beziehungsweise neoklassischen Musik findet Latein ebenfalls Verwendung. So hat etwa der niederländische Komponist Nicholas Lens auf seinem Werk Flamma Flamma ein lateinisches Libretto vertont, für sein Werk Terra Terra hat Lens selbst ein Libretto in lateinischer Sprache verfasst. Nicht zu vergessen sind auch die zahlreichen Vertonungen lateinischer Gedichte wie z. B. von Jan Novák. Carl Orff unterlegte mehreren seiner Vokal-Kompositionen Texte in Latein oder Griechisch. Igor Strawinski ließ das nach Sophokles von Jean Cocteau in französischen Versen verfasste Libretto zu „Ödipus Rex“ von Jean Daniélou ins Lateinische übersetzen.
Das Lehrbuch Lingua Latina per se illustrata des dänischen Autors Hans H. Ørberg hat die bisher hauptsächlich für den Unterricht in modernen Sprachen eingesetzte einsprachige Lehrmethode auf den altsprachlichen Unterricht übertragen. Das Lehrbuch erfreut sich in verschiedenen Ländern einer steigenden Beliebtheit.
Latein in den Wissenschaften
In der Biologie erfolgt die Namensbildung der wissenschaftlichen Namen lateinisch und griechisch, wobei neuere Vorschläge vorsehen, die Regeln nur aus der lateinischen Sprache zu entnehmen. In der Medizin sind die anatomischen Fachbegriffe lateinisch, für die einzelnen Organe wird zusätzlich auch latinisiertes Griechisch verwendet. Die Krankheitsbezeichnungen leiten sich aus dem Griechischen ab. Zahlreiche Sprichwörter haben einen lateinischen Ursprung und sind teilweise auch in der deutschen Übersetzung zu geflügelten Worten geworden. In den Rechtswissenschaften existieren verschiedene lateinische Lehrsätze und Fachbegriffe (Latein im Recht). Auch in der Geschichtswissenschaft spielt vor allem Latein weiterhin eine große Rolle. In der Meteorologie werden lateinische Begriffe in der Wolkenklassifikation eingesetzt.
Latein in der katholischen Kirche
Latein ist neben Italienisch die Amtssprache des Vatikanstaats. Die katholische Kirche veröffentlicht alle amtlichen Texte von weltkirchlicher Bedeutung in Latein. Das gilt für die liturgischen Bücher, den Katechismus, den Codex des kanonischen Rechts sowie die päpstlichen Rechtsvorschriften (canones, decretales) und Rundschreiben (Enzykliken). Bis zum zweiten Vatikanischen Konzil (1962–1965) war Latein die offizielle Gottesdienstsprache und ist dies (laut Sacrosanctum Concilium) offiziell noch heute, wobei andere Sprachen jedoch gleichfalls erlaubt sind. Tatsächlich werden nur noch sehr wenige Gottesdienste in Latein gehalten. Der gegenwärtig amtierende Papst Benedikt XVI. bevorzugt bei seinen Messen aber das Lateinische vor dem Italienischen.
