Schlesien

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Der Artikel Schlesien gehört zur Kategorie: Schlesien, Region, Preußische Provinz, Geographie (Polen)
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Schlesiens heutige polnische Woiwodschaften (Niederschlesien, Oppeln und (Ober-)Schlesien)
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Mährisch Schlesien (in Tschechien)
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Schlesien (1905)
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Schlesien (polnisch Śląsk, tschechisch Slezsko, lateinisch Silesia) ist eine Region Mitteleuropas beiderseits des Ober- und Mittellaufs der Oder. Im Süden bilden die Sudeten die Grenze zu Böhmen und Mähren. Im Westen grenzt es an die Oberlausitz, im Nordwesten an die Niederlausitz. Mit der Völkerwanderung kamen um 500 n. Chr. westslawische Stämme nach Schlesien. Schlesien war vom 13. Jahrhundert bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs mehrheitlich deutschsprachiges bewohnt. Die staatliche Zugehörigkeit wechselte jedoch. Es gehörte zu Großmähren, von 922- 1347 zum Königreich und ab 1138 zum Seniorat Polen und von 1202 bis 1806 parallel zum Heiligen Römischen Reich und später zum Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation. Von 1871 bis 1945 gehörte es zum Deutschen Reich. Seit 1945 gehört Schlesien wieder zur Republik Polen.

Schlesiens Sprachen und heutige Grenzen

Heute ist Schlesien keine politische Einheit mehr. Die flächenmäßig größten Teile sind jene 3 Bezirke, die als Woiwodschaften zu Polen gehören: die an Deutschland angrenzende Woiwodschaft Niederschlesien (Dolnośląskie) und die zwei oberschlesischen Regionen namens Woiwodschaft Oppeln (Opolskie) und Woiwodschaft Schlesien (Śląskie). Weitere 2 Regionen in Ostdeutschland und in Tschechien beinhalten den Namen Schlesien: der sächsische Landkreis Niederschlesischer Oberlausitzkreis und die Region Mährisch-Schlesien in Mähren (Mährisch-Schlesien).

In Oberschlesien wird neben Polnisch auch noch Deutsch und Wasserpolnisch gesprochen, die Oberschlesier würden es auch "Schlesisch" nennen. Letzteres ist heute im Grunde ein polnisch-slawischer Dialekt mit zahlreichen Einflüssen aus dem Deutschen und auch aus dem Böhmischen-Mährischen. In Niederschlesien wurde von der deutschen Bevölkerung Schlesisch gesprochen, das ein deutscher Dialekt mit geringen Einflüssen aus dem Slawischen ist.

Geschichte

Frühzeit

Schlesien wurde vor rund zweitausend Jahren von Nordwesten her von Silingern, Vandalen, Lugiern und anderen germanischen Völkern besiedelt, die während der Völkerwanderungen nach Nordafrika zogen. Es wurde von anitiken Schriftstellern als Magna Germania zwischen Oder und Weichsel bezeichnet. Die Herkunft des Namens Schlesien (lateinisch Silesia) ist nicht ganz gesichert. Möglicherweise leitet sich der Name von dem ostgermanischen Stamm der Silinger ab, nach anderen Quellen geht der Name auf die späteren, slawischen Slensanen zurück. Nach dem Abzug oder Untergang der Silinger im Zuge der Völkerwanderung im 5. Jahrhundert besiedelten nach 500 westslawische Stämme aus dem Osten Schlesien erneut, von denen die Namen der Golensizen, Opolanen, Slensanen, Dedosizen, Trebowanen und Boboranen überliefert sind.

879-992 - Mährisch-Böhmische Zeit

Im Jahre 880 (manche Quellen sagen, vor 879) wurde ganz Schlesien von Sventopluk dem Großmährischen Reich angeschlossen. Mit dem Zerfall dieses Reiches nach 906 dehnten die Přemysliden ihre Macht auch über Schlesien aus. Dies erfolgte wohl schon zu Zeiten des ersten böhmischen Herzogs Spytihněv I. und wurde durch seinen Nachfolger Vratislav I. fortgeführt. Vratislav erweiterte seinen Herrschaftsbereich über das Land der Golensizen hinaus um die mittelschlesischen Gebiete links der Oder. Zum Schutz der Grenze gründete er die Burg Vratislavia (Breslau; polnisch: Wrocław, tschechisch: Vratislav) gründete. Diese entwickelte sich später zum Zentrum Schlesiens als Herzogs- und Bischofssitz und Nimptsch, der Hauptort des Gaues Slenzane verlor seine Bedeutung. Fürst Boleslav I., dem die Gründung der Burg Boleslavecz (Bunzlau) zugeschrieben wird, konnte seinen Machtbereich noch deutlich erweitern. Neben dem Land der Boboranen und Opolanen besaß er in der Zeit zwischen 950 und 963 auch die Gebiete der Wislanen mit der Stadt Krakau sowie der Dedosizen.

992-1146 - Polnische Zeit

Vor 950 entstand zwischen Warthe, Weichsel und Pilica das erste polnische Piastenherzogtum unter Mieszko I.. Mit Unterstützung Kaiser Ottos II., dem eine Machtbeschränkung Prager Fürsten Boleslav II. willkommen war, begann Mieszko I. eine intensive Südexpansion und eroberte Mittelschlesien mit der strategisch wichtigen Burg Nimptsch, nachdem er bereits nach 970 das Land der Dedosizen an der Mündung des Bober in die Oder besetzt hatte. Auch von Westen her sollte die Macht der Přemysliden in Schlesien beschränkt werden. Dem 968 errichteten Bistum Meißen hatte Kaiser Otto I. den Zehnt des Dedosizenlandes überlassen, einer Durchführung dieser Ostausdehnung kam jedoch Mieszko I. zuvor. Im Bunde mit Kaiser Otto III. führte Mieszkos Sohn Bolesław I. Chrobry die Christianisierung Schlesiens fort - im Jahr 1000 Gründung eines katholischen Bistums in Breslau, welches bis zum 19. Jh. mit dem Erzbistum in Gnesen verbunden war.

Bolesław I. Chrobryeroberte zwischen 1012/13 die Gebiete der heidnischen Opolanen, Golensizen und Wislanen und konnte dadurch ganz Schlesien einschließlich Teilen der Lausitz sowie Kleinpolen in sein Herzogtum territorial vollständig eingliedern. Damit begann erste polnische Herrschaftphase über Schlesien.

