Runen

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Der Artikel Runen gehört zur Kategorie: Schrift, Runenschrift

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Fuþark
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ᚠᚢᚦᚨᚱᚲ

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Runen sind die ältesten Schriftzeichen der Germanen. Sie waren vor allem zwischen dem 2. und dem 12. Jahrhundert für geritzte und gravierte Inschriften auf Gegenständen und Steindenkmälern in Gebrauch. Ihre Verbreitung zeigt von Anfang an einen deutlichen Schwerpunkt in Südskandinavien. In allen anderen Siedlungsräumen germanischsprachiger Völker ist nur eine dünne Streuüberlieferung zu finden, die außerdem mit dem jeweiligen Einzug des Christentums zu ihrem Ende kommt. Die nominelle Christianisierung Nordeuropas hatte grundsätzlich den Wechsel zur lateinischen Schrift zur Folge. Die Verwendung von Runen endete mithin in Mitteleuropa vor 700 n. Chr. und in England im 10. Jahrhundert. Nur in Skandinavien hielt sich der Gebrauch der Runenschrift deutlich länger, in einzelnen Regionen bis gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Der weitaus größte Teil der etwa 6.500 erhaltenen Runeninschriften stammt aus dem Skandinavien der Wikingerzeit.

Die ältesten Inschriften datieren aus dem 2. Jahrhundert und stammen aus Moorfunden in Südschweden und Dänemark (Jütland). Als älteste Runeninschrift gilt derzeit der Name harja auf dem Kamm von Vimose, der in die Zeit 150–200 n. Chr. datiert wird. Älter ist zwar die Fibel von Meldorf (Schleswig-Holstein) von etwa 50–100 n. Chr., doch ist die Inschrift nicht sicher runisch (lateinisch?). Etwas jünger ist die auf einer eisernen Speerspitze eingeritzte Beschwörung raunijaR („Herausforderer“). Die Spitze wurde in einem Grab aus der Zeit um 200 in Øvre Stabu (Oppland) Norwegen gefunden.

Der Literalitätsgrad der Kulturen, die Runen gebrauchten, muss als sehr niedrig eingeschätzt werden. Die Runenschrift entwickelte sich nie zu einer Buch- und Urkundenschrift und erfasste niemals so weite Bereiche des kollektiven Gedächtnisses und der Alltagskommunikation wie die lateinische Schrift in Antike und Mittelalter: Literatur, Liturgie, Geschichtsüberlieferung, Recht blieben mündlich. Der hauptsächliche Anwendungsbereich von Runen waren Inschriften zum Gedenken an Verstorbene oder an besondere Ereignisse, zur Weihe oder Verschenkung von Gegenständen, als Besitzerangaben und als Münzinschriften.

Runen wurden meist rechtsläufig (von links nach rechts) geschrieben, aber es gab auch Ausnahmen, besonders im nordgermanischen Raum.

Bezeichnungsherkunft

Der Bezeichnung „Rune“ ist von einer Wurzel rūn- (gotisch runa) mit der Bedeutung „Geheimnis“ abzuleiten. Verwandt damit sind auch die deutschen Wörter „raunen“ und „Geraune“. Entgegen der weitverbreiteten Meinung, der Name Runen sei neuzeitlichen Ursprungs, gibt es aus dem 6. Jahrhundert mehrere Nennungen von runa auf beritzten Gegenständen (z. B. Runenstab von Neudingen). Und Venantius Fortunatus, der im fränkischen Merowingerreich mit Runen in Berührung gekommen sein könnte, dichtete um 565: Barbara fraxineis pingatur rhuna tabellis / quodque papyrus agit virgula plana valet. (Die Rune der Barbaren mag man auf eschene Tafeln zeichnen; was der Papyrus vermag, dazu taugt auch das flache Holzstäbchen. Carmina VII, 18). Von den Buchen-Stäben, auf die die Runen geritzt wurden, leitet sich das Wort Buchstabe ab.

Ursprung

Die Runen sind von den Germanen nicht als fertiges Schriftsystem übernommen, sondern weitgehend eigenständig nach Vorbildern südeuropäischer Schriften entwickelt worden. Vor allem die lateinische Schrift, aber auch die zahlreichen vom Lateinischen verdrängten und untergegangenen Schriften des keltisch-alpin-italischen Raums kommen als "Initialzünder" in Betracht. Die Runen gehen damit - sowohl in ihrem Prinzip einer Buchstabenschrift als auch in der Form vieler Lautzeichen - letztlich auf die große phönizisch-aramäische Familie von Alphabeten zurück, die im 1. Jahrtausend v. Chr. im Gebiet des Libanon und Syriens entstanden sind und zu denen auch alle heutigen europäischen Schriften gezählt werden.

Der Ursprung der Runenschrift ist zeitlich und räumlich kaum zu erhellen, weil die ältesten Belege bereits einen etablierten Satz von Zeichen präsentieren. Das erste gesicherte Auftreten von Runen fällt in die zweite Hälfte des 2. Jahrhunderts (Gegenstände wie z. B. Waffen aus Mooropferplätzen in Jütland wie Vimose, Illerup, Nydam, Thorsberg). Vorstufen der Schrift, an denen ihre Entstehung nachzuvollziehen wäre, konnten nicht unzweifelhaft identifiziert werden. Das äußerliche Charakteristikum der Runen ist die Vermeidung waagrechter und gebogener Linien, was früher immer wieder die Vermutung aufkommen ließ, dass es sich um eine Buchstabenumformung handelt, die dazu geeignet sein sollte, vor allem in hölzernes Material geritzt zu werden. Man nahm folglich an, dass Vorstufen der Runen nur deshalb nicht bewahrt sind, weil ihr mutmaßlicher Träger, Holz, sich schlechter als Metall erhalten hat. Neuere Funde (z. B. Moorfunde von Illerup, Dänemark) zeigen jedoch auch gerundete Formen (z. B. bei der Odal-Rune) auf metallenen Waffenteilen.

Es werden drei Thesen zur Entstehung der Runenschrift vertreten:

Italisch-etruskische These

Das Vorbild der Runen soll ein nordetruskisches Alphabet sein bzw. aus dem Kreis der zahlreichen verschiedenen Alphabete Norditaliens und des Alpenraums (4. bis 1. Jahrhundert v. Chr.) genommen sein. Alle diese Alphabete sind, wie auch die lateinische Schrift, ihrerseits Abkömmlinge des westgriechischen Alphabets (griechischer Kultureinfluss durch Händler und Kolonien in Italien ab dem 7. Jahrhundert v. Chr.).

Besonders der Helm von Negau (Abb.) wurde zur Unterstützung dieser These herangezogen. Der Helm mit einer teils frühgermanischen Namensinschrift (harigasti...) in einem norditalischen Alphabet soll den Ursprung einiger Runenzeichen aus den norditalischen Varianten der griechischen Schrift belegen. Die Deutung der Inschrift bleibt jedoch umstritten, zumal der Helm aus dem 5. Jahrhundert v. Chr. stammt und die Inschrift selbst erst später (3./2. Jahrhundert v. Chr.?) angebracht wurde.

Das stärkste Argument für die italisch-etruskische These sind die Buchstabenformen, der Schreibduktus und das Verfahren der Worttrennung durch Punkte. In keiner anderen Schrift finden sich so viele Übereinstimmungen für einzelne Zeichen. Von kulturgeschichtlicher Seite ist diese These jedoch schwer zu untermauern, denn sie impliziert, dass die Runenschrift sich im norditalienischen, westalpinen oder norischen Raum im 1. Jahrhundert v. Chr. oder im 1. Jahrhundert n. Chr. herausgebildet haben müsste (wo es jedoch keine Spuren von ihr gibt) und dann bis gegen 200 n. Chr. bis in den Norden Germaniens verbreitet worden wäre, wo sie zuerst ins Licht der Geschichte tritt.

Latein-These

Die lateinische Schrift ist eine Schwesterschrift der italischen Alphabete und weist daher einige übereinstimmende Buchstabenformen auf. Im Gegensatz zu den Regionalschriften setzte sie sich mit der Großmacht Rom überregional durch und wurde als Verwaltungsschrift bis in alle Winkel des römischen Imperiums verbreitet. Somit war es möglich, dass germanische Stämme selbst im abgelegenen südskandinavischen Raum durch Kontakte mit der römischen Kultur (über Händler, Geiseln, Söldner, Besucher etc.) die lateinische Capitalis Monumentalis der Kaiserzeit kennen lernen und davon angeregt eine eigene Schrift entwickeln konnten. Für diese These sprechen einzelne Übereinstimmungen von Zeichenformen (unzweifelhaft sind F, R und B). Viele Runologen gehen heute von der Latein-These aus.

Griechische These

Nur mehr wissenschaftsgeschichtlich relevant sind mehrere Versuche, die Entstehung der Runen den Goten im Schwarzmeergebiet (heutige Ukraine) zuzuschreiben. Vorbild soll hier entweder im 2./3. Jahrhundert n. Chr. eine ostgriechische Minuskelschrift oder ein archaisches griechisches Alphabet des 6. Jahrhunderts v. Chr. (!) gewesen sein. Diese Thesen sind weitestgehend aufgegeben worden, denn die ältesten skandinavischen Runendenkmäler sind nach archäologischer Datierung bereits entstanden, bevor die Goten in Kontakt mit dem römischen Weltreich kamen. Auch aus sprachhistorischen (linguistischen) Gründen scheidet diese Auffassung aus: die älteste Runenreihe reflektiert eindeutig nordgermanische bzw. noch gemeingermanische und keine bereits ausdifferenzierten ostgermanischen Lautverhältnisse.