Siehe auch: Lateinische Kirche
Referenzlisten
- Lateinische Präpositionen
- Liste lateinischer Ortsnamen
- Liste lateinischer Präfixe
- Liste lateinischer Redewendungen
- Liste lateinischer Suffixe
- Liste von lateinischen Palindromen
- Lateinische Zahlwörter
Siehe auch
- Grammatik des Lateinischen
- Lateinische Aussprache
- Lateinische Sprichwörter
- Küchenlatein
- Vulgärlatein
- Mittellatein
- Lateinische Literatur
- Sprachen im Römischen Reich
- Jägerlatein
- Panlatinismus
Weblinks
- Wörterbuch Latein-Deutsch-Latein auxilium online (mit Download-Möglichkeit)
- Lateinische Stilblüten
- The Latin Library – klassische Texte im Original
- Latein-Deutsch-, Deutsch-Latein-Wörterbuch mit hilfreichen Extras
- Nuntii latini bei Radio Bremen
- Latein-Pagina
- Alte Sprachen heute
- Sammlung lateinischer Texte/bibliotheca Augustana
- Lateinische Musiktraktate im Original
- Die deutsche Latein-Seite
- Grex Latine Loquentium (Internetforum in lateinischer Sprache)
- Latein und Altgriechisch Site
- Übersetzungen vieler klassischer lateinischer Texte bei Latein24.de
als:Latein ast:Llatín nds:Latiensche Spraak scn:Lingua latina simple:Latin language zh-min-nan:Latin-gí
Diskussion der Autoren über den Artikel: Latein
Namenskonventionen:Lateinisch
Meiner unmaßgeblichen Meinung nach wären lateinische Namenskonventionen dringend notwendig, auch - oder gerade weil - sich schon eine Art Konvention eingebürgert hat (z.B. bezüglich der Verwendung von J und K). Allerdings wäre ich als Nichtfachmann ungern der Verantwortliche für eine derartige Namenskonvention. Würde sich jemand erbarmen oder wird eine derartige Vereinbarung abgelehnt?Carbidfischer 15:55, 24. Dez 2004 (CET)
PS: Dass Caesar mittlerweile im Widerspruch zur allgemeinem J-Verwendung Gaius Iulius Caesar heißt, macht das Problem imho noch drängender. -- Carbidfischer 19:22, 29. Dez 2004 (CET)
- Das ist ein Problem, zumal sich das Latein ja ständig weiterentwickelt hat. Wenn wir das I als J-Ersatz in den lateinischen Namem/Begriffen einführen, genauso wie das C als K-Ersatz, was machen wir dann mit dem V/U? Und mit dem G? das G kam auch erst später hinzu. Ich persönlich würde vorschlagen, bei lateinischen begriffen NUR I & C zuzulassen, und bei den alternativen Schreibweisen einen Redirect anzulegen. -- -RF- 16:42, 31. Mai 2005 (CEST)
Kann jemand bitte noch etwas genauer ausführen, warum Latein als aktive Sprache ausgestorben ist und warum die Leute dann zu Italienisch (oder welche Sprache auch immer) gewechselt sind?
- Die Sprecher sind nicht "gewechselt", das Lateinische hat sich in verschiedenen Gegenden einfach in verschiedenen Varianten weiterentwickelt, die später - als sich deren Sprecher schließlich untereinander nicht mehr verstanden - Spanisch, Italienisch, Französisch etc. genannt wurden. Warum? Weil sich jede Sprache weiterentwickelt, siehe Sprachwandel. G.Piezinger 18:08, 20. Okt 2004 (CEST)
Im Gegensatz zu den lateinischen Nachrichten von YLE sind die von Radio Bremen (http://www.radiobremen.de/o... stärker auf Deutschland bezogen. Allerdings gibt es diese nur einmal im Monat.
Zumindest in bayerischen Gymnasien wird Latein nicht nur an humanistischen Gymnasien gelehrt, sondern allgemein als zweite Fremdsprache angeboten und ist darüber hinaus Pflichtsprache im "Neusprachlichen" Zweig/Gymnasium.
--Zenogantner 16:54, 8. Mär 2003 (CET)
Zitat aus dem Artikel:
"Sehr beliebt ist auch die lateinische Fassung der Asterix-Comics, die der deutsche Altphilologe Graf v. Rothenburg (Rubricastellanus) verfasst hat."
Ich weiss, total Offtopic, aber muss auch mal sein. Excursio Perputationis = Sauftour, Zechgelage :)
217.80.243.98 01:22, 1. Aug 2003 (CEST)
EOD. Diskussion, die nur so von persönlichen Angriffen strotzt, gelöscht. a) möchte ich die Beteiligten daran erinnern, dass persönliche Angriffe gegen die Wikipetiquette verstossen. b) möchte ich die Teilnehmer dieser Diskussion bitten, ihr Gespräch in einem dafür geeigneten Diskussionsforum, z.B. im Usenet in de.etc.sprache.latein fortzusetzen, Wikipedia ist kein allgemeines Diskussionsforum. Die Diskussionsseiten dienen lediglich dazu, konkrete Fragen, die den Artikel betreffen, zu klären. cognovistis - κατελαβετε - فهمتم - kapiert? --Elian 00:24, 29. Jan 2004 (CET)
Fehlt hier nicht noch was zur Aussprache? Wie war das mit den Jamben usw? -- 62.134.68.75 18:39, 9. Jan 2004 (CET)
"In der Medizin sind nur noch lateinische Fachbegriffe geblieben." Scheint mir nicht richtig zu sein (Thorax, Pneumonie, Agonie ?). --Mw 01:12, 8. Feb 2004 (CET)
lateinische Fassungen von Popsongs? Beispiele?
