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Ostsee mit Anrainerstaaten & Inseln Bildherkunft |
Die Ostsee (auch Baltisches Meer genannt, von lat. Mare Balticum) ist ein bis 459 Meter tiefes und 413.000 km² großes Nebenmeer des Atlantischen Ozeans in Europa und gilt als das größte Brackwassermeer der Erde.
Geografie
Lage
Die Ostsee trennt die Skandinavische Halbinsel von den zusammenhängenden Festländern von Nord-, Nordost- und Mitteleuropa. Der nordwestliche Ausläufer, das Kattegat, grenzt bei Skagen an das Skagerrak. Diese Meerenge an der Halbinsel Jütland stellt die einzige Meeresverbindung zur Nordsee und damit zum Atlantik dar.Entstehung
Die Ostsee entstand gegen Ende der letzten Eiszeit, und zwar der Weichsel-Eiszeit vor etwa 12 000 Jahren. Die Bildung des heutigen Brackwassermeeres entstand dabei über mehrere Etappen. Die Küstengestaltung erfolgte durch ein Zusammenspiel von Landhebung und Meeresspiegelanstieg. Vor 12 000 Jahren war der nordeuropäische Kontinent von riesigen Gletschermassen bedeckt, die sich teilweise bis Norddeutschland ausdehnten. Infolge des damaligen Klimaumschwunges zogen sich die Eismassen in Richtung Skandinavien zurück. Als der Eisrand nach Abschmelzen der randlichen Inlandeismassen auf der Höhe von Aland, nördlich von Stockholm, lag, bildete sich in seinem Vorland der Baltische Eisstausee (vor 12 000 - 10 200 Jahren). Die nächste Etappe erfolgte durch die Bildung des Yoldia-Meeres vor ca. 10200 - 8900 Jahren. Das Yoldia-Meer entstand durch den starken Meerwasserspiegelanstieg, der schließlich eine Verbindung zum Weltmeer in der Nähe der mittelschwedischen Seenplatte schuf. Nun erfolgte ein Süßwasserausstrom und ein Salzwassereinstrom. Mit der Zeit hob sich das skandinavische Festland im höheren Maße als der Meerwasserspiegel anstieg. Die Gletscher zogen sich zurück, der Druck auf die skandinavische Landmasse nahm ab, so dass sie sich zu heben begann. Infolge dessen wurde die Seeverbindung wieder blockiert und es entstand der Ancylus-See vor ca. 8900 - 7000 Jahren. Die Großformen der Küsten im südlichen Bereich der Ostsee entstanden durch die Litorina-Transgression vor ca. 7000 – 2500 Jahren. Diesmal öffnete sich der Zugang in der Nähe der Darßer Schwelle vor der deutschen Küste. Die Festlandbrücke zwischen Südschweden und Dänemark wurde überflutet und der Osten Dänemarks löste sich in die heutigen Inseln auf. Die Gletscher waren nun fast vollständig geschmolzen. Aber das Festland von Skandinavien hob sich anhaltend, sodass sich die Küstenlinie nachhaltig veränderte. Als Ausgleich senkte sich der südliche Bereich der Ostsee. Das vorrückende Meer überflutete die jungglaziale Landschaft und formte sie dabei um. Als Ergebnis findet man drei Küstenformen im südlichen Bereich wieder: Fördenküste (Bsp. Kieler Förde), Buchtenküste (Bsp. Lübecker Bucht) und die Bodden- bzw. Boddenausgleichsküste (Bsp. Darß).Abgrenzung & Gliederung
Abgrenzung: Begrenzt wird die Ostsee durch Schweden, Finnland, Russland, Estland, Lettland, Litauen, Polen, Deutschland und Dänemark.
Der nördlichste Punkt der Ostsee befindet sich an der schwedisch-finnischen Landesgrenze am Bottnischen Meerbusen, ihre östlichste Stelle beim russischen Sankt Petersburg. Ihr südlichster Punkt stellt das Südende der Wismarer Bucht bei der Hansestadt Wismar dar, die westlichste Stelle liegt am Westende der Flensburger Förde bei der Stadt Flensburg.
Gliederung: Die Ostsee, in der zahlreiche Meeresbuchten, Förden, Meerengen, Inseln, -gruppen, -ketten & Eilande liegen, lässt sich grob in folgende größere Bereiche unterteilen:
Vordere Ostsee
Die Vordere Ostsee umfasst das Kattegatt nördlich der Meerengen Öresund, Großer und Kleiner Belt zwischen Dänemark, Deutschland und Schweden.
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Zentrale Ostsee
Die Zentrale Ostsee reicht unter Einschluss der Westlichen- und Südlichen Ostsee von der deutschen Ostseeküste im Westen bis etwa zur Linie Stockholm-Åland-nordwestliches Estland.
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- Flensburger Förde:
- Geltinger Bucht
- Wenningbund
- Kieler Bucht:
- Mecklenburger Bucht:
- Lübecker Bucht
- Neustädter Bucht
- Hemmelsdorfer See (ehemalige Förde)
- Boltenhagener Bucht
- Wismarer Bucht
- Pommersche Bucht:
alphabetisch sortiert Eimündende Flüsse & Ströme:
alphabetisch sortiert | | width="275" valign="top" | Inseln, -gruppen, -ketten & Eilande:
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- Große Inseln sind:
- Weitere - Inselwelt
Nordöstliche Ostsee
Die Nordöstliche Ostsee umfasst den Finnischen Meerbusen zwischen Estland, Finnland und Russland.
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Nördliche Ostsee
Die Nördliche Ostsee stellt den Bottnischen Meerbusen dar (von Åland nordwärts), zwischen Finnland und Schweden.
