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Der Artikel Schleswig-Holstein (Schiff) gehört zur Kategorie: Militärschiff (Bundeswehr), Zweiter Weltkrieg (Schiff), Erster Weltkrieg (Schiff), Militärschiff (Deutschland)
Schleswig-Holstein ist der Name mehrerer deutscher Kriegsschiffe. Namensgeber ist die ehemalige preußische Provinz und das heutige Bundesland Schleswig-Holstein.
Linienschiff Schleswig-Holstein
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Das Linienschiff Schleswig-Holstein im August 1933 Bildherkunft |
Das Linienschiff Schleswig-Holstein lief am 7. Dezember 1906 bei der Germania-Werft in Kiel für die Kaiserliche Marine von Stapel, wurde am 6. Juli 1908 in Dienst gestellt und dem II. Linienschiffgeschwader zugeordnet, das auch an der Skagerrakschlacht teilnahm. Als eines von wenigen größeren Schiffen wurde es nach dem Ersten Weltkrieg in die Reichsmarine und später in die Kriegsmarine übernommen. Sie wurde zum Flottenflaggschiff und später zum Schulschiff umgebaut.
Am 1. September 1939 eröffnete die Schleswig-Holstein vom Hafenkanal aus das Feuer auf die polnische Stellung auf der Westerplatte, die zur Freien Stadt Danzig gehörte. Mit den Schüssen (Adolf Hitler: "Seit 5.45 wird zurückgeschossen.") und dem Einmarsch deutscher Truppen in Polen begann der Zweite Weltkrieg in Europa.
Später 1940 nahm sie an der Operation Weserübung teil, in der sie mit anderen Marinestreitkräften die dänische Hafenstadt Nyborg besetzte. Sie unternahm verschiedene kleinere Fahrten als Schulschiff, dabei legte sie zwischen 1941-1944 insgesamt zirka 6000 Seemeilen zurück. Ende 1944 wurde sie vermehrt mit Flak ausgerüstet um als Flakschiff zu dienen.
Das Linienschiff wurde am 18. Dezember 1944 vor Gotenhafen/Gdingen durch 3 Fliegerbomben schwer beschädigt und sank auf ebenem Kiel in 12 m Wassertiefe. Am 25. Januar 1945 wurde die Flagge und Wimpel zum letzten Mal niedergeholt, der Großteil der Besatzung wurde anschließend zur Verteidigung der Marienburg eingesetzt.
Am 21. März 1945 wurde die Schleswig-Holstein bei der endgültigen Aufgabe der Stadt Gotenhafen gesprengt. Nach der Kapitulation des Deutschen Reiches im Mai 1945 fordete die Sowjetunion das alte Schiff als Kriegsbeute. 1946 begannen die Abdichtungsarbeiten und es gelang das Schiff wieder schwimmfähig zu machen. Es wurde nach Tallinn geschleppt und dort zum Zielschiff umgebaut. Bis 1955 wurde es als Ziel angelaufen und beschossen. Heute liegt es im ehemaligen Übungsgebiet der sowjetischen Marine bei der finnischen Insel Ordensholm auf Grund.
