Sofonisba Anguissola

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Der Artikel Sofonisba Anguissola gehört zur Kategorie: Frau, Maler, Maler der Renaissance, Italiener, Geboren 1530, Gestorben 1625
Abbildung
Sofonisba Anguissola (Selbstporträt)
Bildherkunft

Sofonisba Anguissola (* um 1531/32 in Cremona; † November 1625 in Palermo) war eine italienische Malerin der Renaissance und die erfolgreichste weibliche Künstlerin dieser Epoche.

Leben

Sofonisba Anguissola war eine von 6 Töchtern des Malers Amilcare Anguissola und erhielt eine solide künstlerische Ausbildung. Sie studierte unter anderem bei Bernardino Campi und Bernardino Gatti, gen. Il Sojaro. Ihr Vater übernahm das Management seiner begabten Tochter und korrespondierte mit hervorragenden Künstlern jener Epoche (unter anderem Michelangelo) wegen Aufträgen für sie.

Sofonisba hatte bereits einen guten Ruf als Porträtmalerin, als sie 1559 auf Empfehlung des Herzogs von Alba an den spanischen Königshof gerufen wurde, um Philipp II. und seine Familie zu malen und als Hofdame die erste 14-jährige Isabelle von Valois zu unterrichten vorallem im Malen. Die junge Königin verbrachte bald die meiste Zeit vor der Staffelei. Anguissolas erstes Portrait der kindlichen Isabelle war so gut, dass selbst Rubens es kopierte. 1565 malte Anguissola Philipp II.

Sofonisba war der Königin Isabella auch emotional sehr verbunden. Als Isabella 1568 während ihrer dritten Schwangerschaft starb, fiel Sofonisba in Depressionen und bat um Ihre Entlassung. In Ihrem Vertrag war Ihr zugesichert, dass der Hof sich um einen standesgemäßen Mann für die Hofdame umsehen muss. So verschlug es sie nach Sizilien zu Ihrem ersten Ehemann, dem sizilianischen Edelmann Fabrizio di Moncada. Nach dessen Tod zog sie erneut nach Spanien, verliebte sich jedoch unterwegs in den Genuesen Orazio Lomellini, heiratete und zog mit ihrem Mann nach Genua. 1606 besuchte sie der junge Peter Paul Rubens.

Durch eine Augenkrankheit (starke Kurzsichtigkeit) und Rheumatismus behindert, konnte Anguissola in ihren späten Jahren nicht mehr malen. Sie übersiedelte nach Sizilien, wo sie der junge Anthonis van Dyck besuchte und sie auch malte.

Sofonisba Anguissola war zu ihrer Zeit vor allem als Porträtmalerin und als Malerin von Alltags- und Gruppenszenen bekannt. Das bekannteste Bild ist Drei Schwestern beim Schachspiel, das als erste Darstellung einer Alltagsszene in der italienischen Malerei gilt. Neben der spanischen Königsfamilie malte sie auch Anna von Österreich und viele italienische und spanische Adelige jener Zeit. Ihre Werke fanden Eingang in die Kunstsammlung des Vatikans. Darüber hinaus war Sofonisba auch als Lehrmeisterin tätig. Als junge Frau unterrichtete sie ihre Schwestern, später gegen 40 andere junge Künstlerinnen.