Runenreihen

Die älteste Runenreihe

Die älteste überlieferte Runenreihe (nach den ersten sechs Buchstaben futhark genannt) bestand aus 24 Zeichen, die in drei Abschnitte (später im Altnordischen als aettir bezeichnet) eingeteilt waren. Sie war anfangs nur bei nordgermanischen Stämmen, in der Völkerwanderungszeit vereinzelt auch bei Ostgermanen (vor allem Goten, ab 3. Jh.?) und Westgermanen (ab 5. Jh.) in Benutzung. Etwa 350 Inschriften in dieser ältesten Runenreihe wurden bislang entdeckt. Alle jüngeren Runenreihen ab etwa 700 leiten sich vom älteren Futhark ab.

Jedes Graphem (Buchstabe) entspricht einem Phonem (Laut). Für das ältere Futhark besteht vor ca. 550 bis 650 eine bemerkenswert gute Übereinstimmung zwischen dem Zeicheninventar und dem Phoneminventar der damit geschriebenen gemeingermanischen bzw. runennordischen Sprache oder Sprachen. Nur die Verdoppelung der I-Rune (Eis und Eibe) muss ein Relikt einer früheren Sprachstufe sein und ist wohl ein Beweis dafür, dass das 24-buchstabige Futhark bereits eine Zeit lang vor den ersten überlieferten Inschriften entstand.

Rune Name (rekon-
struiert)
Laut-
wert
Rune Name (rekon-
struiert)
Laut-
wert
Rune Name (rekon-
struiert)
Laut-
wert
fehu („Vieh“) f / haglaz („Hagel“) h teiwaz, tīwaz („Himmelsgott, Tyr“) t
ūruz („Ur, Auerochse“) u naudiz („Not“) n berkanan, berk(a)nō („Birkenzweig“), berkō ("Birke") b
þurisaz („Riese“) þ (englisches th) eisa-, īsan ("Eis") (ei), i ehwaz („Pferd“) e
ansuz („Ase“) a jēran („(gutes) Jahr“) j mann- („Mensch“) m
raidō („Ritt, Wagen“) r ī(h)waz („Eibe“) i laguz („Wasser, See“) oder laukaz ("Lauch") l
kaunan (?) („Geschwür“) k perþō? perþrō? pezdō? p (extrem seltener Laut) Ingwaz („Gott Ing“) ng
gibō („Gabe“) g algiz (?) („Elch“) -z, -R (Endungs- konsonant) dagaz („Tag“) d
wunjō („Wonne“ ?) w / sōwulō („Sonne“) s ōþalan („Stammgut, Landbesitz“) o

Hinweis zur Tabelle: Namen sind in gemeingermanischem, so nirgends belegtem Lautstand rekonstruiert. Vokale mit Balken bezeichnen lange Vokale, alle anderen Vokale sind kurz.

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Älteste Runenreihe („futhark“) (eu (?) = ei)
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Ein Charakteristikum der germanischen Runenschrift ist, dass jede Rune einen Namen trägt, gewöhnlich ein bedeutungsvolles Wort, das mit dem jeweiligen Laut beginnt; so hieß die Rune für f Fehu, das heißt "Vieh, beweglicher Besitz, Reichtum". Für das älteste Futhark sind diese Runennamen nicht überliefert. Sie können erschlossen werden, weil die Namen sich weitgehend übereinstimmend bei allen jüngeren Runenreihen der germanischen Stämme finden; Wulfila übertrug sie möglicherweise sogar auf die gotische Schrift, die keine Runenschrift war. Im 9. und 10. Jahrhundert, als Runen außerhalb Skandinaviens überhaupt nicht mehr im Gebrauch waren, zeichneten klösterliche Gelehrte sowohl in England wie auf dem Kontinent mehrfach die verschiedenen Runenreihen mit Namen (Übersicht) oder in Form von Runenmerkversen auf. Aus diesen Quellen werden die Runennamen des ältesten Futhark rekonstruiert; nicht alle Formen sind jedoch unumstritten.

Bis zum 7. Jahrhundert hatten sich die Lautsysteme in den germanischen Einzelsprachen deutlich verändert. Zuvor unterschiedene Laute fielen zusammen, neue Vokale bildeten sich. Dies führte zwangsläufig dazu, dass die Laut-Buchstaben-Zuordnung des älteren Futhark nicht mehr stimmig war. So entwickelten die einzelnen Sprachen und Dialekte jeweils eigene Runenreihen.

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Angelsächsische Runenreihe (f u þ o r k ...) auf einem in der Themse gefundenen Sax. Am Schluss steht der Name des Runenmeisters Beagnoþ.
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Die angelsächsische Runenreihe

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angelsächsische Runenreihe
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Die Angelsachsen erweiterten das Futhark aufgrund der reichen Entwicklung des Vokalismus im Altenglischen schrittweise auf 33 Zeichen (davon sind nebenstehend nur die wirklich auch verwendeten abgebildet). Das 33-buchstabige Futhork war in dieser Form im 9. Jahrhundert ausgebildet. Es wurde außer in handschriftlichen Aufzeichnungen auch in northumbrischen Inschriften verwendet.

Das längere Nebeneinander von Runen und Lateinschrift im 7. bis 10. Jahrhundert führte in England dazu, dass für Laute der angelsächsischen Sprache, die im lateinischen Alphabet keine Entsprechung hatten, die entsprechenden Runen quasi weiterverwendet wurden. Auf diese Weise gelangten die thorn-Rune als Schreibung für /th/ und die wen- oder wynn-Rune (Ƿ ƿ) für das bilabiale /w/ in die lateinische Schrift.

Die altnordische Runenreihe

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Nordische Runenreihe
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Punktiertes Runenalphabet
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Auch in Skandinavien war das Futhark Veränderungen unterzogen: Es wurde im 7. bis 8. Jahrhundert auf 16 Runen (f u th o r k : h n i a s : t b l m R) reduziert. Dabei mussten dann einzelne Runen zahlreiche verschiedene Lautwerte bezeichnen: die u-Rune etwa u, y, o, ö und w. Diesen Verlust an Zeichen glich man am Ende des 10. Jahrhunderts mit der Einführung von Punktierungen aus; später gab es auch noch andere Systeme, die sogar für Laute wie Q eine Rune einführten. Im hohen Mittelalter entsteht so, von Norwegen ausgehend, eine punktierte Runenreihe in alphabetischer Reihenfolge, bei der jeder lateinische Buchstabe eine Entsprechung hat. Das erste datierte Zeugnis für die Verwendung des vollständig punktierten Runenalphabets findet sich auf der kleineren Kirchenglocke von Saleby (Westgötland), deren Inschrift das Jahr 1228 angibt.

Vielleicht aufgrund der größeren Wertschätzung für die alte vorchristliche Mythologie und Überlieferung (man denke an die Edda) blieben die Runen in Skandinavien neben der lateinischen Schrift in Gebrauch. Erst im 19. Jahrhundert wurden sie endgültig verdrängt, während dieser Prozess in den anderen germanischen Gebieten teils schon im 7., teils im 11. Jahrhundert abgeschlossen war.

"Antiquarische" Runenalphabete des frühen Mittelalters

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„Markomannische Runen“
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Schon sehr früh, nachdem sie außer Gebrauch kamen, wurden Runenreihen von lateinkundigen Kirchenmännern als enzyklopädische Kuriositäten und vermeintliche Geheimschriften gesammelt - man stellte die Runen dem griechischen, hebräischen und "chaldäischen" Alphabet an die Seite, den Tironischen Noten und dem Phantasiealphabet des Aethicus Ister. Besonders das Kloster Fulda mit seiner starken insularen Tradition pflegte im 9. Jahrhundert, wie es scheint, einen Forschungs- und Sammelschwerpunkt 'Runica'.

In einigen Handschriften aus dem 8./9. Jahrhundert vorwiegend aus Süddeutschland ist in einer Abhandlung "Über die Erfindung der Buchstaben" (De inventione litterarum) ein merkwürdiges Runenalphabet in der Reihenfolge der lateinischen Buchstaben überliefert. Es stellt eine Mischung aus Zeichen des älteren Futhark mit angelsächsischen Zeichen dar und soll auf Hrabanus Maurus, den Abt von Fulda und Alkuin-Schüler, zurückgehen. Da diese Reihe (die früher irreführend als „Markomannische Runen“ bezeichnet wurde) nur in einigen Handschriften, aber nirgends inschriftlich vorkommt, dürfte sie wohl nur ein Versuch der Mönche gewesen sein, allen Buchstaben der lateinischen Schrift Runenzeichen zuzuordnen.

Beginn des
Abecedarium Nordmannicum
feu forman
ur after
thuris thritten stabu
os is th(em)o oboro ...

Vieh zuerst,
Ur danach,
Thurse als dritten Stab,
Ans ist rechts davon ...

In derselben Alkuin-Handschrift, in der sich ein gotisches Alphabet und gotische Textbeispiele aufgezeichnet finden (Wien, Ms. 795, spätes 8. Jh.?), ist auch ein 28-buchstabiges angelsächsisches Futhork mit Runennamen überliefert.

Daneben existiert eine Reihe von Gedichten, in denen die Reihenfolge, die Namen und die Bedeutung der Runen in eine memorierbare Form gebracht waren: Das sogenannte Abecedarium Nordmannicum (9. Jh., Handschrift Walahfrid Strabos) in einem Gemisch von Niederdeutsch, Hochdeutsch, Angelsächsisch und Nordisch, das angelsächsische Runengedicht in 94 Stabreimversen, ein norwegisches und ein isländisches Runengedicht (13. und 15. Jh.), sowie in der Edda die Rúnatal ("Runenrede") in der Sigrdrífomál und die Rúnatals Þáttr Óðins ("Odins Runenmagie") in den Hávamál.

