Spanien

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Der Artikel Spanien gehört zur Kategorie: Staat, Spanien, Monarchie, Land in der EU, Mittelmeer
Königreich Spanien
Reino de España
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Spanische Flagge
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Spanisches Wappen
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(Details) (Details)

Wahlspruch: "Plus Ultra"
lat., "Darüber hinaus"
Amtssprachen Spanisch (regional Katalanisch, Galicisch, Baskisch und Aranesisch)
Hauptstadt Madrid
Staatsform Parlamentarische Erbmonarchie
König Juan Carlos I.
Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero
Fläche 504.782 km²
Einwohnerzahl 43.197.684 (Stand: 01/01/04[LINK])
Bevölkerungsdichte 80 Einwohner/km²
Währung Euro
Zeitzone UTC+1 (Kanarische Inseln UTC)
Nationalhymne Marcha Real
Kfz-Kennzeichen E
Internet-TLD .es
Vorwahl +34
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Lage Spaniens in Europa
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Karte Spaniens
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Das Königreich Spanien (amtlich spanisch Reino de España, katalanisch Regne d'Espanya, galicisch Reino de España, baskisch Espainiako Erresuma) liegt im Südwesten Europas und nimmt den größten Teil der Iberischen Halbinsel ein.

Geographie

Klimadiagramme
Mittelmeerküste




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Zentralspanien
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Kontinentales Mittelmeerklima in Madrid.
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Nordküste
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Klimadiagramm von Santander.
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Kanarische Inseln

Spanien befindet sich, ebenso wie Portugal (im Westen) und das zum Vereinigten Königreich gehörende Gibraltar (im Süden), auf der iberischen Halbinsel, von der Spanien sechs Siebtel einnimmt. Im Nordosten, entlang des Gebirgszuges der Pyrenäen, grenzt Spanien an Frankreich und den Kleinstaat Andorra. Außerdem gehören die Inselgruppen der Balearen, im Mittelmeer gelegen, und der Kanaren, im Atlantik, sowie die an der nordafrikanischen Küste gelegenen Städte Ceuta und Melilla zum Staatsgebiet. Spanien ist das drittgrößte Land Europas.

In Frankreich besitzt Spanien die Exklave Llívia. Außerdem gehören Spanien die vor der marokkanischen Küste gelegenen Inseln Islas Chafarinas, Peñón de Vélez de la Gomera, Alhucemas, Alborán und die Islas Columbretes. Die Zugehörigkeit der Insel Perejil ist zwischen Marokko und Spanien nicht geklärt.

Der höchste Berg Spaniens ist mit 3.718 m Höhe der Pico del Teide auf der Insel Teneriffa, die zu den Kanarischen Inseln gehört.

Die Städte Ceuta und Melilla liegen in Nordafrika und grenzen an das Mittelmeer sowie Marokko. Der nördlichste Punkt Spaniens ist die Estaca de Vares, der westlichste das Kap Toriñana, beide in Galicien, der südlichste die Punta Marroquí bei Tarifa, der östlichste das Kap de Creus. Die größte Ausdehnung von Norden nach Süden beträgt 856 km und von Osten nach Westen 1020 km.

Die Nordküste Spaniens verläuft fast in gerader Linie und bildet nur zwischen Gijón und Avilés sowie zwischen Ribadeo und A Coruña (spanisch La Coruña) bedeutendere Vorsprünge nach Norden. Gegenüber den übrigen Küsten des Landes zeichnen sich diese Küstenabschnitte durch Schroffheit und schlechte Zugänglichkeit aus.

Ursächlich hierfür ist, dass hier die Gebirge fast überall dicht ans Meer heranrücken. Zugänglich sind diese Küstenabschnitte nur an den Mündungen der Flüsse und der tief in das Land einschneidenden Meeresarme (Rías), die insbesondere an der Küste von Galicien häufig auftreten. Auch die Westküste Spaniens trägt im Ganzen diesen Charakter; doch ist sie viel zugänglicher als der Norden, da hier die Gebirge nur in den Kaps bis an das Meer herantreten und sich im Hintergrund der Rias gewöhnlich Ebenen befinden.

