Maschinenpistole

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Der Artikel Maschinenpistole gehört zur Kategorie: Handfeuerwaffe
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Maschinenpistole MP40 und Thompson A1
Bildherkunft

Maschinenpistolen (MP) sind kompakte, vollautomatische Nahkampfwaffen. Sie verschießen im Gegensatz zu Gewehren bzw. Maschinengewehren Pistolenmunition. Charakteristisch ist eine meist einklappbare Schulterstütze. Dank des geringen Rückstoßes lassen sie sich auch im Hüftanschlag beherrschen, haben aber die Tendenz, bei schlechter Handhabung des Hüftanschlags nach oben und rechts auszubrechen, wodurch die Zielgenauigkeit leidet.

Geschichte

Als der Grabenkrieg des Ersten Weltkrieges nach geeigneten Waffen zum Kampf auf geringste Entfernungen verlangte, erschienen zuerst Pistolen mit vergrößerten Magazinen und Schulterholster (etwa die Mauser C-96 oder Parabellum 08). Ihnen folgte als logischer nächster Schritt die Maschinenpistole MP18.

Nachdem im Zweiten Weltkrieg große Mengen von Waffen benötigt wurden, entstand eine ganze Reihe einfacher und wirkungsvoller Maschinenpistolen, die aber unpräziser als die konventionellen Gewehre schossen.

Am bekanntesten dürften die deutsche MP 40 sein, die fälschlicherweise als Schmeisser in die Geschichte eingegangen ist, sowie aus diversen Gangsterfilmen die amerikanische Thompson Maschinenpistole M1928, die französische MAT49, die britische Sten und die israelische Uzi.

Technik

Die meisten Maschinenpistolen sind offen zuschießende Rückstoßlader mit Masse-Feder-Verschluss. Der Verschluss besteht aus einem massiven Block mit integriertem Schlagbolzen und Auszieher. Bei einer schussbereiten Waffe ist das Patronenlager leer und das Magazin gefüllt. Der Verschluss wird vom Abzugstollen in hinterer Position festgehalten. Durch Betätigen des Abzugs wird der Verschluss freigegeben und schnellt unter dem Druck einer kräftigen Schließfeder nach vorn. Dabei stößt er eine Patrone aus dem Magazin in das Patronenlager und zündet sie durch den Aufprall des Schlagbolzens auf das Zündhütchen. Die Massenträgheit bewirkt, dass der Verschluss die Patronenhülse im Patronenlager festhält bis das Geschoss den Lauf verlassen hat. Dabei legt sich die Hülse an die Wand des Patronenlagers und dichtet dieses nach hinten ab. Nachdem das Geschoss den Lauf verlassen hat sinkt der Gasdruck schlagartig ab und die Hülse wird entlastet. Der Verschluss wird durch den Rückstoß nach hinten beschleunigt. Dabei wird die Hülse vom Auszieher des Verschlusses aus dem Patronenlager gezogen und vom Auswerfer (seitlich oder nach oben) ausgeworfen. Der Verschluss wird weiter in die hintere Ausgangsposition zurückgeworfen. Der Zyklus wiederholt sich, solange der Abzug gedrückt bleibt und Munition zugeführt wird. Beispielsweise arbeitet die Uzi nach diesem Prinzip.

Ein weiteres Verschlussystem, das beispielsweise bei der MP5 realisiert wurde, ist das auch schon vom ehemaligen Standardgewehr G3 der Bundeswehr bekannte Prinzip des Rückstoßladers mit beweglich abgestütztem Rollenverschluss. Hierbei sorgen zwei seitlich versetzte Rollen im Verschlusskopf, die in eine Aussparung in der Patronenkammer gedrückt werden, für eine Ausziehverzögerung nach Abgabe des Schusses. Dieses aufschiessende Verschlussystem hat den Vorteil, dass die Empfindlichkeit gegenüber Schmutz gemildert werden kann. Die Waffe ist aufschießend, d.h. die Verschlussbewegung findet erst nach Abgabe des Schusses statt und erlaubt somit ein extrem präzises und kontrollierbares Schussbild.

Maschinenpistolen werden auch als Gasdrucklader konstruiert. Die Maschinenpistole MP7 zum Beispiel ist ein aufschiessender Gasducklader mit Drehkopfverschluss.

Modelle

Einige der bekanntesten MPs sind die amerikanische Thompson, die deutschen MP 40 (Vollmer) und Walther MP, die sowjetische PPSch-41 sowie die britische STEN gun, die als eine der meistproduzierten Maschinenpistolen gilt, die neue HK MP5, und die kleinen Uzi (MP2) und Scorpion.

In der Gruppe der seltenen aufschießenden Maschinenpistolen ist die Heckler & Koch MP 5 die bekannteste und wird aufgrund der hohen Präzision auch oft zum Personenschutz geführt (auch als kurze Variante im Aktenkoffer).

Weblinks


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Plagiat

Der angegebene Weblink [LINK] hat die Funktionsweise der Uzi wörtlich aus unserem Artikel abgeschrieben, ohne die Quelle zu nennen. (Ich kann das beurteilen, denn die betreffende Passage im Artikel stammt von mir.) Nicht nett! --Idler Idler 16:17, 15. Jul 2005 (CEST)

Diese Definition bzw. Erklärung des Begriff Maschinenpistole und dessen Bedeutung wurde zuletzt am 8.2.2006 aktualisiert (Glossar Lexikon Enzyklopädie).


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