Römische Legion

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Detail der Trajanssäule mit Szenen aus dem Dakerkrieg
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Die römische Legion war ein selbständig operierender Verband mit 4.000 – 6.000 Legionären und leicht bewaffneten Hilfstruppen in etwa gleicher Stärke. Er kommt in heutigen Begriffen am ehesten der Division nahe.

In der langen Geschichte der Legion wandelten sich die Stärke, Zusammensetzung und Ausrüstung der Legion. Die Legion der klassischen römischen Kaiserzeit wurde durch die Heeresreform des Marius ab 107 v. Chr. geprägt.

Die Legion in der Königszeit und der Zeit der Republik

Königszeit

Zur Zeit der römischen Republik war die Armee eine Wehrpflichtarmee, wobei die Wehrpflicht an die politischen Rechte gekoppelt war. Wer keine Steuern zahlte, musste nicht zur Armee, besaß aber auch keine politischen Rechte. Je nach Vermögen wurde man in eine der fünf Klassen eingeteilt und diente dann als Reiter, schwerer Infanterist, wiederum in drei Klassen eingeteilt, oder leichter Infanterist. Die Ausrüstung musste selbst gestellt werden.

Der Ursprung der Legion (von legio = die Lese) lag Mitte des 7. Jahrhundert v. Chr. in der Hopliten-Phalanx, die mit dem Speer als Hauptwaffe ausgerüstet und in 3 Tausendschaften unter 3 Tribunen (tribuni militum) unterteilt war. Hinzu kamen 3 Hundertschaften (centuriae) Reiter unter den drei Abteilungsführern (tribuni celerum). Insgesamt bestand das Angriffsheer Roms am Anfang der Königszeit also aus ca. 3.300 Mann. Die Stärke der Legion wurde nach der Vereinigung der Bergrömer des Palatin mit den Hügelrömern des Quirinal auf 6 Tausendschaften Fußvolk und 6 Hundertschaften Reiterei verdoppelt.

Im Rahmen der Servianischen Heeresreform unter König Servius Tullius, die auch den Bau der ersten Stadtmauer Roms mit sich brachte, wurde die Legion neu geordnet. Sie bestand nun aus 6.000 Mann in 6 Reihen plus 2.400 Mann Leichtbewaffnete.In den ersten 4 Reihen der Phalanx standen 40 Centurien der vollausgerüsteten Hopliten (classis), in den folgenden beiden Reihen je 10 Centurien der nicht voll ausgerüsteten Hopliten der zweiten und dritten Vermögensklasse. Die Bürger der untersten Vermögensklassen stellten 24 Centurien der Leichtbewaffneten, die bei Bedarf auch Lücken in der Phalanx auszufüllen hatten. Hinzu kamen in der Regel pro Legion 6 Centurien Reiterei.

In der Legion dienten die Bürger des ersten Aufgebots vom 18. bis 46. Lebensjahr. Die älteren Jahrgänge hatten die Stadtmauern daheim zu schirmen. Neben die Legion der römischen Bürger trat die gemeinsame Legion der latinischen Bundesgenossen Roms. Mit dem zunehmenden Erstarken Roms im 5. und 4. Jahrhundert v. Chr. wurden auch mehrere Legionen gleichzeitig ins Feld gestellt.

Römische Republik

Erste Veränderungen

Im späten 3. Jh. v. Chr. wurde die bisher relativ starre Phalanx von Scipio durch Einführung der flexibleren Manipularordnung verbessert, wodurch die Legion in späteren Feldzügen gegenüber der griechischen und makedonischen Phalanx die Überlegenheit gewann. Dabei wurden drei Treffen zu mehreren Manipeln hintereinander gestellt. Zwischen den Manipeln wurden meist so große Abstände gelassen, dass die versetzt stehenden Manipel des jeweils hinteren Treffens dazwischen vorrücken konnten. Das ergab eine Art Schachbrettmuster und erlaubte eine sehr flexible Gefechtsführung. Es handelte sich um die erste Form der echten Treffentaktik.

Die bisherige Legion von 8.400 Mann wurde in 2 neue Legionen je 4.200 Mann geteilt. Jede Legion bestand aus 10 Manipeln (von manus = die Hand, die Schar) zu je 3 bzw. 4 Gliedern. Im ersten Treffen standen die Hastaten, dann die Principes, schließlich die Triarier. Hastati und Principes erhielten das Pilum, einen neuartigen Wurfspeer, während die Triarii weiterhin mit der langen Stoßlanze ausgerüstet blieben. Das Pilum wurde auf Kommando aus einer Entfernung von ca. 10 bis 20 Schritt geschlossen in den Feind geworfen, um seine Reihen zu öffnen und seine Schilde zu beschweren. Anschließend erfolgte der Kampf mit dem Schwert (Gladius). Jeder Legion waren zudem 300 Reiter (equites) zugeteilt.

Die Infanterie bestand aus drei Truppenteilen:

  1. Triarii (altgediente, schwerbewaffnete Veteranen/Elitesoldaten im dritten Treffen)
  2. Principes (Soldaten im zweiten Treffen)
  3. Hastati (Leichte Infanterie des ersten Treffens)
Die Triarier wurden in der Legion als Elitesoldaten verehrt und in der Regel nur in auswegslosen Situationen eingesetzt.

