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Der Artikel Papst gehört zur Kategorie: Christentum, Papst, Römisch-katholischer Geistlicher, Römisch-Katholische Kirche, Kirchenwesen, Herrschertitel, Kirchliches Amt
Papst (v. griech.: pappas, Vater; v. lat.: papa, Papa, Vater) ist der religiöse Titel für das Oberhaupt der Römisch-Katholischen Kirche (auch: Heiliger Vater oder Santo Padre).
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Benedikt XVI., Papst seit dem 19. April 2005 Bildherkunft |
Unter der Bezeichnung Heiliger Stuhl agiert der Papst sowohl allein, als auch zusammen mit der Kurie international als nichtstaatliches Völkerrechtssubjekt und vertritt zugleich den Vatikanstaat (als staatliches Völkerrechtssubjekt), dessen Staatsoberhaupt er ist.
Der aktuelle Papst ist Benedikt XVI., der am 19. April 2005 in dieses Amt gewählt wurde.
Seit 1871 residiert der Papst im Apostolischen Palast neben dem Petersdom. Kathedralkirche des Papstes ist die Lateranbasilika. Der Papst-Thron wird auch Kathedra Petri genannt.
Geschichte
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Simon Petrus (Teilansicht des Bildes Die vier Apostel von Albrecht Dürer) Bildherkunft |
Begründet wird dieser Anspruch mit einer Stelle aus dem Matthäus-Evangelium der Bibel (Kapitel 16, Vers 18-19), die wie folgt lautet (Einheitsübersetzung):
Du bist Petrus und auf diesen Felsen will ich meine Kirche bauen und die Pforten der Hölle sollen sie nicht überwältigen. Und dir will ich geben die Schlüssel über das Himmelreich. Was du auf Erden bindest, soll im Himmel gebunden sein. Und was du auf Erden lösest, soll im Himmel gelöst sein.
Umstritten ist, ob der 1. Clemensbrief aus dem Jahre 98 bereits eine Vorrangstellung der Gemeinde von Rom dokumentiert oder als brüderliche Ermahnung unter Gleichberechtigten anzusehen ist. In diesem Brief an die Gemeinde von Korinth fordert der damalige Bischof von Rom, Clemens, von den Korinthern die Rücknahme von abgesetzten Presbytern. Er nimmt Bezug auf das Martyrium der Apostel Petrus und Paulus in Rom.
In der römisch-katholischen Kirche stammt die erste bekannte Verbindung des Titels "Papst" mit dem Bischof von Rom aus der Zeit des Marcellinus (†304), der in der Grabinschrift des Diakons Severus so bezeichnet wird. Bischof Siricius von Rom (385–399) bezeichnet sich als Erster amtlich als papa, als ausschließliche Amtsbezeichnung für den Bischof von Rom wird der Begriff von Gregor I. (590-604) gesetzlich festgeschrieben.
Vorher (ab dem 3. Jahrhundert) war es eine Ehrbezeichnung für Bischöfe, Patriarchen und Äbte vor allem im Orient – da die koptische Kirche bereits seit dem Konzil von Chalcedon 451 (vor Gregor) nicht mehr zur gleichen Kirche wie die lateinische gehört, führt ihr Oberhaupt ebenfalls den Titel Papst.
Seit Leo I. (Bischof von Rom 440 bis 461) führt der römische Papst die Bezeichnung „Pontifex Maximus“, den bis zu Kaiser Gratian der römische Kaiser als oberster römischer Priester trug (mögliche Etymologien unter anderem: Oberster Brückenbauer oder Pfadbahner).
Im Mittelalter ergab sich des Öfteren die Situation, dass es mehrere Päpste gleichzeitig gab, da zu Lebzeiten eines bereits kanonisch gewählten Papstes ein Gegenpapst eingesetzt wurde. Dazu kam es, weil sich zum Beispiel das Kardinalskollegium spaltete, der Kaiser oder römische aristokratische Familien in die Papstwahl eingriffen. Solche Eingriffe sind inzwischen unter Androhung der Exkommunikation verboten. Außerdem kam es im 14. Jahrhundert zur Verlegung der Residenz nach Avignon und zum großen Schisma (siehe Avignonesisches Papsttum und Abendländisches Schisma).
Im 15. Jahrhundert gewann der Konziliarismus an Auftrieb, der aber bald zurückgedrängt wurde.
Titel
Die Titel des Papstes lauten:
- Bischof von Rom
- Stellvertreter Jesu Christi auf Erden (Vicarius Christi)
- Nachfolger des Apostelfürsten (gemeint ist Petrus; beide Titel haben kirchenrechtlich keine Konsequenzen und spiegeln nur religiöse Aspekte wider)
- Oberster Priester der Weltkirche (Ehrentitel, der seine Stellung in der Liturgie regelt, gerade wenn Patriarchen konzelebrieren.)
- Oberster Brückenbauer (Pontifex maximus) (Geht zurück auf den Titel Pontifex Maximus im römischen Reich)
- Patriarch des Abendlandes
- Primas von Italien (ein Ehrenvorrecht, Primatentitel sind in der Rechtstellung aufgehoben)
- Metropolit und Erzbischof der Kirchenprovinz Rom (wie alle Erzbischöfe übt er eine Art Supervision über die Bischöfe der umliegenden Diözesen aus)
- Souverän des Staates der Vatikanstadt (der weltliche Titel des Papstes)
- Diener der Diener Gottes (ein Titel, den sich Papst Gregor der Große gegeben hat. Lateinisch: servus servorum dei)
Insignien
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Dreifache Krone der Päpste (Tiara), Symbol für die weltliche Macht der Päpste, seit Paul VI. nicht mehr getragen Bildherkunft |
Die päpstlichen Insignien bestehen aus
- dem Papstthron
- der Papstkrone (Tiara). Papst Paul VI. war bislang der letzte Papst, der mit der Tiara gekrönt wurde. 1964 legte er die Tiara ab. Seine Nachfolger verzichteten fortan auf eine Krönungszerememonie, führten die Tiara aber weiterhin in ihrem persönlichen Wappen. Papst Benedikt XVI. ersetzte die Tiara in seinem persönlichen Wappen durch eine einfache Bischofsmitra mit drei goldenen, in der Mitte verbundenen Ringen.
- dem päpstlichen Hirtenstab (Ferula)
- dem Fischerring (anulus piscatoris)
- dem Pallium
- sowie einigen liturgischen Gewändern
Kleidung
Reisebekleidung und Alltagskleidung: Jeder Papst trägt sein eigenes Wappen auf den Gürtel gestickt. Der sog. Mantello ist ein roter Mantel für kaltes Wetter. Wie jeder Bischof trägt auch der Papst ein Pileolus. Im Laufe der Zeit hat sich die Bekleidung des Papstes zum Teil grundlegend verändert.
Bis auf die Papstkrone sind die päpstlichen Insignien spezielle Varianten der bischöflichen Insignien.
Kirchenrecht
Wahl
Zum Papst kann nach dem Kirchenrecht jeder getaufte männliche Katholik gewählt werden; es gibt keine näheren Bestimmungen außer der, daß er unverheiratet sein muss. Allerdings war der letzte nicht als Kardinal gewählte Papst Urban VI. im 14. Jahrhundert (1378). Der Papst wird im Konklave, einer Versammlung aller Kardinäle, die zum Zeitpunkt des Todes des Vorgängers jünger als 80 Jahre sind, auf Lebenszeit gewählt. Das Konklave wird jeweils in der Sixtinischen Kapelle (la cappella sistina) abgehalten. 1996 wurde mit der Konstitution Universi Dominici Gregis die früher geforderte Zweidrittelmehrheit plus eine Stimme ab dem 33. erfolglosen Wahlgang durch eine absolute Mehrheit ersetzt. Ist der Gewählte kein Bischof, oder ist er gar nur Laie, wird er noch im Konklave zum Bischof von Rom geweiht, so dass er dann Papst werden kann.Nach (römisch-katholischem) kirchlichem Recht ist der Papst, wie alle Bischöfe, immer ein Mann. Ob es die in verschiedenen Überlieferungen erwähnte Päpstin Johanna tatsächlich gegeben hat, ist historisch nicht gesichert.
siehe auch: Sedisvakanz, Konklave
Namensgebung
Nach der erfolgten Wahl wird der neue Papst gefragt, welchen Namen er annimmt. Die Namenswahl unterliegt der freien Entscheidung des Papstes. Aus der Wahl des Namens versuchen Beobachter politische Ziele des neuen Papstes abzuleiten, indem die charakteristischen Eigenschaften von vorherigen Päpsten sowie Heiligen dieses Namens untersucht werden. So war der Name Pius vom Ende des 18. bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts der mit Abstand am häufigsten gewählte Name. Seit dem Tod von Pius XII. (1958) wurde er jedoch nicht mehr gewählt, da diesem Papst oft Untätigkeit gegenüber dem Holocaust vorgeworfen wird. Zudem verkörperten viele Päpste dieses Namens die besonders konservativen Kräfte der Kirche, wie Pius IX. mit dem Syllabus Errorum und Pius X. mit dem Antimodernisteneid. Ein Papst, der sich heute Pius nennen würde, gälte daher von Anfang an als sehr konservativ. (Lucian Pulvermacher, das Oberhaupt der ultrakonservativen True Catholic Church, hat sich den Namen Pius XIII. gegeben.)Päpste können Namen annehmen, die die latinisierte Form ihres bürgerlichen Namens darstellen (Hadrian VI. = Adrian Florisz, Marcellus II. = Marcello Cervini), was jedoch seit dem 16. Jahrhundert nicht mehr vorgekommen ist. Viele Päpste nehmen die Namen bedeutender Vorgänger an (Leo, Gregor) oder auch jene von Heiligen (z. B. Paul VI. nach dem Apostel Paulus). Andere gehen nach der Bedeutung der Namen (Pius = fromm; Innozenz = unschuldig). Einige Päpste wählen ihren Namen aus persönlichen Gründen (Johannes XXIII. zu Ehren seines Vaters).
