Mülheim an der Ruhr

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Der Artikel Mülheim an der Ruhr gehört zur Kategorie: Mülheim an der Ruhr, Ort in Nordrhein-Westfalen, Ruhrgebiet, Rheinland
Wappen Karte
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Wappen der Stadt Mülheim an der Ruhr
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Lage der kreisfreien Stadt Mülheim an der Ruhr in Deutschland
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Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Düsseldorf
Landschaftsverband: Rheinland
Regionalverband Ruhr
Kreis: Kreisfreie Stadt
Geografische Lage:
Höhe: 26,0 bis 152,7 m ü. NN
Fläche: 91,26 km²
Einwohner: 169.923 (31. Mai 2005)
Bevölkerungsdichte: 1.862 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 45468-45481 (alt: 4330)
Vorwahl: 0208
Kfz-Kennzeichen: MH
UN/LOCODE: DE MUH
Gemeindeschlüssel: 05 1 17 000
Stadtgliederung: 3 Stadtbezirke und 9 Stadtteile
Hausanschrift der
Stadtverwaltung:
Bürgeramt
ServiceCenter I
Viktoriastraße 17 - 19
45468 Mülheim an der Ruhr
Politik
Oberbürgermeisterin: Dagmar Mühlenfeld (SPD)
Schulden: ca. 80 Mio €
(Stand: 31. Dezember 2002)
Bevölkerung (Stand: 31. Dezember 2003)
Arbeitslosenquote: 8,1 % (30. April 2004)
Ausländeranteil: 9,6 %
Altersstruktur:
0-18 Jahre: 16,4 %
18-65 Jahre: 61,8 %
über 65 Jahre: 21,7 %

Mülheim an der Ruhr, die "Stadt am Fluss", ist eine kreisfreie Stadt im westlichen Ruhrgebiet in Nordrhein-Westfalen. Verwaltungsmäßig gehört sie zum Regierungsbezirk Düsseldorf und ist Mitglied im Landschaftsverband Rheinland und im Regionalverband Ruhr.

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Übersichtsplan
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Geographie

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Mülheimer Rathausturm
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Mülheim-Stadtmitte mit Blick auf den Rathausturm
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Räumliche Lage

Die Innenstadt liegt etwa 10 bis 12 km östlich der Mündung der Ruhr in den Rhein an beiden Ufern des Flusses im Schnittpunkt des niederrheinischen Tieflandes mit dem Bergischen Land. Die Länge des Flusses im Stadtgebiet beträgt 14 km. In der Landesplanung ist Mülheim als Mittelzentrum eingestuft.

Stadtgebiet

Das Stadtgebiet umfasst eine Fläche von 91 km² und dehnt sich in Nord-Süd-Richtung 13,4 km und in West-Ost-Richtung 10,7 km aus. Der höchste Punkt im Stadtgebiet misst 152,7 m, der niedrigste Punkt 26,0 m über NN.

Seit 1975 ist das Stadtgebiet in die drei Stadtbezirke Linksruhr, Rechtsruhr Nord und Rechtsruhr Süd gegliedert. Sie haben jeweils eine Bezirksvertretung mit einem Bezirksvorsteher. Die Bezirksvertretung hat 19 Mitglieder und wird bei jeder Kommunalwahl (alle 5 Jahre) von der Bevölkerung des Stadtbezirks gewählt.

Die Einwohnerzahl der Stadt überschritt 1908 die Grenze von 100.000 und machte Mülheim an der Ruhr zur Großstadt. Heute ist sie mit ihren ca. 170.000 Einwohnern eine der kleineren Großstädte des Landes. Mülheim an der Ruhr ist Sitz zweier Max-Planck-Institute.

Für statistische Zwecke unterscheidet man in Mülheim an der Ruhr insgesamt 9 Stadtteile, die sich weiter in statistische Bezirke unterteilen. Die Stadtteile und statistischen Bezirke werden fortlaufend nummeriert und haben auch einen besonderen Namen. Die Stadtteile mit ihren zugehörigen statistischen Bezirken:

  • Altstadt I: 11 Stadtmitte (Geschäftsviertel), 12 Südwest, 13 Südost, 14 Nordost
  • Altstadt II: (ehemals Eppinghofen und Mellinghofen) 21 Südost (Dichterviertel), 22 Nordost (Kreuzfeld), 23 Nord (Papenbusch), 24 Südwest
  • Styrum: 31 Styrum-Süd, 32 Styrum-Nord
  • Dümpten: 41 Dümpten-West, 42 Dümpten-Ost
  • Heißen : 51 Heißen-Nord, 52 Heißen-Mitte, 53 Heißen-Süd (Heimaterde)
  • Menden-Holthausen: 61 Holthausen-Nord, 62 Holthausen-Südost, 63 Menden und Ickten, 64 Holthausen-West (Kahlenberg Oppspr.)
  • Saarn : 71 Saarn-Mitte mit Mint. 72 Saarn-Süd mit Selb, 73 Saarn-West (Siedlungen)
  • Broich: 81 Broicher Waldgebiet, 82 Broich-West, 83 Broich-Ost
  • Speldorf: 91 Speldorf-Nordost, 92 Speldorf-Süd, 93 Speldorf-Nordwest (Villenviertel an der Monning)

Nachbarstädte

Die Stadt Mülheim an der Ruhr grenzt im Norden an die kreisfreie Stadt Oberhausen, im Osten an die kreisfreie Stadt Essen, im Süden an die Stadt Ratingen im Kreis Mettmann und im Westen an die kreisfreie Stadt Duisburg.