Die Zusammenfassung von zwei Zenturien zu einem Manipel war vor allem im Gefecht von taktischer Bedeutung. Dort wurde das Kommando stets vom älteren der beiden Zenturionen (dem jeweiligen 'Centurio Posterior') geführt. Die bisherige Einstufung nach Vermögensklassen fiel weg. Stattdessen wurde das Dienstalter maßgeblich. Die Rekruten begannen als Leichtbewaffnete, kamen dann zu den Hastaten, später den Principes und schließlich zu den Triariern. Somit gaben die erfahrensten Soldaten, die Triarier, der Truppe den Rückhalt.

In Notsituationen wie den Punischen Kriegen gegen Karthago, insbesondere nach dem Verlust mehrerer Legionen gegen Hannibal, wurde die Einteilung nach unten geöffnet, um die nötige Anzahl von Rekruten zu erhalten. Diese waren teilweise nicht in der Lage, ihre Ausrüstung selbst zu beschaffen, und der Staat musste diese stellen.

Im weiteren Verlauf der römischen Geschichte kam es zu einer Verarmung der italienischen Kleinbauern, die dem Milizsystem die Grundlage entzog, da die verarmten Bauern nicht mehr unter die Wehrpflicht fielen.

Die Heeresreform des Marius

Durch die Niederlagen gegen die Kimbern und Teutonen wurde eine Heeresreform immer dringender, die dann unter Marius ab 107 v. Chr. erfolgte und bei der die Organisation der Legion und die Ausrüstung stark geändert wurden. (Nach dieser Reform wurde der Legionär ob des umfangreichen Gepäcks auch der mulus Marianus, „Das Maultier des Marius“, genannt.)

Konkret setzte Marius u.A. folgende Änderungen in seinen Reformen durch:

  • Das Mindesteinkommen (Zensus) für Rekruten wurde gesenkt (später abgeschafft).
  • Die Soldaten mussten nicht mehr für ihre Ausrüstung aufkommen, sondern wurden vom Staat einheitlich bewaffnet. Der Beitritt zur Armee wurde somit auch für Männer aus den ärmeren Bevölkerungsschichten möglich.
  • Der Legionsadler wurde eingeführt, um die Motivation der Truppe zu steigern.
  • Die Soldaten mussten Ihr Gepäck selber tragen (deshalb auch oben angeführtes Zitat), wodurch die Marschgeschwindigkeit der Legion drastisch gesteigert werden konnte, denn der langsame und unsichere Begleittross wurde obsolet.
  • Veteranen wurden vom Staat nach ihrem Dienst weiter versorgt bzw. bekamen ein Stück Land zugeteilt.

Die Grundlagen dieser Heeresreform wurden auch in der nächsten Reform des Augustus nicht verändert, die aber für eine Vereinheitlichung des Heeres sorgte.

In der späten Kaiserzeit wurden Kaiser und Gegenkaiser von den Legionen ausgerufen (Soldatenkaiser). Die Prätorianergarde, die einige Kaiser ermordete, war keine Legion, sondern eine Sondertruppe.

Die Legion der klassischen Kaiserzeit

Gliederung

Die Legion nach der Heeresreform des Marius war in Legionstruppen, in denen römische Bürger als schwere Infanterie dienten, und Auxiliareinheiten (Hilfstruppen) verbündeter Völker gegliedert. Nach der Reform der Legion in der Kaiserzeit wurde die Römische Legion mit einer Standardgröße von knapp 5.500 Mann geführt von einem Stab aus 11 Offizieren.

Die Legion kommandierte stets der Legatus. Diesem stand ein Tribunus Laticlavius als Stellvertreter zur Seite. Als dritthöchster Legionsführer rangierte der Praefectus Castrorum (Lagerkommandant), der höchste Dienstgrad, den ein Nichtadeliger erreichen konnte, und damit der Traum eines jeden einfachen Legionärs. Anschließend folgten 5 Tribuni Angusticlavii, die quasi noch im höheren Offiziersstand dienten. Dahinter standen noch der Primus Pilus, der höchste aller Zenturionen und gleichzeitig auch der Führer der ersten Kohorte (von cohors = umzäunter Ort) der Legion, sowie der Princeps und der Hastatus.

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Die römische Legion zur Kaiserzeit
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Die Legion (Sollstärke) setze sich zusammen aus (siehe dazu auch die Grafik):

Legionstruppen (5.500 Mann):

1. Kohorte (810 Mann):
5 Zenturien à 162 Mann
2. bis 10. Kohorte (4.320 Mann):
je Kohorte 3 Manipel zu je zwei Zenturien à 80 Mann
Kavallerie (120 Mann):
4 Schwadronen (Turmae) à 30 Mann. Sie dienten in erster Line zur Aufklärung und Kommunikation.
Adjutanten und Offiziere (250 Mann)

Hinzugezählt werden mussten außerdem fast die gleiche Anzahl an:

Auxiliartruppen (rund 5.000 Mann):
Kohorten (Infanterie)
10 Kohorten
Kavallerie (Ala)
4 Schwadronen
Cohors Equitata (gemischte Einheit aus Infanterie und Kavallerie)

So kam eine Legion inklusive Hilfstruppen und Tross bei Vollbesetzung auf knapp 11.000 Mann.