Charakteristisch für die Süd- und Ostküste sind dagegen eine Anzahl weiter, flacher Meerbusen und dazwischen befindliche, in felsige Vorgebirge endende Landvorsprünge. Diese Abschnitte sind zugänglicher als die Nord- und Westküste. Die wichtigsten Buchten der Südküste sind von Westen nach Osten die Golfe von Cádiz, Málaga und Almería sowie die Bucht von Cartagena, an der Ostküste die Bahía von Alicante und der Golf von Valencia. Die größten Flüsse Spaniens sind der Duero, der Tajo und der Ebro.

Die Vegetation der Iberischen Halbinsel teilt sich in drei große Bereiche auf:

Intensiver Anbau von Kulturpflanzen erfordert Bewässerungsanbau.

Bevölkerung

Sprachen

In Spanien werden überwiegend Spanisch (Español/Castellano, "Kastilisch"), Katalanisch (Català) und Galicisch (Gallego), sowie das Baskische (Euskara) gesprochen. Die spanische Sprache ist im gesamten Staatsgebiet Amtssprache, während die anderen drei nur in den entsprechenden Autonomen Regionen diesen Status genießen.

Ferner wird in der Autonomen Region València eine Variation des Katalanischen, Valencianisch (Valencià), und auf den Balearen wird eine weitere lokale Variante des Katalanischen, das Mallorquin (Mallorquí/Balear), gesprochen. Daneben existieren einige Minderheitensprachen, welche von einer geringen Anzahl von Menschen gesprochen werden. Zu diesen zählt Asturisch-Leonesisch (Bable), Aragonesisch (Fabla aragonesa) und Aranesisch. In Melilla spricht die masirische Minderheit zudem Tamazight, in Olivenza (Extremadura) wird noch teilweise Portugiesisch gesprochen.

Während der Urlaubssaison arbeiten in den Tourismusregionen auch Saisonarbeiter aus Deutschland und Polen, vielfach auch Südamerikaner. In einigen Tourismusregionen wie der Costa Blanca oder der Costa del Sol sind vergleichsweise viele Deutsche und Engländer dauerhaft ansässig.

Als Fremdsprachen werden meist Englisch und Französisch gesprochen. Jüngere Spanier sprechen als Fremdsprache zumeist Englisch, Ältere eher Französisch. In der breiten Bevölkerungsmasse sind anwendbare Fremdsprachenkenntnisse aber nach wie vor nicht die Regel. In von Touristen gerne besuchten Gebieten am Mittelmeer, den Balearen und auf den Kanarischen Inseln ist zum Teil Deutsch gebräuchlich.

In Katalonien wird an den Schulen und Universitäten größtenteils auf Katalanisch gelehrt; Spanisch darf dort jedoch von allen Studenten in Unterricht und Klausuren benutzt werden.

Religion

Spanien ist ein vorwiegend katholisches Land. 92 % der Bevölkerung (Stand: 2000) gehören offiziell der römisch-katholischen Kirche an. Im Rahmen einer Studie des staatlichen Meinungsforschungsinstitutes Centro de Investigaciones Sociológicas im Jahr 2002 gaben hingegen nur 80 % der Befragten an, Katholiken zu sein. 12 % bezeichneten sich als nicht religiös. Finanziert wird die katholische Kirche vom spanischen Staat auf Grundlage eines Vertrages zwischen diesem und dem Heiligen Stuhl. Da also in Spanien die katholische Kirche nicht aus direkt entrichteten Steuern der Gläubigen finanziert wird, bringt ein offizieller Kirchenaustritt somit keine finanziellen Vorteile. Innerhalb der katholischen Kirche gibt es die in sich sehr stark geschlossene Gruppierung Opus Dei.

