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Der Artikel Magie gehört zur Kategorie: Okkultismus, Magie, Esoterik, Ethnologie, Soziologie
Magie (von griechisch μαγεία, mageía aus persisch magosˇ – Bezeichnung für persische bzw. medische Priester) bezeichnet die Einheit von Erforschung und Anwendung der dem Menschen innewohnenden geistig-intuitiven Fähigkeiten, um Veränderungen sowohl im Diesseits als auch im Jenseits herbeiführen zu können. Dabei wird durch den Ausübenden der Magie, den Magier, auf Vorstellungen und Methoden zurückgegriffen, die sich einer rationalen und objektiven, d.h. einer prinzipiell für jedermann verständlichen Erklärung und Überprüfbarkeit größtenteils entziehen. Aus diesem Grunde wird die Magie von den heutigen Natur- oder Geisteswissenschaften lediglich als bloßes kulturelles oder soziales Phänomen angesehen.
Geschichte der Magie
In allen Kulturen lassen sich Elemente magischer Praktiken feststellen.
Die frühesten historisch fassbaren Zeugnisse und ersten Blütezeiten der Magie finden sich in Mesopotamien (Sumer), in Ägypten, in China und Mittel- und Südamerika.
Viele Praktiken und Vorstellungen der Magie gehen auf den ursprünglichen Schamanismus, der weltweit zu finden ist, bei den Ureinwohnern Australiens und Neuseelands, bei Stämmen in Afrika und in den Regenwäldern Südamerikas, Heidengruppen in Westeuropa, den Saami (Lappen) Nordeuropas und in Nordamerika, oder auf indigene Religionen und Animismus zurück, und bereits die Höhlenmalereien wurden als möglicher Ausdruck von Jagdmagie gedeutet. Religiöse Systeme, in denen heutzutage noch magische Praktiken erscheinen, sind insbesondere der Schamanismus, das indische (hinduistische) Tantra, das Vajrayana (buddhistisches Tantra), der Daoismus, Bön und Voodoo.
In der Geschichte Europas wandelte und veränderte sich die magische Praxis und der Glaube an Magie unter dem Druck der monotheistisch organisierten Religionen, dem Skeptizismus und dem Aufkommen der materialistischen Naturwissenschaften in vielerlei Formen. Doch noch die Einführung des Christentums im Freistaat Island (im Jahr 1000 durch das Parlament, den Althing) wurde rituell mit einer schamanistischen Seklusion seines Sprechers eingeleitet. Stets ist die Magie in Europa mehr oder weniger als Untergrundströmung vorhanden gewesen.
Unter dem römischen Kaiser Julian fand eine Rückbesinnung auf magische Praktiken statt, als Reaktion auf den Einfluss des Christentums. Diese sind verbunden mit dem Neuplatonismus und der Praxis der Theurgie.
Bereits im Altertum ging man aber auch kritisch-differenzierend mit Magie um. Philo unterschied Magie als Wissenschaft des Schauens in die Werke der Natur von der Magie der Zauberer und Betrüger.
Im Mittelalter (Wilhelm von Auvergne) unterscheidet man einerseits eine göttliche magia naturalis von einer destruktiven teuflischen Magie. Andererseits wird die Magie im Ganzen von Gelehrten wie Thomas von Aquin als unwissenschaftlich und dämonisch abgelehnt.
Abraham von Worms Aufzeichnungen bekunden den ersten vollständig erhaltenen Ritus zur Bändigung von dienstbaren Geistern unter Patronat des heiligen Schutzengels. Mit überliefert wurde sein magischer Lebensweg, eine frühmittelalterlische Autobiographie. Der ethische Anspruch dieser Magie rückt den Text zur magia naturalis.
Paracelsus, der Naturmagie nahe war, zeugt von gegenseitiger Durchdringung von Magie und den Anfängen der Naturwissenschaft, dem Entstehen der Naturwissenschaft aus der Magie. So ist die Chemie aus der Alchemie entstanden und die Astronomie aus der Astrologie.
Mit Agrippa von Nettesheim betritt der erste humanistisch gebildete Systematiker der Magie die Bühne des Abendlandes. Er trennt Magie deutlich von Hexerei und zeichnet vom persichem Wort "mag" ausgehend einen sehr vornehmen Begriff der Magie.
Auch Religion und Magie haben sich gegenseitig beeinflusst. So kamen im Mittelalter spezifisch christianisierte Formen der Magie auf. Desgleichen wiesen die Grimoires, Zauberbücher, die die Dämonologie und Angelologie darstellten, christlich-magische Praktiken auf. So sollte der Magier Fasten, Beten und die heiligen Namen Gottes anrufen, um göttliche Macht zu erlangen, mittels derer er die Dämonen befehligen und zwingen konnte.
In der Renaissance blühte die Hermetik auf, und neuplatonische Zeremonialmagie wurde praktiziert.
Vor allem in der Romantik wendete man der Magie wieder das Augenmerk zu. Insbesondere exotische Spiritualität fand vermehrt Beachtung, da der Kolonialismus die westliche Welt mit indischer und ägyptischer Mythologie bekannt machte, was seinen Niederschlag in den magischen Texten des 18. und 19. Jahrhunderts fand. Elemente des magischen Denkens lassen sich beispielsweise bei Novalis, Friedrich Schlegel und Franz von Baader finden.
Am Anfang des 18. Jahrhunderts fand wieder eine verstärkte Hinwendung zu okkultistischen, mystischen, magischen und esoterischen Themen statt. Ende des Jahrhunderts wurden viele Sekten und freimaurerähnliche Organisationen gegründet. Herausragende Erscheinungen dieser Zeit waren die Person des Cagliostro und die Entwicklung des Spiritismus. Die 1830 gegründete Religion der Mormonen nahm viele dieser Ideen in ihre Weltanschauung auf.
Im 19. Jahrhundert wurden dann magische Organisationen wie der Golden Dawn und die theosophische Gesellschaft der gegründet, deren Abkömmling die Anthroposophie Rudolf Steiners ist. Viele kulturell bedeutsame Persönlichkeiten wie William Butler Yeats und Algernon Blackwood waren Mitglieder des Golden Dawn.
Anfang des 20. Jahrhunderts erlebte die Magie eine Renaissance durch das Wirken herausragender Gestalten wie des Magiers Aleister Crowley, einem Mitglied der Golden Dawn und dem magischen Orden Ordo Templi Orientis, der 1906 gegründet wurde. Auch die Wicca ist eine Organisation, die im 20 Jh. gegründet wurde und magische Techniken praktiziert.
Obwohl die Gruppe der praktizierenden Magier innerhalb der spirituellen Bewegung eine Minderheit darstellt, ist der Einfluss der Magie auf die Kultur wohl größer als gemeinhin angenommen. Bereiche, in denen Magie oder magisches Denken Einzug genommen haben, sind beispielsweise das neurolingistische Programmieren (NLP) und positives Denken, bestimmte psychotherapeutische Praktiken, Schamanismus, Channeling, die Kabbala, Tarot und der Kontakt mit Engeln. Auch der Neopaganismus beinhaltet Formen der Magie, meist in Form von Naturmagie und viele religiöse Riten lassen noch ihre Herkunft aus magischem Denken erahnen.
Zum gegenwärtigen Vorkommen
Magisierendes Fühlen, Denken und Handeln sind eine Begleitscheinung stationär hoffnungsarmer Bevölkerungsgruppen, und Schübe in diese Richtung folgen allen sozialen Krisen, deutlich etwa im Zweiten Weltkrieg unter Soldaten und – vor allem nach "Stalingrad" – unter den Frauen in der Heimat, die sich verstärkt Orakelpraktiken und ähnlichem zuwandten.
In der Gegenwart gibt es Magie vor allem in der Parapsychologie, der New-Age-Bewegung, im Okkultismus, in der Astrologie und der Gnosis.
Der magische Umgang unterliegt in der traditionellen Magie genau vorgeschriebenen Regeln, Mustern und Ritualen, hat sich aber in neuzeitlichen westlichen Richtungen der Magie zu einer Art von Freistiltechnik zur Selbsterleuchtung entwickelt, die u.a. auf das antike Verständnis von Gnosis zurückgeht.