Geschichte

  • Um oder nach 900 - die Gründungsgeschichte der Burg ist ungeklärt - wird das heutige Schloss Broich erbaut.
  • 1093 wird "Mulinhem" als Gerichtsstätte des Ruhrgaues genannt. Dies ist die erste datierte Nennung Mülheims. U. a. werden die Herren von Broich in derselben Urkunde zum ersten Mal im Mülheimer Raum erwähnt.
  • Um 1200 wird das Zisterzienserinnenkloster Saarn gegründet. Über die Gründer dieser Zeit und die ersten Frauen im Kloster weiß man sehr wenig. Einige Jahrzehnte später, in einer zweiten Gründungsphase, wurde Erzbischof Engelbert I. von Köln (reg. 1220-1225) im Rahmen seiner politischen Aktivitäten als Erzbischof, Herzog von Berg und zugleich Reichsverweser und Erzieher des minderjährigen Königs Heinrichs VII. (reg. 1220-1235) auf Kloster Saarn aufmerksam. Engelbert sorgte wahrscheinlich für die Aufnahme der Saarner Nonnen in den Zisterzienserorden und die Einführung einer strengen Klausur, außerdem für eine umfangreiche Privilegierung des Klosters durch den Papst und das Reich. Das Leben der Nonnen und die Existenz des Klosters wurden damit auf eine neue, dauerhafte rechtliche und materielle Grundlage gestellt. Sein Schützling Heinrich wurde - vermutlich auf Veranlassung Engelberts - von den Nonnen in ihrem Memorienbuch als "fundator" (Gründer) geehrt. Der Abt von Kamp erhielt die Aufgabe, über das Zisterzienserinnenkloster die Aufsicht zu führen und die Nonnen geistlich zu betreuen. Im 15. und ab dem 17. Jahrhundert gibt es Tendenzen der Umwandlung des Klosters in ein Damenstift. Kloster Saarn wird 1808/09 im Zuge der Säkularisation des Kirchengutes von der französischen Regierung des Großherzogtums Berg aufgehoben.
  • 1508 fallen die Herrschaft Broich und das Kirchspiel Mülheim an die Grafen von Daun-Falkenstein, die 1682 aussterben. Im Laufe der Zeit war die Herrschaft Broich zusammen mit dem Kirchspiel Mülheim Lehen des Herzogtums Berg geworden und wurde von diesem nur noch als abhängige, aber mit bedeutenden Rechten ausgestattete Unterherrschaft betrachtet.
  • Ferner gibt es im Stadtgebiet die Reichsherrschaft Styrum (Grafen von Limburg-Styrum).
  • 1598 Spanische Truppen beschießen und erobern (Kapitulation) Schloss Broich. Die entstandenen Schäden sind so schwer, dass sie erst Jahrzehnte später behoben werden können. Nur wenige Tage nach der Kapitulation des Schlosses wird Graf Wirich von Daun-Falkenstein, ein wichtiger Führer der Protestanten am Niederrhein, von den Spaniern ermordet.
  • 1659 Nach der Ermordung des Junggrafen von Daun-Falkenstein gelangt Mülheim 1682 auf dem Erbwege an die Grafen von Leiningen, welche die Broicher Herrschaft durch ein Rentamt verwalten lassen, und 1766 durch Heirat an Hessen-Darmstadt.
  • 1780 wird die Schleuse in Mülheim eröffnet. Die Ruhr ist damit auch oberhalb Mülheims schiffbar. Der Kohlenhandel erfährt einen großen Aufschwung.
  • 1806 werden die Herrschaften Broich und Styrum aufgelöst. Es entsteht das Amt Broich-Styrum, zu dem auch Mülheim gehört.
  • 1808 (18. Februar) wird Mülheim Munizipalität.
  • 1811 Mechanikus Johann Dinnendahl eröffnet eine mechanische Werkstatt.
  • 1815 fällt Mülheim gemäß den Beschlüssen auf dem Wiener Kongreß an Preußen und wird 1816 dem Landkreis Essen bzw. ab 1823 dem Landkreis Duisburg innerhalb der späteren Rheinprovinz zugeordnet.
  • 1820 Die Brüder Dinnendahl gründen eine Eisenschmelze zur Herstellung von gegossenen Maschinenteilen aus der später die Friedrich-Wilhelms-Hütte hervorgeht.
  • 1838 wird die erste Schienenbahn des Ruhrgebiets in Mülheim zur Zeche Sellerbeck in Dümpten in Betrieb genommen.
  • 1839 wird die private Aktienstraße vom Mülheimer Hafen nach Essen Borbeck fertiggestellt.
  • 1846 erhält Mülheim das Stadtrecht nach preußischem Recht
  • 1849 beginnt die Stahlproduktion.
  • 1862 Anschluss an das Eisenbahnnetz (Bergisch-Märkische Eisenbahn).
  • 1871 August Thyssen gründet die Firma Thyssen u. Co., die zur Basis eines der größten deutschen Montankonzerne wird.
  • 1873 Mülheim an der Ruhr wird Sitz eines neuen gleichnamigen Kreises, nachdem die Städte Duisburg und Essen kreisfrei geworden waren.
  • 1887 Der Landkreis Mülheim an der Ruhr wird geteilt. Der westliche Teil geht im Landkreis Ruhrort auf.
  • 1897 Die ersten elektrischen Straßenbahnen fahren in Mülheim.
  • 1899 Das Infanterie-Regiment 159 zieht in die neue Kaserne an der Kaiserstraße ein. Mülheim wird damit Garnisonsstadt.
  • 1904 wird Mülheim nach Erreichen von mehr als 40.000 Einwohnern (gemäß der neuen Rheinischen Provinzialordnung) Stadtkreis.
  • 1943 (22./23. Juni) Schwerer alliierter Luftangriff auf Mülheim. 77% der Gebäude werden zerstört bzw. beschädigt.
  • 1945 (11. April) Amerikanische Truppen besetzen Mülheim. Die Einwohnerzahl beträgt noch knapp 88.000.
  • 1974 das City-Center wird als innerstädtisches Einkaufszentrum fertiggestellt. Zugleich wird die Schloßstraße zur Fußgängerzone umgestaltet.
  • 1979 wird die U-Stadtbahnstrecke von Mülheim Hbf bis Essen fertiggestellt.
  • 1992 findet die nordrhein-westfälische Landesgartenschau "MüGa" in Mülheim statt. Hierzu finden im Mülheimer Ruhrtal erhebliche Umgestaltungen statt, vor allem in seinem Kernbereich um die Schloßbrücke. Über die Ruhr wird die neue, blaue Styrumer Brücke eröffnet.
  • 1994 verlässt die Britische Armee nach 48 Jahren Mülheim. Das komplett umgebaute innerstädtische Einkaufszentrum City-Center wird unter dem Namen Forum wiedereröffnet.
  • 1998 wird der U-Stadtbahn-Abschnitt von Mülheim Hbf zum Stadtteil Broich mit dem Ruhrtunnel eröffnet.
  • 1999 wird die kommunale Doppelspitze bestehend aus Oberstadtdirektor und Oberbürgermeister abgeschafft. Erster hauptamtlicher Oberbürgermeister der Stadt Mülheim an der Ruhr wird Dr. Jens Baganz (CDU).

