Rote Armee Fraktion

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Der Artikel Rote Armee Fraktion gehört zur Kategorie: Deutsche Geschichte (Nachkriegszeit), Untergrundorganisation, RAF, Politischer Widerstand, Politische Gruppierung
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Die Rote Armee Fraktion (RAF) war eine linksterroristische, aus dem Untergrund heraus operierende Gruppe um Andreas Baader, Gudrun Ensslin, Horst Mahler, Ulrike Meinhof und andere, die 1970 in der Bundesrepublik Deutschland gegründet wurde und sich 1998 endgültig auflöste.

Die Gruppe bezeichnete sich selbst als kommunistische Guerilla.

  • RAF-Zitat (Auszug): "...weil wir Kommunisten sind und es davon, ob die Kommunisten sich organisieren und kämpfen, abhängt, ob Terror und Repression nur Angst und Resignation bewirken oder Widerstand und Klassenhass und Solidarität provozieren, ob das hier alles so glatt im Sinn des Imperialismus über die Bühne geht oder nicht...."

Die RAF wollte nach dem Vorbild südamerikanischer Widerstandskämpfer, insbesondere der Tupamaros in Uruguay, den bewaffneten Kampf als „Stadtguerilla“ gegen das „System“, den herrschenden kapitalistischen Staat und den US-Imperialismus, aus dem Untergrund führen und damit den internationalen Befreiungskampf stärken. Während terroristischer Anschläge oder Geiselnahmen der RAF wurden 34 Menschen getötet und es gab zahlreiche Verletzte. Außerdem starben 20 Mitglieder der RAF. In den Medien, ausgehend von den Publikationen des Axel Springer-Verlags, wurde die RAF oft als Baader-Meinhof-Gruppe oder als Baader-Meinhof-Bande bezeichnet. Gebräuchlich ist heute ihr selbst gewählter, an die Rote Armee der Sowjetunion angelehnter Name.

Betrachtet man die Entwicklung der RAF, so lassen sich mehrere „Generationen“ unterscheiden, zwischen denen jeweils keine oder nur geringe personelle Kontinuität vorhanden war. Außerdem unterscheiden diese sich durch Organisationsstrukturen und Veränderungen in Theorie und Praxis.

Chronik zur RAF

Vorgeschichte

Vor allem die erste Generation der RAF ging aus dem militanten Flügel der Außerparlamentarischen Opposition (APO) hervor (vgl. auch 68er-Bewegung, welche am Ende der 1960er Jahre in verschiedene linke Gruppierungen und kommunistische Splitterparteien (K-Gruppen) zerfiel.

Nach den in der Studentenbewegung geführten Strategiediskussionen um die Legitimation von „Gewalt gegen Sachen“ hatten Baader und Ensslin zusammen mit Thorwald Proll und Horst Söhnlein am 2. April 1968 Brände in zwei Frankfurter Kaufhäusern gelegt. Damit wollten sie gegen den Krieg der USA in Vietnam protestieren. Die Brandstifter wurden schnell gefasst und zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. Nachdem die Revision des Urteils durch den Bundesgerichtshof beantragt worden war, kamen die Verurteilten zunächst auf freien Fuß.

Nach der Ablehnung der Revision tauchten die Brandstifter unter, und beschlossen zusammen mit ihrem Anwalt Horst Mahler die Gründung einer „Stadtguerilla“-Truppe nach lateinamerikanischem Vorbild (vgl. Minihandbuch des Stadtguerilleros von Carlos Marighella sowie die Fokustheorie von Che Guevara und Régis Debray). Dieser Plan wurde jedoch durch die Verhaftung Andreas Baaders, des führenden Mitglieds der Gruppe, durchkreuzt. Als die erste Aktion der RAF wird heute die anschließende Befreiung Baaders angesehen.

Diese fand am 14. Mai 1970 statt. Andreas Baader war ins Berliner Institut für Soziale Fragen ausgeführt worden, weil die Journalistin Ulrike Meinhof als Vorwand angegeben hatte, mit ihm ein Buch über Heimzöglinge verfassen zu wollen. Bei dieser Gelegenheit wurde er unter Anwendung von Waffengewalt befreit. Dabei wurde der Institutsangestellte Georg Linke durch einen Schuss schwer verletzt.

In der Aufbauphase zog die Gruppe die Aufmerksamkeit des Staates zunächst durch mehrere Banküberfälle, Fahrzeug- und Dokumentendiebstähle auf sich und trat im April 1971 mit dem Strategiepapier Das Konzept Stadtguerilla an die Öffentlichkeit. Kurz darauf wurde eine bundesweite Fahndung nach den mittlerweile etwa fünfzig Gruppenmitgliedern gestartet.

Auch wenn in der Literatur teilweise die Frankfurter Kaufhausbrandanschläge als Beginn der Roten Armee Fraktion diskutiert werden, wird zumeist die Baader-Befreiung als eigentliches Gründungsmoment der Gruppe angenommen. Dies entspricht auch dem Selbstverständnis der RAF.

Die erste Generation

Die „erste Generation“ (Andreas Baader, Gudrun Ensslin, Holger Meins, Ulrike Meinhof, Jan-Carl Raspe und andere) war von 1970 bis 1972 terroristisch aktiv. Im Juni 1972 wurden ihre wesentlichen Akteure verhaftet, im Mai 1975 angeklagt und im April 1977 nach 192 Prozesstagen unter anderem wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt.

Im Gefängnis beklagten die Terroristen ihre verschärften Haftbedingungen als Isolationsfolter und forderten unter anderem deren Aufhebung und den Status von Kriegsgefangenen. Zur Untermauerung ihrer Forderungen traten sie mehrmals in einen Hungerstreik, an dessen Folgen Holger Meins am 9. November 1974 in der Haftanstalt Wittlich starb. Die Aktivitäten der Inhaftierten bewirkten – mit Hilfe ihrer Verteidiger wie beispielsweise des später selbst angeklagten Rechtsanwälten Horst Mahler und Klaus Croissant – auch breitere Resonanz in der linken Szene. Zu den renommierten Anwälten der ersten RAF-Generation gehörten auch die späteren Grünen-Politiker Hans-Christian Ströbele und Otto Schily (letzterer ist 1989 zur SPD übergetreten und war 1998-2005 deutscher Innenminister). Durch die Schilderungen des Vollzugsbeamten Horst Bubeck sowie die mit einer geschmuggelten Kamera gegenseitig aufgenommen Photos der Gefangenen werden die Behauptungen von verschärften Haftbedingungen und Isolationsfolter doch stark relativiert.

Es kam auch zur öffentlichkeitswirksamen Intervention des französischen Existenzialismus-Philosophen Jean-Paul Sartre, der in der Auseinandersetzung um die RAF-Gefangenen zu vermitteln versuchte, allerdings bezeichnete Sartre nach dem Besuch in Stammheim in einer privaten Äußerung Baader als "Arschloch" (Quelle Film "Sartre par lui-même" 1976).

Am 25. April 1975 besetzten sechs deutsche Terroristen als Kommando Holger Meins Teile der deutschen Botschaft in Stockholm und forderten die Freilassung der inhaftierten RAF-Spitze (Geiselnahme von Stockholm) ( siehe auch Friederike Krabbe/Hanna Krabbe ).

Als die Bundesregierung der Forderung nicht nachkam, wurden der Militärattaché, Oberstleutnant Andreas von Mirbach, und der Wirtschaftsattaché, Heinz Hillegaart, ermordet. Einer der Terroristen löste versehentlich eine Explosion aus, die das Gebäude in Brand setzte. Dabei starb der Terrorist Ulrich Wessel. Das RAF-Mitglied Siegfried Hausner starb später an den dabei erlittenen Verletzungen. Die vier weiteren RAF-Mitglieder wurden später verurteilt.