Da die Magie als esoterische Disziplin nicht nur bestimmte Praktiken und Techniken meint, sondern im westlichen Kulturkreis nicht vom Phänomen der Esoterik und des Okkultismus zu trennen ist, könnte man sie als eine Form des modernen Gnostizismus bezeichnen, nämlich den Versuch, sich mittels der Praktiken und Techniken der Magie zu vervollkommnen, alle seine Potentiale und seine Individualität zu verwirklichen, Lenker seines eigenen Schicksals zu sein und das höchste Gut, die Erleuchtung, wie auch immer diese im Einzelfall verstanden wird, zu erlangen (siehe auch: linkshändiger Pfad, Satanismus). Es sind also zwei Ebenen der Magie zu unterscheiden: Die technische Seite der Magie, als Versuch der Manipulation sowohl innerer als auch äußerer Gegebenheiten, und Magie als geistig-mystischer Weg der Spiritualität, um Erleuchtung zu erlangen.
Magische Praktiken treten sonsthin in einem weiteren, formal eher unreligiösen, Zusammenhang im Alltag als Bemächtigung und Machterweiterung auf. Um Ansehen oder bestimmte Ziele zu erreichen, gebrauchen Menschen bestimmte – äußerlich durchaus unmagische – Mittel und Regeln mit magischer Kausalität. Dies führt in den Bereich der Magie und Faszination der Elemente des Alltags, etwa der Mode, Technik und Wissenschaft, wie sie in ihrer Wirksamkeit besonders durch die Werbung symbolisiert wird.
In der theoretischen Diskussion der praktizierenden Magier gab und gibt es die Auseinandersetzung um die allgemein bekannten Schlagworte Weiße Magie und Schwarze Magie. Sofern magische Operationen als dem Wohl der Allgemeinheit zuwiderlaufend erscheinen, tut sich ein Gegensatz von Religion und Magie auf. Dann redet man von Schwarzer Magie, Aberglaube, Zauberei und Betrug, und die Diskussion um die moralischen Implikationen wird genauso erbittert geführt, als handelte es sich um eine Ethik-Kommission. Eine Annäherung an die angeblichen zwei Arten von Magie wäre folgendes:
- Alles was man tut, denkt und fühlt, um zu unterrichten, zu konstruieren, zu bauen, zu heilen, aufzuklären, zu wärmen, zu reinigen, zu vergeistigen, gehört zur Weißen Magie.
- Wenn man aber seine Gesinnung und sein Handeln darauf ausrichtet, zu zerstören, zu beschmutzen, zu verschleiern, Disharmonie zu schaffen, zu trennen, zu entzweien, die Menschen von der Quelle zu entfernen, dann gehört dieses Handeln zur Schwarzen Magie, und zwar gleichgültig, ob man sich dessen bewusst ist oder nicht.
Populäre Definitionen bezeichnen diejenigen als Magier, die nur Weiße Magie ausüben. Davon zu unterscheiden seien die Zauberer, die sowohl Weiße als auch Schwarze Magie betrieben. Hexer betrieben nur Schwarze Magie. Eine andere Definition trennt die höhere Magie als mystischen Weg von der niederen Magie als Mittel zur Manipulation.
Mehreren Autoren vertreten die Ansicht, dass es im eigentlichen Sinn keine Schwarze oder Weiße Magie gibt, sondern dass erst die Person, die die eine Magie nutzt – oder genauer die Handlungen, die mit ihr ausgeführt werden –, eine Unterscheidung in eine aufbauende (und in diesem Sinne weiße) oder in eine zerstörerische, schadende (schwarze) Magie ermöglicht. Jeder Wissende und Erkennende trägt daher selbst die Verantwortung für das, was er tut. Dies wird – gerade im Bereich der Wicca – formuliert als "Tue, was du willst". Die Betonung auf dem Wollen bedeutet dabei die Reflexion der eigenen Taten und deren möglichen Folgen sowie die Bereitschaft, für diese Folgen die volle Verantwortung zu übernehmen. Zwei übliche Erweiterungen dieses Gesetzes sind die Form "Tue, was du willst, solange es niemandem schadet", manchmal mit dem Zusatz „Falls es aber jemandem schadet, tue, was du musst“. Doch auch dieser Zusatz darf nicht so verstanden werden, dass die Verantwortung für das eigene Handeln einer anderen Macht zugeschoben wird, die den Handelnden gezwungen hätte. Vielmehr ist dabei beispielsweise gemeint, dass man jemanden, mit dem man magisch-psychologisch arbeitet, nicht um jeden Preis vor unangenehmen Erfahrungen schützen muss, da auch das Konfrontieren mit tiefen Ängsten mittelfristig zu persönlicher Befreiung (und damit einem eher weißen Ziel) führen kann. Die Verantwortung für die Wahl der Methode liegt jedoch allein beim Handelnden.
Praktiken der Magie
Zu den „magischen Techniken“ (Arnold Gehlen) gehören auch veränderte Bewusstseinszustände. „Magische Arbeit“ wird meist in Trancezuständen oder in meditativen Zuständen, welche die persönliche Identifikation transzendieren, durchgeführt. Es gibt viele Techniken der Magie, die vorwiegend psychologisch zu verstehen sind und der Erforschung und Beherrschung des eigenen Inneren dienen und der Bewusstwerdung unbewusster Strukturen, um das eigene Selbst zum Ausdruck zu bringen. Dies soll dann den Effekt haben, dass die Realität nach dem eigenen Willen gestaltet werden kann.
Insbesondere bedient sich die Magie verschiedener psychisch-geistiger Techniken, hat aber bis jetzt keinen Nachweis erbracht, dass sie eine reale Außenwirkung hat, und stellt somit ein eher kulturelles oder soziales Phänomen dar, das auf metaphysischen Annahmen und Glauben basiert. Von der Naturwissenschaft werden die behaupteten Wirkweisen demgemäß zumeist als Illusion bezeichnet oder ins Reich der Autosuggestion und der Psychologie verwiesen.
Magische Techniken und Praktiken sind beispielsweise Ritualmagie und Zeremonialmagie, Naturmagie, Schutzmagie, Sigillenmagie, Neoschamanismus, Planetenmagie, Kampfmagie, Mentalmagie, die Arbeit mit Atavismen, Annahme von Gottformen, Inkantation, Invokation und Evokation, Sexualmagie, Astralmagie (Visualisation, Imagination, Astralprojektion und Astralreisen), Wahrsagen, Willensschulung und Geisteschulung durch Mentaltechniken, Tranceschulung, Konzentration, Meditation, Energie- und Atemübungen (Pranayama).
Die moderne westliche Magie arbeitet hierbei oft nicht mit auf diesen Kulturkreis beschränkten Systemen und Praktiken, sondern bezieht auch Symbole und Systeme anderer Kulturen mit ein, so sind insbesondere die ägyptischen, griechischen und germanischen Götter und Göttinnen beliebt oder auch beispielsweise die Tattvas, Symbole der Elemente aus dem indischen Kulturkreis, Techniken des indischen Yoga und die Kabbala, die ursprünglich hebräischen Ursprungs ist, schamanistische Praktiken oder Voodoo. Die nicht dogmatische Magie kann mit allen Formen von Symbolik und Mythologie aus allen Kulturen in Kontakt treten, denn die unterschiedlichen Schulen der Magie zeichnen sich alle dadurch aus, dass der Magier mit Symbolsystemen arbeitet, die sowohl kulturell tradiert als auch individuell erfahren oder erarbeitet sein können.
Kommerziell und politisch werden magische Zuschreibungen dauernd in der Werbung nachproduziert.
Modelle der Magie
Die Erklärungsmodelle der Magie gehören zur Magietheorie. Da sie wesentlich auf der Erfahrungswelt spezieller Bewusstseinszustände basieren, sind ihre naturwissenschaftlich relevanten Aussage jedoch umstritten und werden meist als pseudowissenschaftlich eingestuft.