Eingemeindungen

Folgende Gemeinden bzw. Gemarkungen wurden nach Mülheim an der Ruhr eingegliedert:
  • 1878: Eppinghofen und Mellinghofen (beide aus der Bürgermeisterei Mülheim-Land)
  • 1904: Bürgermeisterei Broich (bis 1878 Teil der Bürgermeisterei Mülheim-Land) mit den Gemeinden Broich, Saarn und Speldorf sowie Holthausen (Bürgermeisterei Heißen, bis 1879 Bürgermeisterei Mülheim-Land) und Styrum (Bürgermeisterei Styrum, bis 1878 Bürgermeisterei Mülheim-Land)
  • 1910: Oberdümpten sowie Heißen, Winkhausen, Fulerum (Bürgermeisterei Heißen, bis 1879 Bürgermeisterei Mülheim-Land); Unterstyrum, Alstaden und Unterdümpten werden nach Oberhausen umgegliedert
  • 1920: Menden mit Raadt (bis 1910 Teil der Bürgermeisterei Heißen, dann selbständige Gemeinde)
  • 1929: Selbeck und Mintarder Höfe (Amt Mintard), Ickten (Amt Kettwig-Land) und Umstand (teilweise)
  • 1975: Mintard (seit 1930 Teil der Stadt Kettwig; die Stadt Kettwig kommt zu Essen)

Einwohnerentwicklung

Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Die Zahlen sind entweder Schätzungen, Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter (nur Hauptwohnsitze).

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Bevölkerungsentwicklung
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Jahr Einwohnerzahlen
1400 ca. 1.200
1600 ca. 2.000
1800 11.000
1845 10.096
1871 14.267
1. Dezember 1890 ¹ 27.903
1. Dezember 1895 ¹ 31.429
1. Dezember 1900 ¹ 38.292
1. Dezember 1905 ¹ 93.599
1. Dezember 1910 ¹ 112.580
8. Oktober 1919 ¹ 127.027
16. Juni 1925 ¹ 127.400

Jahr Einwohnerzahlen
16. Juni 1933 ¹ 133.279
17. Mai 1939 ¹ 137.540
13. September 1950 ¹ 149.589
6. Juni 1961 ¹ 185.708
31. Dezember 1970 192.200
30. Juni 1975 190.100
30. Juni 1980 182.100
30. Juni 1985 172.600
1. Januar 1989 175.454
30. Juni 1997 175.800
31. Dezember 2003 170.745

¹ Volkszählungsergebnis

Religionen

Christentum
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Mülheim-Stadtmitte von der Schlossbrücke aus gesehen. Hinten links die Marienkirche und rechts die Petri-Kirche
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Mülheim an der Ruhr gehörte im Mittelalter zum Bistum Lüttich, später zum Erzbistum Köln. Im 16. Jahrhundert führten die Landesherren durch Bestellung eines geeigneten Pastors die Reformation ein. Zunächst handelte es sich um eine Gemeinde nach lutherischem, im letzten Viertel des 16. Jahrhunderts reformiertem Bekenntnis. Ab 1621 sind wieder lutherische Gemeindeglieder vorhanden, doch gründeten diese erst 1658 eine eigene Gemeinde. Beide gehörten ab 1816 zur Evangelischen Kirche in Preußen bzw. deren rheinischer Provinzialkirche. 1887 vereinigten sich die reformierte und die lutherische Gemeinde zur Evangelischen Gemeinde Mülheim an der Ruhr ("unierte" Gemeinde). Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Mülheim Sitz des "Kirchenkreises an der Ruhr" innerhalb der Evangelischen Kirche im Rheinland. Zu ihm gehören alle 11 evangelischen Kirchengemeinden der Stadt Mülheim an der Ruhr (Mülheim/Ruhr-Altstadt, Broich, Dümpten, Heißen, Holthausen, Johanniskirchengemeinde (Mülheim/Ruhr-Altstadt 2), Markuskirchengemeinde, Menden-Raadt, Saarn, Speldorf und Styrum) sowie die Kirchengemeinde Kettwig (Stadt Essen).

Spätestens im 19. Jahrhundert zogen auch Katholiken nach Mülheim. Diese gehörten zunächst zum Erzbistum Köln. 1958 kamen die Gemeinden zum neugegründeten Bistum Essen. Die Pfarrgemeinde St. Laurentius des erst 1975 nach Mülheim eingegliederten Ortes Mintard gehört jedoch zum Erzbistum Köln. Die zum Stadtdekanat Mülheim des Bistums Essen gehörigen 15 Pfarrgemeinden sind: Christ König, Heilig Geist, Heilig Kreuz, Herz Jesu, St. Barbara, St. Elisabeth, St. Engelbert, St. Joseph, St. Mariä Geburt, St. Maria Himmelfahrt, St. Mariae Rosenkranz mit der Filialkirche St. Albertus Magnus (Fusion 2000), St. Michael, St. Raphael, St. Theresia von Avila und St. Theresia vom Kinde Jesu.

Neben den beiden großen christlichen Kirchen gibt es in Mülheim auch Gemeinden, die zu Freikirchen gehören, darunter Evangelisch- freikirchliche Gemeinden (Baptisten), Evangelisch-methodistische Gemeinden (Methodisten) und Freie Evangelische Gemeinden (FeG). Eine besondere Bedeutung als Gründungsort hat die Stadt für einen weiteren pfingstlerisch geprägten Freikirchenverband. Dieser führt sogar den Stadtnamen in ihrer Benennung; gemeint ist der Mülheimer Verband Freikirchlich-Evangelischer Gemeinden. Anfang des 20. Jahrhunderts begann hier in Mülheim eine große nationale Erweckung, in dessen Zuge sich die Christus Gemeinde Mülheim als erste Pfingstkirche in Deutschland gründete. Diese ist die Gründungs- und namensgebende Gemeinde dieses Verbandes.

Ferner ist in Mülheim an der Ruhr auch die Neuapostolische Kirche vertreten.

Judentum
Die jüdischen Gemeinden in Duisburg, Mülheim an der Ruhr und Oberhausen haben sich zu einer Gemeinde zusammengeschlossen.

Siehe Jüdische Gemeinde Duisburg-Mülheim/Ruhr-Oberhausen

Islam
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In Mülheim gibt es mehrere Islamische Gemeinden. Die türkische Fatih Camii Gemeinde verfügt gemäß einer WAZ-Meldung über den größen Gebetsraum Deutschlands. Die arabische Islamische Gemeinde Mülheim eV zieht in das ehemalige Haus der Wirtschaft das ursprünglich ein Schulgebäue war.

Politik

Eine eigentliche Verwaltung im heutigen Sinne gab es in Mülheim erst ab 1808, als Mülheim die Stadtrechte erhielt. Danach gab es 3 Munizipalräte und einen Bürgermeister. 1846 wurde die revidierte Städteordnung mit einem Magistrat und der Stadtverordnetenversammlung eingeführt. Ab 1851 galt die neue preußische Gemeindeordnung. An der Spitze der Stadt standen der Gemeindevorstand mit dem Bürgermeister und der Gemeinderat, ab 1856 der Magistrat mit dem Bürgermeister und die Stadtverordnetenversammlung (Rheinische Städteordnung). Ab 1895 trug das Stadtoberhaupt Mülheims meist den Titel Oberbürgermeister.