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Justizvollzugsanstalt Stuttgart-Stammheim
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Führende Mitglieder der „ersten Generation“ starben zwischen 1976 und 1977 in der Haft (im Hochsicherheitstrakt der Justizvollzugsanstalt Stuttgart-Stammheim): In der Nacht zum 9. Mai 1976 erhängte sich Ulrike Meinhof am Fenstergitter ihrer Zelle mit einem aus Stoffstreifen gefertigten Strick. Widersprüche und Ungereimtheiten in der offiziellen Darstellung ihres Todes führten unter anderem zur Bildung einer Internationalen Untersuchungskommission. Diese dokumentiert zahlreiche Zweifel an der von den Behörden veröffentlichten Version: „Die Ergebnisse der Untersuchungen legen den Schluss nahe, daß Ulrike Meinhof tot war, als man sie aufhängte, und daß es beunruhigende Indizien gibt, die auf das Eingreifen eines Dritten im Zusammenhang mit diesem Tod hinweisen.“

Nach dem Scheitern des Versuchs, sie durch die Entführung des Arbeitgeberpräsidenten Hanns-Martin Schleyer durch die zweite RAF-Generation und die Landshut-Flugzeugentführung durch ein arabisches Terrorkommando freizupressen (siehe weiter unten unter „Die zweite Generation“), begingen Andreas Baader, Gudrun Ensslin und Jan-Carl Raspe, laut offizieller Verlautbarung, in Stammheim Selbstmord. Bei Raspe und Baader wurden Schusswaffen benutzt. Ensslin wurde an einem Elektrokabel, das am Zellengitter hing, erdrosselt/erhängt aufgefunden. Von zu der Zeit über Sympathisantenkreise hinaus gehende Einschätzungen sprechen allerdings von Ungereimtheiten, die darauf hinweisen würden, dass bei den „Selbstmorden“ jemand nachgeholfen haben könnte.

Irmgard Möller fügte sich mit dem anstaltseigenen Besteckmesser Stichverletzungen in der Herzgegend zu, die jedoch nicht tödlich waren. Sie bestreitet bis heute die offizielle Version eines geplanten, kollektiven Suizids der anderen, bei denen jeweils unterschiedliche Tatwaffen verwendet wurden. Die Umstände der Todesfälle waren in Der Folge Grundlage für Zweifel an den offiziellen Erklärungen. Kurz nach den Todesfällen in Stammheim berichtete das Wochenmagazin Stern, dass aufgrund von Bauarbeiten die Alarmmeldeschleifen der Notfall-Treppe in Stammheim abgeschaltet waren, so dass unbefugter Zugang von Außen möglich gewesen wäre. Manche vermuten deshalb das Werk von Geheimdiensten; konkrete Hinweise dafür gibt es allerdings nicht, vor allem wäre eine solche Aktion vor einer Befreiung Schleyers unlogisch gewesen. Auch die „technischen“ Umstände der verlautbarten Selbstmorde, die Art der Verwendung der Mittel zur Tötung, nehmen Skeptiker bis in die Gegenwart zum Anlass, die Selbstmordthese in Frage zu stellen. Auch der ehemalige Innenminister Otto Schily äußerte damals Zweifel an der Selbstmordtheorie. Mittlerweile haben Aussagen von RAF-Aussteigern diese Zweifel ausgeräumt. Die RAF-Mitglieder Brigitte Mohnhaupt und Susanne Albrecht stellten gegenüber anderen RAF-Mitgliedern (der 2.Generation) die Mord-Version in Abrede mit der Begründung, die Stammheimer Gefangenen seien bis zuletzt selbstbestimmt gewesen und hätten mit ihrem Selbstmord die RAF zur "Fortsetzung des Kampfes" veranlassen wollen. Auch die Schilderungen des Vollzugsbeamten Horst Bubeck lassen die Selbstmord-Version wahrscheinlicher erscheinen.

Die zweite Generation

Die „zweite Generation“ bildete sich nach der Festnahme des größten Teils der ersten Generation und versuchte im Herbst 1977 („Deutscher Herbst“) durch die Entführung des Präsidenten des Arbeitgeberverbands Hanns-Martin Schleyer die inhaftierte „erste Generation“ freizupressen.

Um den Druck auf die Bundesregierung zu verstärken, entführte eine Gruppe arabischer Terroristen das Lufthansa-Passagierflugzug Landshut nach Mogadischu in Somalia und nahm deren Passagiere als Geiseln. Diese Geiselnahme wurde im Auftrag des Krisenstabs der Bundesregierung unter Bundeskanzler Helmut Schmidt (SPD) nach Absprache des deutschen Verhandlungsführers Hans-Jürgen Wischnewski mit der somalischen Regierung unter Siad Barré, durch die Operation Feuerzauber des Sonderkommandos des Bundesgrenzschutzes (heute: deutsche Bundespolizei) GSG 9 beendet. Vorher wurde der Pilot Jürgen Schumann von den Geiselnehmern erschossen und aus der Maschine geworfen. Alle anderen Geiseln konnten unverletzt befreit werden. Drei der vier Geiselnehmer wurden erschossen, mit Souhaila Andrawes überlebte nur eine Person.

Wenige Stunden nach der Befreiungsaktion begingen Baader, Ensslin und Raspe Selbstmord und wurden in ihren Zellen in Stammheim aufgefunden. Wie für den Fall des Scheiterns des Freipressversuch geplant ermordete die RAF Hanns-Martin Schleyer.

Mitglieder der „zweiten Generation“ erfuhren organisatorische und finanzielle Hilfe aus der DDR. Ferner gelang es einigen Mitgliedern der RAF, mit Hilfe der Staatssicherheit in der DDR unterzutauchen. Nach dem Zusammenbruch der DDR wurde ihre neue dortige Identität aufgedeckt. Susanne Albrecht, Inge Viett, Werner Lotze, Ekkehard Freiherr von Seckendorff-Gudent, Christine Dümlein, Monika Helbing, Silke Maier-Witt, Henning Beer, Sigrid Sternebeck und Ralf-Baptist Friedrich wurden mittlerweile für die von ihnen begangenen Straftaten verurteilt (die Ekkehard Freiherr von Seckendorff-Gudent und Christine Dümlein vorgeworfenen Straftaten waren in der Zwischenzeit verjährt); sie erhielten (außer Inge Viett) aufgrund ihrer Aussagebereitschaft den Status von Kronzeugen. Ihre damaligen Betreuer in der DDR wurden strafrechtlich nicht belangt. Zur zweiten Generation gehörte auch Friederike Krabbe !

Die dritte Generation

Die „dritte Generation“, nach Informationen des Verfassungsschutzes ein Zusammenschluss von bis zu 250 Personen, wird für die Ausführung von Sabotageakten und mehreren Mordanschlägen, denen Persönlichkeiten der bundesdeutschen Politik und Wirtschaft zum Opfer fielen, verantwortlich gemacht. Der „harte Kern“ umfasste etwa 15 - 20 Personen.

Ihr werden u.a. Anschläge auf den Siemens-Manager Karl Heinz Beckurts, den Chef der Deutschen Bank Alfred Herrhausen und den Treuhand-Chef Detlev Karsten Rohwedder vorgeworfen; auch heute noch sind entsprechende Ermittlungsverfahren nicht abgeschlossen (vgl. Literatur).

Am 27. Juni 1993 kommt es in Bad Kleinen, bei Schwerin, bei der Festnahme der RAF-Mitglieder Wolfgang Grams und Birgit Hogefeld zu einem Schusswechsel. Der 26-jährige GSG-9-Beamte Michael Newrzella und Grams sterben. Nach den offiziellen Ermittlungserkenntnissen hat sich Grams, nachdem er Newrzella durch Schüsse aus einer mitgeführten Pistole getötet hatte, selbst getötet, indem er sich, um der Festnahme zu entgehen, schwer verletzt im rückwärtigen Fallen auf die Gleise einen aufgesetzten Kopfschuss zufügt. Nicht nur in Unterstützerkreisen ist der Verdacht verbreitet, dass Grams von einem GSG-9-Mann erschossen und gezielt getötet worden sei, zumal mehrere unbeteiligte Zeugen diese Version des Hergangs gegenüber dem Spiegel bestätigten.

Als die Umstände des Einsatzes genauer untersucht wurden, traten erhebliche Mängel in der Berichterstattung der verschiedenen Ermittlungsbehörden sowie bei der Spurensicherung zu Tage. Aufgrund der öffentlichen Debatte trat der damalige Bundesinnenminister Rudolf Seiters zurück, Generalbundesanwalt Alexander von Stahl wurde später entlassen. Die Eltern des verstorbenen Wolfgang Grams klagten vor der Zivilkammer des Landgerichtes Bonn den Bund an und forderten zivilrechtlichen Schadenersatz. Das Gericht kam zu der Erkenntnis, dass die genauen Tathergänge nicht aufgeklärt werden können, schloss aber eine vorsätzliche Tötung nicht aus. Der GSG 9 Einsatz in Bad Kleinen forderte zwei Menschenleben sowie einen schwer verletzten GSG 9 Beamten und sorgte auch noch in den Jahren danach für politischen Zündstoff. Der Fall Bad Kleinen wird von vielen kritischen Beobachtern als die Beugung des Rechtstaates angesehen, da nach Ihnen kein rechtstaatliches Verfahren gewährt worden sein solle, das zur vollständigen Aufklärung führte.