Als Bolesław I. im Jahre 1025 starb, setzte ein rapider Zerfall des Königreiches Polen ein. Die Macht in Polen, und somit auch in Schlesien ging an lokale slawische Führer über. Als 1037 in weiten Teilen Polens ein Aufstand gegen die christliche Kirche ausbrach und die Breslauer Bischöfe nach Schmograu und auf die Burg Ritschen verjagt wurden, nutzte Herzog Břetislav I. von Böhmen 1038 die Gunst der Stunde und eroberte im böhmisch-polnischen Krieg Schlesien zurück. 1054 gelangte Schlesien wieder zum Herzogtum Polen, nachdem Kaiser Heinrich III. im Frieden von Quedlinburg Břetislav I. zum Verzicht auf Schlesien bewegen konnte und Kasimir I. im Gegenzug zur Zahlung eines Tributs an Böhmen bereit war. Diese Übereinkunft wurde zum Anlass mehrerer kleinerer Kriege zwischen Böhmen und Polen, nach dem sich die polnischen Herrscher seit Boleslaw dem Kühnen weigerten, die schlesische Pacht zu bezahlen. Erst der 1137 geschlossene und 1138 bestätigte Pfingstfrieden von Glatz legte eine dauerhafte Grenzziehung zwischen Schlesien, Böhmen und Mähren fest. Dabei verblieb das umstrittene Glatzer Land ebenso wie die Teile Golensizenland südlich des Flusses Zinna, das Troppauer Land bei Böhmen.

Das Königreich Polen zerfiel im Rahmen der 1138 eingeführten polnischen Senioratsverfassung in mehrere Herzogtümer, von denen eines das Herzogtum Schlesien unter Wladyslaws II., der damit die schlesischen Linie der Piasten begründete, war. Ab 1138 setzte im Königreich Polen aber auch ein Bruderkrieg ein, der zur Absetzung Wladyslaws II. und einer Zersplitterung des Landes führte.

1146-1348 - Periode polnisch-piastischer Herzogtümer

Im Streit mit seinen jüngeren Brüdern floh der polnische Seniorherzog Wladyslaw II. 1146 mit seiner Familie in das Heilige Römische Reich und ersuchte Kaiser Konrad III. um politische Unterstützung, indem er sich und sein Territorium der Oberhoheit des Kaisers unterstellte. Dadurch wurde Schlesien Teil des Heiligen römischen Reiches obwohl es gleichzeit Senioratsteil Polens blieb. Sowohl Konrad als auch sein Nachfolger Friedrich I. führten 1146 bzw. 1157 Feldzüge gegen Polen. Boleslaw IV. sagte zwar die Rückgabe des Herzogtums Schlesien an Wladyslaw II. zu, zögerte diese aber bis 1163 hinaus. Erst unter Androhung weiterer Kriegerischer Handlungen, händigte Boleslaw IV. Schlesien den drei Söhnen Wladyslaws II. aus. Der ältere Boleslaw I. († 1201) erhielt Mittel- und Niederschlesien als Herzogtum Schlesien (ducatus Slesiae) mit dem Zentrum Breslau. Der mittlerere Mieszko I. († 1211) bekam die oderaufwärts gelegenen Gebiete Ratibor und Teschen. Konrad († im 1180/90) wurden zum Herzog von Glogau. 1201 wurden die Gebiete Mieszkos um Oppeln erweitert und zum Herzogtum Oppeln (ducatus Opoliensis) zusammengefasst. Es entstand der Oppelner Zweig der Piasten.

Mit der zeitweisen Aufhebung der Senioratsverfassung nach dem Tode Herzog Mieszko III. in den Herzogtümer Schlesien und Oppeln im Jahre 1202 wurde die Bindungen zu Polen weiter geschwächt.Der Einfall mongolischer Heere im Jahre 1241 (Schlacht bei Liegnitz) und die mit ihnen verbundene Verwüstung des Landes und massive Dezimimierung der polnischen Bevölkerung (um 4/5) schufen die strukturellen Vorraussetzungen zur Neu- und Aufsiedelung des Landes im Rahmen der deutschen Ostkolonisation. Seit dem Beginn des 13. Jh. setzte die der deutschen Ostkolonisation verstärkt ein. Die deutschen Siedler gründeten mehr als 100 neue Städte und über 1.200 Dörfer zu deutschem Recht, sowie viele Kirchen und Hospitäler. Auch die ursprünglichen polnischen Siedlungen passten sich zum großen Teil rechtlich, sozial und sprachlich den deutschen Siedlungen an. Die Siedler stammten überwiegend aus dem mittelfränkischen Sprachraum (bei Mainz), aus Hessen und Thüringen. Der Dialekt der Niederschlesier wurde daher zu einer Mundart, die mittelfränkische, hessische, thüringische und polnischen Merkmale vereinte.

Die Bevölkerung wuchs auf mindestens das Fünffache. Schlesien war jahrhundertelang eine Brücke zwischen West und Ost, sowie zwischen Nord und Süd. Ihr Initiator waren Herzog Heinrich I. von Schlesien und seine Frau Hedwig von Andechs. Ab 1249 zerfiel das Herzogtum Schlesien und ab 1281 das Herzogtum Oppeln in zeitweilig mehr als ein Dutzend kleiner, miteinander im Bruderkrieg liegender Herzogtümer. Während dieses Machtvakuums versuchten der König von Böhmen und später Polen, Schlesien zu zurückzuerobern.

1348-1525 - Böhmische Zeit

Schließlich unterstellten sich die Piasten in den Herzogtümern Schlesien und Oppeln einzeln oder in Gruppen als Vasallen der Lehnshoheit der böhmischen Könige: 1327 die Herzöge von Teschen, Falkenberg, Cosel-Beuthen, Auschwitz, Oppeln, Ratibor und Breslau, 1329 die Herzöge von Sagan, Oels, Steinau und Liegnitz-Brieg, 1331 die Herzöge von Glogau, 1336 Münsterberg und 1342 das Bistumsland Neisse-Ottmachau. 1353 gewann Böhmen das Herzogtum Schweidnitz-Jauer durch die Heirat Karls IV. mit der schweidnitz-jauerschen Erbin Anna.

Im Vertrag von Plintenburg von 1333, im Ausgleich von Trentschin (1335, bestätigt 1339) sowie im Vertrag von Namslau (1348) verzichte der polnische König Kasimir der Große auf Ansprüche der kleinpolnischen Piasten auf Schlesien als Gegenleistung für den verzicht der böhmischen Könige auf die polnische Krone. Später bemühte er sich jedoch um eine Anullierung dieses Vertrages beim Papst. Im Jahre 1348 inkorporierte schließlich König Karl IV. Schlesien in die Länder der böhmischen Krone.

Von diesen von der böhmischen Krone gewonnen Gebieten gingen die Herzogtümer Breslau, Glogau, Schweidnitz (definitiv 1368) und Jauer (definitiv 1368) nach dem Aussterben der dortigen jeweiligen polnischen Piasten in unmittelbaren böhmischen Kronbesitz als so genannte Erbfürstentümer über, während in den übrigen (15) sogenannten Lehnfürstentümern polnischen Piasten regierten, aber in mehrere Linien aufgesplittert.

Das seit 1137 zu Böhmen gehörende Troppauer Land wurde 1318 unter einer Nebenlinie der Prager Přemysliden zum Herzogtum Troppau erhoben. 1336 entstand durch eine entsprechende Heirat eine Personalunion zwischen Troppau und Ratibor, wodurch Troppau (wieder) politisch-rechtlich in Schlesiens hineinwuchs.