Die Muslime machen 0,5 %, die Protestanten 0,3 % der Bevölkerung aus. Juden, Angehörige anderer Konfessionen und Konfessionslose stellen 7,2 % der Bevölkerung.

Siehe auch: Katholische Kirche in Spanien, Islam in Spanien, Protestantismus in Spanien, Judentum in Spanien

Größte Städte

Städte mit über 100.000 Einwohnern, mit Einwohnerzahl. (Stand: 1. Januar 2005)

Geschichte

Hauptartikel: Geschichte Spaniens

Die Ureinwohner der Pyrenäenhalbinsel waren die Kelten und die Iberer, nach denen auch die Halbinsel benannt worden ist. Im 11. Jahrhundert v. Chr. siedelten sich die Phönizier an der Südküste an; die berühmteste von ihren Kolonien war Cádiz (Gades). Die Bezeichnung Spanien leitet sich von der römischen Bezeichnung "Hispania" ab (phönizisch "Küste der Klippschliefer"; was die Phönizier für Klippschliefer hielten, waren in Wirklichkeit Kaninchen). Geprägt wurde das Land auch durch die jahrhundertelange arabische Vorherrschaft, deren Erbe sich sowohl in der Architektur als auch in der Sprache niedergeschlagen hat. Mit der Vertreibung der Mauren von der iberischen Halbinsel (Wiedereroberung - Reconquista) und der Entdeckung Amerikas durch Christoph Kolumbus im Jahr 1492 stieg Spanien vorübergehend zur Weltmacht auf.

Politik

Gemäß der Verfassung vom 6. Dezember 1978 ist Spanien ein sozialer und demokratischer Rechtsstaat mit der Staatsform einer parlamentarischen Monarchie (Art. 1, Abs. 3 der spanischen Verfassung). Der Königstitel ist erblich. Der derzeitige König ist Juan Carlos I. Der König ist Staatsoberhaupt und Oberbefehlshaber der Streitkräfte. Thronfolger ist Prinz Felipe de Borbón y Grecia, der gleichzeitig den Titel Fürst von Asturien (Príncipe de Asturias) trägt. Wohnsitz der Königsfamilie ist der Palacio de la Zarzuela in Madrid.

Die Rolle der spanischen Krone wird in der Verfassung im Wesentlichen auf repräsentative Funktionen beschränkt. Darüber hinaus gehende Funktionen des Königs sind die Bestätigung von Gesetzen und die Ernennung und die Entlassung des Regierungschefs.

Das oberste Gesetzgebungsorgan in Spanien ist das Parlament, die Cortes Generales. Die Cortes unterteilen sich in zwei Kammern, das Abgeordnetenhaus (Congreso de los Diputados) und den Senat (Senado). Die zwischen 300 und 400 Mitglieder des Abgeordnetenhauses werden per Direktwahl für vier Jahre gewählt. Der Senat besteht aus 259 Sitzen. Davon werden 208 Mitglieder direkt vom Volk gewählt und die restlichen 51 von den Parlamenten der autonomen Regionen bestimmt. Senatoren werden für eine Amtszeit von vier Jahren ernannt.

Der Ministerpräsident (Presidente del Gobierno, wörtlich übersetzt „Regierungspräsident“) und die Regierungsmitglieder werden vom Abgeordnetenhaus gewählt. Derzeitiger Ministerpräsident ist José Luis Rodríguez Zapatero vom sozialdemokratischen Partido Socialista Obrero Español (PSOE). Sitz des Regierungspräsidenten ist der Palacio de la Moncloa in Madrid.

Spanien ist seit Januar 1986 Mitglied der Europäischen Union (bis 1992: „Europäische Gemeinschaft“).

Siehe auch: Politische Parteien in Spanien, Liste der spanischen Ministerpräsidenten, Baskische Befreiungsbewegung Euskadi Ta Askatasuna (ETA)

Autonome Regionen

Hauptartikel: Autonome Regionen Spaniens

Spanien gliedert sich administrativ in 17 autonome Regionen oder Gemeinschaften (Comunidades Autónomas), vergleichbar den deutschen Bundesländern, und in die zwei autonomen Städte Ceuta und Melilla. Die autonomen Regionen selbst gliedern sich ihrerseits in insgesamt 50 (52 mit Ceuta und Melilla) Provinzen (provincias), die fast alle nach ihrem jeweiligen Verwaltungssitz benannt sind.