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Einmündende Flüsse & Ströme:
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Daten
Größe
- Ausdehnung: 413.000 Quadratkilometer
- Wasservolumen: 21.600 Kubikkilometer
Meerestiefe
- Maximale Tiefe: 459 m Landsorttief (siehe hierzu auch: Meerestief)
- Zweittiefste Stelle: 259 m Gotlandtief
- Durchschnittliche Tiefe: 52 m
Salinität
Der Salzgehalt (Salinität) der Ostsee schwankt zwischen über 25 PSU (2,5 %) im Skagerrak und 5-3 PSU (0,5 % - 0,3 %) im nordöstlichen Teil (Bottenwiek und Finnischer Meerbusen). Dabei ist der Abfall im Salzgehalt nicht kontinuierlich, sondern eher sprunghaft. Dies lässt sich darauf zurückführen, dass das Bodenprofil der Ostsee durch die Eiszeiten bedingt in Becken unterteilt ist. Der größte Sprung in der Ostsee-Salinität findet an der Darßer Schwelle nördlich von Rostock statt, die zwischen Belt und Arkona-Becken liegt. Hier sinkt die Salinität von circa 1,7 % auf 0,8 %. Der Grund für die sprunghaften Salinitätsunterschiede liegt in der unterschiedlichen Dichte von Salz- und Süßwasser, die zu einer Schichtbildung führt. Das schwere Salzwasser sinkt auf den Grund des Meeres und sammelt sich in den eben genannten Becken. Die Schwellen zwischen diesen Becken können vom Salzwasser nicht ohne weiteres überwunden werden.
Namensgebung und -deutung
Die Ostsee, die auch Baltisches Meer bzw. Baltische See genannt wird und lat. Mare Balticum heißt, wurde nach dem gotischen Volk der Balthi im Ersten Jahrtausend als Mare Balt(h)icum bezeichnet. Balt bedeutet gotisch kühn; litauisch weiß. Ein weiterer Name der Ostsee ist "Aestenmeer" nach dem Volk der Aesten, den baltischen Prußen, die an Weichsel und Memel lebten. Die Aesten wurden von Tacitus in Germania als die am weitesten östlich am Mare Suebicum lebenden Menschen beschrieben, aber sie sollen keltisch gesprochen haben. Suebisch bezog sich auf den germanischen Sammel-Stamm der Sueben, die zusammen mit den Goten (unter anderem den Balthi) an der Ostseeküste bis ins Baltikum wohnten. Im 19. Jahrhundert benannte Ferdinand Nesselmann die Sprachen der Prußen, Litauer, Letten usw. als Baltische Sprachen.
Wasserstraßen
Im Osten ist die Ostsee über die Newa und verschiedene Wasserstraßen mit der Wolga, dem Weißen, Schwarzen, Asowschen und dem Kaspischen Meer verbunden.
Klima
Der Südteil der Ostsee befindet sich in der gemäßigten Klimazone, die bei Dänemark noch ausgesprochen maritime Züge trägt, nach Osten hin jedoch im Bereich des Kontinentalklimas liegt. Der nördliche Teil, insbesondere der Bottnische Meerbusen, ist geprägt durch das kalte Klima der borealen Nadelwälder. Ihr nördlichster Punkt liegt unweit des Polarkreises. Weil die Ostsee vom klimabeeinflussenden Golfstrom abgekoppelt und ihre Fläche recht klein ist, aufgrund geringer Verdunstung und reicher Süßwasserzuführung der Salzgehalt außerdem sehr niedrig liegt, kann sie nur sehr geringfügig zum klimatischen Ausgleich beitragen; sie entwickelt kein eigenes maritimes Klima. Daher vereist sie jeden Winter und verursacht dann sogar eine Verstärkung des kontinentalen Klimas. Hafenstädte wie Oulu in Finnland zählen bis zu sechs vereiste Monate pro Jahr. Eisschichten können in kalten Wintern auch an der deutschen Küste Mächtigkeiten erreichen, dass Personen darauf spazieren gehen können. Nur einige Inseln wie Bornholm profitieren von einem ungewöhnlich milden Mikroklima.
Inselwelt
Die Ostsee ist so reich an Inseln, Inselgruppen und -ketten sowie bewohnten und unbewohnten Eilanden, dass ihre Zahl nicht exakt genannt werden kann, weil die Definitionen auseinander gehen, wonach eine Insel und ein Eiland unterschieden werden.
Größere Inseln in der Ostsee sind Gotland und Öland (schwedisch), Åland (finnisch), Hiiumaa und Saaremaa (estnisch), Wolin (polnisch), Usedom (dt./pol.), Rügen, Hiddensee und Fehmarn (dt.) sowie unzählige dänische Inseln, beispielsweise Seeland, Fünen, Lolland, Falster, Langeland und Bornholm.
Åland
Ein Inselstaat in der Ostsee ist das autonome Åland, das politisch zu Finnland gehört, aber überwiegend von schwedisch sprechenden Menschen finnischer Staatsangehörigkeit bewohnt wird. Die Inseln führen eine eigene Flagge und gelten im Nordischen Rat als eigene Nation.Dänemark
Auf der dänischen Ostseeinsel Seeland befindet sich eine Weltstadt: Kopenhagen. Und im nahen Roskilde befindet sich auf der selben Insel ein Weltkulturerbe: Die Domkirche von Roskilde. Seeland ist die größte Insel des Königreichs und inzwischen durch eine Brücke und einen Tunnel mit Schweden und durch eine andere Brücke mit der zweitgrößten dänischen Insel Fünen verbunden.Ein Großteil der Dänen lebt auf Ostseeinseln, und addiert man ihre Fläche zusammen, so besitzt Dänemark das größte Inselreich dort. Die meisten Inseln liegen im beliebten Segelrevier der dänischen Südsee. Dort befinden sich größere Inseln wie Lolland, Falster, Møn, Langeland, Ærø und Alsen. Weiter östlich besitzt das Land mit Bornholm seinen östlichsten Außenposten.