Im 14. und frühen 15. Jahrhundert konnte sich Schlesien in jeder Hinsicht ungestört und prächtig weiterentwickeln. Anfang des 15. Jahrhunderts entstanden die Begriffe Ober- und Nieder-Schlesien. Ober-Schlesien umfasste die Fürstentümer im Gebiet des ehemaligen Herzogtums Oppeln sowie das premyslidische Troppau. Das westlicher liegende Nieder-Schlesien umfasste entsprechend die Fürstentümer des ungeteilten Herzogtums Schlesien einschließlich des Breslau-Ottmachauer Bistumslandes.

Die gegen Katholiken und Deutsche gerichteten Hussitenkriege trafen Schlesien als katholisch und deutsch geprägtes Nebenland Böhmens besonders hart. Menschen- und Siedlungsverluste, wirtschaftlicher Niedergang und eine von den Hussiten ausgelöste Slawisierungswelle waren die Folge. Die Situation verbesserte sich erst 1469, als der ungarische König Matthias Corvinus Mähren, Schlesien und die Lausitz eroberte und im Olmützer Frieden 1479 in seinem Besitz bestätigt wurde. Matthias setzte einen allgemeinen Landfrieden durch und reorganisierte und zentralisierte die Landesverwaltung, er schuf das Amt eines königlichen Oberlandeshauptmannes und Fürstentage als bleibende Einrichtung.

Nach Corvinus Tod 1490 wurde Schlesien wieder ein Lehen des Königs von Böhmen Ladislaus aus der polnisch-litauischen Dynastie der Jagiellonen. In der Zwischenzeit fielen die Grenzherzogtümer Auschwitz 1457 und Zator 1494 an Polen, Sagan 1472 an die Wettiner, und Crossen 1482 an Brandenburg gelangt. Andererseits kamen die Söhne des ehemaligen böhmischen Königs Georg von Podiebrad in den Besitz der schlesischen Herzogtümer Münsterberg und Frankenstein (seit 1459) sowie Oels (seit 1495).

1526-1740 - Habsburgische Zeit

Nach dem Tod Ludwig des Polen in der Schlacht von Mochac kam Böhmen an die Habsburger. 1526-1740 waren die österreichischen Habsburger als Könige von Böhmen auch Herzöge von Schlesien. Im 16. Jahrhundert setzten die letzten polnischen Piasten der verbliebenen Kleinstaaten die brandenburgischen Hohenzollern als Erben ein. Die Habsburger Kaiser brachten aber auch diese letzten Kleinstaaten unter die böhmische Krone. Als 1675 der letzte polnische Piast starb, konstruierte Friedrich II. daraus einen Anspruch auf ganz Schlesien für Preußen. Im 16. Jahrhundert wurden die meisten schlesischen Städte protestantisch. Seit der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts war Schlesien das wirtschaftlich wichtigste Gebiet der Habsburger Monarchie (Textilindustrie).

1740-1871 - Preußische Zeit

Nach dem Österreichischen Erbfolgekrieg und den weiteren Schlesischen Kriegen zwischen Preußen unter Friedrich II. und Österreich-Ungarn unter Kaiserin Maria Theresia wurde der größte Teil Schlesiens 1742/44 von Preußen annektiert. Ein kleinerer Teil um Troppau, Jägerndorf, Teschen, Bielitz sowie ein Teil des Neisser Landes blieb als Österreichisch Schlesien Bestandteil von Böhmen. 1782-1849 und 1860-1861 wurden diese Gebiete Mähren angeschlossen, 1849 - 1860 waren sie vorübergehend ein selbstständiges Verwaltungsgebiet. Nach dem Wiener Kongress von 1815 wurde Schlesien eine der zunächst 10 Provinzen des Staates Preußen, wobei die vom Königreich Sachsen abzutretende nordöstliche Hälfte der Oberlausitz in die neue Provinz eingegliedert wurden. Provinzhauptstadt wurde Breslau. Desweiteren gehörte die Provinz Schlesien von 1815 bis 1866 zum deutschen Bund als Teil Preußens.

1871-1918 - Deutsches Kaiserreich

Zusammen mit Preußen wurde Schlesien 1871 Teil des Deutschen Reiches. Bei den Reichstagswahlen Ende des 19. Jahrhunderts wählten die Oberschlesier mehrheitlich das katholische Zentrum. Die Niederschlesier wählten zunächst überwiegend die Partei der "Deutsch Freisinnigen", später zunehmend die SPD. Mit der beginnenden Industrialisierung wurde Oberschlesien mit seinen Steinkohlebergwerken neben dem Ruhrgebiet zu einer der wirtschaftlich wichtigsten Regionen des Deutschen Reiches.

1919-1945 - Weimarer Republik und Drittes Reich

Schlesien wurde 1919 in zwei Provinzen aufgeteilt: Niederschlesien mit der Hauptstadt Breslau und Oberschlesien mit der Hauptstadt Oppeln. Oberschlesien war sprachlich ein Mischgebiet ("Polnisch" ca. 60 %, Deutsch etwa 40 %) und mehrheitlich katholisch (88 %). Niederschlesien war deutschsprachig und überwiegend evangelisch (68 %). Den Oberpräsidenten (Verwaltungschef der Provinz) stellte in Oberschlesien bis 1933 das Zentrum, in Niederschlesien bis 1932 die SPD. Nach Ende des Ersten Weltkriegs schrieb der Vertrag von Versailles von 1919 eine Volksabstimmung über den östlichen Teil Oberschlesiens vor. Obwohl 1921 bei der von Deutschland beeinflussten Volksabstimmung 60% der Bevölkerung für den Verbleib bei Deutschland stimmten, sprach der Oberste Rat der Alliierten, die seit 1920 das Gebiet besetzt hatten, einen großen Teil des Abstimmungsgebiets Polen zu.

Das so genannte Hultschiner Ländchen, ein (Teil des Landkreises Ratibor), war bereits Ende 1918 von der Tschechoslowakei militärisch besetzt worden und kam im September 1919 mit dem Vertrag von St. Germain zur Tschechoslowakei. Das österreichische Kronland Österreichisch Schlesien kam nach dem Ersten Weltkrieg überwiegend zur Tschechoslowakei - diese Gebiete gehören heute heute zu Tschechien - zum kleineren Teil jedoch zu Polen. Anfang 1919 kam es um das Industriegebiet von Teschen zum Polnisch-Tschechoslowakischen Grenzkrieg. Auf Druck Frankreichs hat die Tschechoslowakei einer Aufteilung der Stadt zugestimmt, wobei der kleinere aber wirtschaftlich wertvollere Teil der Stadt an Polen fiel.

Anfang Oktober 1938 kam der deutschsprachige Teil des tschechoslowakischen Schlesiens infolge des Münchner Abkommens zum Deutsche Reich, wenige Wochen darauf kam das mehrheitlich polnischsprachige Teschener Land zu Polen. Nach dem Überfall auf Polen im September 1939 wurden die 1921 an Polen abgetrennten Teile Oberschlesiens von Deutschland okuppiert. Bereits 1938 waren die beiden seit 1919 getrennten Provinzen (Ober- und Niederschlesien) wieder vereinigt worden, 1941 wurden sie erneut geteilt.