Kämpfe gibt es u. a. um die Autonomie des Baskenlandes, deren blutige Form die ETA betreibt. Katalonien strebt auf politischem Wege die Unabhängigkeit an.

Wirtschaft

Währung

Die Währung in Spanien ist seit dem 1. Januar 1999 der Euro, der, wie in allen Ländern der Eurozone, ab 2002 die Peseten auch als offizielles Zahlungsmittel ersetzte. Der Umtauschkurs zur vorigen Währung, pesetas (PTS), betrug: 1€ = 166,386 PTS bzw. 1 PTS = 0,6010 €-Cent. Nach wie vor werden noch Preise in Peseten angegeben, gerade bei teuren Gütern die nicht allzu häufig gekauft werden wie Autos oder Wohnungen. Als großzügig abkürzende Größenordnung werden hierbei gerne Millionen PTS, Million Pesetas verwendet: so kostet z. B. eine Wohnung in der Umgangssprache 25 Mio. PTS oder ein Auto 2 Mio. PTS. 1.000.000 PTS entsprechen 6.010,12 €, also rund 6000 €.

500 Peseten entsprechen ziemlich genau 3,0051 Euro. Daher kann mit Dividieren durch 500 und anschließendem Multiplizieren mit 3 recht einfach von Peseten auf Euro umgerechnet werden. Umgekehrt können Euro durch Dividieren mit 3 und anschließendem Multiplizieren mit 500 einfach auf Peseten umgerechnet werden.

In Gesprächen wird gelegentlich noch die Währungseinheit Duro benutzt. Ein Duro entspricht 5 Peseten, also ungefähr 3 Cent. Um von Euro auf Duro umzurechnen, reicht es, den Eurobetrag durch 3 zu dividieren und anschließend zwei Nullen anzuhängen (oder mit 100 multiplizieren).

Bruttosozialprodukt

Das Bruttosozialprodukt beträgt 596,5 Mrd. US$ bei einer Wachstumsrate von 2,0 %. Das Bruttosozialprodukt pro Kopf beträgt 14.580 US$.

Das Bruttoinlandsprodukt wird

  • zu 66% mit Dienstleistungen,
  • zu 30% von der Industrie und
  • zu 3% durch die Landwirtschaft erwirtschaftet.

Die Forschungs- und Entwicklungsausgaben bezogen auf das Bruttoinlandsprodukt betragen 0,96%. Die Arbeitslosenquote liegt bei 11,4%, die Inflationsrate bei 3,1%.

Die Staatseinnahmen von 274,6 Mrd. € setzen sich

  • zu 29% aus der Einkommensteuer,
  • zu 35% aus der Körperschaftssteuer zusammen.

Die Staatsausgaben betragen 275,2 Mrd. €, das Haushaltsdefizit beträgt 0,3% des Bruttoinlandsprudukts.

Landwirtschaft

36 % der Landesfläche werden landwirtschaftlich genutzt, Bewässerungsfeldbau wird auf ca. 20,1 % der Anbaufläche betrieben. 144 000 km² der Landesfläche sind bewaldet. In Spanien werden folgende Agrarprodukte hergestellt: Getreide (vor allem Weizen und Reis), Gemüse, Oliven, Weintrauben, Zuckerrüben, Zitrusfrüchte wie Orangen und Zitronen, Fleisch (Schaf, Ziege, Kaninchen, Geflügel), Milchprodukte (z.B. Manchego-Käse), Seefisch und Meeresfrüchte.