Das Geistermodell
Dieses Modell geht davon aus, dass es außerhalb des Magiers real existierende Wesenheiten mit eigener Individualität gibt, mit denen er Kontakt aufnehmen, die er kennenlernen, als Freunde oder Helfer gewinnen, als Diener unterwerfen oder mit denen er sich vereinigen kann. Es handelt sich hierbei wohl um das älteste Modell, denn es ist die Grundlage schamanistischer Kulturen und der meisten Religionen. Der Magier fungiert als Mittler zwischen der Alltagswelt (dem Diesseits) und einer Anderswelt (dem Jenseits). Vertreter dieser Richtung waren die Magier Franz Bardon und Aleister Crowley. Die Entitäten, die der Magier zu kontaktieren versucht sind vielfältig, unterschiedliche Geistwesen wie Geistführer, Planetenwesen, Elementarwesen, Astralwesen, Dämonen, Engel, Inkubi und Sukkubi, Psychogene oder Gott, Götter und Göttinnen
Das Energiemodell
Dass die Welt aus Energie besteht, ist eine Annahme, die aus östlichen Kulturkreisen stammt und dort schon seit Jahrtausenden bekannt ist. In China nahm man an, das Universum bestehe aus Qi, in Indien, es sei Prana. Im 18. Jahrhundert fand dieses Modell dann Eingang in den westlichen Kulturkreis. Ein Vertreter dieser Richtung war Franz Anton Mesmer, der den animalischen Magnetismus als subtile Kraft des Organismus postulierte. Andere Vertreter waren Eliphas Levi mit der Theorie des Astrallichts und Helena Petrovna Blavatsky mit der Idee des Prana. Modernere Vertreter des Energiemodells waren Wilhelm Reich mit der Theorie des Orgon und Carlos Castaneda mit der Theorie von Energiefäden. Der Magier ist gemäß dieses Modells nicht Beschwörer von geistigen Wesenheiten, sondern ein "Energiekünstler", der mittels der Handhabung sogenannter "feinstofflicher Energien", die nicht dem naturwissenschaftlichen Begriff von Energie entsprechen, arbeitet. Diese Energien können vielerlei Herkunft haben, z.B. von Symbolen (Runen, Sigillen, Planeten- oder Tierkreiszeichen), der Umgebung (Od/Prana/Qi) oder Objekten (Steinen, Pflanzen oder magischen Geräten).
Das psychologische Modell
Nach dem psychologischen Modell findet alles, was der Magier bei der Ausübung seiner Tätigkeit wahrnimmt oder tut, im Inneren seiner Psyche statt, wo die Mechanismen des Unbewussten wirksam werden, was zu den angestrebten Ergebnissen führen soll. Es entzieht den Göttern, Geistern und Wesenheiten ihre objektive Existenz, wohl aber nicht unbedingt ihre subjektive, psychische Existenz (z.B. als innere Bilder, Assoziationshilfen, Archetypen). Es wird angenommen, die Wesen, die der Magier zu kontaktieren versucht, seien autonome Teilpersönlichkeiten oder nicht integrierte Anteile der eigenen Psyche. Magie ist hiernach eine reine Technik der Psyche, ein Mittel, um den eigenen Geist selbst zu manipulieren, so dass dieser in Übereinstimmung mit seinem Willen arbeitet; eine Außenwirkung wird aber nicht ausgeschlossen, da von dem hermetischen Grundsatz "Wie innen, so außen (Wie oben, so unten)" ausgegangen wird. Das psychologische Modell bezieht sich zumeist auf die Theorien Sigmund Freuds und Carl Gustav Jungs. Der bekannteste Vertreter des psychologischen Modells war der Magier und Künstler Austin Osman Spare, der absichtlich Komplexe erzeugte, um sie für seine Zwecke einzusetzen.
Das Informationsmodell
Das Informationsmodell ist das neueste Modell der Magie, es entstand in den 90er Jahren. Es wird angenommen, dass Energie Information benötigt, um gelenkt zu werden; diese unterläge als massen- und energielos nicht dem Raum-Zeit-Kontinuum und könne so paranormale Phänomene hervorbringen. Der magische Akt liegt also darin, die Energie steuernden Informationen zu erzeugen.
Angewendet wird dieses Modell in der Cybermagie, die mit Computern und Nahtoderlebnissen arbeitet. Ein (mehr oder weniger) wissenschaftlicher Vertreter eines Informationsmodelles ist Rupert Sheldrake mit der Theorie der morphogenetischen Felder.
Das Metamodell
In der Praxis werden diese Modelle nicht explizit voneinander getrennt, sondern als ineinander übergehend und nicht einander ausschließend betrachtet, denn geistige Realitäten sollen sich in der magischen Praxis gemeinhin als gleichzeitig wesenhaft, energetisch, psychisch und geistig offenbaren. Das Metamodell ist kein eigenständiges Modell, sondern es geht darum, jeweils das Modell einzusetzen, das den Erfolg der magischen Handlung verspricht. Das Metamodell wird vor allem in der Chaosmagie erforscht.
Heutige Einteilungen der Magie
Man unterscheidet hauptsächlich:
- Die dogmatische Magie, die sich meist an feste Grundregeln und Dogmen hält und den Versuch der Beherrschung der Naturgesetze zum Inhalt hat.
- Die experimentelle Magie, die sich auf die praktische Arbeit und Weiterentwicklung konzentriert.
- Die pragmatische Magie, bei der es um einen pragmatischen Zugang zur Magie geht, weniger um die Neuentwicklung. Der Magier soll lernen, sich nicht an Dogmen zu binden, sondern aus allen Bereichen der Magie das herauszuziehen, was ihm nützlich erscheint.
- Die Chaosmagie, die ein eigenes System der Magie ist. Die Grundlagen der Chaosmagie gehen hauptsächlich zurück auf Ideen von Peter Carroll, Robert Anton Wilson, Ray Sherwin und Austin Osman Spare. Als grobe Grundsätze gelten in der Chaosmagie: „Bewahre eine gesunde Skepsis gegenüber den geltenden Wahrheiten - Gnosis (Erkenntnis) - statt Pistis (Glaube)“ und „Der Glaube ist nur eine Technik, befreie dich von den vorherrschenden Ideologien“. Sie zeichnet sich dadurch aus, dass sie auf jedes System verzichtet und Dinge des Alltags in die Rituale einfließen lässt.
- In der Techniksoziologie hat Arnold Gehlen auch „magische Techniken“ mit behandelt, in der Katastrophensoziologie Lars Clausen „magisierte“ (im Gegensatz zu „säkularisierten“) Erklärungsmuster des sozialen Wandels als kennzeichnend für Katastrophen
Organisierte Religion versus Magie
Magie und Religion sind vielfach eng miteinander verwoben; viele Kritiker der Magie sehen jedoch einen Gegensatz zwischen Religiosität und Magie. Desgleichen kritisieren aber auch viele praktizierende Magier die Monopolisierung der Magie durch die Priesterkasten der unterschiedlichen Religionen und die Instrumentalisierung der Magie durch die Religionen für Zwecke gesellschaftlicher Unterdrückung.
Die Magie spielt zwar insbesondere bei neuheidnischen Religionen eine besondere Rolle, z.B. bei den Wicca. Da sie aber auch als reine Technik betrachtet werden kann, erfüllt sie zunächst keine religiöse Funktion. Jedoch sollte man bedenken, dass die Praxis der Magie in älteren Kulturen Aufgabe der Priesterinnen und Priester war, dass vor allem in westlichen und monotheistischen Kulturkreisen die Magie sich von der Religion stark getrennt hat, dass viele praktizierende Magier sich als Priester betrachten und es unter praktizierenden Magiern sogar die Lesart gibt, Religionen, die sich auf eine nachweislich gestorbene Gründerfigur bezögen und diese anriefen, also evozierten und invozierten, seien nichts anderes als Nekromantenkulte (Geisterbeschwörung, Spiritismus), also Magie.
Die sog. christliche Magie und auch die heidnisch-religiös orientierte Magie, z.B. Wicca (Hexentum), Asatru (germanischer Glaube), arbeiten in erster Linie mit der These „Es ist mein Wille, wenn es Dein (Gott, Universum, unterschiedlichste Götter) Wille ist“. Der Magier unterstellt seine Magie oder seinen magischen Akt, je nach seinem persönlichen Glauben, einer übergeordneten Instanz. Hier wird dem magischen Willenssatz häufig ein „solange es niemanden schadet“ angefügt – die Interessen seiner Mitmenschen werden so explizit berücksichtigt. Der Magier ist in dieser Magie eher ein Bittender, der die Interessen seiner Mitmenschen im Auge hat, und häufig auch als Heiler fungiert.
Es kann jedoch ein magisch-religiöser Konflikt entstehen, wenn der Magier sich auf den Standpunkt stellt, „mein Wille geschehe“. In diesem Falle findet eine Abwendung von den jeweiligen Glaubensvorstellungen statt, denn in diesem Falle bekundet der Magier, dass er aus eigener Kraft sein Schicksal gestalten will und für dieses die volle Verantwortung übernimmt. Er bedient sich hier aller Techniken und Gottheiten, die seinen Zielen förderlich sein könnten. Im Gegensatz zum mystisch-religiösen Menschen, der sich als „Werkzeug“ einer höheren Instanz sieht, die er als Gott oder Götter definiert und auf deren Handeln er allenfalls durch Gebete und Fürbitte Einfluss nehmen kann, sieht er sich nicht als gehorchender Diener jenseitiger Mächte an, deren Wille ihm durch einige wenige "Berufene" (Priester, Offenbarungsschriften etc.) vermittelt wird.