Der südöstliche Teil Schlesiens um die Städte Oppeln und Kattowitz heißt Oberschlesien, hier lebten im Unterschied zu Niederschlesien bereits vor 1945 nicht nur Deutschsprachige, sondern auch Oberschlesier polnischer Identität und Polen. Im schlesischen Auschwitz errichteten die deutschen Nationalsozialisten das größte Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau in dem ca. 1,5 Mill Menschen, vor allem Juden aus Polen und anderen Teilen Europas sowie nichtjüdische Polen, ermordet wurden.

1945-1947: Vertreibung der Deutschen

Nach dem Zweiten Weltkrieg ließ der sowjetische Staatschef Josef Stalin Schlesien, wie alle deutschen Gebiete östlich der Oder-Neiße-Linie, von Deutschland abtrennen. Dies geschah entsprechend den Vereinbarungen der Großen Drei in Teheran und Jalta. Begründet wurde dies durch die Alliierten damit, dass Polen einen Ausgleich für seinerseits von der UdSSR besetzte östliches Staatsgebiet zukommen sollte. Hierbei ist darauf hinzuweisen, dass Ostpolen, seit der dritten polnischen Teilung 1795 von Russland okuppiert wurde, bis es nach dem Ersten Weltkrieg durch Piłsudski im Jahre 1921 zurückerobert worden war. 38% der Gesamtbevölkerung waren Polen, wobei die restlichen 62% von verschiedenen Minderheiten (Ukrainer, Weissrussen, Juden, Deutsche, Armenier, Litauer, Tataren etc.) gestellt wurden.

Der größere Teil der damals 4,5 Millionen deutschen Schlesier floh ab Anfang 1945 vor der anrückenden Roten Armee oder wurde nach deren Eintreffen gewaltsam vertrieben. Ab dem Frühsommer 1945 wurde die Vertreibung der verbliebenen Deutschen von kommunistischen Stellen organisiert. Diese Vertreibung wurde administrativ von kommunistischen Behörden mit Hilfe der sogenannten Bierut-Dekrete durchgeführt. Diese ermöglichten die Einziehung des gesamten beweglichen und unbeweglichen Eigentums von Personen deutscher Nationalität zugunsten des polnischen Staates. Deswegen wurden im Juni 1945 alle Deutschen aus einem Gebietsstreifen von etwa 30 Kilometer Breite unmittelbar östlich der Lausitzer Neiße vertrieben. Weiter nördlich - in Ostbrandenburg und Hinterpommern - wurden zur selben Zeit die Deutschen aus dem Gebiet unmittelbar östlich der Oder vertrieben.

Da die kommunistische Verwaltung zu diesem Zeitpunkt noch keineswegs gefestigt war, konnten im Sommer 1945 jedoch auch viele geflohene Schlesier zunächst wieder in ihre Heimat zurückkehren, bevor sie in den Jahren 1946 und 1947 endgültig vertrieben wurden. Rund 1,2 Millionen Deutsche in Oberschlesien und etwa 150.000 in Niederschlesien entgingen der Vertreibung zunächst ganz. Der Grund war im Falle der Oberschlesier die uneindeutige nationale Identität (Zweisprachigkeit, "schwebendes Volkstum"), im Falle der nicht vertriebenen Niederschlesier ihre Nützlichkeit als Facharbeiter, insbesondere im Bergbau um die Stadt Wałbrzych. Die weitaus meisten Niederschlesier siedelten in den Jahren 1958 bis 1960 in die Bundesrepublik aus, zum kleineren Teil in die DDR. Heute (2005) leben nur noch etwa 30.000 Deutsche im polnischen Teil Niederschlesiens. Von den nicht vertriebenen Oberschlesiern sind die meisten ab etwa Mitte der 1970er Jahre nach Deutschland ausgesiedelt, der Höhepunkt dieser Aussiedlungswelle war erst um 1990. Heute leben noch etwa 100.000 Deutsche bzw. Deutschstämmige in Oberschlesien.

Das ehemalige Eigentum der geflohenen und vertriebenen Deutschen wurde im Jahre 1946 durch zwei polnische Dekrete als "verlassenes bzw. herrenloses Gut" entschädigungslos konfisziert. Die späteren Aussiedler aus Schlesien haben hingegen nicht ihr gesamtes Eigentum verloren, einige haben sogar nach 1990 Teile ihres Eigentum zurückerhalten.

Die Zahl der Toten bei der Vertreibung aus Schlesien ist nicht exakt bekannt. Ausweislich der "Gesamterhebung zur Klärung des Schicksals der deutschen Bevölkerung in den Vertreibungsgebieten" (München, 1964) sind 51.926 namentlich bekannte Niederschlesier (ohne Breslau) nachweislich "bei und als Folge der Vertreibung" ums Leben gekommen, einschließlich 2308 Suizide. Hinzu kommen 210.923 namenlich bekannte "ungeklärte Fälle", davon 93.866 mit Vermisstenhinweis und 48.325 mit Todeshinweis (Quelle: Band II, Seite 353 dieser Dokumentation). Für Breslau, das gesondert erfasst wurde, betragen die Zahlen: 7488 nachweislich Umgekommene, davon 251 Suizide. 89.931 namentlich bekannte ungeklärte Fälle, davon 37.579 mit Vermissten- und 1.769 mit Todeshinweis (Band II, S. 456 der Gesamterhebung). Von den Oberschlesiern sind 41.632 nachweislich umgekommen, davon 302 durch Suizid. Von den 232.206 namentlich erfassten ungeklärten Fällen, lag für 46.353 ein Vermissten- und für 2.048 ein Todeshinweis vor (Quelle: Band II, Seite 405 dieser Dokumentation). Dies ergibt eine Gesamtzahl von 634.106 geklärten Todes- und ungeklärten Vermisstenfällen im Zusammenhang mit der Vertreibung der deutschen Bevölkerung aus Schlesien. Bezogen auf eine Gesamtzahl von 4.592.700 Einwohnern (Volkszählung 1938) ergibt dies einen Bevölkerungsverlust durch geklärte Todes- und ungeklärte Vermisstenfälle von 13,8 % der Gesamtbevölkerung.

Ab 1945: Polnische Verwaltung / Volksrepublik Polen

In Schlesien wurden meist Polen aus Zentralpolen und aus den ehemals ostpolnischen Gebieten neu angesiedelt. Hinzu kamen mehrere Zehntausend der zwischen April und Juli 1947 im Rahmen der Akcja Wisła (Aktion Weichsel) aus Südostpolen umgesiedelten Ukrainer.

Das polnische Schlesien ist heute in die Woiwodschaften Schlesien (Śląskie), Niederschlesien (Dolnosląskie), Oppeln (Opolskie), zu kleinen Teilen auch Lebus (Lubuskie), sowie Großpolen (Wielkopolskie) und Kleinpolen (Małopolskie) aufgeteilt. Die Gebiete Schlesiens, die vor 1938 Bestandteil der Tschechoslowakei waren, wurden 1945 wieder der CSR angeschlossen. Die deutsche Bevölkerung wurde auch von hier vertrieben.

