Newgrange

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Der Artikel Newgrange gehört zur Kategorie: Irland, Kultbau, Kulturdenkmal (Irland)
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Newgrange heute, nach der Teilkonstruktion
Bildherkunft

Newgrange (irisch: Brú na Bóinne , "Herberge/Wohnstatt am (Fluss) Boyne" oder ursprünglich wohl "Wohnstatt der (Göttin) Bóinn") bezeichnet ein gewaltiges Hügelgrab in der irischen Grafschaft Meath am Fluss Boyne. Vom Typ her handelt es sich um ein Passage tomb mit kreuzförmiger Kammer und Kraggewölbe, was nicht sehr häufig ist, aber auch auf Anglesey und Orkney vorkommt.

Bedeutung

Newgrange liegt oberhalb einer weiten Flussbiegung in einer der fruchtbarsten und landwirtschaftlich von jeher intensiv genutzten Gebiete Irlands. Die Anlage wurde ca. 3200 v. Chr. erbaut. Sie ist eine der weltweit bedeutendsten Megalithanlagen und eine der ältesten, die zweifelsfrei mit einer kosmischen Komponente zu verbinden ist. Zwar existiert eine Kreuzkammer auch bei anderen Anlagen in Irland und Schottland, doch sind nur ganz wenige, darunter Maes Howe auf Orkney, bekannt, deren Primärzweck derart eindeutig auf eine kosmische Kalendererscheinung zurückzuführen ist. In umnittelbarer Umgebung liegen mit Dowth und Knowth mit seiner schismatischen Geprägtheit zwei weitere bedeutende Megalithanlagen, die zeitliche Vorläufer zu sein scheinen. 1993 wurde die Anlage zum Weltkulturerbe erklärt.

Aufbau

Die Anlage wurde von Archäologen der Universität Cork in den Jahren 1962-1975 teilrekonstruiert. Der Durchmesser der Anlage beträgt gut 70 m. Der Hügel besteht überwiegend aus Stein und Grassoden, von einem Steinring begrenzt, der ursprünglich eine drei Meter hohe Mauer aus Granit und an der Zugangseite aus weißem Quarzit trug. Er wurde nach der Ausgrabung nachgebildet.

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Lichteinfall durch die Lichtkammer über dem Gang
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Innen findet sich ein ca. 22 m langer Gang, der in einer kreuzförmigen Kammer endet. An etwa 13 Morgenden um die Wintersonnenwende dringt bei Sonnenaufgang ein Strahl für ca. 15 min die Kammer. Sie hat ein ca. 7 m hohes sogenanntes Kraggewölbe und ist nach über 5000 Jahren immer noch wasserdicht. In einer der 3 Nischen der Kammer fand sich ein großer verzierter Altarblock mit einer seichten Mulde. Früher wurde angenommen, dass auf den Altarsteinen Menschen geopfert wurden. Da sich hier jedoch verbrannte menschliche Knochen fanden, nimmt man an, dass der Branderitus üblich war, ein ähnliches Vorgehen findet sich in anderen Anlagen.

Die nächste bauliche Entsprechung hat diese Anlage in ihrem Vorgänger Knowth (wenige hundert Meter entfernt) und in Maes Howe auf Orkney. Die innere Aufteilung und die Kragbauweise entspricht aber auch der sardischer Nuraghen. Es gibt Anzeichen dafür, dass vormals die gesamte Anlage wie die von Knowth von einem verzierten Steinring umstanden war; hiervon sind nur noch 12 Steine evident.

Literatur

  • Werner Antpöhler: Newgrange, Dowth und Knowth; Verlag Neue Erde; 2000; ISBN 3890600220
  • Horst Sy: Wurde Newgrange von Göttern erbaut? Untersuchung der 157 Steine der Weisen.; Frieling u. P., Berlin; 2000; ISBN 3828011748
  • Juergen E. Walkowitz: Das Megalithsyndrom. Bd. 36 in Beitraege zur Ur- und Frühgeschichte Mitteleuropas, Langenweissbach 2003. ISBN 3-930036-70-3

Weblinks



Diese Definition bzw. Erklärung des Begriff Newgrange und dessen Bedeutung wurde zuletzt am 8.2.2006 aktualisiert (Glossar Lexikon Enzyklopädie).


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