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Der Artikel Religion gehört zur Kategorie: Religion
Als Religion wird oftmals ein in größeren Bevölkerungsgruppen verankertes System von Vorstellungen über die Existenz von Gegebenheiten jenseits des sinnlich Erfahrbaren, bezeichnet.
Diese in langen Traditionen entstandene Welterklärung bzw. Anleitung zur Lebensbewältigung wird in der westlichen Welt aufgrund christlicher Traditionen häufig mit der Kurzformel "Glaube" zusammengefasst. Hierbei handelt es sich um den zumeist institutionalisierten und organisierten Glauben an eine oder mehrere persönliche oder auch unpersönliche transzendente Wesenheiten, z.B. eine Gottheit, Geister und Ahnen) und/oder Prinzipien (z.B. Dao, Dhamma) und/oder andere Vorstellungen, wie z.B. Nirvana und Jenseits.
Nähere Bestimmung
Allerdings erfasst dieser westliche Ansatz einer Definition mit Hilfe des Begriffs "Glauben" nicht alle Religionen, da dieser Terminus in einigen Religionen nicht oder kaum existiert und damit nicht das eigentliche Merkmal dieser Religion sein kann.
Ein weiteres Problem stellt die Bestimmung einer Gemeinschaft als Religion dar. Einige Religionen beruhen auf philosophischen Systemen, bei anderen ist die politische Orientierung oder die Spiritualität sehr ausgeprägt. Eine klare Abgrenzung ist kaum möglich, Überschneidungen finden sich in nahezu allen Religionen und insbesondere bei der Rezeption durch einzelne Menschen. Den meisten Religionen sind Heilslehren, Symbolsysteme und Rituale zu eigen. Auf diesem Hintergund werden populäre Einteilungen vorgenommen.
Religiöse Vorstellungsbilder weiterzugeben und damit zu vergesellschaften, ist an die Sprachfähigkeit des Menschen gekoppelt und daher so alt wie das Sprachvermögen der Hominiden.
Als Hochreligionen werden meist Christentum, Islam, Judentum, Hinduismus, Buddhismus, Daoismus, Sikhismus, Konfuzianismus, Baha'i und Shinto verstanden (siehe auch Liste der Religionen der Welt).
Mit der wissenschaftlichen Erforschung von Religionen befassen sich insbesondere die Religionswissenschaft/Religionsgeschichte, die Religionssoziologie, die Religionsphänomenologie und die Religionsphilosophie.
Begriff und Etymologie
religio hatte im Lateinischen die unterschiedlichsten Bedeutungen: "Gottesfurcht", "Frömmigkeit", "Heiligkeit", aber auch "Rücksicht", "Bedenken", "Skrupel", "Gewissenhaftigkeit" oder "Aberglaube". Die weitere Etymologie des Begriffs ist nicht mit Sicherheit geklärt. religare bedeutet im Lateinischen "anbinden, zurückbinden" und auch "festhalten, an etwas festmachen". Der Begriff religio ist kein Terminus altrömischer Religion. Die frühesten Belege finden sich vielmehr erst in den Komödien des Plautus (ca. 250-184 v. Chr.) und in den politischen Reden des Cato (234-149 v. Chr.).
Nach Cicero (De Natura Deorum 2, 72) geht religio zurück auf relegere, was wörtlich "wieder aufwickeln", im übertragenen Sinn "bedenken, Acht geben" bedeutet. Cicero dachte dabei an den Tempelkult, den es sorgsam zu beachten galt. Lactantius (Divinae Institutiones 4, 28) führt das Wort zurück auf religare: "an-, zurückbinden". Mögliche ursprüngliche Bedeutungen von "Religion" sind demnach "frommes Bedenken" oder die "Rückbindung" an einen von Gläubigen an- bzw. wahrgenommenen universellen göttlichen Ursprung oder an sonstiges Höheres.
Religion und Religiosität
Der Begriff religio bzw. religiosus wurde im Mittelalter vor allem für den Ordensstand benutzt. Diese Bedeutung hat der Begriff bis heute im römisch-katholischen Kirchenrecht. Im Mittelalter und in der frühen Neuzeit waren für das Wort "Religion" die Bezeichnungen fides (Glaube), lex (Gesetz) und secta (Richtung, Partei) gebräuchlich. Der heutige Begriff "Religion" wurde erst nach der Reformation eingeführt. Darunter verstand man zunächst Lehren, die je nach Auffassung, entweder richtig oder falsch sein sollten. In der Aufklärung entwickelte sich dann ein abstrakterer Religionsbegriff, auf den die gegenwärtigen Definitionsansätze zurückgehen.
Im Deutschen sind die Begriffe Religion und Religiosität zu unterscheiden. Der Begriff Religion wird seit Ende des 18. Jh. verwendet. Religion bezeichnet demgemäß ein System - also das Äußerliche, Strukturelle, Gemeinschaftliche -, während Religiosität auf das Subjektiv-Individuelle bezogen ist, insbesondere auf das Erleben des Einzelnen.
Begriffliche Problematik
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Bronzene Buddhafigur aus Indien - viele Religionen kennen die verehrende Verwendung religionsspezifischer Gegenstände Bildherkunft |
Wichtig bei der Betrachtung der Herkunft des Wortes ist die kritische Beobachtung seiner (ideologischen) Verwendung. Abgesehen von diesen etymologischen Unsicherheiten ist der Terminus auch heute noch problematisch. Mit der europäischen "Entdeckung" bisher in der so genannten Alten Welt unbekannter Kulturen wurde der Begriff auf Sachverhalte angewendet, die zwar Ähnlichkeiten mit dem europäischen Religionskonzept haben (zum Beispiel die Gottesverehrung), in mancher Hinsicht aber auch sehr gegensätzlich sind (zum Beispiel der Ausschließlichkeitsanspruch). Diese Differenz besteht auch zu den östlichen Religionen, was z.B. an den Übersetzungen des Wortes Religion in der jeweiligen Sprache zu erkennen ist.
Eine Folge ist, dass heute zwar viele verschiedene Religionen und Religionsformen bekannt und erforscht sind, jedoch eine auf alle Religionsgemeinschaften und -formen anzuwendende Definition aussteht und wahrscheinlich - wegen der heterogenen Theoriesysteme - auch in Zukunft nicht existieren wird.
Wissenschaftliche Ansätze zur Definition von Religion
Die Religionssoziologie und Religionswissenschaft untersuchen seit ca. 100 Jahren auf empirischer und theoretischer Grundlage Religionen als gesellschaftliche Phänomene. Dabei gibt es unterschiedliche Auffassungen über Definition und Funktion von Religion. In beiden Wissenschaften konnte man sich bisher auf eine wissenschaftliche Definition, die beschreibt, was Erkennungsmerkmale von Religionen sind und wann eine Weltanschauung als Religion bezeichnet wird, nicht einigen. Dennoch gab es vielversprechende Ansätze, an die die weitere Forschung anknüpfen kann.
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Marx'sche Religionsgenesen Bildherkunft |
Nach Karl Marx u. a. sind Religionen ursprünglich an eine unilaterale gesellschaftliche Praxis gekoppelt. Demnach sind Jäger-, Nomaden- und Ackerbauernreligionen (als Basalreligionen) zu unterscheiden. Nur die Nachfolger der beiden letzteren, mit dem Neolithikum entstandenen Religionen hatten noch wesentlichen Einfluß auf die heutigen Religionen Europas.
Erich Fromm bildete eine weite, sozialpsychologische Definition von Religion als jedes von einer Gruppe geteilte System des Denkens und Handelns, das dem einzelnen einen Rahmen der Orientierung und ein Objekt der Hingabe bietet.
Religionssoziologische Ansätze
- Nach Émile Durkheim, Begründer der Soziologie, trägt Religion zur Festigung sozialer Strukturen aber auch zur Stabilisierung des Einzelnen bei. Sein Religionsbegriff ist somit ein funktionalistischer. Gemäß Durkheim ist die Religion ein solidarisches System, das sich auf Überzeugungen und Praktiken bezieht, die heilige Dinge beinhalten und in einer moralischen Gemeinschaft wie beispielsweise der Kirche, alle vereinen, die dieser angehören. Daraus ergeben sich drei Aspekte von Religion, die Glaubensüberzeugungen (Mythen), die Praktiken (Riten) und die Gemeinschaft, auf die diese bezogen sind. Durkheim bezeichnet unter anderen Faktoren den Glauben als ein Element der Macht, die die Gesellschaft über ihre Mitglieder ausübt.
- Ferdinand Tönnies unterscheidet Ende des 19. Jh. zwischen 'Gesellschaft' und 'Gemeinschaft'. Er betont die sinnstiftende Funktion von Religion als typisch "gemeinschaftlich" und erforscht ihre Symbolsysteme. Religiöse Gemeinschaften - wie andere traditionelle Gemeinschaften - dienen demnach der kulturellen Bindung des Individuums. Sie verlieren zugunsten der Prägung durch die Gesellschaft in der Moderne an Bedeutung für den Einzelnen. Als Kirche, das heißt als Institution, behalten sie jedoch hohen gesellschaftlichen Einfluss. Laut Tönnies ("Geist der Neuzeit") folgt gegenwärtig einem Zeitalter der Gemeinschaft ein Zeitalter der Gesellschaft. Die Funktion der Religion im ersteren werde nunmehr von der öffentlichen Meinung mehr und mehr übernommen.
- Max Weber, der sich Anfang des 20. Jahrhunderts ausführlich mit dem Phänomen "Religion" aus soziologischer Sicht befasste, unterschied zwischen Religion und Magie. Unter Religion versteht er ein dauerhaftes, ethisch fundiertes System mit hauptamtlichen Funktionären, die eine geregelte Lehre vertreten, einer organisierten Gemeinschaft vorstehen und gesellschaftlichen Einfluss anstreben. Magie dagegen ist nach Weber lediglich kurzfristig wirksam, gebunden an einzelne Magier oder Zauberer, die als charismatische Persönlichkeiten vermeintlich Naturgewalten bezwingen und eigene moralische Vorstellungen entwickeln. Diese Abgrenzung versteht Weber als idealtypisch. Reinformen sind selten, Überschneidungen und Übergänge werden konstatiert.
Religionswissenschaftliche Ansätze
- Nach Clifford Geertz (1973) ist Religion ein kulturell-geschaffenes Symbolsystem, das versucht, dauerhafte Stimmungen und Motivationen im Menschen zu schaffen, indem es eine allgemeine Seinsordnung formuliert. Diese geschaffenen Vorstellungen werden mit einer solch überzeugenden Wirkung ("Aura von Faktizität") umgeben, dass diese Stimmungen und Motivationen real erscheinen. Solche "heiligen" Symbolsysteme haben die Funktion, das Ethos - das heißt das moralische Selbstbewusstsein einer Kultur - mit dem Bild, das diese Kultur von der Realität hat, mit ihren Ordnungsvorstellungen zu verbinden. Die Vorstellung von der Welt wird zum Abbild der tätsächlichen Gegebenheiten einer Lebensform. Die religiösen Symbolsysteme bewirken eine Übereinstimmung zwischen einem bestimmten Lebensstil und einer bestimmten Metaphysik, die einander stützen. Religion stimmt demnach menschliche Handlungen auf eine vorgestellte kosmische Ordnung ab. Die ethischen und ästhetischen Präferenzen der Kultur werden dadurch objektiviert und erscheinen als Notwendigkeit, die von einer bestimmten Struktur der Welt erzeugt wird. Die Glaubensvorstellungen der Religionen bleiben demgemäß nicht auf ihre metaphysischen Zusammenhänge beschränkt, sondern erzeugen Systeme allgemeiner Ideen, mit denen intellektuelle, emotionale oder moralische Erfahrungen sinnvoll ausgedrückt werden können. Da somit eine Übertragbarkeit von Symbolsystem und Kulturprozess vorliegt, bieten Religionen nicht nur Welterklärungsmodelle, sondern gestalten auch soziale und psychologische Prozesse . Durch die unterschiedlichen Religionen wird eine Vielfalt unterschiedlicher Stimmungen und Motivationen erzeugt, sodass es nicht möglich ist, die Bedeutsamkeit von Religion in ethischer oder funktionaler Hinsicht festzulegen.
- Jacques Waardenburg bezeichnet die Definition von Religion als 'Glauben' als ein Produkt westlicher Tradition. Dieser Begriff treffe daher nicht auf die Vorstellungen anderer Kulturen zu und sei für die Beschreibung von Religionen eher ungeeignet. Religionen können nach seiner Auffassung als Bedeutungsgefüge mit darunterliegenden Grundintentionen für Menschen angesehen werden.
- Der amerikanische Religionswissenschaftler Ninian Smart entwirft ein multidimensionales Modell von Religion und unterscheidet dabei sieben Dimensionen: 1. die praktische und rituelle, 2. die erfahrungsmäßige und emotionale, 3. die narrative oder mythische, 4. die doktrinale und philosophische, 5. die ethische und rechtliche, 6. die soziale und institutionale und 7. die materielle Dimension (z.B. sakrale Bauwerke).
Phänomene und religionsspezifische Begrifflichkeit
Um Religionen zu beschreiben, haben Menschen, die sich mit Religion(en) beschäftigten, Kriterien und Begriffe für gefundene Phänomene geschaffen. Viele dieser Begriffe sind selbst Produkte religiöser Sichtweisen und damit problematisch für das Beschreiben religiöser Phänomene, da sie oftmals religiöse Interpretationen des jeweiligen Objektes sind und höchstens einen Ausschnitt des eigentlichen Phänomens zeigen können. So ist z.B. der Begriff "Gebet" ein christlicher und beschreibt eine christliche Praktik, die nicht auf Dinge wie Meditation oder Versenkung angewandt werden kann, obgleich dies immer wieder geschieht. Dennoch gibt es in vielen Religionen ähnliche Konzepte, die miteinander verglichen und einander gegenüber gestellt werden können, wodurch ein Ordnen und Beschreiben von Religionen erst möglich wird.Theismus und Atheismus
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hinduistische Darstellung des Göttlichen in seiner Form als Ganesha Bildherkunft |
Religionen, die einen Gott verehren, werden als monotheistisch bezeichnet, Religionen, die mehrere Götter verehren, als polytheistisch, Religionen, die das Göttliche in der gesamten Welt sehen, als pantheistisch, Religionen die sich nicht auf ein oder mehrere transzendente Wesen beziehen als atheistisch, obwohl der Atheismus als solcher keine Religion ist. Dennoch gibt es atheistische Religionen wie z.B. den Theravada-Buddhismus.