Der westlich der Lausitzer Neiße liegende Teil der Provinz Niederschlesien blieb deutsch und wurde nach 130 Jahren wieder Teil Sachsens. Geografisch ist es ein Teil der Oberlausitz.

seit 1991 - Republik Polen

Mit dem deutsch-polnischen Grenzvertrag von 1991 kam der östlich der Neiße gelegene Teil Schlesiens auch völkerrechtlich zur Republik Polen. Bei der Neugliederung der Woiwodschaften vor wenigen Jahren wurden die historischen Grenzen Schlesiens teilweise wieder berücksichtigt. Das polnische Schlesien ist heute in die Woiwodschaften Schlesien (Śląskie), Niederschlesien (Dolnosląskie), Oppeln (Opolskie), zu kleinen Teilen auch Lebus (Lubuskie), sowie Großpolen (Wielkopolskie) und Kleinpolen (Małopolskie) aufgeteilt.

Schlesien entwickelt sich heute wirtschaftlich positiv, besonders erfolgreich ist die Automobilindustrie in Gleiwitz. Bei der Abstimmung über den EU-Beitritt im Jahre 2004 und in weiteren Wahlen erwies sich die heute polnische Bevölkerung Schlesiens als weitaus pro-europäischer als die Bevölkerung in den altpolnischen Gebieten.

Im Januar 2005 hat der polnische Sejm ein neues Minderheitengesetz verabschiedet. Danach wird es in etwa 20 Gemeinden in Oberschlesien mit mehr als 20% deutschsprachigem Bevölkerungsanteil möglich sein, eine zweisprachige Ortsbeschilderung und Deutsch als Verwaltungshilfssprache einzuführen.

Verwaltungsgliederung Schlesiens

Entwicklung der administrativen Gliederung bis 1945

In der Zeit von 1818 bis 1945 hat sich die territoriale Verwaltungsgliederung innerhalb Schlesiens nur allmählich gewandelt. Allerdings sind 1920/1922 und 1938/39 die Außengrenzen erheblich verändert worden.

Regierungsbezirke

Von 1818 bis 1945 bestanden durchgehend die drei Regierungsbezirke Breslau, Liegnitz und Oppeln.

  • Von 1818 bis 1820 gab es den Regierungsbezirk Reichenbach.
  • Von 1939 bis 1945 gab es den Regierungsbezirk Kattowitz.
Stadtkreise

Außer dem bereits 1818 bestehenden Stadtkreis Breslau entstanden im Laufe der Zeit weitere Stadtkreise:

Landkreise

Im übrigen wurden die folgenden Kreise aufgelöst oder umbenannt:

während die folgenden Kreise neu entstanden (teilweise unter neuem Namen):

Verwaltungsgliederung Stand 1. Januar 1945

Prov. Niederschlesien, Reg.-Bez. Breslau

Stadtkreise

  1. Breslau
  2. Brieg
  3. Schweidnitz
  4. Waldenburg (Schles)

Landkreise

  1. Breslau
  2. Brieg
  3. Frankenstein i. Schles.
  4. Glatz
  5. Groß Wartenberg
  6. Guhrau
  7. Habelschwerdt
  8. Militsch
  9. Namslau
  10. Neumarkt
  11. Oels
  12. Ohlau
  13. Reichenbach (Eulengebirge)
  14. Schweidnitz
  15. Strehlen
  16. Trebnitz
  17. Waldenburg (Schles)
  18. Wohlau
Prov. Niederschlesien, Reg.-Bez. Liegnitz
Stadtkreise

  1. Glogau
  2. Görlitz
  3. Hirschberg i. Rsgb.
  4. Liegnitz

Landkreise

  1. Bunzlau
  2. Fraustadt
  3. Freystadt i. Niederschles.
  4. Glogau
  5. Görlitz
  6. Goldberg
  7. Grünberg i. Schles.
  8. Hirschberg i. Rsgb.
  9. Hoyerswerda
  10. Jauer
  11. Landeshut i. Schles.
  12. Lauban
  13. Liegnitz
  14. Löwenberg i. Schles.
  15. Lüben
  16. Rothenburg (Ob. Laus.)
  17. Sprottau (Sitz: Sagan)
Prov. Oberschlesien, Reg.-Bez. Kattowitz
Stadtkreise

  1. Beuthen O.S.
  2. Gleiwitz
  3. Hindenburg O.S.
  4. Königshütte
  5. Kattowitz
  6. Sosnowitz

Landkreise

  1. Bendsburg
  2. Beuthen-Tarnowitz [Sitz: Tarnowitz]
  3. Bielitz
  4. Kattowitz
  5. Krenau
  6. Ilkenau
  7. Pleß
  8. Rybnik
  9. Saybusch
  10. Teschen
  11. Tost-Gleiwitz [Sitz: Gleiwitz]
Prov. Oberschlesien, Reg.-Bez. Oppeln
Stadtkreise

  1. Neisse
  2. Oppeln
  3. Ratibor

Landkreise

  1. Blachstädt
  2. Cosel
  3. Falkenberg O.S.
  4. Groß Strehlitz
  5. Grottkau
  6. Guttentag
  7. Landkreis Kreuzburg O.S.
  8. Leobschütz
  9. Loben
  10. Neisse
  11. Neustadt O.S.
  12. Oppeln
  13. Ratibor
  14. Rosenberg O.S.
  15. Warthenau

Verwaltungsgliederung heute

Woiwodschaft Schlesien
Stadtkreise

  1. Bielsko-Biała (Bielitz-Biala)
  2. Bytom (Beuthen O.S.)
  3. Chorzów (Königshütte)
  4. Częstochowa (Tschenstochau)
  5. Dąbrowa Górnicza (Dombrowa)
  6. Gliwice (Gleiwitz)
  7. Jastrzębie-Zdrój (Königsdorf-Jastrzemb)
  8. Jaworzno
  9. Katowice (Kattowitz)
  10. Mysłowice (Myslowitz)
  11. Piekary Śląskie (Deutsch Piekar)
  12. Ruda Śląska (Ruda O.S.)
  13. Rybnik
  14. Siemianowice Śląskie (Siemianowitz, 1939-45: Laurahütte)
  15. Sosnowiec (Sosnowitz)
  16. Świętochłowice (Schwientochlowitz, 1941-45: Schwingen)
  17. Tychy (Tichau)
  18. Zabrze (1915-45: Hindenburg O.S.)
  19. Żory (Sohrau)

Landkreise

  1. Będzin (Bendzin)
  2. Bielsko-Biała (Bielitz-Biala)
  3. Bieruń/Lędziny (Bierun/Lendzin)
  4. Cieszyn (Teschen)
  5. Częstochowa (Tschenstochau)
  6. Gliwice (Gleiwitz)
  7. Kłobuck (Klobuck)
  8. Lubliniec (Lublinitz)
  9. Mikołów (Nikolai)
  10. Myszków (Myszkow)
  11. Pszczyna (Pless)
  12. Racibórz (Ratibor)
  13. Rybnik
  14. Tarnowskie Góry (Tarnowitz)
  15. Wodzisław Śląski (Loslau)
  16. Zawiercie
  17. Żywiec (Saybusch)
Woiwodschaft Oppeln
Stadtkreise