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Detail vom Konstantinsbogen mit Feldzeichen
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Die Feldzeichen (Signum) genossen göttliche Verehrung und wurde daher besonders geschützt. In der 1. Kohorte und insbesondere in der Zenturie des Feldzeichens dienten daher nur besonders ausgewählte Soldaten (Triarier).

Die Zusammenfassung von zwei Zenturien zu einem Manipel blieb nominell noch bestehen, verlor aber im Laufe der Kaiserzeit zu Gunsten der Kohorte ihre taktischen Bedeutung.

Die Einheiten der Auxiliartruppen waren stärkeren Unterschieden als die Legionstruppen unterworfen, da sie teilweise über spezielle Ausrüstung verfügten (z.B. Bogenschützen) oder an die typischen Gegebenheiten der Herkunftsländer angepasst waren. Gewöhnlich waren die Auxiliareinheiten nicht mit den Legionen zusammen, sondern in eigenständigen Lagern (Castra) untergebracht, z. B. am Limes.

Weiterhin verfügte die Legion noch über Spezialtruppen wie Geschütze und über einen Tross zur Versorgung der Legion, außerdem noch über einen umfangreichen Verwaltungsapparat, da die Legion auch Aufgaben der Verwaltung in ihrer Provinz und sehr viele Baumaßnahmen wahrzunehmen hatte. Die Verwaltung rekrutierte sich aus den aktiven Soldaten der jeweiligen Einheiten

Ab dem zweiten Jahrhundert n. Chr. wurde eine neue Art von Auxiliartruppen aufgestellt, die Numeri, deren Stärke beträchtlich unter der der bisherigen Auxiliartruppen lag (ca. ein Drittel). Auch diese Truppen wurden selbständig in kleineren Kastellen eingesetzt.

Unterhalb der Centuria gab es auch ein Vielzahl von Dienstgraden, die entweder in der Centuria oder bei Abkommandierungen erreicht werden konnten. Es sind über 100 Dienstgrade oder Funktionsbezeichnungen bekannt, die natürlich nicht alle gleichzeitig existierten.

Der einfache Soldat hieß miles gregarius. Die nächste Stufe waren die immunes, die vom normalen Tagesdienst befreit, aber noch keine Vorgesetzte waren: sie könnte man am ehesten mit den heutigen Gefreiten vergleichen. Als principalis erhielt der Legionär dann auch einen höheren Sold und Vorgesetztenfunktion. In einer Centuria gab es als Stellvertreter des Centurios den optio, der auch ein optio ad spem, also ein zur Beförderung zum Centurio heranstehender Optio, sein konnte. Rangmäßig über dem Optio, aber nicht als Vorgesetzter, stand der signifer, der Feldzeichenträger. Weiterhin gab es noch einen tessarius, eine Art Kompaniefeldwebel. Diese drei gehörten zu den prinicipales, wobei der tessarius den anderthalbfachen Sold eines Legionärs, (sesquiplicarius) und der Signifer und der Optio den doppelten Sold (duplicarius) erhielten. Weiterhin gab es noch den cornicen, den Hornbläser, und den custos armorum, den Waffenwart, die beide zu den immunes zählten.

Standorte

Es sind rund 50 Legionen namentlich bekannt, allerdings existierten üblicherweise höchstens 35 Legionen gleichzeitig. Jede Legion besaß eine Nummer und einen Namen. Teilweise waren Nummern doppelt vergeben, da in Bürgerkriegszeiten jede Partei eigene Legionen aufstellte. In der Kaiserzeit wurden die Legionen auch durch ihre Beinamen unterschieden. So war beispielsweise die Legio II Parthica eine von Septimius Severus für den Kampf gegen die Parther ausgehobene Legion. Weiterführende Informationen dazu enthält die Liste der römischen Legionen.

Die Standorte der Legionen veränderten sich im Lauf der Zeit in dem Maße, wie sich die Bedrohungen veränderten, denen die Reichsgrenzen ausgesetzt waren. Unter Kaiser Tiberius lagen 23 n.Chr. acht Legionen am Rhein, sechs im Balkangebiet und an der Donau, drei in Hispanien, je zwei in Africa (von denen eine wenig später nach Pannonien verlegt wurde) und in Ägypten sowie vier zur Sicherung der Ostgrenze in Syrien (Tacitus, Annales, 4,5). Später verlagerte sich der Schwerpunkt vom Rhein zur Donau, während die Flavier die Ostgrenze zu den Parthern arrondierten und in Kleinasien zusätzliche Truppen stationierten. In der Spätantike veränderte sich die Verteilung der Legionen aufgrund der Neuorganisation des Heeres erneut, wobei die Legionen des spätrömischen Reiches nur noch wenig mit der Legionen der frühen und hohen Kaiserzeit gemein hatten (siehe unten).