Ursprünglich behielten die Päpste nach der Wahl ihren bürgerlichen Vornamen. Der erste Papst, der seinen Namen änderte, war Johannes II. im Jahr 533. Er hieß eigentlich Mercurius und wollte als Papst nicht den Namen eines heidnischen Gottes tragen. Jedoch blieb die Annahme eines neuen Namens bis zum Ende des 1. Jahrtausends eine Ausnahme.
Der erste Papstname, der wiederholt verwendet wurde, war Sixtus (257). Seitdem werden die Namen, die mehrfach vergeben werden, wie Herrschernamen mit römischen Ziffern versehen. Die Päpste der Antike und des Frühmittelalters trugen jedoch häufig Namen, die kein zweites Mal in Gebrauch kamen. Einige der antiken Namen (Clemens, Pius) wurden ab dem Hochmittelalter und damit dem Aufkommen der Namenswahl wieder aufgegriffen.
Johannes Paul I. wählte in Erinnerung an seine beiden Vorgänger den ersten Doppelnamen der Papstgeschichte. Zugleich ist dies der erste neue Papstname seit Lando (913-914). Nachdem er nach 33 Tagen im Amt starb, wählte sein Nachfolger Karol Wojtyła ebenfalls diesen Papstnamen und wurde Johannes Paul II. genannt. Der Name des derzeitigen Papstes Benedikt XVI. nimmt Bezug auf Benedikt XV. (1914-1922), der vergeblich versuchte, den Ersten Weltkrieg zu verhindern bzw. zu beenden, sowie auf den Mönchsvater und Patron Europas, Benedikt von Nursia.
Rücktritte
Päpste werden grundsätzlich auf Lebenszeit gewählt, das Kirchenrecht sieht aber auch ausdrücklich die Möglichkeit eines Rücktritts vor:- Falls der Papst auf sein Amt verzichten sollte, ist zur Gültigkeit verlangt, dass der Verzicht frei geschieht und hinreichend kundgemacht, nicht jedoch, dass er von irgendwem angenommen wird. (Can. 332 — § 2. CIC)
Es gibt mehrere Beispiele von Rücktritten in der Geschichte der römischen Päpste: Der bekannteste dürfte der Rücktritt Coelestins V. im Jahr 1294 sein. Papst Gregor XII. wurde im Zuge des Konzils von Konstanz zum Rücktritt gezwungen. Benedikt IX. war ganze drei Mal Papst, trat dreimal zurück (1044, 1045, 1048) zu Gunsten seiner Verwandten. Die fromme Legende, es wäre bis jetzt nur ein Papst zurückgetreten (Coelestin V.), ist historisch nicht haltbar und widerlegt. Der am 2. April 2005 verstorbene Papst Johannes Paul II. lehnte noch in seinen letzten Lebenswochen einen Rücktritt aus gesundheitlichen Gründen ab. Er begründete dies damit, dass er „sein Kreuz tragen“ und Christus im Leiden nachfolgen wolle. Auch Jesus sei nicht vom Kreuze gestiegen. Insbesondere in westlichen Gesellschaften wurde er dafür kritisiert; einige nehmen an, dies sei auf eine Tabuisierung des öffentlichen Leidens und Sterbens in westlichen Gesellschaften zurückzuführen.
Stellung und Kritik
Der universale Primatsanspruch des Bischofs von Rom entwickelte sich im Lauf des ersten Jahrtausends und gipfelte im Dictatus Papae von 1075. Der Papst gilt in der römisch-katholischen Kirche als oberster Herr der Gesamtkirche und Stellvertreter Christi auf Erden – ein Anspruch, der, abgesehen von den Unierten Kirchen, von allen übrigen Kirchen nicht anerkannt wird.
Das erste Vatikanische Konzil (1869 – 1870) erhob die Glaubensüberzeugung, der Papst sei, wenn er ex cathedra spricht, in Glaubensfragen unfehlbar, zum Dogma. Auch dieser Anspruch wird von den übrigen Kirchen abgelehnt; als Folge entstand zudem die Alt-Katholische Kirche. Ausdrücklich angewendet wurde das Unfehlbarkeitsdogma seit 1870 ein einziges Mal, 1950 bei der Formulierung des Dogmas von der leiblichen Aufnahme Mariens in den Himmel. Enzykliken und Lehrschreiben des Papstes sind für die römisch-katholische Kirche zwar bindend, aber nicht ohne weiteres als unfehlbare Lehrentscheidungen anzusehen. Die theologische Diskussion hierüber ist nicht abgeschlossen.
In der Alten Kirche gab es fünf maßgebliche Patriarchen (in der Reihenfolge des durch ökumenische Konzile definierten Ehrenvortritts):
- den Bischof von Rom
- den Bischof von Konstantinopel (seit Chalcedon im gleichen Rang wie Rom, aber im Vortritt nach Rom, da Rom älter ist)
- den Bischof von Alexandria
- den Bischof von Antiochia
- den Bischof von Jerusalem
Damals schon galt unter einigen Christen der römische Bischofssitz als „primus inter pares“, da Rom die Hauptstadt des Römischen Reiches war und die Kirche von Rom insbesondere durch die Gräber der „Apostelfürsten“ Petrus und Paulus als verehrungswürdig angesehen wurde. Der Kirchenhistoriker Eusebius von Caesarea († 339) notiert das Martyrium von Petrus und Paulus in Rom, als sei es eine in der ganzen Kirche bekannte Tatsache. Irenäus von Lyon († um 202) gibt die römische Ortstradition wieder, wonach das römische Bischofsamt sich in direkter Nachfolge vom Apostel Petrus herleite, der der erste Vorsteher (episkopos) der römischen Christengemeinde gewesen sei. Aber auch das Patriarchat von Antiochia beruft sich darauf, dass Petrus (bevor er nach Rom gegangen sei) dort der erste Bischof war (seit dem Jahr 38). Ebenso führen sich die übrigen Patriarchate (und einige weitere östliche Bischofssitze) auf einen Apostel zurück. Ob Petrus überhaupt jemals in Rom gewesen ist, ist unter Historikern umstritten.
Die römische Petrustradition ist historisch nicht ausgeschlossen, war aber in den ersten Jahrhunderten kein wichtiges Thema. Für die Anwendung von Matthäus 16,18 auf die Bischöfe von Rom als Petrusnachfolger findet sich das früheste schriftliche Zeugnis bei Papst Damasus I. im 4. Jahrhundert. Dort wird auch die römische Kirche erstmals exklusiv als "sedes apostolica" (apostolischer Stuhl) bezeichnet - eine Sonderstellung, die von den übrigen Patriarchaten nicht anerkannt wird. Durch die Teilung des Römischen Reiches wurden aber die monarchischen Tendenzen des einzigen westlichen (lateinischen) Patriarchensitzes weiter begünstigt.
Scharfe Kritiker sehen im Papsttum die Fortsetzung des Machtanspruchs des alten Roms. Die Konstantinische Wende rief einen völlig anderen Menschenschlag als den bisherigen an die Spitze der noch jungen Kirche. Während in den ersten Jahrhunderten Christen noch grausam verfolgt wurden und zum Christsein außerordentlich viel Mut gehörte, war nun das Christentum Teil der kaiserlichen Machtpolitik geworden und bot begehrenswerte (weil gut bezahlte und einflussreiche) Ämter. Die römische Kirche hatte im Westen die traditionelle Vorherrschaft Roms übernommen. Versuche, sie auf die übrigen Patriarchate auszudehnen, scheiterten jedoch. In der Folge setzte sich das Papsttum in Westeuropa mehr und mehr auch als weltlicher Herrscher durch.