In diesem Falle ist der Magier, was seine Ethik anbelangt, völlig frei, da er sich nicht einem religiös-mystischen System unterwirft. Dies hindert ihn allerdings nicht, zum Wohle seiner Mitmenschen zu „zaubern“, zu handeln und zu heilen. Er sieht sich jedoch frei von höheren Mächten und einer ihm auferlegten Ethik. Diese entwickelt er für sich selber. Er ist nach seiner Auffassung für sein Handeln und seinen Lebensverlauf allein verantwortlich, ohne für die Folgen andere „höhere Mächte“ dafür verantwortlich machen zu können.
Ob im Rahmen eines magischen Aktes tatsächlich fremde Mächte beschworen werden, ist – wie könnte es anders sein – Ansichtssache, und bis jetzt blieb die Magie jeden Beweis schuldig, daß sie in irgendeiner Art und Weise Phänomene hervorzurufen in der Lage sei. Hierbei sei auf die unterschiedlichen Magiemodelle verwiesen.
Die immer wieder auftretende Kritik, dass in der Magie die Kräfte des Bösen, des Teufels o.ä. beschworen würden, und es handele sich um Satanismus, hängt von der jeweiligen Ansicht des Betrachters ab. „Was gut - Was böse“ – es ist Glaubenssache, und so gibt es im nondualistischen Denken eine solche Einteilung nicht. Zudem dürfte der Teufel (Satan), insbesondere in monotheistischen Religionen, eine beliebte Figur gewesen sein, um die Gläubigen in Schach zu halten. Wenn jemand an die Existenz von Dämonen oder Teufeln glaubt, so sind diese – zumindest für die jeweilige Person – in ihrem subjektiv-psychischen Universum (ebenso wie ein gedachter Gott) durchaus real und können natürlich zu Verhaltensänderungen der Person führen, es können demnach durchaus psychische Probleme auftreten wie Größenwahn, Minderwertigkeitskomplexe, Angst, Schuldgefühle, Magiesucht.
Diese sind aber nicht magiespezifisch, sondern treten auch in anderen Bereichen auf, z.B. Sexbesessenheit, Allmachtsgefühle, Arbeitswut (Workaholic), fanatischer Glaube. Problematisch ist hierbei die Besessenheit oder Sucht an sich, nicht die Sache.
Der Haupteinwand gegen die Magie liegt im Vorwurf der Bemächtigung unpersönlicher Kräfte, anderer Lebewesen und geistiger Wirklichkeiten für eigene Ziele. Auf diese Weise wäre Magie der Ausdruck einer ichbezogenen Haltung, die alles übrige instrumentalisiert. Dieser Vorwurf bleibt unabhängig davon aufrecht, ob diese intendierte Beeinflussung nun tatsächlich möglich ist oder nicht.
Vom religiösen und insbesondere vom christlichen Standpunkt aus hält die Kritik der Magie daran fest, dass der Mensch insbesondere in seiner Gottesbeziehung immer ein Empfangender, nie ein Verfügender sein könne. Wollte er das Göttliche als ihm zu Diensten stehend denken oder in seiner Praxis dieses als jederzeit verfügbar ansehen, würde damit ein echt personaler Gottesbezug aufgehoben und unmöglich gemacht. Auch der Mitmensch könne und dürfe nicht als Mittel zum Zweck angesehen werden, sondern müsse in seiner personalen Würde geachtet werden. Ein weiterer Einwand theologischer Provenienz lässt fragen, ob durch Magie und Okkultismus möglicherweise tatsächlich Mächte des Bösen beschworen werden (Teufel, Dämonen) und der Mensch dadurch in eine Abhängigkeit gerät, die seiner Freiheit und Würde abträglich sind.
Aus der Sicht des praktizierenden Magiers hingegen lässt sich diese Kritik auch zurückgeben, denn die Abhängigkeit von Institutionen wie der christlichen Kirche, die dem Gläubigen Schranken des Handelns, Denkens und Verhaltens auferlegt, kann ebenso als Abhängigkeit von Dogmen und Glaubenssätzen gesehen werden, die das Individuum seiner Freiheit berauben, es in die kantsche selbstverschuldete Unmündigkeit führen, eventuell sogar Person und Gesellschaft schädigen, und die es davon abhalten, einen echten Bezug zum Göttlichen in sich selbst herzustellen, der nicht auf Glaube sondern auf Erfahrung beruht.
Literatur
- Göttert, Karl-Heinz. Magie. 2001 München. ISBN 3770535960
- Nicolas Hall, Chaos und Hexenzauber, München : Diederichs, 1990, ISBN 3-89094-266-0
- Lois Bourne: Autobiographie einer Hexe. München : Knaur, 1987
- William G. Gray: Magie. Das Praxisbuch der magischen Rituale. München: Goldmann, 1994
- Malinowski, Bronislaw: Magie, Wissenschaft und Religion. In: Frankfurt am Main, Fischer 1973.
- Christof Niederwieser: Über die magischen Praktiken des Managements - Persönlichkeitsmodelle des modernen Managements im kulturhistorischen Vergleich, München und Mering: Rainer Hampp Verlag 2002, ISBN 3-87988-638-5
Hinweise
Sachverweise
Fantasy -- Geomantie -- Hexe -- Kawwana: "Leben ist Magie!" -- Magier -- Magisierung -- Mager -- Okkultismus -- Orakel -- Satan -- Satanismus -- Schadenszauber -- Schamane -- Schwarze Magie -- Weiße Magie -- Zauberei -- ZauberkunstPersonenverweise
Abraham von Worms -- Abulafia -- Franz Bardon -- Aleister Crowley -- Thorwald Dethlefsen -- Israel Regardie -- Wolfgang Schmidbauer -- Austin Osman SpareWeblinks
Wissenschaftlich-kritische Weblinks
- Faust als Spiegel der Geschichte Ein Vortrag, in dem der historische Faust als Magier vorgestellt und die Rolle der Magie im ausgehenden Mittelalter erläutert wird.
Engagierte Weblinks
- Fraternitas Saturni (Informationen über Saturnmagie)
- Esoteric Order of the Golden Dawn Westliche Mysterientradition und hermetische Magie
- Text über Magie
- IOT (Informationen über Chaosmagie)
Diskussion der Autoren über den Artikel: Magie
Ich finde das Thema Magie hat auch den Bereich "Magie in Literatur und Spiel" verdient. Damit sollte die erhebliche Bedeutung des Themas 'Magie' in der heutigen Kultur rechnung getragen werden, welche teilweise extrem von dem rein religiös/historischen Bild abweicht.
Beispiele:
- Harry Potter
- Herr der Ringe
- die Regelwelt des D&D- Pan-And-Paper Spielsystems
- Diablo und andere RPG-Computerspiele
- oder auch die MACHT bei StarWars
- oder die Magie in Rollenspielen ( http://www.die-dunkle-dimen... )
Sei so gut, lieber Athei, und stelle die "Kritik der Kritik" auf diese Diskussionsseite! Sonst wird Wikipedia noch ein Forum mit Rede und Gegenrede und wieder Rede und Gegenrede, was einem Lexikon formal nicht entspricht. Josef Spindelböck 16:04, 22. Sep 2003 (CEST)
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Hier folgt jetzt die "Kritik der Kritik", damit keine Metadiskussionen auf den Wiki-Seiten selber entstehen!
Kritik der Kritik
Im Bereich der christlichen Magie und auch im Bereich der heidnisch-religiös orientierten Magie(z.B. Wicca(Hexentum), Asatru(germanischer Glaube, etc.), wird in erster Linie mit "Es ist mein Wille, wenn es Dein (Gott, Universum, unterschiedlichste Götter) Wille ist" gearbeitet. Der Magier unterstellt somit seine Magie/seinen magischen Akt, je nach seinem persönlichen Glauben, einer übergeordneten Instanz. Zudem wird in diesem Bereich häufig damit gearbeitet, dass ein "solange es niemanden schadet" dem magischen Willenssatz hinzugefügt wird - die Interessen seiner Mitmenschen werden hierbei explizit berücksichtigt. Der Magier ist in diesem Magier eher ein Bittender, der durchaus die Interessen seiner Mitmenschen im Auge hat.In der Tat besteht jedoch ein magisch-religiöser Konflikt, wenn der Magier sich auf den Standpunkt stellt, "Mein Wille geschehe". In diesem Falle findet in der Tat eine Abwendung von christlichen Glaubensvorstellungen statt, denn in diesem Falle bekundet der Magier, dass er aus eigener Kraft sein Schicksal gestalten will, und für dieses die volle Verantwortung übernimmt. Er bedient sich hier aller Techniken und Gottheiten, die seinen Zielen förderlich sein könnten.Im Gegensatz zum mystisch-religiösen Menschen, der sich als "Werkzeug" einer höheren Instanz sieht, die er als Gott definiert und auf deren Handeln er allenfalls durch Gebete und Fürbitte Einfluß nehmen kann, sieht er sich nicht als gehorchender Diener jenseitiger Mächte an deren Wille ihm durch einige wenige "Berufene" (Priester, Offenbarungsschriften,etc.)vermittelt wird. In diesem Bereich ist der Magier somit, was seine Ethik anbelangt völlig frei, was ihn allerdings nicht daran hindert, zum Wohle seiner Mitmenschen zu "zaubern" und zu handeln. Er sieht sich jedoch frei von höheren Mächten und einer ihm auferlegten Ethik - diese entwickelt er für sich selber - er ist nach seiner Auffassung für sein Handeln und seinen Lebensverlauf allein verantwortlich, ohne für die Folgen andere "höhere Mächte" dafür verantwortlich machen zu können.