Rabauz 22:25, 20. Feb 2004 (CET)
testa
Zitat aus dem Artikel: "In der Tat sind viele gesamtromanische, also in allen romanischen Sprachen auftretende Wörter nicht im Lateinischen vorhanden (z.B. guerra „Krieg“, testa „Kopf“ etc.) und müssen dann neu gelernt werden."
Das Wort testa, testae f. kennt das Lateinische sehr wohl!
- Aber nur in der Bedeutung "Tonscherbe". G.Piezinger 18:03, 20. Okt 2004 (CEST)
Das stimmt nicht ganz: Testa heißt eben nicht nur Tonscherbe! Georges führt auch die Bedeutung „Hirnschale“ an und verweist sogar auf frz. tête und it. testa - zugegebenermaßen belegt er diese Bedeutung allerdings nur mit Ausonius (4. Jh. n. Chr.). Der Artikel behauptet jedoch, es sei dieses Wort nicht vorhanden, obwohl es offensichtlich ist, daß es sich zu den romanischen entwickelt hat, selbst wenn es einst eine andere Bedeutungen hatte! Zwei andere Entsprechungen decken sich sogar in der Bedeutung, nämlich optice, optices f. - Optik (ein ursprünglich griechisches Wort, das die Römer offensichtlich übernahmen) (im Georges schon bei Vidruvius, der schon zu Caesars Zeit lebte, belegt), und das lt. Georges wohl aus cabo, cabonis m. entstandene caballus, -i m. - Pferd, Gaul, belegt bei Horaz und Seneca. Ich bin dafür, den Artikel entsprechend abzuändern. --217.246.183.24 20:54, 2. Nov 2004 (CET)
Ich habe den Artikel entsprechend geändert . Dann mußß ich noch darauf hinweisen das ein etymologisches wörterbuch bei solchen Manövern sehr hilfreich sein kann. Parlare habe ich zwar selbst hinzugefügt , jedoch viel mir auf das es aus dem Kirchenlatein kommt. Meine Änderungen :
poi/puis = post / postea
mangiare / manger = mandere / manducere
parlare /parlar /parler = lat. ecc. paraulare / parabolare
Bei Adverbien wie poi ist hinzuweisen , dass bei den italischen Dialekten sich s zu i wandelte , der letzte Buchstabe wird bei den meisten Fällen völlig aus gelassen !
più = plus lat.
già = iam lat.
poi = post
--145.254.99.18 12:59, 21. Aug 2005 (CEST)
- Ich habe "mangiare/manger" wieder eingefügt, weil es mE sehr gut passt: Niemand lernt im Lateinunterricht was anderes als "edere" für "essen", was einen in den heutigen roman. Spr. nicht recht weiterhilft.
- Massive Zweifel habe ich auch an deiner Löschung von "poi/pues/puis" - schließlich ähneln sich die Wörter in ihrer Gestalt untereinander sehr, der Bezug zu "plus" ist erheblich schwieriger erkennbar. Naja... G.Piezinger 21:30, 24. Aug 2005 (CEST)
Antike Schreibweise - U und V
In dem Beispiel der Schreibweise wird zwischen U und V unterschieden, wenn ich mich nicht täusche war das damals nicht der fall, oder täusche ich mich in dieser hinsicht? -- M.L 16:25, 22. Okt 2004 (CEST)
- Soweit ich weiß, wurden U und V beide mit "V" geschrieben, jedenfalls beim ganz alten Latein, vielleicht hat es sich im Laufe der Jahrhunderte verändert, jedoch bin ich mir nicht sicher.