Eine Stellvertreterschaft Gottes, die aus der Bibel nicht stichhaltig abzuleiten sei, habe ihr Vorbild dagegen im römischen Kaisertum. So war der Papst im Hochmittelalter in geistlichen und weltlichen Fragen Gebieter über Könige und Völker, was sich jedoch ab dem 14. Jahrhundert immer weniger durchsetzen ließ. Auch auf religiösem Gebiet kam es im Spätmittelalter zu einer immer stärkeren Diversifikation, wobei die Kirche allerdings hart gegen Andersdenkende in ihrem Machtbereich vorging.
Literatur
- Ludwig Ring-Eifel: Weltmacht Vatikan. Päpste machen Politik., Pattloch Verlag München 2004, ISBN 3629016790
- Horst Fuhrmann: Die Päpste, Beck, 2004, ISBN 3406510973
- Horst Herrmann: Die Heiligen Väter. Aufbau-Verlag, Berlin 2004, ISBN 3746681103
- Georg Schwaiger: Papsttum und Päpste im 20. Jahrhundert. Von Leo XIII. zu Johannes Paul II.,C.H. Beck Verlag 1999, ISBN 3406448925
- Georg Denzler: Das Papsttum, C.H. Beck Verlag 1997, ISBN 3406418651
- Ludwig Freiherr von Pastor: Die Geschichte der Päpste, Freiburg im Breisgau 1928, 15 Bde.
Weblinks
- Katholische Kirche im Internet: Der Papst
- IKvu-SPECIAL: Papstamt und Petrusdienst
- Datenbank zu den Grabmälern und Karrieren der Päpste in Renaissance und Barock
- Open Directory Project: Päpste
- Papst Special auf jesus.ch
- Aktuelle Literatur zum Papstamt
- "Die acht deutschen Päpste"
- Artikel über die deutschen Päpste
Siehe auch
- Liste der Päpste
- Papstbesuche in Deutschland
- Papstaudienz
- Liste der historischen Gegenpäpste
- Konzil
- Sedisvakanz
- Konklave (d.h. Papstwahl)
- Primat
- Religiöse Titel
- Päpstin Johanna
- Pornokratie (Mätressenherrschaft)
als:Papst ast:Papa nds:Paapst simple:Pope tpi:Pop
Diskussion der Autoren über den Artikel: Papst
1. und 2. April
Ich würde gerne mal in einer Diskussion nachfragen, ob und wann der Artikel aktualisiert werden sollte. Auf Grund der aktuellen Nachrichtenlage kann man nicht genau zwischen Gerücht und Fakt unterscheiden, aber man sollte vielleicht trotzdem ein aktuelles Bild von den Geschehnissen in Rom bieten. Ich persöhnlich hoffe, dass J.P. der II. diese Nacht überleben wird und eine eventuelle Aktualisierung dieses Artikels nicht mit den letzen Worten über J.P den II. in der Wikipedia endet. Was meint ihr dazu? andreasbalzer 23:20, 1. April 2005 (CEST) Änderung: Ich habe gerade bemerkt, dass es einen zweiten Artikel über J.P den II. gibt. Ich werde einen Link auf den zweiten Artikel einrichten und im Laufe der Woche wieder entfernen.Patriarchen von Alexandria
Im Artikel steht "die Amtsbezeichnung der beiden Patriarchen von Alexandria", es gibt aber drei: den koptischen Papst Shenouda III., den orthodoxen Patriarchen und Papst von Alexandria und ganz Afrika Theodoros II. und den koptisch-katholischen Patriarchen Stephanos II., der sich nicht Papst nennt. Es müsste wohl heißen "die Amtsbezeichnung zweier Patriarchen von Alexandria".---
"(In den dunklen Zeiten des Mittelalters gab es Männer, die sich als Gegenpapst bezeichneten.)"
Kann man das wirklich so stehen lassen? Soweit ich das verstehe war auch der Gegenpapst legitim (Zumindest für einen Teil des Christentums) und die Gegenpäpste werden in der Chronik die mir vorliegt (aus dem Buch "Schlag nach!") auch gezählt. Man muss bedenken, dass der Papst vor dem Zeitalter des Kolonialismus ein Herrscher war wie jeder andere auch - wenn auch der Höchste. Zudem war vor dem 2. Vatikanischen Konzil (1962-1965) Kritik am Papst durchaus erlaubt - und zum großen Teil auch nötig.
" gilt als Oberster Herr der Kirche und Stellvertreter Gottes auf Erden" Das kann nicht stimmen, er war irgendwas mit Paulus sein Stellvertreter, oder? V'kar 13:45, 11. Jun 2003 (CEST)
- Die Aussage ist schon korrekt. Er ist der Nachfolger von Petrus, der der erste Bischof/Papst von Rom gewesen sein soll. Magnus 13:49, 11. Jun 2003 (CEST)
- Ich würde eher formulieren, dass sich der Papst als Nachfolger von Petrus versteht.
"Seit dem Dictatus papae von 1075 trägt der Bischof von Rom zugleich den Titel Papst" Kann das sein? Karl der Große wurde 800 doch auch schon vom Papst zum Kaiser gesalbt. -- DaTa
- Als Amtsbezeichnung nur für den Römischen Bischof ist es seit dem 5./6. Jahrhundert im Gebrauch. Vorher (ab dem 3. Jahrhundert) war es eine Ehrbezeichnung für Bischöfe, Patriarchen und Äbte vor allem im Orient. --Trencavel 11:50, 29. Jun 2003 (CEST)
- Und was schreiben wir da jetzt? Ist es 1075 erst "offiziell" geworden? -- DaTa 20:39, 1. Jul 2003 (CEST)
- Ich nehm das jetzt mal raus. Wenn jemand an die Quelle (dictatus papae) rankommt und mal nachlesen kann, was da nu drin steht, kann man es ja wieder rein schreiben. Ich schau auch mal hier in der Bibo nach, ob die die Quelle haben. Aber meines Wissens ging es im dictatus nur um die Primatsangelegenheit und um das päpstliche Approbationsrecht.--Trencavel 16:55, 2. Jul 2003 (CEST)
- http://www.stabi.hs-bremerh... ich kann das daraus nicht rauslesen, aber ich bin auch kein Historiker :) -- DaTa 11:43, 3. Jul 2003 (CEST)
- Dann stimmt ja auch das mit dem pont. max. auch nicht. Ich nehm's raus.--Trencavel 11:16, 4. Jul 2003 (CEST)
Ich habe auch die Herleitung des Namens von griech. pappas gehört. Kennt sich da jemand aus? --Zenogantner 12:51, 4. Aug 2003 (CEST)
- pappas heisst griechisch Papa - und der Patriarch von Alexandria (heute Papst der koptischen Kirche) wurde mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit mit pappas angeredet, als man in Alexandria noch griechisch sprach. Aber ob der römische Papst vom griechischen pappas oder lateinischen papa kommt, dürfte sehr schwer zu eruieren sein. --Irmgard 20:09, 17. Okt 2003 (CEST) :-)
(=universalen)
- Herausgenommen - das ist eine katholische Interpretation die an dieser Stelle einseitig wirkt (und es ist auch nicht unbedingt elegant, in jedem Absatz erklären zu müssen, dass nur die römisch katholische Kirche... und alle andern Kirchen...) --Irmgard 20:09, 17. Okt 2003 (CEST) :-)
Petrustradition bei Eusebius: Da steht nichts von Petrus als Vorsteher der römischen Gemeinde (Buch 3):
- 2 Peter appears to have preached8 in Pontus, Galatia, Bithynia, Cappadocia, and Asia9 to the Jews of the dispersion. And at last, having come to Rome, he was crucified head-downwards;10 for he had requested that he might suffer in this way. What do we need to say concerning Paul, who preached the Gospel of Christ from Jerusalem to Illyricum,11 and afterwards suffered martyrdom in Rome under Nero?12 These facts are related by Origen in the third volume of his Commentary on Genesis.13
- Chapter II. The First Ruler of the Church of Rome.
- 1 After the martyrdom of Paul and of Peter, Linus14 was the first to obtain the episcopate of the church at Rome. Paul mentions him, when writing to Timothy from Rome, in the salutation at the end of the epistle.
Kann man eigentlich zwischen der Bildunterschrift und dem text eine Leerzeile einfügen? --julian-prof 15:05, 20. Mär 2004
Ich würde sagen, dass das ganze ein Theater der katholischen Kirche ist. Hoffentlich geht jetzt wieder Ruhe ein in der Welt. Man könnte auch meinen dies er Mann hätte die Welt verbessert, eher das Gegenteil ist der Fall!!
Der römische Papst
Der Artikel beschreibt bislang weniger den Begriff "Papst", als den Begriff Papst in der römisch-katholischen Kirche. So wie er ist, sollte er eigentlich verschoben werden. - Die andere Möglichkeit (die vermutlich benutzerfreundlicher ist) wäre natürlich eine Erweiterung und Umformulierung. Bezeichnend ist, dass der Punkt "Geschichte" nicht mit ältesten Definition anfängt, sondern mit der römischen... Schade, bislang. --Sputnik 17:31, 2. Sep 2004 (CEST)
Die Aufgaben des Papstes
Die Aufgaben des Papstes sind:
- Der Christenheit und der Welt, Wahrheiten zu verkünden die sie sich vom Heiligen Geist Gottes nicht direkt sagen läßt.