Zu der Frage ob, die intendierte Beeinflussung tatsächlich möglich ist, läßt sich sagen, dass zumindest im Bereich der magischen "Selbstveränderung" durchaus von einer tatsächlichen Wirksamkeit ausgegangen werden kann, da es sich hierbei eigentlich um "normale psychologischen Techniken" handelt, die nur in einem etwas anderen Gewand erscheinen.
Auf die Frage ob tatsächlich Mächte des Bösen beschworen werden können ist zu sagen "Was gut - Was böse" - es ist Glaubenssache, so gibt es im nondualistischen Denken eine solche Einteilung nicht, zudem dürfte davon ausgegangen werden, dass der Teufel, insbesondere in monotheistischen Religionen eine beliebte Figur gewesen ist, um die Gläubigen in Schach zu halten. Wenn jemand an die Existenz von Dämonen/Teufeln glaubt, so sind diese,zumindest für die jeweilige Person in ihrem subjektiv-psychischen Universum (ebenso wie ein gedachter Gott)durchaus real und können natürlich zu Verhaltensänderungen der Person führen, es können demnach durchaus psychische Probleme auftreten. Diese sind aber nicht magiespezifisch, sondern treten auch in anderen Bereichen auf (Sucht, Sexbesessenheit,Arbeitswut(Workoholic), fanatischer Glaube etc.), problematisch ist hierbei die "Besessenheit" ansich, nicht die Sache selber.
Was die Frage betrifft, ob der Mensch in eine Abhängigkeit gerät, die ihn in seiner Würde und Freiheit verletzt, ist zu sagen, dass diese Gefahr insbesondere bei den monotheistischen Religionen und Sekten(Judentum, Christentum,Islam)stark besteht, da der Mensch hier häufig nicht auf sich selbst, sondern auf Offenbarungsschriften, Klerus, Schicksal, Kirche, Gottes Wille und Gebote vertraut und so schnell ein Opfer "fremder Mächte"(Offenbarungsschriften, Klerus, Schicksal, Kirche, Gottes Wille, Gebote,etc.)werden kann. Er kann aufgrund seines bedingungslosen Glaubens von diesen als Werkzeug mißbraucht werden, und somit in eine besonders starke Unfreiheit geraten kann (die Zahl der religiös motivierten Kriege und sonstiger Verbrechen gegen die Menschlichkeit ist Legion).Homo homini deus !
Lieber Herr Spindelböck, mit Verwunderung mußte ich feststellen, dass sie meine Kritik der Kritik auf diese Seite gestellt haben. Das Wikipedia kein Forum mit Rede und Gegenrede und wieder Rede und Gegenrede werden soll leuchtet mir allerdings durchaus ein. Was mir allerdings nicht einleuchtet ist, was eine moral-theologische Kritik und die dazugehörigen Weblinks in diesem Kontext zu suchen haben, wo es ihrer Ansicht nach nur um Information geht.Ich schreibe ja auch keine Kritik zum Thema "Römisch-katholische Kirche", um mir dann eine Gegenrede zu verbitten. Athei
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Lieber Athei, ich habe mich bemüht, die "Kritik der Magie" entsprechend den Wikipedia-Kriterien zu formulieren, d.h. referierend und nicht direkt wertend. Natürlich kann man sagen: Das ist nur eine Position von vielen, die hier wiedergegeben wird. Insofern finde ich Deinen Beitrag, den Du nun oben jetzt wieder unter anderem Titel eingebaut hast, durchaus wichtig.Was soll jedoch folgender Satz: "'Was gut - Was böse' - es ist Glaubenssache, so gibt es im nondualistischen Denken eine solche Einteilung nicht"? Meinst Du das wirklich ernst? Ist z.B. Vergewaltigung nicht immer und überall etwas Böses? Ist die Mißhandlung von Kindern nicht böse? Ist der Völkermord an den Juden nichts Böses gewesen? Solche Einwände sollten kritisch machen gegenüber einer modern klingenden nondualistischen Ethik, die in Wirklichkeit keine echte Humanität schafft, wenn sie wirklich auf jedes Unterscheidungskriterium zwischen Gut und Böse verzichtet! Josef Spindelböck 07:25, 24. Sep 2003 (CEST)
Lieber Josef Spindelböck, natürlich sind Vergewaltigungen, Mißhandlungen von Kindern und Völkermorde nicht zu rechtfertigen. Allerdings bin ich der Auffassung, dass ein großer Teil der Verbrechen gegen die Menschlichkeit aus einem dualistischen Geist geboren sind. (Kindesmißhandlung und Vergewaltigung halte ich aber eher für psychische Störungen "Gut" und "Böse" würde solche Taten nicht verhindern - leider) Aber gerade das Beispiel des Dritten Reichs verdeutlicht meines Erachtens das Problem des "Gut"/"Böse". Um es etwas zynisch darzustellen, es gab den guten Deutschen, das gute Deutschland, das die Welt von den "bösen" Juden befreien wollte - aus Sicht der Nazis eine "gute Tat". Leider ist dies in der Menscheitsgeschichte kein Einzelfall "Guter" Kommunismus - "Böser" Kapitalismus - nach dem Schwarzbuch des Kommunismus hat diese Denkungsweise zu ca. 65 Millionen Todesopfern geführt. Eine Idee, Religion, Volk, Ideologie, Dogma wird zum sogenannten "Guten" erklärt - die andere Seite zum Bösen - die "Verteufelung". Religionskriege, Inquisitionen aller möglicher Art - meines Erachtens die Auswirkungen eines Denkens in Gut und Böse - lösgelöst von der jeweiligen - häufig sogar gut gemeinten - Idee, Religion, etc.. Wer bestimmt was "Gut" ist ? Eine Ethik die Liebe, Völkerverständigung, Toleranz, etc. als Maßstab bringt mehr als ein Denken in "Gut" und "Böse". Desweiteren - und da gehe ich eher in den Bereich meiner Realität des Kosmos, ist das Dasein jenseits von Gut und Böse und frei von einem Gott/bewertendem Bewußtsein/eingreifende Hand/etc. - Ordnung und Veränderung, Schöpfung und Zerstörung - ich sehe da eher eine kosmische Dualität ohne eine wertende Begrifflichkeit - kein "Gut" und "Böse" - was heute "böse" war kann sich morgen als "gut" erweisen. Dies sollte uns als Menschen aber gerade herausfordern,eine humanitäre Ethik zu erarbeiten, da wir meines Erachtens allein für unser Schicksal verantwortlich sind, und somit ohne eine vernünftige Ethik über kurz oder lang als Spezies in der "Unendlichkeit" als "Fußnote" untergehen würden. Homo homini deus ! Athei
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Danke für die klärende Stellungnahme. Sie zeigt, daß Du Werte anerkennst, die nötig sind, um ein humanes Zusammenleben zu gewährleisten. Eben dieses Wertvolle und letztlich Unverfügbare darf man aber doch als "gut" bezeichnen! Denn auch wenn es den Mißbrauch des Wortes gibt, so ist das damit Gemeinte ja doch offensichtlich nicht überholt. Im Hinblick auf sittliche Verhaltensweisen stimmt die generelle Behauptung einfach nicht, das, was heute böse sei, könne in Zukunft gut sein. Nein - es gibt, wie ja auch die angeführten Beispiele zeigen, Verhaltensweisen, die niemals gut werden können, auch wenn sie eine Ideologie oder ein System als gut bezeichnen sollte. Lassen wir uns doch nicht einnebeln! Du hast an die Freiheit des Menschen appelliert, die er selber in die Hand nehmen soll. Ganz richtig. Und eben hier besteht doch die Gefahr, daß sich der Mensch, wenn er sich magischen Kräften unterwirft und ausliefert, eben dieser seiner Freiheit begibt. Daher ist eine Kritik der Magie aus meiner Sicht unbedingt nötig. Was wir brauchen, ist echte Religiosität und Gottesbeziehung. Das Beispiel der Heiligen (z.B. der am 19. Oktober seliggesprochenen Mutter Teresa) zeigt uns, daß Menschen frei und human sind, wenn sie in einer wirklichen Gottesbeziehung stehen. Der Weg zu Gott führt über das Gebet und über die Gottes- und Nächstenliebe und nicht über magische Praktiken! Alles Gute. Josef Spindelböck 07:31, 25. Sep 2003 (CEST)
Magie als Phänomen
Ich habe beim lesen des Artikels den Eindruck Magie aus gläubiger oder ungläubiger Perspektive erklärt zu bekommen. Ich würde es begrüssen, dass in einem Enzyklopädie-Atikel das "Phänomen" Magie - bzw. das was Menschen darunter verstehen - betrachtet wird. Und zwar so weit wie möglich ohne Wertung. Konkret meine ich zunächst die Einleitung und ganz speziell auch die Defintition von Magie. Sie ist meiner Meinung nach "von innen" geschrieben und beschreibt das Thema nicht neutral. Vielleicht funktioniert es aus diesem Blickwinkel:- Magie wird von ... so und so verstanden.