Während der Zeit der Nationalsozialisten wurde der Oberbürgermeister von der NSDAP eingesetzt. Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte die Militärregierung der Britischen Besatzungszone einen neuen Oberbürgermeister ein und führte 1946 die Kommunalverfassung nach britischem Vorbild ein. Danach gab es einen vom Volk gewählten "Rat der Stadt", dessen Mitglieder man als "Stadtverordnete" bezeichnet. Der Rat wählte anfangs aus seiner Mitte den Oberbürgermeister als Vorsitzenden und Repräsentanten der Stadt, welcher ehrenamtlich tätig war. Des Weiteren wählte der Rat ab 1946 ebenfalls einen hauptamtlichen Oberstadtdirektor als Leiter der Stadtverwaltung. 1999 wurde die Doppelspitze in der Stadtverwaltung aufgegeben. Seither gibt es nur noch den hauptamtlichen Oberbürgermeister. Dieser ist Vorsitzender des Rates, Leiter der Stadtverwaltung und Repräsentant der Stadt. Er wurde 1999 erstmals direkt vom Volk gewählt.

Oberbürgermeister und Bürgermeister

  • 1808 - 1813: Johann Hermann Vörster, Munizipaldirektor
  • 1813 - 1816: Johann Heinrich Michels, Bürgermeister
  • 1816 - 1821: Lambert Maubach, Bürgermeister
  • 1822: Kniffler, Bürgermeister
  • 1822 - 1847: Christian Weuste, Bürgermeister
  • 1847 - 1851: Friedrich Fritsch, Bürgermeister
  • 1852 - 1856: Wilhelm Oechelhäuser, Bürgermeister
  • 1857 - 1873: Karl Obertüschen, Bürgermeister
  • 1873 - 1878: Heinrich Bang, Bürgermeister
  • 1879 - 1902: Karl von Bock und Polach, Bürgermeister, ab 1895 Oberbürgermeister
  • 1904 - 1928: Dr. Paul Lembke, Oberbürgermeister
  • 1928 - 1933: Dr. Alfred Schmidt, Oberbürgermeister (1928-1930 kommissarisch)
  • 1933 - 1936: Wilhelm Maerz (NSDAP), Oberbürgermeister
  • 1936 - 1945: Edwin Hasenjaeger (vorm. Deutschnationale Volkspartei, parteilos, ab 1937 NSDAP), Oberbürgermeister
  • 1945: Dr. Gustav Langweg / Josef Poell / Dr. Werner Hoosmann, Josef Poell (erneut); kommissarische Oberbürgermeister von den Alliierten eingesetzt
  • 1945 - 1946: Edwin Hasenjäger, Oberbürgermeister
  • 1946 - 1948: Wilhelm Diederichs (CDU), Oberbürgermeister
  • 1948 - 1969: Heinrich Thöne (SPD), Oberbürgermeister
  • 1969 - 1974: Heinz Hager (SPD), Oberbürgermeister
  • 1974 - 1982: Dieter aus dem Siepen (SPD), Oberbürgermeister
  • 1982 - 1994: Eleonore Güllenstern (SPD), Oberbürgermeisterin
  • 1994 - 1999: Hans-Georg Specht (CDU), Oberbürgermeister
  • 1999 - 2002: Dr. Jens Baganz (CDU), Oberbürgermeister ¹
  • 2003 - heute: Dagmar Mühlenfeld (SPD), Oberbürgermeisterin

¹ Dr. Baganz trat am 22. November 2002 zurück, als bekannt wurde, dass seine Geliebte sowohl das Gutachten für den Verkaufspreis der RWW erstellte, als auch einen Beratervertrag mit dem Kaufinteressenten RWE hatte. Nach dem Rücktritt führten die ehrenamtliche 1. Bürgermeisterin Lisa Poungias (SPD), der ehrenamtliche 2. Bürgermeister Markus Püll (CDU) und Stadtdirektor Dr. Frank Steinfort die Amtsgeschäfte bis zur Amtseinsetzung von Oberbürgermeisterin Mühlenfeld.

Oberstadtdirektoren 1946-1999

Der Gemeinderat der Stadt Mülheim an der Ruhr hat seit der letzten Kommunalwahl vom 26. September 2004 insgesamt 52 Mitglieder. Diese verteilen sich auf die einzelnen Parteien wie folgt:

  • SPD: 20 Sitze
  • CDU: 17 Sitze
  • Grüne: 5 Sitze
  • FDP: 3 Sitze
  • MBI - Mülheimer Bürger Initiativen: 5 Sitze
  • WIR AUS Mülheim: 2 Sitze

Wappen

Das Wappen der Stadt Mülheim an der Ruhr zeigt in zweimal gespaltenem und einmal geteiltem Schild (in Klammern die Bedeutung der Darstellung):
  • 1: In Gold ein rotes Schräggitter (Herrschaft zu Daun)
  • 2: In Blau ein achtspeichiges silbernes Rad (Herrschaft zu Falkenstein)
  • 3: In Silber einen doppelschwänzigen, blau gekrönten und blau bewehrten roten Löwen (Herrschaft zu Limburg)
  • 4: Über drei schwarzen Balken in Silber einen schreitenden goldenen Löwen in Rot (Herrschaft zu Oberstein)
  • 5: In Rot einen goldenen Leerschild (Herrschaft zu Broich)
  • 6: In Blau zwischen vier silbernen Kreuzen in den Ecken ein sechsspeichiges silbernes Rad (Herrschaft zu Reipoltskirchen)

Das Wappen wurde 1890 eingeführt und 1925 vom preußischen Staatsministerium verliehen. Unter einer Burgmauer auf dem Schildhaupt ist das Schild des letzten Grafen von Daun-Falkenstein abgebildet. Die Herrschaften zu Daun-Oberstein und Falkenstein waren Vasallen des Herzogtums Berg. Die Falkensteiner Grafen gelangten durch Erbschaft (1608 - 1628) in den Besitz der Herrschaft Hohenfels - Reipoltskirchen (heute Verbandsgemeinde Wolfstein in Rheinland-Pfalz)...

Städtepartnerschaften

Mülheim an der Ruhr unterhält mit folgenden Städten eine Städtepartnerschaft:
  • Darlington (Vereinigtes Königreich), seit 1953
    • Tours (Frankreich), seit 1962
      • Kuusankoski (Finnland), seit 1972
        • Oppeln (Polen), seit 1989
          • Kfar Saba (Israel), seit 1993

            Die Stadt Mülheim unterhält ferner eine Städtefreundschaft mit

            Qalqiliya in Palästina.