Infrastruktur

Straßennetz

Spanien verfügt über ein gut ausgebautes Straßen- und Autobahnnetz von 663.795 km Länge. Das Straßennetz ist zum allergrößten Teil befestigt. Das Fernstraßennetz umfasst Nationalstraßen, carreteras nacionales, und Autobahnen, den sogenannten autovías (gebührenfrei) und autopistas (mautpflichtig, de peaje). An den Zahlstellen der gebührenpflichtigen autopistas kann mit Bargeld oder Kreditkarte bezahlt werden.

Teilweise verlaufen gebührenpflichtige Autobahnabschnitte parallel zu gebührenfreien. Rund um Ballungszentren gibt es meist gebührenfreie autopistas, viele Fernverbindungen sind gebührenpflichtig.

Die Höchstgeschwindigkeit beträgt:

  • innerhalb geschlossener Ortschaften 50 km/h
  • auf Landstraßen 90 km/h
  • auf Landstraßen mit einem Randstreifen von mindestens 1,5 m Breite oder einer zusätzlichen Fahrspur 100 km/h
  • auf den Autobahnen 120 km/h

Seit Sommer 2005 werden in Spanien Geschwindigkeitskontrollen mit stationären Radargeräten durchgeführt.

In geschlossenen Ortschaften nachts immer mit Abblendlicht fahren. Vorsicht beim Einfahren in Autobahnen: hier gilt zwar wie im deutschen Sprachraum „Vorfahrt gewähren“, jedoch wird einfahrenden Autofahrern meist nicht Platz zum Einscheren eingeräumt.

Für Linksabbieger gibt es gelegentlich eine Art „Wartespur“ in der Mitte der Straße, von dieser Wartespur kann dann nach rechts in auf die Fahrspur eingeschert werden.

Seit Juli 2004 sind in Spanien Warnwesten gesetzlich vorgeschrieben. Diese müssen bei Unfällen und Pannen getragen werden. Reservebirnen und zwei rote Warndreiecke müssen ebenso im Kraftfahrzeug sein. Grüne Versichertenkarten sind zwar nicht Pflicht, aber empfehlenswert, da die Polizei mit ihnen vertraut ist.

In den letzten Jahren hat die Zahl der PKW und die Verstädterung in Spanien stark zugenommen. In Spanien gibt es 467 KFZ/ 1000 Ew. 78% der Bevölkerung leben in Städten; die Bevölkerungsdichte beträgt 82 Ew/km². Vielerorts herrscht auch durch die engen Straßen akute Parkplatznot. Eine durchgezogene gelbe Linie am Fahrbahnrand weist auf ein Parkverbot hin. Die lokale Polizei besitzt oftmals eigene Abschleppwagen. Die Parkgebühren in Ballungsräumen liegen auf demselben Niveau wie in Metropolen im deutschsprachigen Raum. In manchen Ballungsräumen (Madrid, Barcelona) sind die Straßennetze gerade im Berufsverkehr örtlich überfordert; teilweise gibt es Verkehrsleitsysteme wie in Valencia (Stadt).

Fahrrad

Fahrradfahren wird von den Spaniern zuerst als sportliche Betätigung aufgefasst; als Verkehrsmittel wird das Fahrrad selten genutzt. Fahrradfahrer sind im Straßenverkehr rechtlich nicht besser gestellt, wie dies beispielsweise in Deutschland der Fall ist. Fahrradwege sind meist nur in touristisch attraktiven Regionen bekannt. Die einzelnen Radwege sind oftmals nicht miteinander verknüpft.

Fernbusnetz
Spanien verfügt über ein sehr gut ausgebautes Busnetz. In kleinen und großen Städten gibt es spezielle Busbahnhöfe. Das Busnetz verbindet insbesondere kleinere Städte und Dörfer, aber es gibt auch überregionale Linien und internationale Verbindungen. Busfahren ist in Spanien vergleichsweise billig.

Schifffahrt

Auf 1045 km Kanälen und Flüssen ist Binnenschiffahrt möglich.

Die größten Seehäfen sind Barcelona, Valencia, Bilbao, Gijón und Santa Cruz de Tenerife. Zwischen der Iberischen Halbinsel und den Balearen gibt es eine Reihe von Fährverbindungen.