- - Andere sehen dies und jenes in diesem Begriff enthalten.
Sehr geehrter Herr Spindelböck, bei Magie handelt es sich um bestimmte Techniken, die nichts damit zu tun haben, ob der Magier sich in einer Gottesbeziehung befindet oder nicht. Es gibt beispielsweise praktizierende Magier, die die Techniken der Magie benutzen, um gerade mit dem Göttlichen in Beziehung zu treten und nicht dabei zu bleiben, in einem Glauben zu stagnieren und das Göttliche als Fremdes zu erfahren und anzubeten, sondern es in sich selbst zu verwirklichen und sich mit dem Göttlichen zu vereinigen, was eine andere Qualität hat, als bloßer Glaube, nämlich die direkte Erfahrung. Diesen Zweig der Magie nennt man Theurgie, und der Magier dient diesem Göttlichen, u.a. mit den Techniken der Magie, die als solche wertneutral sind und sozusagen beide Seiten, 'Gott' oder 'Satan', 'Dämonen' oder 'Engel', kontaktieren und/oder hervorbringen können. Im übrigen glaube ich nicht, daß die spanische Inquisition, die Hexenverbrennung, die Ausrottung der Indios usw. besonders human waren. (Maya 25.9.04)
Sehr geehrte Maya, ich habe eine Frage; Sie behandelt folgendes Zitat aus ihrem Beitrag:"...und der Magier dient diesem Göttlichen, u.a. ..." Dient der Magier ihrer Meinung nach dem "Göttlichen" oder nutzt er es(aus)? Brauch ein Magier überhaupt etwas, auf das seine Magie aus- oder überwirken kann (überwirken in dem Sinne, z.B. über die Türklinke die Tür zu öffnen)?-Dummi 20:40, 14. September 2005
Sehr geehrter Herr Dummi, es gibt und gab soweit ich weiß, Magier die meinen, sie dientem dem Göttlichen und es gibt wohl auch das Gegenteil davon. Wenn Sie diese Passage ändern wollen nur zu, der Artikel ist leider nicht so gut, aber das Thema ist auch etwas schwierig. Grüße-Maya 23:25, 14. Sep 2005 (CEST)
Ich finde den Artikel immer noch dürftig und wäre froh, wenn er mal von irgendjemandem überarbeitet wird, insbesondere da mir der Vorwurf gemacht wurde, ich sei nicht neutral, weiß ich nicht, wie ich den Artikel weiter bearbeiten soll.-Maya 22:21, 12. Okt 2004 (CEST)
heidnisch versus religiös
Mir gefällt der Artikel gut. Seit Oktober ist wohl viel geschehen. Eine Anmerkung: Ich verstehe die Vorbemerkung nicht. Handelt es sich hier um ein Selbstbild, sich als heidnisch oder religiös bezeichnender "Magier" oder ist der aus christlicher Sicht bestehende Gegensatz "Christen"- "Heiden" gemeint? Beides trifft wohl nicht den Sachverhalt. Vielleicht wäre eine andere Formulierung günstiger. Herzlichen Gruß an alle Bearbeiter--Anima 19:12, 1. Feb 2005 (CET) - heidnisch/religiös durch weltanschaulich ersetzt--Anima 13:49, 4. Feb 2005 (CET)ich finde den begriff heidnisch auch problematisch, insbesondere, da es praktizierende der magie gibt, die keine 'heiden' sind, sondern an den einen gott glauben. darüber hinausgehend ist der begriff heidnisch ja eigentlich christlich-diffamierend gemeint. der autor bezog sich wahrscheinlich auf die gruppe der magier/innen, die an ältere religionen anknüpfen, aber das sind eben nicht alle.-Maya 23:43, 1. Feb 2005 (CET)
Gliederung
Würde zwei neue Gliederungspunkte vorschlagen: Magie als Gegenstand wissenschaftlicher Forschung und Magie und Moral (oder so ähnlich). Zu beiden Punkten sind bereits Ausführungen vorhanden, die zu systematisieren und erweitern wären. Gruß--Anima 13:49, 4. Feb 2005 (CET)von magie als gegenstand wissenschaftlicher forschung habe ich leider keine ahnung und moraldebatten sind mir auch etwas fremd, da müßtest du dann schon selbst ran ;-)Grüße-Maya 14:09, 17. Mai 2005 (CEST)
Wieso wird ein recht ausführlicher und seitenlanger Artikel als stub eingeordnet?-Maya 13:25, 28. Jun 2005 (CEST)
Links
Ich finde die unter "Engagierte Links" verlinkten Seiten und Gruppierungen als sehr einseitige Vertreter eines weitreichenden Spektrums. Es gibt Projekte, die Interessierten und Praktizierenden gleich welcher Art, Strömung und Richtung eine Plattform liefern und durch ihre Vielfalt sicherlich einen breiteren Überblick geben können. Falls auch ein paar andere Pedianer dem zustimmen, würde ich mich darum kümmern.
Beispiele wären NewAeonCity, Sourceryforge (ein Wiki-Enzyklopädieprojekt zum Thema), ... Wer noch mehr Vorschläge hat, immer her damit. --Viciarg Viciarg 15:39, 21. Nov 2005 (CET)
Einleitung
In der Einleitung steht folgendes: "[...]das innere oder äußere Sein in Übereinstimmung mit dem Willen durch übernatürliche, mystische und paranormale Mittel[...]"
Dazu meine Fragen/Anmerkunegn:
- Wo ist der Unterschied zwischen innerem und äußerem Sein? Sein ist Sein, unteilbar. Der Gegensatz zu "Sein" ist "Werden".
- Wo ist der Unterschied zwischen "übernatürlich" und "paranormal"?
- Was sollen "mystische Mittel" sein? Klingt mißverständlich. Besser wäre "Mittel der Mystik".
Ich habe die Definition aus der englischen wiki übernommen, weil sie mir immer noch sinnvoller erschien als die Definition die da vorher stand, aber so ganz zufrieden bin ich auch nicht damit. Inneres Sein bezieht sich auf ein Subjekt, während äußeres Sein sich auf das Phänomenale, außerhalb des Subjekts befindliche bezieht. Diese beiden Ebenen beziehen sich zwar aufeinander sind jedoch auch in der Alltagswahrnehmung getrennt. Das eine ist subjektive Psyche, das andere der Rest des Universums. Übernatürlich und paranormal sind gedoppelt, das stimmt. Mittel der Mystik steht aus dem Grunde nicht im Text, da es sich bei Mystik um eine eigenständige religiöse Erscheinung mit bestimmten Definitionsmerkmalen handelt.-Maya 18:58, 26. Nov 2005 (CET)
- Das "Sein" würde ich aus verschiedenen Gründen aus dem Text herausnehmen. Warum nicht die Begriffe Innenwelt (Mikrokosmos; der Mensch) und Außenwelt (Makrokosmos; der gesamte "Rest" ;o) benutzen? Stark vereinfacht gesagt, ist Magie Die Kunst der praktischen Ausnutzung von Analogiebeziehungen zwischen diesen Welten. Zur Mystik: der Mystiker erstrebt einzig die Gottesschau, der Magier nicht unbedingt (Stichwort: Schwarzmagier).