Ausrüstung

Der Legionär der Kaiserzeit verfügte über ein umfangreiches Arsenal an Waffen, Schutzausrüstung, Schanzwerkzeug und persönlicher Ausrüstung. Diese Ausrüstung ist im Laufe der Jahrhunderte starken Veränderungen unterworfen, bedingt durch die Wechsel in der Struktur des Staates und der Armee wie auch die verschiedenen Feinde und die kulturellen Einflüsse.
Waffen
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Legionäre um 70 n.Chr
Bildherkunft

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Legionär um 175 n.Chr.
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  • Kettenhemd, Schuppenpanzer oder der Schienenpanzer. Letztere nur im 1. bis einschließlich 3. Jh. u.Z.
  • Galea oder cassis Helm
  • Hasta schwerer Kampfspeer
  • Scutum Schild, großer rechteckiger Schild aus Holz, überspannt mit verziertem Leder, sowie mit eisernem Schildbuckel
  • Gladius (Schwert), ein Kurzschwert mit ca. 50 cm Klingenlänge, das auf der rechten Seite getragen wurde. Ausnahme beim Centurio, der es auf der linken Seite trug.
  • Pilum (Wurfspieß) 2 Stück je Legionär
  • Pugio (Dolch)
  • Spatha (Schwert), Die Spatha wurde zunächst in der Kavallerie und von einigen Auxiliartruppen verwendet, vor allem von Germanen. Auch bei den Gladiatoren fand es vorzugsweise von den "Secutor"-Gladiatoren Verwendung. Anfang des 2. Jahrhunderts (ca. 100 n. Chr.) ersetzte es langsam auch in regulären Infanterieeinheiten das Kurzschwert.
  • Funda (Schleuder) und Bogen waren zwar bei den Legionen im Einsatz, normalerweise wurden jedoch spezialisierte Auxiliareinheiten damit ausgerüstet.
  • Balliste und Onager (Katapult) waren als schwere Waffen nicht einem einzelnen Legionär zugeordnet
Schanzwerkzeug
  • Pilum murale Schanzpfahl (wurde auf dem Maultier mitgeführt)
  • Spaten
  • Dolabra Axt
  • Rasenstecher
Persönliche Ausrüstung
Die Bekleidung des Legionärs bestand neben den oben angeführten Rüstungsteilen aus:
  • Tunica, kurz- oder langärmeliges Kleidungsstück aus Wolle
  • Caligae, genagelten Sandalen, seit dem 2. Jh. u.Z. geschlossene Schuhe
  • Paenula oder Sagum, der aus schwerer, verfilzter Wolle hergestellte Umhang der römischen Soldaten
  • Focale, Halstuch
  • Sarcina, Sack, in dem die Ausrüstung und Verpflegung transportiert wurde
  • Feldflasche, aus Eisen oder Leder
  • Topf
  • Cingulum, Gürtel oder Schwertgurt. Die zwei Militärgürtel, für den Dolch und das Schwert werden im Lauf des 1. Jh. u.Z. auf einen reduziert. Das Schwert wurde dann am Balteus, einem Bandelier getragen.
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Nachbau einer römischen Handmühle
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Je nach Einsatzgebiet kommen noch andere Ausrüstungsgegenstände hinzu wie Strümpfe oder Hosen (feminalia). Die Gruppe (contubernium) verfügte über ein Maultier, auf dem das Schanzwerkzeug, ein Lederzelt und evtl. zusätzliche Verpflegung verladen war.

Ebenso gehörte eine Getreidemühle zur Gruppenausrüstung, das Getreide wurde nämlich ungemahlen ausgegeben. Teilweise verfügte die Gruppe noch über einen (wohl meist unfreien) Helfer, der sich auch um das Maultier kümmerte. Insgesamt wird die Zahl dieser „Helfer“ pro Legion auf über tausend geschätzt, da insbesondere der Tross und die Reitereinheiten über eine erhebliche Anzahl von Pferdeknechten verfügt haben müssen. Allerdings ist der Status dieser „Helfer“ nicht ganz geklärt, man geht davon aus, dass es sich überwiegend um Sklaven gehandelt hat.

Taktik

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Römische Legionäre um 70 n.Chr. Der Hintergrund soll kein reales Lager darstellen.
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Der Erfolg der römischen Legion beruhte auf der überlegenen Ausrüstung, Ausbildung und hohen Disziplin im Gefecht.

Die Legion kämpfte sowohl in geschlossener Schlachtordnung, sodass der einzelne Soldat nur von vorn angreifbar und sehr gut durch den großen Schild gedeckt war, aber auch – im Gegensatz zur Phalanx – in lockerer Schlachtordnung, in der der Legionär keinen Kontakt zu Nachbarn, Vorder- und Hintermann hatte. Dies erforderte weit größere Disziplin, als in den dichten Reihen der Phalanx zu kämpfen. Die normale Schlachtordnung wies dabei eine Gliederung in drei Reihen auf. Zwei Centuriae wurden zu einem Manipel zusammengefasst, das unter dem Befehl des dienstälteren Centurios kämpfte. Die Manipel waren wiederum in Kohorten zusammengefasst. Mit Ersatz der Manipeltaktik durch die Kohortentaktik war ein schablonenfreies Manövrieren möglich, und die Truppe wurde beweglicher.

Der Gegner wurde auf ca. 20 Schritt Entfernung mit einem Hagel aus Wurfspießen (Pila) überschüttet. Diese sollten, neben dem Beifügen von Verlusten, den gegnerischen Schildwall und die Formation auflösen.