Bahnnetz

Das Bahnnetz (traditionell Breitspur) der staatlichen Eisenbahngesellschaft RENFE wird durch ein normalspuriges Hochgeschwindigkeitsnetz (AVE, ungefähr 525 km Streckennetz) ergänzt. Das Fernverkehrssystem wird Grandes Líneas genannt, der AVE ist hiervon ausgenommen. Die RENFE betreibt in den Ballungszentren lokale S-Bahn-Netze, die sogenannten Cercanías. In folgenden Regionen gibt es Cercanías-Netze: Asturias, Barcelona, Bilbao, Madrid, Málaga, Murcia/ Alicante, Santander, San Sebastián, Sevilla und Valencia. Schmalspurstrecken werden von regionalen Gesellschaften betrieben.

Die spanischen Fernverkehrszüge der Grandes Líneas werden in Tag- und Nachtzüge unterschieden. Tagzüge sind der Alaris, Altaria, Arco, Euromed, Talgo, Intercity und Diurno. Nachtzüge sind der Trenhotel und Estrella. Diese Zugtypen unterscheiden sich in ihrer Bauart und fahren auf festgelegten Strecken. Eine Klassifizierung nach der Zug-Geschwindigkeit und Haltepunktdichte wie im deutschen Sprachraum gibt es in Spanien nicht. Fahrkarten werden nicht für eine Strecke, sondern für ein Produkt verkauft.

Die Tagzüge haben haben Raucher- und Nichtraucherplätze und einen Speisewagen. Es gibt Sitzplätze erster und zweiter Klasse. Die erste Klasse wird als Preferente und die zweite Klasse als Túrista bezeichnet. In der ersten Klasse werden kostenlos Zeitungen, Essen und Getränke gereicht. Während der Fahrt werden Kinofilme gezeigt.

Die Nachtzüge verfügen über die ersten Klassen Gran Clase und Preferente und die zweite Klasse Túrista/ Litera. Die Züge haben eine Cafetería bzw. ein Restaurant. Die erste Klasse besteht aus Schlafwagen und hat ein Bad bzw. eine Waschgelegenheit. Die zweite Klasse des Trenhotel hat Vierbett-Abteile, die zweite Klasse des Estrella Sechs-Sitz-Abteile.

Tickets für Fernverkehrszüge beinhalten eine Sitzplatzreservierung; der Zug kann ohne gültiges Ticket nicht betreten werden. Seit den Terroranschlägen in Madrid im März 2004 werden beim Einstieg Gepäckkontrollen ähnlich wie an Flughäfen durchgeführt.

In den Fernverkehrsbahnhöfen finden sich Schalter für den Vorverkauf, die venta anticipada und den Kauf mit sofortigem Fahrantritt. Fahrkarten für den Regional- und den Fernverkehr müssen getrennt gekauft werden. Für den Fernverkehr ist es bedingt durch die Reservierungspflicht sinnvoll, Tickets im Voraus zu kaufen. Dies ist auch über das Internet möglich; die Tickets müssen teilweise am Bahnhof abgeholt werden.

Die Städte Barcelona, Bilbao, Madrid und Valencia verfügen über U-Bahn- oder Metronetze, in Sevilla und Palma de Mallorca sind entsprechende Netze im Aufbau. Einige Städte wie Alicante und Barcelona besitzen neu eröffnete Straßenbahnnetze.

Flughäfen

Rund 40 Städte verfügen über einen Flughafen für Verkehrsmaschinen. Die größten spanischen Fluggesellschaften sind Iberia, Spanair, Vueling und Air Europa. Die Flughäfen von Madrid und Barcelona sind unter den Top 10 der Passagierzahlen der europäischen Flughäfen.

Zwischen den Flughäfen Madrid und Barcelona gibt eine Luftbrücke, puente aéreo: zwischen 07:00 und 23:00 starten in sehr kurzem Zeitabstand zahlreiche Flüge. Die puente aéreo wird von der spanischen Fluggesellschaft Iberia betrieben.