Verwendungen der Runen

Runen als Begriffszeichen

Der "Name" der einzelnen Runenzeichen konnte auch als eine Art Symbolbedeutung verwendet werden. Das Einzelzeichen o konnte also für "Erbbesitz" stehen. Man spricht in diesem Fall von Begriffsrunen. Diese Technik findet sich unsystematisch fortgesetzt in der Praxis mittelalterlicher Schreiber, besonders in altenglischen und altisländischen Handschriften. Dort können bestimmte Einzelrunen inmitten des lateinschriftlichen Texts wie Logogramme gebraucht werden: die M-Rune kann für altengl. man, mon ("Mensch, Mann") oder für altisl. maðr ("Mensch, Mann") stehen.

Runen als magische Zeichen

Schriftgebrauch wurde in allen archaischen Kulturen (auch) als Medium magischer Macht und Aura angesehen. Viele der alten Kulturen hielten ihre Schrift (selten aber ihre Sprache!) für die Erfindung oder das Geschenk eines Gottes. Zweifellos waren auch die Runen, zumal in ältester Zeit, mit sakralen und religiösen Zwecken verbunden (Grabinschriften, Opfer an Götter, glückbringende Waffen'taufen', Amulette etc.). Eine magische Funktion der Runen wird schon nahegelegt durch die zahlreichen Inschriften, die die Runenreihe (f u th a r k ..., oft ergänzt durch die Runenmeister-Signatur) enthalten. Einen Mitteilungswert besitzt diese Zeichenfolge nicht - sie muss als Schriftmagie und/oder als Ausdruck eines Bewusstseins, dass Schrift an sich einen Eigenwert habe, gelten. Auch der Name der Runen, der "Geheimnis" bedeutet, bezeugt diese Aura.

Ob es allerdings zulässig ist, Runen mit Orakelbräuchen in Verbindung zu bringen, ist unsicher. Ein frühes Zeugnis über das germanische Losorakel ist im 10. Kapitel der Germania des Tacitus erhalten. Man streute mit "gewissen Zeichen" (notis quibusdam) bezeichnete hölzerne Stäbchen auf ein weißes Tuch. Darauf wurden auf gut Glück drei dieser Stäbchen aufgehoben und gedeutet. Dies wurde nacheinander dreimal durchgeführt. Ob es sich bei diesen Zeichen (1. Jahrhundert) aber schon um Vorläufer der Runenschrift oder sogar schon um eigentliche Runen handelte, ist kaum bestimmbar.

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Brakteat mit Runeninschrift. Dargestellt ist Odin als göttlicher Heiler
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Die Verwendung der Runen zu magischen Zwecken ist besonders im Norden bezeugt. Als Begriffsrunen bedeuteten z. B. Vieh, (gutes) Jahr, Gabe, Ritt einen entsprechenden Segenswunsch, umgekehrt sollten Not, Geschwür eine Befürchtung bannen oder einen Fluch aussprechen. Viele frühe Inschriften bestehen aus einem einzigen Wort wie alu, laukaz, laþu, was man meist als magische Formeln („Heil“, „Gedeihen“) versteht. In den jüngeren skandinavischen Denkmälern werden Zauberrunen für bestimmte Zwecke erwähnt, so Siegrunen, Bierrunen, Bergerunen (zur Geburtshilfe), Seerunen (zum Schutz der Schiffe), Rederunen (um klug zu sprechen), Löserunen (bei Gefangenschaft), Runen zum Besprechen (Stumpfmachen) der Schwerter und dergleichen.

Der Gott des Runenwissens und der Runenmagie ist Odin. Ein Götterlied der Lieder-Edda erzählt, wie Odin sich selbst opferte und neun Tage kopfüber in einem Baum (der Weltesche Yggdrasil) hing, bevor er Kenntnis von der Macht der Runen gewann und sich befreien konnte. Im weiteren Verlauf des Liedes werden magische Kräfte der Runen beschrieben und schließlich 18 Zaubersprüche genannt. Ein anderes Lied der Edda, Skirnirs Fahrt, kulminiert in der eindrucksvollen (angedrohten) Verfluchung einer sich verweigernden Frau. Dazu ritzt Skirnir, Diener des Gottes Freyr, während er den Fluch spricht, einen Thursen (d.h. die th-Rune) und der Runen drei: Argheit und Unrast und Irresein. Erstaunlicherweise handelt es sich dabei um einen Fluch zum Zwecke sexueller Nötigung: Skirnir droht dem Opfer, falls es sich nicht mit Freyr einlasse.

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Runenkästchen von Auzon (spätes 7. Jh.) mit altenglischen Stabreimversen in Runen, vordere Tafel: Szene aus der Wieland-Sage
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Runen als Schrift

Zu zusammenhängender Schrift sind die Runen von den Germanen des Kontinents nur in geringem Umfang gebraucht worden. Runensteine gibt es in Mitteleuropa nicht. Die einzigen dort erhaltenen Runenritzungen finden sich auf Schmuck, Waffen und (seltener) auf Gebrauchsgegenständen. Auch in England war die Verwendung von Runen zu diesem Zweck nicht häufig: Das umfangreichste Denkmal, die Inschrift auf dem Kreuz von Ruthwell, stammt bereits aus christlicher Zeit. Die Runenschnitzerei auf dem Walbeinkästchen von Auzon (auch Franks Casket) gibt altenglische Stabreimverse wieder, die frühesten überhaupt überlieferten. Dieses in Nordengland um 650 entstandene Stück gehört zu den eindrucksvollsten kunsthandwerklichen Schöpfungen der germanischen Zeit.

Die Runen in Mitteleuropa

In Mitteleuropa tauchen die ersten Runen erst zu Beginn des 6. Jahrhunderts, dann jedoch regional und zeitlich stark gehäuft, auf. Vor allem bei den Alemannen und am Mittelrhein (heutiges Südwestdeutschland) finden sich relativ viele Runenritzungen. Charakteristisch ist, dass Runen nur dort vorkommen, wo germanisch sprechende Menschen lebten (im Westen bis Charnay, Burgund, vgl. Burgunden). Auch die Inschriften, soweit sie deut- und lesbar sind, sind immer in germanischer Sprache gehalten. Bisher kennt man ca. 80 Inschriften, die fast ausschließlich von Gegenständen aus Gräbern stammen. Zumeist handelt es sich dabei um Schmuck der Frauen (Fibeln, „Sicherheitsnadeln“, ursprünglich zum Verschließen von Gewändern) oder, weit seltener, Gürtel- und Waffenteile bei den Männern. Daneben gibt es jedoch auch sehr selten organische Gegenstände aus Holz und Knochen. Da fast sämtliche Runenfunde aus Gräbern stammen und sich dort Metallgegenstände weit besser erhalten als z. B. Holz, darf man daraus nicht unbedingt schließen, dass bevorzugt Metallgegenstände zum Runenritzen benutzt wurden. Auch die deutliche Überzahl von Frauengräbern mit Runengegenständen dürfte auf den Umstand zurückzuführen sein, dass sich Ritzungen besonders gut bei Edel- und Buntmetallschmuckstücken erhalten und entdecken lassen, besser als dies bei den viel stärker korrodierten eisernen Waffen- und Gürtelteilen der Männer der Fall ist.

Der Gebrauch der Runen war in Mitteleuropa aber nur von kurzer Dauer, denn spätestens nach der Mitte des 7. Jahrhunderts finden sich keine Runen mehr. Besonders zahlreich treten Runenritzungen zwischen 550 und 600 n. Chr. auf.

Inhalte

Die Inschriften sind kurz, häufig nur ein Wort, manchmal nur eine einzelne Rune. Die längsten Inschriften (Neudingen, Pforzen) sind gerade einmal ein bis zwei Sätze lang. Häufig sind die Inschriften nicht deutlich erkennbar oder lesbar. Neben den Einzelrunen gibt es „falsch“ geschriebene Runen und Pseudorunen (ein Versuch zu schreiben, ohne es wirklich zu können?).

Selbst wenn die Inschrift gut zu erkennen und länger ist, gibt es unter den Wissenschaftlern oft kaum eine einhellige Meinung zu einer Übersetzung des Inhaltes. Deutlicher ist z. B. der Holzstab (Teil eines Webstuhls) aus Neudingen (Baden-Württemberg): „lbi (ergänzt zu leub/liubi) : imuba : hamale : blithguth uraitruna“ (Liebes der Imuba: (von) Hamale: Blithgund ritzte/schrieb die Runen) oder die Fibel von Bad Krozingen (Baden-Württemberg) „Boba leub Agerike“ (Boba liebt den Agerich).

Magisches

Anders als bei den skandinavischen Funden lässt sich im mitteleuropäischen Raum kaum eine Inschrift als magisch oder Zauberformel deuten. Es handelt sich meist um eher profane private Vermerke, Liebesbezeugungen oder Schenkungswidmungen. Nicht wenige der Ritzungen tragen die Signatur einer Frau.

Auf den Brakteaten von Hüfingen (Baden-Württemberg) finden sich die Formelwörter „alu“ (Ale/Bier = Gesundheit/Schutz?) und „ota“ (Schrecken/Abwehr?), die auch aus dem Norden bekannt sind. Möglicherweise handelt es sich hierbei um magische Formelwörter, die Unheil abwehren und Gedeihen herbeiwünschen sollen.