Die Legion in der Spätantike

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Legionär gegen Ende des 3.Jhdts. in einer nördlichen Provinz (Hobby-Rekonstruktion)
Bildherkunft

In der Spätantike wandelte sich das Erscheinungsbild der Legion grundlegend. Durch die Heeresreform Diokletians wurde die Anzahl der Legionen stark erhöht (etwa 60), wobei allerdings ihre Sollstärke herabgesetzt wurde (ca. 1000 Mann). Gleichzeitig wuchs auch die Zahl der so genannten foederati, die in den Reihen der römischen Armee kämpften. Die Armee wurde schließlich in Grenzheer (Limitanei), Marschheer (Comitatenses) und Gardetruppen (Palatini, siehe Comitatenses) unterteilt. Die Rolle der Reiterei nahm stetig zu, besonders im Rahmen der Auseinandersetzungen mit den barbarischen Reiterheeren (Goten, Hunnen) und vor allem im Kampf mit den Sassaniden, in deren Heer die Panzerreiterei eine herausragende Rolle spielte. In diesem Zusammenhang ist auch der Bedeutungsverlust der Legion zu erklären. Die Standardeinheit der römischen Armee wurde der numerus mit einer Größe von etwa 300 Mann.

Im oströmischen Reich wurde die Legion im Laufe des späten 6. und des frühen 7. Jahrhunderts langsam aufgelöst. Zu den letzten nachweisbaren Legionen gehört die Legio IIII Parthica, die noch unter Kaiser Maurikios erwähnt wird.

Siehe auch

Portal:Rom - Themenliste RomRömisches ReichLegionslagerListe der römischen LegionenAuxiliartruppenThebaische LegionRömische MarineKataphraktRömische Kampftechnik

Literatur

  • Peter Connolly: Die römische Armee. Tiberius Claudius Maximus, Soldat im Dienste Trajans. Tessloff, Nürnberg 1996, ISBN 3-7886-0745-9
  • Kate Gilliver: Auf dem Weg zum Imperium. Eine Geschichte der römischen Armee. Theiss, Stuttgart 2003, ISBN 3-8062-1761-0
  • Adrian Goldworthy: Die Legionen Roms. Das große Handbuch zum Machtinstrument eines tausendjährigen Weltreiches. Zweitausendeins, Frankfurt a. M. 2004, ISBN 3-86150-515-0
  • Arnold H. M. Jones: The Later Roman Empire, Nachdruck der Ausgabe von 1964 in 2 Bde. (durchgehend nummeriert), Baltimore 1986, S. 607ff. Zum spätantiken Heer.
  • Marcus Junckelmann: Die Legionen des Augustus. Der römische Soldat im archäologischen Experiment. 9. Auflage. von Zabern, Mainz 2003, ISBN 3-8053-0886-8
  • Michael Simkins: Das Römische Heer von Cäsar bis Trajan. Wehr und Wissen, Bonn 1981, ISBN 3-8033-0330-3
  • Michael Whitby: Rome at War, 293-696, Routledge , London 2003, ISBN 0-4159-6860-7. Aktuelle, knappe Übersicht zum spätrömischen Heer.

Weblinks

Eine Vielzahl von Gruppen versucht, die Ausrüstung der römischen Legion möglichst originalgetreu nachzubauen und zu erproben.

Weitere Weblinks:

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Diskussion der Autoren über den Artikel: Römische Legion


Ich finde es ehrlich gesagt etwas verwirrend, dass die Überschrift lautet: Königszeit und der Text beginnt mit "zur Zeit der römischen Republik" Kaffeefan

Hallo! Toller Artikel. Die Zenturie der römischen Kaiserzeit bestand allerdings aus rund 80 Mann (außer der Ersten Zenturie!).

Grüße

217.110.59.26 10:45, 26. Mai 2004 (CEST)

Da hast du Recht, aber lies mal genauer nach im Artikel, denn genau das steht so auch drin ;-)) --Sonnenwind 16:33, 27. Mai 2004 (CEST)

Dienstgrade und Tagesbetrieb

Sollen die Dienstgrade, Ausrüstung und der Tagesbetrieb evtl. in einen eigene Artikel Römische Legionär oder so ausgelagert werden? MatthiasKabel 10:31, 24. Jul 2004 (CEST)

Würde ich nicht tun. Hier handelt es sich bereits um einen "exzellenten Artikel", den sollten wir so belassen und nicht zerreißen. Darüber hinaus steht über Dienstgrade gar nicht so viel drin, lediglich die Grafik bei der kaiserlichen legion geht darauf ein. Ich denke wir sollten es also so lassen. Sonnenwind 10:05, 26. Jul 2004 (CEST)

Bei der Gelegenheit fällt mir was an der Grafik auf. Hastatus ist meines Wissens kein Offizier. Offizier geht beim Centurio los. Von der Funktion kann man nach heutigen Begriffen wohl den Optio dazunehmen, von der Besoldung her war dieser aber sicher ein Unteroffizier. Ich habe mal was in den Artikel zuu dem thema eingefügt. Das steht aber im Widerspruch zur Grafik. MatthiasKabel 12:00, 26. Jul 2004 (CEST)