Kultur

Medien

Die meisten überregionalen Tageszeitungen erscheinen in der Hauptstadt Madrid: El País (durchschnittliche Auflage im Jahr 2003 ca. 561.000 Exemplare), El Mundo (379.000), ABC (346.000) und La Razón (205.000). In Barcelona erscheinen La Vanguardia (240.000) und die wichtige regionale Zeitung El Periódico de Catalunya (221.000). Von Bedeutung sind auch täglich erscheinende Sport-Medien wie Marca (549.000) und As (303.000), die meisten Spanier lesen Regionalzeitungen, fast jede größere Stadt im Land hat hier ein Angebot, beispielsweise Diario de Sevilla oder auch Diario de Mallorca.

Zur Rundfunkanstalt Radiotelevisión Española (RTVE) gehört unter anderem auch das spanische Fernsehen Televisión Española (TVE). Dieses betreibt zwei Sender, TVE 1 und TVE 2. Private TV-Programme sind Antena 3, Telecinco und Canal+. Das Fernsehprogrammangebot wird durch regionale Fernsehsender abgerundet. Im Bereich des digitalen Fernsehens gibt es die Angebote Digital+ und Auna.

Sport

Fußball ist in Spanien der mit Abstand wichtigste Publikums- und auch ein viel betriebener Breitensport. Weitere Mannschaftssportarten sind Basketball, Handball und Volleyball, an den Universitäten erfreut sich außerdem Rugby großer Beliebtheit.

Der Motorsport, insbesondere Rallye (Carlos Sainz ist derzeit der bekannteste spanische Fahrer), Formel 1 (Fernando Alonso) und Motorradrennen (Dani Pedrosa) genießen die Aufmerksamkeit der Zuschauer.

Ein großes Radsportereignis ist die Vuelta, weitere international beachtete Rennen sind die Baskenland-Rundfahrt, die Katalonien-Rundfahrt und das Clásica San Sebastián. Bedeutende Individualsportarten sind Tennis, Padel, ein relativ neues, dem Tennis ähnliches Spiel, und Golf. Im Nordosten Spaniens und im Lande Valencia wird Pelota, der baskische Nationalsport, gespielt.

Ein typisch spanisches Spektakel ist der Stierkampf, der nicht als Sportart angesehen wird. Nach Meinung seiner Anhänger ist er als eine Kunst anzusehen, in der Eleganz und Ästhetik eine wichtige Rolle spielen. In den Augen vieler Kritiker stellt er eine archaische und brutale Tradition dar, die es aufgrund der mit ihr verbundenen Tierquälerei nicht wert sei, in ihrer heutigen Form fortgeführt zu werden.

Nationale Feiertage

Der spanische Nationalfeiertag wird am 12. Oktober anlässlich der Entdeckung Amerikas durch Christoph Kolumbus gefeiert (Día de la Hispanidad). Am 6. Dezember wird die Annahme der Verfassung im Jahre 1978 (Dia de la Constitución) gefeiert.

  • 1. Januar - Neujahr
  • 6. Januar - Heilige Drei Könige und Epiphanias
  • 19. März - St. Josef
  • 1. Mai - Tag der Arbeit
  • 12. Oktober - Nationalfeiertag (s.o.)
  • 1. November - Tag aller Heiligen
  • 6. Dezember - Tag der Verfassung
  • 25. Dezember - Weihnachten

In den einzelnen Provinzen gibt es noch weitere Feiertage, so wird z. B. in Katalonien am 24. Juni St. Joan (spanisch St. Juan) gefeiert.