Auch einige atheistische Weltanschauungen haben an religiöse Rituale erinnernde ideologisch geprägte Formen. Man denke z.B. an die Aufmärsche und Feiern kommunistischer Staaten oder an die sozialistischen Jugendweihen. Der Faschismus bzw. Nationalsozialismus trägt ebenfalls die Züge eines extremistischen religiösen Systems. Ein Beispiel ist die Quasi-Göttlichen-Verehrung des Führers. Neuere Forschungen zur Entstehung des Nationalsozialismus widmen dieser Thematik besondere Aufmerksamkeit. Die These, dass scheinbar nichtreligiöse Systeme sich religiöser Formen bedienen, wird wissenschaftlich diskutiert (siehe auch: Politische Religion). Weitere Kategorien zur Bezeichnung von (weniger weit verbreiteten) Religionen sind indigene und animistische Religionen.
Schöpfungsmythen und Kosmologie
Häufig vermitteln Religionen eine Vorstellung, wie die Welt entstanden ist, eine Schöpfungsgeschichte und ein Bild der letzten Dinge, eine Eschatologie. Dazu gehört immer die Hauptfrage, was mit dem Menschen nach dem Tod geschieht. Themen wie Reinkarnation, Nirwana, Ewigkeit, Jenseits, Himmel oder Hölle, und was letztlich mit der Welt geschehen wird (Weltuntergang, Apokalypse, Ragnarök, Reich Gottes), sind in vielen Religionen zentral.Religiöse Spezialisten
Die meisten Religionen kennen Priester, Prediger, Geistliche, Magier, Druiden oder Schamanen, die die Religion überliefern, lehren, ihre Rituale ausführen und zwischen Mensch und Gottheit vermitteln. Manche Religionen sprechen einzelnen dieser Menschen übernatürliche Eigenschaften zu. In vielen Religionen sind diese Personen innerhalb einer formellen Organisation tätig, in anderen unabhängig. Sie werden bezahlt oder üben ihre Tätigkeit unentgeltlich aus. In einigen Religionen werden die religiösen Rituale vom Familienoberhaupt durchgeführt oder geleitet. Es existieren auch Religionen, in denen es keinen autorisierten Vermittler zwischen dem Übernatürlichen und dem Menschen gibt.Spiritualität und Rituale
Häufig pflegen Religionen und Konfessionen eine eigene Art von Spiritualität. Spiritualität - insbesondere im Christentum - ist das geistliche Erleben, im Gegensatz zur Dogmatik, welche die festgesetzte Lehre einer Religion darstellt. Das Ritual hingegen ist durch die Religion formalisierte Spiritualität. Im heutigen westlichen Sprachgebrauch wird Spiritualität als seelische Suche nach Gott oder einem anderen transzendenten Bezug bezeichnet, ob im Rahmen von spezifischen Religionen oder jenseits davon. In einigen Religionen finden sich Strömungen, deren Anhänger die Begegnung mit der Transzendenz oder dem Göttlichen in mystischen Erfahrungen finden.Zu religiösen Riten gehören unter anderem Gebet, Meditation, Gottesdienst, religiöse Ekstase, Opfer, Liturgie, Prozessionen und Wallfahrten. Daneben gibt es im Alltag gelebte Frömmigkeit wie Almosen geben, Barmherzigkeit oder Askese.
Schismen und Synkretismus
Aufgrund ihrer ideologischen Momente haben Religionen die latente Tendenz zur Spaltung. Neue Religionen sind oft durch die Abtrennung einer Gruppe aus der ursprünglichen Religionsgemeinschaft entstanden.Der Begriff Synkretismus beschreibt das gleichzeitige Ausüben von Praktiken verschiedener Religionen. Im klassischen Sinne ist er aber der Versuch, Religionen zu vereinen oder die Schaffung einer neuen Religion aus unterschiedlichen Vorgängern zu initiieren.
Seit der Aufklärung wird - vor allem im westlichen Kulturkreis - zwischen institutionalisierter Religion und persönlicher Haltung zum Transzendenten unterschieden.
Hinzu kommen seit den 1980er Jahren postmoderne Ansätze, nach denen Gruppen oder Individuen Ideen, Rituale usw. aus Religionen und anderen Weltanschauungen neu zusammenstellen und auf ihre Bedürfnisse zuschneiden. Dieses eklektizistische Vorgehen wird von Vertretern traditioneller Religionen zuweilen "Patchwork- bzw. Cafeteria-Religion" oder "Supermarkt der Weltanschauungen" genannt.
Religionen in Zahlen
Viele Menschen haben das Bedürfnis, zu erfahren, wie viele "Gläubige" sich zu einer Religion bekennen. Obwohl immer wieder Statistiken auftauchen, ist die Quellenlage zumeist fraglich. Auch gibt es Religionen wie das Christentum oder den Buddhismus nicht (man vergleiche das "Christentum" in Südamerika und Skandinavien). Daher sollte stets beachtet werden, dass solche Statistiken im besten Falle nur etwas über die Anzahl der Mitglieder einer Religionsgemeinschaft (ähnlich einer Vereinsmitgliedschaft) und über die Ideologie der Statistikveröffentlicher aussagen. Darüber hinaus gibt es sehr unterschiedliche Ausprägungen der Zugehörigkeit zu einer Religionsgemeinschaft. Beispielsweise werden zum Judentum häufig auch diejenigen gerechnet, die sich als Atheisten bezeichnen, zum Christentum in Deutschland alle Kirchensteuerzahler, auch wenn sie nicht gläubig sind.
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Die Welt: vorherrschende Religionen nach Staaten Bildherkunft |
Statistik A - Religionen der Welt - Zugehörige (Quelle: adherents.com)
- Christentum (2,1 Milliarden)
- Islam (1,3 Milliarden)
- Atheismus, Nichtreligiöse (1,1 Milliarden)
- Hinduismus (900 Millionen)
- Traditionelle Chinesische Religionen (394 Millionen)
- Buddhismus (376 Millionen)
- Nichtafrikanische Indigene Religionen (300 Millionen)
- Traditionell Afrikanische Religionen (100 Millionen)
- Sikhismus (23 Millionen)
- Spiritismus (15 Millionen)
- Judentum (14 Millionen)
- Baha'i (7 Millionen)
- Jainismus (4,2 Millionen)
Statistik B - Religionen der Welt - Zugehörige (Quelle: David B. Barrett)
- Islam (1,313 Milliarden)
- Römisch Katholische Kirche (1,119 Milliarden)
- Hinduismus (870 Millionen)
- Nichtreligiös (769 Millionen)
- Unabhängige Christliche Kirchen (427 Millionen)
- Traditionelle Chinesische Religionen (405 Millionen)
- Buddhismus (379 Millionen)
- Protestantische Kirchen (376 Millionen)
- Ethnoreligionen (256 Millionen)
- Orthodoxe Kirchen (220 Millionen)
- Atheismus (152 Millionen)
- Afrikanische Religion (100 Millionen!)
- Neue Religionen (108 Millionen)
- Anglikaner (80 Millionen)
- Sikhismus (25 Millionen)
- Judentum (15 Millionen)
Stand Mitte 2005, Weltbevölkerung: 6,454 Milliarden.
Statistik C - Religionen in Deutschland - Zugehörige (Quelle: REMID)
- Römisch-Katholische Kirche (26,46 Millionen)
- Evangelische Landeskirchen (26,21 Millionen)
- Islam (gesamt: 3,3 Millionen)
- Hinduismus (gesamt: 0,092 Millionen)
- Neuapostolische Kirche (0,38 Millionen)
- Buddhismus (gesamt: 0,21 Millionen)
- Judentum (gesamt: 0,189 Millionen)
Religion und Ethik
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Bibel aus dem 16. Jhd. - viele Religionen kennen Heilige Schriften, in welchen ethisches Verhalten festgelegt und über die Schrift weitergegeben wird. Bildherkunft |
Die meisten alten Religionen hatten zugleich den Anspruch menschliches Zusammenleben durch Gesetze zu regeln (10 Gebote). Die meisten Religionen der Gegenwart haben ein ethisches Wertesystem, dessen Einhaltung sie fordern. Dieses System umfasst Vorstellungen darüber, was richtig und falsch und was gut und böse ist, wie ein Angehöriger der jeweiligen Religion zu handeln und teilweise zu denken hat. Immer also findet sich eine zugrundeliegende Auffassung über die Welt, die Natur und die Stellung des Menschen dazu darin. Obgleich sich diese Vorstellungen historisch wandeln, stehen hinter solchen religiösen Pflichten in fast allen Religionen ähnliche moralische Prinzipien. Diese sollen das konfliktarme Miteinander der Mitglieder der Religionsgemeinschaft regeln, sollen Gesellschaft und zum Teil Politik positiv beeinflussen und die Menschen individuell dem jeweiligen religiösem Ziel näher bringen. Zum Teil bieten sie für den Einzelnen einen moralischen Rahmen, der ihn psychisch und physisch stabilisieren kann.
In einigen Religionen sollen diese moralischen Gesetze der jeweiligen Überlieferung nach direkt dem Religionsstifter von der entsprechenden Gottheit überbracht worden sein und somit höchste Autorität besitzen. Nach dieser Vorstellung müssen sich auch weltliche Herrscher diesen ethischen Anforderungen beugen. Gehorsam wird teilweise unter Androhung von diesseitigen oder jenseitigen Strafen gefordert oder als einziger Weg zum Heil dargestellt.
Häufig existieren noch weitere Regeln, die nicht direkt vom Stifter der Religion stammen, sondern aus den heiligen Schriften und anderen Tradierungen der jeweiligen Religion abgeleitet werden (z.B. Talmud, Sunna). Einige dieser Normen verloren im Laufe der historischen Entwicklung für viele Gläubige ihren Sinn und wurden in einigen Fällen den sehr unterschiedlichen Wertesystemen der entsprechenden Zeit angepasst.
Ethik im Judentum und Christentum
Die gelebte Ethik von Judentum und Christentum unterscheidet sich unter anderem dadurch, ob die jeweilige Religion mit einem weiten individuellem Denk- und Handlungsspielraum, traditionell oder fundamentalistisch ausgelegt wird. Auch innerhalb der einzelnen Religionen gibt es häufig unterschiedliche Schulen, welche die jeweilige Morallehre verschieden auslegen und anwenden. So gab es z.B. im Christentum Strömungen, die das Alte Testament aufgrund der darin sehr gewalttätig wirkenden Gottheit "verbannen" wollten.Judentum und Christentum verbindet in ihren ethischen Systemen beispielsweise der Gedanke an eine Endzeit. Dieses lineare Verständnis von Zeit bedeutet, dass die Gläubigen im Diesseits nach den von ihrer Gottheit geforderten Regeln leben, um den Lohn dafür in einer späteren Zeit zu erhalten; obgleich die Gottheit auch im Diesseits schon wirken kann. Allerdings wird im Protestantismus ebenso oftmals die göttliche Gnade für ausschlaggebend gehalten, auch teilweise unabhängig von der Befolgung moralischer Postulate. Das Judentum ist weniger jenseitsbezogen jedoch gebotreicher als das Christentum, was sich u.a. im hebräischen Wort für Religion, nämlich Torah (Gesetz), widerspiegelt. Ähnlich wie im Hinduismus gibt es genaue Anweisungen, wie die Handlungsweisen des Mitglieds in der Gruppe sein sollen. In den christlichen Religionen sind durch die Relativierungen ihres Stifters und die neuplatonischen Einflüsse weit weniger Richtlinien vorgegeben - beispielsweise die Zehn Gebote.
Ethik im Islam
Die Ethik im Islam ist ähnlich wie im Judentum sehr stark an Gebote für einzelne Situationen gebunden. Der Koran gibt genaue Anweisungen für die Handlungen des Einzelnen in der Gruppe. Wichtig für den Islam ist eine kollektive Verantwortung für Gut und Böse. Dies wird beispielsweise in der Anweisung al-amr bil ma'ruf wa n-nahi an al-munkar (das Gute befehlen und das Schlechte verbieten) deutlich. In Folge besteht die Gefahr einer unumschränkten Befehlsgewalt der Gemeinschaft (siehe auch Hisba). Der Islam geht in seinen Hauptrichtungen Sunna und Schia von der Prädestination (Vorherbestimmung) aus, die dem Individuum nur begrentzten Handlungsspielraum zugesteht.
Ethik bei den "östlichen Religionen"
Religionen wie der Buddhismus, der Hinduismus oder auch der Daoismus stellen ebenso ethische Anforderungen, wie unter anderem die Überwindung von Hass, Habgier, Lüge sowie besonders Gewaltlosigkeit. Dabei werden die Regeln an einer angenommen kosmischen Gesetzmäßigkeit bzw. einem Weltprinzip ausgerichtet (z.B. Dharma im Hinduismus und im Buddismus, Dao im Daoismus). Dieses kosmische Weltprinzip beinhaltet ethische Vorgaben für jedes Individuum. Von den Anhängern wird erwartet, die Gesetzmäßigkeiten des Daseins zu erkennen und entsprechend zu handeln. So existieren z.B. Tötungsverbote, die sich teilweise auch auf Tiere beziehen.Abweichendes Verhalten wird in solchen Religionen weniger von der Religionsgemeinschaft sanktioniert, sondern soll vor allem negative Konsequenzen für das Individuum z.B. in einer der nächsten Existenzen nach sich ziehen (im Hinduismus, Buddhismus, Jainismus innerhalb der Vorstellung von Karma und Wiedergeburt, Samsara); im Daoismus und chinesischen Buddhismus äußern sich diese Konsequenzen z.B. innerhalb der daoistischen bzw. buddhistischen "Hölle", wo grausame Strafen auf Missetäter warten. Die populäre Annahme, dass "östliche Religionen" bedingt durch deren Ethik weniger zu Gewalt neigen, kann wissenschaftlich nicht bestätigt werden, da Gewalt eher von den jeweiligen Machthabern, als von den religiösen Autoritäten selbst ausgeht. Aber, religiös motivierte Gewalt, wie wir sie aus der Kreuzzugs-, Conquista-, Missionierungs-Historie im christlichen Kulturkreis oder auch im Rahmen der islamischen Expansion kennen, tritt im Kulturkreis östlicher Religionen deutlich seltener auf.