Wolfgang Grams wird vorgeworfen, am 1. April 1991 in Düsseldorf den Chef der Treuhand, Detlev Karsten Rohwedder, ermordet zu haben. Die Bundesanwaltschaft gab bekannt, dass die Mittäterschaft Grams' im Fall Rohwedder durch DNS-Analyse von Spuren am Tatort einwandfrei geklärt sei.

Am 15. September 1999 wurden Andrea Klump und Horst Ludwig Meyer von der österreichischen Polizei aufgegriffen. Bei einem Schusswechsel kam Meyer ums Leben. Ihm wurde vorgeworfen, an der Ermordung Beckurts' teilgenommen zu haben - aufgrund seines Todes kam es jedoch nie zu einem Prozess. Der immer wieder aufkommende Vorwurf der RAF-Mitgliedschafts Klumps ist nach wie vor ungeklärt, in einem Gerichtsprozess wurde dieser sogar fallengelassen.

Bereits 1992 präsentierten die Journalisten Gerhard Wisnewski, Wolfgang Landgraeber und Ekkehard Sieker unter anderem in einem Fernsehbeitrag der ARD-Sendung Brennpunkt die kontroverse These, dass die dritte Generation der RAF nicht existiert habe und die ihr zugeschriebenen Morde vielmehr von Geheimdiensten inszeniert worden seien (siehe auch weiter unten unter Literatur/Unsortiertes, Buch "Das RAF-Phantom"). Zur Bewertung dieser These ist die Betrachtung der Geschichte der italienischen linksextremen Terrororganisation Rote Brigaden hilfreich (siehe dazu auch Gladio, Propaganda Due, Strategie der Spannung).

Auflösung der RAF

Am 20. April 1998 gab die RAF in einer achtseitigen Erklärung die Selbstauflösung bekannt. Darin heißt es: „Vor fast 28 Jahren, am 14. Mai 1970, entstand in einer Befreiungsaktion die RAF. Heute beenden wir dieses Projekt. Die Stadtguerilla in Form der RAF ist nun Geschichte.

Personen und Aktionen

Übersicht über die der RAF zugeordneten Aktionen

Datum Ort Aktion Bemerkung
11. Mai 1972 Frankfurt am Main Bombenanschlag auf eine US-Kaserne in Frankfurt a. M. 1 Toter und 13 Verletzte
12. Mai 1972 Augsburg und München Bombenanschlag auf ein Polizeikommissariat in Augsburg und das LKA in München 5 verletzte Polizisten
16. Mai 1972 Karlsruhe Bombenanschlag auf den Wagen des Bundesrichters Buddenberg Seine Frau fuhr den Wagen und wurde verletzt
19. Mai 1972 Hamburg Bombenanschlag auf den Sitz des Axel Springer Verlages 17 Personen wurden verletzt
24. Mai 1972 Heidelberg Bombenanschlag auf das Europa-Hauptquartier der US-Armee 3 tote GIs, fünf verletzt
25. April 1975 Stockholm Besetzung der deutschen Botschaft, Ermordung von Andreas von Mirbach und Dr. Heinz Hillegaart (Geiselnahme von Stockholm) 4 Tote, davon 2 Terroristen
7. April 1977 Karlsruhe Erschießung von Generalbundesanwalt Siegfried Buback Der Fahrer und ein Justizbeamter werden ebenfalls erschossen.
30. Juli 1977 Oberursel (Taunus) Der Vorstandssprecher der Dresdner Bank, Jürgen Ponto, wird - bei dem Versuch, ihn zu entführen - in seinem Haus erschossen. Ein Toter
5. September
18. Oktober 1977
Köln
beziehungsweise
Mülhausen (Elsass)
Entführung von Arbeitgeberpräsident Hanns-Martin Schleyer, Ermordung Schleyers durch Erschießen Bei der Entführung werden drei Polizisten sowie der Fahrer getötet.
25. Juni 1979 Heidelberg Anschlag mit einer Panzerfaust auf US General Alexander Haig.  
11. Mai 1981 Frankfurt
Mord am hessischen Wirtschaftsminister Heinz Herbert Karry.
15. September 1981 Heidelberg
Anschlag auf den Oberbefehlshaber der US Landstreitkraefte in Europa, General Frederick James Kroesen.
1. Februar 1985 Gauting in der Nähe des Starnberger Sees Erschießung von Dr. Ernst Zimmermann, Chef des Rüstungskonzerns MTU  
8. August 1985 Wiesbaden/Frankfurt am Main Der 20-jährige US-Soldat Edward Pimental wurde durch einen Genickschuss ermordet. Diese Aktion kann jedoch nicht der RAF zugerechnet werden, da die dieses Mordes Verdächtigte angebliche RAF-Terroristin Sigrid Sternebeck bereits seit 5 Jahren in der DDR lebte und es daher unwahrscheinlich ist, dass sie die Tat ausgeführt hat. Die RAF benutzt seinen Ausweis, um auf dem militärischen Teil des Rhein-Main-Flughafens eine Autobombe zu platzieren. Zu dem Anschlag bekennen sich RAF und die französische "Action Directe". Es sterben zwei Menschen und elf weitere werden verletzt.
9. Juli 1986 Straßlach (bei München) Bombenattentat und Ermordung des Siemens-Manager Karl Heinz Beckurts und seines Fahrers Eckhard Groppler  
10. Oktober 1986 Bonn RAF ermordet den Ministerialdirektor im Auswärtigen Amt, Dr. Gero von Braunmühl  
30. November 1989 Bad Homburg v. d. Höhe Bombenattentat auf den Bankier Alfred Herrhausen Täterschaft ungeklärt
1. April 1991 Düsseldorf Erschießung des Chefs der Treuhandanstalt Detlev Karsten Rohwedder in seinem Haus in Düsseldorf Täterschaft ungeklärt, Beteiligung von Wolfgang Grams nachgewiesen
27. März 1993 Weiterstadt Sprengstoffanschlag auf den Neubau der Justizvollzugsanstalt; zentral geplant als "Abschiebeknast" des Flughafens Frankfurt Täterschaft ungeklärt; keine Verletzten, Sachschaden 123 Mio. DM.

Die Opfer der RAF

In den Jahren 1970 bis 1997 wurden durch die RAF 34 Menschen getötet, dies sind:

Norbert Schmidt, Herbert Schoner, Hans Eckhard, Paul Bloomquist, Clyde Bronner, Ronald Woodward, Charles Peck, Andreas von Mirbach, Dr. Heinz Hillegaart, Fritz Sippel, Siegfried Buback, Wolfgang Göbel, Georg Wurster, Jürgen Ponto, Heinz Marcisz, Reinhold Brändle, Helmut Ulmer, Roland Pieler, Arie Kranenburg, Dr. Hanns-Martin Schleyer, Hans-Wilhelm Hansen, Dionysius de Jong, Johannes Goemans, Edith Kletzhändler, Dr. Ernst Zimmermann, Edward Pimental, Becky Bristol, Frank Scarton, Prof. Dr. Karl Heinz Beckurts, Eckhard Groppler, Dr. Gero von Braunmühl, Dr. Alfred Herrhausen, Dr. Detlev Karsten Rohwedder und Michael Newrzella

Verstorbene Mitglieder der RAF

Im selben Zeitraum kamen 20 Personen zu Tode, die der RAF zugerechnet wurden:
Petra Schelm, Thomas Weisbecker, Holger Meins, Ulrich Wessel, Siegfried Hausner, Katharina Hammerschmidt, Ulrike Meinhof, Andreas Baader, Gudrun Ensslin, Jan-Carl Raspe, Ingrid Schubert, Willy-Peter Stoll, Michael Knoll, Elisabeth von Dyck, Juliane Plambeck, Wolfgang Beer, Sigurd Debus, Johannes Thimme, Wolfgang Grams und Horst Ludwig Meyer.