Auf der Fibel von Beuchte (Niedersachsen, 6. Jh.) finden sich zwei Inschriften (1. Buirso, wohl der Name des Runenmeisters, 2. die Futhark-Reihe von f bis r, erweitert um z und j), wobei die eine im Gegensatz zur Fibel keine Abnutzungsspuren aufweist und womöglich erst nach dem Tode der Trägerin eingeritzt worden war (die Futhark-Reihe, also die ersten acht Zeichen, als „Alphabet“-Zauber, die quasi als magische „Formel“ gilt?). Dies könnte darauf hindeuten, dass die Inschrift zur Abwehr eines „Wiedergängers“ gedacht war.

Religiöses

Auf der Fibel von Nordendorf bei Augsburg (Anf. 7. Jh.) wird eine Göttertrias genannt: „Logathore, Wodan, Wigi-Thonar“ (Wigi-Thonar = Weihe-Donar/Thor). Es würde sich um die aus späteren Quellen bekannten germanischen Götter Donar/Thor und Wodan/Odin handeln. Logathore könnte ein dritter, lokaler Gott gewesen sein (Loki?).

K. Düwel liest logathore jedoch als „Ränkeschmiede/Zauberer“ und deutet die Inschrift als „Ränkeschmiede/Zauberer (sind) Weihe-Donar und Wodan“. Dies wäre dann eine Verdammung der alten Götter und ein Hinweis auf den neuen christlichen Glauben der Trägerin. U. Schwab hingegen liest „Zauberer/zauberhaft (im positiven Sinne) (sind) Weihe-Donar und Wodan“, womit dann wieder eine Deutung als Anhängerin des alten Glaubens gegeben wäre.

In einigen Fällen sind Formeln bezeugt, die als die Abwendung von heidnischen Gottheiten gelesen werden können. Auf der Scheibenfibel von Osthofen ist mit der Inschrift "Gott mit dir, Theophilus (=Gott-Freund)" die Wendung zum Christentum deutlich vollzogen.

In einem Kirchengrab in Arlon (Belgien) fand sich eine (christliche/Kreuzdarstellung) Amulettkapsel mit Runen, die recht eindeutig die dort bestattete Tote als Christin ausweist.

Ende der Runenritzungen

Warum der Brauch, Runen zu ritzen, in Mitteleuropa im 7. Jahrhundert ausstarb, ist nicht geklärt. Wenig wahrscheinlich ist ein Verbot durch die Kirche bzw. wegen der durchgreifenden Christianisierung dieser Gebiete, da zum einen kein solches Verbot überliefert ist und einige Bestattete mit Runengegenständen anscheinend schon Christen waren (Arlon, Kirchheim). Zudem arrangierte sich die Kirche in England und Skandinavien recht zwanglos mit Runen als Schrift.

Da die Runen nur für einen recht kurzen Zeitraum in Gebrauch waren (ca. zwei bis drei Generationen) und die Inschriften oftmals eine unsichere Hand (Schreiben nicht richtig erlernt oder verlernt) verraten, war die Kenntnis vermutlich nie fest verwurzelt. Statt dessen wechselte man, wohl unter dem Einfluss der Kirchen und Klöster, auf die gebräuchlichere und „internationalere“ lateinische Schrift über. Interessanter ist die Frage, warum die Germanen Mitteleuropas überhaupt erst fast 400 Jahre, nachdem die ersten Runen in Skandinavien benutzt wurden, dieses Schriftsystem übernahmen und nicht gleich (oder früher) die lateinische Schrift der benachbarten römischen Gebiete. Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang der Umstand, dass die Runen hier erstmals auftauchen, als die Gebiete in das Frankenreich eingegliedert wurden (Alemannen 496/506/535, Thüringer 529/532). Eine These lautet, dass nach dem Fall des Thüringerreichs 531 die 'romanisch' geprägten Franken und Alemannen zu direkten Nachbarn der Sachsen wurden und der Austausch zwischen Nord und Süd sich intensivierte. Vielleicht erklärt sich auch die Übernahme der Runen durch die sogenannte "Nordische" Modewelle mit der viele Elemente und Formen (Fibelformen, Brakteaten, Verzierungen im Tierstil I und II) verstärkt ab ca. 530 n. Chr. von Skandinavien nach Mitteleuropa gelangten bzw. dort kopiert wurden und zu eigenen Formen anregte (kontinentaler Tierstil II)(man bedenke auch die Formelwörter alu und ota auf den Hüfinger Brakteaten, die häufig in Skandinavien vorkommen). Warum diese Elemente nach Mitteleuropa gelangten, ist noch nicht hinreichend erklärt. Es könnte sich um intensiviertere Handelsbeziehungen handeln und engere soziale Kontakte (Heiratsbeziehungen, Einwanderung, Wanderhandwerker, Krieger die sich neue Gefolgschaftsherren auf dem Festland anschlossen). Eine weitere These lautet, dass diese "nordischen" Elemente gezielt von einigen germanischen Gruppen übernommen wurde, um sich eine eigene Identität zu geben und diese nach aussen (eventl. gegen die eher romanisierten Gebiete/Gruppen und die Einflüsse aus dem Mittelmeerraum)zu demonstrieren und sich dadurch abzugrenzen.

Die Runen in Skandinavien

Im skandinavischen Norden, wohin die lateinische Schrift erst im Mittelalter im Zuge der Christianisierung gelangte, haben die Runen dagegen sehr ausgedehnte Verwendung gefunden, besonders bei Grabinschriften oder zum Andenken an Familienangehörige auf Runensteinen. Aus der Zeit des älteren Futharks hat die Inschrift auf dem kleineren der Goldhörner von Gallehus große Berühmtheit erlangt.

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Runenstein in Uppsala
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Die Inschriften im kürzeren Futhark beginnen etwa um 800; Beispiele dafür sind die Steine von Helnäs und Flemlöse auf Fünen. Ganz sicher datierbar sind jedoch erst die zweifellos jüngeren Iällingesteine aus dem 10. Jahrhundert. Sie sind in Schweden besonders zahlreich und reichen bis in spätere Zeit hinauf, auf Gotland bis ins 16. Jahrhundert; einige (beispielsweise der Karlevistein auf Öland und der Rökstein in Östergötland) enthalten stabreimende Verse. Diese jüngeren Inschriften aus der Wikingerzeit machen mit über 5000 den Hauptanteil aller erhaltenen Runendenkmäler aus. Allein im schwedischen Uppland finden sich 1200 Runensteine. Der Gebrauch der Runen zu literarischen Zwecken, also in Handschriften, ist dagegen selten und wohl nur als eine gelehrte Spielerei zu betrachten. Das umfangreichste Denkmal war der sogenannte Codex runicus mit dem schonischen Recht aus dem 14. Jahrhundert. Besonders lange wurden Runen auf Kalenderstäben gebraucht.

Da Mythen, Sagen und epische Lieder mündlich überliefert wurden und die isländischen Prosa-Sagas von Anfang an eine (latein)schriftliche Textgattung waren, spielten Runen als Medium literarischer Überlieferung kaum eine Rolle. Aber nicht nur die große Verbreitung von Inschriften macht es wahrscheinlich, dass zumindest in der wohlhabenden Oberschicht Skandinaviens ein recht großer Teil der Menschen Runen lesen und schreiben konnte. Runen dienten oft auch profanen Zwecken. Dazu zählen Besitzmarken, mit denen Handelswaren und anderes Eigentum gekennzeichnet wurden, geschäftliche Mitteilungen, aber auch Gelegenheitsinschriften in Form von kurzen privaten Botschaften, wie zum Beispiel die Aufforderung „kysmik“ (küss mich), die im Oslo des 11. Jahrhunderts auf einen Knochen geritzt wurde. In Byzanz hinterließen mehrere nordische Reisende, möglicherweise Krieger der kaiserlichen Warägergarde, Runengraffitos auf Galerien der Hagia Sophia.

Das isländische Alphabet enthält bis heute ein Zeichen, das ursprünglich aus der Runenschrift stammt: Þ steht für den stimmlosen th-Laut (wie beispielsweise im englischen Wort „thing“).

Runen in der Neuzeit

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Alamannicarum Antiquitates von 1606
Bildherkunft

Beginn der wissenschaftlichen Erforschung

Die Runen gerieten nie in völlige Vergessenheit. Die wissenschaftliche Befassung mit Runendenkmälern und der Runenschrift hielt sich das ganze Mittelalter hindurch, bis zum Humanismus auf denselben Gleisen wie die enzyklopädische und geschichtswissenschaftliche Beschäftigung mit anderen Altertümern. Humanisten wie der Schweizer Melchior Goldast fahnden in mittelalterlichen Manuskripten nach der Geschichtsüberlieferung des eigenen 'Stammes', wenn sie althochdeutsche Texte ebenso abdrucken wie die klösterlichen Runentraktate des 9. Jahrhunderts (s. Abb.). Im Norden konnte sich die Aufmerksamkeit auf die inschriftlichen Denkmäler selbst richten. Seit dem 16. Jahrhundert wurden gelehrte Sammlungen und Studien veröffentlicht, allerdings erscheinen die Herleitungen der Schrift z.B. aus der Zeit der Sintflut (Johan Magnus, 1554) oder von der hebräischen Schrift (Ole Worm, 1639) doch eher kurios. Johan Göranssons Bautil von 1750 ist mit seinen Abbildungen von 1200 schwedischen Runensteinen noch immer von Bedeutung, auch wenn er die These vertrat, die Runen seien um 2000 v.Chr. von einem Bruder Magogs in den Norden gebracht worden. Das verlorengegangene Goldhorn von Gallehus ist nur noch durch Stiche des 18. Jahrhunderts fassbar.