  1. Oppeln

Landkreise

  1. Brzeg (Brieg)
  2. Głubczyce (Leobschütz)
  3. Kędzierzyn-Koźle (Heydebreck-Cosel)
  4. Kluczbork (Kreuzburg)
  5. Krapkowice (Krappitz)
  6. Namysłów (Namslau)
  7. Nysa (Neiße)
  8. Olesno (Rosenberg)
  9. Opole (Oppeln)
  10. Prudnik (Neustadt O/S)
  11. Strzelce Opolskie (Groß Strehlitz)
Woiwodschaft Niederschlesien
Stadtkreise
  1. Wrocław (Breslau)
  2. Jelenia Góra (Hirschberg)
  3. Legnica (Liegnitz)
  4. Wałbrzych (Waldenburg)

Landkreise

  1. Bolesławiec (Bunzlau)
  2. Dzierżoniów (Reichenbach)
  3. Głogow (Glogau)
  4. Góra (Guhrau)
  5. Jawor (Jauer)
  6. Jelenia Góra (Hirschberg)
  7. Kamienna Góra (Landeshut)
  8. Kłodzko (Glatz)
  9. Legnica (Liegnitz)
  10. Lubań (Lauban)
  11. Lubin (Lüben)
  12. Lwówek (Löwenberg)
  13. Milicz (Militsch)
  14. Oleśnica (Oels)
  15. Oława (Ohlau)
  16. Polkowice (Polkwitz)
  17. Strzelin (Strehlen)
  18. Środa (Neumarkt)
  19. Świdnica (Schweidnitz)
  20. Trzebnica (Trebnitz)
  21. Wałbrzych (Waldenburg)
  22. Wołów (Wohlau)
  23. Wrocław (Breslau)
  24. Zgorzelec (Görlitz)
  25. Ząbkowice (Frankenstein)
  26. Złotoryja (Goldberg)
Region Mährisch-Schlesien
Bezirke (Landkreise)

  1. Okres Bruntál (Bezirk Freudenthal)
  2. Okres Frýdek-Místek (Bezirk Friedek-Mistek)
  3. Okres Karviná (Bezirk Karwin)
  4. Okres Nový Jičín (Bezirk Neutitschein)
  5. Okres Opava (Bezirk Troppau)
  6. Okres Ostrava-město (Ostrau-Stadt)
Freistaat Sachsen
Stadtkreise
  1. Görlitz
  2. Hoyerswerda

Landkreise

  1. Niederschlesischer Oberlausitzkreis
  2. Landkreis Kamenz (nördlicher Teil)

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Weitere Artikel

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Diskussion der Autoren über den Artikel: Schlesien


habt ihr schon die spannende Diskussion auf der englischen Seite gelesen? --Shelog 15:06, 12. Nov 2002 (CET)


Kann jemand die Lage noch etwas präzisieren? -- Fristu

Silingen und Schlesien

Das Wort "Schlesien" ist wahrscheinlich keltisch und hat nichts gemeinsames mit 'Silingen'.

Das ist falsch! Schlesien leitet sich von den germanischen Silingen ab, auch wenn es ihnen nicht gefällt! Was wahr ist, muß auch wahr bleiben!

Und Ihre Quelle der "Wahrheit" ist?

Sperrung 26. April 2005

nach einem beginnenden Edit-war habe ich den Artikel gesperrt. Bitte die diskussionsseite nutzen um eine Lösung zu finden ...Sicherlich Sicherlich 15:58, 26. Apr 2005 (CEST)

hi sicherlich

es ist doch erstaunlich obwohl ich die initiative zur diskussion aufzeigte, mein edit von dir revert wird, desweiteren enthalten meine korrekturen nur zusatz, und aufbereitung der schlesischen geschichte betrifft, nix mehr, nix weniger. aber vergleich doch mal selbst, bevor du die seite sperrst. auch werden auf wörter links gesetzt, die im deutschen wikipedia gar nicht angelegt sind.

Daß auf Begriffe Links gesetzt werden, die noch zu erstellen sind, ist doch vollkommen in Ordnung. So wird klar, welche Artikel erwünscht sind. Vielleicht fühlt sich manch ein Leser angesprochen, selbst einen Artikel beizutragen. Ansonsten fand ich die kontroversen Beiträge der beiden bislang ausgezeichnet. Gut, daß jetzt erstmal der Weg der Diskussion gegangen wird. Miastko 18:36, 26. Apr 2005 (CEST)
hallo unbekannter; dein Wille zur Diskussion schien mir nur darin zu bestehen eine diskussion zu fordern ohne selber erstmal damit zu beginnen. Im übrigen habe ich dich reverted, da ich die Arbeit von AHZ länger kenne und daher seiner arbeit mehr vertraue. Um es vorwegzunehmen; das heißt nicht, dass seine Änderungen besser sein müssen; das herauszufinden ist die aufgabe dieser diskusison. Zu den roten links stimme ich Miastko zu. ...Sicherlich Sicherlich 19:13, 26. Apr 2005 (CEST)

du drehst einem regelrecht die worte im mund um. ich habe zur diskussion und entsprechend um widerlegung gebeten. Zu den roten links stimme ich Miastko zu. .. wer ist miastko? und warum rote, tote links? begründung?

Hallo 217.187.205.28 zuerst einmal die Bitte, deine Diskussionsbeiträge mit 4 Tilden (das sind diese Dinger hier ) zu unterschreiben, damit hier etwas überschaubar bleibt, wer hier was schreibt.
Ich weiss nicht, was dich an roten Links stört, aber wenn ich etwas verlinke, habe ich mir dabei wohl etwas gedacht. Selbst wenn hier mittlerweile 223674 Artikel vorhanden sind, fehlen eben trotzdem noch welche. Vor 4 Jahren wäre selbst Breslau noch so ein roter Link gewesen. Irgendwann kommen die Artikel auch noch und was rot leuchtet, fällt ins Auge, dass es fehlt.
Ansonsten fällt mir bei deinen Bearbeitungen unangenehm auf, dass du ein jedesmal die Änderungen anderer revertiert und mit Parolen, wie Zensur und Geschichtsfälschung, um dich wirfst. Worin du eine solche siehst, darüber schweigst du dich aus. Da ist wenig konstruktiv.
Entfernt habe ich einige Passagen, die keinerlei Aussagen zum Thema enthielten. Es macht wenig Sinn, den Artikel mit Informationen anzufüllen, die inhaltlich z.B. in die Geschichte Polens gehören. Ich zitiere einmal etwas davon: ...marschierte in das militärisch geschwächte Polen ein. Sein Kriegzug gelang bis nach Gnesen und Posen, das Kerngebiet der polnischen Krone. Es wurden tausende gefangene gemacht, die Hauptstadt geplündert und Adalberts Gebeine und die seines Bruders Radim Richtung Prag entwendet.... Genau so ist es redundant, hier das Deutsche Reich erklären zu wollen (Zitat von dir: und ab 1871 zu Deutschland, in Formen der Weimarer Republik und II. und III. Reich), wenn das der andere Artikel schon viel besser macht und dabei einen Link auf einen redirect zur Bundesrepublik zu setzen. Das ist schlichtweg unsinnig und demzufolge habe ich es geändert. --AHZ 20:36, 26. Apr 2005 (CEST)

hi

und wozu soll eine verlinkung nützen, die auf nichts verlinkt? sorry das ergibt keinen sinn, solange die verlinkung nicht unterlegt ist, es ist schlicht störend.

geschichtsfälschung ja, das stimmt z.B.: Er eroberte zwischen 1012/13 die Gebiete der heidnischen Opolanen, Golensizen und Wislanen und konnte dadurch ganz Schlesien einschließlich Teilen der Lausitz sowie Kleinpolen in sein Herzogtum eingliedern.

