Meru (Mythologie)

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Der Artikel Meru (Mythologie) gehört zur Kategorie: Thailand, Thailändische Mythologie, Buddhismus, Hinduismus, Indische Mythologie

Der Berg Meru (Sanskrit, m., मेरु, meru) bildet, gemäß der hinduistischen und der buddhistischen Kosmologie, das Zentrum des Universums.

Der unendlich hohe Berg Meru, Wohnsitz von Göttern und Schutz-Gottheiten, erhebt sich im Mittelpunkt des Universums, welches flach ist wie eine Scheibe. Um ihn kreisen die Sonne und der Mond, die Sterne und die Planeten, die den Lauf von Tag und Nacht beeinflussen, das Kommen und Gehen der Jahreszeiten und damit letztendlich das Wohlergehen der Menschen.

Nach der hinduistischen Überlieferung ist der Meru von vier konzentrischen Ketten von Kontinenten umgeben. Gemäß der buddhistischen Kosmologie — wie z. B. in dem thailändischen Opus Traiphum Phra Ruang aus dem 14. Jahrhundert A.D. ausführlich dargelegt — umgeben ihn sieben konzentrischen Bergketten, die nach aussen hin immer niedriger werden. Jede Bergkette ist von der nächsten durch einen tiefen Ozean, den Sidantara-Ozeangetrennt. Dies gesamte System wird nach außen hin von einer weiteren, unüberwindlichen Bergkette begrenzt, der Cakkavala-Bergkette ("Eisen-Berge"). Jenseits der Eisen-Berge liegt das Nichts.

Zwischen den Eisen-Bergen und den sieben Bergketten, die den Berg Meru umgeben, in dem großen Salz-Ozean, liegen vier Kontinente: Im Osten liegt Pubbavideha, im Norden Uttarakuru, im Westen Aparagoyana und im Süden der Jambu-Kontinent (Sanskrit, m., जम्बुद्वीप, Jambudvīpa, Thai, ชมพูทวีป - Chomphuthawip). Im Norden diese Kontinents, an den Hängen des Berges Meru, liegt übrigens der Himaphan Wald, Heimat vieler Fabeltiere. Jeder dieser Kontinent ist von 500 kleineren Inseln umgeben. Zwischen den 4 großen Kontinenten liegen 4 kleinere Kontinente, Yupara genannt. Dies ist das Land, in dem Garuda leben. Auf dem Jambu-Kontinent leben die Menschen.

Siehe auch: Kailash

Wandmalerei

Erläuterung zum nebenstehenden Bild

Abbildung
Wandmalerei Wat Sakhet, Bangkok
Bildherkunft

Dieses Bild zeigt die rechte Hälfte der Westwand im Bot des Wat Sakhet, Bangkok. Dargestellt ist hier direkt hinter der Haupt-Buddha-Statue sozusagen der Querschnitt durch den buddhistischen Kosmos. In der linken Bildhälfte ist der Berg Meru, ganz oben liegt Indras Palast. Die sieben Bergketten sind hier wie Säulen dargestellt, gekrönt vom Palast einer Gottheit. Rechts unten ist der Große Salzozean mit zwei der Kontinente zu sehen. Oben auf rotem Hintergrund schweben die Paläste der Devata. Der weiß umrundete Kreis in der Mitte rechts ist die Sonne, hier dargestellt als Sonnen-Wagen, der von mythischen Fabeltieren gezogen wird. Eine ähnliche Malerei ist auch in der Kapelle des Smaragd-Buddha (im Wat Phra Kaeo in Bangkok) zu bewundern.

Literatur

Frank E. Reynolds (Transl.): Three Worlds According to King Ruang. University of California (Berkeley Buddhist studies series), 1982. ISBN 0-89581-153-7


Diskussion der Autoren über den Artikel: Meru (Mythologie)


ein Link zum Mount Meru, dem echten Berg wäre nicht schlecht, http://en.wikipedia.org/wik...

Gute Idee, nur ist hier die falsche Stelle. Auf der Begriffsklärungs-Seite von Meru gibts einen Artikel zum Mount Meru. Dort wäre der Link angebracht. Habe ich aber soeben erledigt ;-)
-- Hdamm 19:28, 27. Jul 2005 (CEST)


Diese Definition bzw. Erklärung des Begriff Meru (Mythologie) und dessen Bedeutung wurde zuletzt am 8.2.2006 aktualisiert (Glossar Lexikon Enzyklopädie).


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