Zu den kleinsten bewohnten dänischen Ostseeinseln gehören die Ochseninseln in der Flensburger Förde. Sie liegen unmittelbar an der deutsch-dänischen Grenze und sind ein beliebtes Ausflugsziel.
Siehe auch: Liste dänischer Inseln
Deutschland
Deutschland hat drei wichtige Ostseeinseln: Fehmarn und Rügen (dt.), Usedom (dt./pol.):Fehmarn liegt vor der Halbinsel Wagrien an der Lübecker Bucht und ist mit dem Festland über die Fehmarnsundbrücke als Teil der Vogelfluglinie verbunden, und es wird überlegt, diese Insel mit einer weiteren festen Fehmarnbeltquerung als Alternative zur Jütlandlinie zu versehen, so dass das Brücken- und Tunnelnetz auf dem Weg von Mitteleuropa nach Skandinavien komplettiert wäre.
Rügen, die größte deutsche Insel, hat einige vorgelagerte Inseln. Am bekanntesten ist Hiddensee, gefolgt vom Vilm.
Usedom, dessen Ostteil zu Polen gehört, besitzt wie Rügen eine reiche Gliederung in Halbinseln, außerdem existieren dort viele Seen.
Siehe auch: Liste deutscher Inseln
Estland
Estlands größte Insel, und gleichzeitig die größte Ostseeinsel des Baltikums ist Saaremaa (Ösel). Zweitgrößte estnische Insel ist Hiiumaa (Dagö). Daneben gibt es noch die Insel Kinhu.Siehe auch: Liste der Inseln Estlands
Finnland
Die Zahl der finnischen Ostsee-Inseln und Eilande wird mit etwa 80.000 angegeben. Darin sind aber die vielen Tausend von Åland ebenso enthalten wie dessen Schären. Der Rest sind zumeist Schären, die nicht zu Åland gehören. Da Åland politisch aber zu Finnland gezählt wird, besitzt es, so gesehen, eine bedeutende Inselwelt in der Ostsee.Die Festung Suomenlinna liegt auf den Inseln vor Helsinki. Damit hat Finnland ein insulares Weltkulturerbe in der Ostsee.
Litauen
Litauen hat keine Inseln in der offenen Ostsee, dafür aber im Kurischen Haff: Kiaulės Nugara (dt.: "Schweinerücken") bei Klaipėda sowie Rusnė und einige andere im Memeldelta. Der litauische Teil der Kurischen Nehrung hat keine Landverbindung mit Litauen selber. Von Klaipėda muss man mit der Fähre übersetzen. Pläne für eine Brücke stehen im Konflikt zum Status der Landzunge als Nationalpark und Weltkulturerbe und wurden daher bisher verworfen. Auf dem Landweg ist die Nehrung nur von der russischen Oblast Kaliningrad aus zu erreichen.Polen
Polen teilt sich Usedom mit Deutschland. Diese Ostseeinsel ist also geteilt und damit gleichzeitig die einzige Ostseeinsel, die zu zwei Staaten gehört. Ganz zu Polen gehört die Nachbarinsel Wollin. Daneben gibt es eine Reihe kleinerer Inseln im Stettiner Haff.Siehe auch: Liste polnischer Inseln
Russland
Russland besitzt mit Kotlin vor St. Petersburg eine historisch wichtige Insel. Sie ist besser bekannt unter dem Namen Kronstadt der gleichnamigen Stadt und Festung.Schweden
Die größte Ostseeinsel ist das schwedische Gotland. Hier wird noch heute eine eigene vom Gotischen abstammende Sprache, das Gutamål, gesprochen. Wichtig ist auch die zweitgrößte schwedische Insel Öland. In Schweden liegen tausende kleiner Schären, die teilweise bewohnt sind.Die Hauptstadt von Gotland, Wisby, ist ebenso Weltkulturerbe wie die südliche Landschaft Ölands.
Küstenformen
Die Küstenformen der Ostsee sind ein Resultat eiszeitlicher Gletscherbewegungen und nach-eiszeitlicher Geländehebung im nördlichen und -absenkung im südlichen Bereich der Ostsee, die bis heute andauern. Beeinflusst werden die Küsten außerdem durch die Lage in der Westwindzone, wodurch von Westen her beständig Sedimente angeschwemmt werden. Unterschieden werden folgende Erscheinungsformen:
Fjordküste
Auch an der Ostsee finden sich Fjorde: Sie kommen vor allem an den Küsten des Kattegats, das heißt in Dänemark und im südwestlichen Schweden vor. Im Unterschied zu den norwegischen Fjorden sind sie weniger tief eingegraben, weil die Eisdecke hier nicht so mächtig war.Schärenküste
Die schwedisch-finnische Küste in der Zentralen, Nördlichen und Östlichen Ostsee ist fast ausschließlich eine Schärenküste; ab und zu findet man noch vereinzelte Fjorde ("Fjord-Schären-Küste"). Schären sind der Küste vorgelagerte, kleine und kleinste felsige Inseln, die durch den Abschleifeffekt der Gletscher eine charakteristische Kuppenform aufweisen. Weil die Ostsee nur geringe Gezeiten aufweist, sind sie über die letzten Jahrtausende praktisch unverändert geblieben. Das flach abfallende Gelände wurde beim Abschmelzen des Eispanzers überflutet und die Kuppen ragten fortan als Inseln heraus; durch die Geländehebung sind mit der Zeit weitere, vorgelagerte Schären entstanden.Kliffküste
In einigen Fällen, zum Beispiel auf Gotland oder Bornholm, haben sich Kliffküsten gebildet. Diese ragen als Steilküsten schroff hervor und markieren Geländebrüche im geologischen Untergrund. Kliffkanten finden sich auch unterhalb des Meeresspiegels. Auch die Nordküste Estlands zum Finnischen Meerbusen hin ist durch solch eine Bruchlinie geprägt. Von West nach Ost rückt dieses Kliff immer näher an die aktuelle Küstenlinie heran und erreicht bei Sillamäe immerhin knapp 60 m Höhe. Eine bekannte Steilküste befindet sich auf der Insel Rügen. Die weißen Kreidefelsen des Königsstuhls auf Rügen bezeichnet man auch als totes Kliff, da sie nicht ständig von der Brandung erreicht werden.