RE: soweit ich weiß, waren diese Gebiete schon um 990 polnisch.

In meiner Quelle (Handbuch d. Hist. Stätten, Schlesien) geht hervor, dass dass nicht so war. Um 990 begann dieser Prozeß, der zunächst aber nur Mittelschlesien (Nimptsch) betraf. Erst später (1012/13) und nach Mieszkos Tod waren auch die Gebiete der Opolanen, Golensizen und Wislanen polnisch geworden. Deswegen habe ich es präzisiert. --AHZ 08:14, 27. Apr 2005 (CEST)

oder Mit der Aufhebung der Senioratsverfassung nach dem Tode Herzog Mieszko III. wurden die Herzogtümer Schlesien und Oppeln im Jahre [[1202] von Polen unabhängig.

RE: von Polen unabhängig? unabhängig von einer übergeordneten zentralgewalt ja, aber wie kann man von etwas unabhängig werden, das gar nicht existiert? dieser Ausdruck ist vollkommen unglücklich ausgewählt. Schlesien war ein teil des polnischen partikularismus, dessen herrscher polnische Herzöge aus der Piastendynastie waren. und bis zum persönlichen verzicht Kasimirs III. , juristisch gesehen, bis 1348 ein teil von Polen. auch sahen die nachfolgenden herrscher polens schlesien immernoch als teil der sogenannten "krone des polnischen kgr." ludwig der ungar und sein nachfolger jagiello konnten erst könige von polen werden, nachdem sie dem polnischen reichshohen versprochen hatte, die verloreren gebiete für das kgr. zurückzugewinnen, dazu zählte neben pommern auch schlesien, da alles später wieder im sand verlaufen ist, ist eine andere geschichte...

Hast du eine bessere Formulierung als meine jetzige und deine vorherige? Mit der nicht existenten Zentralgewalt hast du völlig Recht. Aber zwischen den großpolnischen und kleinpolnischen (ich bezeichne die hier mal als "Kernlande", obwohl der Begriff nicht sauber ist) sowie den schlesischen Herzogtümern bestand hier ein Unterschied, der auch der Grund war, dass sich die schlesischen herzogtümer später in die böhmische lehnhoheit begeben konnten. Während die "Kernlande" formell ein Gesamtherzogtum Polen (mit dem Senior-Herzog) bildeten, das praktisch aber nicht existierte, gehörten die schlesischen Herzogtümer dem nicht an. Unbestritten ist, dass die schlesischen Piastenherzogtümer polnische Partikularstaaten waren, nur ließen sie sich wegen ihres Status nicht mehr in das 1295 wiedererstandene Kgr. Polen eingliedern. Und die schlesischen Vettern der groß- und kleinpolnischen Piasten waren daran aus wenig interessiert... --AHZ 08:14, 27. Apr 2005 (CEST)
marschierte in das militärisch geschwächte Polen ein. Sein Kriegzug gelang bis nach Gnesen und Posen, das Kerngebiet der polnischen Krone. Es wurden tausende gefangene gemacht, die Hauptstadt geplündert und Adalberts Gebeine und die seines Bruders Radim Richtung Prag entwendet....

RE: ja, wie willst du denn anders die invasion des böhmen-herzogs kommentieren, die einen großen impact auf dieser region hatte? desweiteren besteht der text aus hunderten von sätzen und du störst dich an einem satz? auch erfährt der erhabene leser wie adalberts gebeine von gnesen nach prag kamen und wer er überhaupt war. wie gesagt, es war nur ein satz.

Meinst du nicht auch, dass der erhabene Leser diese Information primär unter Geschichte Polens suchen würde. Dieser Artikel ist übrigens zu Recht mit "überarbeiten" gekennzeichnet. Eventuell, wenn du ihn anlegen willst, und du genügend Informationen hast, wäre ein Artikel über den "Böhmisch-Polnischen Krieg" (oder wie auch immer man das Lemma nennt) denkbar. Der könnte dann auch von Schlesien, Geschichte Polens und Geschichte Böhmens verlinkt werden. Aus ähnlichem Grund hatte ich vor einiger Zeit auch den Artikel Polnisch-Tschechoslowakischer Grenzkrieg für die Ereignisse um Teschen nach 1918 angelegt. --AHZ 08:14, 27. Apr 2005 (CEST)
genauso ist es redundant, hier das Deutsche Reich erklären zu wollen (Zitat von dir: und ab 1871 zu Deutschland, in Formen der Weimarer Republik und II. und III. Reich), wenn das der andere Artikel schon viel besser macht und dabei einen Link auf einen redirect zur Bundesrepublik zu setzen. Das ist schlichtweg unsinnig und demzufolge habe ich es geändert

>>Es geht nicht darum ob es primär oder sekundär ist, fakt ist, wenn jemand informationen zu schlesien sucht, wird er auch nichts über adelbert erfahren, und ich denke ihn mit einem satz hier zu erwähnen kann doch bei allem nötigen respekt nicht falsch sein.

RE: Ok, in dem Fall, wenn ein Link auf Deutsches Reich verweist, und die Begrifflichkeiten dort (2+3 Reich, Weimarer Rep.) zur Geltung kommen, dann ist das OK.

auch haben sie viele erweiterungen gelöscht, mit der begründung es wäre besser woanders untergebracht. diese meinung kann ich nicht teilen. man kann sicherlich das eine, oder das andere etwas stutzen,jedoch stand das geschriebene stets im kontext zu schlesien, gerade ab 1168 wird alles massiv was nicht in ihrem sinne beschnitten.