Quelle: Klaus Pflieger: Die Aktion „Spindy“. Die Entführung des Arbeitgeberpräsidenten Dr. Hanns-Martin Schleyer. Baden-Baden 1997. ISBN 3-789-04598-5

Inhaftierungen

Mit Eva Haule (seit 1986), Birgit Hogefeld (1993), Christian Klar (1982) und Brigitte Mohnhaupt (ebenfalls seit 1982) sind heute noch vier der ehemaligen RAF-Angehörigen in deutschen Gefängnissen inhaftiert. Hanna Krabbe war von 1975 bis 1996 inhaftiert, siehe unter Friederike Krabbe, Hanna Krabbe. Rolf Clemens Wagner, der vornehmlich in den 1970ern für die RAF aktiv war, wurde am 9. Dezember 2003 nach 24 Jahren aus der Haft entlassen. Adelheid Schulz, die unter anderem wegen ihrer Beteiligung an der Schleyer-Entführung zu lebenslanger Haft verurteilt worden war, wurde am 1. Februar 2002 vom damaligen Bundespräsidenten Johannes Rau begnadigt. Schulz genoss zuvor schon seit Oktober 1998 wegen ihres Gesundheitszustandes Haftunterbrechung. Im Oktober 2001 wurde die Haftstrafe Rolf Heißlers zur Bewährung ausgesetzt, er war 1982 zu lebenslanger Freiheitsstrafe verurteilt worden. Die Ex-Terroristin Andrea Klump sitzt (seit 2001) ebenfalls eine Haftstrafe ab, der Vorwurf der RAF-Zugehörigkeit wird jedoch von Klump bestritten und ist mittlerweile von einem Gericht fallen gelassen worden.

Zur Theorie der RAF

Nach ihren schriftlichen Hinterlassenschaften (v. a. der ersten Generation) lässt sich die RAF ursprünglich als eine radikalisierte revolutionär-sozialistische Gruppierung einstufen, die sich stark mit dem Neomarxismus der „Frankfurter Schule“ auseinander setzte und sich radikalisiert auch auf diesen bezog, obgleich die Vertreter dieser Richtung sich entschieden vom Terrorismus distanzierten. In ihren Schriften beziehen sie sich teilweise auch auf marxistisch-leninistische Theorien; es lassen sich maoistische Tendenzen nachweisen. Dennoch kann angenommen werden, dass es zu kurz gegriffen wäre, sie als „terroristische Neomarxisten“ zu bezeichnen.

Die RAF war erkennbar von erklärtem Hass gegenüber dem „System“, dem Staatsapparat der Bundesrepublik Deutschland, erfüllt. Sie klagte zudem, wie schon die studentische APO vor ihr, faschistoide Tendenzen in den westlich-europäischen Gesellschaften und besonders die nicht „aufgearbeitete“, „wiedergutgemachte“ und immer noch wirkende nationalsozialistische Vergangenheit Deutschlands an. Die erste Generation (Baader-Meinhof-Gruppe) und darin vor allem die frühere Journalistin Ulrike Meinhof entwickelten für ihre „revolutionäre“ Radikalität eine linksextrem-intellektuelle Theorie, die teilweise von überraschender Klarheit zeugt. Allerdings sei die Theorie auch ideologisch überzeichnet. Unter linken „außerparlamentarischen Intellektuellen“ der damaligen Zeit, wie z.B. Rudi Dutschke wurden die radikalisierte Theorie und terroristische Praxis inhaltlich nicht geteilt. In seinen Tagebüchern sah Dutschke „RAF-Dummheit“ (30. November 1974) und meinte: „Die negativen Auswirkungen der RAF-Scheiße sind vielerorts erkennbar, CDU/CSU im besonderen, Regierung im allgemeinen und RAF-Kacke im einzelnen scheinen verheiratet zu sein: um den politischen Klassenkampf zu hemmen!!“ (1. Dezember 1974) Die RAF-Schriften/-Positionen wurden (wegen der Verbrechen der RAF, aber auch wegen ihres schwer verdaulichen Jargons und der teilweise wirren Inhalte ihrer Verlautbarungen) in der breiten Öffentlichkeit nicht diskutiert. Zu größeren Teilen galt dies jedoch auch für die differenzierteren kritischen Meinungsäußerungen (beispielsweise: Daniel Cohn-Bendit in einer Fernseh-Diskussion über Hanns-Martin Schleyer; der Göttinger Mescalero über das Buback-Attentat). Diese wurden ebenfalls nicht als ernstzunehmender Beitrag zum politischen Diskurs gesehen und in der öffentlichen Diskussion (v.a. den Massenmedien wie der Bild-Zeitung) nicht differenziert von den Schriften der RAF behandelt, sondern zuweilen sogar als Positionen von „Sympathisanten“ der Terroristen diskreditiert.

Quelle der Dutschke-Tagebucheinträge: Rudi Dutschke: Jeder hat sein Leben ganz zu leben. Die Tagebücher 1963-1979. Gretchen Dutschke (Hrsg.). ISBN 3-462-03224-0

Aufarbeitung

Filme

Literatur

Umfassende Darstellungen
  • Stefan Aust: Der Baader Meinhof Komplex, 1983. ISBN 3442129532
  • Butz Peters: RAF, 1994. ISBN 3426800195
  • Butz Peters: Tödlicher Irrtum, 2004. ISBN 3870246731
  • Willi Winkler: Die Geschichte der RAF, Berlin 2005. ISBN 3871345105
Sammlungen von Schriften der RAF
  • Martin Hoffmann (Hg.) Rote Armee Fraktion. Texte und Materialien zur Geschichte der RAF. ID-Verlag: Berlin, 1997. ISBN 3-89408-065-5. Download als PDF
  • Ausgewählte Dokumente der Zeitgeschichte: Bundesrepublik Deutschland (BRD) - Rote Armee Fraktion (RAF). 1. Auflage. Köln: GNN Verlagsgesellschaft Politische Berichte, Oktober 1987.Online-Ausgabe
Berichte und Erinnerungen aus der RAF
  • Margrit Schiller und Jens Mecklenburg: Es war ein harter Kampf um meine Erinnerung - Ein Lebensbericht aus der RAF. ISBN 349223304X
  • Oliver Tolmein: RAF - Das war für uns Befreiung - Ein Gespräch mit Irmgard Möller über bewaffneten Kampf, Knast und Linke, Hamburg 2002. ISBN 3894582170
Zu einzelnen Aspekten
  • Pieter Bakker Schut: Stammheim - Der Prozeß gegen die Rote Armee Fraktion, Malik Verlag 1986. ISBN 3890290108/ISBN 3891442475
  • Der Tod Ulrike Meinhofs – Bericht der Internationalen Untersuchungskommission, Paris 1979 (reprint: Münster 1996). ISBN 3928300393
  • Klaus Pflieger. Die Aktion „Spindy“. Die Entführung des Arbeitgeberpräsidenten Dr. Hanns-Martin Schleyer. Baden-Baden 1997. ISBN 3-789-04598-5.
  • Andreas Veiel: Black Box BRD - Alfred Herrhausen, Die deutsche Bank, Die RAF und Wolfgang Grams. ISBN 3421054681
  • Alexander Straßner: Die dritte Generation der RAF - Entstehung, Struktur, Funktionslogik und Zerfall einer terroristischen Organisation, Wiesbaden 2003. ISBN 3531141147
  • Gerhard Wisnewski, Wolfgang Landgraeber, Ekkehard Sieker: Operation RAF - Was geschah wirklich in Bad Kleinen?, Droemer Knaur 1995. ISBN 3426800489
  • Karl-Heinz Weidenhammer: Selbstmord oder Mord? Das Todesermittlungsverfahren: Baader, Ensslin, Raspe, Malik Verlag 1988. ISBN 3890290337
Unsortiertes
  • Gerhard Wisnewski, Wolfgang Landgraeber, Ekkehard Sieker: Das RAF-Phantom - Wozu Politik und Wirtschaft Terroristen brauchen, Droemer Knaur 1997. Information des Verlages ISBN 3426800101
  • Alexander König: "Mythos RAF" (1970-1972): Terroristisches oder totalitäres Denken?, in: Diethelm Schneider und Matthias Wallich: Terror und Theologie, St. Ingbert 2003 (S.213-229). ISBN 3861103540
  • Oliver Tolmein und Irmgard Möller: RAF - Das war für uns Befreiung, Hamburg 1997. ISBN 3894581492
  • Wolfgang Kraushaar, Jan Philipp Reemtsma und Karin Wieland: Rudi Dutschke, Andreas Baader und die RAF, Hamburger Edition, Februar 2005. ISBN 3936096546
  • Carsten Polzin: Deutscher Herbst im Bundesverfassungsgericht - Zur verfassungsrechtlichen und verfassungspolitischen Dimension terroristischer Entführungsfälle.
  • Astrid Proll: Hans und Grete - Bilder der RAF 1967-1977, Aufbau-Verlag, Berlin 2004. ISBN 3351025971
  • Thorwald Proll und Daniel Dubbe: Wir kamen vom anderen Stern, 1999. ISBN 3894014202
  • Pieter Bakker Schut (Hrsg.): Todesschüsse, Isolationshaft, Eingriffe ins Verteidigungsrecht, Berlin 1995. ISBN 393159100X
  • Gerd Klusmeyer (V.i.S.d.P): Dokumentation zu den Haftbedingungen der Gefangenen aus der RAF und aus dem Widerstand, Hannover 1985.
  • Kurt Oesterle : Stammheim. Die Geschichte des Vollzugsbeamten Horst Bubeck, Tübingen 2003. ISBN 3421057664
  • Gerd Koenen: Vesper, Ensslin, Baader. Urszenen des deutschen Terrorismus, Köln 2003. ISBN 3462033131
  • Thomas Hoeps: Arbeit am Widerspruch. 'Terrorismus' in deutschen Romanen und Erzählungen (1837-1992)., Dresden 2001. ISBN 3933592240