Ausgewählte Werk

  • Althorp Park, Collection Earl of Spencer
    • Selbstbildnis am Spinett mit Amme. 1561
  • Bergamo, Accademia Carrara
    • Die Ruhe der Heiligen Familie auf der Flucht nach Ägypten. 1559
  • Berlin, Gemäldegalerie
    • Bildnis der Bianca Ponzoni Anguisola. 1557
  • Bern, Sammlung Gottfried Keller
    • Selbstbildnis. 1610
  • Brescia, Pinacoteca Civica
    • Bildnis des Dominikanermönchs Tosio Martinengo. 1555
  • Budapest, Szépmüvészeti Museum
    • Maria stillt das Kind (Madonna Lactans). 1588
  • Coral Gables (Florida), The Lowe Art Museum
    • Die Heilige Familie mit der heiligen Anna und dem Johannesknaben. 1592
  • Florenz, Galleria degli Uffizi
    • Selbstbildnis.
  • Keir, Collection Stirling
    • Selbstbildnis an einer Staffelei.
  • Kopenhagen, Statens Museum for Kunst
    • Maria mit dem Kinde.
  • Kopenhagen, Thorvaldsens Museum
    • Bildnis eines Kindes.
  • Lwow, Gemäldegalerie
    • Bildnis einer jungen Frau. 1558
  • Madrid, Museo del Prado
    • Bildnis der Elibabeth von Valois. 1565
    • Bildnis König Philipp II. (zugeschrieben)
  • Mailand, Pinacoteca di Brera
    • Selbstbildnis. 1561 oder 1571
    • Die Beweinung Christi (Pietà).
  • Mailand, Museo Poldi Pezzoli
    • Selbstbildnis.
  • Milwaukee. Milwauky Art Museum
    • Bildnis der Minerva Anguissola. um 1564
  • Neapel, Museo Nazionale di Capodimonti
    • Selbstbildnis am Spinett.
  • Niva, Nivaagaards Malerisamling
    • Gruppenbildnis des Vaters Amilcare Anguissola, der Schwester Minerva und des Bruders Asdrubale. um 1559
    • Selbstbildnis. um 1585
  • Oberlin, Allen Memorial Art Museum
    • Doppelbildnis eines Jungen und Mädchens aus der Familie Attavanti. um 1580 – 1585
  • Paris, Sammlung Lugt
    • Selbstbildnis. 1558
  • Posen, Muzeum Narodowe
    • Selbstbildnis mit den zwei Schwestern beim Schachspiel (Die drei Schwestern). 1555 oder 1558
  • St. Petersburg, Eremitage
    • Bildnis einer jungen Frau im Profil.
  • Siena, Pinacoteca Nazionale
    • Der Malers Bernardino Campi porträtiert Sofonisba Anguissola.
  • Southampton, Art Gallery
    • Bildnis einer Nonne. um 1551
  • Turin, Museo Civico
    • Selbstbildnis mit den zwei Schwestern beim Schachspiel (Die drei Schwestern). (Version des Bildes in Posen)
  • Washington, National Museum of Women in the Art
    • Doppelbildnis einer Frau mit ihrer Tochter.
  • Wien, Kunsthistorisches Museum
    • Selbstbildnis. 1554
    • Bildnis der Infantin Isabella Clara Eugenia. nach 1599
  • Verbleib unbekannt
    • Die mystische Vermählung der heiligen Katharina. 1580 (ehemals Coll. Earl of Pembroke in London)
    • Bildnis eines Dominikanermönchs. um 1555 (ehemals Collezione Calligaris in Terezo d’Aquileia)

Literatur

  • Haberlik, Christina und Mazzoni, Ira Diana; 50 Klassiker Künstlerinnen, Hildesheim 2. Auflage 2003, S. 8 - 13, ISBN 3806725322
  • Osols-Wehden, Irmgard (Hg.): Frauen der italienischen Renaissance. Dichterinnen, Malerinnen, Mäzeninnen, Darmstadt 1999 ISBN 3896781154

Weblinks

 


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der Erste?

Im Jahr 1559 war Philipp I. von Spanien längst tot - muss wohl der Zweite gewesen sein... Weiß das jemand genauer? --84.178.151.231 23:30, 16. Mai 2005 (CEST)

Diese Definition bzw. Erklärung des Begriff Sofonisba Anguissola und dessen Bedeutung wurde zuletzt am 8.2.2006 aktualisiert (Glossar Lexikon Enzyklopädie).


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