Technische Daten
- Konstruktionsverdrängung: 13.190 ts
- Einsatzverdrängung: 14.220 ts
- Länge über alles: 127,6 m
- Breite: 22,2 m
- Tiefgang: 8,23 m
- Besatzung: 745 Mann
- Geschwindigkeit: 18 kn
Antrieb
- 12 Dampfkessel (4 kohlegefeuert, 8 ölgefeuert)
- 3 Dreifach-Expansionsmaschinen mit 20.000 PS
- 3 Schrauben
Panzerung
- Gürtel: 240 mm
- Deck: 40 mm
- Türme: 280 mm
- Leitstand: 250 mm
- Zitadelle: 170 mm
Bewaffnung
Bei Indienststellung
- 4 x 28 cm L/40 Sk
- 14 x 17 cm L/40 Sk
- 20 x 8,8 cm L/35 Sk
- 6 x 45 cm Torpedorohre
1944/45 als Flak-Schiff
- 4 x 28 cm L/40 Sk
- 6 x 10,5 cm L/45 Flak
- 10 x 4 cm Flak
- 22 x 2 cm Flak (in Vierlings- und Doppel-Lafetten)
Zerstörer Schleswig-Holstein
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Zerstörer Schleswig Holstein Bildherkunft |
Der Zerstörer Schleswig-Holstein wurde am 20. August 1959 bei der Stülcken-Werft in Hamburg auf Kiel gelegt wurde und lief am genau ein Jahr später von Stapel. Nach Endausrüstung und Werfterprobung wurde die "Schleswig-Holstein" am 12. Oktober 1964 für die Bundesmarine in Dienst gestellt. Sie war das zweite Schiff der "Hamburg"-Klasse (Klasse 101, später Klasse 101A der Bundesmarine) und bildete zusammen mit ihren Schwesterschiffen "Hamburg", "Bayern" und "Hessen" das 2. Zerstörergeschwader in Wilhelmshaven.
Von 1976 bis 1979 wurde die Schleswig-Holstein umgebaut und erhielt eine Flugkörper-Bewaffnung gegen Seeziele. Sie wurde am 15. Dezember 1994 im Marinearsenal Wilhelmshaven als letztes Schiff ihrer Klasse außer Dienst gestellt und später verschrottet.
| Technische Daten | |
|---|---|
| Verdrängung: | 4.700 tons |
| Länge: | 133,70 m |
| Breite: | 13,42 m |
| Tiefgang: | 6,95 m |
| Antrieb: | 4 Hochdruckkessel mit 59 bar, 465 °C Dampftemperatur, 70 t/h Dampfleistung 2 Getriebeturbinensätze mit je 36.000 PS bei 350 Umdrehungen/min 2 fünf-flügelige Propeller, je 3,60 m Durchmesser 810 m³ Brennstoffvorrat |
| Höchstgeschwindigkeit: | >30 Knoten |
| Reichweite: | 5.000 Meilen bei 13 Knoten |
| Besatzung: | Gestamtstärke: 20 Offiziere, 260 Unteroffiziere / Mannschaftsdienstgrade |
| Bewaffnung: | 3 x 100 mm Geschütztürme 8 x 40 mm Flugabwehrkanonen in Doppellafetten 8 x 375 mm U-Jagd-Raketenwerfer in Vierergruppen 2 Doppelstarter für Flugkörper-System Exocet MM 38 2 Wasserbomben- / Minen-Ablaufbühnen 4 Torpedorohre UTR 53,3 cm 2 Düppel-Mehrfachwerfer |
Schwesterschiffe
- Zerstörer D181 Hamburg
- Zerstörer D183 Bayern
- Zerstörer D184 Hessen
Fregatte Schleswig-Holstein
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Fregatte Schleswig-Holstein Bildherkunft |
Die Fregatte Schleswig-Holstein wurde 1993-1994 bei HDW in Kiel gebaut und 1995 für die Deutsche Marine in Dienst gestellt. Sie gehört zur Brandenburg-Klasse (Klasse 123 der Deutschen Marine, benannt nach dem ersten Schiff - "Brandenburg", gebaut bei Thyssen Nordseewerke) und bildet zusammen mit ihren Schwesterschiffen "Brandenburg", "Bayern" und "Mecklenburg-Vorpommern" das 6. Fregattengeschwader in Wilhelmshaven. Sie hat an mehreren Einsätzen teilgenommen und hat als Flaggschiff für verschiedene deutsche Admirale gedient.
Weblinks
- Informationen zu den Schiffen, die den Namen "Schleswig-Holstein" getragen haben und noch tragen
- Homepage der Marinekameradschaft der Schiffe "Schleswig-Holstein" e.V.
- Offizielle Homepage des Zerstörer Schleswig-Holstein
- Homepage der deutschen Marine