Heute ist die Runenkunde (Runologie) kein eigenständiges akademisches Fach, aber ein etabliertes Forschungsgebiet im Berührungsfeld von vergleichender Sprachwissenschaft, Nordistik, Geschichtswissenschaft und Archäologie.

Ideologische Vereinnahmungen

Als scheinbar autochthone, rein germanische Leistung waren die Runen anfällig für den Missbrauch für ideologische und politische Zwecke im Zeitalter des Nationalgedankens. Schon im 17. Jahrhundert entwickelten Dänemark und Schweden einen ahistorischen Stolz auf "ihre" Runen. Einer kulturkritischen Strömung am Ende des 19. und Beginn des 20. Jahrhunderts, die sich in neuheidnischen und antisemitischen Tendenzen äußerte, kamen vorchristliche, „nordische“ Traditionen nur gelegen. Die Vereinnahmung der Rune für s (wie auch der nordischen Mythologie) durch die SS im deutschen 'Dritten Reich' und der Rune für o durch die Neonazis (siehe Rechtsextreme Symbole und Zeichen) ist dabei nur die bekannteste Form dieser ideologischen Indienstnahme.

Runen in der Esoterik-Szene

Noch zu ergänzen.

Literatur

  • Klaus Düwel: Runenkunde. 3. vollst. erw. u. neu bearb. Aufl. Stuttgart: Metzler 2001. ISBN 347613072X
  • Artikel "Runen", "R.dichtung", "R.fälschungen", "R.gedichte", "R.inschriften", "R.meister", "R.münzen", "R.namen", "R.reihen", "R.schrift", "R.steine". In: Reallexikon der germanischen Altertumskunde, Bd. 25 (2003), S. 499-596. ISBN 3-11-017733-1 (Beiträge von K. Düwel, H.-P. Naumann, A. Bauer, F.-X. Dillmann, R. I. Page, M. L. Nielsen, R. Nedoma, K. Fjellhammer Seim)
  • René Derolez: Runica Manuscripta. The English Tradition. Brügge 1954 (Standardwerk über die 'Buchrunen')
  • Heinz Klingenberg: Runenschrift – Schriftdenken – Runeninschriften. [Mit 78 Textfiguren und 63 Abbildungen auf 32 Kunstdrucktafeln.] Heidelberg: Carl Winter, 1973. ISBN 3533021815
  • Robert Nedoma: Personennamen in südgermanischen Runeninschriften. Heidelberg: Winter 2004. ISBN 3825316467
  • Alfred Becker: Franks Casket, Zu den Bildern und Inschriften des Runenkästchens von Auzon. Regensburger Arbeiten zur Anglistik und Amerikanistik, Bd. 5; Regensburg 1973. ISBN 3-418-0025-6

Siehe auch

Weblinks

als:Futhark


Diskussion der Autoren über den Artikel: Runen


Diverses

Guido von List, Das Geheimnis der Runen, als empfohlene Literatur zum Thema? Ich weiß nicht, ob man diesen völkischen Esoteriker hier nennen sollte. Anbei mal zwei WEblinks des Informationsdienstes gegen Rechtsextremismus zum Thema Runen und Guido von List. Captain-C 23:29, 19. Feb 2004 (CET)


"Diese obige Deutung ist fragwürdig, da bei einem wohl auf die Kimbernwanderung zurückzuführender Helmfund (also definitiv vor 110 v. Chr) ... Bemerkenswert ist, dass in alter Zeit die Kimbern mit einem ähnlich klingenden Volksstamm wahrscheinlich skytischer Herkunft gleichgesetzt wurden." Bezieht sich der Satz in irgendeiner Form auf die obigen Angaben? Dann müsste er umformuliert werden. Andernfalls ist an dieser Stelle nicht von Interesse, wo die Kimbern wann mit wem verwechselt wurden ;-) CarstenK 15:07, 11. Mär 2004 (CET)


Sowohl Rune als auch Runenschrift sind Weiterleitungen auf Runen, was als einziges der möglichst Singular-Regelung widerspricht, warum? - Bitteloeschen 18:27, 14. Mär 2004 (CET)


Die Seite sollte überarbeitet werden, da esoterische Runendeutungen von wiss. Runenforschung getrennt werden sollten. Ggf. übernehmbare Weblinks zu seriösen Seiten finden sich unter http://www.ds.unizh.ch/vgs/... http://www.listserv.dfn.de/...

Zur Literaturliste

Die Literaturangaben waren bis auf eine Ausnahme (Klingenberg) eigentlich nur noch als Zumutung zu bezeichnen: Thorsson (Bücher von 1987, 1990) und Spiesberger (Buch von 1954) kommen ganz eindeutig aus der esoterischen Ecke (Runenmagie! - das ist ungefähr genauso wissenschaftlich wie Tarot-Karten-Legen oder Horoskope schreiben). Guido von List ("Sein Menschenbild ist zutiefst rassistisch, antisemitisch und auf eine Führergestalt gerichtet, welche von den Ariern selbst gewählt wird. Als Symbol des neuen, rassereinen Reiches empfahl List die doppelte Sieg-Rune SS.") muß man wohl nicht kommentieren. Wilhelm Hauers Buch wurde in einem Verlag herausgegeben, der dem Inhaber des eindeutig braunen Arndt-Verlags gehört ("Nach Einschätzung der schleswig-holsteinischen Verfassungsschutzbehörde zählt der Arndt Verlag mit den angeschlossenen Zweigniederlassungen zu den bekanntesten Verlagen des rechtsextremistischen Spektrums."). Ich kanns nicht belegen, aber ich vermute mal, daß Hauers Buch von 2004 eine Neuauflage eines Buches aus den 30er Jahren ist; Hauer selbst war - sofern es sich nicht um eine Namensgleichheit handelt, aber google liefert ausschließlich Belege zu diesem Herrn - Führer der "Deutschen Glaubensbewegung" und SS-Mann. --Henriette Fiebig 00:07, 20. Mai 2004 (CEST)

traurig... wirklich traurig...

Ich würde Klingenberg mit seiner Zahlenmagiethese ebenfall als bedenklich einstufen. Furiz 28.09.2005.

Hallo 212.211.136.33! Zuerst einmal freue ich mich, daß du dich zu Wort meldest und hab' auch gleich einen tollen Tip für dich: einen Beitrag kann man so: mit seinem Namen unterzeichnen ;-) Vielleicht können wir die Bücher ja mal diskutieren? Insbesondere würde mich interessieren, was z.B. Guido von List an wertvollen Hinweisen bringt, die in der neuesten Literatur nicht stehen? Und warum sind Bücher über Runenmagie in einem rein literaturwissenschaftlichen Artikel unverzichtbar? Das wären so meine dringendsten Fragen. Auf Antwort ist sehr gespannt: --Henriette Fiebig 01:13, 20. Mai 2004 (CEST)

Ich gebe Henriette da völlig recht. diese esoterisch-faschistische Literatur ist im vorliegenden artikel überflüssig. es sei denn man fügt einen abschnitt über die esoterisch-faschistische Verwendung von Runen ein. Captain-C 08:51, 20. Mai 2004 (CEST)

Seite Überarbeitet

Ich habe gerade die Seite völlig überarbeitet und hoffe, euren Wünschen und eurer Kritik gerecht geworden zu sein. grüße, --Schreiber 21:33, 9. Nov 2004 (CET)


Also ich muss sagen, dass ich hier doch EINIGES verändern würde. Bei einem ersten überfliegen der Seite stachen mir doch einige Aussagen ins Auge, die ich so nicht stehen lassen würde ( zumidest etwas mehr präzesieren würde)

Bsp. Helm von Negau Dies sind eben keine Runen ! Zudem ist erlaubt der Fundumstand keine genaue Datierung (die Helmform ist vermutlich aus dem 6./5. Jh. VOR Chr. ) NOCH eine Zuweisung zu irgendeinem Stamm/Volk (Kimbern und Teutonen sind da eher Wunschdenken). Diskutiert wird, ob es sich möglicherweise ( wegen des Names) um einen germanisch sprechenden Menschen handelte.

Herkunft/Herleitung: Eigentlich gab/gibt es 3 Thesen dazu Am wahrscheinlichsten wird jedoch tatsächlich die übernahme aus der römischen Schrift angenommen ! Die sog. "Etruskische /Noritalienische " These ( neben der "griechisch These" ) wird von kaum einem modernen Runolgen mehr angenommen.

Runennamen: Sind NICHT für das frühe Futhark belegt (frühste Quellen dazu aus dem 8./9. Jh ..Codex leidensis etc...Klosteraufzeichnungen !). Somit ist es nicht sicher ob im früheren Futhark schon Runennamen gebräuchlich oder gar bekannt waren (und wenn, so brauchten sie nicht identisch gewesen zu sein mit den überlieferten Runennamen)

Späte Runen Man sollte das längere Überleben der Runen in Skandinavien nicht mit der späteren Christanisierung dieses Gebietes erklären. Immerhin benutzte die Kirche in England (Runenkreuze, Bibelauszüge in Runen geschrieben) und Skandinavien die Runen zwanglos. Der Grund dürfte eher darin liegen, dass diese Gebiete erst später in den christlich-abendländischen Kulturbereich einbezogen wurde und dass die Runenschrift hier fester verwurzelt war als in den südlicheren gebieten.