            Patenschaften bestehen seit 1967 mit dem Schnellboot S70-Kormoran der Bundesmarine, dessen Heimathafen der Marinestützpunkt Rostock-Warnemünde ist, und seit 1998 zum Jumbo Jet Boeing 747-400 Mülheim an der Ruhr (Registriernummer D-ABVO) der Deutschen Lufthansa AG. Der Jumbo Jet ist auf dem Rhein-Main-Flughafen in Frankfurt am Main stationiert.

            Am 30. September 2004 wurde im Mülheimer Hauptbahnhof ein ICE 1 von der Oberbürgermeisterin auf den Namen Mülheim an der Ruhr getauft.

            Bildung und Forschung

            In Mülheim an der Ruhr gibt es weder Universität noch Fachhochschule. Die Stadt besitzt jedoch ein breites Angebot an allgemeinbildenden und beruflichen Schulen. Dazu zählen die fünf Gymnasien, von denen das erste seit dem Jahr 1852 besteht: Otto-Pankok-Schule, Karl-Ziegler Schule Homepage, Luisenschule, Gymnasium Broich und Gymnasium Heißen. Ferner ist Mülheim Sitz des Max-Planck-Instituts für Kohlenforschung und des Max-Planck-Instituts für Bioanorganische Chemie (vormals MPI für Strahlenchemie).

            Kultur und Sehenswürdigkeiten

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            Mülheimer Stadthalle an der Ruhr
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            Theater

            • Die Theater an der Ruhr GmbH, die 1980 von Roberto Ciulli und Helmut Schäfer gegründet wurde, ist gegenüber der Galopprennbahn Raffelberg in der Akazienallee 61 ansässig. Die Stadt Mülheim ist mit einer Beteiligungsholding zu 98,42% seit Ende 2002 an der GmbH beteiligt.

            Kulturzentren

            • Autonomes Zentrum Mülheim, ein seit 1998 selbstverwaltenes Jugendkulturzentrum in der umgebauten alten Reithalle, in welcher Partys, Konzerte, Theateraufführungen und Workshops stattfinden. Neben einem Kneipenbetrieb und Internetcafé bietet es auch vielen lokalen und regionalen Gruppen von Antifa bis Zeche23 (CCC) einen Treffpunkt.

            • Ringlokschuppen, soziokulturelles Zentrum, das in der 1995 umgebauten Gebäude, in welchem regelmäßig Konzerte, Kabarett, Theateraufführungen und andere Kulturveranstaltungen stattfinden. Außerdem beherbergt es eine Gastronomie.

            Museen

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            Schloss Broich
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            Wasserbahnhof mit Blumenuhr
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            Der Aquarius am Schloss Styrum und das Haus Ruhrnatur wurden 1992 zur Mülheimer Landesgartenschau (MüGa) eingeweiht und beide beherbergen Wassermuseen.

            Des weiteren sei das Schloss Broich erwähnt, sowie der in unmittelbarer Nähe liegende Ringlokschuppen, der eine Begegnungs- und Veranstaltungstätte ist. Direkt nebenan findet man die Camera Obscura, die an klaren Tagen interessante Aus- und Einblicke in die Stadt gibt.

            Weitere Museen in Mülheim sind das "Büromuseum", das "Leder- und Gerbermuseum", das "Museum Alte Post", das "Mülheim Memory - Blitzlichter einer Zeitepoche" und das Heimatmuseum im Tersteegenhaus.

            Bauwerke

            Die Mülheimer Altstadt bietet noch einen Hauch von Beschaulichkeit mit alten Niederfränkischen Fachwerkhäusern und Gassen. Bekannt ist vor allem das Tersteegenhaus und die Petrikirche. Am Rande der Innenstadt befindet sich auch das Rathaus, dessen Turm zum Wahrzeichen der Stadt wurde.

            Das Kloster Saarn spielt auch eine wichtige Rolle in der Entwicklung Mülheims.

            Der Wasserbahnhof mit seiner berühmten Blumenuhr liegt in Zentrumsnähe an der Ruhr. Von hier fahren in den Sommermonaten die Schiffe der weißen Flotte ruhraufwärts bis zum Baldeneysee in Essen.

            Überregional bekanntes Veranstaltungs- und Kulturzentrum ist der Ringlokschuppen.

            Sonstige Gebäude sind der Bismarckturm, die Friedrich-Wilhelms-Hütte, die Kirche St. Mariae Geburt, die Sankt Laurentius Kirche und das Schloss Hugenpoet. Sehenswert ist auch die Speldorfer Kirche und der Stadtteil Saarn. Im Ortsteil Heißen befindet sich das RheinRuhrZentrum (RRZ), einst Deutschlands größtes überdachtes Einkaufszentrum. Zu erwähnen sei noch die Ruhrtalbrücke, die seit 1966 das Ruhrtal an der Grenze zu Essen überspannt. Mit 1.830 m Länge ist sie die längste Stahlbrücke Deutschlands.

            Freizeit und Kulturvereine

            Die Eisenbahnfreunde Mülheim an der Ruhr e.V., Mitglied im BDEF, bauen die 1968 stillgelegte Ruhrtalbahn von Mülheim-Styrum über Broich - Saarn - Mintard nach Essen-Kettwig im Modell 1:87 nach. Die Segmentanlage Ruhrtalbahn wurde bereits mehrfach auf Messen, der Müga und durchs das Fernsehen vorgestellt.

            Sport

            Die Aktivitäten der Mülheimer Sportvereine bündeln sich im Mülheimer Sportbund a. d. Ruhr e. V., der wiederum dem LandesSportBund Nordrhein-Westfalen e.V. angeschlossen ist. Er ist die unabhängige Gemeinschaft der Sportvereine, die ihren Sitz in Mülheim an der Ruhr haben.
            Bekannte Sportvereine
            Der bekannteste Sportverein in Mülheim ist der Hockey- und Tennisclub Uhlenhorst Mülheim e. V. Der Traditionsverein ist einer der bedeutendsten und erfolgreichsten Hockeyclubs in Europa. Seit 1950 wurden 16 Deutsche Meisterschaften auf dem Feld und eine Meisterschaft in der Halle errungen. Dazu kommen 9 Europapokalsiege der Landesmeister. Mit dem Rücktritt von Carsten Fischer, der mit 259 Länderspielen für Deutschland und 154 Toren Rekordhalter in der deutschen Hockey-Torschützenliste ist, verlor der HTC 1997 seinen wohl bekanntesten Spieler.

            Der 1. FC Mülheim-Styrum 1923 e. V. ist Mülheims erfolgreichster Fußballverein. Er war in den Jahren 1952, 1953, 1971 und 1972 Niederrheinmeister, spielte von 1972 bis 1974 in der Regionalliga und von 1974 bis 1976 in der Zweiten Bundesliga. Die bekanntesten Spieler waren Holger Osieck, der heute als Trainer arbeitet und Norbert Eilenfeldt, der später bei Arminia Bielefeld, FC Schalke 04 und dem 1. FC Kaiserslautern spielte.