Bildende Kunst

  • 18. Oktober 1977 (Gemäldezyklus, 1988), von Gerhard Richter, Sammlung des Museum of Modern Art.
  • Zur Vorstellung des Terrors: Die RAF. Ausstellung, kontrovers diskutierte Ausstellung mit Werken von 50 Künstlern, die von Ende Januar bis Mitte Mai 2005 in den Berliner Kunst-Werken zu sehen ist (zur Diskussion siehe u.a. Wikinews-Artikel).

Siehe auch

Weblinks


Diskussion der Autoren über den Artikel: Rote Armee Fraktion


Ältere Diskussionen finden sich im Diskussions-Archiv, bitte beachten! Unter anderem folgende Themen wurde besprochen:
  • Christian Klar
  • Die "dritte Generation" der RAF
  • Theorie der RAF
  • Oper-Liste
  • Horst Mahler
  • Zu Namen der RAF

Vorbereitung zum Review

Ich hatte ja weiter oben schon einmal vorgeschlagen, diesen Artikel im Wikipedia:Review überprüfen zu lassen. Damals wurde mir von Stern zugestimmt, ich habe es dann aber doch nicht gemacht aufgrund der Überfülltheit des Reviews. Grundsätzlich sollte das aber schon gemacht werden, denke ich. Wir sollten das aber vorbereiten.


1. Schwachpunkte, die uns schon auffallen - Bitte ergänzen!

Wir sollten vor einem Review Schwachpunkte des Artikel bearbeiten.

  • --INHALT-- Gesellschaftliche Veränderungen im Kontext der RAF -- Kommt im Artikel nicht vor, müsste begonnen werden.
    • Das BKA wurde wohl erst durch die RAF zu einer starken Organisation. --Eike sauer 14:28, 4. Dez 2004 (CET)
  • --INHALT-- Root axs/RAF-Theorie -- Ein Ansatz existiert. Besonders wichtiger Punkt, weil hierzu sehr wenig Literatur existiert. [Kürzere Version für diesen Artikel/lang-Version für einen extra-Artikel?]
  • "Als die Bundesregierung der Forderung nicht nachkam, wurden der Militärattaché, Oberstleutnant Andreas von Mirbach, und der Wirtschaftsattaché, Heinz Hillegaart, ermordet. Einer der Terroristen löste versehentlich eine Explosion aus, die das Gebäude in Brand setzte." <- Ist damit gemeint, dass die erst genannt unabsichtlich getötet wurden? Oder was? Bitte um edit -- Kound 17:52 27 May 2005 (CET)

Im Abschnitt "Die Theorie der RAF" findet sich ein zusammenhangsloser Konjunktivsatz: "Allerdings sei die Theorie auch ideologisch überzeichnet." Es bleibt völlig unklar, wer diese Einschätzung vorgenommen haben soll. Eventuell soll damit der vorangegange Satz "Die erste Generation (Baader-Meinhof-Gruppe) und darin vor allem die frühere Journalistin Ulrike Meinhof entwickelten für ihre „revolutionäre“ Radikalität eine linksextrem-intellektuelle Theorie, die teilweise von überraschender Klarheit zeugt" relativiert werden, welcher jedoch im Indikativ steht und auch nicht weiter begründet wird. Der gesamte Abschnitt ist eher unglücklich. 26.10.2005 21:08h

2. Wer beteiligt sich an der Einarbeitung von Kritik? - Bitte unterschreiben!

Ich würde mitmachen - Habe auch jetzt schon eine Menge Informationen - einfach melden.

Wenn wir den Artikel in den Review einstellen, muss es Leute geben, die Kritik einarbeiten, dafür recherchieren etc. Wer beteiligt sich?

  • [[Benutzer:Root axs|Root axs [ Root axs ]]] 13:25, 4. Dez 2004 (CET)


Ich denke, es wäre ein deutliches Zeichen der Funktionalität der Wikipedia, wenn wir einen sehr guten RAF-Artikel schaffen könnten. Der jetzige ist schon gut, sollte aber noch ausgebaut und dann durch einen Review kontrolliert werden. Das geht aber nur, wenn eine kleine (oder auch größere) Gruppe organisiert an diesem Artikel arbeitet! Schöne Grüße, [[Benutzer:Root axs|Root axs [ Root axs ]]] 13:25, 4. Dez 2004 (CET)

Streichung Flugzeugentführung

Habe die Flugzeugentführung nach Entebbe aus der Liste der Anschläge gestrichen, das war keine RAF Geschichte sondern, da waren Leute aus den Revolutionären Zellen dran beteiligt. (Von: 217.229.249.218, 16:22, 23. Dez 2004, ergänzt: Root axs [ Root axs ] 00:57, 9. Jan 2005 (CET))

Bitte mal darum, die Flugzeugentführung nach Entebbe zu streichen, das war eine Aktion der PFLP-SC (Volksfront zur Befreiung Palästinas - Special Command), daran haben zwei Mitglieder der Revolutionären Zellen teilgenommen, ähnlich wie bei der OPEC Geschichte. Das ist keine RAF Geschichte!

Terrorismus

Die Qualität des Artikels zeigt sich daran, dass das Wort "Terrorismus" bzw. "Terrorist" erst im siebten Absatz vorkommt. Es gehörte aber in den ersten Absatz. Ich finde, der Artikel verharmlost die RAF. Habe mir gestattet, wenigstens die Kategorie Terrorismus einzufügen.ChrisM 11:21, 26. Dez 2004 (CEST)
Ein mit vielen Beispielen begründeter Kommentar! Meine Hochachtung! OfG, Root axs [ Root axs ] 13:41, 8. Jan 2005 (CET)

ChrisM hat Recht. Root,dein Kommetar war inhaltslos mit dem einzigen Zweck, mit rhetorischen Spielchen die Aussage deines Vorposters niederzumachen. Thufir 13:41, 15. Sep 2005 (CEST)

Oh ja. Es ließt sich so neutral wie die Wettermeldung und läßt die RAF sympathisch wirken. MaikW 00:43, 7.12.2005

Stadtguerilla und Ursprünge der RAF

Habe mir erlaubt, die Stadtguerilla-Konzeption zu erwähnen und die Ursprünge der RAF etwas detaillierter zu erwähnen. MfG JanMan!

Übersicht über die der RAF zugeordneten Aktionen

Ich überlege gerade an der Idee hin und her, die dort aufgeführten Aktionen den einzelnen "Generationen" der RAF zuzuordnen. Was haltet ihr davon? Grüße, Root axs [ Root axs ] 00:51, 9. Jan 2005 (CET)

Wie müsste die Einteilung aussehen? Ein Anfang: Korrigiert bitte, wenn ich falsch liege. Wenn das so in Ordnung ist, werde ich das in den nächsten Tagen einbauen.