Die Grafik ist dem Buch von Peter Conolly entnommen "Die Römische Armee". Hastatus war der dritt höchste der Zenturios. Dabei bemaß sich die Hierarchie aber in Form einer Seniorität. Also dienstältester oder erfahrenster usw. Selbst wenn alle Zenturios im Prinzip im gleichen Rang standen, so war doch eindeutig, daß der Primus Pilus, der Princeps und der Hastatus den "kollegen" auf Grund ihrer Autorität voranstanden. Ein Optio verdient nicht den Rang eines "Offiziers". Die Optios wurden teilweise schnell ausgetauscht oder ersetzt waren aber auch Sprungbretter auf dem Weg zum Zenturio. Also sind es Unteroffiziere oder Offiziersanwärter Positionen gewesen. Sonnenwind 12:36, 26. Jul 2004 (CEST)

Gut, allerdings wird in dem Artikel auch von Hastaten gesprochen, die nur eine Rangstufe/Funktion unter den Manschaftsdiensgraden sind. Insofern sollte man das vielleicht in der Grafik verdeutlichen und in den Artikel Centurio einarbeiten. Übrigens, wenn die Grafik aus dem Conolly ist, ist die einfach so gescannt? => Evtl. URV. ?? MatthiasKabel 17:49, 26. Jul 2004 (CEST)

Keine Sorge die Grafik ist nicht einfach so aus dem Conolly, sondern von mir nachgesetzt worden, händisch vor Jahren für eine Arbeit die ich gebraucht habe.
Jetzt ist mir auch klar was du meinst, wenn von Hastaten die Rede ist! Wenn du mal weiter untern nachliest, findest du die Aufteilung der römischen Armee in drei Truppenteile, Triarii, Principes und Hastati. Hastatus war der Begriff der die schwerbewaffneten Legionäre der ersten Kampflinie, eben Hastati genannt oder zu Deutsch die Hastaten. Da es sich um Legionäre handelte wurden sie aber nicht nur mit dem Begriff "Hastatus" angesprochen. Hastatus allein stand schon synonym für den Zenturio der ersten Kohorte, Principes Manipel, Prior Zenturie, und damit für den dritt "höchsten" der Zenturionen. Hastaten ist der Deutsche Begriff und sollte nicht verwechselt werden mit dem Begriff "Hastatsus" der auch so im Deutschen verwendet werden sollte um Verwechslungen zu vermeiden (die es eigentlich nicht geben sollte), ähnlich dem Legatus -> Legaten, Tribunus -> Tribunen. Denn beide deutschen Worte (Legat = Kirchlicher Abgesandter und Tribun = Volkstribun/-vertreter) bedeuten etwas anderes in unserem Sprachgebrauch daher die Lateinischen Begriffe Legatus und Tribunus um sie als militärischen Dienstgrad zu kennzeichnen. ;-) Sonnenwind 10:57, 27. Jul 2004 (CEST)

Ist schon klar. Allerdings gehe ich jetzt vom Oma_test aus. Da sollte man etwas deutlicher differnzieren. Vielleicht kann man das in der Grafik noch darstellen. Mit einer Überschrift Zenturionen oder so. MatthiasKabel 12:13, 27. Jul 2004 (CEST)

Du das ist eine Uraltgrafik - wie man ja sieht. Die ist noch mit CorrelDraw damals erstellt worden unter Win95 oder so. Ich habe das CD schon lange nicht mehr und auch wenig Zeit und Lust diese Grafik jetzt neu zu erstellen oder zu bearbeiten, ich hoffe du hast dafür Verständnis. Im Zweifel: entferne die Grafik einfach. Bevor diese also jemanden verwirrt und völlig im Regen stehen läßt, weg damit. Ok? M.E. nach könnte man das auch wenn es zwingend so gefordert ist, ja im Text erwähnen. Außerdem habe ich ja grade nochmals gesehen, steht doch über den einzelenen Grafikteilen, zum einen "Die führenden Offiziere" und vor allem zum anderen "kommandierende Zenturios der:" Spätestens hier geht also nochmals hervor, daß der Primus Pilus, der Princeps und der Hastatus Zenturios sind. Sonnenwind 12:42, 27. Jul 2004 (CEST)

Hallo Tib. Gabinius! Wenn du etwas aus dem Artikel entfernst solltest du wenigstens hinzufügen "warum" du das getan hast. Du kannst doch nicht einfach die Erklärung der Kohorten und der Truppenteile löschen in dem Artikel "Römische Legion" ohne wenigstens eine Begründung dafür abzugeben. Es handelt sich hier um einen Artikel aus der Serie der "exzellenten Artikel" und dementsprechend umfassend und aufklärend ist er nunmal. Wäre also schön wenn du es vorher zur Diskussion stelltest bevor es dann herausgenommen wird. Danke dir. Sonnenwind 12:51, 26. Jul 2004 (CEST)

Neues Kapitel: Die Legion zum Ende des Reichs o.ä.