- Ja, ursprünglich wurden U und V mit "V" geschrieben. Ich finde das Textbeispiel etwas unglücklich gewählt, da bei Inschriften noch viel mehr gekürzt wurde, z.B. M = marcus, AUG = augustus, PONT MAX = pontifex maximus, etc. - vielleicht sollte man das ändern.
Übersetzungshilfe erbeten
Vorweg: ich will diese Seite nicht als Hilfe für "wikipedia-fremde" Schulaufgaben o.ä. mißbrauchen. Es geht vielmehr um den Titel eines Buches von Hildegard von Bingen, das "Liber Divinorum Operum". Auf der Diskussionsseite zu "Esoterik" tauchte die Frage auf, wie das genau zu übersetzen wäre. Mein Tipp war: "Das Buch von den göttlichen Werken". Zugleich erscheint mir auch die übliche Übersetzung eines weiteren Buches von H.v.B. irgendwie seltsam: das "Liber Scivias Domini" wird offenbar üblicher Weise als "Wisse die Wege des Herrn" übersetzt. Allerdings erkenne ich da keinen Imperativ und es fehlt des Liber. Müsste das nicht eher "Das Buch: Wisse (die Wege) des Herren" sein? Woher kommen die "Wege"? Sind die vielleicht Teil des Verbs scio?. Würde mich über jeden Hinweis dazu freuen! --Tsui 19:39, 4. Feb 2005 (CET)
Wenn es sci vias domini heißt, stimmt es! --217.246.182.173 16:48, 12. Jul 2005 (CEST)
Sprecher ?
Weshalb o Sprecher , es gibt in jeder Stadt Hunderte von Menschen die Latein verstehen , oder an Schulen die Lehrer die müssen Lateinisch sprechen , schreiben und verstehen können . Also es gibt noch bestimmt Tausende von Menschen die es können!
- Als Muttersprachler gibt es keinen einzigen. Und die Lateinschüler kann man kaum als Sprecher bezeichnen. Jedoch gibt es viele (Theologen z.B.) die Latein durchaus flüssig und regelmässig sprechen. Jedoch sind dies alles Zweitsprachler. Deren Zahl könnte man durchaus angeben, wenn jemand eine Statistik weiß. --Frantisek 13:13, 26. Mai 2005 (CEST)
O.k , aber z.B bei der Sprache Esperanto u.a, stehen da immer Zahlen der Sprecher , obwohl , wie du schon sagst , sie nur Zweitsprachler sind . Trotzdem steht dort die geschätzte Anzahl der Sprecher.--145.254.104.197 21:12, 26. Mai 2005 (CEST)
- Ja so hab ich halt diese "0 Sprecher" verstanden. Aber sicher als Sprecher kann man auch alle sehen die Latein im alltäglichen Gebrauch sprechen können zusammenfassen. --Frantisek 21:34, 26. Mai 2005 (CEST)
Man muß ja auch nicht gleich zynisch sein , ich meine ja nur Quenya oder Esperanto werden auch nicht in der Öffentlichkeit gesprochen.--145.254.106.155 19:28, 27. Mai 2005 (CEST)
- Das war nicht zynisch. Das war nur eine Frage: Was bezeichnet man als Sprecher. 0 Sprecher = Muttersprachler. X.000 = flüssig als Zweitsprache. Das "sicher kann man" war wirklich so gemeint. Bei sollchen Sprachen ist es einfach besser die "Zweitsprachler"-Zahl anzugeben. --Frantisek 21:22, 27. Mai 2005 (CEST)
Dann entschuldige ich mich , es ist schon klar , dass kein Mensch die Sprache flüssig spricht - aber Esperanto spricht auch keiner flüssig. Aber du hast Recht der kurze Satz reicht schon 'nur als Zweitsprache'.--D.K 12:41, 28. Mai 2005 (CEST)
- Nur eine kleine Anmerkung: Flüssig sprechen Latein wohl viele Leute (z.B. der Papst, oder Kardinäle). Aber diese sind halt nicht mit Latein aufgewachsen. (Ja ist pinkelig, den Unterschied zwischen "flüssig" und Muttersprache zu erwähnen) Frantisek 13:27, 28. Mai 2005 (CEST)
Und da hätte ich noch was :
'guerra "Krieg", testa "Kopf", cavallo "Pferd", mangiare/manger "essen", boc(c)a/bouche "Mund", blanco/blanc "weiß", Adverbien wie poi/puis/pues "dann", '
Die meist. Worte leiteten sich wohl vom Lateinischen ab!
