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Der Artikel Ruhrgebiet gehört zur Kategorie: Lesenswert, Region in Nordrhein-Westfalen, Ruhrgebiet, Metropolregion, Historische Landschaft
| Karte | |||
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| Basisdaten Ruhrgebiet | |||
| Bundesland: | Nordrhein-Westfalen | ||
| Landschaftsverbände: | Rheinland, Westfalen | ||
| Regierungsbezirke: | Arnsberg, Münster, Düsseldorf | ||
| Körperschaft: | Regionalverband Ruhr | ||
| Fläche: | 4.435 km² | ||
| Einwohner: | 5.317.565 (1. Oktober 2004) | ||
| Bevölkerungsdichte: | 1.199 Einwohner/km² | ||
| Höchster Punkt: | 420 m ü. NN (Breckerfeld) | ||
| Niedrigster Punkt: | 14 m ü. NN (Xanten) | ||
| Nord-Süd-Ausdehnung: | 67 km | ||
| West-Ost-Ausdehnung: | 116 km | ||
| Geografische Lage: | 51° 12' - 51° 49' n. Br. 6° 22' - 7° 59' ö. L. | ||
| Kfz-Kennzeichen: | BO, DO, DU, E, GE, HA, HAM, HER, BOT, MH, OB, EN, RE, UN, WES | ||
| Gliederung des Ruhrgebiets: | 11 kreisfreie Städte, 4 Kreise | ||
| Website: | www.ruhrgebiet.de | ||
| Politik | |||
| RVR-Verbandsdirektor: | Heinz-Dieter Klink (SPD) | ||
| Bevölkerung | |||
| Arbeitslosenquote: | 13,2 % (4. Januar 2005) | ||
Das Ruhrgebiet ist ein Ballungsraum in Deutschland mit etwa 5,3 Millionen Einwohnern. Es besteht mehrheitlich aus einer Reihe von zusammengewachsenen Großstädten. Die Oberzentren der Region entstanden bereits im Mittelalter und erreichten ihre heutige Ausdehnung und Struktur mit der Industrialisierung im 19. und 20. Jahrhundert.
Im Allgemeinen versteht man das Gebiet des Regionalverbands Ruhr (RVR) als Ruhrgebiet. Zum RVR gehören die kreisfreien Städte Bochum, Bottrop, Dortmund, Duisburg, Essen, Gelsenkirchen, Hagen, Hamm, Herne, Mülheim an der Ruhr und Oberhausen sowie die Kreise Recklinghausen, Unna, Wesel und der Ennepe-Ruhr-Kreis. Die Daten im Folgenden beziehen sich daher auf dieses Verwaltungsgebiet. Da der Begriff „Ruhrgebiet“ jedoch keine offizielle Verwaltungsbezeichnung darstellt, sind die genauen Grenzen interpretationsabhängig.
Geografie
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Karte der Siedlungsstruktur des Ruhrgebiets Bildherkunft |
Das Ruhrgebiet wird grob durch die Flüsse Ruhr im Süden, Rhein im Westen und Lippe im Norden begrenzt. Die östliche Ausdehnung des Ruhrgebiets reicht bis an die Linie Hagen-Hamm. Im Südosten grenzt es an das Sauerland, im Südwesten an das Bergische Land, im Westen reicht das Ruhrgebiet bis weit in die Region Niederrhein hinein und im Norden bis in das Münsterland. Die West-Ost-Ausdehnung von Sonsbeck bis Hamm beträgt 116 km, die Nord-Süd-Ausdehnung von Haltern am See bis Breckerfeld 67 km.
Die Städtelandschaft liegt übergreifend in verschiedenen naturräumlichen Landschaftseinheiten. Im Norden und Osten hat das Ruhrgebiet Anteil an der Westfälischen Bucht, im Süden am Rheinischen Schiefergebirge und im Westen an der Niederrheinischen Tiefebene. Die Kernzone des Reviers wird von der Hellwegbörde und der Emscherniederung eingenommen.
Den Angaben des Regionalverband Ruhr (RVR) zufolge sind 37,6 % der Fläche des Ruhrgebiets bebaut. 40,7 % der Fläche werden landwirtschaftlich genutzt. Der Waldanteil beträgt 17,6 %. Die übrigen Anteile entfallen auf Wasserflächen und sonstige Flächen. Der für eine Industrieregion relativ hohe Anteil an Wald- und Landwirtschaftsflächen erklärt sich zunächst durch die, ebenfalls zum RVR gehörigen vier überwiegend ländlich geprägten Kreise. Außerdem besitzen vielfach auch die kreisfreien Städte des Ruhrgebiets in ihren Außenbezirken ländlichen Charakter.
Auf einer Karte betrachtet könnte man das Ruhrgebiet für eine einzige Großstadt halten, da es teilweise keine erkennbaren Grenzen zwischen den einzelnen Städten gibt. So ist das Ruhrgebiet als eine polyzentrische Städtelandschaft zu bezeichnen.
Das Ruhrgebiet ist jedoch auf Grund seiner Geschichte gänzlich anders strukturiert als monozentrisch besiedelten Gebiete, wie beispielsweise Berlin oder Paris, die durch rasches Zusammenwachsen kleinerer Orte und Städte mit einer Kernstadt entstanden sind. Die einzelnen Städte und Stadtteile des Ruhrgebiets sind jedoch während der Industrialisierung unabhängig voneinander gewachsen.
Die Übergänge zwischen den Städten sind oft durch eine lockere Vorortbebauung und teilweise sogar durch landwirtschaftlich genutzte oder gänzlich unbebaute Gebiete geprägt. Teilweise sind die Stadtgrenzen in der Kernzone des Ruhrgebiets aber auch nur schwer zu erkennen, da die Grenze quer durch dichte Besiedlung verläuft.
Das Ruhrgebiet und seine Entwicklung vom ursprünglichen Naturraum zum Standort der Montanidustrie und rasanten Besiedlung während der Industrialisierung ist ein häufig gewählter Forschungsgegenstand der Anthropogeographie. So wird beispielsweise die Siedlungsgeschichte des Ruhrgebiets in Bezug auf das klassische System der Zentralen Orte untersucht.
Im Zuge der Rekultivierung von Industriebrachen entstehen neue Parklandschaften und Naherholungsgebiete wie zum Beispiel der Landschaftspark Emscherbruch im nördlichen Ruhrgebiet. Entlang der teilweise renaturierten Emscher bildet der Emscher Landschaftspark, der die in den 1920er Jahren entstanden Revierparks verbindet, Grüngürtel zwischen den Städten.
Geologie
Geologisch wird das Ruhrgebiet regelmäßig über das Vorkommen von Kohle-führenden Schichten des Oberkarbon definiert, mehr oder weniger unabhängig von deren Tiefenlage. Die Kohle-Flöze streifen entlang der Ruhr die Oberfläche und senken sich nach Norden ab.In Höhe der Lippe liegen die Flöze in einer Tiefe von 600 bis 800 m. Die Mächtigkeit der Schichten liegt durchschnittlich bei einem bis drei Metern. Die Geologie des Untergrundes war entscheidend für die Entwicklung des Kohlebergbaus im Ruhrgebiet.
Bezeichnung
Die geläufigsten Bezeichnungen sind heute Ruhrgebiet und Revier. Seit einigen Jahren wird außerdem der Begriff Ruhrstadt benutzt. Die umgangssprachlichen Begriffe Kohlenpott, Ruhrpott oder einfach Pott (von Pütt für Bergwerk) sind in der Bevölkerung weit verbreitete Eigenbezeichnungen der Region. Sie werden vom RVR gerne für Marketingstrategien genutzt und sind dadurch auch überregional bekannt.Lange Zeit wurden verschiedene Namen für die Region benutzt: „Rheinisch-Westfälischer Industriebezirk“, „Rheinisch-Westfälisches Industriegebiet“, „Niederrheinisch-Westfälisches Industriegebiet“ oder „Ruhrrevier“ – während das Wort „Ruhrgebiet“ zunächst nur den Einzugsbereich des Flusses „Ruhr“ benannte. Als Name für die Industrieregion – wie im heutigen Sinn – bürgerte sich die Bezeichnung erst um 1930 ein. Die übrigen Bezeichnungen finden heute kaum noch Verwendung.
Identifikation
Die Bevölkerung des Ruhrgebiets wird, historisch bedingt, zu den Rheinländern oder Westfalen gezählt. Diese Zugehörigkeit begleitet zumeist, insbesondere in den industriell geprägten Kerngebieten, die Verbundenheit mit dem Ruhrgebiet. In den Randzonen des RVR, also vor allem in den äußeren Bereichen der Kreise Wesel, Recklinghausen, Unna und dem Ennepe-Ruhr-Kreis fühlen sich Teile der Bevölkerung eher zum Niederrhein, Münsterland oder Sauerland zugehörig, da eine Identifikation mit dem „Ruhrgebiet“ aufgrund der vorwiegend ländlichen Prägung beziehungsweise der historischen Zugehörigkeit zu anderen Gebieten nicht gegeben ist. Selbst in den Flügelstädten das Ruhrgebiets Duisburg und Dortmund fühlen sich Teile der Bevölkerung auch dem Rheinland beziehungsweise Westfalen zugehörig.Metropolregion Rhein-Ruhr
Das Ruhrgebiet ist mit seinen 5,3 Millionen Einwohnern nach der Île-de-France, Moskau, Greater London und Istanbul das fünftgrößte Ballungsgebiet Europas und überwiegend Teil der Metropolregion Rhein-Ruhr. Diese ist bereits seit 1995 von der Ministerkonferenz für Raumordnung, die in Deutschland über sogenannte Europäische Metropolregionen entscheidet, geschaffen worden. Damit ist das Ruhrgebiet auch Teil des von der Europäischen Kommission im Jahr 1999 aufgestellten Europäischen Raumentwicklungskonzeptes (EUREK).Verwaltung
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Karte der Verwaltungsstruktur des Ruhrgebiets Bildherkunft |
Die übergeordnete Verwaltungsebene des Ruhrgebiets ist der Regionalverband Ruhr (RVR) mit Sitz in Essen.
Zu diesem Verband gehören die kreisfreien Städte Bochum, Bottrop, Dortmund, Duisburg, Essen, Gelsenkirchen, Hagen, Hamm, Herne, Mülheim an der Ruhr und Oberhausen sowie der Ennepe-Ruhr-Kreis und die Kreise Unna, Recklinghausen und Wesel.
Das Verbandsgebiet verteilt sich über die Landschaftsverbände Rheinland (4 kreisfreie Städte, 1 Kreis) und Westfalen-Lippe (7 kreisfreie Städte, 3 Kreise) sowie über Regierungsbezirke Arnsberg, Düsseldorf und Münster, deren Verwaltungsstädte jedoch alle außerhalb des Ruhrgebiets liegen.
Die verwaltungsrechtliche Teilung des Ruhrgebiets ist geschichtlich begründet. So führte bereits die Grenze zwischen Franken (Niederfranken) und Sachsen (Westfalen) mitten durch das heutige Ruhrgebiet. Das heutige Ruhrgebiet gehörte zu den folgenden Herrschaftsbereichen: Vest Recklinghausen, Fürstbistum Münster, Grafschaft Limburg, Grafschaft Mark, Herzogtum Berg, Herzogtum Kleve, Reichsstadt Dortmund, Reichsstift Essen und Reichsabtei Werden und zur Herrschaft Styrum. An diesen Grenzen orientieren sich die Gebiete der noch aus preußischer Zeit übernommenen Regierungsbezirke. Vom Deutschen Kaiserreich bis ins Dritte Reich war es offen erklärte Politik, das Ruhrgebiet geteilt zu halten um es politisch nicht zu stark werden zu lassen. Kaiser Wilhelm II. wollte durch die politische Zersplitterung die Bildung einer überregional bedeutenden Metropole verhindern. Neben der politischen EInheit verweigerte er aus diesen Grund auch die Ansiedlung von Universitäten und Kasernen in diesem Siedlungsraum.
Nach den Plänen der Landesregierung soll diese alte Struktur in einer Verwaltungsreform bis 2012 aufgehoben werden. Die Bezirksregierungen sollen durch neue Regionalpräsidien, von denen eines das Ruhrgebiet umfassen soll, ersetzt werden. Seit Jahren gibt es die Überlegung, einen Regierungsbezirk Ruhr zu bilden oder sogar alle Städte und Kreise des Ruhrgebietes zu einer Millionenmetropole Ruhrstadt zusammen zu schließen.
Geschichte
Hauptartikel: Geschichte des RuhrgebietsIndustrialisierung
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Rheinisch-Westfälisches Kohlengebiet 1896 Bildherkunft |
Die Region, die heute als Ruhrgebiet bezeichnet wird, war Ende des 18. Jahrhunderts landschaftlich vergleichbar mit dem Münsterland und dem Niederrhein – einzelne Städtchen und kleine Dörfer, die vor allem durch die Landwirtschaft geprägt waren. Anfang des 19. Jahrhunderts waren Duisburg und Dortmund die größten Städte mit mehr als 5.000 Einwohnern. Zur selben Zeit lebten in der Munizipalität Mülheim an der Ruhr im Süden der Region bereits mehr als 11.000 Menschen. Gelsenkirchen und Herne im nördlich gelegenen Emscherland dagegen hatten zu dieser Zeit lediglich einige hundert Einwohner.
Frühe Kerne der Industrialisierung bildeten einzelne Eisenhütten (St.-Antony-Hütte ab 1758 in Oberhausen-Osterfeld; Gutehoffnungshütte ab 1782 in Oberhausen-Sterkrade und Eisenhütte Neu-Essen ab 1791 in Oberhausen-Lirich). Hier entstanden wichtige frühe Technologien der Eisenerzeugung und Maschinen, die den wirtschaftlichen Abbau der Kohle förderten.
Kohle wurde zwar schon im 13. Jahrhundert abgebaut – ein Ausgangspunkt des Ruhrbergbaus war das Muttental bei Witten – jedoch kann man dabei nicht von Bergbau, sondern eher von Kohlengräberei sprechen. Mit dem wirtschaftlichen Abbau der Kohle ab Anfang des 19. Jahrhunderts entlang der Ruhr gewann die Industrialisierung für das Ruhrgebiet an Fahrt.
Innerhalb weniger Jahre entstanden über 220 Zechen, bis 1850 waren es fast 300. Aus der Kohle wurde vor allem in Kokereien Koks gewonnen, welches in den Hochöfen der angesiedelten Eisen- und Stahlhütten zur Roheisen- und Stahlerzeugung benötigt wurde. Noch bevor die Kohlevorkommen entlang der Ruhr erschöpft waren, entstanden weiter nördlich neue Zechen. Der Ruhrbergbau wanderte, den Flözen in die Tiefe folgend, von Süden nach Norden, von der Ruhr an die Emscher und schließlich zur Lippe. Laut Veröffentlichungen von Prof. Dr. Roland Günter hat es insgesamt etwa 3.200 einzelne Zechen im Ruhrrevier gegeben.
Die Erschließung des Ruhrgebiets als Lieferanten für Kohle und Stahl für die aufstrebende Industrie förderte die Gründung vieler Eisenbahngesellschaften. Siehe hierzu: Liste der Bahngesellschaften und Strecken im Ruhrgebiet
Aufgrund der wirtschaftlichen Expansion wurden Arbeitskräfte angeworben. Die Bevölkerungszahlen stiegen explosionsartig. Die alten Städte am Hellweg erwachten zu neuer Blüte. Vormalige Dörfer entlang der Emscher entwickelten sich zu Großstädten. Qualifizierte Facharbeiter der Bergwerke wurden vielfach in Arbeitersiedlungen, sogenannten Zechenkolonien, untergebracht. Der Ruhrkohlenbezirk wuchs zum größten industriellen Ballungszentrum Europas an.