Fördenküste
In Schleswig-Holstein, etwa von Flensburg bis Lübeck, ist der Küstenabschnitt durch Förden gekennzeichnet. Förden sind die Flensburger Förde, die Schlei, die Eckernförder Bucht und die Kieler Förde. Diese sind bei der Entstehung der Ostsee durch den Anstieg des Meeresspiegels vollgelaufene ehemalige Gletschertäler. Der Unterschied zu Fjorden besteht darin, dass die Gletscher sich nicht vom Land zur See bewegten, sondern umgekehrt der Eispanzer über der heutigen ‘‘Ostsee’’ Gletscher vorantrieb, die nach dem Abschmelzen eine Rinne übrig ließen, die sich mit Seewasser füllte. Die Schleswig-Holsteinischen Förden werden von den Landschaften Angeln, Schwansen und Dänischer Wohld getrennt. Zwischen der Kieler Förde und der ihr vorgelagerten Kieler Bucht einerseits und der Lübecker Bucht als Teil der Mecklenburger Bucht andererseits liegt die Probstei und die Halbinsel Wagrien mit der Insel Fehmarn. Der Hemmelsdorfer See bei Timmendorfer Strand ist ebenfalls eine alte Förde. Er ist wesentlich tiefer als die durch eine eiszeitliche Landbarriere abgeschnittene, davorliegende Lübecker Bucht.
Boddenküste
Die vorpommersche Küste ist durch Boddenlandschaften geprägt. Bodden sind dadurch entstanden, dass vormalige Inseln durch stetige Zuführung von Material, hauptsächlich Sand, durch schmale Brücken miteinander verbunden worden sind. Die rückwärtigen Gewässer, die Bodden, sind dadurch größtenteils von der Ostsee abgetrennt worden und mit ihr nur noch durch Rinnen verbunden.
Ausgleichsküste
Die Ausgleichsküste bestimmt die Küstenlinie Polens von Stettin bis kurz vor Danzig und die lettische Küste. Hier sind die typischen reich gegliederten glazialen Küstenformen durch die Anströmung und den Sedimenttransport von Westen her ausgeglichen worden, so dass der Verlauf fast gerade ist. Dies ist möglich geworden, weil die von der Nordsee hereinströmenden Wassermassen auf eine Küstenlinie treffen, die von Südwest nach Nordost verläuft und dadurch Transportmaterial anlagert.
Haffküste
Die Haff- oder Nehrungsküste ist im Küstenabschnitt zwischen Danzig und Klaipėda entstanden. Außerdem wird das Stettiner Haff ebenfalls hinzu gezählt. Haffs entstehen vor Flussmündungen als Brackwasserreservoire, die durch schmale Landzungen, die Nehrungen, von der übrigen Ostsee größtenteils abgetrennt wurden. Durch die ständige Zufuhr von Flusswasser schließen sich die Nehrungen nicht, sondern bleiben als langgestreckte Halbinseln bestehen, die eine Rinne zum Meer offen lassen.
Die bekanntesten Haffe sind das Kurische und das Frische Haff. Eine (unvollständige) Nehrung bildet auch der Haken von Hela bei Zoppot.
Zuflüsse
Die größten Flüsse, die in die Ostsee münden, sind: Oder (Deutschland, Polen), Weichsel (Polen), Memel (Litauen), Düna (Lettland), Torneälven (Schweden) und Newa (Russland).Häfen und Verkehr
Wichtige Häfen sind Kopenhagen, Malmö, Stockholm, Helsinki, Sankt Petersburg, Tallinn, Liepaja, Klaipėda (ehem. Memel), Kaliningrad (ehem. Königsberg), Danzig, Stettin, Rostock, Lübeck, Kiel und Flensburg.In der Mitte der südlichen Ostsee verläuft eine der wichtigsten Seeschifffahrtsrouten weltweit, die so genannte Kadetrinne. Sie ist dicht befahren und war in der Vergangenheit gelegentlich im Zusammenhang mit Havarien in den Schlagzeilen.
Eine besondere Rolle für den Verkehr auf der Ostsee spielen die vielen Fährverbindungen sowie die großen Brücken, die in Skandinavien zum Teil größere Meerengen überspannen.
Die meistbefahrene künstliche Seeschifffahrtsstraße der Erde ist der Nord-Ostsee-Kanal, welcher die Ostsee mit der Nordsee verbindet, und so den Seeweg über Kattegat (Ostsee) und Skagerrak (Nordsee) abkürzt. Er führt in Schleswig-Holstein von Kiel nach Brunsbüttel zur Elbe.
