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Der Artikel Schlacht von Vercellae gehört zur Kategorie: Krieg gegen Kimbern und Teutonen (Schlacht), Schlacht (Römisches Reich), Schlacht (Germanen), 2. Jahrhundert v. Chr.
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Schlacht von Vercellae Bildherkunft |
Verlauf
Nachdem das Volk der Kimbern gemeinsam mit denen der Teutonen und Ambronen, gezwungen durch Sturmfluten ihre Heimat an der Nordsee zu verlassen, auf der Suche nach neuem Siedlungsraum Europa durchstreift hatten, drangen sie schließlich in Norditalien ein. Die Kimbern hatten zuvor die Römer mehreren Schlachten erfolgreich geschlagen, unter anderem in der Schlacht von Noreia 113 v. Chr. und der Schlacht bei Arausio 105 v. Chr.Der römische General Quintus Lutatius Catulus hatte die Aufgabe die Alpenpässe zu beschützen. Als die Kimbern aber über die Alpen strömten, zog er sich, um seine Kräfte nicht allzu sehr zu splittern, hinter die Etsch zurück. Die Kimbern griffen die letzten Verteidiger jenseits der Etsch an. Voller Bewunderung über deren Tapferkeit gewährten sie den Verteidigern freien Abzug.
Zur selben Zeit zog Gaius Marius, der ein Jahr zuvor die Teutonen in der Schlacht von Aquae Sextiae vernichtend geschlagen hatte, mit seinem reformierten Heer nach Norditalien um sich mit den Truppen des Catulus zu vereinen. Der Anführer der Kimbern, Boiorix, bat Marius, einen geeigneten Platz für die Schlacht zu wählen, nachdem ein Friedensvorschlag gescheitert war. Dieser entschied sich für die Raudischen Felder bei Vercellae (heute Vercelli).
Die Kimbern setzten sich ihre prachtvollste Rüstung auf. Sie trugen stattliche Panzer aus Eisen, glänzend weiße Schilde und Helme, die Kopfformen wilder Tiere darstellten. Als Wurfgeschoss dienten ihnen Speere mit zwei Haken, und für das Handgemenge gebrauchten sie ein großes, wuchtiges Schwert.
Catulus’ Armee belief sich auf 20.300 Mann, Marius hatte 32.000 Mann. Dem gegenüber stand das Volk der Kimbern, die ca. 160.000 Männer, Frauen und Kinder zählten, wobei sie über eine 15.000 Mann starke Reiterei verfügten.
Marius wählte anscheinend die Mittagszeit als Austragungszeit mit Absicht, denn die von Norden vorrückenden Kimbern schien die Sonne mitten ins Gesicht, sodass sie die Schilde vor die Augen halten mussten. Auch hatten die Barbaren mit der Hitze der südlichen Länder zu kämpfen, da sie das eher sonnenlose und frostige Klima des Nordens gewöhnt waren. Die Römer dagegen waren durch ihre jahrelange Ausbildung abgehärtet, kaum einen sah man schwitzen oder keuchen. So kam es, dass die meisten Kimbern bereits in der Schlacht fielen. Die Fliehenden wurden in ihr Lager getrieben, wo den römischen Soldaten ungeheuerliches unter die Augen kam: Die Kimbernischen Frauen, die sich lieber dem Selbstmord hingaben als versklavt zu werden, töteten ihre fliehenden Männer, Söhne oder Brüder, erschlugen ihre Kinder und töteten anschließend sich selbst, indem sie sich an ihren Wagen erhängten oder sich unter die Hufe der Reittiere warfen.
Obwohl viele auf diese Weise umkamen, wurden dennoch über 60.000 Gefangene gemacht, die in die Sklaverei verkauft wurden. Marius wurde vom Volk als „Dritter Begründer Roms“ ausgerufen
siehe auch: Liste der Schlachten