Siehe auch: Buddhistische Ethik
Ethik bei indigenen Kulturen
Indigene Kulturen, die oftmals auch mit den problematischen Begriffen "Naturvölker" oder "Stammeskulturen" bezeichnet werden, weisen häufig Moralsysteme auf, welche die Gemeinschaft schützen sollen. Da nur durch ein funktionierendes Sozialbewusstsein das Überleben der Gruppe gesichert werden kann, steht ein prosoziales Verhalten im Mittelpunkt der mündlich weitergegebenen Verhaltensweisen. Diese "Naturreligionen" beinhalten weiterhin Rituale zur Beeinflussung ihrer Götter bzw. Naturgewalten.Religion nach der Aufklärung
Die Aufklärung bringt einen Wandel des Religionsverständnisses: Verstand man in den vormodernen Gesellschaften unter Religion die öffentliche Verehrung der Götter (lat. religio), so verschiebt sich die Religion jetzt ins Private. Sie wird zur Religiosität, zur inneren Haltung des frommen Individuums. Als Vordenker dieser Haltung gilt der Theologe Schleiermacher, der in seinem Buch Über die Religion (1799) schrieb: "Religion ist nicht Metaphysik und Moral, sondern Anschauen und Gefühl".Dementsprechend ist seitdem - im Gegensatz zu den vorzeitlichen und vormodernen christlichen Gesellschaften, in denen alle Bereiche menschlichen Lebens unter der Autorität der Religion standen - eine Tendenz bemerkbar, die zunehmend Bereiche der Gesellschaft aus dem Herrschaftsbereich der Religion ausgliedert. Beispielsweise beanspruchen die Natur- und Geisteswissenschaften verbunden mit der Idee eines natürlichen Grundrechts Autorität in Fragen zu Evolution oder Ethik/ Recht - Bereiche, die zuvor der Religion unterstanden. Diese Entwicklung wird als Säkularisierung bezeichnet. Erklärungsversuche für dieses Phänomen beziehen sich oft auf die Industrielle Revolution, die allmähliche Überwindung des Ständestaates und den damit verbundenen ökonomischen, sozialen, kulturellen und rechtlichen Wandel.
In Europa verlor das Christentum im späten 19. Jahrhundert Jahrhundert und im gesamten 20. Jahrhundert hinsichtlich seiner Reputation, seines gesellschaftlichen und politischen Einflusses und seiner Verbreitung an Bedeutung. Einige traditionell christliche westliche Länder verzeichnen sinkenden Klerikernachwuchs, Verkleinerung der Klöster und ein Anwachsen von Kirchenaustritten oder andere Formen von Distanzierung. In den meisten europäischen Staaten gehörten im Jahr 2005 mehr als 50 % der Einwohner einer christlichen Kirche an.
Besonders im Gebiet der ehemaligen DDR, deren Regierung die Verbreitung einer atheistischen Weltanschauung förderte und in Frankreich, wo Napoleon die Schließung und Enteignung von Klöstern anordnete und Anfang des 20. Jahrhunderts eine strikte Trennung von Kirche und Staat durchgesetzt wurde, ging der gesellschaftliche Einfluss der Kirchen zurück. Studien im Vereinigten Königreich belegen rückläufige Besucherzahlen in Kirchen, Synagogen und anderen religiösen Einrichtungen, obwohl die Kirchen hier Umfragen zufolge weiterhin zu den reputierten öffentlichen Einrichtungen zählen. In Polen, Irland, Spanien und Italien gilt die katholische Kirche, der jeweils mehr als 80 % der Bewohner angehören, als einflussreich.
In den meisten europäischen Ländern wurde früher oder später das Recht auf Religionsfreiheit gesetzlich verankert. Davor waren auch nichtreligiöse Menschen in aller Regel in religiöse Organisationen eingebunden, da eine demonstrative Abwendung von der Religion zu Diskriminierungen führen konnte. Diese Gruppe sieht derzeit weniger Gründe, sich einer Religionsgemeinschaft anzuschließen. Während des Kommunismus konnte in einigen Ostblockstaaten eine religiöse Orientierung zu formellen und informellen Benachteiligungen führen. In vielen europäischen Ländern ist es nach wie vor üblich, zumindest formell, einer Religion anzugehören.
Parallel zur Säkularisierung kam es sowohl im protestantischen als auch im katholischen Raum zu einer vertieften und bewussteren Teilnahme am kirchlichen Leben von Seiten einer Minderheit von engagierten und häufig kritischen Laien. Auch junge Menschen wenden sich im Zuge ihrer Sinnsuche seit Ende des vorigen Jahrtausends häufiger wieder der Religion zu.
Im Gegenzug zur Säkularisierung in Europa gewinnt die Religion in der übrigen Welt partiell an Einfluss. In den USA und Lateinamerika beispielsweise zeigen empirische Studien , dass die Religion nach wie vor ein wichtiger Faktor ist. In Afrika südlich der Sahara wuchs das Christentum im 20. Jahrhundert von 8 auf 335 Millionen Gläubige. In der oft konservativen arabischen Welt ist der Islam nach wie vor das prägende Element der Gesellschaft. Auch in China zählen, trotz jahrelangem staatlich verordnetem Atheismus, die Weltreligionen wieder circa 100 Millionen Anhänger.
Positive und negative Wirkungen von Religion
Oft wird der Streit zwischen Befürwortern und Gegnern einer Religion in Form einer Schaden-Nutzen-Analyse ausgetragen. Allerdings sagt das wenig über den Wahrheitswert von religiösen Botschaften aus. Dies sollte im Folgenden bedacht werden.Positive Wirkungen
Dass viele Menschen trotz Aufklärung und moderner Religionskritik an ihrem Glauben festhalten, hat mit positiven Erfahrungen zu tun, die sie mit ihrer Religion verbinden.Religionen postulieren eine Realität jenseits des physisch Wahrnehmbaren sowie oft ein Leben nach dem Tod. Sie ermöglichen so eine Sinngebung, die als fundierter empfunden wird als eine Sinngebung, die durch die als unbefriedigend erlebte Welt und die eigene Sterblichkeit limitiert ist. Sie bieten ihren Anhängern häufig stabile soziale Strukturen. Fast alle Religionen setzen einen, oft rigorosen, ethischen Standard. Manche Menschen befürchten, ohne solches religiöses Fundament würden ethische Standards in der Praxis stark reduziert ("Ohne Gott ist alles erlaubt."). Diese moralischen Postulate sind wichtig, um die Gesellschaft und den einzelnen selbst vor destruktiven Exzessen zu schützen.
Religiöse Aktivitäten, wie Gebet oder Meditation oder auch die Sinneseindrücke und Symbolik von religiösen Zeremonien, führen bei manchen Menschen zu spirituellen Empfindungen. Religiöse Gemeinschaften können ihren Mitgliedern Inspiration für Mitgefühl, praktische Nächstenliebe und moralische Selbsteinschränkung bieten.
Alle Weltreligionen und darüber hinaus die meisten kleineren Religionen, fordern Barmherzigkeit von ihren Mitgliedern, das heißt, sie sollen sich fürsorglich um andere Menschen kümmern. Hierbei ist es weitgehend unerheblich, ob diese der eigenen Religionsgemeinschaft angehören oder nicht. So ist im Islam z.B. vorgeschrieben, dass jeder einen festen Anteil seines Einkommens für soziale Zwecke spenden soll. Besondere Hilfe und Fürsorge wird den Mitgliedern der eigenen Religionsgemeinschaft zuteil. Ein besonderer Aspekt der Religion ist der Frieden stiftende, welche besonders im Gebot der, in einigen Religionen postulierten, Feindesliebe Ausdruck findet. Alle diese Werte und Haltungen werden in unterschiedlicher Weise auch in nicht religiös orientierten Gruppierungen vertreten.
Es lässt sich beobachten, dass beispielsweise das Christentum in der Vergangenheit für die Gründung vieler großer Universitäten und Schulen, den Aufbau von Hospitälern, den Vorläufern der heutigen Krankenhäuser, das Verteilen von Nahrungsmitteln und die Schaffung von Waisenhäusern verantwortlich war. Andere Religionen und weltliche Organisationen haben im Rahmen ihrer Kulturen und im Verhältnis zu ihrer Größe und ihrem Reichtum vergleichbare Leistungen vorzuweisen.
Forschungen von Abraham Maslow nach dem Zweiten Weltkrieg zeigten, dass die Überlebenden des Holocaust oft diejenigen mit starken religiösen Überzeugungen (nicht notwendigerweise Tempelbesuch etc.) waren. Die humanistische Psychologie untersuchte, ob eine religiöse oder spirituelle Persönlichkeitsprägung mit längerer Lebensdauer und besserer Gesundheit verknüpft ist. Viele Menschen brauchen möglicherweise insbesondere religiöse Bindungen, weil diese verschiedene emotionale Bedürfnisse, wie das Bedürfnis, geliebt zu werden, das Bedürfnis, zu einer gleichförmigen Gruppe zu gehören, das Bedürfnis nach verständlichen Erklärungen oder das Bedürfnis nach Gerechtigkeit befriedigen.
Maslows Ergebnisse haben sich in anderen Zusammenhängen nicht als wiederholbar erwiesen. Die These einer Korrelation zwischen Religion und Gesundheit bzw. Lebensdauer eines Individuums ist daher wissenschaftlich umstritten. Der besondere Umstand, dass Maslow ausschließlich Überlebende des Holocaust befragt hatte, und dass Religion das primäre Auswahlkriterium für die Forschungssubjekte war, könnte zu einer Verzerrung der Ergebnisse geführt haben.
Religion kann auch, soweit sie moralische Leistungen - gute Taten - fordert, neben Hilfe im Einzelfall, begrenzte oder umfassende Reformen und Verbesserungen des rechtlichen oder wirtschaftlichen Systems einer Gesellschaft motivieren.
Negative Wirkungen
Die stärkste Form negativer Wirkung stellen Kriege und andere Gewalttaten dar, die mit religiösen Auffassungen begründet werden. Dies werten Gläubige zumeist als Missbrauch ihrer Religion, während Religionskritiker von einer allen Religionen immanenten Tendenz zu "Fanatismus und Grausamkeit" ausgehen.Im Westen beispielsweise wurde der römisch-katholischen Kirche die Inquisition vorgeworfen. Andere Verbrechen im Namen der Religion vor christlichem Hintergrund sind beispielsweise Kreuzzüge, Hexenverfolgung, Judenverfolgung, Gewalttätige Formen der Missionierung sowie teilweise die Unterstützung von an sich atheistischen Diktaturen und die ambivalente Rolle der Kirchen im Nationalsozialismus. Der Kirchen- und Religionskritiker Karlheinz Deschner hat in seinem auf zehn Bände angelegten Werk Kriminalgeschichte des Christentums eine Fülle historischen Materials zu diesem Thema ausgewertet, kommentiert und für den Laien verständlich aufbereitet.
In den meisten demokratisch regierten Ländern werden Religionen von der Politik mehr oder weniger getrennt. Wenn man die Auswirkungen einer Säkularisierung im direkten Vergleich mit einem religiös gebundenen System wissenschaftlich, d.h. empirisch, untersucht, werden die Vor- und Nachteile beider Ansätze deutlich. Hierbei wird das oben behandelte Problem der Definition eine Rolle spielen: denn nicht alles, was unter dem Terminus "Religion" subsummiert wird, hat die gleichen Konsequenzen, wenn politische Macht ausgeübt wird. (vgl. hierzu die Untersuchungen Max Webers zu der unterschiedlichen wirtschaftlichen Entwicklung in protestantischen und katholischen Ländern).
Wo religiöse Kräfte zu viel Einfluss auf nationale und supranationale politische Strukturen haben, prägen sie entweder die Gewalt der jeweiligen Regierung oder werden von ihr geprägt. Die beiden Fälle lassen sich nicht immer deutlich unterscheiden:
- Seit der islamistischen Revolution von 1979 wurden in Iran tausende von Menschen wegen sogenannter Verbrechen gegen die Religion inhaftiert, gefoltert und oft sogar ermordet. Frauen werden systematisch benachteiligt und schon wegen einer Nichteinhaltung von Bekleidungsvorschriften bestraft. Wegen sogenannter moralischer Verfehlungen können sie legal öffentlich gesteinigt werden. Homosexualität gilt als Verbrechen. Religiöse Minderheiten wie die Baha'i und politische Dissidenten werden strafrechtlich und von den sogenannten Religionswächtern verfolgt.
- Im christlichen Namibia kam es in den 1990er Jahren zu Gewalttätigkeiten gegenüber Homosexuellen, die von religiösen Autoritäten aber teilweise auch von der Regierung für eine langdauernde Dürre verantwortlich gemacht wurden.
- In Indien gibt es von Zeit zu Zeit Ausschreitungen von Hindus vor allem gegenüber Muslimen. Vereinzelt kommt es auch zu Gewalttätigkeiten gegenüber Christen. So verbrannte der Mob in einem hinduistischen Dorf 1999 den christlichen Leiter eines Lepraspitals zusammen mit seinen Söhnen lebendigen Leibes in seinem Auto.
Hinzu kommt, dass religiöse Autoritäten aller Religionen für ihre Gläubigen oft Vorschriften erlassen, die die Privatsphäre reglementieren sollen. Wie in allen Weltanschauungen, so gibt es auch in den Religionen einen sichtbaren Widerspruch zwischen theoretischem Anspruch und praktischer Umsetzung. Während Machtmissbrauch und andere Missstände im Mittelalter und der frühen Neuzeit häufig zu religiösen Erneuerungsbewegungen führten, haben sie gegenwärtig eher eine Abkehr von der Religion zur Folge.