Strukturwandel
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Opelwerk 1 in Bochum Bildherkunft |
Seit Beginn der Kohlekrise im Jahr 1958 befindet das Ruhrgebiet sich in einer anhaltenden Phase des Strukturwandels, der von großen wirtschaftlichen Anpassungsschwierigkeiten gekennzeichnet ist. Die Industriezweige, auf die sich das Ruhrgebiet begründete, Steinkohleförderung und Stahlindustrie werden rar: Es gibt im Ruhrgebiet nur noch 7 fördernde Verbundbergwerke (West, Walsum, Lohberg-Osterfeld, Prosper-Haniel, Lippe, Auguste Victoria/Blumenthal, Ost), eine Kokerei in Bottrop und ein Rohstahlwerk in Duisburg. Bergbau findet heute vor allem in den Randzonen des Ruhrgebiets statt, in der Ruhr- und Emscherzone der Region sind die Zechen inzwischen stillgelegt. Zwischen 1980 und 2002 gingen etwa die Hälfte der 1 Million Arbeitsplätze im produzierenden Gewerbe verloren während etwa 300.000 Arbeitsplätze im Dienstleistungssektor geschaffen wurden.
Während dessen sind jüngere Industrien wie Maschinenbau und Elektronik und nichtindustrielle Branchen wie der Dienstleistungssektor noch nicht ausreichend nachgewachsen. Ein wichtiger Schritt vom Produktions- zum Forschungsstandort waren die Gründungen der Universitäten Bochum, Dortmund, Duisburg und Essen.
Als Beispiel des Strukturwandels kann man den Bau der drei Automobilwerke des Autoherstellers Opel 1962 in Bochum bezeichnen. Die Werke boten den unter Tage ausgebildeten Schlossern, Elektrikern etc. einen Arbeitsplatz in einer anderen Branche. Allerdings hat mittlerweile auch die Automobilindustrie mit Strukturproblemen zu kämpfen und steht in der Gefahr, zu den „alten Industrien“ zu zählen.
Auch die einst angesiedelte Elektroindustrie ist heute ein Problemfall. Blaupunkt in Herne hat bereits 1989 wieder geschlossen, Siemens in Witten wurde 1999 verkauft, das Werk steht ebenfalls vor der Schließung. Auch bei Nokia in Bochum kam es 2004 zu Stellenabbau.
Ein Großprojekt des Strukturwandels ist die Neue Mitte Oberhausen mitsamt dem Einkaufszentrum CentrO, welche auf dem Gelände der stillgelegten Gutehoffnungshütte Mitte der 1990er Jahre erbaut wurde.
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Weltkulturerbe Zeche Zollverein Bildherkunft |
Die Internationale Bauausstellung Emscher Park (IBA) war von 1989 bis 1999 im Ruhrgebiet tätig und unterstützte den Strukturwandel. In ihrem Rahmen wurden etwa zweieinhalb Milliarden Euro in die Region investiert und Industriebrachen von stillgelegten Bergwerken, Kokereien und Stahlwerken als Industriedenkmäler erhalten und neue Nutzungsmöglichkeiten entwickelt. So ist ehemalige Hütte Duisburg-Meiderich heute als Landschaftspark Duisburg-Nord bekannt, der stillgelegte Gasometer Oberhausen wurde zur Ausstellungshalle umfunktioniert. Weitere Beispiele für neue Nutzungen sind der Nordsternpark in Gelsenkirchen, der Bottroper Tetraeder, die Essener Halde Schurenbach, der Duisburger Innenhafen, die Jahrhunderthalle in Bochum und der Phoenix-See in Dortmund. Die Zeche und Kokerei Zollverein in Essen wurde 2001 von der UNESCO sogar zum Weltkulturerbe erklärt.
Seit Mitte der 1990er Jahre wird die Emscher, lange der kanalisierte Abwasserkanal des Ruhrgebiets, renaturiert.
Wirtschaft
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RWE-Group-Center, Essen Bildherkunft |
Mit dem oben beschriebenen Strukturwandel verlor das gewinnende und produzierende im Ruhrgebiet an Bedeutung, allerdings haben auch heute noch Montanunternehmen wie die RAG Aktiengesellschaft, Degussa oder ThyssenKrupp ihren Sitz und größte Produktionsstandorte im Ruhrgebiet. Etwa 8,9 % der Beschäftigten sind im produzierenden Sektor tätig.
Das Ruhrgebiet und insbesondere Dortmund ist für seine Brauereien bekannt. Zu den bekanntesten Brauereien zählt Brau & Brunnen, die Dortmunder Actien-Brauerei, die Privatbrauerei Moritz Fiege und die König-Brauerei.
Der Dienstleistungssektor ist mit den Konzernzentralen von Energie- und Wasserversorgern wie der RWE und E.ON Ruhrgas und Handelskonzernen wie der Aldi-Gruppe, KarstadtQuelle oder der Tengelmann-Unternehmensgruppe ebenfalls stark vertreten. Außerdem gibt es in den häufig als Fußgängerzonen ausgewiesenen Innenstädten und den Einkaufszentren Ruhr-Park, Uni-Center, RheinRuhrZentrum und CentrO zahllose Einzelhändler.
Auch zahlreiche Unternehmen der Logistikbranche haben ihren Sitz oder Standorte wegen der guten infrastrukturellen Anbindung im Ruhrgebiet.
Nach wie vor gilt das Ruhrgebiet als eine strukturschwache Region. Die Gesamtarbeitslosenquote des Ruhrgebiets liegt bei etwa 14 % und ist damit unter den regionalen Großräumen die höchste der westdeutschen Bundesländer. Auch die Arbeitslosenquoten einzelner Städte in der Kernzone des Ruhrgebiet gehören zu den höchsten der "alten" Bundesländer: In Duisburg haben etwa 20 % der Bevölkerung keinen Arbeitsplatz und in Gelsenkirchen sind sogar 25 % arbeitslos gemeldet.
Medien
Die größten regionalen Tageszeitungen sind die Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ), die Neue Ruhr Zeitung (NRZ) und die Ruhr Nachrichten. Viele überregionale Zeitungen von Bild bis taz haben außerdem Regional- oder Lokalteile für das Ruhrgebiet oder einzelne Städte.In Essen und Dortmund unterhält der Westdeutsche Rundfunk (WDR) Studios. In Essen werden die Regionalprogramme für das mittlere Ruhrgebiet produziert und ausgestrahlt. In Dortmund produziert der WDR die Sendung Planet Wissen und das Regionalprogramm für das östliche Ruhrgebiet.
Das Adolf Grimme Institut mit Sitz in Marl vergibt jährlich die renommierte Fernsehauszeichnung Adolf Grimme Preis.
Kultur
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Musiktheater im Revier in Gelsenkirchen Bildherkunft |
Die „Route der Industriekultur“, die ähnlich den in Deutschland bekannten Wein- oder Burgenstraßen konzipiert ist, steuert die wichtigsten industriegeschichtlichen Stätten des Ruhrgebiets an und dient als Ausgangsbasis für die Vermarktung des Ruhrgebiets als Tourismusregion.
Im Ruhrgebiet befinden sich zahlreiche Technik- und Industriemuseen wie das Deutsche Bergbaumuseum in Bochum, das Museum der Deutschen Binnenschifffahrt in Duisburg, das Umspannwerk Recklinghausen, die Deutsche Arbeitsschutzausstellung in Dortmund und die dezentralen Museen Westfälisches Industriemuseum und Rheinisches Industriemuseum. Außerdem gibt es auch im Ruhrgebiet mehrere Kunstmuseen wie das Museum Folkwang in Essen, das Lehmbruck-Museum in Duisburg, die Ludwig-Galerie im Schloss Oberhausen oder das Museum am Ostwall in Dortmund.
Ähnlich vielfältig ist die Theaterlandschaft im Ruhrgebiet. Zu den bekanntesten Theatern gehört das Grillo-Theater in Essen, das Musiktheater im Revier in Gelsenkirchen und das Schauspielhaus Bochum.
Die RuhrTriennale, die Ruhrfestspielen, die Extraschicht und ähnliche Großveranstaltungen zeugen von einer lebendigen Kulturszene im Ruhrgebiet.
Aufgrund der hohen Dichte kultureller Einrichtungen bewirbt sich das Ruhrgebiet unter Führung der Stadt Essen als Kulturhauptstadt Europas 2010.
Bildung und Forschung
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„Mathetower“ der Uni Dortmund Bildherkunft |
Insgesamt gibt es im Ruhrgebiet 12 Hochschulen, zu den bekanntesten zählt die Ruhr-Universität Bochum, die fusionierte Universität Duisburg-Essen, die Universität Dortmund, die private Universität Witten/Herdecke, die FernUniversität in Hagen und die Folkwang Hochschule im Ruhrgebiet.
Zu den bekannten Forschungsinstituten gehört das Essener Rheinisch-Westfälisches Institut für Wirtschaftsforschung, das Max-Planck-Institut für Kohlenforschung in Mülheim an der Ruhr und das Zentrum für Türkeistudien, Essen.
Sprache
Historisch gehört die Region an Rhein, Ruhr und Emscher zum Niederdeutschen Sprachgebiet. Doch ist die Zahl der Sprecher des Plattdeutschen inzwischen sehr gering. Heute wird im Ruhrgebiet vor allem Hochdeutsch gesprochen, mit leichtem westfälischen oder niederrheinischen Akzent.Die Sprachvarietäten im Ruhrgebiet werden als Ruhrdeutsch zusammengefasst und teils als Dialekte, teils als Sozio- oder auch Regiolekt eingeordnet.
Sport
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Fußball in der Veltins-Arena Bildherkunft |
Der Ruhrmarathon führt seit 2003 jährlich quer durchs Ruhrgebiet, rund um den Baldeneysee führt der Essen-Marathon. Das Radrennen Sparkassen Giro Bochum führt von der Bochumer Innenstadt nach Bochum-Stiepel, das Sechstagerennen findet in den Westfalenhallen Dortmund statt.
Fußball
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Fußballbegeisterung der Borussia Dortmund-Fans Bildherkunft |
In keiner anderen Region Deutschlands wird der Fußballsport derart geliebt und gelebt wie im Ruhrgebiet. Die zwei bekanntesten Vereine sind Borussia Dortmund und Schalke 04. Beide Vereine haben die höchsten Zuschauerzahlen im deutschen Vereinsfußball (Dortmund ca. 80.000 Besucher pro Spiel, Schalke ca. 60.000). Das Aufeinandertreffen dieser beiden Vereine, das sogenannte Revierderby, gilt als ein Höhepunkt der Saison. Des Weiteren spielt in der Bundesliga noch der MSV Duisburg, sowie in der 2. Bundesliga der VfL Bochum. Weitere Traditionsvereine sind dabei Rot-Weiss Essen, Rot-Weiss Oberhausen, SG Wattenscheid 09, Westfalia Herne, SV Sodingen, Sportfreunde Katernberg, Spielvereinigung Erkenschwick und Hamborn 07. Daneben existieren unzählige Amateur- und Hobbyvereine. Viele dieser Vereine haben ihren Ursprung bei Werksmannschaften von Hütten und Zechen.
Verkehr
Individualverkehr
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A 40 in Bochum Bildherkunft |
Etwa 3,1 Millionen zugelassene Kraftfahrzeuge waren im Jahr 2002 im Ruhrgebiet gezählt. Diese können auf 4.700 km überörtlichen Straßen fahren. Weil sich jedoch Stadt-, Regional- und Fernverkehr insbesondere zu den Hauptzeiten des Berufsverkehrs überlagern, kommt es häufig zu Staus. Diese sollen durch in Zukunft durch fortschrittliche Verkehrsinformationssysteme wie OLSIM, Ruhrpilot und dem RVR-Projekt Informationssystem Verkehr Ruhrgebiet vermieden werden.
Die drei Autobahnen A 2 und A 42 und A 40 bilden jeweils in Ost-West-Richtung die drei Hauptachsen des Kraftfahrzeugverkehrs, von Nord nach Süd verlaufen A 3, A 43, A 45 und A 59. Insbesondere der regional so genannte „Ruhrschnellweg“, die A 40, (teilweise auch als B 1 geführt) ist für seinen Beinamen „Ruhrschleichweg“ bekannt, da er eine der Straßen mit dem bundesweit höchsten Verkehrsaufkommen ist und durch tägliche Verkehrsstaus geprägt ist.
Öffentlicher Verkehr
Der Öffentliche Personennahverkehr wird weitestgehend Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) organisiert. Der ÖPNV im Kreis Wesel wird hingegen vom Verkehrsgemeinschaft Niederrhein (VGN) und der ÖPNV im Kreis Unna sowie im Bereich der Stadt Hamm von der Verkehrsgemeinschaft Ruhr-Lippe (VRL) besorgt.Eisenbahn
Wichtigste Knotenbahnhöfe des Personenfernverkehrs sind die Hauptbahnhöfe in Bochum, Dortmund, Duisburg, Essen, Hagen, Hamm, Oberhausen und Wanne-Eickel. Dem Dortmunder Hauptbahnhof ist der große Abstellbahnhof Dortmund Bbf an der Strecke nach Hamm angeschlossen.S-Bahn und Regionalverkehr
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S-Bahn-Linie 5 in Dortmund Bildherkunft |
In Witten betreibt die Deutsche Bahn das Eisenbahnausbesserungswerk in der Nähe des Hauptbahnhofes. Hier ist für 2005 eine neue Produktionshalle geplant.
Stadtbahn und Nahverkehr
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Bus und Stadtbahn in Gelsenkirchen Bildherkunft |
In den ersten beiden Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts entstand ein durchgehendes Straßenbahnnetz, das mit Umsteigen eine durchgehende Straßenbahnfahrt von Bonn bis Werne ermöglichte. In den 1950er Jahren wurden viele Straßenbahnlinien stillgelegt, dennoch ist es auch heute noch möglich, von Witten über Bochum, Gelsenkirchen, Essen, Mülheim an der Ruhr, Duisburg und Düsseldorf bis nach Krefeld mit der Straßenbahn zu fahren.
In den 1960er Jahren entstand der Plan, die überwiegend meterspurigen Straßenbahnstrecken durch ein normalspuriges Stadtbahnnetz Rhein-Ruhr zu ersetzen. Heute besteht dieses Stadtbahnnetz im Ruhrgebiet aus vier nicht miteinander verbundenen U-Bahnnetzen in Dortmund, Bochum, Essen und Duisburg sowie deren Nachbarstädten.
Neben Straßen- und Stadtbahnen sind Omnibusse die wichtigsten Verkehrsmittel des öffentlichen Personennahverkehrs im Ruhrgebiet.
Güterverkehr
Im Güterverkehr ist das Ruhrgebiet als Ganzes auch bei insgesamt zurückgehender Bedeutung der Eisenbahn in Deutschland, nach ihrer Privatisierung und der Verlagerung vieler Eisenbahntransporte auf den Straßenverkehr weiterhin der größte Eisenbahnkomplex Europas mit mehreren Rangierbahnhöfen (Hagen-Vorhalle, Hamm (Westf) Rbf, Osterfeld Süd, Schwerte (Ruhr) und Wanne-Eickel Hbf) sowie mit noch immer zahlreichen Anschlussbahnen des Bergbaues und der Schwerindustrie.Schifffahrt
Das bedeutendste Gewässer in verkehrstechnischer Hinsicht im Ruhrgebiet ist in der heutigen Zeit der Rhein. Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts war die Namensgeberin des Ruhrgebiets, die Ruhr, einer der wichtigsten Transportwege.