  • 11. Mai 1972 bis 24. Mai 1972: ERSTE GENERATION
  • 25. April 1975 bis 18. Oktober 1977: ZWEITE GENERATION
  • 8. August 1985 bis 27. März 1993: DRITTE GENERATION

Schöne Grüße, Root axs [ Root axs ] 13:58, 22. Jan 2005 (CET)

Die Generationen sollten auch im Artikel überarbeitet werden, Stockholm war eine Sache der Zweiten Generation. Nach der Verhaftung der 39 mutmaßlichen Mitglieder der ersten Generation bildeten sich drei verschiedene Gruppen. Die Gruppe 4.2 um die aus der Haft entlassene Magrit Schiller, die aber schnell verhaftet werden konnte, die Stockholm Gruppe (sie stammten alle nur aus Unterstützerkommitees) und die sogenannte Haag-Meyer-Bande, die von Baaders Anwalt Sigfried Haag geleitet wurde. Diese Gruppe besuchte Ausbildungslager im Jemen (PFLP). Nach Haags Verhaftung übernahm Brigitte Monhaupt die Leitung über die Gruppe, zusammen mit den Mitarbeitern der Croisont Kanzlei (Anwalt). Mit zahlreichen Helfer ging sie dann in den Untergrund und führte die Offensive 77 durch.

Aber gerade das mit Stockholm ist doch in meinem Vorschlag enthalten? Kannst du den Rest nicht mal in den Artikel einbauen?--Root axs [ Root axs ] 11:29, 4. Mär 2005 (CET)

Geschichtsverfaelschung

Zum zweiten mal wurde jetzt schon die Verwicklung Otto Schilys bei der Obduktion und den nacher abgenommenen Totenmasken wieder geloescht. Es entspricht aber nachweislich der Tatsache dass er bei der Obduktion anwesend war. NIcht nachgewiesen ist natuerlich ob er von den anschliessend abgenommenen Totenmasken durch den Tuebinger Chefpathologen Hans Joachim Mallach ( ehemaliger SS Offizier gewusst hat ) und genau so war es auch im Artikel formuliert. Desweiteren wollte ich darauf hinweisen, dass es doch auesserst merkwuerdig ist das Irmgard Moeller in der Suizid Nacht merkwuerdigste und lebensgefaehrliche Stichverletzungen hatte Baader sich erschoss und Enslin sich erhaengte. Das Gutachten ueber Baaders Schaedel ist nicht zu bekommen. Der Verlauf des einschusskanals nicht erlautert. Leute gehts euch noch gut. Verschwoerungstheorie, dass ich nicht lache. Ich sehe diese menschen als Verbrecher an ( mit sehr begruendeten Motiven mit denen ich symphatisiere ) aber das groessere Verbrechen war und ist unsere Regierung die natuerlich mal wieder nix gewusst hat. Wie in Bad Kleinem bei Grams ( Pfui ) Ich schaeme mich solangsam hier Artike zu schreiben. (von Ekkenekepen - 05:05, 21. Jan 2005, ergänzt von Root axs [ Root axs ] 13:28, 22. Jan 2005 (CET)) Totenmasken sind in der Geschichte noch nie von Selbstmoerden genommen worden. Schily wurde bewusst als Anwalt von der REgierung gewaehlt, ja er war ein Gluecksfall bei der Vaeterlichen Vergangenheitsgeschichte Ich sagte schon mal 1 und 1 macht manchmal 3 --Ekkenekepen 05:06, 3. Feb 2005 (CET)

Also mein Haupt-Motiv, das zu löschen, ist, dass der Absatz, so, wie er dasteht, sich mir nicht erschliesst. Ich sehe den Skandal oder überhaupt die Bedeutung des Absatzes nicht. Aber auch wenn du die erklären kannst, wirst du eine seriösere Quelle vorlegen müssen. --Eike sauer 10:26, 21. Jan 2005 (CET)

Welche Quelle ist den serioser als der Spiegel selbst. Dann konkretisiere doch bitte mal was deine Eckdaten und Fundamentaldaten fuer eine seriose Quelle bedeuten. Skandal. Und wenn sich die Bedeutung und Tragweite nicht erschliesst. Totenmasken waren Trophaen von ganz ernst zu nehmenden Feinden. Mann sollte diesen Terroristen die Ehre zukommen lassen die Ihnen gebuehrt. Es ward nicht Recht aber die Stammheim Prozesse sind doch sehr aufschlussreich.

Also bitte welche seriose Quelle soll geliefert werden ???? (von 202.142.210.8 - 06:36, 22. Jan 2005, ergänzt von Root axs [ Root axs ] 13:28, 22. Jan 2005 (CET))

Mit - sagen wir mal nicht sehr vertrauenserweckend - meinte ich iran-azad.de. Aber die Geschichte wird auch unter http://www.spiegel.de/spieg... erwähnt.
Ich hab mich jetzt mal unter Totenmaske schlau gemacht, was das so ist. Scheint mir ungewöhnlich, von RAF-Terroristen Totenmasken anzufertigen, aber "Die Tragweite" erschliesst sich mir immer noch nicht so richtig...
--Eike sauer 13:38, 22. Jan 2005 (CET)

"Der Spiegel selbst", also bitte. Ansonsten hab ich das mal überprüft: Ein Artikel unter dem Titel ist am 14.10.2002 erschienen (siehe [LINK]). Ob deswegen der Text unter [LINK] auch stimmt, weis ich nicht, denn es ist nicht die Spiegel-Seite, wie ja dir vielleicht auch aufgefallen ist (nur zur Verdeutlichung, denn es handelt sich also nicht um "den Spiegel selbst"). Trotzdem gehe ich aber davon aus.
Wie Eike sauer sehe auch ich keinen Skandal - außer einen der sehr begrenzt auf diesen SS-Typen bezogen ist. Otto Schily hat damit rein gar nichts zu tun und die Ergebnis der Obduktion scheint im Artikel eher seriös. Auch sehe ich keine Relevanz für den Artikel (besonders an der Stelle, an der du einfügtest; besonders in dem Verschwörungstheoretiker-Habitus mit dem du das vertrittst).
Ich füge den Link (weil er als - wenig skandalträchtige - Annekdote ganz nett zu lesen ist) unter Weblinks hinzu. Damit erachte ich das Thema eigentlich als geklärt. Schöne Grüße, Root axs [ Root axs ] 13:28, 22. Jan 2005 (CET)

Totenmaske sagt: "Hauptsächlich dienten sie in allen Zeiten dazu, aus den Masken Bildnisse oder Büsten herzustellen." Sollte das der Grund sein, dass der Staat sie hat anfertigen lassen? Um nach der Revolution Helden-Statuen aufstellen zu können? ;o) --Eike sauer 10:31, 3. Feb 2005 (CET)
Es wurden noch nie Totenmasken von Selbstmoerden genommen.

Aha. --Eike sauer 13:26, 5. Feb 2005 (CET)

Friederike Krabbe

Wer hat den Hinweis auf Friederike Krabbe gelöscht ? Wirklich große Klasse ! Wer hat nur soviel Halbwissen ? Oder ist das schon Dummheit ? --Wilm Wilmink 21:30, 28. Okt 2005 (CEST)

Überfall Opec Wien 1974

wird der nicht auch irgendwie der RAF zugerechnet? Aktion Schwarzer September => Nachfolge RAF oder wie hängen die Zusammen ? Subversiv-action 04:12, 31. Jan 2005 (CET)

Linkanzahl

Ich bin nicht der Meinung, dass wir höchstens 5 Links haben sollten, wie das Eike Sauer tendenziell meint. Schon gar nicht bin ich der Meinung, dass einfach irgendwas gelöscht werden sollte (Bsp. ist diese Seminararbeit). Das haben irgendwelche Leute mal beigetragen. Jetzt wird ohne Begründung und Kommentar das einfach wieder weggemacht. Ungut. Wenigstens könnte man das hier begründen, aber hinreichend wäre eigentlich nur, hier mal Andere zu fragen und dazu zu sagen, warum x löschenswert sei.--Root axs [ Root axs ] 19:11, 5. Feb 2005 (CET)

Hallo! Dass ich mir die Zahl fünf nicht aus den Fingern gesogen habe, weisst du sicherlich. Wenn dir meine Löschvorschläge nicht gefallen - und habe ja deutlich mehr als fünf übriggelassen -, welche Links würdest du denn löschen wollen?
Wenn man die Wahl hat zwischen ellenlangen Originaldokumenten (die man hier nicht in der Länge haben will, und die in ihrer Ausdrucksweie IMHO auch einiges aussagen) und einer Seminararbeit irgendeines Polizeischülers, fällt mir die Entscheidung nicht schwer. Auch weil man entscheidende Erkenntnisse der Seminararbeit eher übernehmen könnte als Zig Seiten lange Originaldokumente. Eigentlich sollte natürlich auch der Link über die Totenmasken wegfallen, aber auf den Krieg hab ich im Moment keine Lust. --Eike sauer 19:46, 5. Feb 2005 (CET)