Viele Religionskritiker betrachten religiöse Belehrungen in der frühen Kindheit als Mittel zur Anpassung an veraltete Normen. Erziehung zu religiösem Fanatismus wird von diesen, aber auch von religiös orientierten Menschen, häufig als Gehirnwäsche kritisiert.
Manche stimmen weiter mit der marxistischen Sichtweise überein, wonach "Religion das Opium des Volkes" sei, also zur passiven Hinnahme ökonomischer und sozialer Machtstrukturen beitrage. Die Kritik wirft insbesondere Christen vor, durch die Hoffnung auf ein Jenseits im Diesseits keine gesellschaftlichen Veränderungen mehr hervor zu bringen. In der Tat haben sich kommunistische Staaten anders entwickelt als christliche Staaten. Tatsächlich gab es aber christliche Staaten, die in Erstarrung verharrten, während andere große Reformen erlebten.
Hingegen verlangen manche säkularisierte Formen von Religion so wenig Engagement, dass sie kaum Einfluss auf das Leben ihrer Mitglieder ausüben. Viele davon gehören nur formell einer Religionsgemeinschaft an, was auf ihr Alltagsleben kaum Auswirkungen hat. Nur zu bestimmten Gelegenheiten werden einige religiöse 'Dienstleistungen' in Anspruch genommen.
Siehe auch
- Portal:Religion, Atheismus, Agnostizismus, Religionskritik
Literatur
- Primärquellen: Die Bibel, ISBN 3460330074; Der Koran, ISBN 3937229760; Der Talmund, ISBN 3937229787 (o. Hrsg.)
- Cancik, Hubert (Hrsg.), Die Religionen der Menschheit, 36 Bde, Kohlhammer-Verlag, Stuttgart, wird seit 1979 fortlaufend überarbeitet.
- Weber, Hartwig, Lexikon Religion, Reinbek, 2001, ISBN 3499606291
- Markus Witte (Hrsg.): Der eine Gott und die Welt der Religionen. 1. Aufl. Religion & Kultur-Verlag, Würzburg 2003 ISBN 3933891140
- René Girard, Das Heilige und die Gewalt, Fischer TB, ISBN 3596109701
- Erwin Fahlbusch (Hrsg.): Taschenlexikon Religion und Theologie, 5 Bde, Vandenhoeck & Ruprecht, 1983, ISBN 3-525-50123-4
- Hans- Michael Haußig: Der Religionsbegriff in den Religionen, Berlin, Philo 1999
- Wulf Meth (Hrsg.): Handbuch Weltreligionen: eine umfassende Einführung in Gedanken und Riten der Weltreligionen, R. Brockhaus, 2003, ISBN 3-417-24779-9
- Geertz, Clifford (1987) Dichte Beschreibung. Beiträge zum Verstehen kultureller Systeme, Frankfurt/M.: Suhrkamp
- Friedrich D. E. Schleiermacher (1799): Über die Religion, Reclam, Ditzingen ISBN 3150083133
- Vinnai, Gerhard: Jesus und Ödipus. 1999. Fischer-TB.-Vlg. Frankfurt/M. ISBN 3596144787
Weblinks
- Links zu Religionen und religionswissenschaftlichen Seiten
- Informationsplattform Religion (REMID)
- Stiftung für eine Weltethik
- Evangelische Informationsstelle Kirchen - Sekten - Religionen
- Dossier über Religion und Glaube
- Glossar religiöser Begriffe
- Verschiedene Religionen und Glaubensüberzeugungen
ast:Relixón ceb:Relihiyon lad:Relijion nah:Religión nds:Religion scn:Riliggiuni simple:Religion tpi:Lotu
Diskussion der Autoren über den Artikel: Religion
- Diskussion:Religion:History (Anfang-Verbrechen)
- Diskussion:Religion:History2 (Machtmittel-NPOV)
- Diskussion:Religion:History3 (Einleitung)
- Diskussion:Religion:History4 (Änderungsvorschlag-Toleranz)
- Diskussion:Religion:History5 (Definitionsversuche-Weltuntergangsreligionen)
- Diskussion:Religion:History6 (neue Definition, Rel. und Ethik, wissenschaftl. Ansätze etc.)
Dank an Dickbauch für das Aufräumen der Diskussionsseite
--Anima 16:44, 13. Feb 2005 (CET)- Sorry, das ich das zugeben muß, aber es war Jonas kork der Archiv Nr.5 am gleichen Tag angelegt hat, und die anderen sind von einer früheren Aufräumaktion von Lichtkind. Also kann ich das Lob nur anteilig weiterleiten! Dickbauch Dickbauch 20:51, 13. Feb 2005 (CET)
- Dann bedanke ich mich selbstverständlich auch ganz herzlich bei Jonas, hatte Dickbauch um Hilfe gebeten und daher gedacht...--Anima 22:21, 13. Feb 2005 (CET)
Ethik
Hallo Maya, Teamarbeit (auch mit Mephisto) macht Spaß! Hast du wohl Zeit, ein paar Sätze über die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den Buchreligionen zu schreiben? Ich denke, du kennst dich da aus. Du hast die Sache mit den nicht so differenzierten moralischen Normen in den östlichen Religionen verändert. Ich meinte damit, dass es nicht so viele Einzelvorschriften gibt, sondern eher allgemeinere Werte. Gute Nacht--Anima 23:33, 2. Feb 2005 (CET)hallo anima, ach so, daß war sehr mißverständlich, so als ob die ethik der monotheistischen religionen moralisch höher stünde, das fand ich unkorrekt, da gerade buddhisten sich gemeinhin mehr um ethik kümmern als der durchschnittliche christ. mit den monotheistischen religionen kenne ich mich nicht so aus, eher mit den asiatischen religionen. müßte ich nachlesen. gute nacht-Maya 00:25, 3. Feb 2005 (CET)Vorher fehlt ja auch der Abschnitt über Ethik im Monotheismus, habe auch Mephisto gefragt, ob er ihn verfassen kann.-- --Anima 21:18, 3. Feb 2005 (CET)
Mal eine kurze Anmerking: der Koran wurde Mohammed nicht von Allah überbracht, sondern von Gabriel. Ich empfinde das schon als Unterschied.-Maya 22:52, 4. Feb 2005 (CET)
- Ich werde mal die Namen entfernen, da ich auch damit Schwierigkeiten habe. Aus historischer Perspektive ist es schwierig und vielleicht nicht ganz gelungen, Moses und Smith in einem Atemzug zu nennen.--Anima 19:06, 5. Feb 2005 (CET)
Stimmt, denn Smith ist als Religionsstifter historisch beweisbar, Moses dagegen nicht - eher wird seine Existenz wissenschaftlich angezweifelt. --Mephisto 19:50, 15. Feb 2005 (CET)
Vorschlag zum weiteren Vorgehen
Hallo Maya, Mephisto und alle anderen Bearbeiter/innen, ich möchte vorschlagen, dass wir im Moment Änderungen, Streichungen und Erweiterungen jeweils mit kurzer Begründung vornehmen. Bitte nicht ärgern, wenn etwas verändert wird. (Das schreibe ich deshalb, weil ich gemerkt habe, dass ich mich auch schon etwas geärgert habe). Es geht ja nichts verloren, ist dokumentiert und kann wieder eingestellt werden. --Anima 19:06, 5. Feb 2005 (CET)Bemerkungen zu Änderungen, Erweiterungen, Streichungen ==
- Den Abschnitt zu Geertz habe ich versucht etwas zu vereinfachen, vielleicht geht es noch etwas einfacher und kürzer?--Anima 19:06, 5. Feb 2005 (CET)
Hallo Anima, ich habe schon versucht Geertz soweit wie möglich zu vereinfachen. Es handelt sich aber bei dem Kapitel seines Buches 'dichte Beschreibung' m eine relativ abstrakte Darstellung, d.h., es wird schwierig das noch weiter zu vereinfachen. Wissenschaft ist leider nicht immer einfach. Warum man das ganze kürzer fassen sollte leuchtet mir nicht ganz ein, hier ist doch genug Platz, oder? Außerdem erläutert Geertz seinen Religionsbegriff auf 50 Seiten, das was ich geschrieben haben ist wirklich nur ein sehr kurzer Anriss. Ich meine, es noch mehr zu verkürzen hat keinen Zweck, dann kann man es gleich weglassen, was aber doch auch nicht so toll wäre, wenn die Definition nicht erläutert wird.Grüße -Maya 19:55, 5. Feb 2005 (CET)
- Da sind wir ja beide gerade "online". Der Vorschlag rührt daher, dass ich möchte, dass wissenschaftlich nicht "Vorbelastete" die Gedankengänge nachvollziehen können. Dass Wissenschaft nicht einfach ist, habe ich schon häufig selbst erfahren, doch sollte eine Enzyklopädie "Wissenschaft" leicht verständlich darstellen. Ich kann deine Bedenken gut nachvollziehen. Schau dir mal aus Spaß den Artikel Dekonstruktion an. Da habe ich mir schon die Zähne dran ausgebissen, hat aber noch fast nix gebracht. Weber taucht wirklich wörtlich zweimal auf, streichen bei "Begriffen"?--Anima 20:08, 5. Feb 2005 (CET)
Nochmal zur Definition, ich meine schon, das das wesentliche Element der Religionen der Glaube ist, aber eben nicht nur an Götter oder Prinzipien sondern eben an kosmische Ordnungsvorstellungen. Weiter oben schrieb jemand, im Judentum stehe die Befolgung der Gebote höher und im Shinto die Ahnenverehrung. Ohne den Glauben an etwas Übernatürliches würden diese Gebote nicht existieren oder befolgt wedren und auch in der Ahnenverehrung spielt der Glaube an eben diese Ahnen eine wichtige Rolle, ohne den Glauben an etwas über das direkt erfahrbare hinausgehende, erübrigte sich jegliche Praxis der unterschiedlichen Religionen.Hier leigt auch die Abgrenzung zwischen Alltagsperspektive und religiöser Pesrpektive. Nur meine ich nicht, daß sich Religion im Glauben erschöpft, sondern das noch andere Wesensmerkmale hinzukommen, die bei der Definition zu kurz kommen.-Maya 20:24, 5. Feb 2005 (CET)
Ja, wenn Weber zweimal vorkommt, sollte man das zusammenführen. Trotzdem, Geertz ist schwierig und abstrakt, ich kann es nicht einfacher erklären und finde das ganze auch relativ verständlich, da ich es ja schon vereinfacht habe. Vielleicht kannst Du es noch einfacher schreiben, ich nicht. Grüße-Maya 20:24, 5. Feb 2005 (CET) ok --Anima 21:09, 5. Feb 2005 (CET)
Also ich mag Dir jetzt etwas merkwürdig erscheinen, aber so schlimm finde ich den Dekonstruktionsartikel gar nicht. Er erscheint mir relativ nachvollziehbar und stellt etwas sehr unanschauliches doch einigermaßen klar dar.-Maya 20:31, 5. Feb 2005 (CET)Danke für die Rückmeldung - dann hat meine Bearbeitung ja evt. doch was gebracht. Ich fürchte aber, nicht jede/r versteht ihn. Bis bald --Anima 21:09, 5. Feb 2005 (CET)
- "Glaube": Einerseits stimme ich mit Waardenburg völlig überein, was westliche Definitionen betrifft. Andererseits ist dieser Artikel auch für Nicht-Akademiker geschrieben und sollte daher verständlich bleiben. Eine Lösung für dieses Problem habe ich also noch nicht gefunden. Vielleicht könnte man in einem Satz auf die Problematik aufmerksam machen.
- Geertz: Ich bin der Meinung, dass es nicht egal ist, wie lang ein Artikel wird. Es gibt eben nicht genug Platz und insgesamt hat "Religion" schon an die 32KB, was recht viel ist und zu Darstellungsproblemen führen kann. Zudem verschlechtert sich die Lesbarkeit, wenn der Ansatz zu breit ausgeführt wird. Daher mein Vorschlag: nur eine kurze Beschreibung des Ansatzes, den Rest auslagern -> neue Seite für Geertz. Vielleicht dafür noch einen eher substantialistischen Ansatz (schließlich wollen wir ja nicht zensieren) zusätzlich bringen.
- Bearbeitung der Artikel: Ich wollte euch nicht reinfunken. Meine direkten Änderungen sind als Vorschläge zu verstehen und können jederzeit einfach geändert werden, da ich mein Geschreibsel hier nicht als zu wertvoll betrachte :).
Ich würde mal einen Chat vorschlagen, in welchem wir grundlegende Ideen, in welche Richtung der Artikel überhaupt gehen soll, austauschen könnten. Benutzt ihr Jabber? Die englische Wikipedia geht ja z.B. etwas anders vor. --Mephisto 11:26, 10. Feb 2005 (CET)
Hallo Mephisto, ich finde schon, daß der wissenschaftliche Ansatz ziemlich breit ausgetreten werden könnte, denn dieser Artikel handelt von Religion, ergo sollte man auch über die Definitionen sprechen. Geertz Definition ist übrigens nur nachvollziehbar, wenn man sie etwas erläutert. Ich finde auch, man sollte die anderen Ansätze auch kurz erläutern. Wo soll man die Definitionen von Religion darstellen, wenn nicht im Religionsartikel? Außerdem ist der Absatz zu Geert sehr kurz, ich verfüge über eine 14seitige Hausarbeit zu dem Thema ;o) Grüße-Maya 20:47, 10. Feb 2005 (CET)
- Hallo liebe Leute, ich würde vorschlagen, dass wir die Diskussion auf dieser Seite fortführen, damit sich alle beteiligen können. Vielleicht kann jede/r die eigenen erledigten Beiträge löschen, und/oder eine kompetente Person könnte einige ins Archiv s.o. verschieben. --Anima 19:04, 11. Feb 2005 (CET)
Versuch eines "Review"
Hallo,da ich heute keine große Lust habe, meiner eigentlichen Priorität (dem Studium) nachzugehen, habe ich mir (wieder mal) diesen Artikel angeschaut. Ich bin zur Zeit zu selten online, um engagiert am Artikel oder in der Diskussion mitwirken zu können - bitte um Verzeihung. Daher möchte ich einfach mal versuchen, eine detaillierte Kritik/ Korrekturlesen o.ä. hier abzugeben.