Der Artikel gefällt mir ausgesprochen gut aber ich denke wir sollten noch einen letzten Punkt bearbeiten nämlich die Legion zu Beginn der Völkerwanderung oder die Legion zu Beginn des 5. Jahrhunderts oder so ähnlich. Immerhin hat sich die römische Legion ja seit 350 nochmals grundlegend verändert. Wir sollten vielleicht auch darauf eingehen, warum es einer so hochgerüsteten Armee mit so einer Disziplin, solch moderner Ausrüstung (zu der Zit) und solch einem hervorragenden strategischen wie taktischen Fachwissen nicht gelang den einfallenden Horden Stand zu halten! Es gab ja theoretisch auch genug "Nachschub" an Legionären, aber dennoch fiel die Legion ab spätestens 400 strukturell völlig auseinander und übrig blieb ein beklagenswerter Haufen (Caesar, Marius und Augustus hätten sich im Grab umgedreht *g*) Sonnenwind 08:14, 23. Aug 2004 (CEST)

Völlig richtig, zu Anfang des Artikel wird ja auch auf die andere Struktur zur Zeit der Könige und der Republik eingegengen. Hast Du Literaturempfehlungen? MatthiasKabel 13:43, 23. Aug 2004 (CEST)

Leider nein, weil ich mich damit bisher auch weniger beschäftigt habe. Habe es nur bedauernd hingenommen, daß es so war aber selbst immer gefragt, ob so eine "Armee" aus 130 berittenen Rittern des Mittelalters plus 2000 Bauern eine Chance gehabt hätten. Sonnenwind 13:49, 23. Aug 2004 (CEST)

---

Ich habe mal eine Ergänzung zur Rolle der Legion in der Spätantike gemacht und die Überschriften etwas nurgegliedert. Wenn ich mal wieder Zeit erübrigen kann, baue ich das gerne aus.

Mein Literaturtipp ist Arnold H. M. Jones, The later Roman Empire, Bd. 1, Nachdruck in 2 Bde., Baltimore 1986, S. 607-89. Ist die beste mir bekannte (und ich befasse mich mit der Spätantike und der damit verbundenen Heeresreform seit Jahren) kompakte Darstellung. -- Gruß Benowar 15:28, 12. Sep 2004 (CEST)

Dank und Gruß an alle Beiträgler des Artikels. WillyGreenhorn

Fotos

Hy, ich bin neu in der Wikipedia und suche noch Wege, wie ich mich am besten einbringen kann. zum Thema Römer hätte ich einige selbst erstellte Fotos, welche vll teilweise recht nützlich sein könnten, allerdings kenne ich mich nicht mit Lizenzen und Bildrechten aus ... und inwiefern diese Fotos nützlich sein könnten weiß ich auch nicht. Würde mich freuen, falls sie es wären.

http://www.images.noviolenc...

-- Novi 00:30, 7. Dez 2004 (CET)

Hallo Novi! Sofern du diese Fotos selbst gemacht hast spricht grundsätzlich nichts dagegen solange sie zum Thema passen, also einen Legionär in voller Montur fände ich schon sehr gut ;-) Sonnenwind 08:29, 7. Dez 2004 (CET)

Vielleicht ist ja jemand in der Nähe einer dieser Gruppen und kann ein paar Fotos schießen.

http://www.archaeologie-onl...

Ich werde versuchen entweder Ende Mai zum Römerfest nach Enns zu fahren oder am 17.Juni zu einer entsprechenden Veranstaltung in Oberösterreich. MatthiasKabel 17:34, 15. Mai 2005 (CEST)

Ich war da, ein paar Fotos sind auch was geworden. , wird weiter ergänzt. Die Frage ist nur, welche man in den Text einbaut und welche man auf der commons läßt. MatthiasKabel 23:08, 18. Jun 2005 (CEST)

Ein sehr gute Gelegenheit Fotos zu schießen, dürfte das http://www.roemerfest-xante... sein, mir ist das von Salzburg zu weit. Ich fahre am 17.6.05 zu dem Römerfest nach Oberösterreich. Vielleicht kann man ein paar Wikipedianer aus Xanten ausfindig machen, die Fotos schießen? MatthiasKabel 10:54, 17. Mai 2005 (CEST)

Fragt doch mal Xantener ... --Rosenzweig Rosenzweig 18:50, 17. Mai 2005 (CEST)

http://en.wikipedia.org/wik...

1.Kohorte

Wieso bestehen die Doppelzenturien der 1. Kohorte aus 162 und nicht aus 160 Mann???? Bitte um schnelle Antwort!

--CrazyJ 18:21, 12. Dez 2004 (CET)

Frage: Mobilität

Toller Artikel, doch ich finde das noch eine Angabe fehlt, welche auf die Mobilität eingeht und wie man sich das vorzustellen hat. Der Artikel erklärt zwar, das die Marschgeschindigkeit deutlich erhöht werden konnte (dadurch das die Legionäre ihren Kram selber schleppen mussten), doch was bedeutet das wenigstens ungefähr? Wie schnell konnte eine Division im allgemeinen verlegt werden? 10km, 100km, 1000km im Monat? Ein ganz grober Richtwert wäre hilfreich, da man sich das heute dank Strassen, Brücken, Bahn & Flugzeug ja kaum noch vorstellen kann (also ich zumindest nicht). -- 10. Feb 2005

Vielleicht kannst Du hiermit was anfangen? MatthiasKabel 18:44, 22. Mai 2005 (CEST)

Link "Signum" falsch gesetzt?