In Datteln kreuzen sich vier Kanäle, Rhein-Herne-Kanal (RHK), Wesel-Datteln-Kanal (WDK), Datteln-Hamm-Kanal (DHK) und Dortmund-Ems-Kanal (DEK) die damit den größten europäischen Knotenpunkt für die Binnenschifffahrt bilden. Der Ruhrschifffahrtskanal verbindet außerdem den Rhein (Duisburger Hafen) mit dem Mülheimer Rhein-Ruhr-Hafen. Der Gesamtumschlag an den Kanälen des Ruhrgebiets beträgt etwa 25 Mio. Tonnen.
Sowohl der größte Binnenhafen als auch der größte Kanalhafen Europas befinden sich im Ruhrgebiet. Der Duisburger Hafen „duisport“, der vom Rhein, von der Ruhr und vom Rhein-Herne-Kanal zu erreichen ist, gilt als Verkehrsdrehscheibe der deutschen Binnenschifffahrt. Er hat einen jährlichen Umschlag von etwa 70 Mio. Tonnen. Im Gegensatz dazu hat der Dortmunder Kanalhafen trotz seiner Größe in den vergangenen Jahrzehnten mit dem Rückgang der Stahlerzeugung erheblich an Bedeutung verloren.
Flugverkehr
Geschichte: Geschichte der Luftfahrt im Ruhrgebiet
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Terminal Flughafen Dortmund Bildherkunft |
Der einzige internationale Verkehrsflughafen im Ruhrgebiet ist der Flughafen Dortmund, auf dem jährlich über 1 Mio. Passagiere abgefertigt werden. Bedeutender sind jedoch die drei Flughäfen Düsseldorf, Köln/Bonn und der Flughafen Münster/Osnabrück, die für Passagiere aus dem Ruhrgebiet gut erreichbar sind. Der Düsseldorfer und der Kölner Flughafen sind über das Schienennetz der deutschen Bahn und zahlreiche Autobahnen in kurzer Zeit aus dem Ruhrgebiet erreichbar.
Privatflugverkehr findet außerdem auf dem Verkehrslandeplatz Flughafen Essen/Mülheim statt.
Darüber hinaus existieren an der Peripherie des Ruhrgebiets zahlreiche Segelflugplätze für Vereine, unter anderem in Kamen-Heeren, Hamm, Kirchhellen/Schwarze Heide, Iserlohn, Wesel, Dorsten und in Schwerte.
Siehe auch
- Portal:Ruhrgebiet
- Liste der Ausflugsziele und Sehenswürdigkeiten im Ruhrgebiet
- Liste der Persönlichkeiten aus dem Ruhrgebiet
- Liste der Bahngesellschaften und Strecken im Ruhrgebiet
- Liste der Fußballvereine des Ruhrgebiets
- Ruhrdeutsch
- Karneval im Ruhrgebiet
- Rhein-Ruhr
Literatur
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Im Duisburger Norden: Förderturm und Spielplatz Bildherkunft |
- Gerd Willamowski, Dieter Nellen, Manfred Bourrée: Ruhrstadt. Die andere Metropole. Klartext Verlag, Essen 2002. ISBN 3884748955
- Gerd Willamowski, Manfred Schüller: Der Pott kocht. Pomp, Essen 2001. ISBN 3893552219
- Günter Drozdzewski, Vera Mügge, Volker Wrede: Von Korallenriffen, Schachtelhalmen und dem Alten Mann. Klartext, Essen 2005. ISBN 3898614395
- Wilhelm und Gertrude Hermann: Die Blauen Bücher, Die alten Zechen an der Ruhr. Langewiesche 2000. ISBN 3784569927
- Reinhard Felden, Axel Föhl: Das Ruhrgebiet. Ellert & Richter 2002. ISBN 3831900302
- Nina Grontzki, Gerd Niewerth, Rolf Potthof: Als die Steine Feuer fingen. Klartext, Essen 2003. ISBN 3898612082
- Inge Zander, Ralph Lueger: Der Pott. Erlebnis Ruhrgebiet. Droste Regional 2001. ISBN 377001135X
- Roland Günter: Im Tal der Könige. Ein Handbuch für Reisen zu Emscher, Rhein und Ruhr. Klartext, Essen 2004. ISBN 388474044X
- KVR: Das Ruhrgebiet packt aus. Bottrop 1996
- KVR/RVR: Standorte. Jahrbuch Ruhrgebiet. Essen 1995 ff.
- N.N.: Faszination Ruhrgebiet. Route der Industriekultur. Historisches Filmmaterial (89 min). Essen 2004 (DVD)
Weblinks
- Website des Regionalverbands Ruhrgebiet
- Regionalkunde Ruhrgebiet
- Route Industriekultur
- Umfangreiche Linksammlung der RUB
- Bibliothek des Ruhrgebiets
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als:Ruhrgebiet
Diskussion der Autoren über den Artikel: Ruhrgebiet
Strukturwandel
Bergbau
HalloThreedots. Ich schätze dich als wachsamen Mitautor dieser Seite. Daher hier ein paar Erläuterungen zum Eintrag der Randzonen. Die Felder der von dir erwähnten Zeche Walsum reichen bis nach Voerde, Prosper-Haniel baut fast bis zur Lippe ab. Aber das nur nebenbei;-) Die korrekten Details füge ich wieder ein, da sie zur Lokaliesierung gerade durch Ortsfremde hilfreich sein können. Das ein Abbaugebiet dem Münsterland zugerechnet werden könne reicht mir persönlich nicht aus. Der Abbau hat inzwischen tatsächlich von Hamm aus den RVR verlassen. Ibbenbüren mal noch gar nicht mitberücksichtigt. 145.254.191.247 19:14, 16. Jul 2005 (CEST)Geografie
Teile des Ruhrgebiet werden auch dem angrenzenden Landstrichen wir Sauerland, Bergische Land, Niederrhein und Münsterland zugeordnet. Die Provinzen Westfalen und Niederrhein "teilen" sich das Ruhrgebiet etwa zur zwei Drittel zu einem Drittel.Persönlichkeiten
Frage: Ist Herrhausen eine Persönlichkeit, die wirklich (und an erster Stelle)als beispielhafte Persönlichkeit erwähnenswert ist? Ich finde: NEIN! Begründung: siehe Lebenslauf dieses Mannes!Vorschlag: Viele Menschen, die das Ruhrgebiet groß gemacht haben (einfache Opelarbeiter, Kumpel, Bauarbeiter, usw.) sollten symbolisch erwähnt werden. Sie waren und sind die Motoren, die die Maschine betreiben, Kapitalverwalter sind die Nutznießer und Gewinner (Ausbeuter), aber keine Persönlichkeiten des Ruhrgebiets! --172.181.175.19 01:48, 17. Jul 2004 (CEST)
Verkehr: Kanäle & Häfen fehlen
Der Duisburg Hafen, aber auch der Mülheimer Rhein-Ruhr-Hafen, gelten in erster Linie als Rheinhafen und in zweiter Linie als Kanalhafen.
Im Bereich "Verkehr" fehlen die Kanäle, immerhin Europas größter Knotenpunkt für die Binnen-Schifffahrt. Auch der größte Binnenhafen Europas (Duisburg) beibt unerwähnt. Zu nennen wären Ruhrschifffahrtskanal von DU-Ruhrort nach MH-Hafen sowie Rhein-Herne-Kanal, Wesel-Datteln-Kanal(Lippe-Seiten-Kanal), Datteln-Hamm-Kanal, Dortmund-Ems-Kanal die alle im Dattelner Wasserstraßenkreuz verbunden sind und damit auch überregionale Bedeutung haben. gruß threedots --83.135.138.35 01:21, 29. Sep 2004
- hab ich dann jetzt mal eingefügt - gruß Threedots 16:52, 1. Okt 2004
"Schlägel & Eisen" als Wappen?
was haltet ihr davon "Schlägel & Eisen" als eine Art Wappen einzufügen? Threedots 22:54, 21. Nov 2004 (CET)
Einwohnerdichte Berlins gelöscht
"[...]der Gedanke, die Einzelstädte zu einer einzigen zusammenzufassen immer wieder verworfen - nicht zuletzt, da das Ruhrgebiet auf der Grenze zwischen Rheinland und Westfalen seit jeher unterschiedlichen Verwaltungsbezirken zugeordnet war und ist. "Desweiteren ist das Ruhrgebiet weit weniger dicht besiedelt als Berlin. [LINK]
inhaltlich zweifelsfrei richtig, ich habe den letzten Satz (von APPER eingefügt) jedoch gelöscht, da es in diesem Absatz nicht um den Vergleich von Ruhrgebiet und Berlin im Allgemeinen sondern im speziellen, da nur der Aspekt, dass sich im Gegensatz zum Ruhrgebiet im Falle Berlins sich mehrere Einzelstädte zu einer großen vereinigt haben geht - die Bevölkerungsdichte ist dabei unerheblich. --Threedots 08:38, 23. Nov 2004 (CET)
Karten eingefügt
Ich habe soeben zwei selbst-erstellte Karten (Verwaltungsstruktur und Besiedlung) eingefügt, ich hoffe sie gefallen! Lob, Kritik, Kommentare, Verbesserungsvorschläge etc. sind natürlich erwünscht -- Threedots 13:44, 10. Dez 2004 (CET)
Einleitung
Mir gefällt die Formulierung "ehemalige Industriestädte" nicht. Mag sein, dass die Montanindustrie so gut wie weg ist, aber das Ruhrgebiet ist noch immer eine Region mit hohem Industriebesatz. --62.226.90.113 10:34, 1. Jan 2005 (CET)
Sprache
Macker ist ein gutes Beispiel um den niederdeutschen Einfluss im Ruhrdeutschen zu belegen. Es wird durchaus auch in anderen Soziolekten im ehemaligen niederdeutschen Raum benutzt, keinesfalls jedoch im rein hochdeutschen Sprachgebiet. Etwa in Südhessen wird es definitiv niemals benutzt. (Für Spazzo: Der "Ruhri", der den Eintrag erstmalig vorgenommen hat, hat über 10 Jahre in Frankfurt gelebt). --217.184.146.204 19:28, 7. Feb 2005 (CET)- Könnte man nicht dieses Thema besser unter Ruhrdeutsch klären und den Absatz komplett löschen? Stattdessen könnte man die Sprache/Dialekt Ruhrdeutsch im übrigen Fließtext erwähnen und/oder unter "Siehe auch" verlinken. gruß Threedots Threedots 19:42, 7. Feb 2005 (CET)
- Nur ist "Macker" nicht typisch Ruhrgebiet. Und auch kein typischer "ruhrdeutscher" Ausdruck. Noch nie einen Hamburger "Mackäää" sagen gehört?
- Das Ruhrdeutsche ist gewissermaßen ein Problem, da alle versuchen, ein Ruhrdeutsch zu konstruieren, das es so nicht gibt.
- Ein typisches Beispiel ist Duisburg: hier wird im Norden der Stadt mehrheitlich eine Sprache gesprochen, die sich nach "Ruhrgebiet" anhört, aber eben doch nicht typisch "tegtmeyermäßig". Im Süden der Stadt reden die Alten teilweise noch "Duisburger Platt". Das hört sich nicht richtig wie "Ruhrgebiet" an. Auch die jungen Leute hören sich anders an als "Ruhrdeutsche", sondern irgendwie "Rheinisch".
- --Spazzo 21:57, 7. Feb 2005 (CET)
- Nun kann man doch "Macker" als Beleg für den niederdeutschen Einfluss nehmen, ohne die Benutzung dieses Begriffs einzugrenzen. Dazu muss der Begriff eben nicht typisch sein. Die Sprache im Ruhrgebiet hört sich überall anders an, von Duisburg bis Dortmund gibt es eine ganze Bandbreite von Sprachformen und unterschiedlichen Begriffen, aber gerade diese gehören alle zu dem was heute als Ruhr(gebiets)deutsch bezeichnet wird. man kann ja kaum damit rechnen eine homogene Sprache gerade in diesem Dialekt zu finden. Nicht nur was "tegtemeyermäßig" anhört ist richtig Ruhrgebiet, für dich vielleicht, aber das liegt zum Gro daran wo man her kommt/arbeitet. Aber wie gesagt - warum klärt man das nicht bei Ruhrdeutsch? gruß Threedots Threedots 22:11, 7. Feb 2005 (CET)
- Von mir aus kann da ja ruhig "Macker" stehen bleiben. Es passt ja auch so schon zum Image der Leute im Ruhrgebiet.
- Ruhrdeutsch ist letzten Endes eine geographische Bezeichnung für einen Dialekt, den es eigentlich gar nicht gibt. Und wenn man von Dialekt spricht, dann sind es mehrere "neue" Dialekte. Aber eben nicht ein Dialekt. --Spazzo 22:55, 7. Feb 2005 (CET)
- Wenn du (und anerkannte Sprachwissenschaftler) dies so sehen, gehört diese Aussage nach NPOV auch in den Artikel Ruhrdeutsch (natürlich in angemessener Art&Weise. Mir als Laie scheint die führende Lehrmeinung jedoch zu sein, dass die Sprache im Ruhrgebiet schon als Dialekt einzustufen ist. Dazu muss es ja nicht ein Dialekt sein, ist gibt ja schließlich auch nicht ein Schweizerdeutsch oder ein Plattdeutsch. Vielleicht solltest du dir Dialekt nochmal durchlesen: "ein Idiom, das mit einer Nationalsprache verwandt ist und überwiegend in dem entsprechenden Staat gesprochen wird, aber keine Merkmale einer Ausbausprache aufweist, wird als Dialekt aufgefasst."
- Ich bitte nochmals um eine Meinung bezüglich des Ausgliederns dieses Abschnittes nach Ruhrdeutsch, falls sich niemand meldet werde ich dies in den nächsten Tagen selbst vornehmen. gruß Threedots Threedots 01:26, 8. Feb 2005 (CET)
- Nach dieser Definition wäre das Deutsch der Türken auch ein Dialekt. ---Spazzo 07:28, 8. Feb 2005 (CET)
- Nun wenn man eine bestimmte soziale Schicht der Türken (an einem bestimmten Ort) nimmt - ja. Ich nehme an du meintest nicht die in deutschsprachige türkische Oberschicht, sondern eher die in Deutschland lebende Gruppe sozial schwacher Türken. Nun die würde ich als Varietät eines gesellschaftlichen Dialekts (siehe Dialekt) bezeichnen. Die Sprache unterscheidet sich abgesehen von deutsch-türkischer Sprachmischung nicht von anderen gesellschaftlich ähnlich geprägten Dialekten. Die Verkürzung des Wortschatzes/Grammatik einiger Türken ist Ergebnis des mangelnden Umgangs mit deutsch-Sprechenden, wie sie auch bei anderen Einwanderen (Araber, Russen, Kroaten aber natürlich auch Briten oder Franzosen) gibt.
- Welche Definition von Dialekt fändest du denn besser? nur die "alten" Dialekte gelten?