Runen als mag. Zeichen Tacitus berichtet nichts von Runen..genannt werden nur "Stäbchen" mit Zeichen. Ob es sich dabei schon um Runen handelte wird stark angezweifelt. Wanax 19.12.2004, 10.40 Uhr.

Sei mutig! --BK 12:49, 23. Dez 2004 (CET)

andersrum

Ob Ihr Browser die Runen
auf dieser Seite korrekt darstellt,
können Sie hier sehen.

Abbildung
Fuþark
Bildherkunft

ᚠᚢᚦᚨᚱᚲ

Der Text (rechts) sollte etwa so
aussehen wie das Bild (links).
Falls dies nicht der Fall ist,
müssen Sie einen Zeichensatz
verwenden, der Unicode abdeckt.

müsste es nicht genau andersrum heißen: "Der Text rechts sollte so aussehen wie das Bild links"?

Sonst würde es in meinem Browser bedeuten, dass es richtig ist, überall Fragezeichen zu sehen :))

Danke, --Abdull 23:07, 18. Mai 2005 (CEST)

Habe es jetzt selbst geändert... wer sich daran stört, kann es wieder unter Vorlage:Runen rückgängig machen. --Abdull 23:10, 18. Mai 2005 (CEST)

Danke--Schreiber 18:37, 5. Jun 2005 (CEST)

Zahlenmagie und ähnliches...

also, ich möchte doch sehr bitten dieses Thema erst einmal hier zu diskutieren. Denn was ich da gelesen habe liess mir einfach die Haare zu Berge stehen. Richtig ist, dass man sicherlich auch mit INschriften magischen Inhalts rechnen darf und dies thematisieren und es gibt schliesslich einige Inschriften , die recht plausibel als magisch angesehen werden können bzw. den Runenträger(Gegenstand ) vermutlich zum Amulett machten. Aber bitte nicht so... Für die Behauptungen zur ZAhlenmagie hätte ich gerne eine Literaurangabe ...(falls es Klingenberg ist...wird von den allermeisten Wissenschaftlern abgelehnt..es gibt keine Grundlage für diese Annahmen). Und wo soll auf dem Kästchen von Auzon eine Walküre sein? Und wo steht da Alu?

Wanax 19:30, 21. Oktober 2005 (CEST)

Ich denke, wir haben es hier mit einem Adepten von Alfred Becker oder ihm selbst zu tun (http://www.franks-casket.de/) - wohl demselben, der schon vor Wochen riesige und viel zu spezialistische Absätze über Franks Casket in den Artikel rammen wollte. Ich teile Wanax' Ansicht, daß es sich bei diesem zahlenmagischen Spielereien um sehr problematische, spekulative Thesen handelt, die kaum zu belegen sind und hier vorsichtiger und knapper zu formulieren sind. Die Enzyklopädie soll das *gesicherte* Wissen vertreten, nicht die Outsidermeinungen. --Sigune 23:24, 21. Okt 2005 (CEST)

Nochmals die Bitte um eine Diskussion vorab. Auch die Art und Form (Drohung willkürlich und aus persönlichen Gründen) Teile anderer Beiträge zu löschen ist keine seriöse Lösung. Neben den ganzen bedenklichen, von kaum einem Runologen mehr vertretene, Idee zu Zahlenmagie und Symbolismus, strotz der Beitrag vor Fehlern. Bsp. ist die Urne mit dem als Palindrom gehaltenen Alu von Spong Hill nicht friesisch sondern angelsächsisch und datiert ca. in die 2. Hälfte des 5. Jhs. und ist eine der frühsten Belege von Runen in England. Zum Franks Casket hatte ich schon geschrieben: wo ist da die Walküre..und wo alu ? Zumindest könnte man eine Literaurangabe zu diesen Überlegungen erwarten, die zumindest eine Analogie nennt um die Zahlenmagie wahrscheinlich zu machen..gerade bei den kontinentalen Inschriften. Schon allein die Vorstellung von ABC-Schriftmagie (Futhark) ist lediglich eine Theorie, für die jeweils (siehe Beuchte) im einzelnen eine Wahrscheinlichmachung nötig ist.

Wanax 23:30, 21. Oktober 2005 (CEST)

Wenn ich die Mail an infowikipedia.de, die ich gerade zu dem Thema beantwortet habe, richtig interpretiere, besteht kein Wille zur Diskussion, mindestens solange der Abschnitt einfach wieder reingeknallt werden kann. Da sehe ich langsam eine Sperrung in einer Version ohne den fraglichen Absatz als sinnvoll an, um eine Diskussion etwas wahrscheinlicher zu machen. --Hauke Heidtmann 10:05, 22. Okt 2005 (CEST)

Hier der zu diskutierende und zu kürzende Abschnitt: Magische Runen, Zahlen und Werte

Die magische Deutung von Runeninschriften des älteren fuþark stützt sich zum einen auf die Runennamen, so wie sie sich in den verschiedenen Runengedichten finden, zum anderen auf Inschriften, die lediglich die 24 Zeichen des fuþark (z.B. Stein von Kylver) oder sonst sinnlos erscheinende Runenfolgen von 24 Zeichen (Amulett von 29 Lindholm) wiedergeben. Andere Ritzungen zielen auch auf das Mehrfache von 24 (48 oder 72) ab.

Während die frühere Forschung (von Magnus Olsen bis hin zu Wolfgang Krause) solche Inschriften häufig mit magischen Deutungen verband, distanzieren sich die jüngeren Untersuchungen seit Bæksteds Arbeit, „Malruner og troldruner” (1952) von dieser Interpretation. Seither scheint es unter Runologen verpönt zu sein, überhaupt auch nur über Runen- und Zahlenmagie nachzudenken.

Sowenig sinnvoll es ist, jede Ritzung a priori für magisch zu halten, so wenig vernünftig ist es, diese Funktion kategorisch auszuschließen, zumal es praktisch kein älteres Runenzeugnis gibt, dessen Zeichen eindeutig nur-informativen Charakter haben. Weshalb denn beschränken sich die Ritzungen im wesentlich auf (Besitzer?)-Namen und/oder den des Runenmeisters, und/oder auf das fuþark, sei es im Teil oder als komplette Reihe.

Ursprünglich begriff man Runen – und das gilt auch für andere Schriftzeichen – als Symbole in welche die Welt gebannt war und mit denen man folglich auch die Welt bannen konnte. Während andere Schriften sich allmählich zum Kommunikationsmittel wandelten, haben die Runen lange ihr archaisches Wesen bewahrt. So konnte z.B. die gleiche f-Rune zum einen Bestandteil eines Wortes sein, zum anderen, für sich stehend, das bezeichnen, was ihr Name sagt: ‚Vieh’ und allgemeiner: ,Fahrhabe’ (beweglicher Besitz). 3 solcher f-Runen (Runenanzahl) verstärkten die Formel. Und da die f-Rune an erster Stelle des fuþark ( f = 1; u = 2; þ = 3; a = 4 .... œ = 24) steht, könnte man der Formel auch den Runenwert 3 beimessen. Und in diesem Sinne dürfte die Inschrift auf dem verschollenen Stein von 95 Gummarp zu verstehen sein: „Haduwolf setzte drei (Runen-)stäbe f f f“ Hier nennt sich der Runenmeister, nennt die Zahl der Stäbe und beschwört mit ihnen den „beweglichen Besitz“, Reichtum also.

In vielen, wenn nicht allen Kulturen hat und hatte die 3 zentrale Bedeutung, und damit auch alle Summen, Produkte etc., die auf 3 basieren. So ist es nicht verwunderlich, daß auch die 24er Reihe (fuþark) in 3 ættir (Achterreihe), in 3 Reihen zu je 8 Runen gegliedert wird. Hier wäre ‚f’ die 1. Rune des ersten ætt (1/1), während ‚œ’ die 8. Rune des 3. ætt (3/8) wäre. Nach diesem Muster sind u.a. sog. ‚Zweigrunen’ gestaltet, Stäbe, die auf der einen Seite das ætt (z.B. 1) und auf der anderen die Rune (z.B. 4) angibt (hier also die a-Rune). Daraus läßt sich folgern, daß Zahlen auch die Qualität der Runen anzunehmen, an deren Stelle sie stehen.

Wenn das gemeingermanische fuþark 24 Zeichen umfaßt, dann ist das nicht die notwendige Anzahl von Lauten, um eine Mitteilung zu schreiben, sondern das geeignete Instrument, um die Welt auf der Basis 3 zu beschreiben. Addiert man die Werte der Runen, also die Zahlen von 1 bis 24 (1 + 2 + 3 + 4 ...+ 24), dann erhält man 300. Wirksamer als ein fuþark sind natürlich drei Runenreihen, also 72 Runen mit dem Wert 900.

Bemerkenswert ist der Unstand, daß sich die Anzahl der Runen im anglofriesischen fuþorc änderte sich zwar, nicht aber die numerische Praxis. So bleibt 24 (3 x 8) eine magische Zahl, obwohl es nicht mehr die letzte Zahl der Reihe ist.

Um ein einfaches Beispiel zu geben: Die magische Formel ‚alu’, die mit ‚Bier’ (vgl. engl. ‚ale’) übersetzt werden kann, setzt sich aus drei Runen zusammen. Deren Wert im älteren fuþark (4+21+2) beträgt 27, was als 3 x 3 x 3 zu verstehen ist, wobei das, was die Begriffsrunen repräsentieren (ansuz, laukr und ur Ase, Lauch, Ur) seine eigene Wirkkraft hat. Wenn sich dieses Wort trotz Lautwandels unverändert im anglofriesischen Raum wiederfindet (z.B. Urne von Spong Hill), so zeigt dies, daß es sich zur Formel entwickelt hat.