guerra - lat. werra cavallo - lat. caballus -> Gaul testa - lat. testa -> Topf , Urne , Lampe , Ziegel , Backstein ... Ich bin mir nicht sicher :mangiare - lat. mandere
Blanco/blanc wird nicht nur allein benutzt , neben blanco wird auch albo/alba im z.B Spanischen benutzt . Bei poi/puis/pues hat der Autor recht . „Testa“ hat sich wahrscheinlich im Laufe der Zeit zu „Kopf“ entwickelt - sicherlich auch unter dem Einfluss der Umgangssprache .
Also stimmt es nicht da die meist. Worte (außer poi/puis/pues und boc(c)a/bouche ) doch lat. Ursprungs sind ! --D.K 13:06, 28. Mai 2005 (CEST)
+ boccia -> lat. buccia !--145.254.104.169 17:30, 31. Mai 2005 (CEST)
Werbung
Hallo -RF-,
die Latein-Trainer, die du immer wieder postest, fallen definitiv in die Kategorie "Werbung" und werden deswegen entfernt. Höchstens in einem entsprechenden Artikel (Latein-Vokabel-Trainer o.ä.) könnte solch ein Link angebracht sein (Betonung auf könnte, schließlich gibt es hunderte Vokabeltrainer, der Link müsste also ein Herausstellungsmerkmal besitzen). Ich hoffe auf dein Verständnis. --Christoph D 17:50, 11. Jun 2005 (CEST)
- Hallo Christoph D,
- ich persönlich bin mit den Programmen eigentlich ganz zufrieden. Vielleicht könnte man sich über einen Artikel "Liste der Lateinprogramme & Wörterbücher" einigen. Die "Latein für Angeber"-Reihe von Gerhald Drews ist nämlich auch sehr interessant, und gerade für Lateinlernende zu empfehlen.
- Hi,
- ich hab gestern auch von anderer Seite gehört, dass gerade das "Formenbestimmprogramm" von einem deiner Links gar nicht schlecht sein soll. Nach den Verlinkungs-Regeln gibt es allerdings zwei gute Gründe, wieso diese Links nicht in diesen Artikel gehören:
- a) es ist proprietär
- b) es ist kostenpflichtig
- In einem Artikel wie Liste der Lateinprogramme wären solche Links eher möglich (aber IMHO auch dort falls kostenpflichtig nur mit entsprechendem Hinweis).
- btw, bitte unterschreib deine Beiträge mit . --Christoph D 23:22, 12. Jun 2005 (CEST)
- Salve,
- das ist eine gute Idee, damit könnte ich leben. Diese Liste könnte unterteilt werden in
- a) kostenlos lokal
- b) nicht kostenlos lokal
- c) kostenlos online
- d) nicht kostenlos online
- Vale RF
- ---RF- 12:56, 13. Jun 2005 (CEST)
Liste von lateinischen Palindromen
Eventuell könnt ihr dort ja ein paar Lücken füllen! DiV, --Flominator 8. Jul 2005 17:55 (CEST)Das ital. Verb andare hat jedoch im Präsens Singular und Imperativ Formen , welche vom lat. vadere stammen .
Nicht nur Präsens Singular, sondern auch Plural, denn: vado, vai, va, andiamo, andate, VANNO... nur der Richtigkeit halber würde ich das Singular streichen.
Latein in der Schule
Wäre ein gesonderter Abschnitt „Latein in der Schule“ (ggf. mit einer anderen Überschrift) wünschenswert? Ich denke dabei an „Vermarktungsmethoden“ der Kultusminister und neue Wege im Lateinunterricht, z. B. das Biberacher Modell mit Latein und einer modernen Fremdsprache ab der fünften Klasse, womit in Baden-Württemberg gute Erfolge erzielt wurden. – 84.178.95.94 18:38, 2. Nov 2005 (CET)