Geschichte
Vorgeschichte
Die Ostsee ist erdgeschichtlich ein junges Nebenmeer des Nordatlantiks. Man schätzt, dass sie etwa vor 12000 bis 5000 Jahren durch das Abschmelzen des nordischen Inlandeises nach den Eiszeiten des Pleistozän entstanden ist, als sich das "Baltische Becken" mit Schmelzwasser füllte. Das Eis transportierte in der folgenden Zeit eine große Menge an Geröll ins Inland. Deshalb findet man an manchen Stellen Kies oder Löß, die vorher in der Ostsee zu finden waren.
- siehe auch: Ancylussee
Altertum
Die Ostsee wird vor fast 2000 Jahren in der Germania des Tacitus als Mare Suebicum erwähnt, das er als Teil des die Erde umgebenden Ozeans ansah. (siehe hierzu Namensgebung & -deutung).Schon aus damaliger Zeit sind weit verzweigte Handelswege belegt, über die der begehrte Bernstein, der an der Ostseeküste häufig gefunden wurde, in alle Teile des Römischen Reichs gelangte. Exportwaren waren weiterhin Felle und Pelze. Umgekehrt gelangten römische Erzeugnisse wie Keramikwaren, Wein und Öl nach Norden.
Hansezeit
Im Hochmittelalter spielte die Ostsee eine immense Rolle als Verkehrs- und Handelsweg in Europa. Die in Nachbarschaft der Ostsee liegenden Städte schlossen sich zum Bund der Hanse zusammen und brachten es dabei zu großem Reichtum. Wichtigste Hansestädte an der Ostsee und in deren Einzugsgebiet waren Lübeck, Wismar, Rostock, Stralsund, Greifswald, Stettin, Danzig, Königsberg, Memel, Riga, Reval und Nowgorod.Neuzeit
Im Dreißigjährigen Krieg versuchte Schweden, über die Ostsee hinweg Großmachtpläne zu verwirklichen. Infolgedessen gehörten auch lange später noch viele südlich der Ostsee gelegene Landstriche (Vorpommern, Wismar) zu Schweden. In den Nordischen Kriegen gelang es Russland, von Osten her Anschluss an die Ostsee zu bekommen. Zar Peter der Große ließ im Mündungsdelta der Newa die neue Reichshauptstadt Sankt Petersburg erbauen, die für das Land ein "Fenster nach Europa" darstellte.Im 20. Jahrhundert war die Ostsee während der Weltkriege Schauplatz zahlreicher bewegender Vorfälle. Die Ostseehäfen waren gegen Ende des Ersten Weltkrieges Orte, in denen Geschichte geschrieben wurde: Die Sankt Petersburg vorgelagerte Festungsinsel Kronstadt war der Schauplatz eines Matrosenaufstandes gegen die russische Revolutionsregierung. Die Revolte wurde unter Einsatz von Kriegsschiffen blutig beendet. In den allerletzten Kriegstagen meuterten die deutschen Marineeinheiten in den Häfen von Kiel und Flensburg gegen einen sinnlosen Befehl der Obersten Heeresleitung, die Flotte zu einer militärisch nicht mehr entscheidenden Schlacht ausrücken zu lassen. Der Matrosenaufstand von 1918 weitete sich zu einer Revolution in ganz Deutschland aus und führte zum Sturz der Monarchie.
Im Zweiten Weltkrieg wurden in der Ostsee einige Kämpfe zwischen deutschen und sowjetischen Flotten- und U-Boot-Verbänden ausgefochten. Zu Kriegsende war fast die gesamte schiffbare Fläche vermint, so dass die Personenschifffahrt eingestellt wurde. 1945 wurde gleichwohl versucht, die in Kurland, Ostpreußen und Hinterpommern eingeschlossenen deutschen Truppen, aber auch die flüchtende Zivilbevölkerung, über die Ostsee zu evakuieren. Besonders tragisch war die Versenkung des ehemaligen KdF-Schiffes Wilhelm Gustloff, das fast ausschließlich Zivilisten an Bord hatte. Das Schiff sank nach mehreren Treffern sowjetischer Geschosse und riss schätzungsweise 7000 Menschen in den Tod, die entweder ertranken oder im eiskalten Wasser bald erfroren. Es war - gemessen an Menschenleben - eine der größten Schiffskatastrophen aller Zeiten.
Auch der Kalte Krieg forderte Opfer in der Ostsee: Rund 5.000 DDR-Bürger versuchten, über die Ostsee in den Westen zu flüchten. Nur etwa 600 Flüchtende erreichten ihr Ziel, einige sogar auf Surfbrettern. Die meisten scheiterten und endeten oft genug tödlich. Der Leuchtturm in Dahmeshöved (Ostseeheilbad Dahme) diente vielen Flüchtlingen an der mecklenburgischen Küste als realistisches Ziel einer erfolgreichen Flucht.
Wirtschaft & Tourismus
Der Ostseeraum, die Küsten und Inseln der Ostsee, ist vielfach vom Tourismus geprägt, der neben der Werftindustrie und dem Handel der wichtigste Wirtschaftssektor ist: Ein wichtiger Bereich des Fremdenverkehrs ist der Badeurlaub in Seebädern. Er ist von einer für den Ostseebereich typisch-starken Saisonalität gekennzeichnet, welche die Monate Juli und August als Schwerpunkt haben. Andere Angebotsformen, wie Wellness, Fahrrad- oder Kulturtourismus entwickeln sich langsam.Literatur
- Hansjörg Küster (2002): Die Ostsee, Eine Natur- und Kulturgeschichte, ISBN 3406493629
- Christoph Neidhart (2003): Ostsee. Das Meer in unserer Mitte, ISBN 3492242278 (Taschenbuchausgabe 2005)
- Gerhard Rheinheimer (1996): Meereskunde der Ostsee, ISBN 3540593519
- Liedl, Florian et al. (1992): Die Ostsee, ISBN 3923478593
- Seehandbuch Ostsee des Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH), Rostock
Siehe auch
Weblinks
- Zur Küstenmorphologie der Ostsee
- Institut für Ostseeforschung Warnemünde
- Informationen zur Ostsee um Rügen
csb:Bôłt nds:Oostsee simple:Baltic Sea
Diskussion der Autoren über den Artikel: Ostsee
auch: Baltische See ( lat.:mare balt(h)icum). Balt bedeutet gotisch kühn; litauisch weiß.