Nebenbei - die Diskussionsseite wird ziemlich unübersichtlich, und viele der alten Diskussionen werden nicht weitergeführt. Wie geht das, das man die alten Diskussionen als eigene Seite einrichtet (siehe die vier History-Seiten, die oben verlinkt sind)?
Erstens finde ich den Artikel zu lang. Unten gehen ich den Artikel im Einzelnen durch; einige Absätze gehören meines Erachtens hier gar nicht hin. Zweitens finde ich den Schreibstil gut; der NPOV ist meist auch gut durchgehalten. Drittens hat der Artikel manche "Altlasten", die offenbar aus der alten Materialsammlung zur Definition/ Beschreibung entstanden sind. Der Artikel sollte sich straffer an konkreten Fragen orientieren: Wozu steht dieser Absatz hier? Doch jetzt zum Einzelnen.
Definitionen: Ich finde es gut, dass nicht länger versucht wird, eine eigene Definition von Religion zu fabrizieren, sondern jetzt verschiedene gängige Definitionen aufgeführt werden. (Siehe dazu übrigens auch Wikipedia:Was Wikipedia nicht ist Nr. 2)
Ich fände es schön, zu Beginn des Artikels auf die Definitionsschwierigkeiten hinzuweisen, dann eine landläufige (populäre) Def. als ersten Behelf zu geben. Die folgende Explikation durch Beispiele ("bekannte Religionen sind: ...") sollte bleiben, könnte aber gekürzt werden. Außerdem könnten Religionsgemeinschaften angeführt werden, bei denen umstritten ist, ob sie "Religion" sind, oder nicht (Beispiele finden sich bereits im Artikel verteilt).
Meiner Meinung nach sollte anschließend der Abschnitt zum Begriff/ zur Etymologie stehen - vor den wissenschaftlichen Definitionen. Evtl. könnte man noch etwas mehr zur Wortgeschichte bringen (das Wort "Religion" gibt es im Deutschen erst seit ca. 1600. Ab wann es außer der christlichen Religion auch andere Glaubenssysteme bezeichnen konnte, weiß ich nicht - Aufklärung?); das verdeutlicht etwas die eurozentrischen Schwierigkeiten des Begriffs. Ein erster (magerer) Ansatz ist das Stichwort im Grimmschen Wörterbuch: http://germa63.uni-trier.de... (oder über die Startseite: http://germa83.uni-trier.de... )
Die einzelnen Definitionen sollten zeitlich eingeordnet (nicht notwendigerweise zeitlich geordnet) werden, also angeben: von wann ist Geertz etc. Schön fände ich es auch, die Definitionen nach substanziellen und funktionalen zu trennen.
Hier zwei Literaturlisten zu Religionsdefinitionen: http://www-user.uni-bremen.... (Martin Baumann) http://www.theologie.uni-go... (Joachim Gentz, umfangreich!)
Abgrenzungen zu Gegenbegriffen (Magie, Sekte, Wissenschaft, Ideologie) fände ich sehr gut, weil die Gegenbegriffe verdeutlichen, in welchen Kontexten Religion jeweils gesehen wird.
Phänomenologie: Wozu steht dieser Absatz hier? Es ist eine ausformulierte Liste von Beschreibungskategorien/ Merkmalen einiger Religionen... Ganz schön, und zu schade zum Löschen, aber irgendwie unverbunden. Hat da jemand eine Idee, wie man das sinnvoll integrieren kann?
Religionsstatistik: Könnte später vielleicht mal ein eigener Artikel werden. Ist hier auch ein bisschen unverbunden. Es sollte noch dabei stehen, dass nicht in allen Kulturen eindeutige Religionszugehörigkeit üblich ist (sind z.B. chinesische Buddhisten noch Buddhisten, wenn sie Konfuzius verehren und daoistische Rituale mitfeiern?).
Religion und Ethik: ist eigentlich auch eher was für einen eigenen Artikel, oder? Ich bin nicht ganz sicher, wie das hierhin gehört. Bzw.: Was gehört noch alles hierhin, wenn der Absatz über Ethik hier bleibt?
Unter sozialer Organisation stehen zwei Absätze, die nichts mit sozialer Organisation zu tun haben, wie ich finde. Religiöse Spezialisten werden bereits bei der Phänomenologie/ rel.spezif. Begrifflichkeit aufgeführt, und die Spiritualität steht hier auch extrem hilflos :-)
Man könnte gezielt ein funktionales/ religionssoziologisches Szenario vorstellen, indem man die Strukturierung der Gesellschaft durch Religion beschreibt und die Ethik als System zum Regeln des Miteinanders der (menschlichen) Lebewesen (mit oder ohne Hinordnung auf das Jenseits/ das Absolute)... Bleibt die Frage, ob das hierher gehört.
Religion nach der Aufklärung: Hier gehört IMHO ganz viel gelöscht und in andere Artikel eingefügt. Mögliche "Zielartikel" sind Säkularisierung, Religionskritik, Entmythologisierung/ Entzauberung, Kirchenmitgliedschaft, Religiösität in Deutschland. Für die letzten beiden Schlagwörter fehlt mir noch ein handliches Überbegriff, unter den die im Artikel beschriebenen Phänomene fallen.
Bei den "Gründen für den Rückgang von Religion in Europa" steht übrigens einiges, was nicht Grund, sondern Symptom ist. Das Phänomen wird, glaube ich, meist als Verdrängung der Religion aus bestimmten Domänen der Gesellschaft beschrieben - so oder so gehört dieser Teil des Artikels zur Säkularisierung.
Positive und negative Wirkungen gehören eher nach Religionskritik oder Religionsphilosophie. Außerdem mischt sich hier vieles: Ethik, "soziale Organisation" (Bildung, Krankenhäuser), Religionspsychologie...
Verbrechen im Namen der Religion sollte ein eigener Artikel Religionsverbrechen (oder so) werden.
Die Zitate sollten gelöscht oder nach Wikiquote geschoben werden. Vgl. Wikipedia:Was Wikipedia nicht ist Nr. 7.1
Und die Literatur sollte wenigstens auch die Wissenschaftler enthalten, deren Definitionen dargestellt werden. Die Bibliographie ist noch etwas sporadisch und ziellos: mal religionsgeschichtlich (statt Cancik lieber Heiler: Erscheinungsformen und Wesen der Religion, 1961), mal ein paar (kleinere) Handbücher und Lexika...
Was dem Artikel fehlt, ist ein Gesamtkonzept: Ich würde vorschlagen, erstmal den Teil mit den Definitionen aufzupolieren (da ist ja schon das meiste prima); rauszunehmen, was nicht recht hier hingehört. Ethik und Gesellschaft sollten nur eingebunden werden, wenn es ein Konzept dafür gibt. Z.B. könnte man sich näher damit befassen, inwieweit säkulare Ideologien religiös sind, wenn sie ethische und soziale Funktionen übernehmen. Damit thematisiert/ problematisiert man die Definitionen weiter. Möglich wäre auch, am Beispiel Buddhismus zu veranschaulichen, ob man von "Philosophie" oder "Religion" sprechen sollte, und inwiefern man überhaupt vom Buddhismus als einer Religion sprechen kann.
Soviel von meiner Seite - ich hoffe, ich bin eine Hilfe :-) grusz, --Jonas kork 16:29, 12. Feb 2005 (CET)
- Hallo Jonas, ja, aus meiner Sicht ist dein Beitrag eine große Hilfe. Es wäre sehr schön, wenn du dich an der Überarbeitung beteiligen würdest. Einiges könntest du doch ohne großen Zeitaufwand leisten. Sinnvoll wäre es aus meiner Sicht, den Artikel chronologisch gemeinsam durchzugehen, zu diskutieren und dann kleinschrittig zu überarbeiten. Gleichzeitig könnten wie bisher Verbesserungen vorgenommen werden. Ein Gesamtkonzept kann dann Schritt für Schritt erarbeitet werden. Herzlichen Gruß --Anima 19:50, 12. Feb 2005 (CET)
hallo anima, hallo jonas, ich finde, jonas kritik hört sich gut an, ich werde vielleicht auch noch einzelne absätze davon aufgreifen können. z.b. könnte ich noch etwas mehr zur etymologie schreiben. ich finde den artikel insgesamt auch etwas zu ausufernd, vieles solte in eigene artikel. also wenn niemand was dagegen hat schreibe ich noch etwas zur etymologie. grüße-Maya 20:40, 12. Feb 2005 (CET)
Gründe für den Rückgang von (organisierter) Religion in Europa
Ich habe die Punkte gelöscht, die bereits im Artikel Religionskritik aufgeführt werden, außerdem die Punkte, die keine Gründe, sondern Symptome für den Rückgang des Christentums sind. Was übrig blieb, hab ich versucht, in den darüberstehenden Absatz einzubauen. Das ist dann teilweise sehr verkürzt, tut mir leid. Irgendwie muss das aber alles kompakter zusammengefasst - und womöglich am Ende gelöscht werden. Ein kurzer, guter Artikel macht viel mehr Mühe als ein langer, mittelmäßiger *seufz*Gute Nacht, Jonas kork 00:29, 13. Feb 2005 (CET)
Zeitrechnung
Ich habe gerade festgestellt, dass die letzte Änderung das Ersetzen von "v.d.Z." durch "v. Chr." beinhaltete. Daher stellt sich mir die grundsätzliche Frage, wie Zeiten hier angegeben werden sollen. Meine eigene Stellung ist hierbei "v.d.Z." und "u.Z.", obgleich man bedenken muss, dass der Artikel nicht für eine Minderheit geschrieben ist und er daher von einer Mehrheit zu verstehen sein soll. Womöglich kann diese Mehrheit nur mit "v.Chr." und "n.Chr." etwas anfangen und man sollte sich hüten, unbedingt seine eigene Ideologie anderen aufzupressen.
Dennoch möchte ich dieses Thema zur Diskussion stellen, da ich es für sehr wichtig halte. Eigentlich sollte man in der Wikipedia eine einheitliche Darstellung von Zeit wählen, weshalb diese Diskussion - falls sie denn noch nicht geführt wurde - auch auf größerer Basis Beachtung finden sollte. Vielleicht könnte man sich auch auf eine kulturnahe, globalisierte Variante einigen: So schreiben Muslime oftmals den Zusatz "nach muslimischer Zeitrechnung" oder Juden entsprechend "nach jüdischem Kalender". Auch wenn ein Zusatz wie "nach gregorianischer Zeitrechnung" sehr klobig wirkt, sollte die Grundidee meiner Meinung nach kurz bedacht werden. --Mephisto 10:57, 11. Feb 2005 (CET)
- Ich persönlich habe als Muslim nichts gegen die Verwendung von "v.Chr." und "n.Chr.", schließlich ist das eigentlich sehr üblich in diesem Kulturkreis, in dem sich die deutschsprachige Wikipedia bewegt. Und außerdem dient ja eine Zeitrechnung nur zur Orientierung, damit jeder verstehen kann, um welches Datum es sich handelt. --Mounir 12:40, 11. Feb 2005 (CET)
Ich persönlich verwende auch lieber v.u.Z usw., aber gibt es dazu nicht eine Richtlinie? Müßte doch eigentlich.-Maya 17:54, 11. Feb 2005 (CET)
- Ich weiß, dass diese Diskussion etwas kleinkariert erscheinen kann, allerdings stelle ich mir die Frage des Anspruches dieses Gesamtprojektes. Also wie groß darf/ kann der Anspruch der Wikipedia-Artikel sein. Sollte er sehr hoch sein, könnte man auf das (wahrscheinlich nie zu erreichende) Ziel der interkulturellen Verständlichkeit schielen. In diesem Falle fände ich selbst "v.u.Z." nicht ausreichend, da es lediglich ein Versuch ist, das "christliche Element" in die Geschichtsschreibung zu "verlagern". Es stimmt schon, dass wir hier eben derzeitig eine Zeitrechnung haben, die von gläubigen Menschen geschaffen wurde. Annehmen müssen wir sie "notgedrungen", auch wenn wir uns womöglich nicht mit dem "Glauben" dieser Menschen identifizieren können. Die Frage, die sich daher stellen würde, wäre, ob wir in der Lage wären, hier auf dieser Plattform eine Zeitrechnung zu schaffen, mit der sich alle identifizieren könnten. Leider gibt es ja selbst in der westl. Wissenschaft keine einheitliche Zeitdarstellung. --Mephisto 16:41, 15. Feb 2005 (CET)
- Ich finde offen gesagt "v. Chr." ehrlicher oder objektiver als "v.u.Z.". "Vor unserer Zeit" könnte sich ja auch (je nach Perspektive) auf buddhistische oder islamische Zeitrechnung beziehen; die Bezeichung ist gewissermaßen "freischwebend" oder "schwammig" und nur durch die lange christliche Tradition im deutschen Sprachraum gebunden. "Vor Christi" macht die Kulturgebundenheit wenigstens explizit. --Jonas kork 12:30, 17. Feb 2005 (CET)
- Jonas, ich muss dir völlig Recht geben. Alle Beschreibungen mit "unserer" sind schwammig und unehrlich. Die Bezeichnungen "v.Chr." und "n.Chr." sollten wohl eher so wie die Bezeichnung "Freitag" (als Freyas Tag) unabhängig von der jeweiligen religiösen Quelle, der das Wort entstammt, gesehen werden. Ich denke, dass es bei "v.u.Z." vor allem um die Ablehnung einer der vielen Europa prägenden Traditionen, die gerne als "christlich" bezeichnet wird, geht. Mir geht es hier allerdings um den Problempunkt, welchen Anspruch die Wikipedia hat, bzw. ob man voraussetzen soll, dass der westl. Kulturkreis eben mit "v.Chr." und "n.Chr." arbeitet. Wenn ja, wäre ich dafür, dass dies einheitlich in der Wikipedia (DE) durchgesetzt wird um Verwirrungen auszuschalten.--Mephisto 16:49, 17. Feb 2005 (CET)
"Anhänger" - Statistik d. Religionszugehörigkeit
habe Probleme mit dem Begriff Anhänger bezügl. d. Religionszugehörigkeit in D., in der Quelle sind Mitglieder von Religionsgemeinschaften genannt.Das Judentum besteht wirklich nicht nur aus religiös orientierten Menschen, also wäre die Differenzierung: einschließlch solcher ohne religiöse Orientierung, die Mephisto eingeführt hat richtig. Im Artikel wird betont, dass es religiös orientierte Menschen, ohne Zugehörigkeit zu einer Religionsgemeinschaft gibt. Daher vielleicht nicht "Anhänger", sondern Mitglieder?--Anima 18:49, 11. Feb 2005 (CET)- Da es in jeder Religion auch solche gibt, die als "nicht religiös" oder "weniger religiös" bezeichnet werden oder sich selbst so bezeichnen, gilt dies natürlich auch für das Judentum. Die Frage ist natürlich, was überhaupt einen "religiösen" Menschen auszeichnet :). Das Wort "Anhänger" empfinde ich auch als schwierig, allerdings empfinde ich es als noch schwieriger bei den Atheisten und "Nichtreligiösen" (die ja nicht wenige laut der Statistiken sind) als Mitglieder zu deklarieren. Da gefällt mir die Vorstellung, dass sie Anhänger einer Weltanschaaung sind, doch besser. Zudem ist es umso problematischer, das Wort Mitglied auf die außereuropäischen Religionen zu übertragen. Denn hier gibt es Kirchen, die einen rechtlichen Status haben, worauf die "Mitgliedschaft" als gute Beschreibung passt. Auch sind im europäischen Raum andere Religionsgemeinschaften als Vereine organisiert. In anderen Erdteilen allerdings herrschen "andere Sitten", was wir hier nicht vergessen dürfen (gerade nicht bei einer Statistik "Weltreligionen").