- ob sich je jemand zu meinem Vorschlag den Artikel nach Ruhrdeutsch auszugliedern äußert? gruß Threedots Threedots 08:51, 8. Feb 2005 (CET)
Du sagst es: soziale Schicht. Die Tatsache, dass es soziale Schichten im Ruhrgebiet gibt, die kein Ruhrdeutsch reden sondern Hochdeutsch, spricht dafür, von einem Soziolekt zu sprechen und nicht von einem Dialekt, wenn wir vom Ruhrdeutsch sprechen. Es gibt einen gewaltigen Unterschied zwischen dem Schwäbischen Dialekt und seinen Sprecher und der Situation im Ruhrgebiet. Die Leute im Ruhrgebiet sprechen heute Hochdeutsch in allen seinen Variationen. Aber sie sprechen keinen wirklichen Dialekt. --Spazzo 09:20, 8. Feb 2005 (CET)
- Also ich bin ja kein Sprachwissenschaftler aber ich würde behaupten, dass sich "das" Ruhrdeutsch nicht auf einige soziale Schichten begrenzt. zwar in den "unteren" Schichten (wollte ich mir das Schichtenmodell nicht aus dem Hirn brennen?!) gehäuft, aber doch nicht ausschließlich. Aber nun denn, dass muss in einer NPOV-Enzyklopädie differenziert betrachtet werden - am besten unter Ruhrdeutsch! Threedots Threedots 14:15, 8. Feb 2005 (CET)
- Ich habe wie angekündigt den Absatz Sprache aus diesem Artikel gelöscht und bei Ruhrdeutsch eingepflegt. Diese Diskussion habe ich ebenfalls auf die dortige Diskussion kopiert. Threedots Threedots 03:37, 10. Feb 2005 (CET)
Metropole / Metropolregion / Ruhrstadt
Ich möchte wirklich keinen Edit-War in diesem Artikel, aber der Vergleich einer Metropole (wie Berlin, London, Manchester, Paris...) mit einer Metropolregion wie dem Ruhrgebiet ist einfach sachlich falsch. Im Gegensatz zu den klassischen Metropolen ist das Ruhrgebiet ja nicht um einen zentralen Stadtkern gewachsen und so hinkt auch jeder Vergleich von Bevölkerungsdichte o.ä. mit einer solchen Metropole. Dies wird doch in dem Abschnitt sonst auch deutlich - oder? Die Bezeichnung Metropole lässt sich im übrigen nicht an Zahlen wie Bev.-Dichte, Einwohnern o.ä. festmachen (siehe Artikel) - als Vergleich zwischen London und Paris (o.ä.) sind die Zahlen natürlich schon interessant, in diesem Fall haben sie jedoch keinen Sinn. Die Übergänge/Stadtgrenzen bestehen zwar auch aus "lockerer Vorortbebauung, landwirtschaftlich genutzten und gänzlich unbebauten Gebieten", aber es gibt auch eben Stellen, an denen ein Besucher nie und nimmer eine Stadtgrenze vermuten würde (Gladbeck-Rosenhügel/Gelsenkirchen-Horst, Duisburg-Neumühl/Oberhausen-Buschhausen, Essen-Schonnebeck-Katernberg/Gelsenkirchen-Rotthausen usw.). Nach NPOV sollte dies doch auch in den Artikel - oder? gruß Threedots Threedots 15:32, 22. Mär 2005 (CET)
- Meine Änderungen verweisen auf den letzten Punkt: die Ruhrstadt.
- Ich möchte nichts anderes darstellen, als dass das Ruhrgebiet eben keine Stadt ist, die das rechtfertigt, was im Ruhrgebiet gemeinhin kursiert: dass man nämlich eine Metropole sei, die sich mit London und Paris vergleicht. Hier tut sich vor allen Dingen die Westdeutsche Allgemeine immer wieder hervor, indem sie den Leuten im Pott etwas vorgaukelt, was nicht der Realität entspricht.
- Der Vergleich mit den großen Ballungsgebieten Istanbbul, London etc. (fünftgrößtes europäisches Ballungsgebiet) im ersten Abschnitt sollte im nächsten Abschnitt differenzierter betrachtet werden. Andernfalls nämlich erhält der Leser ein vollkommen falsches Bild.
- Dass Stadtgrenzen von einem Besucher im Ruhrgebiet nicht bemerkt werden, ist keine Besonderheit. Das gibt es fast überall, wo es Ballungsräume gibt und derer gibt es in Europa wie Sand am Meer. Auch das wird oft vergessen, wenn vom Ruhrgebiet gesprochen wird. Die Leute im Ruhrgebiet selbst denken, ihr Gebiet sei in dieser Hinsicht etwas Besonderes. Mitnichten!
- Wichtig ist auch: die Stadtübergänge im Ruhrgebiet sind teilweise sogar derart, dass man als Besucher den Eindruck hat, hier gebe es unbemerkte Übergänge innerhalb einer kleinen mittleren Stadt (und nicht innerhalb einer Großstadt).
- Der Absatz heißt schließlich "Metropole Ruhrgebiet". Ich denke sogar, er müsste in "Metropole Ruhrgebiet?" (mit Fragezeichen) umbenannt werden.
- --Spazzo 17:10, 23. Mär 2005 (CET)
- Hallo Spazzo, freut mich das du dich meldest! Also erstmal bin ich sehr dafür, das ganze sehr differenziert zu betrachten - das Fragezeichen könnte dabei helfen. Ich bin durchaus deiner Meinung, dass das Ruhrgebiet keine Stadt ist und demnach auch keine Metropole. Es handelt sich vielmehr um eine Städtelandschaft bzw. Metropolregion. Ich hoffe das wird in dem Abschnitt deutlich, demnach sollten wir aber auch jeden Vergleich mit Metropolen wie London, Paris o.ä. lassen. Ich wäre also dafür deinen Bev.-Dichte Vergleich mit Paris rauszunehmen.
- Nun etwas wirklich vergleichbares zum Ruhrgebiet fällt mir in Europa nicht ein... vielleicht Randstad Holland und der Nordwesten Englands, aber sonst?! gruß Threedots Threedots 17:42, 23. Mär 2005 (CET)
- Mach, was Du willst. ---Spazzo 08:52, 24. Mär 2005 (CET)
- mhmm klingt nicht gerade konstruktiv, aber ich werd dann mal Änderungen vornehmen. gruß Threedots Threedots 16:14, 24. Mär 2005 (CET)
- Habe "Metropole Ruhrstadt?" in "Metropolregion Ruhr" geändert, da dieser Ausdruck m.E. treffender für den darin beschriebenen Inhalt ist. Zudem repräsentiert sich das Ruhrgebiet auch unter diesem Label in der Öffentlichkeit, wie z.B. auf Messen o.ä.. --MythozZ 00:55, 25. Mär 2005 (CET)
Lesenswert-Diskussion 22.-27. Mai 2005
Kopie von [LINK]- Pro. Gute Darstellung. --Micgot 15:55, 22. Mai 2005 (CEST)
- Contra. Einige Ausführungen im Kapitel Metropolregion Ruhr sind falsch:
- Der Gedanke der Metropolregion fordet nicht das Zusammenfassen der Einzelstädte
- Es gibt eine Metropolregion Rhein-Ruhr, auf die nicht eingegangen wird
- Pro. Ich würde mich zwar als einen der Hauptautoren bezeichnen, aber unkritisch sehe ich den Artikel nicht. Es mangelt mMn an einigen Stellen im Artikel noch an Substanz: z.B. fehlt Literatur sowie eine kritische Betrachtung des RVR-Ruhrgebiets (abgesehen von den kreisfreien Städten sieht wenig im RVR nach Ruhrpott aus). Insgesamt bietet der Artikel jedoch einen akzeptablen Überblick. Threedots Threedots 19:22, 22. Mai 2005 (CEST)
- Auf den ersten Blick würde ich sagen: Fotos, bitte! Zollverein, Westfalenstadion, Essener Münster, Stahlwerke und Hafen in Duisburg, da gibts doch so viel... --Magadan Magadan 18:38, 23. Mai 2005 (CEST)
- Pro. Gute, recht umfassende Darstellung des gesamten Raumes. BerndB 12:44, 26. Mai 2005 (CEST)
Städte im Ruhrgebiet / Abgrenzung / Zugehörigkeit
Alles was zum RVR gehört, gehört zum Ruhrgebiet, also auch Wesel. Alles was zum Reg. Düsseldorf gehört, gehört zum Rheinland, also auch Oberhausen (Rheinland). Alles was zum Reg. Münster gehört, gehört zum Münsterland, also auch Herne. Duisburg gehört zum Niederrhein. Dortmund ist die größte Stadt Westfalen. In Dortmund steht das Westfalenstadion. Hohenlimburg muss doch im Sauerland sein. Mülheim an der Ruhr gehört zum Bergischen Land. Es sind alles Fakten, so widersprüchlich es auch alles ist. Die Region entwickelt sich aber immer mehr zur Rhein-Ruhr-Region. Von einer Einheit Ruhrgebiet kann man nicht sprechen. Ruhrpott, Rheinland, Westfalen, Münsterland, Sauerland, Lipperegion, es ist etwas von allen im Pott.
Gehört Wesel zum Ruhrgebiet? Soweit ich weiß gehört Wesel ausschließlich zum Niederrhein. In Wesel befindet sich bei weitem keine so hohe Industriedichte wie Beispielsweise in Duisburg, Wesel ist in meinen Augen sehr ländlich geprägt. Meiner Meinung nach endet das Ruhrgebiet im Nordwesten hinter Dinslaken, auch wenn Wesel die Kreistadt ist. Allenfalls aber hinter Voerde. --80.141.168.39 16:59, 4. Apr 2005 nachgetragen von Threedots Threedots 18:11, 4. Apr 2005 (CEST)
- Was hat die Industriedichte mit der Zugehörigkeit zu einer Region zu tun? ---Spazzo 17:17, 4. Apr 2005 (CEST)
- Hallo Unbekannter. vorab: um bei der Diskussion durchzublicken bitte ich dich mit 4 Tilden deine Diskussionsbeiträge zu unterschreiben. Die Abgrenzung des Ruhrgebiets ist in der Realität und somit auch in diesem Artikel sehr schwer. Wesel gehört ohne Zweifel zum Niederrhein, aber das schließt ja erstmal eine eventuelle Zugehörigkeit zum Ruhrgebiet nicht aus (Duisburg und Dinslaken zählen ja ebenfalls zu beiden Regionen). Bevölkerungsdichte, Infrastruktur, Geschichte und auch Industriedichte muss man zusammen als Merkmale sehen. So würde ich Wesel-City noch zum Ruhrgebiet zählen, das Hamminkeln, Xanten, Schermbeck etc. ist allerdings zum RVR-Ruhrgebiet zählen liegt ausschließlich an deren Kreiszugehörigkeit. Ähnliche Beispiele finden sich auch in den übrigen Kreisen (Dorstener Norden, Haltern (RE), Schwelm, Breckerfeld (EN), Nordkirchen, Bönen (UN)...). "Ruhrgebiet =|= RVR" Vielleicht sollte man dies etwas mehr in dem Artikel hervorheben... gruß Threedots Threedots 18:11, 4. Apr 2005 (CEST)
Im Text werden 2 Sachverhalte durcheinandergeworfen. Es gibt zum einen das Ballungsgebiet Ruhrgebiet und zum anderen das Gebiet des Regionalverbands. Der RVR ist ein Zusammenschluss von Kreisen. Somit gehören auch ländliche Gebiete dazu. Zum Ballungsgebiet Ruhrgebiet gehören diese natürlich definitiv nicht. Im Text wird auf der einen Seite geschrieben, dass es keine exakten Grenzen gibt (gilt für das Ballungsgebiet), auf der anderen Seite steht in der Tabelle Quadratmeterzahl und Einwohnerzahl auf den Einwohner genau (gilt natürlich nur für den RVR). Diese beiden verschiedenen Sachverhalte sollten endlich mal klar und für den Laien verständlich auseinandergehalten werden. --80.131.47.25 18:56, 8. Jun 2005 (CEST)
- Hallo IP-Nummer!
- Heutzutage wird im Allgemeinen das Gebiet des RVR (Flächenidentisch) als das Ruhrgebiet bezeichnet und akzepiert. Schließlich sind die Städte und Gemeinden in einer besonderen Art und Weise (z.B. Historisch und Wirtschaftsgeografisch) miteinander verknüpft. Der RVR ist hier "nur" als poltischer Arm eben dieser Fläche zu verstehen. Wovon du sprichst, ist nicht das Ruhrgebiet an sich sondern wahrscheinlich das Kerngebiet (o.a. inners Gebiet/Kernstädte) des Ruhrgebiets. Jedenfalls kannst du nicht einfach wahllos festlegen was nun zum Ruhrgebiet gehört oder nicht. Wenn du korrekt arbeiten möchtest, lege doch einfach einen Artikel Kernstädte des Ruhrgebiets an. Ob dieser allerdings Sinn macht, wage ich allerding zu bezweifeln...