Ein Teil der Goten waren die Balthi, nach denen die Ostsee im zweiten Jahrtausend Mare Balt(h)icum benannt wurde.
Ein weiterer Name ist Aestenmeer für die Ostsee wegen der Aesten oder Aesti gentes, die baltischen Prußen um die Flüsse Weichsel und Memel (Fluss). Die Aesten wurden von Tacitus als die am weitesten östlich am Mare Suebicum lebenden Menschen in Germania beschrieben, aber sie sprachen keltisch. Im 19. Jahrhundert nannte Ferdinand Nesselmann die Sprachen der Prußen, Litauer, Letten etc. Baltische Sprachen.
Heute spricht man von den Baltischen Republiken und meint dabei nur noch den östlichsten Teil der Ostsee-Anliegerländer, wo die Goten nicht gelebt haben.
Wie kann man die Karte kleinbekommen? Ich kann den Text überhaupt nicht lesen, weil die überdimensionale Karte die Sicht völlig versperrt!
- oh, sorry das war icke, mein erster Versuch :-]. Mikl 11:55, 24. Jul 2003 (CEST)
Wenn ich auf "vergrößern klicke", bekomme ich eine Karte, die ebenso klein ist wie die im Artikel ... --Zenogantner 00:12, 14. Aug 2003 (CEST)
- erledigt --Head 00:18, 14. Aug 2003 (CEST)
- Hey! Das ging aber in Rekordzeit! Glückwunsch ;-) --Zenogantner 00:21, 14. Aug 2003 (CEST)
Ostsee - Anrainerstaaten
Wenn das Skagerrak zur Ostsee gehoert - wie im Artikel beschrieben - dann zaehlt Norwegen auch zu den Anrainern. wualex
Meiner Meinung nach gehört das Skakerrag nicht zur Ostsee. Wer es sicher weiß, soll den Artikel doch bitte korrigieren.
--Zellreder 14:40, 13. Mär 2004 (CET)
Ist es nicht so, daß man gemeinhin Kattegat zur Ostsee zählt, Skagerrak hingegen zur Nordsee? Horst Ja so ist es. Sabine
Salzgehalt - % oder ‰?
... [Formel] ...
Was genau soll die kleine Null hinter dem Prozentzeichen bei den Salzgehaltangaben bedeuten? Falls da ein Promille-Zeichen stehen sollte: ‰ benutzen - so ist es imho untragbar.
- Das mit dem Promille-Zeichen hast du richtig erkannt, jetzt musst du nur noch mutig sein. --Fristu Fristu 12:18, 15. Mär 2005 (CET)
- Es scheint so oder so falsch zu sein:hier heisst es "Er liegt zwischen 1,8 und 0,3 Prozent. Zum Vergleich: die Nordsee hat einen Salzgehalt von 3,5 Prozent." --Timt 12:24, 15. Mär 2005 (CET)
Bei all meinen Vorlesungen und in allen Fachbüchern, die ich zur Hand habe, wird der Salzgehalt in Promille angegeben. 84.139.251.24 wieder eingefügt -- Lley 08:56, 24. Mai 2005 (CEST)
Der Salzgehalt des Meeres wurde früher in Promille angegeben, da er über das Chlorid im Meerwasser chemisch bestimmt wurde. Heute wird der Salzgehalt über die Leitfähigkeit gemessen. Dabei wird ein Standard Meerwasser als Bezug zugrunde gelegt und deshalb entfällt heute jegliche Dimension. Es ist also eine Verhältniszahl, die natürlich keine Dimension aufweist. Nun wissen das aber die meisten Leser nicht immer - zumal wenn sie nicht gerade Ozeanographie studiert haben - und fragen sich, was denn diese dimensionlose Zahl als Salzgehalt bedeuten soll. Deshalb wird der Salzgehlt häufig mit dem Zusatz "psu" versehen, was "practical salinity unit" bedeutet. In einem Bericht aus dem IfM an der Christian-Albrechts-Universität Kiel Nr. 101 (SI-Einheiten in der Ozeanographie; 3. überarbeitete Auflage von Gerold Siedler, Kiel, 1998) wird jedoch dringend vor der Nutzung des Zusatzes "psu" abgeraten. Ich gebe meist in Publikationen, die nicht für die direkte Fachwelt der Meereswissenschaftler gedacht sind, das psu mit an und verweise in einer Fußnote auf die genaue Definition. In Fachpublikationen kann man getrost auf jeglichen Zusatz verzichten, denn die Fachleute (Ozeanographen, Meereschemiker, Meeresgeologen etc.) wissen Bescheid. Aber die Angabe des Salzgehaltes in "Prozent" deutet auf besonderes Nicht-Wissen hin.
Das typische ozeanische Meerwasser weist einen Salzgehalt von 35,000 auf, also so etwa 35 g Salz in einem Liter (= 1000 ml = ungefähr 1000 g) Meerwasser (daher früher die Angabe in Promille). In den Küstengewässern sinkt der Salzgehalt durch Flusswassereinträge. Im Finnischen oder Bottnischen Meerbusen sinkt der Salzgehalt auf bis zu 3,0 ab, so dass dort sogar typische Süßwasserfische leben können.