- Ja, Mitglieder ist noch ungünstiger als Anhänger - (obwohl der Vorschlag von mir stammt). Wie wäre es mit: "zur xy Religion werden gezählt"? Ich verstehe nicht, wieso Atheisten als Religionsgemeinschaft auftauchen. Gibt es dafür eine wissenschaftl. Begründung? Wäre es nicht besser, Statistiken darüber, in den Artikel "Atheismus" aufzunehmen? Ich würde es begrüßen, wenn du das, was du hier formuliert hast, unter Statistik in den Artikel einarbeiten würdest. Du hast zwar recht, dass die Ideologie des Wissenschaftlers immer eine Rolle spielt. Trotzdem finde ich deine Formulierung hier erhellender. Meine zwei Sätze kannst du durchaus streichen, denn der Sachverhalt ist ja dann klar. Ich wollte nur "Anhänger" nicht einfach so stehen lassen.Gute Nacht--Anima 23:02, 15. Feb 2005 (CET)
- "eindeutige Religionszugehörigkeit" stammt v. Jonas--Anima 22:01, 16. Feb 2005 (CET)
Kurz etwas zum Atheismus: Die Kategorie Atheismus ist natürlich problematisch, da es viele Religionen gibt, die Raum lassen für die Verneinung der Annahme, dass eine Gottheit existiert. Die Tatsache, dass es allerdings eine solche Kategorie in Statistiken gibt, kann wohl darauf zurück geführt werden, dass es ein Bedürfnis gibt, solche Menschen zu erfassen, die sich mit "main-stream"-Weltanschaaungen nicht identifizieren könenn und sich daher von entsprechenden Vorstellungen abwenden. Es ergibt sich allerdings ja dann aus den Statistiken, dass diese Abwendung selbst wieder eine "main-stream"-Erscheinung ist; obgleich es natürlich mehr "Gottheiten-Gläubige" als "Atheisten" gibt und die Ergebnisse oftmals ein unglücklich zusammengewürfelter "melting-pot" aus Agnostikern, Atheisten, Nihilisten, Mystikern bis hin zu Neuheiden sind.
Religionswissenschaftlich werden Atheisten meistens als religiöse Weltanschauung angeführt (Bsp. Humanisten), was aus der Überlegung heraus verständlich ist, dass die überzeugte Annahme einer Nichtexistenz einer Gottheit ebenso religiös ist, wie der überzeugte Glauben an die Existenz einer solchen. Feuerbach war also recht religiös in seinen Äußerungen.
Deine Sätze - so finde ich - erhellen die Sache doch ganz gut. Als Vorschlag zur Bezeichnung würde ich noch bringen, dass man ja einfach "Anhänger" streichen und die nackte Zahl in den Klammern stehen lassen könnte.--Mephisto 16:28, 17. Feb 2005 (CET)
- Überarbeite doch den Abschnitt so, wie du es für richtig hältst. Mir erscheint der "melting pot" auch wenig überzeugend, selbst wenn die Religionswissenschaft sich darauf geeinigt hat. Ich hab schon viele geisteswiss. Ansätze kommen und gehen sehen. Und jeder glaubt immer wieder, er - sie kommt nicht so oft vor - habe diesmal wirklich das 'Ei des Kolumbus' entdeckt. Ich kann mich nur immer wieder wundern, dass jeder Wissenschaftler respektive Philosoph von seiner Neuentdeckung vollständig überzeugt ist. Na ja, das ist wohl zusammengefasst die Auffassung von Zweiflern. Viele Reaktionen im Brainstorming gab es ja leider nicht.--Anima 19:40, 17. Feb 2005 (CET)
Die RW hat sich ja gerade nicht auf einen "melting-pot" geeinigt. Nur in diesen Statistiken erscheint eine Vermischung der Atheisten, Nihilisten, Agnostiker etc. Mir war nur wichtig dies zu erwähnen, da ich selbst nicht viel von Statistiken halte - am wenigsten von Statistiken über Religionsgemeinschaften. Allein die Vorstellung, dass es das Christentum oder soetwas wie Hinduismus gibt, ist völlig absurd und daher ist folgerichtig auch eine Statistik, die solche Begriffe führt, absurd. --Mephisto 17:53, 18. Feb 2005 (CET)
Inhaltliche Überarbeitung angeregt durch Jonas Vorschlag
Hallo, habe folgendes gemacht: 1. Definition am Anfang eingschränkt, einige Religionen ziemlich willkürlich, (evt. Überwiegen östl. Religionen) entfernt und auf Liste der Religionen verwiesen. Immer, wenn es zu viele werden, könnten einige entfernt werden. 2. Wiss. Ansätze: Tönnies eingeführt , Ich könnte evt. noch Luhmann beitragen, Mephisto, du wolltest doch Berger einführen. Außerdem wären einige religionsphilosoph. u. -psycholog. Ansätze nicht schlecht. 3. Liste der Zitate entfernt. Das hätte ich gern schon früher gemacht, wollte aber als Neuling nicht so tief eingreifen. Seit ca 2500 Jahren gibt es Zitate über einen, natürlich nicht modernen, Religionsbegriff. Da einige auszuwählen, kann nicht Funktion einer Enzyklopädie sein. Wenn die Zitate unter dem Verfassernamen in Wikiquote aufgenommen werden, fände ich es sehr gut, wenn die Quelle angegeben würde. Zugeschriebene Zitate überzeugen mich nicht. 4. "Verbrechen im Namen d. Religion" gekürzt und systematisiert. Solange der Artikel Religion noch die heutige Form hat, würde ich diesen Punkt ungern gelöscht sehen, da dann die Neutralität m.E. wiederum gefährdet wäre. Zusammenfassung: Es gibt immer noch sehr viele Wiederholungen, der Abschnitt "Ethik" bedarf dringend der Überarbeitung. Herzliche Grüße --Anima 12:56, 13. Feb 2005 (CET) 5. Gliederungspunkt "Spiritualität" entfernt, Inhalte unter Begrifflichkeit eingefügt. Kürzung auf Grund von Wiederholungen. (Kann durchaus noch mehr gekürzt werden). Ich mache jetzt Schluss.--Anima 13:25, 13. Feb 2005 (CET)hi! neu auf wikipedia will ich gerade diesen eintrag nicht eigenmächtig erweitern, aber ich könnte einen abschnitt über psychoanalytische religionstheorie beitragen. (v.a. freud) - quasi als eine der theorien zum ursprung von religion. --Daphne-peneia 19:09, 8. Apr 2005 (CEST)
Weiteres Vorgehen
Hallo alle zusammen, mir ist gerade aufgefallen, dass man nunmehr die beiden Unterpunkte "Gründe für den Rückgang.." und "Gründe für das Weiterleben..." sehr gut streichen kann und unter "Religion nach der Aufklärung" und "Heutiger Nutzen..." zusammenführen kann. Jetzt fallen die Wiederholungen ziemlich auf. Ich werde das morgen mal versuchen, wenn niemand protestiert. Es müsste eigentlich eine ziemliche Kürzung ergeben. Gute Nacht--Anima 22:53, 13. Feb 2005 (CET)Dokumentation der Überarbeitung
- So, mein Pensum für heute ist geschafft: Vereinfachung der Gliederung, Zusammenfassung und Kürzung. Ich werde schauen, ob ich später noch Wiederholungen aufspüre und beseitige. Das Kapitel Aufklärung schließt m.E. an Mayas Ergänzung zur Ethymologie an, da beide historische Ansätze aufweisen. Uff--Anima 13:36,
- 14. Feb 2005 (CET) In die Einleitung Satz zur Abgrenzung/Überschneidung Religion/Philosophie/Politik eingefügt.Statist. Aussagekraft noch etwas eingeschränkt.--Anima 22:35, 15. Feb 2005 (CET)
- Ethikteil leicht erweitert, 'Religion nach der Aufklärung' endlich überarbeitet und gekürzt. Ansonsten nur Kleinigkeiten, keine Inhalte verändert.--Anima 21:44, 17. Feb 2005 (CET)
Habe gerade einen Vorschlag zur Definition am Anfang gegeben. Mir erschien es sinnvoll mehrere populäre Erklärungen zu vereinen und dadurch zu relativieren. --Mephisto 17:48, 18. Feb 2005 (CET)
Nun wurde noch ein wenig mehr strukturiert, wobei ich vor allem mit dem Artikel "Phänomene" nicht zufrieden bin. Er enthält bisweilen sehr grobe Schnitzer (z.B. Synkretismus). Darum werde ich mich demnächst kümmern. --Mephisto 18:47, 18. Feb 2005 (CET)
Der Satz "Außerdem existieren nicht weit verbreitete indigene Religionen und animistische Religionen." [in 3.1.] ist problematisch, da sowohl animistische Religionen auch als pantheistischzu sehen sind als auch indigene Religionen zu den zuvor genannten zählen können, wohingegen jedoch das Wort "Außerdem" - in beiden Fällen - eine klare Trennung ohne jegliche Überschneidungen suggeriert. Daher werde ich die Formulierung in: "Weitere Kategorien zur Bezeichnung von (weniger weit verbreiteten) Religionen sind idigene und animistische Religionen." ändern.
Ursprung von Religion
In Führungen bei uns in der religionskundlichen Sammlung wird oftmals mit dem Verweis auf das Entstehen von Religion begonnen. Es gibt hierbei den Ansatz, dass ab einem gewissen Zeitpunkt innerhalb der Menschheitsgeschichte Grabbeigaben üblich waren, was auf einen Jenseitsglauben hinweisen kann. Ich fände es schön, wenn wir einen kurzen Artikel über den "Ursprung von Religion" hier aufführen könnten, weshalb ich gerne mal Ansätze zusammentragen würde, die in einem solchen Artikel beschrieben werden könnten. Wer kennt sich hier ein wenig aus? Ich bin auf eure Ideen gespannt. --Mephisto 18:57, 18. Feb 2005 (CET)
Nochmal zur Definition, ich störe mich immer etwas daran, daß die Definition auf Glaube und Vosrtellungen von Transzendenz abzielt, m.E. wäre das Religiosität, während Religion sich doch durch einen gewissen Grad der Institutionalisierung auszeichnet. Ansonsten ist die Definition jetzt aber wesentlich besser. Zum Ursprung von Religion: ich fände es schon, wenn man noch Sölle (hieß der so?) reinbringt, der über den evolutionspsychologischen Ansatz zur Religion geschrieben hat und wie Religion sich evolutionär entwickelt haben könnte. Falls das Zustimmung findet, müßte ich nächste WOche nochmal das Buch suchen. Grüße-Maya 10:09, 19. Feb 2005 (CET)
- Ich stimme dir zu, dass die Definition immer noch zu mager ausfällt und zu sehr auf etwas Transzendentes angespielt wird. Ich werde mir dahingehend noch etwas überlegen. Vielleicht sollte der Fokus eher auf "Welterklärung" und "Lebensbewältigung" bzw. auch "Ordnung im Chaos" gerichtet werden. Allerdings wäre dies wiederum eher abstrakt und könnte vielleicht nur von wenigen verstanden werden. Daher sollte das transzendente Element unbedingt in der Definition verbleiben. Zum Ursprung: Da ich leider keinerlei Ahnung habe, was dieses Thema anbelangt, würde ich mich sehr auf den von dir beschriebenen Ansatz freuen. --Mephisto 11:15, 23. Feb 2005 (CET)
Ein dickes DANKE für alle, die hier mitschreiben und einen insgesamt übersichtlichen und fundierten Religionsartikel erstellt haben, ich hoffe, meine kleine Einfügung von Schleiermacher bei der Religion nach der Aufklärung macht nicht alles kaputt, aber ich denke dort, wo sie ist, passt's scho. --Heidelbaer 12:04, 8. Apr 2005 (CEST)
- Ja der artikel ist schon einiges besser, auch gebe ich maya recht+ mir fehlt die weitverbreitete verständnis wie sie ua dahlke beschreibt religio->rückbesinnung zum göttlichen geistigem ursprung des menschen, oder hab ich was übersehen? für viele ist religiöses etwas im kern sofort wahrnehmbares das schon was mit tradition zu tun hat aber grundlage dieser tradition ist noch eher das jeder von natur aus ein religiöses verständnis mitbringt(von dem man sich auch distanzieren kann), deswegen alles auf tradition zu schieben wirkt auf mich übereifrig, ansonst kompliment für das ringen um den text.Lichtkind 12:47, 8. Apr 2005 (CEST)
- Zu Maya: Dass du Sölle für einen "er" hältst ist ein Vertipper, oder? Du meinst doch Dorothee Sölle mit ihrer Theologie nach dem Tode Gottes? Bin bei ihr leider auch nicht so firn, dass ich das so in drei Sätzen in's Wiki tippen könnte, obwohl ich ihre "Stellvertretung" im Schrank stehen habe.