- Natürlich ist das Ruhrgebiet ein Ballungsraum! Und in diesem Fall ein polyzentrischer da hier mehrere Zentren + "Speckgürteln" existent sind. Im Übrigen spricht der RVR selber von einem Ballungsraum Ruhrgebiet. Nur als Beispiel: [LINK]. -- MythozZ 01:40, 9. Jun 2005 (CEST)
Da sieht man, dass selbst die Mitarbeiter hier den Unterschied nicht verstehen. Ich empfehle die Lektüre von Ballungsgebiet und eine Reise z.B. nach Xanten oder Breckerfeld. Und anschließend noch mal darüber nachdenken, ob Sätze der Art "Das Ruhrgebiet ist ein Ballungsgebiet" ... "Im Allgemeinen bezeichnet man heute das Gebiet des Regionalverbands Ruhr (RVR) als Ruhrgebiet", die also besagen, dass das Gebiet des Regionalverbands Ruhr ein Ballungsgebiet sei, nicht doch unsinnig sind. Hier ist übrigens einer der Texte von mir, die wieder gelöscht wurden:
Im Allgemeinen bezeichnet man heute das Gebiet des Regionalverbands Ruhr (RVR) als Ruhrgebiet. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass der Regionalverband ein Zusammenschluss auf Kreisebene ist, so dass auch ländliche Regionen am Niederrhein (z.B. Xanten), an der Grenze zum Sauerland (z.B. Breckerfeld) und im Münsterland (z.B. Selm) dazu gezählt werden. Das Ballungsgebiet Ruhrgebiet hat somit andere Abmessungen. --80.131.39.224 16:25, 9. Jun 2005 (CEST)
- Gute Beispiele! In diesem Sinne sollte die Definition von Ruhrgebiet als historischer Kohle- und Stahlbezirk und als heutiger Ballungsraum im Unterschied zum nur verwaltungsmäßigen Bereich des RVR deutlicher herausgearbeitet werden. Das ist mir auch zu einfach, dass in beiden Artikeln das gleiche steht. Vorschlag: Das Ruhrgebiet historisch und durch die Grenzen der aktuellen großstädtische Agglomeration beschreiben sowie erklären, dass das RVR-Gebiet deutlich größer ist als das "eigentliche" Ruhrgebiet. --80.145.198.224 20:49, 16. Jun 2005 (CEST)
Das der RVR nich dem Ruhrgebiet entspricht wissen wir alle, aber Berlin besteht ja auch nicht nur aus betonierter Fläche, das Verwaltungsgebiet der Stadt umfasst auch dort äußerst ländliche Bereiche. Aber sei's drum - damit wir uns einer Definition Ruhrgebiet annähern können, schlage ich vor, wir listen hier mal die Gemeinden und Gegenden auf, die sich gar nicht oder nur wegen industrieller Prägung (Schwerindustrie) nur bedingt (¹) zum Ruhrgebiet zählen lassen:
- Dorsten ¹ Bergwerke Baldur, Fürst Leopold und Wulfen
- Haltern am See ¹ Bergwerk AV/Blumenthal
- Oer-Erkenschwick ¹ Zeche Ewald Fortsetzung 1/2/3
- Alpen
- Hamminkeln
- Hünxe
- Kamp-Lintfort ¹ Bergwerk West
- Neukirchen-Vluyn
- Schermbeck
- Sonsbeck
- Wesel
- Xanten
- Rheinberg ¹ Bergwerk West
Die einzelnen Gemeinden im Ennepe-Ruhr-Kreis und im Kreis Unna kenne ich nicht, daher bitte erweitern! gruß Threedots Threedots 23:07, 16. Jun 2005 (CEST)
- Hallo. Selbst innerhalb einer Stadt (Verwaltungseinheit) finde ich es schwierig zu sagen, ob sie nun in ihrer Gesamtheit zum RG zählt oder nicht. So gehören die westlichen Unnaer Stadtteile mMn definitiv dazu (z.B. Massen), die östlichen (z.B. Hemmerde) aber wohl nur bedingt. -- Fragwürdig 19:30, 21. Jun 2005 (CEST)
- Natürlich lassen sich Bottrop-Kirchhellen oder Dorsten-Lembeck etc. nur schwer zum Ruhrgbiet zählen, da stimme ich durchaus zu, aber wie kleinteilig wollen wir werden? Und ist es wirklich sinnvoll dies im Artikel Ruhrgebiet zu beschreiben? Ich denke genauere Klärung welcher Stadtteil nch zum RG gezählt werden kann, und welcher nicht, sollte in den Stadt(teil) Artikeln stehen. gruß Threedots Threedots 12:46, 23. Jun 2005 (CEST)
- Neenee, in den Artikel schreiben will ich sowas garantiert nicht. Wollte nur noch mal ein Beispiel geben, warum es problematisch ist, RVR = RG zu setzen. Denn wenn sich schon Städte nicht eindeutig dem RG zuordnen lassen, geht das bei Kreisen erst recht schief. Deshalb würde ich auch historischer Kohle- und Stahlbezirk, heutiger Ballungsraum (schreibst du irgendwo weiter oben) o.ä. + Nennung der (Kern)städte gegenüber RVR als Definition bevorzugen.
Liebe Leute. Es kann doch nicht sein, dass jetzt hier angefangen wird, das Ruhrgebiet als Ganzes auseinander zureissen und jeder mal 'ne Stadt oder Stadtteil hinzuzählt, mal ruswirft, so wie Mensch gerne "sein Ruhrgebiet" am liebsten hätte! Wir können hier nicht einfach nach eigenem Gutdünken eigene Definitionen vom Ruhrgebiet festlegen und uns über die hinwegsetzen, welche im Allgemeinen in der Kultur, Politik, Gesellschaft, Sport usw. bereits gilt. Wenn die Allgemeinheit vom "Ruhrgebiet" oder der "Region Ruhrgebiet" spricht, ist das Gebiet des RVR gemeint. Punkt. Schließlich ist der Regionalverbnad Ruhr auch der Zusammenschluss der Mitgliedsgemeinden im Ruhrgebiet um sich besser zu vernetzen und sich nach Aussen hin zu repräsentieren - z.B. bei der Bewerbung als Kulturhauptstadt 2010 als Region bei der Europäischen Union.
Das Ruhrgebiet ist natürlich kein einheitlicher Naturraum. (Wenn ich hier nach gehe, existiert das Ruhrgebiet auch nicht) Sondern es ist ein wirtschaftsgographischer, infrastrukureller Kulturraum, welcher mit der Zeit zusammgewachsen ist (und auch noch zusammenwächst) und so seine eigene Lebenskultur geschaffen hat - dies gilt auch für die Randgebiete.
Wovon hier die ganze Zeit diksutiert wird, ist eher die Abgrenzung zwischen den "Kernstädten des Ruhrgebiets" und den Randbereichen. Das wäre vielleicht noch 'ne Diskussion wert, aber eigentlich auch nicht unbedingt nötig. Bei der "Definition Ruhrgebiet" sollten wir aber bitte sachlich bei der allgemein Anerkannten welche besagt Ruhrgebiet = RVR bleiben.
Grüße! -- MythozZ 13:39, 23. Jun 2005 (CEST)
- Lieber MythozZ, natürlich können wir nicht nach gutdünken Städte zum Ruhrgebiet zählen und andere nicht - aber eben das kann der RVR auch nicht! Der RVR zwar meint das Ruhrgebiet zu sein, aber die Bevölkerung in Breckerfeld und Sonsbeck fühlt sich wohl kaum den Ruhrgebiet zugehörig. Die oben geäußerte Kritik, das wir Ruhrgebiet einfach mit RVR gleichsetzen, ist berechtigt. Threedots Threedots 13:51, 23. Jun 2005 (CEST)
- Lieber Threedots. Im RVR sind die Städte und Gemeinden des Ruhrgebiets organisiert, welche die Politik des RVR aktiv bestimmen (Ruhrparlament), sich einbringen um sich mit diesem Identifizieren zu können. Nochmals: Der RVR ist der politische Arm oder poltische Klammer (leider die Einzige) die sich die Städte gegeben haben um ein gemeinsames Handeln zu ermöglichen. Dieser regionale Zusammenschluss wird allgemein anerkannt und als das Ruhrgebiet verstanden egal ob auch Regionaler, Landes-, Bundes- oder Europäischer Ebene.
- Im Übrigen kenne ich Breckerfeld seit vielen Jahren wie meine Westentasche und kann bestätigen, dass sich viele Bewohner dort dem Ruhrgebiet zugehörig fühlen bzw. sich als "Ruhris" sehen. MythozZ 14:17, 23. Jun 2005 (CEST)
- Ja, der RVR ist der politische Arm, ich find den RVR - als politische Instanz - gut, als Ansatz zum Definition des Ruhrgebiets taugt er jedoch nur bedingt. Das sollten wir nicht nur in einem Nebensatz erwähnen. Mit Breckerfeld hab ich vielleicht zu sehr aus dem Fenster gelehnt (ich kenn das Dorf nur vom Hörensagen ;-) ) aber für Sonsbeck, Hamminkeln, Schermebeck, Haltern, Oer-Erkenschwick bin ich mir sicher das diese sich eher dem Niederrhein bzw. Münsterland zu rechnen, denn dem Ruhrgebiet. Threedots Threedots 14:30, 23. Jun 2005 (CEST)
- Hmmm. Das Problem ist nur, dass z.B. mittlerweile Duisburg anfängt sich mehr dem Niederrhein zuzuordnen, Gelsenkirchen nicht Ruhr- sondern Emscher-Lippe-Region und sogar Dortmund am liebsten einfach nur noch "in Westfalen" sein möchte. Wenn da so weiter geht, hat sich das Ruhrgebiet bald selbst aufgelöst...
- Ich denke, wir müssen, wenn, dann dorthin kommen, dass wir z.B. sagen "Haltern ist ein Teil des Ruhrgebiets mit starken, historisch bedingten münsterländischen Einflüssen" (wohl eher auf die Städteseite). Ich meine vor 250 Jahren waren Bochum, Essen oder Castrop-Rauxel auch noch Teil einer anderen Region, da es dass Ruhrgbiet in diesem Sinne noch längst nicht gab. Das Ruhrgebiet ist eine der jüngsten Regionen Europas, welche sich teilweise erst noch selbst finden muss. Hierzu gehört auch die langsame Abnabelung von einer Region und der übergang in eine Neue. Gerade die verschiedenen Einflüsse machen das Ruhrgebiet ja auch so interessant. Die Randgebiete haben es natürlich immer schwerer als die Kernstädte - sollten aber auch ihre Chance der Integration haben. Wer weiß, was passiert wäre, wenn der Bergbau noch immer so aktiv und nach Norden wandern würde, vielleicht wären dann Datteln, Haltern und Dorsten die Größten Städte des Ruhrgebiets...
- Das Duisburg sich dem Niederrhein zuordnet und Dortmund die Westfalen-Metropole sein will, ist keine neue Entwicklung, dafür ist das Ruhrgebiet, wie du schon sagst, noch zu frisch, aber keine Stadt im Rg. verleugnet mehr ihre Identität als Teil des Ruhrgebiets. Wir sind uns ja einig, dass das Ruhrgebiet ein wirtschaftsgographischer, infrastrukureller Kulturraum, welcher mit der Zeit zusammgewachsen ist und sich vom historischer Kohle- und Stahlbezirk zum heutiger Ballungsraum entwickelt hat. Nun Haltern, Oer-Erkenschwick, Hamminkeln, Sonsbeck, Schermbeck... lassen sich weder wirtschaftsgeographisch noch infrastrukturell dem Rg. zuordnen, zusammengewachsen ist dort gar nichts, das sind kleine Gemeinden mit weniger als 40.000 Einwohnern, kein eigener Bahnhof... und die Zechen und Stahlwerke kann man von dort gerade noch mit dem Fernglas erkennen. Nein diese Städte und Gemeinden lassen sich dem Ruhrgebiet nicht zurechnen. gruß Threedots Threedots 15:02, 24. Jun 2005 (CEST)
- Um es nochmal deutlich zu machen: Um Duisburg, Dortmund und Gelsenkirchen geht es hier nicht. Diese Städte gehören ohne jeden Zweifel zum Ruhrgebiet - unabhängig davon ob sie sich (auch) dem Niederrhein, Westfalen oder der Emscher-Lippe-Region zurechnen. Ich finde wir sollten mit dem Begriff Ruhrgebiet ehrlich umgehen. gruß Threedots Threedots 21:56, 24. Jun 2005 (CEST)
- Ich wollte hiermit bewusst ausdrücken, wie Facettenreich die Situation ist, da viele Städte Teil mehrerer Regionen sind und sich auch so begreifen. Und wenn wir "ehrlich" mit dem Begriff Ruhrgebiet umgehen, indem wir es als einen "Wirtschaftsgeographischen Kulturraum" begreifen, wie bereits oben festgestellt haben, sollten natürlich gerade Städte wie Dorsten, Haltern am See und Oer-Erkenschwick aufgrund Ihrer Bergbauvergangenheit (mit den ehem. Zechen Bergwerke Baldur, Fürst Leopold und Wulfen, Bergwerk AV/Blumenthal, Zeche Ewald Fortsetzung 1/2/3) hinzugezählt werden. Es ist ja schließlich der Rohstoff Kohle gewesen, der die Region geprägt hat. Ob eine Gemeinde oder Stadt nun 40.000 E oder 200.000 E hat oder ob ein frühes Zechensterben bzw. geringerer Abbauertrag die nördlichen Städte gegenüber ursprünglichen Planungen bzw. Voraussagen nicht so stark haben wachsen lassen, siehe Neue Stadt Wulfen, ist kein Argument und eher sekundär zu betrachten.
- Die Problematik mit der "gehört nur wegen der Kreiszugehörigkeit hinzu" sehe natürlich auch. Bei den kreisfreien Städten tritt das Problem nicht auf, das diese damals selbst für sich entscheiden konnten dem Ruhrgebiet angehörig zu sein. Die Möglichkeiten haben die kreisangehörigen Städte natürlich nicht. Hier ist halt der Kreis die Institution - da werden dann alle Gemeinden mitgezogen (sonst wärs ja kein Kreis) und der Kreis als Ganzes begriffen - was meines Erachtens auch völlig in Ordnung ist. "Randgebiete" wird es immer irgendwie geben, welche dann mitgetragen und integriert werden.
- Das eigentliche Problem ist aber doch folgendes: Wo ist die Grenze? Wer will entscheiden ob eine Stadt nun zum Ruhrgebiet gezählt wird oder nicht? Wir als User können es sicher definitiv nicht. Beim RVR wird hier das Recht hinterfragt. Eigentlich müssten wir eine Volksbefragung in den einzelnen Städten durchführen, was aber schwerlich gehen dürfte. Ich denke, dass wir uns hier nicht auf das Eis der blinden Spekulationen bewegen sollten. Ich empfehle, sich lieber an allgemeingültige Realitäten zu halten, d.h. den RVR nicht nur als offizielle Verwaltungsinstanz des Landes Nordrhein-Westfalens (siehe RVR-Gesetz) sondern auch als Selbstidentifikation und Zusammenschluss einer Region Ruhrgebiet zu begreifen, um den Begriff der "Region" fassbar zu machen und in sämtlichen Belangen (Sport, Kultur, Kunst, Politik) zusammen zu agieren. Und bis es eine neuere Definiton gibt, empfehle ich bei der alten zu bleiben. Wir brauchen eine Grundlage auf der wir begrifflich arbeiten können! Ich habe echte Befürchtungen, dass die Situation hier bis zum Editwar ausufern wird, wo jeder Wikipedianer andere Ansichten einfließen lässt und so mehrere Städte in einen Eiertanz zwischen verschiedenen Auffassungen geraten werden. Für ein stabiles Ruhrgebiet - auch und gerade in der Wikipedia. Grüße -- MythozZ 00:03, 27. Jun 2005 (CEST)
- Ja, ich stimme dir zu: die Abgrenzug ist schwierig. Für mich ist ja auch klar, dass wir gar keine andere Möglichkeit haben das Rg. wirklich zu fassen, als eben in der Form des RVR. Aber wir sollten dann mMn deutlich sagen, dass der RVR eben nicht wirklich dem Ruhrgebiet entspricht und aufführen, dass z.B. der Norden und Westen des Kreis Wesels oder der Norden des Kreis Recklinghausens nicht viel mit dem Rg. gemein hat. Ich bin heute von Voerde über Dinslaken-Bruckhausen, Kirchhellen und Gelsenkirchen nach Dorsten geradelt (40 km ~3 1/2 h), bis auf Schacht 10 vom BW Prosper-Haniel und das Kraftwerk Scholven hab ich von "Ruhrgebiet" dabei aber nicht viel gesehen... Daran ändert im Übrigen auch die Neue Stadt Wulfen ö.ä. nichts, wenn die Zeche Wulfen wirtschaftlicher gewesen wäre und die Planungstufen von 60.000 Einwohner Realität wären, wäre die Neue Stadt heute vielleicht ein riesiges Eisenheim... dann würde ich heute nicht Dorsten als Teil des Ruhrgebiets in Frage stellen, aber der Lauf der Geschichte ward ein anderer, die Nordwanderung des Bergbaus ist in den Lippeauen und münsterländischen Sümpfen stecken geblieben, und so ist die Neue Stadt heute eben Wulfen-Barkenberg.