Aber neben den drei Runen ‚a l u’ als magische Begriffe, Anzahl (3) und Wert (27), gibt es noch das wirksame Bild, so wie wir es auf gotländischen Bildsteinen, auf Amuletten und schließlich auf dem Franks Casket finden: das Abbild der alu-bringenden Walküre. Hier dient also auch das Bild – neben Runen, Zahl und Wert – dazu, dem Krieger einen Platz unter Walhallas Helden zu sichern.

Die Verwendung von Bild, Rune, Runenzahl und Runenwert, von Zweigrunen (engl. tree runes), von Stab im Stabreim für magische Praktiken läßt sich in einmalig geschlossener Form am Ranks Casket, einem Runenkästchen aus dem frühen 7. Jahrhundert nachvollziehen.


Älteste Runeninschrift

"Das älteste in Runenschrift überlieferte Wort ist das auf einer eisernen Speerspitze eingeritzte Wort raunijaR. Die Spitze wurde in einem Grab aus der Zeit um 200 in Øvre Stabu Oppland gefunden." Das ist nicht ganz richtig, es gibt nämlich auch andere Inschriften gleicher und früherer Zeit, die jedoch meist heftigst umstritten sind. Ich würde die Passage rausnehmen und nur auf die Datierung der ältesten Inschriften ins 2./3. Jh. hinweisen.--Schreiber 18:48, 5. Jun 2005 (CEST)

Diverses

Ursprung Die eckige Form der Runen lässt sich nicht so einfach aus dem Material, in die sie geritzt wurden (Holz, Stein, Metall) erklären..siehe dazu einige Funde mit runden bzw gerundeten Versionen einiger Runen.

Das mit "keine eigenständige Erfindung der Germanen.." ? Natürlich sind sie das. Die Runenschrift ist lediglich eine "Tochter" bzw. "Ururenklin" des phönizischen Schriftsystems (und vermutl. eben Tochter der römischen Schrift, die sich wiederum aus der griechischen Schrift entwickelte..die dann wiederum eine Tochter des phönizischen ist ) Ausserdem frage ich mich, ob dies hier in aller Gründlichkeit erwähnt werden muss?

Latein-These Der "Helm" (ich vermute mal stark, es handelt sich bei diesem um den Helm von Negau ?) hat hier nix verloren...zudem wurde der Helm von Negau schon in der italischen- Thesen recht ausführlich erwähnt. Er ist (oder war) mehr oder minder der beste "Kronzeuge" für diese These. Das steht aber schon zweimal in der Diskussion ! grrr..

WanaxF14:23, 3. Aug. 2005 (CEST)

Lesenswert-Diskussion

  • Pro. Ich kenne mich mit dem Thema nicht so aus, aber ich denke, dieser Artikel hat mich ganz gut weitergebildet. Deswegen schlage ich ihn hier zur Wahl vor. --KAMiKAZOW 01:56, 26. Jul 2005 (CEST)
    Neutral Der Artikel angeblich nicht fachlich einwandfrei ist, dann ziehe ich mein Pro zurück. --KAMiKAZOW 09:15, 31. Jul 2005 (CEST)
    • Pro Das ist sicherlich ein lesenwerter Artikel, der bei entsprechendem Ausbau auch exzellent werden könnte (dazu fehlen aber noch einige wichtige Aspekte, z.B. Fälschungen oder Verschlüsselung). --Markus Mueller 09:44, 27. Jul 2005 (CEST)
      • Pro Absolut lesenswert. Für den Aufstieg zu den exzellenten müssten aber noch ein paar Punkte berücksichtigt werden. --Zinnmann Zinnmann 09:17, 28. Jul 2005 (CEST)
        • Contra. Fachlich nicht einwandfrei. --Sigune 01:16, 29. Jul 2005 (CEST)
        • Pro Die wichtigsten Aspekte des gesamten Artikels sollten in die (noch sehr kurze) Einleitung, aber lesenswertNorro 17:12, 29. Jul 2005 (CEST)
          • contra wie Sigune, seriöse Runenlinks unter [LINK] --134.130.68.65 18:12, 29. Jul 2005 (CEST) das war, zwischenzeitlich ausgeloggt, --Historiograf 18:35, 29. Jul 2005 (CEST)
          Dann hätteste die Linkliste auch gleich in den Artikel einbauen können. --KAMiKAZOW 09:15, 31. Jul 2005 (CEST)
          • contra da vertrau ich auf unsere Fachleute --Finanzer 18:38, 29. Jul 2005 (CEST)
          • contra da vertrau ich finanzer :-) -- Southpark 11:01, 30. Jul 2005 (CEST)
          • Contra als Laie muss ich den anderen Vertrauen, dass der Aritkel fachlich nicht korrekt ist. Außerdem vermisse ich einen Abschnitt über die Verwendung der Runen in der Neuzeit (z.B. im Dritten Reich). --Atamari Atamari 04:09, 31. Jul 2005 (CEST)
            • Pro - ein wirklich äußerst knappes Pro; es fehlt noch Viel zum "Exzellent".--Schreiber 16:01, 26. Aug 2005 (CEST)

              Download Runenschriften

              • Leider ist der einige auf der Seite angegebene Download-Link ein Broken Link..
              • Welche Schriftart hat die Runen auf den richtigen Positionen ab 16A0 bis 16F0 Unicode ? Hab bis her noch keine brauchbare gefunden, die mir hier die Fragezeichen ersetzen kann.
              Auf titus.fkidg1.uni-frankfurt.de findet sich der kostenlose Font "TITUS Cyberbit Basic", der Runen uvm. unterstützt. Weitere Informationen zu Unicode-Fonts aus dem Internet bietet http://www.alanwood.net/uni... Schreiber 11:51, 7. Sep 2005 (CEST)
              Da sehe ich eine Startseite, wo man sich anmelden muss. Das ist nicht das, was ich irgendwie "jederzeit frei verfügbar" nenne. Auch habe ich durchaus einen Unicode-Font installiert. Ich würde wirklich gerne wissen, welchen Font man haben muss, der wo jederzeit und ohne zu fackeln downloadbar ist. -- Arne List 16:37, 24. Okt 2005 (CEST)
              Dass man sich im Internet ungern irgendwo anmelden will, kann ich verstehen. Eine Liste weiterer völlig frei verfügbarer Fonts bietet http://www.alanwood.net/uni... .--Schreiber Schreiber 15:59, 27. Okt 2005 (CEST)

              Diskussion aus dem Review (August 2005)

              Ich habe nun ein ganzes Wochenende dran verwandt und betrachte den Artikel noch nicht als komplett fertig; hier und dort ist noch zu feilen. Trotzdem bitte ich jetzt schon um Kritik und Ergänzungen. Den Abschnitt über Esoterik (und eventuell über Runengebrauch in braunen Kontexten) kann ich nicht schreiben, da kenne ich mich nicht aus. Kann vielleicht jemand einspringen? Danke schon mal, --Sigune 04:14, 22. Aug 2005 (CEST)

              Bist Du sicher, dass ein solcher Abschnitt in den Artikel integriert werden sollte? Ich bin aufgrund der Exzellenz-Kandidaten gerade wieder drauf aufmerksam geworden ... und sehe hier ein Dilemma. Solange im Artikel steht, dass der Bereich "Runen in der modernen Esoterik" noch fehlt, kann der Artikel nicht exzellent sein. Wird dieser Bereich aber in den Artikel aufgenommen, ist zu befürchten, dass jeder selbsternannte Runenmeister seine ganz private Deutung darlegt und damit den Artikel schnell verwässert. Mit der Ezellenz hat sich's dann ziemlich schnell wieder erledigt. --Zinnmann Zinnmann 17:25, 16. Sep 2005 (CEST)

              Ein kleiner Kritikpunkt: raunijaR heißt 'Erprober' und hat seine Fortsetzung im altisländischen Wort reynir, was dasselbe heißt (man vgl. altisl. raun 'Versuch'). Schau dazu doch in der Runenkunde von Düwel nach, obwohl Düwel referiert nur, auch Bedenkliches. Er hat daran mehrere Jahre geschrieben, dadurch widersprechen sich manche Kapitel ein wenig und wirken zusammenhanglos. Trotzdem ist dieses Buch das derzeit beste und deckt auch so ziemlich alle Bereiche ab. Zweite kleine Anmarkung: die doppelte "s-Rune" der SS geht höchstwahrscheinlich auf die Arbeit eines Graphikers zurück, der von Runen keine Ahnung hatte (Ich muß erst nachschauen wo ich das gelesen hab und kann es dir hier mitteilen). In der Form mit waagerechtem Mittelteil ist mir diese Rune auch nicht aus Inschriften bekannt.
              Alles in allem möchte ich als Altgermanist anmerken: gar nicht so schlecht. Furiz 28.09.2005

              Exzellenz-Diskussion

              • Dafür: Sieht soweit ganz OK aus. -- Dishayloo + 02:30, 15. Sep 2005 (CEST)
              • abwartend Habe Bedenken wegen dem noch nicht vorhandenen Abschnitt "Runen in der Esoterik". Siehe dazu meinen Kommentar auf der Diskussionsseite des Artikels. --Zinnmann Zinnmann 17:27, 16. Sep 2005 (CEST)
              • Eindeutig Pro. Den Abschnitt "Runen in der Esoterik", sollte er nicht hochwertig gelingen, kann man ja immer noch in einen extra Artikel verschieben. --Obersachse 14:49, 19. Sep 2005 (CEST)