            Der in den letzten Jahren erfolgreichte Mülheimer Fußballverein ist der VfB Speldorf, der zur Zeit (2005/06) in der Oberliga Nordrhein spielt. Im Jahr 1956 spielte der VfB im Berliner Olympiastadion um die Deutsche Amateurmeisterschaft gegen die SpVgg Neu-Isenburg. Das Spiel ging 2:3 verloren, nicht zuletzt aufgrund einer extrem harten Gangart der Neu-Isenburger und einer aus Mülheimer Sicht kritikwürdigen Schiedsrichterleistung. Zur damaligen Zeit waren einige Speldorfer Spieler wie Theo Kloeckner und Helmut Hirnstein bis weit über die Stadtgrenzen Mülheims hinaus bekannt.

            Einen einmaligen Mannschaftsrekord brachten die Handballerinnen des Rasensportverein Mülheim e. V. zwischen 1980 und 2000 zusammen. Sie sind die einzige Mannschaft im Deutschen Handballbund, die 20 Jahre von der Jugend bis zu den Senioren ohne Änderung ununterbrochen zusammen in einem Verein spielten.

            Der Post SV Mülheim spielte in den achtziger Jahren einige Jahre in der Tischtennis-Bundesliga, doch nach einigen Jahren zog sich der Verein "freiwillig" aus finanziellen Gründen aus der Bundesliga zurück, unter anderem, weil die damalig größte Sporthalle in Mülheim nur etwa 1.100 Besucher fasste.

            Ähnlich erging es dem 1.Badminton-Verein Mülheim an der Ruhr e.V., der in den siebziger und achtziger Jahren 12 mal hintereinander deutscher Mannschaftsmeister wurde. Auch dieser Verein musste sich aus finanziellen Gründen aus dem Spitzensport verabschieden.

            Im Boxsport ist der BC Ringfrei Mülheim 1979 und 1982 Deutscher Meister geworden. In dieser Zeit boxte der Siegener Schwergewichtler und 16-fache Deutsche Meister Peter Hussing für den Verein.

            Der Mülheimer Leichtathlet Ralf Lübke, der bis 1984 für den Dümptener TV startete, war mehrfacher Deutscher Meister im 200m Lauf und Olympiateilnehmer in Seoul 1988.

            Der Schachverein SV Mülheim-Nord spielt zur Zeit (2004/05) in der Bundesliga.

            Sportanlagen
            Mülheim besitzt eine Vielzahl an Sportanlagen, darunter 127 Tennisplätze, 48 Sportplätze, 10 Sporthallen und 42 Turnhallen. Weiterhin ist Mülheim, für ausgewogene Sportarten bekannt, wie WaterSailing an der Ruhr oder "Flying Under Cloud Kink", was man am Mülheimer Flughaven machen kann. Dies ist eine Sportart wo man mit einem Beiflugzeug in die Luft gezogen wird und ausgeklinkt wird.
            Rennbahn Raffelberg
            Im Stadtteil Speldorf an der Grenze zu Duisburg in der Nähe des Autobahnkreuzes Duisburg-Kaiserberg liegt die Galopprennbahn Raffelberg des Mülheimer Rennvereins. Sie wurde im Jahr 1910 gegründet und ist damit eine der ältesten Sportstätten Mülheims. Bis zum Jahr 2003 wurde hier der Große Preis der Diana, das Deutsche Stutenderby, ausgetragen.

            1999 wurde auf dem Gelände auch der Golfclub Mülheim an der Ruhr Raffelberg e.V. gegründet. Er betreibt eine Driving Range und einen Par 66 9 Loch-Golfplatz in der Mitte der Galopprennbahn.

            Ruhrstadion
            Das Ruhrstadion im Stadtteil Styrum, direkt zwischen der A 40 und den Bahngleisen Richtung Duisburg gelegen, ist Mülheims größter Sportplatz. Das Stadion wurde 1925 erbaut. Es hat eine Leichtathletik-Aschenbahn und ein Rasenspielfeld. Im Jahr 1974 wurde an einer Geraden eine überdachte Tribüne mit 2000 Sitzplätzen gebaut. Hier fanden in den siebziger Jahren die Spiele des 1.FC Mülheim in der Regionalliga (1972-1974), später in der zweiten Liga (1974-1976) statt. Das Fassungsvermögen betrug zu dieser Zeit 20.000 Plätze. Ausverkauft war das Stadion allerdings nie. In den 1990er Jahre drohte es zu verfallen und wurde dann renoviert. Die Stehränge in den Kurven wurden beseitigt und nur auf der Gegengerade einige Stehtraversen gebaut. Es fasst nun 6.000 Zuschauer. Das Stadion ist nun Austragungsort der Heimspiele des Landesligisten Galatasary Mülheim. Direkt daneben befand sich Mülheims größtes Freibad, das inzwischen aus Kostengründen geschlossen wurde.
            RWE Rhein-Ruhr-Sporthalle

            Die Nutzungskapazität der in den siebziger Jahren erbauten RWE Rhein-Ruhr-Sporthalle (vorm. Carl-Diem-Halle) musste 2001 aufgrund fortschreitender Mängel eingeschränkt werden. Ende 2002 wurde die Halle dann komplett gesperrt. Der Verwaltungsvorstand hatte zuvor beschlossen, die alte Sporthalle abreißen zu lassen. Die Sporthalle wurde nach einer Bauzeit von etwa einem Jahr im Februar 2005 offiziell eröffnet werden. Sie steht an der selben Stelle wie die alte Halle und kann in vier separate Spielfelder unterteilt werden. Für Publikumsveranstaltungen stehen 2500 Plätze zur Verfügung, die alte Halle bot nur etwa 1100 Gästen Platz. Die geringe Kapazität war auch mit ein Grund, dass sich in den Hallensportarten die Mülheimer Mannschaften (u.a. Boxen, Badminton, Tischtennis) nie lange in der Spitze halten konnten. Die erste Großveranstaltung in der neuen Halle waren die German Open Badminton Championships im März 2005.

            Infrastruktur und Wirtschaft

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            Bahnstrecke von Mülheim nach Duisburg im Stadtteil Styrum
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            Industriebahnverkehr in Mülheim. Im Hintergrund die vier Hochhäuser in der Innenstadt.
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            Siemens AG im Rhein-Ruhr-Hafen
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            Schienen- und Busverkehr
            Mülheim wurde 1862 durch die Bergisch-Märkische Eisenbahn von Duisburg nach Dortmund an das Bahnnetz angeschlossen. Mülheim (Ruhr) Hauptbahnhof ist Fern-, Regional- und S-Bahnhof.