- Deine Befürchtungen, dass es zu Edit-Wars kommt teile ich übrigens nicht, bisher unterhalten wir uns doch ganz freundlich hier auf der Diskussionsseite um eben dies zu umgehen! gruß Threedots Threedots 02:33, 27. Jun 2005 (CEST)
- Ja, WIR nutzen die gute Erfindung der Diskussionsseiten um uns friedlich und freundlich zu unterhalten. Tun dies aber alle? Ich hoffe aber mal auf einen gesunden Menschenverstand bei der Wikipedia-Community. A propos: Hab mir grad mal die "Sperrgeschichte" der Mutter Erde reingezogen. ;-) Gruß MythozZ 23:58, 30. Jun 2005 (CEST)
- Eigentlich ist die Diskussion ja mittlerweile (fast) schon gegessen. Dennoch bin ich beim surfen auf den RVR-Seiten auf eine interessante Info gestoßen. Offenbar hält selbst der RVR nicht alle Städte im RVR-Gebiet für Ruhrgebiet! So wird Werne (Kreis Unna, nördlich im RVR) als "gelegen an der Grenze zum (!) östlichen Ruhrgebiet" tituliert click. Somit ist Werne selbst nach Lesart des RVR zwar RVR-zugehörig, aber nicht Ruhrgebiet, was im Umkehrschluss bedeutet, dass eine Gleichheit von RVR und Ruhrgebiet selbst vom RVR nicht angenommen wird. Wirklich vertrackt -- Mimigernaford 17:41, 18. Jul 2005 (CEST)
- Ich glaube, ich höre auf zu recherchieren, denn es wird immer schlimmer. Selbst Hamm als relativ große kreisfreie Stadt (von mir bis auf einige kleine Vororte immer dem Ruhrgebiet zugerechnet) bezeichnet sich auf der eigenen Homepage als "Westfalenmetropole an der Grenze zum Münsterland, Ruhrgebiet und Sauerland" [LINK], will an dieser Stelle offensichtlich nur zu sich selbst gehören. An anderer Stelle auf der Homepage sotiert Hamm sich aber eindeutig zur Modellregion "östliches Ruhrgebiet" [LINK] zu bzw. bezeichnet sich als "eine der größten Städte im Ruhrgebiet" [LINK]. Vielleicht ist das aber auch nur ein gutes Beispiel für die diffuse Abgrenzung des Ruhrgebiets. -- Mimigernaford 18:52, 6. Aug 2005 (CEST)
- Wird doch eigentlich immer klarer;-) Überwiegend zählt man sich offenbar im Gebiet des RVR, bis vor kurzem Kommunalverband Ruhrgebiet, dem Revier zu. Wenn Hamm sich als "Metropole" empfindet, ist das vielleicht etwas Lokalpatriotismus, Teil des Ruhrgebiets ist es wohl unbestritten. Die Zugehörigkeit zu Westfalen ist damit ja nicht ausgeschlossen. Und als alter Sitz der Grafen von der Mark darf sich die Gegend auch dem Sauerland verbunden fühlen. Das märkische Wappen führt die Stadt bis heute. Da auch das Münsterland bei Hamm an der Lippe anfängt, ist auch gegen diese Randlage nichts zu sagen. Stimmt also alles und ist doch verwirrend für einen Mimigernaforder, oder?;-) -- 145.254.34.198 21:13, 13. Aug 2005 (CEST)
- Na ja, Du hast mich wohl durchschaut! Eigentlich verwirrt es mich nicht wirklich. Aber den geistig etwas gemütlichen Agrarökonomen zu spielen, wird von jemandem der sich Mimigernaford nennt ja anscheinend erwartet ;-) Und wie könnte ich Dich enttäuschen :-)) Aber es ist halt so ein wunderschönes Beispiel dafür, dass es das Ruhrgebiet "offiziell" (Vorsicht! bitten niemand falsch verstehen) nicht gibt und jeder sich nach Gusto (mögliche Kriterien: Zeche/keine Zeche, städtisch/ländlich Fabriken/Bauernhöfe gefühlte Zugehörigkeit/historische Zugehörigkeit SPD/CDU evangelisch/katholisch etc. etc. etc.) dazuzählen oder Abstand nehmen kann. Da die netten Diskussionen über Ruhrgebiet oder nicht Ruhrgebiet (frei nach Shakespeare) nicht nur an dieser Stelle geführt werden, ist zu vermuten, dass die Umbenennung des Kommunalverbands Ruhrgebiet in Regionalverband Ruhr (ohne Gebiet) nicht nur reiner Zufall war, sondern vielleicht dem Stand der Emotionen Rechnung trägt. Und als halbwegs liberaler Mensch bin ich der Meinung, dass jeder Rheinländer sich als Rheinländer, jeder Münsterländer sich als Münsterländer und jeder Potti sich als Potti fühlen dürfen darf. Nur zwanghaft aus einem Ruhrgebietler einen Münsterländer, aus einem Münsterländer einen Sauerländer, aus einem Sauerländer einen Rheinländer und einem Rheinländer einen Ruhrgebietler zu machen (vielleicht sind auch andere Kombinationen gemeint - die musst Du Dir aber denken) obwohl der Betreffende das gar nicht will (also nicht derjenige, der sich gerne zu zwei Landsmannschaften zählt), kann halt zu den netten (leider manchmal auch weniger netten) Diskussionen führen, die man hier und teilweise in der Versionsgeschichte nachlesen kann. Das soll als Wort zum Sonntag dann aber auch reichen -- Mimigernaford 10:45, 14. Aug 2005 (CEST)
- Ja, ist sicher auch hart, wenn jemand extra "ins Grüne" im Kreis Recklinghausen gezogen ist und dann kommt jemand daher, und sagt, er wohne immer noch im Ruhrgebiet, obwohl man mit etwas Phantasie die Gegend des ex kölnischen Vestes ja auch dem Münsterland zuschlagen kann (macht RE übrigens als "Tor zum Münsterland" schon mindestens seit den 1980ern;-). Wieso eigentlich nicht dem Rheinland? Wäre historisch doch unbestreitbar, nur an der Sprach müsste sischerlisch noch etwas gefeilt werden.
Beim Besuch der RVR-Seite fällt übrigens auf, dass auf dessen Logo (das mit den Landesfarben in Form des Verbandsgebietes) immer noch quer d'rüber das Wort Ruhrgebiet prangt. Oh Schande! Keine Unterscheidung zwischen Ruhrgebiet und Umland. Jetzt aber schnell Petitionen verfassen. Das muss dringend gändert werden, bevor noch die Grundstückspreise in Haltern purzeln.
So, getz is aber genuch gespöttelt. Übrigens würde ich einen Münsterlander n i e mals als "geistig etwas gemütlichen" bezeichnen! Wieso denn? Bloß weil die mageren Böden ohne Kunstdünger dort so schlecht für die Agrarökonomie taugen??? Das spräche doch mehr für die Fähigkeiten des Landvolkes;-)) Schönen Sonntach auch -- 145.254.34.198 18:45, 14. Aug 2005 (CEST)
Mir fällt hier auf, dass die "Basisdaten Ruhrgebiet" falsch sind. Es handelt sich um die Basisdaten des Regionalverbands. Man kann nicht links im Text schreiben, dass "die genauen Grenzen umstritten sind" (was ja stimmt und wohl unbestritten ist), aber rechts in der Tabelle schreiben, das Ruhrgebiet hätte eine Fläche 4.435 km². Daher schlage ich vor, die Basisdaten in den Artikel Regionalverband Ruhr zu verlagern, wo sie viel besser hinpassen. --Jofi 00:32, 26. Jun 2005 (CEST)
Ruhrgebiet, Rheinland und Westfalen Das Ruhrgebiet hat mehr den Status einer Stadt. Rheinland (Niederrhein) und Westfalen sind dem Sinn nach mehr ein Land. Diese Begriffe können sich nicht gegenseitig ausschliefen. Sinngemäß ist jeder Ruhrpottler auch Rheinländer oder Westfale. Jeder Kölner ist Rheinländer, warum soll es im Ruhrgebiet anders sein. Es sollte und muss ein beides geben können.
- Da spricht auch keiner gegen. Aus diesem Grunde wird das Ruhrgebiet (historisch bedingt) manchmal auch gern noch in das "rheinische" (Reg. Bez. Düsseldorf und alte preuss. Rheinprovinz), "westfälische" (Reg. Bez. Münster, alte preuss. Provinz Westfalen) und das "märkische" Ruhrgebiet (Reg. Bez. Arnsberg, alte preuss. Provinz Westfalen) aufgeteilt. Allerdings darf auch nicht vergessen werden, dass das, zeitlich gesehen, noch recht junge Ruhrgebiet (ca. 120 Jahre) sich zu etwas Neuem entwickelte, welches alte historische Grenzen langsam verändert und sich zu einer eigenständigen Region mit eigenem Charakter entwickelt hat. Mittlerweile behindern und zerschneiden die alten Grenzen Teile einer Region welche schon längst zusammengewachsen sind. Das künstliche Festhalten an diesen Grenzen macht also wenig Sinn - zumindest erstmal politisch und verwaltungstechnisch gesehen: 3 Regierungsbezirke und 2 Landschaftsverbände teilen das Ruhgebiet in 3 Gebiete auf 2 Verwaltungsebenen. Mittelfristig soll sich dies aber nach den Koaltionsvereinbarungen der neuen Landesregierung dahingehend ändern, dass die Regierungsbezirke und Landschaftsverbände aufgelöst und stattdessen die Regionalpräsidien "Rheinland", "Westfalen" und "Ruhrgebiet" (in den RVR-Grenzen) als neue verwaltungstechnische Mittelinstanzen des Landes geschaffen werden (bis ~2008). Na ja, Hoffen wir das Beste! Gruß MythozZ 23:58, 30. Jun 2005 (CEST)
- Hi MythozZ
- Die neuen Grenzen sind doch erst recht künstlich. Duisburg lag in der Mitte vom Reg. Düsseldorf. Bald verläuft die Grenze zwischen Duisburg und Düsseldorf. Die alten Bezirke sind doch über Jahrhunderten entstanden. Auch die enge Beziehung zu Düsseldorf, Köln und Kleve bestand schon vor Preußen. Und Bitte, versuche nicht auch noch die Rheinländer und Westfalen zu Ruhrländer zu machen.
- Mensch darf aber nicht vergessen, dass die Forderungen das Ruhrgebiet zu Einen nicht nur sehr alt (Kaiserzeit, Weimarer Republik), sondern vor Allem: Aus dem Ruhrgebiet (ja, auch Duisburg!) sind, und diese künstliche Trennung in die alten Provinzgrenzen über Jahrzehnte nur aufrecht gehalten wurde, weil die Landesregierungen immer ein starkes Ruhrgebiet mit zu starkem Einfluss in der Landespolitik fürchteten. Duisburg hat natürlich seine Wurzeln in der Niederrheinischen Region ist aber nichts destotrotz ein fester und nicht wegzudenkender Teil des Ruhrgebiets. Dies gilt genauso für Dortmund oder Bochum: Historisch gesehen Westfalen - heutzutage aber nicht mehr in erster Linie, da sich die alten Provinzgrenzen längst überholt haben und schlichtweg nicht mehr der Realität entsprechen. Es macht einfach keinen Sinn mitten durch das Ruhrgebiet die Grenzen zwischen 3 Regierungsbezirken (z.B zwischen des Nachbarstädten Gelsenkirchen (Münster), Essen (Düsseldorf) und Bochum (Arnsberg)) laufen zu lassen, wenn die Städte in den letzten 100 Jahren zu einer regionalen Einheit zusammengewachsen sind. Gruß -- MythozZ 00:07, 13. Jul 2005 (CEST)
Ein kleiner Nachtrag vielleicht noch zu dem Beitrag von 80.141.168.39 vom 4. April, wonach Herne im Münsterland läge. Das muss ich im Sinne historischer Korrektheit "vehement" ablehnen. Die Stadt gehört zum RB Arnsberg. Die Gegend war durch Strünkede lange mehr der Grafschaft Kleve (sic!) zugeordnet als westfälischen Territorien. Mit der Vereinigung von Kleve-Mark war's märkisch, bis in preußische Zeit. Erst im 19. Jh. schrieb man Herne in Westfalen. Mit der Argumentation von oben frage ich mich gerade, ob Herne nun dem Niederrhein (Kleve) oder dem Sauerland (Mark) angehört. Oder zeigt sich hier nur ein weiteres Mal, dass Westfalen nicht mit dem Münsterland verwechselt werden sollte. Jetzt bin ich aber ganz verwirrt;-) 145.254.192.244 12:40, 5. Aug 2005 (CEST)
Zum Beispiel: Sprache Ruhrdeusch sollte überarbeitet werden. Wir an Niederrhein sprechen wirklich nicht wie Tegtmeier. MfG EM
Was daran liegt, dass niemand, außer Tegtmeier, spricht/sprach wie Tegtmeier. Unter Ruhrdeutsch hat jemand mit dem "tu mich ma" ein wunderschönes Beispiel Niederrheinischer Mundart hinterlassen. Original hab ich das zuletzt in Kleve gehört... 145.254.192.244 12:40, 5. Aug 2005 (CEST)
Ich sehe an dem Artikel nach wie vor das Problem, dass die Begriffe "Ruhrgebiet" und "RVR" vermischt werden. Es gibt wohl eine Mehrheit, die der Ansicht ist, dass "RVR-Gebiet" kein Synonym für "Ruhrgebiet" ist. Was spricht also dagegen, die konkreten Zahlen, ("37,6% der Fläche des Ruhrgebiets ist bebaut. Der Waldanteil beträgt 17,6%, ...") und die Basisdaten-Tabelle in den Artikel Regionalverband Ruhr zu verlagern, da die Zahlen sich definitiv auf den RVR, aber nur unter Umständen (wenn man die Begriffe als Synonym ansieht) auf das Ruhrgebiet beziehen. --Jofi 23:47, 7. Aug 2005 (CEST)
Dagegen könnte sprechen, das der RVR sich selbst als Ruhrgebiet definiert. "Das Ruhrgebiet ist mit rund 5,3 Millionen Einwohnern einer der größten Ballungsräume Europas." [LINK] ist eindeutig ein Wert der die Gesamteinwohnerzahl des RVR wiedergibt. Weiter heißt es: "Das Ruhrgebiet umfasst eine Fläche von 4.435 qkm, was etwa 13 % der Gesamtfläche Nordrhein-Westfalens entspricht. Davon sind 37,6 % Siedlungs- und Verkehrsfläche, 17,6 % Wald und 3,2 % Wasserfläche sowie 4o,6 % Landwirtschaftsfläche...." Da sind exakt die von dir genannten Werte bei. Auch sonst ist kein Unterschied zwischen RVR-Gebiet und Ruhrgebiet zu erkennen. Im Gegenteil, die hier so hart umkämpften Randlagen sind ausdrücklich immer wieder mit einbezogen. Scheint also so, als ob die Werte identisch für RVR und Ruhrgebiet gelten nach Interpretation des RVR. Vielleicht sollte man die Diskussion in Essen weiterführen, da kann Sonsbeck dann auch gleich aus dem Verband austreten (Xanten muss drin bleiben, der RVR ist am Schwimmbad beteiligt;-). -- 145.254.36.30 19:32, 14. Aug 2005 (CEST)
Zum Kapitel Metropolregion Ruhr
Könnte mal jemand das Kapitel überarbeiten? Ich habe schon bei der Lesenswert-Diskussion erklärt, dass da einige Fehler drin sind. An einigen Stellen muss da vor allem im Umgang mit Fachwörtern korrigiert werden. Ist nun auch schon wieder einen Monat her... Geo-Loge 00:23, 1. Jul 2005 (CEST)- Ich habe den Text etwas umformuliert. Ob das Ruhrgebiet jemals eine Metropole wird, steht in den Sternen. Heute jedenfalls ist es Teil des Metropolgebietes Rhein-Ruhr. --Zahnstein 6. Jul 2005 02:37 (CEST)
Wiederwahl/Abwahl vom 5. Juli
Ich bin zwar ein Gegner davon, jetzt schon Artikel aus den Lesenswerten herauszunehmen, aber in dem Fall bleibt meiner Meinung nach keine andere Möglichkeit: Die Wahl verlief nicht gerade souverän. Nach derzeitiger Regel wäre der Artikel nicht gewählt worden. Ich habe damals inhaltliche Mängel angesprochen, habe diese vor 5 Tagen wiederholt angesprochen, ohne das überhaupt irgendwas passiert (ist). Fassen wir das hier also besser als Wiederwahl auf. Geo-Loge 5. Jul 2005 21:43 (CEST)- Enthaltung. Wesentlich geändert hat sich Artikel seit dem Lesenswertem-Bapperl nicht, aber dafür ist die Diskussion was denn nun das Ruhrgebiet und was RVR sei in Gang gekommen. Wo nun im Abschnitt Metropolregion Ruhr so falsch mit Fachwörtern umgegangen wird, dass eine Abwahl nötig wird, kann ich (als Laie) nicht erkennen, vielleicht kann ja ein Geo-Logo die inhaltlichen Mängel beheben? ;-) Threedots Threedots 5. Jul 2005 22:34 (CEST)
- Da brauch man eigentlich nur etwas zu recherchieren:
- Es gibt eine Metropolregion Rhein-Ruhr: Welche Rolle spielt das Ruhrgebiet darin?
