Piper Verlag

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Der Münchner Piper Verlag ist Teil der schwedischen Bonnier-Gruppe. Er blickte 2004 auf sein 100-jähriges Bestehen zurück.

Geschichte

Der Piper Verlag wurde am 19. Mai 1904 vom damals 24-jährigen Reinhard Piper gegründet. Sein Schwerpunkt lag in den Jahren bis zum Ausbruch des 2. Weltkrieges bei der künstlerischen Avantgarde Deutschlands. Besonders zu nennen ist hier Christian Morgenstern, der viele seiner Werke im Piper Verlag veröffentlichte. Während der Zeit des Nationalsozialismus war es dagegen nötig sich auf neutrale „Unterhaltungsliteratur“ und unbekanntere, oft ausländische Autoren zu beschränken, da viele der bisher vom Piper Verlag vertretene Künstler nun unter die so genannte „entartete Kunst“ fielen.

Als Reinhard Piper 1953 starb, gab er den Verlag an seinen Sohn Klaus weiter. In den Nachkriegsjahren veröffentlichte der Piper Verlag vor allem preiswert herzustellende Taschenbücher und gründete 1960 mit 10 weiteren Verlagen den dtv. Piper blieb dennoch seinem gehobenen Niveau treu und so erschienen neben Werken deutschsprachiger (z.B. ein Gedichtband von Ingeborg Bachmann) besonders solche italienischer Autoren. Der Verlag erweiterte sein Repertoire stetig, unter anderem im Bereich der Naturwissenschaften, Theologie und Musik.

1995 ging der Piper Verlag in den Besitz der schwedischen Bonnier-Gruppe über. Ab 1995 war Viktor Niemann (* 1940) Geschäftsführer des Verlages. Er wurde von der Zeitschrift Buch-Markt als „Verleger des Jahres 1998“ ausgezeichnet. Mit dem Erwerb des Malik-Verlags (1996) und des Kabel Verlags (1997) konnte das Programm ausgeweitet werden. Ebenso 2004, als die Heyne-Fantasy-Reihe vom Piper Verlag übernommen wurde. Seit 2003 hat Wolfgang Ferchl (* 1955) die verlegerische Leitung des Verlages übernommen.

Weblinks



Diese Definition bzw. Erklärung des Begriff Piper Verlag und dessen Bedeutung wurde zuletzt am 8.2.2006 aktualisiert (Glossar Lexikon Enzyklopädie).


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