- Von den Hirten der Christenheit - dem Klerus - Rechenschaft über das was sie tun und verkünden fordern. Und sie, wenn unumgänglich, maßregeln.
- Die Christenheit vor Irrlehrern und falschen Propheten warnen.
- Die Fähigsten und dem Heiligen Geist Gottes Gehorsamsten unter den Jüngern Jesu - den Klerikern - mit dem Beistand des Heiligen Geistes suchen und zu Bischöfen der Christenheit berufen.
- Die Katholische Kirche, die einzige überstaatliche Einrichtung der Christenheit, vor der Welt vertreten und Verträge (=Konkordate) mit den Machthabern der Welt schließen.
Papstnamen
wie, wann und durch wen erhalten eigentlich päpste ihre papstnamen? har er etwas mit dem bürgerlichen namen zu tun? grüße, Hoch auf einem Baum 00:34, 4. Dez 2004 (CET)
- sobald der Papst gewählt worden ist, verkündet er vor den im Konklave versammelten Kardinälen, welchen Namen er annehmen will. --Steffen Löwe Gera 11:46, 4. Dez 2004 (CET)
- diese Namen können mit dem Bürgerlichen Namen der Päpste zu tun haben oder auch nicht. Adrian Florisz nannte sich Hadrian VI., Marcello Cervini nannte sich Marcellus II. Andere Päpste benennen sich nach großen Päpsten der Vergangenheit, die ihnen als Vorbilder gelten sollen (Leo oder Gregor. Wieder andere gehen nach der Bedeutung der Namen (Pius=fromm, Innozenz=unschuldig), bei anderen spielen persönliche Gründe eine Rolle (Johannes XXIII. wollte mit dem Namen seinen Vater ehren). --Steffen Löwe Gera 11:51, 4. Dez 2004 (CET)
- genau. So wählte zum Beispiel Albino Luciani, der spätere Johannes Paul I. im Jahre 1978, als erster Papst überhaupt einen Doppelnamen, was zwar im Kardinalskollegium argwöhnig betrachtet wurde - aber wie Steffen es schon anmerkte - ist es allein Sache des Papstes, welchen Namen er annimmt. Luciani wollte mit dem Doppelnamen Johannes Paul seine beiden Vorgänger Johannes XXIII. und Paul VI. ehren, die das II. Vatikanum geprägt hatten. Karol Wojtyla nahm ebenfalls an Erinnerung an die vorrangegangenen Päpste den Namen Johannes Paul II. an.
- Anmerkung zu den bürgerlichen Namen: In der Regel war es so, dass die bürgerlichen Namen eher in der Frühzeit des Papsttums getragen wurden, ab dem Mittelalter ging man mehr und mehr davon ab. MfG --Thommess 12:37, 4. Dez 2004 (CET)
- danke für die informativen antworten! mögt ihr etwas davon in den artikel einbauen? (ich hatte eigentlich gehofft, dort etwas zu diesen fragen zu finden.) grüße, Hoch auf einem Baum 19:13, 4. Dez 2004 (CET)
ich habe einen Absatz "Namensgebung" eingebaut.--Steffen Löwe Gera 20:27, 5. Dez 2004 (CET)
Warum ist der Artikel denn bitte gesperrt (Ok, dumme Frage aber sowieso eher rhetorischer Natur)? Der Absatz Namensgebung ist in Formulierung und Zeichensetzung mangelhaft und sollte, wenn es wieder möglich ist, überarbeitet werden. Jazzman 20:52, 2. Apr 2004 (CET)
Titulatur
Die Titel des Papstes lauten:
- Bischof von Rom (Bischof ist kein Titel in dem Sinne, sondern eine Aufgabe. Du kannst bei Wiki ja mal nach "Professor" und "Emeritierung" gucken. Auch ein Bischof wird emeritiert, ein zurückgetretener Papst wäre dann "Emeritierter Bischof von Rom", alle anderen Titel würde er aber verlieren)
- Stellvertreter Jesu Christi auf Erden (und bitte nicht die letzten beiden Worte weglassen, das könnte zu Irritationen führen)
- Nachfolger des Apostelfürsten (gemeint ist Petrus; beide Titel haben kirchenrechtlich natürlich keine Konsequenzen und spiegeln nur religiöse Aspekte dar)
- oberster Priester der Weltkirche (reiner Ehrentitel, der seine Stellung in der Liturgie regelt, interessant, wenn Patriarchen konzelebrieren)
- Patriarch des Abendlandes (er ist also auch der erste Bischof unter Gleichen im lateinischen, das ist unser, Ritus. Es gibt noch weitere Riten, die alle ihren eigenen Patriarchen haben, der die Bischöfe bestimmt und so alles macht, was bei uns der Papst macht. Der Papst hat in diesen Riten nur ein Ehrenvorrecht (s.o.) bzw. eigentlich auch einen Jurisdiktionsprimat, den er aber nicht aktiv ausübt.)
- Primas von Italien (ein reines Ehrenvorrecht, Primatentitel sind in der Rechtstellung aufgehoben, Primas von Deutschland ist übrigens der Erzbischof von Salzburg...)
- Metropolit und Erzbischof der Kirchenprovinz Rom (wie alle Erzbischöfe übt er eine Art Supervision über die Bischöfe der umliegenden Diözesen aus)
- Souverän des Staates der Vatikanstadt (dies nun ist der weltliche Titel des Papstes)
- Diener der Diener Gottes (ein Titel, den sich ein Papst mal selbst gegeben hat, alle anderen Titel wurden ihm von Konzilien, Kaisern, Königen, vom Amts wegen (also aus dem Kirchenrecht) oder völkerrechtlich gegeben.)
- Oberster Brückenbauer (Pontifex maximus)
einige Anmerkungen müssten bei der Titulatur überprüft werden--Thommess Thommess 09:03, 5. Feb 2005 (CET)
Bibelzitate
Ich habe gerade dieses Zitat entfernt, da ich keinen Zusammenhang zum Papstamt sehe:
- „Wie redet dieser solche Gotteslästerung? Wer kann Sünden vergeben als allein Gott?“ (Markus 2,7)
Dieses gehört meiner Meinung nach auch nicht hier rein, ich habe es aber erstmal stehen lassen:
- „Denn es ist ein Gott und ein Mittler zwischen Gott und den Menschen, nämlich der Mensch Christus Jesus.“ (1.Timotheus 2,5)
Meinungen? -- MlaWU 17:33, 18. Mär 2005 (CET)
Wie wär's wenn wir die Zitate einfach rausschmeißen? Geben die einen Mehrwert an Information, wenn die einfach nur so dastehen, ohne in Text eingebettet zu sein? Gugganij 15:36, 24. Mär 2005 (CET)
- Hätte ich kein Problem mit, da die wichtigste Stelle bereits im Text enthalten ist. Mir fällt auch gerade auf, daß da eine andere Übersetzung zitiert wird. Gibt es einen Konsens in der Wikipedia, welche Übersetzung verwendet werden soll? -- MlaWU 18:25, 24. Mär 2005 (CET)
Ich werden so in zwei Tagen die Bibelzitate entfernen. Begründung: Sie oben. Erhebt jemand Einspruch? 83.65.250.91 10:10, 4. Apr 2005 (CEST)
Hab die Bibelzitate einmal hierher verschoben.
- „Ich aber sage dir: Du bist Petrus und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen und die Mächte der Unterwelt werden sie nicht überwältigen.“ (Matthäus 16,18)
- „Ihr jedoch sollt euch niemals Rabbi nennen lassen, denn nur einer ist euer Rabbi, und ihr alle seid Brüder. Ihr sollt auch niemand von euren Brüdern auf der Erde mit `Vater' anreden, denn nur einer ist euer Vater, nämlich der im Himmel.“ (Matthäus 23,8-9)
- „Als nun Petrus ankam, ging ihm Kornelius entgegen und warf sich ehrfürchtig vor ihm nieder. Petrus [der Tradition nach der erste Papst] aber richtete ihn auf und sagte: Steh auf! Auch ich bin nur ein Mensch.“ (Apostelgeschichte 10,25-26)
- „Denn es ist ein Gott und ein Mittler zwischen Gott und den Menschen, nämlich der Mensch Christus Jesus.“ (1.Timotheus 2,5)
Ich fände es sinnvoller, wenn man die Bibelzitate wieder in den Text einfügt, da Matthäus 16,18 und Matthäus 23,8-9 in sich widersprüchlich sind und sie so viele Personen, die sich nicht so sehr mit der Bibel beschäftigen, zum Nachdenken anregen können. Ich würde es schön finden, wenn man sich dazu entscheiden könnte, sie wieder in den Artikel aufzunehmen. Jens Kampe
- Das Ziel des Artikels sollte nicht sein den Lesern die Bibel näher zu bringen, sondern darin Informationen über das Papstamt zu geben (Enstehung, Stellung, Begründung, Kritik etc.). Wenn relevante Kritiker am Papstamt bzw. der derzeitigen Ausformung des Papstamtes ihren Standpunkt mit bestimmten Bibelversen begründen, so kann es selbstverständlich notwendig sein, diese im Artikel (z.B in einem Abschnitt "Kritik") einzuweben (aber m. E. eben nicht als isolierte Zitate, sondern eingebettet in einen Zusammenhang: Wer kritisiert was mit welchen Argumenten). lg Gugganij 12:13, 14. Apr 2005 (CEST)
Wer ist es?