Die Informationen, die ich entfernt hatte, enthielten keine speziellen Informationen zur Geschichte Schlesiens, sondern stellten nur die Geschichte Polens in dieser Zeit dar. Das kann man doch dort nachlesen. --AHZ 08:14, 27. Apr 2005 (CEST)

>>Schlesien war im 12 Jh. ein Teil des Polnischen Reiches, die Informationen, die von mir eingefügt wurden, standen im regionalen Kontext, wovon Schlesien ein Teil war. Welche speziellen Informationen aus dem 12 Jh. erwarten Sie hier zu lesen? Ob der polnische König in Breslau eine Geliebte hatte, ist das für Sie in diesem Abschnitt erwähnenswert? Ich denke nicht... Und wenn jemand hier etwas primär über die Vergangenheit Schlesiens lesen will, erfährt er auch etwas über die polnische Vergangenheit dieser Region. Er erfährt, dass Schlesien schon vor 1945 ein Teil Polens war, aber durch die verschiedenen Widrigkeiten der Geschichte verloren ging etc. Daher wird er nie auf den Gedanken kommen diese in polnische Geschichte zu suchen, doch letztendlich hier. Dieses Faktum ist nun mal nicht von der Hand zu weisen.

auch wollte ich die für schlesien bedeutende deutsche ostkolonsiation einen extra-abschnitt haben, passten ihnen anscheinend auch nicht ins bild, es wird alles in einem schwall zusammengefasst.

Du hattest du Gliederung des Artikels zuvor überarbeitet und chronologisch präzisiert, das war übrigens eine sehr gute Idee. Dadurch schwamm dieser Abschnitt zwischen zwei sich lückenlos anschließenden Zeiträumen in der Luft. Aus diesem Grunde habe ich die Überschrift entfernt und den Inhalt dem Abschnitt zugeordnet, dem er chronologisch zugehört. Meines Erachtens ist dies die bessere Lösung, ansonsten sollten wir es aber innerhalb dieses Abschnittes als Unterabschnitt (mit 3 mal ===) hervorheben. --AHZ 08:14, 27. Apr 2005 (CEST)

- ich habe die deutsche Kolonisation bereits als sozial-gesellschaftliche Größe als Unterabschnitt dem 1163-1348-Abschnitt zugeordnet, denn im mom wird dieser mit dem poltisch-weltlichem Inhalt vermengt.

217.187.205.28 23:28, 26. Apr 2005 (CEST)Merowinger

Eine Verlinkung auf etwas das es noch nicht gibt, teilt mit, daß der WUNSCH existiert, dies möge nun bald erledigt werden - es soll sich nun jemand finden, der diesen ERWÜNSCHTEN Artikel erstellt. Was ist an dieser Art, seinen WUNSCH mitzuteilen, dermaßen verwerflich? Du, bester Merowinger, kannst in gleicher Weise vorgehen, wenn Du einen umfangreicheren, speziellen Artikel zur Deutschen Ostkolonisation in Schlesien wünscht. Vielleicht melden sich dann schon recht schnell manche Mitinteressierte. Miastko 23:39, 26. Apr 2005 (CEST)

@Merowinger:Na siehste, so können wir das doch besser ausdiskutieren :). Ich schreibe mal in kürze etwas zu den einzelen Punkten. --AHZ 08:14, 27. Apr 2005 (CEST)

Strukturierung der Diskussion

nur als anmerkung; aber ich glaube es ist einfacher für alle zu folgen wenn nicht zusehr in den texten von anderen geantwortet wird?! .. vielleicht mit zwischenüberschriften teile diskutieren oder halt jeweils mittel arbeiten? .. nur also vorschlag; ich verliere gerade etwas den Überblick ;)...Sicherlich Sicherlich 21:42, 27. Apr 2005 (CEST)

Anmerkungen

ich bin heute eher zufällig auf dieser Seite und sehe hier 2 Bilder, auf denen die Region Schlesien auf Polen und Tschechei aufgeteilt ist. Gehört nicht der östliche Teil des heutigen Bundeslandes Sachsen auch noch zu Schlesien? - dann fehlt hier ein Bild. Auf jeden Fall muß hier eine Abb. eingefügt werden, die Schlesien vor 1945 zeigt. Im übrigen, was sind Woiwodschaften? besser ist: Regierungsbezirke (Woiwodschaften) .. hat Polen an die UdSSR Gebiete abgetreten oder wurden diese Gebiete annektiert, wie Schlesien? 80.143.197.151 13:33, 29. Mai 2005 (CEST) 29.05.05 13:32

Persönlichkeiten

Johannes Maximilian Avenarius fehlt noch unter persönlichkeiten, da er in schlesien geboren wurde..

Silingen noch einmal

Das ist nur eine Hypothese, dass die Name Silesia von den Silingen stammte. Es gibt andere Hypothesen. Das 19 Jh. ist vorbei.

Schreibweise der Namen

Hallo Sicherlich, nach meinem Revert deines Reverts war ich gerade dabei, die Links anzupassen. Da es dann aber aufgrund deines erneuten Reverts einen Konflikt gab, ist vielleicht eine vorherige Diskussion besser. Das Wichtigste ist, dass Links erreichbar sind, und zweitens, dass alles "richtig" geschrieben wird. Wörter in fremden Schriften (z.B. Arabisch) schreiben wir natürlich in einer lateinischen Umschrift, aber lateinische Alphabete mit Sonderzeichen können wir doch dank Unicode problemlos verwenden. Die Zeichen des polnischen Alphabets sollten jedem deutschen Leser zuzumuten sein. Gruß, Langec Langec 16:01, 18. Okt 2005 (CEST)

haie Langec, mir ist es grundsätzlich wurst; aber zuerst sollten die artikel angepasst werden die betroffen sind also die herzöge usw. (ob das sinnvoll ist und richtig; keine ahnung/mir egal) ... wenn ich im Schlesienarikel "nichts" mehr finde nur weil die links noch nich umgebogen sind ist das wertlos; das betrifft im übrigen sehr viele artikel da es bei historischen menschen (also so richtig historisch .. könige und zeugs) die polnischen buchstaben einzudeutschen ...Sicherlich Sicherlich 16:04, 18. Okt 2005 (CEST)
Moment, was hältst du denn vorläufig von einem Link der Art '? Zweitens könnte man doch einfach die Artikel auf die polnische Schreibweise verschieben. Du bist doch auch Admin, also wo ist das Problem? Ich verstehe das eher so, dass dir die polnische Schreibweise nicht gefällt, aber warum? --Langec Langec 16:12, 18. Okt 2005 (CEST)
wenn dann verschieben; die zwischenlösung ist IMO nicht sinnvoll; weil nur mehrarbeit ... ich glaube ahz meinte man sollte nicht die polnische schreibweise verwenden; bevor es sinnlose edit-wars gibt vielleicht mal im Portal:Polen nachfragen!? .. mir ist die schreibweise ehrlich gesagt eher egal; bzw. sie sollte einheitlich sein; für mich ist die polnische auch kein problem; ich kann sie richtig lesen *grins* ...Sicherlich Sicherlich 16:15, 18. Okt 2005 (CEST)
OK. Siehe dort. --Langec Langec 16:55, 18. Okt 2005 (CEST)

woher kommen eigentlich karlo und rollo, die hier so fleißig deutsch-nationalistisch Propaganad betreiben?



Diese Definition bzw. Erklärung des Begriff Schlesien und dessen Bedeutung wurde zuletzt am 8.2.2006 aktualisiert (Glossar Lexikon Enzyklopädie).


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