Klar ist richtungsmäßig Konsens, sich eher nicht als Linkverzeichnis zu begreifen. Das heißt aber nicht, dass dies in allen Fällen in absoluter Form (5!) berechtigt ist. Das erstmal.
Ich finde sicherlich in diesem Fall ein oder zwei Links streichens- oder verschiebenswert, denke aber von den meisten, dass sie ihre Berechtigung haben und nicht gegeneinander abgewogen werden müssen. Diese Seminararbeit fand ich partiell ganz interessant und war generell der Meinung, dass sie der Herkunft halber erwähnenswert sei. Jedenfalls finde ich sie so "wichtig", dass sie nicht einfach mit Verweis auf die Linkanzahl und ohne jeden weiteren Kommentar gelöscht werden sollte.
Der Welt-Artikel war nicht unbedingt erwähnenswert, stimmt; mea culpa. Ein RAF-Forum fand ich als Link schon immer Unsinn. Ja, das mit den Trophäen stimmt auch. Unentschieden bin ich bei dem Rote-Hilfe-Krams. Tendenziell bin ich aber eher gegen Löschungen von halbwegs bereichernden Links.
Achso: Wer will denn eigentlich welche zig Seiten lange Originaldokumente übernehmen??
Grüße, Root axs [ Root axs ] 02:20, 6. Feb 2005 (CET)
Sorry, das mit den Originaldokumenten habe ich gerade kapiert...--Root axs [ Root axs ] 02:21, 6. Feb 2005 (CET)

Es müssen nicht immer genau fünf Links sein, da sind wir uns einig.
Ich muss zugeben, ich hab mir die Seminararbeit jetzt das erste mal grob angesehen - und finde sie jetzt erst recht löschenswert. Sicherlich ist es ganz lustig, dass ein Polizeischüler sowas schreibt, aber ich find' die Arbeit trotzdem schlecht geschrieben, arg unneutral und nicht sehr aufschlussreich.
Beim Rote-Hilfe-Krams hab ich auch kurz nachgedacht, aber na jut...
--Eike sauer 13:14, 6. Feb 2005 (CET)
Hab nochmal drüber nachgedacht: Die Seminararbeit finde ich jetzt nicht wirklich allgemein bedeutend. Es sollte noch eine Löschung mehr geben (maskenhaft). Gruß, Root axs [ Root axs ] 11:16, 4. Mär 2005 (CET)

Mehr Neutralitaet oder Verharmlosung/Ungenauigkeit?

Eine IP aendert Worte, wie "linksterroristische" in "linksextremistische", "terroristischer Anschlaege" in nur "Anschlaege" usw. Ich finde das unnoetig, weil die RAF eine terroristische Organisation war und das deshalb auch im Artikel stehen sollte. Bevor kein Einspruch gegen meine Reverts kommt, werde ich also damit weitermachen.--Hoheit Hoheit 16:25, 10. Feb 2005 (CET)

"terroristisch" ist auf jeden Fall abgemessen. Das Wort "Linksterroristisch" geht mir irgendwie gegen den Strich, obwohl ich nicht genau sagen kann warum. Auf jeden Fall wird die politische Richtung ja im Text noch erklärt, müsste da also nicht auftauchen. Na ja, wie dem auch sei. :o) --Eike sauer 19:41, 10. Feb 2005 (CET)

Opfer der RAF, gestorbene RAF-Mitglieder

Die Angaben in der Einleitung über die Anzahl der Leute, die von der RAF getötet wurden, sowie die Toten der RAF selber stimmt nicht mit der (nachgezählten) Anzahl der Opfer der RAF und der toten RAF-Leute in der weiter unten stehenden Namensliste überein. Entweder muss nach meiner Logik das eine oder das andere korrigiert werden. Zum anderen ist es in der Einleitung etwas unglücklich formuliert, wenn es sinngemäß heißt, dass so und soviel (34 (?)) Menschen bei Anschlägen getötet wurden und so und so viel (27 ?) Mitglieder der RAF starben. Das könnte der eine Unbedarfte so verstehen, dass die Toten der RAF ein Teil der 34 Toten durch Anschläge waren, die Opfer der RAF demnach nur sieben Personen waren, der andere könnte meinen, dass die Toten der RAF nicht als Menschen gezählt werden (auch wenn manche geifernde Zeitgenossen die Angehörigen der RAF möglicherweise nicht zur gattung mensch zählen sollten, ist es in einem WP-Artikel nicht angebracht). - Ich hatte schon vor einiger Zeit den Satz sinnvoller ergänzt in "zusätzlich starben 27 Mitglieder der RAF". Irgend jemand hat das aus mir nicht nachvollziehbaren Gründen wieder rückgängig gemacht. Jetzt schreibe ich dieses störende Moment eben hier in die Diskussionsseite. Vielleicht ändert das mal jemand, der an dem Artikel mehr Ambitionen hat. Ich selber hab grad keine Lust auf das dauernde Hin und her mit Reverts und Gegenreverts im Artikel, ist mir einfach zu mühselig. Ach ja - nebenbei noch was. Ich nehme kaum an, das Schily heute in der Öffentlichkeit immer noch sagen würde, dass der Tod der ersten Generation kein Selbstmord war. Was er tatsächlich heute glaubt, und über welche Infos er verfügt, weiß ich natürlich nicht. Deswegen würde ich beim entsprechenden Satz einfach schreiben, dass er damals den Selbstmord anzweifelte (davon ausgehend, dass das auch stimmt). Auch das hatte ich in dem Artikel schon mal geschrieben (eben auf damals bezogen), aber auch das wurde wieder revertiert (ich glaube vom Benutzer, dem die Totenmasken so wichtig waren - warum auch immer, - es geht eben teilweise sehr kurios im Artikel zu, ich beobachte ihn halt weiterhin). Schönen gruß von Ulitz 22:03, 11. Feb 2005 (CET)

Literaturangaben

Warum ist als erstes Buch unter Literatur das Buch "Raf-Phantom" angegeben, wenn im ganzen Artikel keinerlei Bezug da zu genommen wird? Bei diesem Buch handelt es sich um eine der umstrittensten Positionen zum Thema Terror in Deutschland. Schließlich ist die Hauptthese der Autoren, das die RAF 1980 aufgehört hat zu existieren und danach nur noch Geheimdienste die Anschläge auf die RAF schoben.Zumahl das Buch auch noch sehr leicht wiederlegbar ist und mehr "Blödsinn" als eine Wissenschaftliche Arbeit darstellt!

Ich glaube, dass man das erwähnen sollte, das es ja immerhin exisitert. Gibt's da ein Buch/Arbeit/etc. wo das enkräftet wird? Das sollte man dann erwähnen. Überhaupt halte ich die Literaturliste für bearbeitenswert...--Root axs [ Root axs ] 11:25, 4. Mär 2005 (CET)

JVA Weiterstadt

-->"zentral geplant als "Abschiebeknast" des Flughafens Frankfurt"

Gibts dazu irgendwelchen Quellen?

Vor allem ist das ein Untersuchungshaftgefängnis fürs Rhein-Main-Gebiet...

So viele Leute sitzen auch nicht in Abschiebehaft, daß das nicht vor Ort (also da wo sie gewohnt haben) oder am Flughafen geht...