Ich würde mir an relativ prominenter Stelle im Artikel (also relativ weit oben) einen kurzen Hinweis wünschen, wer der aktuelle Papst ist. Oder auch wer die aktuellen Päpste sind (wenn man die koptischen etc. Träger des Titels mit reinnimmt). Im Moment ist der Artikel allerdings wohl gesperrt, keine Einfügung möglich. --Hansele Hansele 11:03, 2. Apr 2005 (CEST)
- Habe Deinen Hinweis eingearbeitet. --Markus Schweiß, Markus Schweiß 11:16, 2. Apr 2005 (CEST)
Zeitraum zwischen Tod und Wahl eines neuen Papstes
Ich finde, dass hier zu wenig steht, was nach dem Tod des Papstes passiert(oder ich habs nur nicht gefunden). Es gibt ja spezielle Rituale, die eingehalten werden müssen. Zum Beispiel, wann er beigesetzt werden muss und wie das ganze von statten geht usw. Also sowas wie bei diesem Artikel hier. Leider hab ich noch zu wenig Wissen, um sowas selber einzuarbeiten. Aber vieleicht kann sich ja jemand das anschauen? --Onoxegy 02:41, 3. Apr 2005 (CEST)- schau dir mal die Artikel über Sedisvakanz und Papstwahl, dort dürfte ausführlich erläutert sein, was in der fraglichen Zeit stattfindet. --Ads 11:23, 3. Apr 2005 (CEST)
- ok, danke für den Hinweis! Hab ich wohl irgendwie übersehen... --Onoxegy 14:35, 3. Apr 2005 (CEST)
Please put on article. Thank you. Pokrajac
- [x] done. --Dundak Dundak 23:18, 2. Apr 2005 (CEST)
Rücktritte
Meinen Informationen ist Benedikt IX. nicht dreimal zurückgetreten. 1044 wurde er vertrieben und man wählte Silvester III. Benedikt wiederum verkaufte sein Amt 1045 an Gregor VI. Im Jahr 1046 wurden alle drei abgesetzt und Clemens II. wurde gewählt. Nach dessen Tod (1047) kam Benedikt wieder an die Macht, er wurde erneut 1048 vertrieben, und man wählte Damasus II. Benedikt regierte weiter ale Gegenpapst. Scheinen ja echt chaotische Zusstände in der Bananenrepublik Kirchenstaat gewesen zu sein. Papstvertreibungen sind damals recht häufig vorgekommen, aber nach meinem Wissen war Coelestin V. wirklich der Einzige, der aus freien Stücke zurücktrat und den Heiligen Stuhl auch später nicht mehr beanspruchte. --Steffen Löwe Gera 20:43, 3. Apr 2005 (CEST)Literatur
Jacob Burckhardt: Die Zeit Constantins des Großen.entfernt - damals waren das noch Bischöfe von Rom, nicht Päpste. Dafür neuere Literatur eingefügt. --Irmgard 13:34, 12. Apr 2005 (CEST)Lustig
Ich finde lustig, dass der Papst in der Kategorie Kirchenwesen ist. Kardinäle sind ja auch Kirchenwesen. Passt gut:)
Gehalt des Papstes ?
Mich würde mal interessieren, ob der Papst ein Gehalt bezieht. Wenn ja wieviel ? Wenn nein, wie sind sonst seine finanziellen Bedürfnisse geregelt ? Es machte mich etwas stutzig zu hören, JP II. habe außer ein paar Gegenständen des persönlichen Gebrauchs keine weltliche Habe hinterlassen. 62.246.66.187 14:55, 15. Apr 2005 (CEST)- Das meiste gehört wohl dem Vatikan. Dort hat er ja 2 Etagen am Petersplatz bewohnt (persönliche Räume), das Mobiliar wurde gestellt :-), Kleidung, Dinge des täglichen Bedarfs etc. ebenfalls. Dienstwagen, Nahrungsmittel musste er wohl kaum selbst einkaufen. So könnte ich mir vorstellen, das die Besoldung ähnlich ist, wie bei normalen Ordensleuten auch, d.h. nicht mehr als ein Taschengeld. Von Ordensleuten weiß ich, das diese Sachen, die sie geschenkt bekommen, meist bei der nächsten Gelegenheit weiterverschenken, große Besitztümer anzuhäufen ist da wohl kaum das Ziel. So wird wohl auch niemand aus finanziellen Interessen Papst oder überhaupt katholischer Geistlicher werden wollen, dürfte sich nicht lohnen. Grüße --Würfel 15:19, 15. Apr 2005 (CEST)
- Der Papst bezieht definitiv kein Gehalt. Er bekommt alles vom Vatikan gestellt. Das beginnt beim Essen und endet beim Hubschrauber (so jedenfalls im Spiegel-Sonderheft zum Papst-Tod) --Thommess Thommess 21:08, 15. Apr 2005 (CEST)
- Der Vergleich mit dem Bundespräsidenten ist unzutreffend. Hr. Köhler ist ein Staatsangestellter, dessen Gehalt vom Steuerzahler bezahlt wird. Der Papst ist absoluter Monarch und damit Eigentümer des Vatikan.--Moguntiner 17:12, 12. Nov 2005 (CET)
Papst-Kandidaten
Laut Artikel muss ein Papstkandidat die Priesterweihe empfangen haben. Dies widerspricht aber dem Artikel "Papstwahl", welcher besagt, dass diese Klausel 1179 wieder entfernt wurde. Was entspricht nun der Wahrheit?
Wahlgänge bis zur Papstwahl
Ich habe heute mehrfach gelesen, Papst Benedict XVI sei schon im 4. Wahlgang, und nicht, wie zurzeit noch im Artikel behauptet, im 5. Wahlgang gewählt worden.
Kritiker
Über Petrus und Rom steht im Artikel: Einige Kritiker bezweifeln jedoch, dass er je dort war.
