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Der Artikel Lein gehört zur Kategorie: Leingewächse
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| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Linum | ||||||||||||
| L. | ||||||||||||
Lein (Linum) oder auch Flachs ist eine Gattung von Pflanzen aus der Familie der Leingewächse (Linaceae). Je nach wissenschaftlichem Bearbeiter werden zwischen 80 und 130 Arten unterschieden.
Beschreibung
Es handelt sich um einjährige oder ausdauernde krautige Pflanzen oder Halbsträucher mit aufrechten Stängeln, meist abwechselnden, schmalen, ganzrandigen Blättern, am Gipfel blattwinkelständigen Blüten, kugeligen, stumpf fünfkantigen, zehnfächerigen Kapselfrüchten und je einem Samen in jedem Fach.Verwertung
Flachs ist eine der ältesten Kulturpflanzen. Viele Arten können zur Fasergewinnung genutzt werden. Aus den Stengeln der Pflanzen werden Garne hergestellt und dann zu Leinstoffen gewebt. Siehe auch: LeinenindustrieGeschichte
Bereits vor 6000 Jahren wurden die ägyptischen Pharaonen vor der Mumifizierung in Leintücher gehüllt.Im europäischen Raum war Flachs bis weit in das 18. Jahrhundert die wichtigste Pflanzenfaser und neben Wolle der wichtigste textile Rohstoff.
Während des 19. Jahrhunderts verlor das Leinen durch das Vordringen der amerikanischen Baumwolle zunehmend an Bedeutung.
Verarbeitung
Faserlein oder Flachs wird in Mittel- und Nordosteuropa angebaut. Die etwa 5 cm langen Fasern befinden sich im Stengel der Pflanze. Flachs wurde früher per Hand gerauft und nach der Röste weiter verarbeitet.Heute wird Flachs maschinell in drei Schritten geerntet: Raufen, Wenden, Pressen. Zwischen dem Raufen und Pressen muß der Flachs rösten (rotten). Dazu läßt man das Flachsstroh über Wochen auf dem Feld liegen, und setzt es Regen und Trockenheit aus. Bodenbakterien übernehmen den Verrottungsprozess. Beim Verarbeiten wird das Flachsstroh geriffelt (Entfernen der Samenkapseln), gebrochen, geschwungen und gehechelt (lange Faser=Schwungflachs) oder kardiert (kurze Faser=Schwungwerg). Aus den so entstandenen Bändern werden Garne gesponnen.
Verwendung
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Blühendes Leinfeld, Belgien Bildherkunft |
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Leinfeld im August Bildherkunft |
Die Samen vieler Leinarten (Leinsamen) und das darin enthaltene Leinöl finden Gebrauch zu heilkundlichen Zwecken, als Lebensmittel, und in der Malerei zur Herstellung von Firnis und Ölfarben.
Die Fasern sind der (einzige) Rohstoff zur Herstellung von Leinengarnen. Aus den langen Fasern werden die feinen Garne und aus den kurzen Fasern (Werg) die gröberen Garne gesponnen. Die Flachsfasern können aber auch zur Herstellung von technischen Fasern (Dämmstoffe, Automobilinnenverkleidungen, Bremsbeläge) dienen.
Die nicht in der textilen Verwendung einsetzbaren Fasern können als Rohstoff in der Papierherstellung eingesetzt werden. Die Flachsschäben (holzartiges Beiprodukt der Fasergewinnung) werden als Einstreu in der Tierhaltung (beispielsweise alternative Boxeneinstreu bei Pferden) eingesetzt.
Vermehrung
Lein vermehrt sich über Insekten- oder Selbstbefruchtung, die Samen sind Lichtkeimer.Arten
Dazu zählt als Kulturpflanze:- Der Gemeine Lein (Linum usitatissimum).
Des Weiteren sind in Mitteleuropa folgende Arten heimisch:
- Alpen-Lein (Linum alpinum).
- Österreichischer Lein (Linum austriacum).
- Purgier-Lein (Linum catharticum)
- Gelber Lein (Linum flavum).
- Zotten-Lein (Linum hirsutum).
- Lothringer Lein (Linum leonii).
- Strand-Lein (Linum maritimum).
- Berg-Lein (Linum ockendonii).
- Ausdauernder Lein (Linum perenne).
- Schmalblättriger Lein (Linum tenuifolium).
- Klebriger Lein (Linum viscosum).
Weitere Arten sind:
- Linum arboreum
- Linum aroanium
- Linum basarabicum
- Linum bienne
- Linum caespitosum
- Linum campanulatum
- Linum capitatum
- Linum corymbulosum
- Linum decumbens
- Linum doerfleri
- Linum dolomiticum
- Linum elegans
- Linum euboeum
- Linum goulimyi
- Roter Lein, auch Prachtlein (Linum grandiflorum).
- Linum hologynum
- Linum leucanthum
- Linum linearifolium
- Linum narbonense
- Linum nervosum
- Linum nodiflorum
- Linum pallasianum
- Linum pubescens
- Linum punctatum
- Linum rhodopeum
- Linum setaceum
- Linum spathulatum
- Linum strictum
- Linum suffruticosum
- Linum tauricum
- Linum tenue
- Linum thracicum
- Linum trigynum
- Linum turcicum
- Linum ucranicum
- Linum uninerve
- Linum virgultorum
Weblinks
- http://www.flachsmuseum.de/ – Das Flachsmuseum in Wegberg.
- http://www.flachs.de/ – Flachs in Schleswig Holstein.
nds:Flass
Diskussion der Autoren über den Artikel: Lein
Wann ist Flachs "geschwungen" oder "gehechelt"?
Kommt so vor im Anhang I des EG-Vertrags zu Art. 32: "Flachs, roh, geröstet, geschwungen, gehechelt oder anders bearbeitet". 62.134.68.114 12:02, 3. Mär 2004 (CET)
Lein (Ernte)
Welche Hersteller gibt es, die Maschinen zum Ernten von Flachs/Lein herstellen?