==3.Generation = Wirklichkeit? == Ich habe vor kurzem einen Bericht darüber gelesen, dass die 3. Generation der RAF nicht wirklich existiert hatte. Dort wurde geschrieben, dass die Täter bis heute noch nicht vollständig aufgeklärt sind und die 3.Generation demnach nur ein Sünenbock für Andere war... Ist dies tragbar oder kann man sich auf diese Quellen nicht verlassen? siehe:*http://ourworld.compuserve.... '*http://www.rafinfo.de/hist/... Liebe Grüße von ~CarpeDiem~ 16:41, 26. März 2005 (CET)

Es ist zumindest öfter mal zu hören, so dass man es als (insgesamt wenig verbreitete) Theorie erwähnen könnte. --Eike sauer 18:03, 26. Mär 2005 (CET)

Siehe dazu auch weiter oben ("Literaturangaben"). In genanntem Buch wird die These ebenfalls verbraten. Die IP von oben fand aber, dass diese These leicht zu widerlegen sei, keine Ahnung. Ich denke auch, dass man vielleicht im Absatz der dritten Generation darauf Bezug nehmen könnte. Grüße, Root axs [ Root axs ] 10:34, 28. Mär 2005 (CEST)

- Die Einteilung der RAF-Mitglieder in Generationen ist allgemein problematisch, weil diese Einteilung von unterschiedlichen Institutionen der bürgerlichen Gesellschaft ("System") aufgestellt wurde. Wissenschaftlich problematisch wird die Einteilung spätestens mit der "3. Generation", da der beschriebene lose Zusammenhang der Gruppe mit diesem Begriff, der gleichzeitig aufgrund der Aufzählung einen kontinuierlichen Zusammenhang innerhalb der RAF vorgaukelt, nicht wirklich dargestellt werden kann. mfg alex

Haha, das böse "System". Da kann man nur mit dem Kopf schütteln. Thufir 19:44, 27. Nov 2005 (CET)

Lesenswerter Artikel

Anerkennung. Während der Lektüre komme ich zu dem Schluss, dass dieser Artikel zumindest in die Reihe der lesenswerten Artikel gehört. Er ist gut recherchiert, flüssig geschrieben und weist auf Widersprüche zur offiziellen Sichtweise der BRD-Organe in angemessener Form hin. Stimme aus dem Off 10:48, 1. Aug 2005 (CEST)

GSG-9-Mann

Hallo, den Spiegel-Artikel habe ich damals mit Interesse gelesen. Berichtet wird nicht nur, dass bei der GSG-9 Mann bei einem Schusswechsel tötete sondern sogar, dass das Opfer gezielt erschossen wurde. Also weder im Sinne eines Gefechts noch eines finalen Rettungsschusses. Ob nun die Zeugen recht haben, ob es der Spiegel richtig berichtet oder ob die offizielle Version der GSG-9 richtig ist und sich die Zeugen täuschen, das weiß ich natürlich nicht. Gruß Stimme aus dem Off 11:33, 1. Aug 2005 (CEST)

Protestantismus, Pietismus, Okkultismus und RAF

Ein wesentlicher Themenkreis fehlt: sehr viele RAF-Mitglieder entstammen protestantischen Pfarrersfamilien oder zumindest protestantischem und pietistischen Umfeld. Je näher man da hinguckt, desto gruseliger wird es. Als Google Tipp empfehle ich

google "Protestantismus - RAF"

Ich lasse diese Bemerkung einmal reifen wie einen guten Käse. In 6 Wochen mehr. Stimme aus dem Off

absolut, wichtiger faktor. die gut/böse sichtweise der RAF zb hat einen sehr direkten connex zum religiösen. Snotty 13:02, 2. Okt 2005 (CEST)

dazu: "Gudrun Ensslin sagte immer »Ihr rennt durch ’zig Wohnungen, fickt lauter Bräute und raucht Haschisch. Das macht euch wohl Spaß? Dieser Job darf keinen Spaß machen. Das ist ein harter Job.«" aus "Wie alles anfing" von Bommi Baumann Snotty 19:47, 2. Okt 2005 (CEST)

Lesenswert-Diskussion

  • Pro - finde diesen artikel sehr interessant. habe nirgends so viele (sinnvollen) infos über diese gruppierung gefunden als hier. lob an die autoren! Mario23 00:47, 30. Aug 2005 (CEST)
    • Contra - 1.) Es wird gar nicht behandelt, wie die Gesellschaft auf die RAF reagiert hat. Ebenso fehlen die Reaktionen des Staates (neue Gesetze oder Vorschriften, was hat sich bei der Polizei geändert, neue Abteilung beim BKA). 2.) Beziehungen bzw. Zusammenarbeit der RAF mit ausländischen Terroristen bzw. Terrororganisationen werden nicht erwähnt. Gibt es da nichts ?3.) Wie hat sich die RAF organisiert (falls es dazu Erkenntnisse gibt) ? 4.) Folgender Satz stößt etwas sauer auf: " Die erste Generation (Baader-Meinhof-Gruppe) und darin vor allem die frühere Journalistin Ulrike Meinhof entwickelten für ihre „revolutionäre“ Radikalität eine linksextrem-intellektuelle Theorie, die teilweise von überraschender Klarheit zeugt. " -> Sollte schon erklärt werden, was hier so überraschend klar ist. Klingt etwas befremdlich, als ob da Bewunderung mitschwingt. 5.) Manche Terroristen haben sich doch während ihrer Haft und danach zur RAF geäußert. Davon könnte man auch was bringen. 6.) Man könnte auch mal erwähnen, daß es denen egal war, wenn Fahrer oder Piloten (also völlig Unbeteiligte) bei ihren Aktionen drauf gehen (wenn schon so viel Platz für ihre "Theorie" und die Selbstmord-Theorien ist. Fazit: Contra. Gruß Boris Fernbacher 09:34, 30. Aug 2005 (CEST)
      • Neutral der teil Therorie der RAF sollte mE noch deutlich ueberarbeitet werden. zum teil soll die theorie von ueberrraschender klarheit zeugen, 3 zeilen weiter unten wird von wirren inhalten in der theorie gesprochen. die aussagen zur isolationshaft kenne ich bisher nicht (videokamera und bubeck-aussage) und wuerde mir dafuer noch quellen wuenschen. man sollte mE auch nicht mit einer einzigen aussage eines offensichtlich befangenen zeugen wohl allgemein anerkannte aussagen widerlegen. das maß in dem die terroristischen aktionen behandelt werden ist fuer mein verstaendnis das mindestmaß, es fehlt aber darueberhinaus, wie bereits oben geschrieben fast komplett die "RAF im gesamtgesellschaftlichen zusammenhang". vielleicht waere es auch hier interessant etwas von der theorie der raf zu schreiben und nicht nur ueber sie. die tabelle der anschlaege der raf scheint mir auch unvollstaendig, wenn die befreiung baaders die erste aktion gewesen sein soll. --Esco 10:44, 30. Aug 2005 (CEST)
        • Contra Ich schließe mich da ganz Boris Fernbacher an. Tilla 11:25, 30. Aug 2005 (CEST)
          • contra Pseudo-PD-Bilder gehören nicht in einen lesenswerten Artikel. --Leipnizkeks 12:11, 30. Aug 2005 (CEST)
          • Contra Ich sehe den Hauptkritikpunkt ebenfalls am Absatz Theorie. Die zahlreichen Verbrechen der RAF an (selbst nach ihrer Theorie) unbeteiligten wird unterschlagen. Neben diesem gewichtigen Kritikpunkt verliert sich der Theorieteil in den typischen -ismen der linken politischen Richtungen, anstatt greifbar Fakten und Ansichten darzulegen. (Wieso lese ich dort z.B,. nix über ihr Konzept "Stadtguerilla"?) - Beste Grüße Nasiruddin 21:56, 30. Aug 2005 (CEST)
            • contra warum die Bilder von Andreas Baader, Brigitte Mohnhaupt und Schleyer PD sein sollen, erschliesst sich mir auch nicht. --Finanzer 00:32, 31. Aug 2005 (CEST)
            Was heißt PD? Tilla 11:25, 31. Aug 2005 (CEST)
            Public Domain. --Huebi 11:37, 31. Aug 2005 (CEST)
            Und was heißt das auf Deutsch? Tilla 14:00, 31. Aug 2005 (CEST)
            Auf deutsch heisst das Gemeinfreiheit. Soll heissen die Bilder sind angeblich völlig rechtefrei. --Finanzer 23:24, 31. Aug 2005 (CEST)

            • Contra Christian Klar, einer, wenn nicht, der, führende Kopf der II. Generation,
              wird grad eben so nebenbei, als noch im Gefängnis sitzend erwähnt. Außerdem kann ich zur Theorie nur den Vorschreibern recht geben. So ist der Inhalt noch zu dünn. --Memecry 18:49, 31. Aug 2005 (CEST)


              Diese Definition bzw. Erklärung des Begriff Rote Armee Fraktion und dessen Bedeutung wurde zuletzt am 8.2.2006 aktualisiert (Glossar Lexikon Enzyklopädie).


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