Habe das jetzt in Innenwelt und Außenwelt abgeändert, das hört sich wirklich sinnvoller an. Den Bezug zur Mystik würde ich gerne drinlassen, da es ja nicht nur um die Neuzeit geht, sondern in der Geschichte der Magie ja auch Erscheinungen wie die Theurgie oder die magische Kabbala eine Rolle gespielt haben oder Crowleys Konzept vom heiligen Schutzengel, die innerhalb der Magie Konzepte der Mystik darstellen.--Maya 19:56, 27. Nov 2005 (CET)
- Die Einleitung ist leider immer noch verwirrend. Die Definition des Begriffes Magie ist doch eigentlich sehr simpel: Magie ist die Vielzahl von Methoden (z.B. theurgische, kabbalistische, thelemitische etc.) zur Beherrschung u.a. der Materie durch den Geist. Nicht mehr und nicht weniger. Das Zitat sollte ganz weggelassen werden, da es keinerlei verwertbare Zusatzinformationen enthält. Die Wertung durch die positivistischen Wissenschaften der Moderne gehört in den Textkörper verschoben. Kurzum: vollständige Überarbeitung nötig.
Wenn Du bessere Ansätze hast, dann verändere den Text doch einfach, nur keine Scheu. Allerdings bezieht sich Magie nicht nur auf den Versuch die Materie zu beherrschen, sondern auch auf psychisch-geistige Techniken zur Beherrschung und Veränderung der eigenen Psyche oder des eigenen Geistes (z.B. die Annahme von Gottformen usw.), und es gibt Ausübende der Magie, die die Magie nur zu diesem Zweck anwenden. Magie nur auf die Materie zu beziehen ist also etwas zu kurz gegriffen. Es geht ja auch nicht nur um die westliche Magie, sondern auch um Formen der Magie in anderen Kulturen, in denen Magie auch als geistige Dsiziplin zu verstehen ist. Das Zitat gefällt mir auch nicht, ich wollte es nur nicht löschen. Daß Magie unwissenschaftlich ist und auf Glaubensannahmen beruht sollte schon am Anfang des Textes stehen, viele wissenschaftlich ausgerichtete Mitarbeiter der wikipedia haben nämlich sonst Probleme mit diesem Artikel (Es gab schon öfter Ärger in bezug auf Esoterik- und Okkultismus-Artikel). --Maya 21:36, 28. Nov 2005 (CET)
- Hi Maya, mit dem Zitat bin ich auch noch nicht glücklich, aber ich denke so sieht die Definition und Einleitung schon kompakt und übersichtlich aus. Das "Textmaterial" ist schon sehr umfangreich, aber noch recht uneinheitlich in der wissenschaftlichen Tiefe und enzyklopädischen Aufbereitung. Aber durchaus Potential sowas mal lesenswert zu bekommen. Allerdings fehlt sowas wie Harry Potter :-) ja, ehrlich, kulturelle Bezüge müssen rein! Hast du mal nach Bildern gesehn, wäre bestimmt interessant. liebe Grüße, -- Thomas M. 18:29, 29. Nov 2005 (CET)
- "so sieht die Definition und Einleitung schon kompakt und übersichtlich aus" - Ist das Dein Ernst? Die Einleitung ist schlecht und ich will Dir auch sagen warum: 1) Bei der Herkunft des Namens wird dieser mit sich selbst erklärt. 2) "Übernatürlich" und "paranormal" bezeichnen dasselbe. 3) Enorm viele Frendwörter und Fachtermini. 4) Zitate als nähere Erläuterung sollten in der Einleitung nur bei Personen angeführt werden, weil sie sonst wertend wirken.
- Liebe Maya! "Wenn Du bessere Ansätze hast, dann verändere den Text doch einfach, nur keine Scheu." - Ich wollte nicht unhöflich sein und die Einleitung einfach so und ohne Kommentar ersetzen. "Allerdings bezieht sich Magie nicht nur auf den Versuch die Materie zu beherrschen" - Bitte meinen Text etwas genauer lesen, denn dort steht "u.a. der Materie". Das schließt auch Dinge der astralen und ätherischen Welt mit ein. "Magie unwissenschaftlich ist und auf Glaubensannahmen beruht" - Im Sinne des NPOV sollte man wohl eher schreiben, dass die Magie von den positivistischen Wissenschaften als unwissenschaftlich angesehen wird. Die Theologie zählt auch als Wissenschaft, obwohl sie in ihrer Substanz auf dem Glauben an Gott beruht.
- Tut mir leid, da habe ich dich wohl wirklich mißverstanden.-Maya 19:42, 29. Nov 2005 (CET)
Bis auf das Zitat, daß ich gerne rausnehmen würde, um nochmal die Etymologie darzustellen, finde ich die Einleitung nicht schlecht. Die Fremdworte sind ja verlinkt, da kann man nachsehen, was sie bedeuten. Das mit der Doppelung stimmt natütrlich, ich habe das 'paranormal' jetzt entfernt. Falls du (IP) einen konkreten Vorschlag hast, wie man die Einleitung besser formulieren könnte und du selbst den Text nicht ändern möchtest, stell doch Deinen Vorschlag hier auf die Diskussionsseite, dann kann ich die Einleitung umarbeiten.--Maya 18:57, 30. Nov 2005 (CET)
- "Die Fremdworte sind ja verlinkt, da kann man nachsehen, was sie bedeuten" - Die Fremdwörter stören den Lesefluss der in diesen Dingen unbewanderten Leser gewaltig. In der Einleitung möchte man das Interesse der Leser gewinnen. Das funktioniert erfahrungsgemäß nicht, wenn der Leser gleich vom Hundersten ins Tausendste kommt bzw. geschickt wird. Denn folgt man bspw. dem ersten Verweis und landet in einem Artikel, dessen Einleitung wiederum Verweise enthält, so ... ich hoffe, jeder versteht nun, was ich meine. Die Richtlinien der Wikipedia sehen das im übrigen auch so. "Falls du (IP) einen konkreten Vorschlag hast, wie man die Einleitung besser formulieren könnte " - Die Magie ist die Wissenschaft von den Universalgesetzen und deren Gebrauch durch den menschlichen Geist. Natürlich handelt sich hierbei um eine dogmatische und nicht-positivistische Wissenschaft. Eine solche nicht beweisbare Grundannahme ist die der Existenz "Gottes" und auch die, dass sich dessen gesamte Manifestation, d.h. das gesamte Universum, in jedem einzelnen Menschen vollständig widerspiegelt und nur deshalb überhaupt beinflusst werden kann. Wenn man sich selbst kennenlernt und erforscht, so erforscht man auch den "Rest". Unter diesem Gesichtspunkt kann man es auch mit Julius Evola halten und sagen, dass die Magie die Wissenschaft vom Ich ist. Man sollte in der Einleitung noch erwähnen, dass je nach verschiedenem Kulturkreis verschiedene Techniken und Methoden entwickelt wurden und werden, die Details aber in den jeweiligen Unterabschnitten behandeln. Das Pentagramm in der Einleitung - zumal auch noch auf dem Kopf stehend - ist auch etwas unglücklich, denn es suggeriert dem Leser, dass es sich um eine Art "Hokuspokus" oder Gruselkram a la Harry Potter handeln könnte.
- Du hat ja inhaltlich weitgehend recht, aber SO kann man das einfach nicht schreiben - das wäre kein enzyklopädischer Stil. Also keine Rechtfertigungen, unnötige Vergleiche und Wörter wie "natürlich". Sieh dir am besten mal die Tutorial-Seite für Autoren an. Sicherlich kann man noch einen Abschnitt "Einleitung" oder "Allgemein" direkt hinter die Definition mit dem kurzen Überblick setzten. Die Bedeutung der Magie, die man hier darstellen muss geht (leider) auch in Richtung, aber das sollte nicht stören. "nicht-positivistische Wissenschaft" würde ich nicht sagen, eher nicht (sinnlich) empirisch. Die beste Möglichkeit ist, wenn du dir eine Benutzerkennung besorgst, aber auch ohne bitte immer die Beiträge auf der Benutzerseite unterschreiben. viele Grüße, -- 84.178.155.89 18:32, 1. Dez 2005 (CET) (Thomas M.)