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            Im Schienenpersonennahverkehr verkehren folgende RegionalExpress- und S-Bahn-Linien (Stand Juli 2004): Außer dem Hauptbahnhof gibt es zwei weitere S-Bahnhöfe.

            Durchgeführt wird der Schienenpersonennahverkehr (SPNV) von der DB Regio NRW.

            Im Straßenpersonennahverkehr verfügt Mülheim über ein Netz von Stadtbahnen, Straßenbahnen und Stadtbuslinien. Es bestehen Straßenbahn- und Stadtbahnverbindungen nach Essen, Oberhausen und Duisburg.

            Für den gesamten Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) gilt der Tarif des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR) und tarifraumüberschreitend der NRW-Tarif.

            Siehe auch: S-Bahn Rhein-Ruhr, Stadtbahnnetz Rhein-Ruhr

            Flugverkehr
            Im Südosten an der Grenze zu Essen liegt der kleinere Flughafen Essen-Mülheim. Er erlangte Bekanntheit durch die Kleinzeppeline (Blimps), die hier gefertigt werden.
            Straße
            Das Stadtgebiet wird umrahmt von der Bundesautobahn 40 im Norden und Osten, der Bundesautobahn 52 im Süden und der Bundesautobahn 3 im Westen. Die Bundesstraße 1 überquert südlich vom Stadtzentrum die Ruhr.
            Wasser
            Mülheims Rhein-Ruhr-Hafen ist einer der leistungsfähigsten des Ruhrgebietes. Er hat eine Wasserfläche von 86.000 m² und eine ausgebaute Uferlänge von 3,1 Kilometern und ist über den Ruhrschifffahrtskanal mit den Duisburg-Ruhrorter Häfen verbunden.

            Ansässige Unternehmen

            Mülheim gilt als die deutsche Hauptstadt des Lebensmittel-Einzelhandels, denn die Unternehmen ALDI-Süd und die Tengelmann-Holding mit PLUS haben hier ihren Sitz.

            Bis zur Übernahme durch die Vodafone AG im Januar 2000 war die Mannesmannröhren-Werke AG einer der größten Arbeitgeber in Mülheim. Zu Hochzeiten, Anfang der 1970er, waren hier bis zu 12.000 Menschen beschäftigt. Heute gehört das Großrohrwerk zur Europipe GmbH, das Kontiwalzwerk zur Vallourec Gruppe.

            In der Stadt hat die Niederlassung des Unternehmens Océ für Deutschland, die Océ-Deutschland GmbH ihren Sitz.

            Auch die ehemalige Kraftwerk Union (KWU), gegründet durch die Siemens AG und AEG 1969, heute als Unternehmensbereich Energietechnik direkt zur Siemens AG gehörend, hat in Mülheim große wirtschaftliche Bedeutung.

            Medien

            Über das regionale Geschehen Mülheims berichten die "Westdeutsche Allgemeine Zeitung" (WAZ) und die "Neue Ruhr Zeitung/Neue Rhein Zeitung" (NRZ). Von 1949 bis 1955 gab es das "Mülheimer Tageblatt", das ab 1955 unter dem Titel "Ruhrnachrichten" herausgegeben wurde, welche jedoch 1976 eingestellt wurde. Das Anzeigenblatt Mülheimer Woche, das auch über regionales in Mülheim berichtet, wird kostenlos Donnerstags und am Samstag/Sonntag an alle Einwohner verteilt.

            Der Regionalsender Antenne Ruhr versorgt die beiden Städte Mülheim an der Ruhr und Oberhausen seit dem 1. September 1990 mit Unterhaltung und regionalen Neuigkeiten.

            Persönlichkeiten

            Ehrenbürger

            Die Stadt Mülheim an der Ruhr hat folgenden Personen das Ehrenbürgerrecht verliehen. Die Auflistung erfolgt chronologisch nach Verleihungsdatum.

            Mit der Sitzung vom 23. März 1995 hat der Rat der Stadt Mülheim an der Ruhr einstimmig beschlossen, dass die Ehrenbürgerschaften von Adolf Hitler, Paul von Hindenburg, Emil Kirdorf und Adolf Wirtz unrechtmäßig waren. Ihnen wurde die Ehrenbürgerschaft aberkannt.

            Neben dem Ehrenbürgerrecht vergibt die Stadt Mülheim weitere Auszeichnungen an Personen, die sich um die Stadt verdient gemacht haben, so den Ehrenring der Stadt Mülheim und die Ehrenspange in Gold und in Silber. Ferner vergibt die Stadt seit 1962 den Mülheimer Ruhrpreis für Kunst und Wissenschaft sowie seit 1976 den Mülheimer Dramatikerpreis.

            Söhne und Töchter der Stadt

            Folgende Personen sind in Mülheim an der Ruhr geboren:

            In Mülheim an der Ruhr wirkten folgende Personen, sie sind aber anderenorts geboren:

            Literatur

            • Erich Keyser (Hrsg.): Rheinisches Städtebuch; Band III 3. Teilband aus "Deutsches Städtebuch. Handbuch städtischer Geschichte - Im Auftrage der Arbeitsgemeinschaft der historischen Kommissionen und mit Unterstützung des Deutschen Städtetages, des Deutschen Städtebundes und des Deutschen Gemeindetages, Stuttgart, 1956

            Weblinks

            nds:Mölm


            Diskussion der Autoren über den Artikel: Mülheim an der Ruhr


            Weitere Debatten

            Wenn Aquarius, dann auch Haus Ruhrnatur erwähnen - es sind beides ex-städtische Wassermuseen (derzeit von RWE getragene, da städtische Wasserwerke RWW an RWE verkauft wurden), zum Teil vom selben Personal geführte. Yopohari 07:57, 13. Jul 2004 (CEST)
              • Da hast du recht. Vielleicht schreibst du noch einen Artikel über das Haus Ruhrnatur. Wäre nicht schlecht. Meint --W.wolny 09:58, 13. Jul 2004 (CEST)

            Ich bin derzeit versucht, zum Verkehr die wichtigsten SPNV-Linien aufzulisten - wie bei Aachen. Wäre sowas OK? :-) Yopohari 19:37, 20. Jul 2004 (CEST)

            Warum nicht? Wenn es allerdings zu lang wird, stellt sich womöglich die Frage der Auslagerung z.B. "Verkehr in Mülheim an der Ruhr". Aber zunächst mal, schreibe!! Martin W. Richter 20:25, 20. Jul 2004 (CEST)

            Wappen

            Warum ist das Wappen weg? URV? Verwirrt ist --Prometoys 00:28, 3. Jan 2005 (CET)

            Hatte keine Lizenzangaben und wird deshalb demnächst - wie sehr viele andere schon - leider gelöscht werden müssen. gruss Geograv 01:12, 3. Jan 2005 (CET)

            Betonung

            Kann jemand aus Mülheim erklären, warum die Betonung oft "Mülheim án der Ruhr" mit Akzent auf "an" verläuft? - Hendrik 6.1.05, 20:54 MEZ
            Bin in MH geboren und lebe dort seit 47 Jahren. Von solch einer Betonung habe ich noch nie gehört. Wir sprechen es eigentlich ganz normal, ohne jegliche Wortbetonung aus. Gruß --W.wolny - W.wolny 00:56, 7. Jan 2005 (CET)
            Bin auch Mülheimer und habe von einer solchen Betonung noch nie gehört !