Nein, ich meine nicht Dorothee, sondern einen christlichen Theologen und Biologen, dessen Vorname mir entfallen ist und der etwas sehr Substantielles zur Evolutionspsychologie in bezug auf Religion geschrieben hat. Leider hatte ich noch keine Zeit, das Buch rauszusuchen.-Maya 20:19, 8. Apr 2005 (CEST)
Religion und Philosophie
Servus,
anbei eine Formel (Diskussionsbeitrag) zum Thema.
Religion = Philosophie + Dogma oder Religion - Dogma = Philosophie
Es würde mich freuen, wenn Beiträge hierzu (Abgrenzung/ Überschneidung / etc.) folgen könnten.
Einführender Satz
Hallo an alle Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, der neu eingefügte erste Satz klingt wie eine eindeutige Definition von Religion. Dies finde ich problematisch, da eine solche die Komplexität des Themas nicht erfassen kann. Dies war, nach langen Diskussionen, Konsens unter den Bearbeitern. Der als solcher gekennzeichnete Definitionsversuch mit vielen Einschränkungen und Erläuterungen genügt m.E. Daher schlage ich vor, den Satz zu entfernen. Falls niemand protestiert, werde ich dies in einigen Tagen tun. Herzlichen Gruß--Anima 20:47, 21. Apr 2005 (CEST)erledigt--Anima 21:49, 25. Apr 2005 (CEST)Da die Einleitung schon mal ausgiebig diskutiert wurde, bin ich nicht sicher ob ich sie nochmal aufgreifen soll. Der erste Satz beschränkt sich derzeit auf "Vorstellung von.." (d.i. der Glaube an..). M.E. sind "Ausübung der.." und "Lehre (Dogma) von.." doch an dieser Stelle gleichwertig wichtig. M.W. basieren alle Religionen auf Dogmen und werden alle Religionen in irgend einer Weise "ausgeübt". (Falls es da DIE EINE gibt, für die das nicht zutrifft, ist das an der Stelle nicht relevant). Vorschlag zur Diskussion:
Religion wird oftmals als eine in größeren Bevölkerungsgruppen verankerte Vorstellung von der Existenz einer Gegebenheit beschrieben, die über das sinnlich Erfahrbare hinausgeht. Diese in langen Traditionen entstandene sowie von Individuen überarbeitete Welterklärung bzw. Ordnung zur Lebensbewältigung wird in der westlichen Welt aufgrund christlicher Traditionen häufig in der Kurzformel "Glaube" zusammengefasst. Religion ist verbunden mit der Lehre von diesen übersinnlichen Gegebenheiten (Dogma u.dgl.) und mit der Ausübung des Gaubens, meist in Form kultischer Handlungen. Religion ist an die Sprachfähigkeit des ... usw. --Heliozentrik 20:37, 13. Aug 2005 (CEST)
Im Grunde genommen hast du recht, nur den Begriff kultisch finde ich problematisch, weil er sich gemäß des entsprechenden Artikels auf transzendente Wesen bezieht und das ist und war nicht in allen Religionen so.-Maya 22:23, 13. Aug 2005 (CEST)
Wenn man dem WP-link Kult glauben darf, ist es die "Gesamtheit der religiösen Praxis". Wenn man "die nach festen Regeln ablaufende Verehrung einer Gottheit" Kult nennt, liegt man sicher auch nicht allzu falsch. Bin natürlich nicht sicher, aber gibt oder gab es tatsächlich eine signifikante Anzahl Religionen ohne Kult? Das "meist" weiter oben kann auch entfernt werden, wenn die Frage mit "nein" zu beantworten ist.--Heliozentrik 22:42, 13. Aug 2005 (CEST)
Was fehlt ist die ethische Praxis, die mit den meisten Religionen verbunden ist, wie im Artikel korrekt ausgeführt wird. Der Satz müßte also etwa heißen: Religion ist verbunden mit einer Lehre von diesen übersinnlichen Gegebenheiten (Dogma u.dgl.) und mit der Ausübung des Gaubens in Form kultischer Handlungen oder einer der Ethik der jeweiligen Religion entsprechenden Lebensführung. --129.187.254.11 02:08, 14. Aug 2005 (CEST)
Viele Religionen haben eine kultische Verehrung transzendenter Wesen, aber das ist nicht bei allen so. Wenn man unter Kult die Gesamtheit religiöser Praxis versteht, bezieht sich das schon auf alle Religionen. Wenn man den Satz noch um die ethische Lebensführung wie von der IP vorgeschlagen, ergänzt, ist das wohl angemessen.-Maya 02:31, 14. Aug 2005 (CEST)
Die Einfügung von IP ist wohl zu schön um wahr zu sein. Aber ich könnte damit leben. @Maya: mal direkt gefragt, kennst du ein, zwei Religionen ohne Kult?--Heliozentrik 11:11, 14. Aug 2005 (CEST)
Ja, den Theravada-Buddhismus, den frühen Daoismus, den heutigen Quanzhen-Daoismus und es soll auch einige historische Religionen gegeben haben, die nicht auf Verehrung transzendenter Wesen ausgerichtet waren, wie die Religionen der frühen Jäger und Sammler-Kulturen. Abgesehen davon, daß allgemein im Buddhismus wohl transzendente Wesen eine andere Rolle spielen als in Religionen die diese Verehrung als Hauptpraxis haben. Wenn man das aber etwas einschränkt und schreibt, 'in den meisten Religionen' habe ich gar nichts dagegen, das einzubauen.-Maya 12:53, 14. Aug 2005 (CEST)
Der Begriff Religion wurde mir einmal gesagt, bedeutet einigermassen frei übersetzt Beziehung (zu Gott/Götteren/Heiligen/Natur usw.) - Das fehlt mir in dieser Eindeutigkeit in dem Artikel Religion noch. Die Übersetzung aus dem Hebräischen soll übrigens "Rückverbindung zum Ursprung" (also eine Brücke von uns Menschen zu Gott) sein. Kann das jemand verifizieren? Die nahe Verwandtschaft des Wortes Religion zum Wort Beziehung scheint übrigens recht offensichtlich zu sein, wenn man sich das (engl. bzw. lat.) Wort relation ansieht. Mjh 15:42, 27. Okt 2005 (CEST)
Churchill: Traue keiner Statistik die du nicht selbst gefälscht hast
Im umseitigen Artikel werden zwei Weltstatisiken für die Religionszusammensetzung angeführt. Der Autor, der die Statistiken da rein gesetzt hat, wird sich wohl dabei was gedacht haben. Die darin genannten Zahlen kommen zu unterschiedlichen Zusammensetzungen. Nun, okay damit wäre von der Idee her die Neutralität gewährleistet. Wenn es unterschiedliche Quellen gibt, muß man die halt so auch respektieren. Ich habe aber mal spaßeshalber die Tabelle in der Mitte vervollständigt. Dabei wurde festgestellt, daß 4 maßgebliche Zahlenreihen fehlten. Unter anderem auch die Bekenntnislosen. Das ist überhaupt nicht nett und grenzt an mangelnder Neutralität. Das ist fast schon Unterschlagung und Zensur. In einem Lexikon will man auch über die Fakten eine neutrale Information erhalten, die im Gegensatz zu den restlichen Informationen stehen. Es fehlten fast 1 Milliarde Menschen. Abgesehen davon handelt es sich bei der Tabelle eigentlich um eine Urheberrechtsverletzung und der Jahrgang aus dem die Zahlen stammten (1998) wurde auch nicht aufgeführt. Ein Teil der mittleren Tabelle habe ich nachgepflegt: Bekenntnislose, Schamanisten Konfuzianisten und Andere Religionen, sowie den Jahrgang 1998. Trotzdem bin ich mir nicht sicher ob nicht einige Wikipediaautoren diese fast 1:1 Kopie nun aufgrund der Urheberrechte noch akzeptieren. Kennt jemand aktuellere Zahlen? --84.176.114.199 03:27, 3. Mai 2005 (CEST)- Ja, die Statistiken sind irgendwie mau. Zumal beim Christentum in Konfessionen gesplittet wird, beim Islam aber ein monolithischer Block suggeriert wird, was angesichts des derzeitigen Verhältnisses zwischen Sunniten und Schiiten wenig sinnvoll erscheint. Man sollte entweder konsequent Christen und Muslime je in einen Topf werfen, oder jeweils differenzieren. Sonst entsteht imho ein schiefes Bild...
- Schaut doch bitte mal weiter oben die Diskussion "Statistik der Religionszugehörigkeit" an. Dort wird die Problematik auch benannt. Statistiken für die gesamte Welt sind m.E. sehr schwierig, da die Erhebungsweisen so unterschiedlich sind, dass ich nicht weiß, wie weit ihr Erkenntniswert reicht. In Saudi-Arabien wird man beispielsweise statistisch nur religiöse Menschen finden, in Nordkorea dagegen keinen einzigen. Ob das wohl der Realität entspricht? Atheismus und Agnostizismus sind meiner Meinung nach Weltanschauungen, jedoch keine Religionen und da es um die Zugehörigkeit zu Religionsgemeinschaften geht, können hier beide Gruppen nur in Abgrenzung zu Religionen auftauchen. Auch hier ist die statistische Erfassung schwierig. Die methodischen aber auch die politischen Probleme sind erheblich. Ich denke, daher hat Mephisto mehrere Statistiken aufgenommen. Vielleicht gibt es in der Religionswissenschaft noch neuere Ansätze zur Lösung des Problems? Viele Grüße --Anima 16:34, 3. Mai 2005 (CEST) Oh, die Sache mit der Fälschung in der Versionsgeschichte und dem Vorwurf mangelnder Neutralität oder Zensur im vom IP genannten Zusammenhang ist aber harter Tobak. Solche Unterstellungen sollten bitte vermieden werden. Ich habe gerade gesehen, dass Mephisto seit Februar keine Einträge mehr gemacht hat und sich daher nicht wehren kann. Ich bitte um etwas mehr Sachlichkeit und Höflichkeit. Dass bei diesem Abschnitt Schwachstellen bestehen, ist klar. Dazu gehört auch die von Heidelbaer aufgezeigte. --Anima 21:30, 3. Mai 2005 (CEST)
Überarbeitung:
- Weltbevölkerungsuhr entfernt: Im Kontext irrelevant, wir haben auch keine "Weltreligionsuhr".
- Zahlen von adherents.com aktualisiert
- Statistiken von INFOPEDIaSABANCI ersetzt durch Statistiken von David B. Barrett:
- Barrett und sein Team sind eine der wichtigsten Forschungsgruppen zum Thema, auch die Encyclopedia Britannica benutzt seine Zahlen
- Barrett aktualisiert seine Zahlen regelmäßig
- Sabancis Zahlen sind relativ alt (1998) und aus einer nicht angegebenen Sekundärquelle (Encarta?) bezogen.
Nach längerer Pause kann ich mich nun auch wieder einschalten. Zu den Problemen mit der Statistik möchte ich eines sagen: Ich persönlich finde Statistiken wirklichkeitsverzerrend; eigentlich ist dies schon im Einleitungssatz zum Statistik-Abschnitt zu lesen. Wir benötigen überhaupt gar keine Statistik über Angehörige von Religionen, weil es soetwas überhaupt nicht gibt - ebenso wie es DAS Christentum nicht gibt. Der Einsatz der Statistik kommt deshalb zum Tragen, um den Leuten zu zeigen, wie unterschiedlich die Datenerhebungen sind. Man soll so erkennen, dass jegliche statistische Aussage nur eine Falschaussage sein kann.
Es scheint mir, dass die Diskussion in gewisser Weise religiöser Natur ist, denn es ist doch völlig uninteressant, welche falsche Zahl in der Statistik erscheint (obgleich natürlich die Angaben aus den Quellen richtig übernommen werden sollten). So lange wir nicht klären können, was und woran jeder einzelne Mensch auf dieser Welt glaubt, sind Aussagen über die Anzahl von so genannten Gläubigen wertlos. REMID traue ich hier allerdings noch am ehesten einen wissenschaftlichen Ansatz zu, insofern sie versuchen, Aussagen über - mal platt gesagt - "Vereinsmitgliedschaften" zu treffen.--Mephisto 18:44, 8. Mai 2005 (CEST)
ich habe mal den satz, die prämisse eines gottes oder pantheons erschwere die begriffsfindung rausgenommen. mir ist nicht bekannt, daß die vergleichende religionswissenschaft solche prämissen macht. es sind auch atheistische religionen ohne gott oder pantheon bekannt.-Maya 14:39, 4. Jun 2005 (CEST)
Anmerkung: Traue keinem Zitat, das du nicht selbstgefälscht hast. Ob dieser Spruch aus der Überschrift wirklich von Churchill stammt, darf zumindest angezweifelt werden. Siehe: http://www.statistik.baden-...
Religiöser Wahn
In dieser Formulierung (Religiöser Wahn = Besessenheit) stimmt der Satz schlicht nicht - das sind zwei verschiedene Begriffe. Abgesehen davon gibt es auch andere christliche und nichtchristliche Gruppen, die Exorzismen kennen. Die beiden Themen sollten in separaten Artikeln behandelt werden - im allgemeinen Religionsartikel sind sie zu sehr Randphänomen. --Irmgard 8. Jul 2005 18:26 (CEST)- Religiöser Wahn wird in der Psychiatrie als psychotische Erkrankung behandelt, in konservativen Kreisen des Katholizismus als Besessenheit mit festgelegten Praktiken des Exorzismus, in der Umgangssprache "Teufelsaustreibung", bekämpft.