Gab es diese Kritik bereits in der Frühzeit des Christentums oder erst in der Neuzeit? Und wird es überhaupt ernsthaft bezweifelt oder ist es nur nicht historisch belegbar? Das ist ein entscheidender Unterschied. -- MlaWU 01:44, 20. Apr 2005 (CEST)
Unzurechnungsfähigkeit
Was passiert eigentlich, wenn ein Papst nicht mehr im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte ist? Wer regiert dann? Der Staatssekretär? Der Kardinaldekan? Der Camerlengo? Ein Gremium aus ein paar Kardinälen? Alle Kardinäle gemeinsam? (Zwischenfrage: Auf welche Art und Weise tritt ein Papst überhaupt zurück? Genügt der Satz "Ich trete zurück" oder ist das ein kompliziertes Prozedere?) Und was ist, wenn ein Kardinal geistig nicht mehr zurechnungsfähig ist? Wird er dann vom Konklave ausgeschlossen? --Steffen Löwe Gera 17:16, 17. Mai 2005 (CEST)- Ich glaube nicht, dass für den Fall der Unzurechnungsfähigkeit von Päpsten irgendeine rechtlichen Vorkehrungen bzgl. der Leitung der Kirche getroffen worden sind. Dass wird von vielen in der Kirche als ein Problem gesehen. Bezüglich des Rücktritts siehe auch Can 332 § 2.: Falls der Papst auf sein Amt verzichten sollte, ist zur Gültigkeit verlangt, daß der Verzicht frei geschieht und hinreichend kundgemacht, nicht jedoch, daß er von irgendwem angenommen wird. Das "hinreichend kundgemacht" verlangt m.E. nach nicht, dass der Rücktritt schriftlich erfolgen muss. lg Gugganij 19:12, 14. Jun 2005 (CEST)
pastor pastorum
Könnte ich bitte eine Quellenangabe dazu haben, dass ein offizieller Titel des Papstes "pastor pastorum" ist? lg Gugganij 20:25, 28. Mai 2005 (CEST)
Ich werde "pastor pastorum" in einigen Tagen aus der Liste der Titel entfernen. lg Gugganij 19:03, 14. Jun 2005 (CEST)
Ich habe pastor pastorum jetzt entfernt. lg Gugganij 01:11, 16. Jun 2005 (CEST)
Habe im Abschnitt "Titel" das wiederhergestellte "Erster der Hirten" entfernt. Falls es sich um einen Teil der offiziellen Titulatur des Papstes handeln sollte (was mir neu wäre) bitte ich um eine Quellenangabe. lg Gugganij 23:13, 22. Jun 2005 (CEST)
Der Titel Princeps Pastorum - abgekürzt PP- gehört zur offiziellen Signatur des Papstes. In der englischen Wikipedia steht das richtig. Weitere Beispiele:
- offizielle Dokumente werden mit NAME PP unterschrieben: z.B. mit IOANNES PP. XXIII
- auf den Grabsteinen der Päpste wird ihr Name ebenfalls so aufgeführt, siehe: Papst Pius XII, Paulus VI und Ioannes Paul II. lg spooky33 08:41, 23. Jun 2005 (CEST)
- Das PP als Abkürzung für princeps pastorum steht, wäre mir absolut neu. Meines Wissens stehen die Buchstaben schlicht für papa (Papst). Folgender Link sieht das ähnlich: [LINK]. lg Gugganij 11:34, 23. Jun 2005 (CEST)
- Außerdem ist Pastor Pastorum bzw. Princeps pastorum kein Teil der offiziellen Titulatur (was aber natürlich nicht heißt, dass es nicht eine Art Ehrenbezeichnung sein kann, die verwendet wird). lg Gugganij 11:44, 23. Jun 2005 (CEST)
- Das PP steht mW für Pontifex Maximus. Es wird doppelt ausgeführt um die Steigerung auszudrücken. Ähnliches findet man in der Musik f = forte ff = fortissimo usw.. Naja, hundertprozentig weiß ich´s auch nicht.--Moguntiner 17:14, 12. Nov 2005 (CET)
Bitte um Prüfung
könnte jmd. vom fach das hier mal prüfen und ggf. bestätigen oder halt löschen!? .. danke ...Sicherlich Sicherlich 01:50, 4. Sep 2005 (CEST)
== Papst = Oberhaupt wovon? ==
Der Papst ist Oberhaupt der katholischen Kirche, nicht nur der römisch-katholischen (wie im Artikel geschrieben, im englischen Wiki übrigens auch fälschlicherweise!). Die römische oder lateinische Kirche ist nur eine Teilkirche neben den zahlreichen orientalischen ("unierten") Kirchen des Ostens, deren Oberhaupt der Papst gleichermaßen ist. Vielleicht hat sich der Autor ja etwas dabei gedacht, kirchenrechtlich jedenfalls ist es falsch, ungefähr so als ob man den Ministerpräsidenten von NRW (nur) als Ministerpräsident des Rheinlandes bezeichnen würde... Eine Änderung wäre wünschenswert! LG, kdlm
- Nunja, es gibt neben der Ansicht Katholische Kirche = Römisch-katholische Kirche (=Lateinische Kirche) und die anderen 22 sui iuris-Kirchen auch die Ansicht Römisch-katholische Kirche = Lateinische Kirche und die anderen 22 sui iuris-Kirchen. Für die zweite Ansicht spricht das Argument, dass alle Teilkirchen unter der Autorität des römischen Pontifex stehen. lg gugganij 14:04, 12. Sep 2005 (CEST)
ich verstehe beim besten willen nicht, was sie sagen wollen... kdlm
- Sorry, da hab ich mich wohl in der Tat etwas umständlich ausgedrückt. Ich meinte nur, dass das römisch im Ausdruck römisch-katholisch grundsätzlich zweierlei bedeuten könnte: 1. "römisch-katholisch" synonym für "Lateinischer Ritus" d.h. Bezeichnung für EINE der insgesamt 23 "Teilkirchen" (sui iuris-Kirchen) der katholischen Kirche ODER 2. Bezeichnung für die GESAMTHEIT der 23 sui iuris-Kirchen, die den Papst als Oberhaupt anerkennen
- Sie hängen offensichtlich der ersten Interpretation an. Ich bin mir eher unsicher, und neige zu Interpretation zwei. lg Gugganij 16:09, 13. Sep 2005 (CEST)
Achso! Danke für die Erläuterung. Naja, es geht allerdings nicht um Ihre oder meine (Privat-)Interpretation, es geht schon um die offizielle Handhabung. Und gemäß und CIC und im kirchlichen Schrift- und Sprachgebrauch ist es so, wie ich es darstellte. Die von Ihnen dargestellte 2. Version ist schlichtweg unzutreffend. Bei Wikipedia wird dies ja soweit ich weiß auch nicht falsch gemacht. Der Hauptartikel heißt Katholische und nicht RK Kirche, insofern zeigt meine Kritik ja auch noch einen Widerspruch zu diesem Artikel auf. Das ist auch keine Frage, die man zur Abstimmung bringen müßte. Ich würde vorschlagen, (ich habe es ebenfalls so gehandhabt) den CIC heranzuziehen UND noch ein Bischöfl. Offizilat bzw. Konsistorium anzurufen (am besten München). kdlm
- Ich stimme Ihnen zu, dass es primär um die offizielle Handhabung der Kirche geht. Aber: Ich bin mir eben nicht sicher, ob die Kirche mit Römisch-katholisch (dieser Ausdruck kommt in internen Dokumenten so weit ich informiert bin gar nicht vor) wirklich nur die Lateinischen (=Westliche) Kirche meint. Auf welche Paragraphen des CIC beziehen Sie sich?
- Vielleicht noch ein Diskussionsbeitrag aus der englischen Wikipedia :en:Talk:Roman_Catholic_Church#Roman Catholic vs. Catholic:
- Other Churches have needed to adopt a name or title when they came into being. The (Roman) Catholic Church has never had the same need to adopt a name or title. It uses many adjectives to describe itself, among them “one”, “holy’”, “catholic”, “apostolic” and, yes, to indicate the centrality for it of the see of Rome, “Roman” (employed by many popes from Gelasius I to the present day). But it needs to take a name only in its relations with others. In these relations, it uses whatever acceptable name the others give it. Thus, in the Common Declaration signed with the head of the Assyrian Church, it calls itself “the Catholic Church”, but in its relations with Anglicans, the form “Roman Catholic” appears, as in the name of the ARCIC theological commission. In all such relations, the authorities of the (Roman) Catholic Church act in the name of the whole Church, not of its Western part alone.
- “Roman Catholic Church” and “Catholic Church” are thus names or titles that it has explicitly and officially accepted (rather than adopted). What it has never accepted is to apply the term “Roman Catholic” to only part of the Church. For what some Wiki contributors mean by “Roman Catholic Church” it uses the term “Latin Church”, as, for instance, in canon 1 of the Code of Canon Law.
- lg Gugganij 23:38, 13. Sep 2005 (CEST)
Ja, diese Diskussion ist mir bekannt; ich hatte ja auch eingangs schon gesagt, daß im englischen Wiki leider derselbe Fehler gemacht wird. Ich möchte auch wirklich keinen "Kleinkrieg" (habe den Fachterminus leider vergessen) beginnen, ich bin froh, daß ich es weiß, mir geht es mehr um die Nützlichkeit des Wiki im Allgemeinen, denn im Gegensatz zu Bereichen wie Politik wird Wikipedia im Bereich Kirche, Religion, Theologie nach meiner Erfahrung nur belächelt und als Quelle grundsätzlich nicht anerkannt. Und solche Unkorrektheiten, wie die von mir aufgezeigte und durch kanonistisches Gutachten widerlegte, wird die Seriosität nicht größer... Schade finde ich, und das ist keineswegs persönlich gemeint, (und das sage ich bewußt sehr pauschal) daß offensichtliche Fehler bei Wiki lange diskutiert werden müssen und ggf. zur Abstimmung kommen, sodaß Demokratie aber nicht sachliche Richtigkeit gewahrt werden... Quellenbelege: Vaticanum II/OE 3.17, LG 8.23 Can. 333 CIC. etc. mfg kdlm
- Danke erstmals für die Quellen - werde die mir einmal durchlesen. Sind die von Ihnen erwähnten kanonistischen Gutachten im Web zugänglich? Ich würde mich für deren Argumentationslinie interessieren. Bezüglich Ihrer allgemeinen Kritik, dass offensichtliche Fehler bei Wiki lange diskutiert werden müssen: In den Fällen, wo die Offensichtlichkeit des Fehlers nicht von allen Wikipedianern geteilt wird, ist es halt Aufgabe der beiden "Streitparteien" Belege und Quellen vorzulegen. Ich würde das nicht unbedingt negativ sehen (auch wenn ich Ihnen Recht geben muss, dass es oftmals mühsam ist), sondern als eine Chance auf den Diskussionsseiten für ein besseres Verständnis zu sorgen. lg und ein schönes Wochenende Gugganij 09:08, 17. Sep 2005 (CEST)
Meine allgemeine Kritik ist nicht böse gemeint. Sonst würde ich selbst ja nicht ab und an trotz geringer Zeit mich hier einbringen. Ich finde es ernsthaft schade, daß das Wiki in theol. Kreisen belächelt wird. Aber teilweise ist es eben auch folgerichtig... Ein kanonistisches Gutachten können Sie per Email, auch anonym in Auftrag geben, dieses wird Ihnen dann zugesandt. Ich empfehle München, die Hauptstadt der Kanonistik in Deutschland :-) Sagt Ihnen ein Rheinländer :-) Ihnen auch einen lieben Gruß!!! kdlm
- Dass die Wikipedia in Fachkreisen oftmals belächelt wird (nicht nur in theologischen) ist mir bekannt. Oftmals wird mit "Perlen vor die Säue werfen" argumentiert. Ich halte aber einen solchen Zugang für schade, da sowohl die Wikipedia als auch die einzelnen Disziplinen profitierten, wenn sich mehr Fachmänner/Fachfrauen einmengen würden. Die Wiki würde an Professionalität gewinnen, die einzelnen wissenschaftlichen Disziplinen hätten eine hervorragende Möglichkeit, die Fragen mit denen sie sich auseinandersetzen einen breiten Publikum näher zu bringen. Gerade die Breitenwirksamkeit von Wikipedia wird in diesen Kreisen absolut unterschätzt. Liebe Grüße Gugganij 18:12, 19. Sep 2005 (CEST)
OSTKATHOLISCHER KARDINAL ZUM PAPST WÄHLBAR?