              • pro, wenn auch das eines Laien. Mir gefällt der Artikel. --BS Thurner Hof 20:13, 19. Sep 2005 (CEST)

              • Contra Der Artikel ist noch nicht fertig, siehe Runen#Runen in der Esoterik-Szene. Das sollte doch für einen excellenten Artikel zu fordern sein... Ansonsten ist er ja schon ganz gut ;-) --Sjoehest 22:27, 19. Sep 2005 (CEST)

              • pro wenn jetzt noch ein kleiner Bogen zum keltischen Ogham gespannt würde.
              obwohl keine direkte Verwandtschaft ist der Zeitstrang ähnlich.--Ekkenekepen 17:31, 21. Sep 2005 (CEST)
              Leider läßt sich kaum etwas Fundiertes über die Entstehung des Ogam und den (nicht komplett unwahrscheinlichen) Zusammenhang zwischen Runen und Ogam sagen. Man landet dabei schnell in der Schrift-Mystik (wie in "Die weiße Göttin" von Ranke-Graves). --Sigune 17:57, 21. Sep 2005 (CEST)

              • contra liest sich nicht gut. Bei dem Satz Da Mythen und Sagen mündlich überliefert wurden und die von Anfang an schriftlichen isländischen Sagen erst nach Einführung der Lateinschrift entstanden, wurden Runen zwar kaum zu literarischen Zwecken benutzt, aber nicht nur die große Verbreitung von Inschriften zeigt, dass jedenfalls in der wohlhabenden Oberschicht wahrscheinlich ein recht großer Teil der Menschen lesen und schreiben konnte. habe vielleicht nur nur ich ein Problem mit der Logik. --Historiograf 04:28, 26. Sep 2005 (CEST)
              Nicht meckern sondern eben inhaltlich behalten und sprachlich besser wider einsetzten. Wir kennen alle deinen Spachduktus und der ist überragend wieso änderst du den part nicht eben ???--Ekkenekepen 07:49, 27. Sep 2005 (CEST)

              • Contra. Ein „Noch zu ergänzen“ in einem exzellenten Artikel? Guter Witz. Ansonsten Zustimmung zum Historiografen. -- Carbidfischer Carbidfischer/Wikiteria 08:22, 2. Okt 2005 (CEST)

              Runen in der Esoterik-Szene

              Ich möchte mich nun doch bemühen, diesen Absatz zu bearbeiten und hoffe dabei aber auf rege Diskussion, da ich denke, dass ich hier Unterstützung brauchen werden und zudem dürfte das Thema recht kontrovers sein. Ich stützte mich zuerst einmal auf das "Büchlein" von Ralph Tegtmeier, Zauber der Runen. Ein praktisches Arbeitsbuch der esoterischen Runenkunde. Goldmann Verlag 1991. Verlagsnummer 11899. ISBN 3-442-11899-9.

              Vielleicht können auch einge Dinge noch in andere Abschnitte eingearbeitet werden (vor allem die völkisch-nationalen Wurzeln)

              Gegen Ende des 19 Jh. began man in einigen esoterischen Kreisen sich für die Runen zu interessieren. Es waren vor allem völkisch-mystisch gesinnte Menschen, die die Runen in ihrem Sinne deuteten und verwendeten. Der bedeutenste Impulsgeber war GUIDO (von) List (1848-1919), ein österreichischer Romanantiker mit recht exentrischen Ansichten. Er empfing den Grossteil seines "Runenwissens" aufgrund (eigener) Visionen und galt seinen Anhängern als eine Art Prophet. Er gründete auch den Armanen-Orden und das von List geradezu frei erfundene Futhark, welches sich nur lose auf das jüngere Futhark stützt, wurde daher auch Armanen-Futhark genannt. Er postulierte auch ein Urvolk mit eigener Ursprache namens "Ariogermanen". Er ging davon aus, dass dieses Volk, diese reinblütige "Rasse" von blonden, blauäugigen Menschen, schon seit Urzeiten ein 18 Runen umfassendes Schriftsystem gehabt hätten. Bis in die siebziger Jahre des 20. Jh. arbeitete die Runenesoterik fast ausschliesslich mit diesem Armanen-Futhark. Spätere Autoren stützten sich auf dieses Futhark; so etwa JÖRG LANZ VON LIEBENFELS (ein ehemaliger Zisterzienser-Mönch), dem Begründer der Ariosophie, eine Art Rassenmystik, die auch einen der ideologischen Vorläufer für die nationalsozialistische Rassenlehre bildete. Daneben war er Herausgeber der völkisch-rassistischen Ostara-Hefte (von denen man annimmt, dass auch Adolf Hitler mit diesen in seiner Zeit in Wien in Berührung gekommen ist) und gründete den ONT (Ordo novi Templi= Neutemplerorden). Daneben sind noch zu nennen: KARL MARIA WILIGUT (besser bekannt als Sturmbannführer WEISTHOR), der "Rasputin" Himmlers und FRIEDRICH BERNHARD MARBY, der Entdecker des Stödhur oder Runen-Gymnastik (auch als Runen-Yoga bekannt)bei dem die auszuführenden Figuren jeweils Runen symbolisieren.

              So entstanden weder die Rassenlehre des Nationlsozialisten noch der Gebrauch der Runen im Dritten Reich in einem luftleeren Raum, sondern schöpfte aus den völkischen Ideen, die vor dem 1. Weltkrieg und vor allem in den 20er Jahren des 20 Jh. entstanden.

              Der Gebrauch der Runen zu esoterischen Zwecken gründet sich als lange auf völlig frei erfundenen Annahmen aufgrund von "Visionen" und stützen sich kaum auf historische Überlieferungen.

              Die neuere Runenesoterik bezieht sich auf die Arbeiten des amerikanischen Runenmagiers EDRED THORSSON.(bürgerlicher Name: Stephen Flowers) (Edred Thorsson, Handbuch der Runen-Magie, Sauerlach: Urania verlag, 1987.). Er promovierte in Nordistik/Altgermanistik. Er verwendte auch wieder das ältere 24-Runen umfassende Futhark statt dem Armanen-Futhark als Grundlage. Er ist Vorsitzender der Rune-Gild.

              (Anm. Habe das Werk nicht gelesen, und kann daher nichts zu seinen Quellen sagen..zwar kann er wohl die Original-Quellen lesen und hat diese wohl auch aufgenommen, dennoch scheint auch er Anleihen aus der älteren völkischen Esoterik und Werken eingearbeitet zu haben...kann hier jemand mehr sagen? ).

              Generell werden scheinbar zum einen "eigene" Gedanken und Überlegungen der esoterisch arbeitenden Runenmagier bei der Beschäftigung mit Runenmagie und Runenorakel benutzt, oft wird nun aber auch auf die wenigen schriftlichen Quellen des Mittelalters zurückgegriffen, bei denen etwas über die magische Verwendung von Runen berichtet wird (z.B. in der Edda: Odins Zaubersprüche (behandelt die 16 Runen des jüngeren Futhark , das Altenglische Runengedicht (behandelt alle 24 Runen), das Altisländische Runengedicht(behandelt die 16 Runen des jüngeren Futhark)

              Wanax 19:41, 23. Oktober 2005 (CET)

              Navigationsleiste

              Ich kann ehrlich gesagt nicht nachvollziehen, weswegen die Navigationsleite Runen nicht in diesen Artikel gehört. Das Argument, die Leiste verweise auf "esoterisch infizierte" Artikel ist in sofern nicht haltbar, dass dies nur vereinzelt auftritt.

              Die einzelnen Seiten für die Runen enthalten größtenteils nur die Informationen, die auch in der Tabelle enthalten sind (Form, Lautwert, Bedeutung), und genau so, wie die Artikel Lateinisches Alphabet, Griechisches Alphabet sollte auch dieser imo eine Navigationsleiste nutzen. Ich verweise auch auf die englische Wikipedia, wo dies genau so gehandhabt wird: [LINK]

              Dass einige Runenseiten esoterisch angehaucht sind und dadurch nicht dem Standard einer Enzyklopädie entsprechen ändert sich nicht damit, dass man sie verwaisen lässt.

              -Oracle of truth 16:09, 28. Okt 2005 (CEST)

              Aber wenn die Artikel nur die Informationen enthalten, die schon in der Tabelle enthalten sind, wozu dann den Leser auf einen eigenen Artikel verweisen? Und die Übersicht über alle Runen und ihre Reihenfolge gewährleistet die Tabelle ja schon selbst. Ich sehe nicht, welche Zusatzinformation die Navileiste hier noch bieten kann. --Sigune 17:41, 29. Okt 2005 (CEST) P.S. Die Lösung des englischen Artikels, die Navileiste ganz ans Ende zu stellen, wäre vielleicht ein Kompromiß. Das ändert aber nichts daran, daß die Einzelartikel überarbeitet werden müssen, beispielsweise die angebliche "spirituelle Bedeutung" nicht die Artikel gehört. --Sigune 17:59, 29. Okt 2005 (CEST)

              Mit dem Kompromiss wär ich einverstanden. So wird es doch schon viel wahrscheinlicher, dass irgendwer auf die Einzelartikel trifft und sie bearbeitet :) (wenn nicht werde ich mich darum kümmern).
              --Oracle of truth 02:04, 30. Okt 2005 (CET)

              • OK, kann der Artikel dann wieder zur Bearbeitung freigegeben werden?!? Matt1971 01:35, 6. Dez 2005 (CET)


              Diese Definition bzw. Erklärung des Begriff Runen und dessen Bedeutung wurde zuletzt am 8.2.2006 aktualisiert (Glossar Lexikon Enzyklopädie).


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