            Merkwürdige Formulierung

            Einen einmaligen Mannschaftsrekord brachten die Handballerinnen des Rasensportverein Mülheim e. V. zwischen 1980 und 2000 zusammen. Sie sind die einzige Mannschaft im Deutschen Handballbund, die 20 Jahre ununterbrochen zusammen in einem Verein spielten

            Was will uns der Autor damit sagen ?

            1. In Diskussionen bitte immer mit unterschreiben.
            2. Soll heissen, dass die komplette Mannschaft (alle Mädels - ohne Änderung) 20 Jahre von der Jugend bis zu den Senioren als Mannschaft zusammen war!!

            --W.wolny - W.wolny 14:18, 20. Jan 2005 (CET)

            Bürgermeister

            Ich halte es für ein Gerücht, daß Herr Hasenjäger 1936 bis 1945 in der DNVP war, da diese sich 1933 aufgelöst hat. War er anschließend in der NSDAP oder war er parteilos? --Mogelzahn 17:00, 11. Jun 2005 (CEST)
            In seinem Porträt hier steht nur, dass er nicht NSDAP-Parteigenosse war (vorher war er in der DNVP). Also wird er wohl parteilos gewesen sein. Ich habs mal geändert. Gruß von --W.wolny - W.wolny 18:05, 11. Jun 2005 (CEST)
            Man sollte auch mal weiterlesen - ab 1937 war er NSDAP-Mitglied. --W.wolny - W.wolny 18:09, 11. Jun 2005 (CEST)
            Danke! --Mogelzahn 23:55, 11. Jun 2005 (CEST)

            Lesenswert-Diskussion (abgelehnt)

            Auch wenn noch Kleinigkeiten fehlen (wann ist ein Stadtartikel vollständig?); Lesenswerter Artikel! Gruß von --W.wolny - W.wolny 17:42, 9. Jun 2005 (CEST)
            contra: Geschichte(-) nur Liste, Fließtext wäre besser; Einwohnerentwicklung(-), Grafik ist vorhanden, aber für lange Zeiträume in der ungeeigneten linearen Darstellung, Ansässige Unternehmen(+), hier mal keine Liste; Kultur und Sehenswürdigkeiten(-), warum sind hier einige Wörter fett gedruckt? - dadurch wirkt der Text unleserlich; Politik(-) Sport ist umfangreicher als Politik, Söhne und Töchter der Stadt(-) Lieblose Liste, kein Fließtext; sonst wäre ein Anpassen an die Wikipedia:Formatvorlage Stadt angebracht, die rechte Box(-) ist recht eigenwillig - so wird die Arbeitslosenquote und der Ausländeranteil an recht prominenter Stelle aufgelistet. Dies ist nicht enzyklopädiefähig unkommentiert so stehen zu lassen. Auch der Stand der Schulden ist an dieser Stelle unpassend, da auch sehr veraltet ist es besser diese Angabe zu löschen. --Atamari 21:50, 9. Jun 2005 (CEST)
            contra: Eine ganze Reihe Ungenauigkeiten. Als ein Bespiel: Beim Bürgermeister Hasenjäger wird für die Amtszeit 1936-45 behauptet, er sei in der DNVP gewesen, das kann nicht sein. Auch ansonsten fehlen mir die Parteizugehörigkeiten der Bürgermeister. Vielleicht kann da ein Mülheimer mal das Stadtarchiv aufsuchen und nachbessern. --Mogelzahn 17:03, 11. Jun 2005 (CEST)
            contra: Im Absatz "Religionen" ist nur von christlichen Gemeinden die Rede. Muslimische Gemeinden fehlt komplett. Das ist "so" nicht gut. imho. BerndB 00:19, 14. Jun 2005 (CEST)

            Verkehr / Wasserwege

            Wer kann mir schreiben wie lang die Ruhr auf Mülheimer Stadtgebiet ist.email:schreinerei.bischoff@t-online.de oder das ganze hier einstellen. Danke

            Versuche mal Wikipedia:Auskunft --MichaelDiederich | MichaelDiederich 10:55, 15. Jul 2005 (CEST)

            Stadtrechte

            Der Stadt Mülheim an der Ruhr wurden am 18.02.1808 die Stadtrechte verliehen. (Quelle Internettseite der Stadt Mülheim an der Ruhr) Die Jahreszahl sollte nicht immer wieder auf das Jahr 1847 geändert werden. JS

            Vereine

            Sowohl der Aquarienverein als auch der Modelleisenbahnverein sind unter der Überschrift 4.5 Sport/ 4.5.1 Bekannte Sportvereine einsortiert. Das ist nix, deshalb lösche ich sie an dieser Position. Daneben sind diese Vereine auch wohl nicht wirklich relevant für Mülheim und daher werde ich sie an anderer Stelle auch nicht wieder einsortieren.--Omi´s Törtchen 12:52, 13. Sep 2005 (CEST)

            Sorry, das stand unter Kultur und Sehenswürdigkeiten - Bekannte Vereine, und nicht unter Bekannte Sportvereine. Und die Eisenhahnfreunde Mülheim an der Ruhr e.V. sind unter andern ein bekannter und anerkannter Modellbahn und Heimatverein. Der Nachbau der historischen Ruhrtalbahn im Maßstab 1:87 ist in Mülheim durch viele Ausstellungen sehr bekannt. Des Weiteren unterhalten sie das Mülheimer Bahnarchiv. Heute kann man auf der Ruhrtalbahn, unter anderem durch die Müga, mit dem Rad fahren.

            Diözesangrenzen

            Die Diözesangrenzen zwichen Erzbistum Köln und Bistunm Münster verliefen quer durch die Städte Duisburg, Oberhausen und Gelsenkirchen. Die Emscher war die Grenze. Mülheim wir auch Essen gehörten zum Erzbistum Köln. Kettwig gehört heite noch zum Erzbistum Köln. JS



            Diese Definition bzw. Erklärung des Begriff Mülheim an der Ruhr und dessen Bedeutung wurde zuletzt am 8.2.2006 aktualisiert (Glossar Lexikon Enzyklopädie).


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