Guten Tag, ich möchte der vorangegangenen Diskussion noch etwas anschließen. Ich denke, dass der Begriff "katholisch" keine Lizenz darstellt und somit frei verwendbar ist. Es gibt eben viele Leute und Organisationen, die viele verschiedene Ansichten darüber haben was "katholisch" ist. Neben der Lateinischen Kirche, die schätzungsweise 98% aller "von Rom als solche akzeptierten" Katholiken ausmacht gibt es eben noch die ca. 2% Uniatenangehörigen. Darüber hinaus findet man noch eine Reihe von Kirchen / Freikirchen / (christl.) Sondergemeinschaften, die sich katholisch nennen, bzw. in deren Namen man den Begriff "katholisch" wiederfindet: z.B. alt-kath.;alt-heilig-kath.; palmarianisch-kath.;gnostisch-kath... Hierbei handelt es sich um häretische, sedisvakantistische oder schismatische Gruppen, die vom Vatikan nicht als katholisch angesehen werden dürften. Übrigens hat der Sekretär des aktuellen Hl. Vaters seine Dissertation über die Kirchengliedschaft geschrieben, was also zur Kath. Kirche gehört. Um auf die Papstwahl zurückzukommen, die ich in meiner Überschrift erwähnte: Das aktive Wahlrecht haben ja bekanntlich alle Kardinäle, die zum Zeitpunkt des Todes unter 80 sind. Zum passiven Wahlrecht liest man immer wieder, dass jeder kath. Mann, der unverheiratet ist, zum Papst wählbar ist und dann ggf. noch schnell die Bischofsweihe erhält. Dass Hans Müller aus Berlin mal eben so zum Papst gewählt werden wird, scheint ja doch sehr unwahrscheinlich; viel interessante finde ich die Frage ob ein ostkath. Kardinal (ich benutze jetzt "ostkath." als Begriff für die unierten Kirchen) Papst werden darf. Hier kommt wieder die obige
Wir wissen, dass die Uniaten den Primat des Papstes anerkennen und wir wissen, dass die ostkath. Kirchen jeweils ihr eigenes Oberhaupt haben. Was bleibt anderes übrig, als dass der Papst das Oberhaupt der Kath. Kirche ist, die sich aus 23 Teilkirchen zusammensetzt? Dann stellt sich aber die Frage, ob die Lateinische Kirche (nachdem was kdlm schrieb, also die rk Kirche) auch ein Oberhaupt hat. Nehmen wir mal an ein ostkath. Kardinal wird Papst. Ich nehme an wir sind uns einig, dass er dann das Oberhaupt der Kath. Kirche ist, die aus 23 Teilkirchen besteht. Die ostkath. Nationalkirche, der er vorher angehörte wird dann wohl einen neuen Patriarchen ernennen lassen (vom Amtsvorgänger, dem neu gewählten Papst...!?); aber: Ist dieser neue zum Papst gewählte Ostkatholik dann Oberhaupt der Lateinischen (rK)Kirche? Und wenn nicht, wie kann er dann in Rom sitzen:)? Oder ist er nur ein Kardinal "2. Klasse" und besitze kein passives Wahlrecht?
Das ganze wird umso brisanter wenn man berücksichtigt, dass es Lehre der rk Kirche ist, dass die Uniaten sich auf dem 2. konzentrischen Kreis um Jesus befinden (auf dem 1. und somit Jesu am nächsten findet man die rk Kirche). Wie kann ein Ostkatholik den Papst als Oberhaupt anerkennen, wenn dieser ihn als "Katholik 2. Klasse" tituliert.
Zusammenfassend: Ist der Papst Oberhaupt der Kath. - 23 Kirchen umfassenden - Kirche? Ist der Papst Oberhaupt der Lateinischen = rk Kirche? Ist ein Unierter zum Papst wählbar?
VG Holti
- Die katholische Kirche sieht meines Erachtens kein Problem, wenn ein Kardinal der östlichen Tradition zum Papst gewählt werden sollte. Und woher haben Sie Ihre Informationen, dass es nach der Lehre der rk Kirche "Katholiken zweiter Klasse" gibt. Dass würde meiner Meinung nach ganz vehement der kathol. Ekklesiologie widersprechen. lg Gugganij 16:27, 14. Okt 2005 (CEST)
- Für den Titel "Patriarch des Abendlandes" könnte man auch "Oberhaupt der Lateinischen Kirche" sagen. Und das ist ein Titel des Papstes. Ebenso wie man nicht München-Freisinger sein muß, um in Freising Erzbischof zu werden, muß man nicht Lateiner sein, um Papst zu werden. Schätze ich wenigstens. --84.154.122.234 16:49, 17. Okt 2005 (CEST)
- Stimme dir zu. Dass ein griechisch (orientalisch)-katholischer Kardinal nicht zum Papst gewählt werden kann, stimmt sicher nicht. lg Gugganij 01:41, 18. Okt 2005 (CEST)
Hallo, zunächst zu der konzentrischen Kreisen. Ich habe mir mal ein Buch aus der Unibib ausgeliehen, das schon einige Jahrzehnte auf dem Buckel hat (den Namen weiß ich nicht mehr sicher; eine Grundlage dieses Buches war aber wohl der Ökumenische Arbeitskreis Religionen in Berlin). Und darin steht eben, dass die Rom-Katholiken Jesus am nächsten sind, also auf dem innersten Kreis und dann folgen die Ostkatholiken, dann glaub ich die Reformierten oder Reformatoren. M.E. nach muss der "Verkünder" dieser Lehre der Vatikan sein. Die Lehre der Ostkatholischen Kirchen stimmt außerdem mit der der rk Kirche überein. Deshalb finde ich das komisch, dass man z.B. als Ostpatriarch zum Papst "hält", der einen nicht so nah bei Jesus sieht wie sich selbst.
zu meinen 3 Fragen: Eurer Meinung nach ist der Papst Oberhaupt der RK Kirche (Frage2) und ein Ostkardinal ist wählbar (Frage3).
Der Vergleich mit dem München-Freisinger Erzbischof passt aber nicht. Wenn ein Hamburger röm.-kath. Priester München-Fr. Erzbischof wird, so ist und bleibt er rk. Bezogen auf das Papsttum eines Ostkatholiken sehe ich auch kein Problem darin, dass er nicht aus dem Abendland kommt. Wenn nun aber ein Ostpatriarch zum Papst gewählt wird, welcher Kirche gehört er nach seiner Einführung an? Der rk oder seiner ursprünglichen Kirche? In ostkath. Kirchen ist das Priesterzölibat nicht (überall) verpflichtend. Wenn ein Ostpatriarch diese These unterstützt und zum Papst gewählt wird und die Wahl auch annimmt, heißt das dann, dass er zwangsläufig "konvertiert" von dem Ostkatholizismus zur Lat. Kirche? Holti
- Bzgl. der konzentrischen Kreise: Vielleicht meinte der Autor dieses Buches nicht die Katholiken östlicher Tradition sondern die orthodoxen Kirchen. Wie gesagt für die katholische Kirche ist ein Katholik ein Katholik, welchen Ritus er auch immer angehören mag. Abstufungen zwischen Katholiken der verschiedenen Traditionen (lateinisch, griechisch, orientalisch) würden dem Verständnis von Kirche, wie sie der Vatikan lehrt, absolut widersprechen. Für die These, dass das Buch die orthodoxe Kirche gemeint haben könnte (die den Papst ja nicht als Oberhaupt anerkennen, im Gegensatz zu den "Ostkatholiken") würde sprechen, dass vom Kirchenverständnis her, die Orthodoxie in der Tat näher bei der katholischen Kirche ist als die protestantischen Kirchen; so nahe, dass es für Katholiken sogar erlaubt ist, die Kommunion in einer orthodoxen Kirche zu empfangen (was aber die Orthodoxie ablehnt).
