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Der Artikel Quintus Lutatius Catulus gehört zur Kategorie: Römische Geschichte
Quintus Lutatius Catulus war in der römischen Republik der Name mehrerer bedeutender Männer
1. Quintus Lutatius Catulus war Konsul im Jahr 220 v. Chr.
2. Quintus Lutatius Catulus war der Adoptivvater von Sextus Iulius Caesar (siehe unter 4.)
3. Quintus Lutatius Catulus war ein römischer General und gemeinsam mit Gaius Marius Konsul im Jahr 102 v. Chr..
Eigentlich hieß er Sextus Iulius Caesar und war der Sohn des Sextus Iulius Caesar, einem Großonkel des späteren Diktators Gaius Iulius Caesar (siehe Julier); er wurde von Quintus Lutatius Catulus adoptiert, dessen Namen er annahm.
Im Krieg gegen die Kimbern und Teutonen wurde er damit beauftragt, die Alpenpässe zu verteidigen, fand sich aber bald gezwungen, sich in panikartigem Rückzug über den Po zu retten. Die Kimbern wurden dann aber von den vereinigten Armeen von Marius und Catulus auf der Raudinischen Ebene bei Vercellae geschlagen. Als aber der Hauptanteil an Ehren Marius zugute kam, wurde Catulus zu seinem Gegner. Er verbündete sich im Bürgerkrieg mit Sulla, stand auf der Proskriptionsliste des Jahres 87 v. Chr. und tötete sich, als Marius seien Begnadigung verweigerte.
Er war ein hervorragender Redner, Dichter und Prosaschriftsteller, versiert in griechischer Literatur. Es wird gesagt, er habe eine Geschichte seines Konsulats und des Krieges gegen die Kimbern und Teutonen nach der Art des Xenophon geschrieben; zwei seiner Epigramme sind erhalten, eines auf den gefeierten Schauspieler Quintus Roscius Gallus (Cicero, De Natura Deorum, I. 28), das andere von erotischem Charakter in der Art des Kallimachos (Aulus Gellius xix. 9).
Catulus verfügte über ein großes Vermögen, das er nutzte, um Rom zu verschönern. Zwei Gebäude sind als Monumenta Catuli bekannt: der Tempel der Fortuna huiusque diei, um an den Tag von Vercellae zu erinnern, und der Porticus Catuli, den er aus dem Erlös der kimbrischen Beute errichten ließ.
4. Quintus Lutatius Catulus, Sohn des vorigen, war Censor sowie Konsul im Jahr 78 v. Chr.
Quellen
- Plutarch, Marius, Sulla;
- Appianus, B.C. i. 74; VeIl. Pat. ii. 21;
- Florus iii. 21;
- Valerius Maximus vi. 3, ix. 13;
- Cicero, De Oratore, iii, 8, Brutus, 35.