Im Abschnitt "Die Legion der klassischen Kaiserzeit / Gliederung" ist in dem Satz "Die Feldzeichen (Signum) genossen göttliche Verehrung und wurde ..." das Wort "Signum" verlinkt worden auf einen Artikel, welcher eine Textverarbeitungssoftware auf dem Atari beschreibt. Ist das vielleicht ein falscher Link, der korrigiert werden sollte?

MC

Aktueller Literaturtip zum Thema "Legion"

Heute bei Zweitausendeins erstanden:
  • Adrian Goldworthy: Die Legionen Roms. Das große Handbuch zum Machtinstrument eines tausendjährigen Weltreiches. Zweitausendeins, Frankfurt a. M. 2004, ISBN 3-86150-515-0
Ist brandaktuell (englische Originalausgabe erschien 2003), hat 224 Seiten mit viel informativem Text, ist mit 245 Abbildungen reichlich und sinnvoll bebildert (das heisst: keine "schönen" doppelseitigen Hochglanzphotos von tausendmal gesehenen Dingen, die nur Platz schinden) und hat ein umfangreiches Register. Ein Werk in bester angelsächsischer Manier (ähnlich den Osprey-Publikationen, aber wesentlich dicker). Alles in allem: kein Coffee-Table-Book, sondern für 19,90 Euro ein richtiges Schnäppchen zum Schmökern. Holger Gruber 23:20, 14. Mai 2005 (CEST)

legio IV Parthica?

Im Text wird erwähnt, daß ein eder letzten nachweisbaren Legionen, die legio IV Parthica gewesen sei. In der Liste der Legionen gibt es aber nur ein legio III Parthica. Was stimmt? MatthiasKabel 23:07, 18. Jun 2005 (CEST)

Es stimmt - der richtige Name ist jedoch legio IIII (sic!) Parthica. --Benowar 18:56, 24. Jul 2005 (CEST)

Fragen Carbidfischers (die ich besser hier aufgehoben sehe)

1) "Wann später" - das läßt sich so einfach nicht beantworten. Nach der Eroberung Britanniens lagen dort zunächst vier, später (ich glaube unter Domitian, bin mir aber nicht sicher) nur noch drei. Es gab da kein zwingendes Schema - unter Marc Aurel war jedenfalls der Donauraum stärker mit Legionen abgedeckt, ebenso der Osten. Für speziellere Fragen müsste ich noch einmal die Literatur wälzen - der Liste der legionen traue ich nicht ganz....
2) "Arroniderung durch die Flavier" - unter anderem wurde das Klientelfürstentum Komagene annektiert und zu Syrien geschlagen, in Melitene wurde eine Legion stationiert. Teilweise wurden römische Truppen sehr weit in die Kaukasusregion vorverlegt -es existiert eine Inschrift aus flavischer zeit die bei Baku gefunden wurde. --Benowar 12:11, 25. Jul 2005 (CEST)

Häää?

Ganz so gut wart ihr ja nicht informiert. Glieder und Treffen sind zwei grundverschiedene Dinge: Ein Treffen besteht aus mehreren Abteilungen (Manipel, Bataillone oder was immer) nebeneineander, ein Glied aus denjenigen Soldaten einer solchen Abteilung, die nebeneinander in einer Reihe stehen (Glied (Militär)). Und die alten Römer hatten eindeutig eine Gliederung in drei Treffen (wie viele Glieder jedes hatte, weiß ich nicht, vermutlich mehr als drei). Außerdem: In Wirklichkeit hatten doch die Hastatii die Lanzen, das siht man schon am Namen (lat. hasta = "Lanze"). Und zudem glaube ich viel mehr, dass die flexible Treffentaktik auf Hannibal zurückgeht und dass Scipio der Ältere das übernommen hat. Im letzten Punkt bin ich mir nicht sicher, aber das Andere...Ts! Ihr Möchtegern-Experten!--Mike F,25.8.05

Ich glaube jetzt, dass es doch nicht die Karthager, sondern die Römer selbst waren, die die Treffentaktik erfunden hatten. Ich habe jedoch den Entstehungszeitpunkt geändert. Ganz eindeutig sind meine Quellen dazu nicht, aber ich denke, dass es genügt, sich mal den Artikel über die Schlacht von Cannae durchzulesen, um meine Meinung zu teilen. --Mike F 12:37, 7. Sep 2005 (CEST)

Oh, ich vergaß: In "Taktik und Strategie der Landsknechte" von Siegfried Fiedler befindet sich sehr wohl ein kurzer, aber eindeutiger Verweis auf Scipio.

Erstaunt habe ich kürzlich auch von anderer Seite gehört, die Hastatii hätten eben keine Lanzen, sondern den Pilum geführt. Sehr verwirrend, das Ganze. Wo krieg ich endlich eindeutige Informationen? --Mike F 16:33, 1. Okt 2005 (CEST)



Diese Definition bzw. Erklärung des Begriff Römische Legion und dessen Bedeutung wurde zuletzt am 8.2.2006 aktualisiert (Glossar Lexikon Enzyklopädie).


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