Hallo Irmgard, im Artikel "Besessenheit" wird die psychiatrische Dimension erwähnt. In der Psychiatrie gibt es diesen Begriff nicht, sondern der Fachterminus ist gegenwärtig "Religiöser Wahn". Der Begriff "Besessenheit" wird in Teilen der katholischen Kirche verwandt und mit "Exorxismus" behandelt bzw. bekämpft. Andere Religionsgemeinschaften könnten ergänzt werden, oder man könnte "beispielsweise" einfügen. Der Religionsartikel ist so umfassend, dass mir momentan nicht einleuchtet, warum gerade dieser (m.E. neutral formulierte kurze Passus) entfernt werden soll. Die weiterführenden Hauptartikel sind ja angegeben und könnten noch ergänzt werden. Herzlichen Gruß --Anima 9. Jul 2005 19:37 (CEST)
- Sorry, ich war in den Ferien und nach meiner Rückkehr von Arbeit überhäuft. Ein wesentlicher Punkt ist, dass Besessenheit und religiöser Wahn nicht das gleiche sind - von daher ist der Satz schlicht falsch. Ein Psychiater mag bei einem Guru religiösen Wahn diagnostizieren, seine Jünger halten schon den Gedanken, dass der Mann besessen sein könnte, für Blasphemie. Andererseits können Symptome wie "Unaufmerksamkeit beim Beten" oder die Tatsache, dass ein Mann sich standhaft weigert in der speziellen Kirche seiner Frau mitzumachen, als Besessenheit gedeutet werden, während ein Psychiater daran nichts besonderes finden würde. Auch Epilepsie wurde schon als Besessenheit gesehen - allerdings nicht vom Psychiater, der dabei aber auch keinen religiösen Wahn entdeckt. --Irmgard 00:02, 18. Jul 2005 (CEST)
- Hallo liebe Mitarbeiter/innen, hat noch jemand Lust, sich dazu zu äußern? Die Formulierung s.o. ist von Irmgard entfernt worden. Ich füge nix wieder ein. Viele Grüße --Anima 21:21, 17. Jul 2005 (CEST)
- Hallo Irmgard, deine Argumente leuchten mir ein. Überschneidungen existieren aber wohl doch. Meinst du, die beiden Begriffe sollen ganz draußen bleiben? Bei anderen aufgeführten Begrifflichkeiten gibt es ähnliche Probleme. Herzlichen Gruß --Anima 18:40, 18. Jul 2005 (CEST)
- Hallo Anima, natürlich kann es da Überschneidungen geben, aber falls die beiden Ausdrücke hier erwähnt werden müssen, sollte das auf jeden Fall getrennt voneinander geschehen (im einen Fall geht es grob gesehen um Umgang mit der Geisterwelt, im andern um psychologische Erklärungen) - Überschneidungen sollten nur in den entsprechenden Artikeln angesprochen werden, wo man Platz für Erklärungen und Differenzierungen hat. --Irmgard 10:40, 19. Jul 2005 (CEST)
Theismus und Atheismus
M.E. entspricht die jetzige Fassung nicht der Realität. Sicher kann es atheistische Religionen im Sinne der Eingangsdef. geben. Nur repräsentativ sind diese für den Atheismus wohl nicht. Vorschlag: Satz einfügen "Mehrheitlich ist Atheismus keine Religion.".--Heliozentrik 12:04, 19. Jul 2005 (CEST)In der Religionswissenschaft sind atheistische Religionen bekannt, beispielsweise solche der frühen Jäger und Sammler-Kulturen, Theravada-Buddhismus und der frühe Daoismus. Es ist zwar richtig, daß Atheismus keine Religion ist, das steht so auch nicht im Text, aber es gibt eben Religionen, die nicht an transzendente Wesen oder Gottheiten glauben und trotzdem verschiedene Definitionsmerkmale von Religion erfüllen.-Maya 13:49, 19. Jul 2005 (CEST)
Das hat doch niemand bestritten, nur beim Lesen des Abschnittes kann m.E. der Eindruck entstehen, Atheismus sei eine Religion. Deshalb schlage eine klarere Abgrenzung w.o.g. vor. Der Satz läßt ja die Möglichkeit offen, dass es atheistische Religionen gibt.--Heliozentrik 14:09, 19. Jul 2005 (CEST) Der Atheismus ist die wissenschaftlich begründete Ablehnung des Glaubens an einen Gott oder mehrere Götter, an übernatürliche Kräfte (Papst Benedikt XVI. glaubt persönlich an den Teufel etc.)und an eine jenseitige (im Gegensatz zur diesseitigen)Welt. Die Entwicklung des Atheismus ist verbunden mit der Entwicklung der Wissenschaften und des Klassenkampfes, er war stets eine ideologische Waffe der jeweils fortschrittlichen Klassen. Höchste Form ist der proletarische Atheismus, der auf dem dialektischen und historischen Materialismus beruht. Er weist die Religion als Folge der primitiven Produktivkräfte in der Urgesellschaft und der widerspruchsvollen Entwicklung in der Klassengesellschaft nach. Das Proletarist als Träger des einzig konsequent wissenschaftlichen und streitbaren Atheismus überwindet die Religion, indem es ihre soziale Grundlage, die Klassengesellschaft,überwindet. (Aus: Meyers Taschenlexikon A-Z 1965 VEB Bibliographisches Institut Leipzig, S. 72) Astarte, 84.184.128.154 16:10, 14. Aug 2005 (CEST)
Ich fände als Ergänzung (nachgestellt) zum jetzigen Text besser: "Atheismus als solcher ist keine Religion." --129.187.254.11 16:11, 19. Jul 2005 (CEST)
Ich bin damit einverstanden.--Heliozentrik 16:24, 19. Jul 2005 (CEST)
Ach so, das habe ich einfach mißverstanden, klar, wäre ganz gut, wenn man das noch dazuschreibt.-Maya 23:55, 19. Jul 2005 (CEST)
Ich habe den Satz Religion sei so alt wie das Sprachvermögen in 'religiöse Vorstellungen' sind so alt wie das Sprachvermögen geändert, da eine Religion sich auch durch andere Konstanten als nur Glaube auszeichnet und ob die bei den frühesten religiösen Vorstellungen gegeben waren ist zweifelhaft.-Maya 14:43, 14. Aug 2005 (CEST)
Ganz kurz eine Ergänzung: Der Atheismus, den Heliozentrik beschreibt, ist lediglich christlicher Atheismus, also der Atheismus, der aus der Tradition des Christentums/ Hellenismus resultiert. Daher kann Atheismus als Religion gedacht werden - ich bin der Meinung, dass darüber jede Person selbst urteilen sollte und nicht von vornherein eine Denkfessel in Form eine starren Def. arrangiert werden sollte. In der Religionswissenschaft jedenfalls gibt es durchaus Ansätze, die verschiedene Atheismen (je nach Tradition) einbeziehen. --Mephisto 12:44, 19. Okt 2005 (CEST)
Dass es einen gewissen missionarischen Drang gibt, den Atheismus in Glauben und Religion einzubeziehen, ist sicherlich richtig. Dies äußert sich u.a. darin dass gern eine "Pattsituation" konstruiert wird, woraus dann folge, dass Atheismus auch nur ein Glaube sei und ähnlicher Unfug. Und einen "christlicher Atheismus" gibt es m.W. nicht, oder kennst du einen namhaften Atheisten, der sich als solcher bezeichnet? Dort wo man solchen Konstrukten gelegentlich begegnet, haben diese m.E. nur akademische Bedeutung. Die klare Trennung der Begrifflichkeiten ist keine Denkfessel sondern eine wichtige Voraussetzung dafür, etwas richtig beurteilen zu können.--Heliozentrik 13:09, 19. Okt 2005 (CEST)
Zitate
- Je weiter die spirituelle Evolution der Menschheit fortschreitet, desto sicherer scheint mir, daß der Weg zu wahrer Religion nicht in der Angst vor dem Leben, in der Angst vor dem Tod oder in blindem Vertrauen liegt, sonderm in Streben nach rationalem Wissen. Albert Einstein
Nagelfetisch und Ethik
Hallo, kann jemand die moralischen Implikationen des Nagelfetisch kurz ergänzen. Wenn nicht, nehme ich das Beispiel heraus, da es in der jetzigen Form nur rätselhaft ist. Viele Grüße --Anima 20:19, 27. Okt 2005 (CEST)- Entfernter Satz:Als ein Beispiel ritualisierten Moralstrebens gilt der Nagelfetisch. Herzl. Gruß--Anima 19:27, 2. Nov 2005 (CET)
Sozialpsychologische Religionsdefinition Fromms
Vielleicht passt es ja noch irgendwo in den Artikel: Erich Fromm definierte Religion als jedes von einer Gruppe geteilte System des Denkens und Handelns, das dem einzelnen einen Rahmen der Orientierung und ein Objekt der Hingabe bietet. --C.Löser C.Löser 14:18, 30. Okt 2005 (CET)
Dann wären Nationalsozialismus und Kommunismus mit Führerkult ja Religionen. Trotzdem, einfach in den Artikel an passender Stelle einbauen.-Maya 16:29, 30. Okt 2005 (CET)
- Ich habs jetzt in den Abschnitt "Wissenschaftliche Ansätze zur Definition von Religion" gestellt, ich hoffe es ist dort korrekt platziert. --C.Löser C.Löser 16:48, 30. Okt 2005 (CET)
- P.S.: Ja, sie ist recht weit; Fromm setzte kein metaphysisches Wesen o. ä. vorraus, sondern setzte beim Menschen an (er war ja auch Psychoanalytiker).
- Und Fromm war eng befreundet mit dem großen alten aus Berlin stammenden Theravada-Mönch in Sri Lanka, dem Mahathera Nyanaponika. Der Theravada-Buddhismus geht ebenfalls nur vom Menschen aus und sieht den Buddha als einen besonders fortgeschrittenen Menschen, nicht als metaphysisches Wesen. Theravada und Buddhismus überhaupt gehört ja zweifellos zu den Religionen. --Kursch 17:28, 2. Nov 2005 (CET)
Austreten
Wenn ich nie getauft worden bin, aber meine Eltern Evangelnen sind. Muss ich dann überhaupt austreten, wenn ich Relgionslos sein will? Ich bin ja nie eingetretten.
zur Definition - zum Konzept des Artikels
Hallo,
ohne dass ich mir jetzt mal wieder den ganzen Artikel durchgelesen habe... ich hab ein Problem mit dem Aufbau bzw. Konzept des Artikels. Er beginnt mit dem Einleitungssatz, der sich wie eine Definition ausmacht, aber leider nicht leicht verständlich ist. Und mal ehrlich - "Religion" soll eine "Vorstellung" sein? Vielleicht ein System von Vorstellungen, vielleicht noch eher eine soziale Praxis oder sowas. Dann folgen Nähere Bestimmungen, die ebenfalls schwer verständlich formuliert sind und krampfhaft damit kämpfen, möglichst alle Aspekte aufzuzählen, die relevant sind oder sein könnten. Erst im dritten Absatz dieses Gliederungspunktes steht, dass es Kontroversen über die Bestimmung des Begriffes gibt. Der begriffsgeschichtliche Abschnitt Begriff und Etymologie gefällt mir gut, die Wissenschaftliche Ansätze zur Definition von Religion sind ebenfalls OK.
Aber mir fehlt ein durchgehendes Konzept. Wikipedia dient nicht der Theoriefindung, sondern der Theoriedarstellung. Eigene Definitionen würde ich mir daher hier verkneifen. Das spart Krampf und ist eleganter. Ich hab leider auch kein fertiges Konzept, aber ich glaube, der Großteil (alles?) der Näheren Bestimmungen kann ins Nirvana eingehen.
Als Einleitungssatz stelle ich mir etwas in folgender Art vor: "Für den Begriff der Religion liegt bis heute trotz zahlreicher Bestimmungsversuche keine wissenschaftlich akzeptierte Definition vor (siehe dazu weiter unten). Im allgemeinen Sprachgebrauch versteht man darunter
Der Vorschlag vereint eine extensionale Definition (Aufzählung von Begriffen, die unter den Oberbegriff fallen - wenn auch nur auszugsweise) mit einer intensionalen Definition (Aufzählung gemeinsamer Eigenschaften). Darüberhinaus wird gleich zu Beginn auf die Problematik hingewiesen. Zur
Im Anschluss sollte dann etwas zur Begriffsgeschichte stehen (da kann man den vorhandenen Absatz übernehmen), und danach kommen die wissenschaftlichen Definitionen - idealerweise ergänzt um eine knappe Analyse, warum sich bisher keine Definition durchsetzen konnte.
Was haltet ihr davon? Herzliche Grüße, --Jonas kork 11:46, 5. Nov 2005 (CET)
Hört sich vernünftig an, leider habe ich jetzt keine Zeit dazu, abgesehen davon, daß ich völlig unbegabt darin bin Artikel umzuarbeiten.-Maya 19:49, 5. Nov 2005 (CET)
Ich habe jetzt erstmal gekürzt und versucht, verständlicher zu formulieren. Jonas,wahrscheinlich musst du alle halbe Jahre solch einen Vorschlag machen. Der Artikel wird länger und länger...Herzlichen Gruß--Anima 22:57, 8 November 2005 (CET) P.S. das System von Vorstellungen füge ich mal ein.
Negative Wirkungen
Der Vergleich mit totalitären Regimen ist bereits vorhanden. Der Anschlusssatz kann zu Missverständnissen führen, dass jede Art von Religion damit zu vergleichen wäre.Folgende Sätze habe ich auf diese Seite verschoben: "Diese Kontroverse lässt sich möglicherweise erst klären, wenn man einen Vergleich mit atheistischen Regierungsformen anstellt. Hier ist vor allem an die kommunistischen Staaten zu denken, aber auch an den Nationalsozialismus. Da aber Religionen ebenfalls Ideologien sind (sein können) und Aspekte von Machtentfaltung kennen, als harmloses Beispiel ist hier der Investiturstreit zu nennen, sind die westlichen Religionen den o. a. nur scheinbar areligösen Ideologien im Prinzip ebenbürtig." Herzlichen Gruß --Anima 23:29, 9. Nov 2005 (CET)