- Wieso zwingt der Gedanke der Metropole (ein Kategorisierungsbegriff für Städte) bzw. Metropolregion zu einer Fusion der Gemeinden des Ruhrgebiet? Das ist einfach nur unklar.. ich weiß nicht welches Geografische Modell so etwas fordert. In meinen Augen ist das eher ein politisches Problem ("aus vielen mach ein Rathaus").
- Wieso muss ich immer alles machen? ;-) mal im Ernst, mir fehlt da die Ortskenntnis: Ich hätte ja auch immer gedacht, dass Düsseldorf zum Ruhrgebiet zählt... gerade was die Rolle in der festgelegten Metropolregion angeht, bedarf es Ortskenntnis. Geo-Loge 5. Jul 2005 22:45 (CEST)
Also von einer Metropolregion Rhein-Ruhr habe ich noch nie gehört. Jedenfalls nicht von den in dem Artikel aufgezählten Städten. Wenn schon, dann meint man damit die Städte entlang des Rheines (Düsseldorf bis Koblenz), aber eine Metropole bilden die nicht. "Der Gedanke der Metropolregion fordet nicht das Zusammenfassen der Einzelstädte" Hier ist die Frage, was mit Zusammenfassung gemeint ist. Muß ja keine administrative sein, so wie ja auch das Rhein-Main-Gebiet nicht eine einzige Stadt ist. Insofern finde ich den Artikel korrekt. Deshalb: pro --Zahnstein 5. Jul 2005 23:10 (CEST)
- Ja, diese Metropolregion gibt es (im Gegensatz zur Metropolregion Ruhr). Und ja, es ist eine administrative Zusammenführung gemeint: "Die auf dem Gedanken der Metropole beziehungsweise Metropolregion beruhenden Forderungen, die Einzelstädte zu einer einzigen Stadt Ruhrstadt zusammenzufassen, sind trotzdem immer wieder erhoben, aber gleichermaßen verworfen worden." (Ich habe die Begriffe mal verlinkt, damit klar wird, dass es mehr oder weniger völlig falsch ist, was da steht.) Geo-Loge 5. Jul 2005 23:56 (CEST)
- Ich habe hier auf den Seiten des Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung nachgesehen und dort führt man nur eine Metropolregion Rhein-Ruhr auf. Also sollte der Text Ruhrgebiet dementsprechend angepasst werden. Ich schau mal, was ich da machen kann. --Zahnstein 6. Jul 2005 02:08 (CEST)
- gegen Abwahl, bleibt lesenswert: Die Diskussionen sind richtig aber das ist hier nach meiner Meinung der Unterschied zwischen lesenswert und exzellent. Vor einer Kandidatur zum exzellenten sollten alle Fragen bzw Unklarheiten beseitigt sein. Sollte eines der Hauptaufgaben des zugeg. Portals sein. --Atamari Atamari 5. Jul 2005 23:28 (CEST)
- Pro: Auch ich finde den Artikel lesenswert! Antifaschist 666 5. Jul 2005 23:31 (CEST)
- Das Thema des Artikels muss fachlich korrekt dargestellt werden... ist ein Mindestkriterium - Der Lesenswerten Artikel! Mir geht es doch nicht nicht um die Abwahl sondern darum, dass dieser Mangel abgestellt wird. (Da ich irgendwie gegen die Wand geredet habe, musste ich mir eine Trommel suchen...). Wenigstens reden wir hier drüber, was mich fast schon stolz stimmt. Geo-Loge 5. Jul 2005 23:36 (CEST)
So, und damit bekommt der Artikel jetzt auch mein Pro. Ich habe nix mehr zu meckern. Schön das es so unkompliziert ging. Geo-Loge 7. Jul 2005 15:17 (CEST)
NPOV - Bitte um ein Meinungsbild
Es geht um folgenden von IP 145.254.... gelöschten Absatz: "Setzt man die Ausdehnung des Regionalverbands Ruhr mit dem Begriff Ruhrgebiet gleich, so haben es insbesondere Menschen am Rande des RVR schwerer, sich mit der Bezeichnung „Ruhrgebiet“ zu identifizieren. Eine Zugehörigkeit zum Ruhrgebiet wird von ihnen zum Teil sogar vehement abgelehnt."
Ich halte lediglich die Begriffe "sogar vehement" für nicht neutral. Ansonsten kenne ich eine nicht unbeträchtliche Zahl von Menschen am Rande des RVR, die sich (sehr vehement) nicht als Bewohner des Ruhrgebiets ansehen und eine Zugehörigkeit ablehnen. Das ist natürlich keine Pro-Ruhrgebiets-Position, aber in dem Sinne neutral, dass es den Realitäten entspricht. Ich denke, den letzten Satz könnte man folgendermaßen ändern: "Eine Zugehörigkeit zum Ruhrgebiet wird von ihnen zum Teil abgelehnt". Ich halte diese Aussage für wahr und neutral. Da ich allerdings keinen Edit-War mit 145.254. (der mit der Aussage "Münsterländer Bunkendeutsch" wohl auch nicht in die neutrale Ecke gehört) anzetteln möchte, würde ich die Frage gerne zuerst diskutieren. Ich Bitte daher um Meinungen, ob eine "ungeliebte" Wahrheit in den Artikel hineingehört oder um des lieben Friedens willen besser verschwiegen wird.
Ggf. sollte man diesen Punkt auch nicht unter "Verwaltungsgebiet" abhandeln, sondern einen Unterpunkt "Bevölkerung des Ruhrgebiets" anlegen -- Mimigernaford 16:52, 17. Jul 2005 (CEST)
Eine knappe neutrale Formulierung reicht völlig. Einen extra Unterpunkt einzurichten finde ich von der Relevanz her unnötig und fördert nicht gerade die Leserlichkeit. --MythozZ 19:30, 17. Jul 2005 (CEST)
Identifikation
Wieder mal ist mit der Frage der Identifikation mit dem Ruhrgebiet die Frage nach seinen "Randzonen" verknüpft. Ich möchte gerne einige Beispiele der als nicht mit dem Ruhrgebiet Identifizierten Städte besehen, ihre Eigenarten beleuchten und sie vielleicht auch mit anderen, vergleichbaren Regionen in eine Linie stellen, so weit das möglich scheint. Weiterhin würde ich gerne der Frage nachgehen, warum der RVR gerade seine heutigen Grenzen erlangt hat.
Zuerst möchte ich das Bsp. Haltern am See betrachten. Die Stadt liegt tatsächlich im äußersten nördlichen Randgebiet des RVR und darf als gehobene Wohngegend bezeichnet werden. Gleichzeitig ist die Gemeinde einer der letzten Zechenstandorte des "Reviers". Auf den ersten Blick ja ein gewaltiger Gegensatz. Betrachtet man die lage der Bergwerkschächte gut "getarnt" mitten in den Forsten der Haard, ist zumindest schon mal klar, warum im Klischee betrachtet, Haltern als Stadt wenig ruhrgebietstypisches erkennen läßt. Viele Einwohner Halterns sind gut ausgebildet, verfügen über Abitur oder Studium. Ihre Ausdrucksweise ist zumeist nah an der Standardsprache, "Ruhrdeutsch" wird man selten hören.
Vielleicht ist aber auch gerade in der Funktion der "Stadt am See" als gehobene Wohngegend eine Ursache zu sehen, weshalb sie eben nicht mehr zum Ruhrgebiet rechnen soll? Haltern dient vor allem als Rückzugsgebiet für Angestellte mittleren bis gehobenen Einkommens aus den größeren Ruhrgebietsstädten. Landwirtschaft, wie der Identifikationsabsatz im Artikel im Moment suggeriert spielt bei der Wohnbevölkerung Halterns wohl eher eine untergeordnete Rolle als Erwerbszweig. Gerade diese Gruppe der Bevölkerung Halterns aber, die aus der Kernzone des Reviers übersiedelte, hat eigentlich schon unausgesprochen klar gemacht, dass sie ein anderes Umfeld bevorzugt als die urbanen Gebiete ihnen geben könnte.
Betrachtet man nun einmal wieder das gesamte RVR Gebiet und die Lage Halterns, oder auch die Gemeinden im Kreis EN, für die vieles, abgesehen vom aktuellen Zechenstandort, sicher analog gilt, so darf man sich auch fragen, warum gerade die Randgebiete so "grün" geblieben sind und warum sie dennoch trotzdem dem RVR angehören? Und die Antwort ist so verblüffend wie einfach: es ist Ergebnis der Planung des RVR-Großvaters SVR. Der Einbezug der Randgebiete in den Verband, wie auch immer sein genauer Titel gerade lauten mag, hat ihnen die Funktionen zugewiesen, die sie heute übernehmen. Das die oftmals aus dem Kerngebiet des Ruhrgebiets zugewanderten Bewohner bisweilen, - oder meistens ?-, sich nicht mit dem Ruhrgebiet identifizieren wollen hat sicher etwas mit dem Image der Region zu tun. Und da wollen wir offen sein, das ist nach wie vor für die überwiegende Zahl der Deutschen auf Schimanski-Niveau stehen geblieben.
Natürlich ist Haltern kein Teil der Städte, für die es als Wohngegend fungiert. Vergleicht man es etwa mit Frankfurt am Main, so wäre vielleicht Hofheim am Taunus ein Adäquat. Doch Hofheim ist eben nicht Stadtteil Frankfurts, so wenig wie Haltern etwa zu Essen gehört. Und doch, bei aller gehaltenen Vürnehmheit der Wohngegend Hofheim, kaum jemand käme auf den Gedanken die Gemeinde von der Region Rhein-Main ausnehmen zu wollen. Dafür ist deren Image einfach zu gut.
In beiden Fällen nutzen die Randzonen die Infrastruktur der Hauptzentren. Es machte beispielsweise sicher weder für Hofheim noch für Halten Sinn, große Theater- oder Opernhäuser zu unterhalten. Die finden sich dafür in Frankfurt, Essen oder Dortmund.
Ich selbst kann der Argumentation, Haltern gehöre nicht zum Ruhrgebiet nicht folgen. Das mag man vielleicht anders sehen könne, vielleicht gerade wenn man mit dem Ruhrgebietsimage als Bewohner Halterns kämpft. Aber wenn allein die Qualität des Umfeldes ausschlaggebend wäre für die Regionszugehörigkeit, dann müssten wir auch Dortmund-Kirchhörde vom Ruhrgebiet ausnehmen. Um das gleich zu sagen: Kirchhörde gehört zum Ruhrgebiet. Aber die Wohnlage wäre für eine Vielzahl der Einwohner Halterns sicher unerschwinglich. Und eine Geschichte, die sich unabhängig von der einstigen Reichsstadt Dortmund schreiben ließe, wäre leicht zu konstruieren. Aber ich habe den Eindruck, wer es sich leisten kann, in Kirchhörde in den bevorzugten Lagen zu wohnen, hat weder ein Problem mit dem verbreiteten Klischeeimage Dortmunds, noch mit dem des Ruhrgebiets.
Breckerfeld und Sonsbeck kursieren hier noch als Extreme. O.k. das sind sicher Spezialfälle, die mit dem oben schon angesprochenen Werne vergleichbar sind. In wie weit Breckerfeld als altes Schmiedezentrum ein wenig mit zur Wiege des Ruhrgebiets zählen darf will ich hier jetzt nicht betrachten. Zum einen ist das Historie, zum anderen ist das Ruhrgebiet über die Wiegenzeit nun mal auch weit hinaus und diese Geschichte wird allenfalls noch im Heimatmuseum erzählt.
Sonsbeck seinerseits wirbt auf den gemeindeeigenen Internetseiten mit dem Slogan "Leben, wo andere Urlaub machen". Da frag ich mich nun, wer Adressat dieser Botschaft ist. Sind's Urlauber oder zukünftige Einwohner? Ein Tourismuszentrum ist Sonsbeck nicht gerade. Aber neue Wohngebiete, war da nicht so was? Wer zieht denn da hin? Weseler, Duisburger? Wäre doch interessant zu sehen, ob da nicht ähnlich Entwicklungen wie im Kreis RE oder EN ablaufen.
Übrigens finde ich es in diesem Zusammenhang auffällig, das der KVR beim Namenswechsel zum RVR auf das "Ruhrgebiet" verzichtet hat und sich jetzt nur noch "Ruhr" nennt. Mag da ein Zusammenhang bestehen? Hilft das den Randzonen bei der Identifikation? Hat die Ruhr ein besseres Image oder wird auch das im Kreis Wesel abgelehnt? Wäre immerhin in so weit verständlich, als gerade Wesel mit der Ruhr nur über den Rhein, - und das auch noch gegen den Strom -, in Verbindung steht.
Ich selbst bin mit Blick auf die Randzonen für eine integrierendere Fassung des Gesamtartikels Ruhrgebiet. Die Region ist eine komplexe Struktur, keine Frage, und das muss auch im Artikel erläutert werden. Doch darf der Bezug des Begriffs nicht nur auf Teile des Gesamten reduziert werden, mit dem sich leichter ein Schimanski-Image verbinden läßt, wie den Gebieten entlang der Emscher etwa oder vielleicht noch den Oberzentren am Hellweg. Ruhrgebiet ist mehr. Wenn der eine oder andere Mitautor dieser Seite eine - vielleicht auch aus persönlicher Emotion heraus - eigene Sichtweise hat und wenig Identifikation mit dem Ruhrgebiet verspürt, sollte das nicht zu einem Schwerpunkt des Eintrags über das Ruhrgebiet werden. Sonderfälle wie Werne kann man erläutern, das ist hilfreich. Doch sollten solche Erläuterungen nicht den Eindruck des Regelfalls erwecken. Genau dieser Anschein stellt sich mir jedoch bei den aktuellen Tendenzen des Artikels und seiner Diskussion.
145.254.194.146 14:12, 5. Aug 2005 (CEST)
Wann sind Ruhrgebietsstädte "entstanden"?