- "aber SO kann man das einfach nicht schreiben" - Nein, natürlich nicht. Es war auch nicht als Reinschrift gemeint, sondern eher als Inspiration zum Schreiben für Maya oder andere. Entschuldigung für das Mißverständnis. "aber auch ohne bitte immer die Beiträge auf der Benutzerseite unterschreiben" - Na gut, wenn es dich glücklich macht --217.83.82.21 20:03, 1. Dez 2005 (CET)
Ich verstehe zwar, worauf du hinauswillst, aber Magie ist einfach keine Wissenschaft und in dieser Form wäre die Einleitung auch nicht enzyklopädisch. Leider fällt mir nichts sinnvolles ein, um die Fremdwörter zu entfernen, da hast du wohl recht, daß die stören. Vielleicht fällt mir etwas besseres ein, wenn ich nochmal in der Bibliothek nachsehe.--Maya 21:37, 1. Dez 2005 (CET)
- "aber Magie ist einfach keine Wissenschaft" - Nochmal: Dieser Wikipedia-Definition nach ist auch Theologie keine Wissenschaft, wobei der Wikipedia-Artikel über Theologie jedoch genau dies behauptet. Alles das, was Wissen schafft, ist auch eine Wissenschaft. So sollte man es im Sinne einer neutralen Beschreibung auch mit der Magie halten. Was genau sind denn deine sachlich begründeten Einwände gegen eine solche Klassifizierung?
- Du rennst bei mir eigentlich offene Türen ein. Man kann Magie durchaus wissenschaftlich betreiben. Das Problem ist nur, dass die Falsifizierung, Reproduzierbarkeit und Kommunizierbarkeit der "Daten" und Theorien nur durch das subjektive Erleben möglich ist. Das wird aber von der Mehrheit der Autoren auf Wikipedia nicht akzeptiert - es sind eben Muggel :). Die (christliche) Theologie ist dahingehend eine Ausnahme, da die traditionell als Wissenschaft gilt, aber es gab hier auch schon heftige Diskussionen darüber. Wenn man sich an (bekannte) Autoren hält und deren Aussagen zitiert/darstellt, dann kann man aber schon sehr viel hier darstellen und ich denke du solltest es einfach mal probieren. Wenn ich wüsste welche Fremdwörter gemeint sind, kann ich mal sehn, was zu machen ist...
- Die Signatur erleichtert einfach die Zuordnung der Kommentare und manchmal ist auch der Zeitstempel wichtig (hat er gemeckert vor oder nach der Änderung?). viele Grüße -- Thomas M. 12:53, 2. Dez 2005 (CET)
- "Das Problem ist nur, dass die Falsifizierung, Reproduzierbarkeit und Kommunizierbarkeit der "Daten" und Theorien nur durch das subjektive Erleben möglich ist" - Vielleicht sollte man genau das in einem Nebensatz zur Wissenschaftlichkeit in der Einleitung unterbringen. Dann ist klar, wie es zu verstehen ist und die Befindlichkeiten der Muggels :o) werden nicht länger gestört. "Wenn ich wüsste welche Fremdwörter gemeint sind" - Trance, meditativ, transzendieren, metaphysisch, Autosuggestion, psychisch-geistig (vielen Leuten ist der Unterschied nicht klar). --217.83.106.133 16:36, 2. Dez 2005 (CET)
Genau das meinte ich mit 'keine Wissenschaft'. Abgesehen davon, daß es wohl auch viele MagierInnen gibt, die nicht den geringsten wissenschaftlichen Anspruch haben. Ich bin mir auch nicht ganz sicher, ob ich Theologie für eine Wissenschaft halte. Ich halte außerdem den Ausdruck 'Universalgesetze' für problematisch, was genau soll das sein? Das mit den Fremdworten sollte eigentlich änderbar sein, kann aber noch dauern bis mir etwas besseres einfällt. Vielleicht hat Thomas da ja auch noch eine Idee.--Maya 19:37, 2. Dez 2005 (CET)
Hallo nochmal. Unter www.magieausbildung.de findet man eine exzellente Einleitung zum Thema. Und nein, ich habe mit der genannten Internetseite nichts zu tun. --217.83.76.20 19:55, 2. Dez 2005 (CET)
- Hmm, Fremdwörter, hmm, also... Trance, meditativ und Autosuggestion sind nun wirklich nicht zu ersetzten ohne ganze Sätze dafür zu substituieren (sic!) und mMn ziemlich allgemeinverständlich. Psychisch-geistig könnte man näher erklären, aber bei 10 Fachleuten und Fachrichtungen gibt es 10 Definitionen und diese offene Vielfalt ist hier durchaus wünscheswert.
- Bleibt Transzendieren = "qualitativ erweitern" ist aber nicht schön!
- und metaphysisch = "übernatürlich" trifft es aber nicht wirklich und der Link ist sehr gut!
- Fazit: Ich würde es so lassen, aber wer was besseres hat... -- Thomas M. 21:49, 2. Dez 2005 (CET)
Einleitung komplett überarbeitet. --217.83.103.98 22:10, 3. Dez 2005 (CET)
Gefällt mir wesentlich besser als der komplizierte Schwurbel, der vorher dort stand :-)--Maya 22:38, 3. Dez 2005 (CET)
- Das wiederum gefällt mir :o) --217.83.103.98 22:49, 3. Dez 2005 (CET)
Lesenswert-Diskussion Dez. 2005
Pro Halloween 15:29, 3. Dez 2005 (CET)
- contra - etwas geschwollener Schreibstil, zu viele Abk. wie sog. u. dergl. Ein Wikipediaartikel ist kein Zeitungsinserat. Zu wenig kritisch. Vielleicht ein Fall fürs Review, wenn es jemand betreuen will. --Kurt seebauer 23:06, 3. Dez 2005 (CET)
- Ich weiß nicht welches Zeitungsinserat mein Vorredner (Informatikstudent) gelesen hat. In dem Wiki-Artikel mit etwa 190 Zeilen (etwa 4000 Worte) konnten im Schnellesemodus folgende Abkürzungen gefunden werden: ( je 1x d.h.; u.U.; u.a.; o.ä.; 5x z.B.) insgesamt also 9. Das Lemma ist gut formuliert, mit Bezug zur historischen Wortherkunft. Sätze sind präzise und leicht verständlich. Abgrenzung zur wissenschaftlichen Sichtweise ist dargelegt. Lesenswerter Artikel.--Aquis 12:09, 4. Dez 2005 (CET)
- dein Schnelllesemodul war wohl etwas oberflächlich. Hast du denn nicht mal nach "u. dergl." gesucht? Gegen gebräuchliche Abkürzungen wie "z.B." hab ich nichts. --Kurt seebauer 16:01, 4. Dez 2005 (CET)
Ich habe jetzt die meisten Abkürzungen entfernt.--Maya 19:00, 4. Dez 2005 (CET)
Contra Schlechter Aufbau. Es ist nicht vermittelt, wieso der Beitrag gleich zu Beginn in die "Modelle der Magie" springt. Die Kapitel haben keinen logischen, nachvollziehbaren Aufbau. Der Geschichtsteil sollte unterteillt werden und nach einer Gesamtübersicht am Anfang stehen. --Panter Rei 16:55, 5. Dez 2005 (CET)
Contra Knapp Contra. Aber ich finde ihn auch schwach in der Struktur. Geschichte und Modelle sind irgendwie nicht zueinander stimmig. Kritik sowie Risiken und Nebenwirkungen hätten nicht nur hier und da eine Erwähnung im Fließtext, sondern eine eigene Überschrift verdient. Vieles ist aber schon recht gelungen, und man sieht, dass sich viele Leute da schon Mühe gegeben haben.--Heidelbaer 13:01, 6. Dez 2005 (CET)
Contra Schließe mich der Kritik am Schreibstil an. Bsp.: "Gestalten (???) wie Agrippa von Nettesheim und Paracelsus, die sich mit Naturmagie beschäftigten,..." -> Dem Artikel fehlt irgendwie der rote Faden. Manchmal werden Behauptungen in den Raum geworfen, die ich nicht so ganz nachvollziehen kann, bzw. bei denen ich skeptisch bin, ob man sie so stehen lassen kann. Beispiele: " Unter dem römischen Kaiser Julian fand eine Rückbesinnung auf magische Praktiken statt, als Reaktion auf den Einfluss des Christentums. Diese sind verbunden mit dem Neuplatonismus und der Praxis der Theurgie." -> Was hat den Plato mit der Magie zu tun ? Warum ist Theurgie nicht verlinkt ? "Magisierendes Fühlen, Denken und Handeln sind eine Begleitscheinung stationär hoffnungsarmer Bevölkerungsgruppen, und Schübe in diese Richtung folgen allen sozialen Krisen,..." -> Die Gleichsetzung "aus Hoffnungsarmut bzw. sozialen Probleme folgt> Magie" ist mir etwas zu simpel. Bitte stichhaltige Belege dafür bringen. "Kommerziell und politisch werden magische Zuschreibungen dauernd in der Werbung nachproduziert." -> Bitte mit Beispielen näher darlegen, sonst bringt diese Aussage nicht viel. Gruß Boris Fernbacher 06:42, 7. Dez 2005 (CET)