- Unterschrift und Datum unter den Beiträgen wären nett! Wird die elektrische/elektrolytische Leitfähigkeit als Sammelmaß im Wasser gelöster Ionen (Salze) nicht in µS/cm (Mikrosiemens pro Zentimeter; auch mS/m) gemessen? Eine Maßzahl ganz ohne Einheit kommt mir etwas seltsam vor. Die Angabe des Salzgehaltes in Promille ist, zumindest in Sekundär- und Tertiärliteratur (also auch Lexika), weiterhin ein verbreitetes und übliches Verfahren. Und ob Promille oder Prozent: Das ist doch letztlich wurscht, wenn nur der Umrechungsfaktor stimmt (eine Längenangabe kann ja auch sowohl in Metern als auch in Zentimetern erfolgen)! Vielleicht konnte Derjenige einfach kein Promillezeichen generieren und ist deshalb auf % ausgewichen? -- Fice 18:19, 2. Jun 2005 (CEST)
- Sehe ich ähnlich. Eine Angabe ganz ohne Maßeinheit ist, auch wenn sie in der Wissenschaft üblich sein mag, zumindest für den Laien unverständlich. Ich würde sie, wenn ich sie hier (ohne Erläuterung) vorfände, für einen Tippfehler halten. Solange Prozent oder Promille nicht falsch sind, sollte man hier diese benutzen, weil man diese eben auch in anderen Quellen findet (Lexika, Zeitungen, Reiseführer). Und die Entscheidung zwischen Promille und Prozent halte ich nicht für so wichtig - die Umrechnung ist ja nun wirklich kein Problem ;-). Aber wenn jemand meint, Promille sei besser, kann das natürlich geändert werden. Die Erläuterungen zu den verschiedenen Einheiten und was in der Wissenschaft üblich ist, sollte vielleicht in Salinität eingebaut werden. -- Lley 08:56, 3. Jun 2005 (CEST)
Eine IP hat jetzt diese oben angesprochene "Einheit" PSU in den Artikel geschrieben. Ich möchte nochmal einen Fachmann/-frau bitten, dies an geeigneter Stelle (ein eigener Artikel oder in Salinität?) auch für Laien verständlich zu erläutern und hier dann entsprechend zu verlinken. -- Lley 20:02, 28. Aug 2005 (CEST)
Komplettüberarbeitung der Ostsee
Ich habe den bereits zuvor guten Ostsee-Artikel überarbeitet, und (wie ich unter "Versionen/Autoren" beim Artikel erwähnt habe), zahlreiche Ergänzungen und das Thema "Namensgebung" aus der "Diskussion:Ostsee" eingefügt. Außerdem habe ich den Ostsee-Artikel neu strukturiert und ebenso zahlreiche "LINKS" eingefügt, damit man von dem (aus meiner Sicht guten Artikel) leicht zu eventuellen anderen guten Artikeln kommen kann, ohne diese per Hand unter "Suche" eingeben zu müssen.
Namensgebung
Das Thema Namensgebung halte ich für so interessant, dass ich dies in den Artikel mit eingebaut habe - hier nochmal das "Diskussions-Thema" als Kleingedrucktes:
Auch: Baltische See ( lat.:mare balt(h)icum). Balt bedeutet gotisch kühn; litauisch weiß. Ein Teil der Goten waren die Balthi, nach denen die Ostsee im zweiten Jahrtausend Mare Balt(h)icum benannt wurde. Ein weiterer Name ist Aestenmeer für die Ostsee wegen der Aesten oder Aesti gentes, die baltischen Prußen um die Flüsse Weichsel und Memel. Die Aesten wurden von Tacitus als die am weitesten östlich am Mare Suebicum lebenden Menschen in Germania beschrieben, aber sie sprachen keltisch. Im 19. Jahrhundert nannte Ferdinand Nesselmann die Sprachen der Prußen, Litauer, Letten etc. Baltische Sprachen.
Dies habe ich nicht übernommen: Heute spricht man von den Baltischen Republiken und meint dabei nur noch den östlichsten Teil der Ostsee-Anliegerländer, wo die Goten nicht gelebt haben.
Ostseebereich
Das Skagerrak gehört zur Nordsee, nicht aber zur Ostsee! Daher habe ich dies im Artikel geändert. Daher zählt auch Norwegen nicht zu den Anrainerstaaten! Der westlichste Teil der Ostsee ist das Kattegat.
Aufnahmen, Bilder, Fotos & historische Karten
Um aus dem guten Artikel einen exzellenten Artikel zu machen, bedarf es sicherlich noch einiger Ergänzungen und auch:
- Gibt es zu der im Ostsee-Artikel eingefügten Karte auch eine Aufnahme aus dem All?
- Wer fügt Bilder, Fotos und historische Karten, die zu den Themen passen?