Das Alter der Ruhrgebietsstädte scheint mir zur Zeit im ersten Abschnitt, wenn auch nicht ganz verkehrt, so doch verzeichnet dargestellt. Nur wenige, kleinere der Großstädte haben "erst " seit mehr als 100 Jahren Stadtrechte. Gerade die überregional wirkenden Zentren sind sehr alte Städte.
Zum Ruhrgebiet zählen zwei der ältesten, nicht-römischen Städte auf deutschem Boden, Duisburg und Dortmund. Beide sind so alt, dass ihnen nicht einmal Stadtrechte verliehen wurden, wie man sich das so landläufig vorstellt. Durch die ihnen nach und nach verliehenen Rechte waren sie im Hochmittelalter "Stadt". Nach dem Beispiel Dortmunds wurden anderen Städten Rechte verliehen.
Viele Städte, ohne Anspruch auf Vollständigkeit z.B. Essen, Recklinghausen, Dorsten, Bochum, Hattingen, Unna, Hamm..., sind im Mittelalter schon gegründet worden. Wäre das nicht viel interessanter als Hinweis darauf, warum die Oberzentren des Ruhrgebiets gerade in diesen beiden Gruppen zu finden sind?
Sind manche Ruhrgebietsstädte aber wirklich erst mit der Industrialisierung entstanden? Und falls ja, ist das dann so bemerkenswert, dass es in einem Lexikoneintrag für das Jahr 2005 stehen sollte?
Sicher ist, dass alle modernen Städte erst seit dem 19. Jh. ihre uns heute vertraute Ausdehnung erreichten, selbst das "uralte" Köln. Bis zur Bevölkerungsexplosion die mit der Industrialisierungsphase einherging waren Städte wie Frankfurt oder Nürnberg ebenso noch überwiegend in ihren mittelalterliche Proportionen, wie das auf Dortmund oder Duisburg zutrifft. Die Innenstädte haben, wie leider viele andere in Deutschland auch, ihre Neugestaltungen nach dem zweiten Weltkrieg erfahren müssen. Die geografischen Orte selbst sind noch die selben, ja sogar ihre funktionelle Einteilung hat sich meist nicht verändert.
Zur zweiten Frage, stellt sich mir gleich eine weitere. Weshalb, wenn einige Städte tatsächlich erst um 1850 entstanden sind, tragen sie so eigenartige Namen wie Bottrop oder mit heutigem Wortsinn nicht mehr zu entschlüsselnde Bezeichnungen wie etwa Herne? Richtig ist sicherlich, dass manche Ruhrgebietsstädte erst Ende des 19. Jh. Stadtrechte erhielten, wie Herne, dass zuvor einige Jahrzehnte formal "Dorf" war und doch bereits mehr Einwohner zählte als manche Stadt. Der Name dieser "neuen" Stadt allerdings ist schon seit dem Frühmittelalter bekannt und hatte damals auch eine in der Sprache begründete Bedeutung und war im Mittelalter bereits Kirchspiel. Ganz ähnlich verhält es sich bei Bottrop. Warum hätte irgend jemand eine neue Stadt ausgerechnet so benennen sollen? Unter dem Eintrag zu Bottrop wird das Namensrätsel übrigens gelüftet.
Wenn jemand Ende des 19. Jh. die hier in der Wikipedia oft zitiere Meyers Enzyklopädie seiner Zeit in Händen hielt und sich über das Ruhrgebiet informieren wollte, hätte eine Bemerkung zum "Neuentstehen" von Städten an der Emscher ihn sicher interessiert. Inzwischen aber sind diese Städte viele Generationen alt und die Wahrnehmung hat sich verändert. 1890 konnte man das Städtewachstum schon am Ort selbst erkennen. Seit etwa 1920 verlief die Besiedlung planvoll und hat die uns heute vertrauten Strukturen geprägt.
Viele der inzwischen eingemeindeten Stadtteile hatten Stadtrechte oder stadtähnliche Rechte, lange bevor an eine Industrialisierung zu denken war, Bsp. Werden oder Wattenscheid. Müsste ein Satz nicht das Wachstum weniger großer Zentren herausstellen in denen selbst alte Städte aufgegangen sind?
Für die multizentrale Struktur des Ruhrgebiets hatte die Entwicklung vieler Einzelstädte sicher ihre Bedeutung und muss an geeigneter Stelle auch vermerkt sein. Auch zur Geschichte des Ruhrgebiets gehört's und ist da auch schon behandelt.
Alle Aspekte bewertend, plädiere ich dafür, mit dem - weit verbreiteten - Schema "Städte aus dem Nichts auf der grünen Wiese" nicht gerade einen Eintrag über das heutige Ruhrgebiet zu beginnen. Eine differenzierte Betrachtung an geeigneter Stelle scheint mir mindestens so geboten, wie die Unterscheidung von Rand und Kerngebieten der Region.
Andere Meinungen?
145.254.191.38 10:10, 25. Jul 2005 (CEST)
- Ja! Abgesehen von Bottrop, Herne, Oberhausen und Marl sehe ich auch keine bemerkenswerten Neugründungen, die sich besonders von denen außerhalb des Ruhrgebiets unterscheiden würden. Nur ! Threedots Threedots 10:44, 25. Jul 2005 (CEST)
- Richtig alt sind die Städte am Hellweg, an der Ruhr und an der Lippe. Im Emscher Bruch lebten dagegen kaum Menschen. Die Gemeinden Sterkrade, Holten, aber auch Buer sind älter wie Oberhauen und Gelsenkirchen. Oberhauen wurde nach einem Schloss benannt.
Größe der Städte Anfang des 19. Jh.
Mir scheint, die Bevölkerungszahlen sind wegen der Angaben für unsterschiedliche Jahre nur schwer direkt vergleichbar. Jedoch liegen Duisburg und Dortmund nah bei einander, was sich auch ganz gut mit der historischen Entwicklung verträgt. Der Trend ist der gleiche: alte Stadt mit ehemals höherer Einwohnerzahl, um 1800 relativ wenige, so um die 5.000, steigt rasch an.Dabei kommt es sicher nicht so sehr darauf an, wann eine genaue Marke "geknackt" wurde, 5.800 sind rund 6.000, wenn man auf ganze Tausender rundet, sondern mehr darauf, wo mögliche Kerne für Zentren lagen. Um so bemerkenswerter ist die Zahl für Mülheim. Wenn die 11.000 Ew für 1800 stimmen wäre das ein schönes Beispiel für die Entwicklung des Ruhrgebiets von Süden nach Norden. Wobei man allerdings immer sehen sollte, dass die damaligen Städte ohnehin nicht mit unseren Vorstellungen vergleichbar sind. Die Zahlen für Dortmund oder Duisburg meinen wirklich nur die "Innenstädte". Wie war das Mülheim definiert, auf das sich die 11.000 bezieht? Stadt wurde MH erst später, wenn ich der wiki-Angabe vertraue.
Die heutigen Stadtgebiete waren noch ganz anders strukturiert. Dortmund-Hoerde, im Süden der heutigen Stadt, war z.B. im 18. Jh. preußisch, dort wurde bereits Kohle abgebaut, als im nördlichen Bereich des heutigen Dortmunds an der Emscher, der zur Grafschaft Dortmund gehörte, an eine Förderung noch gar nicht zu denken war. ___
Habe die Daten zu MH noch mal geprüft. Die im Beitrag Mülheim an der Ruhr genannten 11.000 EW sind die der Munizipalität. In Mühlheim selbst lebten, wie hier als Zahl richtig vermerkt war ca. 5.000. Das ist viel und zeigt den Wachstumseffekt im Süden. In gleicher Weise kann auch der Wert der Munizipalität interpretiert werden. Welche Zahl im Artikel steht ist demnach Geschmackssache. Allerdings war MH kurz nach 1800 noch keine Stadt. Daher sollte dabei stehen, worauf sich die Einwohnerzahl bezieht. 145.254.36.40 21:43, 12. Aug 2005 (CEST)
- Mülheim an der Ruhr wurde 1808 Stadt nach Französischen Recht (Munizipalität). Es umfasste die ehemaligen Herrschaften Broch und Styrum. Damit reichte es bis weit ins heutige Oberhausen. Die Gemeinde Oberhausen existierte um 1800 noch nicht. Eine Munizipalität unterscheidet nicht zwischen einem Stadtkreis und einem Landkreis, so das man nicht in dem sinne Vergleichen kann.
Im übrigen, der Name Mülheim stammt von Mole und nicht vom Mühle und schreibt sich mit einem H. Aber die Bahn hatte ja auch einen ICE auf den Namen Mühlheim-Ruhr getauft.
Anzahl Einwohner des Ruhrgebiets
Im Artikel Liste der größten Agglomerationen Deutschlands ist das Ruhrgebiet als grösste Agglomeration in Deutschland an oberster Stelle mit 5,8 Millionen Einwohnern aufgeführt. Weshalb steht dort eine andere Zahl als in diesem Artikel (Ruhrgebiet) hier? Zudem fehlt im Artikel zum Regionalverband Ruhr eine Einwohnerzahl gänzlich.-- Citylover 12:35, 26. Aug 2005 (CEST)
- Die Zahl im Artikel Liste der größten Agglomerationen Deutschlands war falsch - hab ich nun korrigiert. Die Einwohnerzahl liegt bei 5.3 Millionen und ist in der Basisdatentabelle auf der rechten Seite aufgeführt, welche dem Gebiet des RVR entspricht. --MythozZ 14:17, 26. Aug 2005 (CEST)
Ruhrpottler, Rheinländer, Westfalen ?
Woher kommt es, das sich manche Ruhrpottler sich selbst als Westfalen oder als Rheinländer bezeichnen. Gibt es denn da unterschiede. Aus Bayern und Franken kenne ich dieses nicht.- Wird das nicht aus dem Artikel klar? Rheinland und Westfalen sind sehr alte Gebietseinteilungen, die auch heute noch als Landschaftsverbände offiziellen Status haben. Mit diesen Begriffen können sich offenbar manche Personen eher indentifizieren, als mit der, historisch gesehen, sehr jungen Erscheinung "Ruhrgebiet". Threedots Threedots 13:14, 29. Aug 2005 (CEST)
- Es sollte vielleicht noch klargestellt werden, dass der westliche Teil des Ruhrgebiets ursprünglich zur preussischen Provinz Rheinland und der östliche Teil ursprünglich zur Provinz Westfalen gehörten. Erst die Industrialisierung im 19. Jahrhundert hat diese Regionen dann "verklammert".
- Ad 1: Ich hab nur sechs Monate in Franken gewohnt und diese Unterschiede kennengelernt: Franken lassen sich nur ungern als Bayern bezeichnen und sie erzählen heftigere und gemeinere Bayernwitze als der Rests der Republik. Im Freistaat Bayern gibt es allerdings keine Siedlungen, die unterschiedliche Volksgruppen so klammern wie im Ruhrgebiet.
- Ad 2: Wenn auch die Industriealisierung viel verändert hat, einiges an lokaler überlieferter Kultur ist erhalten geblieben. Deutlich sichtbar an der Karnevalsgrenze, die sich durchs Ruhrgebiet zieht. Dei CDU hatte sehr lange zwei Landesverbände in NRW: einen westfälischen und einen rheinländischen. Man kann beides sein: Ruhrie und Westfale oder Rheinländer. A.Heidemann 09:05, 15. Sep 2005 (CEST)
Überarbeitungswunsch
- "Die gewollte Teilung hat durch die daraus resultierende Konkurrenz der Städte eine der vielfältigsten Kultur- und Freizeitlandschaften Deutschlands entstehen lassen. Von Landespoltikern wird immer wieder das Fehlen von Leuchtturmprojekten als Mangel empfunden; doch gerade die Mittelzersplitterung auf viele kleine und mittlere Projekte führt zu grosser Bürgernähe und zu einem hervoragenden Angebot an Nahbereichserholung.
- Die anscheinend gewollte Teilung hat geschichtlichen Hintergrund. Das heutige Ruhrgebiet gehörte bei Beginn der Ruhrbergbaus zu folgenden Herrschaftsbereichen: Vest Recklinghausen, Fürstbistum Münster, Grafschaft Limburg, Grafschaft Mark, Herzogtum Berg, Herzogtum Kleve, Reichsstadt Dortmund, Reichsstift Essen und Reichsabtei Werden, Herrschaft Styrum. Einige Teile dieser Herrschaftsbereichen liegen mit dem Kernbereich außerhalb des heutigen Ruhrgebiet, wie zu Beispiel Kleve. Bei Auseinandersetzungen dieser Herrschaftsbereichen spielte Jahrhunderte lang Köln die entscheidende Rolle.
- Unter den Preußen wurden diese Herrschaftsbereiche in die zwei Provinzen Rheinland und Westfalen aufgeteilt. Die Preußen hielten sich an die alten Stammesgrenzen und Sprachgrenzen zwischen Franken (Niederfranken) und Westfalen. Doch das heutige Ruhrgebiet scheint keine Einheit zu sein. Dortmund sieht sich als größte Stadt Westfalens, Duisburg sieht sich als größte Stadt des Niederrheins.
- Durch das Ungleichgewicht zwischen Rheinland und Westfalen im Ruhrgebiet wäre eine Rhein Ruhr City in vielen Bereichen sinnvoll. Die Ausdehnung des VRR zeigt die Weiterentwicklung über das Ruhrgebiet zur Rhein-Ruhr-Metropole. Eine Einheit Ruhrgebiet im Sinne einer Stadt wie London scheint es nicht zu geben."
Diese Absätze wurden heute von einer IP eingefügt, ich habe sie erstmal aus dem Abschnitt "Metropolregion Rhein-Ruhr" herausgenommen um sie hier zu diskutieren..
Ich halte alle für POV-belastet (mehrmals "gewollte Teilung", "wäre eine Rhein Ruhr City [...] sinnvoll, ...) und für insgesamt wirres Durcheinander. Außerdem sind zahlreiche Dinge bereits besser und differntierter in anderen Abschnitten geklärt. Threedots Threedots 14:39, 8 November 2005 (CET)
- Hi Daniel
- Den Satz - Die gewollte Teilung hat durch die daraus resultierende Konkurrenz.. – sollte man nicht so stehen lassen und Überarbeiten. Ein Einheit in dem Sinne einer Stadt ist das Ruhrgebiet nicht. Generell ist das Thema Ruhrgebiet schwierig. Der RVR vermeidet bewusst alles, was mit Rheinland oder Westfalen zu tun hat. Die beiden Verbände LVR und LWL vermeiden bewusst das Wort Ruhrgebiet. Der RVR selbst schreibt:: Das Ruhrgebiet liegt im Bundesland Nordrhein-Westfalen und bildet den größten Wirtschaftsraum in Europa. Es stellt weder eine landschaftlich noch eine historisch-politische Einheit dar, sondern eher einen wirtschaftsgeographischen Raum. Auf dieser Grundlage sollte das Ruhrgebiet dargestellt werden. Bezogen auf Kultur, Kirche, Museen teilt sich vieles in Rheinland auf Westfalen auf, Beispiel das RIM in Oberhauen. Mit dem VRR kann man bis an die Grenze nach der Niederlanden fahren, aber nicht nach Hamm. Die Sprache teilt sich auf in Ruhrdeutsch, Westfälisch und Niederrheinisch. Viel Spaß beim Überarbeiten und Gruß nach Dorsten, der Stadt zwischen Ruhrpott und Münsterland. Mit freundlichen Grüßen ---


