- Bzgl. der Papstfrage: Die EINE katholische Kirche ist in verschiedene Riten unterteilt, die alle den Papst als Oberhaupt anerkennen. Deshalb müsste ein Kardinal des Ostritus ("Ostkatholik") auch nicht konvertieren, denn er ist und bleibt ein Mitglied der einen katholischen Kirche. Das Priesterzölibat ist eine Disziplinar- und keine Glaubensfrage (Bischöfe müssen übrigens auch in der Ostkirche zölibatär leben), das zeigt allein schon die Tatsache, dass es auch im lateinischen Ritus (r.k.) einige wenige verheiratete Priester gibt. Der "römische" Zweig der katholischen Kirche akzeptiert und respektiert die Unterschiede (z.B. in der Zölibatsfrage) zwischen den einzelnen Riten und sieht sie als Bereicherung an. Diese Unterschiede konstituieren keinen Konflikt innerhalb der Kirche, da sie als Ergebnis der unterschiedlichen Traditionen angesehen und als bewahrenswert erachtet werden. Ganz allgemein ist vielleicht noch von Interesse das z.B. der römisch-katholische Erzbischof von Wien (derzeit Kardinal Schönborn) auch Bischof von Österreich ist (d.h. der Bischof für alle Katholiken des östlichen Ritus auf dem Gebiet Österreichs). lg Gugganij 00:22, 2. Nov 2005 (CET)
OK. Kann ich das also so verstehen, dass im unwahrscheinlichen Fall, dass ein Ostpatriarch Papst wird, dieser sozusagen "seinen" Ritus mit nach Rom bringen KANN - wenn er mag - und im Petersdom (alt-)orientalische Liturgien zelebrieren KANN, dieses aber auch lassen kann und den lat. Ritus verwenden kann. Muss er sich entscheiden? Oder wird er automatisch rK mit der Verpflichtung zum lat. Ritus? Und um ganz penibel die letzten Details auszuräumen: stelle ich mal THESEN auf, die ja weiterdiskutiert werden können (und falsch sein können):
1. Es gibt (aus Sicht des Vatikans) genau eine katholische Kirche im Sinne der Glaubenslehre. 2. Es gibt (aus Sicht des Vatikans) genau 23 kath. Kirchen bzgl. Kirchenrecht und Liturgieform.(Wenn die letzte These falsch ist, dann gibt es keine rk Kirche, sondern nur den lat. Ritus bzw. die röm. Liturgie; dann gibt es auch keine griech.-kath. Kirche, sondern nur den griech.-byzant. Ritus usw....) 3. Jeder Papst ist Oberhaupt der kath. Kirche. 4. Jeder Papst ist jeweils Oberhaupt der 22 unierten Kirchen. 5. Jede unierte kath. Kirche hat ihr eigenes Oberhaupt (Patriarch). Jede unierte Kirche hat mind. zwei Oberhäupter. (Genauso wie meines Wissens nach jedes kath. Bistum mind. 2 Oberhäupter hat: den Diözesanbischof und den Bischof von Rom) 6. Jeder Papst ist Oberhaupt der rk Kirche (auch wenn er als zum Papst gewählter Ostpatriarch seinen ursprünglichen östl. Ritus zelebriert...?)
Ich würde mich freuen wenn man hierüber diskutieren würde.Holti
Begriff "Oberhaupt"
Lieber anonymer Benutzer. Es ist durchaus zutreffend, dass Bush und Klinsmann keine "Oberhäupter" sind, aber das macht den Papst noch lange nicht zum "Anführer" oder "Präsidenten" oder "Teamchef". Bitte erkläre mal genauer, wieso das Wort "Oberhaupt" für dich wertend klingt. Für mich persönlich klingt eher "Anführer" (ab)wertend, und das Wort "Oberhaupt" wird in Zusammenhang mit der Begriffsdefinition "Papst" parktisch durchweg verwendet. -- Steffen Löwe Gera 22:59, 11 November 2005 (CET)
- Sehe ich ähnlich. Wo "Oberhaupt" wertend klingt würde mich auch interessieren. Anführer paßt auf ein Staatsoberhaupt (!) eigentlich überhaupt nicht. Und daß die kath. Kirche vom Papst "angeführt" wird, wird wohl auch kaum einer so formulieren... Schöne Grüße --Quirin Quirin 23:23, 11. Nov 2005 (CET)
"Oberhaupt"? Wir sind doch hier in einer neutralen Enzyklopädie. Also wird niemand den Vorsitzenden einer weltlichen Institution derart bezeichnen, außer er meinte es ehrfurchtserheischend wie beim Begriff "Staatsoberhaupt" - eben das ist wertend. "Staatsoberhaupt des Vatikan" könnte man vielleicht noch durchgehen lassen, obwohl das auch komische Konnotationen hat. 84.159.203.161 00:08, 12. Nov 2005 (CET) Signatur nachgetragen --Quirin Quirin 00:14, 12. Nov 2005 (CET)
- Naja, die Argumentation ist etwas holprig. Zum einen ist ja das Staatsoberhaupt in der Regel weltlich, zum zweiten muß man einen "Vorsitzenden einer weltlichen Institution" auch nicht genauso bezeichnen wie ein Kirchenoberhaupt. Und "ehrfurchtsereischend" finde ich persönlich den Ausdruck auch nicht. Wobei andere Meinungen durchaus erlaubt sind ;-) --Quirin Quirin 00:14, 12. Nov 2005 (CET)
Was soll diese geschwurbelten Spitzfindigkeiten? Der Papst IST Vorsitzender einer weltlichen Institution! - Und jetzt bitte noch die Signatur nachtragen!
- So ein Quatsch, der Papst ist Oberhaupt einer Religion. Bei Religionsführern heißt es nunmal Oberhaupt, bei Republiken heißt es Präsident und bei Kleinvereinen meinetwegen 1. Vorsitzender. Diese Vergleiche sind einfach Unsinn. Der Deutsche Regierungschef heißt Kanzler und nicht Ministerpräsident, bloß weil das auf Länderebene so ist und auch nicht Premierminister, nur weil das in England so ist. Hier werden Äpfel mit Birnen verglichen. Republiken haben einen Präsidenten, Monarchien einen König und Religionen haben ein Oberhaupt. Das ist eine weltweit gültige Terminologie und hat mit Wertungen überhaupt nichts zu tun.--Moguntiner 17:10, 12. Nov 2005 (CET)
"So ein Quatsch"! - Wer so unsachlich beginnt, läuft Gefahr, unsachlich fortzufahren. "Ein Religionsführer heißt Oberhaupt"? Was ist das für eine Logik? Aber abgesehen von der Logik, die ja hier nur als Konvention daherkommt, sind nicht einmal Jesus, Khomeini, Bhagwan und tutti quanti "Oberhäupter". Und der Papst ist nun einmal, je nach Definition, monarchischer bzw. diktatorischer Anführer eines Staates. Sonst ist er Anführer einer der vielen irrationalen Sektengruppen unter den Menschen. "Oberhaupt" wäre da ganz und gar wertend.
- Sie müssen sich schon an geltende Terminologien halten. Die Bezeichnung Anführer ist für ein Religionsoberhaupt unüblich. Auch ist die Bezeichnung "Anführer" für einen Monarchen völlig unüblich. Sie versuchen hier, eine neue Terminologie einzuführen, wenn Sie das wollen, dann veröffentlichen Sie doch ein Buch. In einer Enzyklopädie haben neue Ideen kein Platz. Bevor Sie sich an die Arbeit mit dem Buch machen, noch einige Hinweise: Joschka Fischer ist nicht Anführer des Außenministeriums, Horst Köhler ist nicht Anführer der Bundesrepublik, Angela Merkel wird nicht als Vorsitzende der Bundesregierung bezeichnet werden, Hr. Westerwelle ist nicht das Oberhaupt der FDP, Fr. Merkel ist nicht Präsidentin der CDU, der Dalai Lama ist nicht der geistliche Anführer der Tibeter, Hr. Barroso ist nicht der Anführer der EU-Kommission. Der Chef eines Ministeriums heißt Minister, der Oberste einer Republik heißt Präsident, der Chef einer Partei heißt Vorsitzender, der Oberste einer Monarchie heißt König, der Chef einer Gruppierung oder Bande heißt Anführer oder Führer und der "Chef" einer Religion heißt Oberhaupt. So ist das in der deutschen Sprache. Alles andere sind Umdeutungen und aus Ihrem Beitrag erkennt man ja schon, dass Sie es sind, der werten will. Belassen wir es daher beim Standard.--Moguntiner 12:36, 13. Nov 2005 (CET)