Siehe hierzu MIBUKS
--MIBUKS 11.05.2005 (CEST)
Kandidatenabstimmung
Ostsee, 13. Mai
- neutral hier wurde von MIBUKS ein Kandidatenbaustein eingesetzt. --Leipnizkeks 23:01, 13. Mai 2005 (CEST)
- contra - Also so wird das nichts. Der Artikel ist ja nicht einmal annähernd lesenswert. Nichts zur rechtlichen Situation der Anreinerstaaten in Bezug auf Fischfang, Schiffsverkehr und Umweltproblematik. Geschichte dürftig. Nichts zu Geologie und tektonischer Geschichte der Ostsee. Nichts zu der Lebewelt und den Problemen mit nicht endemischen Arten. Kaum Geochemie und Schadstoffbelastung bzw. Wasserqualität. Wirtschaftliche Bedeutung und Nutzung der Ostsee insgesamt mager. Viele Überschriften mit wenig Informationen abgespeist. Keine wirklich sinnvolle Struktur. ... --Saperaud [@] 00:46, 14. Mai 2005 (CEST)
- Um noch etwas konkretes loszuwerden: Die Beckenstruktur, also das wichtigste geologische wie ozeanologische Merkmal wird nicht einmal erwähnt. Das die Ostsee praktisch dreigeteilt ist, mit jeweils unterschiedlichen Tiefenstufen, ist nunmal ein Muss. Ebenso eine topografische Tiefenkarte, nicht nur ein buntes was-weiß-ich der Wasseroberfläche. --Saperaud [@] 13:38, 15. Mai 2005 (CEST)
- Contra - Es sind viele Einzelinformationen enthalten, die aber in der stark aufgesplitteten, thematisch nicht immer ganz folgerichtig strukturierten Gliederung manchmal einfach untergehen. Durch diese (Zer-)Gliederung wirkt der Artikel insgesamt sehr unruhig und tabellenhaft. Ich hatte beim Durchlesen das Gefühl, man müsste die dargebotenen Informationen nochmal zusammenklauben, durchrühren und neu nach Fachgebieten sortieren (und dabei teilweise auch noch deutlich ausbauen). Bilder werden außerdem schmerzlich vermisst. -- Fice 12:11, 14. Mai 2005 (CEST)
- contra Der Aufbau ist nicht wirklich geschickt und man hat den Eindruck, dass der Text zur Hälfte aus Überschriften besteht. Und das wirklich nichts zur Biologie drin steht und die Geologie vor allem unter touristischen Gesichtspunkten abgehandelt wird, tut schon ein bißchen weh. -- Southpark 10:14, 15. Mai 2005 (CEST)
- Zumindest zur erdgeschichtlichen Entstehung habe ich gerade einen Absatz eingefügt. Das hilft aber auch noch nicht wirklich. -- Fice 13:27, 15. Mai 2005 (CEST)
- Contra Hinzuzufügen wäre, dass der ganze Text wahrscheinlich halb so lang wäre, wenn er sich nicht ständig selbst zitieren würde. -- J budissin - J budissin 18:21, 17. Mai 2005 (CEST)
- contra in der tat: übermässig gegliedert, zu wenig fliesstext im wahren sinn des wortes, mangelnde bebilderung (die ja bei diesem thema kein problem sein sollte und daher erwartet werden darf). Denisoliver 02:08, 23. Mai 2005 (CEST)
- So jetzt kann der Artikel eigentlich weg und wir sind froh ihn nie wieder zu sehen. Oder so. Sollte sich dennoch jemand finden der darüber nachdenkt etwas zum Artikel zu schreiben: nicht entmutigen lassen, steter Tropfen höhlt den Stein und auch ein Sack voller Flöhe enthält nur eine endliche Anzahl derselben. Zu den Bildern: Was meint erwartet werden darf und speziell von wem erwartet? Urlaubsbilder vom Strand kriegt man sicher leicht aber versuche mal an ein gemeinfreies morphologisches Tiefenprofil, eine geologische Karte oder eine detailierte Seekarte zu kommen. Ganz zu schweigen von Strömungskarten. Als selbstverständlich kann und sollte man da noch nichts erachten. --Saperaud [@] 02:24, 23. Mai 2005 (CEST)
- es mag ja sein das man die von dir beschriebenen karten schlecht frei findet, die aber sind ja auch nicht die essenz einer artikelbebilderung. bei einem "haustür"-thema wie ostsee bieten sich (von dem eher albernen vorschlag "urlaubsbilder" mal abgesehen) zahlreiche andere bilder als möglichkeit an: jede der küstenformen der ostsee wäre ein motiv, selbstverständlich die inselwelt, aber auch häfen und verkehr oder flora und fauna dürften eine illustration hergeben. Denisoliver 20:45, 23. Mai 2005 (CEST)
- contra Zur teilweisen sehr speziellen Biologie der Ostsee ist trotz des langen Artikels recht wenig zu finden. Stierchen 5. Jul 2005 07:53 (CEST)
Lesenswert-Diskussion, September 2005
Die Ostsee (auch Baltisches Meer genannt, von lat. Mare Balticum) ist ein bis 459 Meter tiefes und 413.000 km² großes Nebenmeer des Atlantischen Ozeans in Europa und gilt als das größte Brackwassermeer der Erde.
Pro Antifaschist 666 17:43, 20. Sep 2005 (CEST)
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Contra. Keine gute Idee, einen mit Pauken und Trompeten durchgefallenen Artikel so schnell wiederzubenennen, bevor die Kritikpunkte nicht ausgeräumt sind. Auch wenn (oder gerade weil) ich da zeitweise meine Finger drin hatte, finde ich, dass er sich eher falsch entwickelt: Statt Bilder einzufügen, den Kapitelaufbau zu straffen und dringend notwendige inhaltliche Lücken zu schließen, amüsieren sich die Autoren damit, dort ständig neue Baustellen zu eröffnen. Was ist an einem Artikel lesenswert, aus dem mich riesige Übersichten über Teilgebiete der Ostsee begrüßen, die vor allem mit einem Haufen Fragezeichen gefüllt sind?--Bordeaux 15:15, 21. Sep 2005 (CEST)
- contra, unfertige Artikel gehen nicht durch. --Kurt seebauer 20:33, 21. Sep 2005 (CEST)
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Contra unfertig --Schlendrian Schlendrian 23:14, 23. Sep 2005 (CEST)
Diese Definition bzw. Erklärung des Begriff Ostsee und dessen Bedeutung wurde zuletzt am 8.2.2006 aktualisiert (Glossar Lexikon Enzyklopädie).