Weitere Themen

Weblinks

Wiki-Portal Spanien

							

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Diskussion der Autoren über den Artikel: Spanien


Quellen

Bevölkerungszahl

In der Newsgroup tauchte die Frage nach einer verlässlichen Angabe zur Bevölkerungszahl auf: > http://harenberg.de.synkron... > ergibt 39,8 Mill. TNolte 14:49, 1. Jan 2005 (CET)

Die Geburtenrate ist so niedrig, dass die Bevölkerung abnimmt. Das wird durch Einwanderung leicht überkompensiert. Im Jahre 2001 wurde eine Volkszählung(Censo de poblacion http://www.ine.es/censo2001... durchgeführt ,die 40847371 Einwohner ergab, davon 39466850 in Europa. http://www.ine.es/censo/es/...

Huch

Irre ich mich, oder sind tatsächlich keine Daten zur Wirtschaft dabei?--217.162.109.10 03:10, 1. Jul 2005 (CEST)

6 - Verkehr

Der folgende Abschnitt stört mich ziemlich: ... --TMaschler 20:34, 13. Okt 2005 (CEST)

Erledigt. --TMaschler 21:43, 14. Okt 2005 (CEST)

Teil II

Straßenverkehrsinfrastruktur in Spanien: Tschuldigung Tobias, wusste nicht, dass du der Gestalter der Wiki-Spanien-Seite mit den Exlusivrechten bist. Und was bitte ist denn die "allgemeine Meinung" über Spanien? In deinem CV steht, dass Spanien eines deiner Hobbys ist. Reicht das, um sich von Spanien ein umfassendes, wohlwollendes wie auch kritisches Bild zu machen? Deine Lebensgefährtin ist Spanieren, meine Frau übrigens auch. Durch ihren Lokalpatriotismus, den wir ihnen gern zugestehen wollen, haben sie aber sicher auch nicht den notwendigen kritischen Blick von außen. Ich wohne seit Jahren in Spanien, kann also sagen, ich weiß, wovon ich rede. Und unausführliche oder gar schönfärbende Texte sind für das Verständnis eines Themas ganz bestimmt nicht hilfreich. Spanieninteressierte und -besucher, in diesem konkreten Fall die Autofahrer, sollten gut und sachlich kritisch informiert sein, möglicht vorab. (Auch über Deutschland, ich gebe es offen zu, kann und muss man zu diesem Thema kritisches sagen. Aber Deutschland ist hier nicht das Thema.) Übrigens hatte ich nicht vor das Einfügen- und Löschen-Spiel fortzusetzen, war aber vorher noch nicht über die Möglichkeit der Diskussion gestolpert. Es war einmal eine freie Enzyklopädie im Internet, gestaltet von vielen Autoren ..., vor langer langer Zeit. Lebwohl denn, Wissensquelle Wiki. Gruß.

Teil III

  • So - jetzt können wir uns gerne über den Text unterhalten. Bitte lege Dir vorher noch unter "Anmelden" einen Account an, dann reden wir von Gleichem zu Gleichem. Ferner kannst Du dann den Artikel "beobachten", Du wirst dann also über Änderungen informiert.

Dein Text:

 Spanien verfügt über ein ausgebautes Straßen- und Autobahnnetz, das aber in quantitativer wie auch qualitativer Hinsicht
 mittlerweile, zumindest im innerprovinzialen und besonders im innerörtlichen Verkehr, die Anzahl und Art der zugelassenen Fahrzeuge
 nicht mehr zufriedenstellend bewältigen kann. Die auch in kleineren Ortschaften und bis in deren Außenbezirke - durch die Art der
 spanischen Städteplanung bedingte - chronische Parkplatznot sollte mit den mehrheitlich vorhandenen Einbahnstraßen gelindert werden
 (nicht allzu erfolgreich). Die zur Entlastung von Verkehrsknotenpunkten notwendige Infrastruktur (wie Brücken, Unterführungen,
 Umgehungsstraßen, etc.) wird leider immer wieder zugunsten komplizierter und stauprovozierender Überschneidungen, Flaschenhälse,
 Umleitungen, etc. eingespart. Das Missachten oder Uminterpretieren der Straßenverkehrsordnung ist keine Ausnahme. Dies und die
 außerdem meist wiedersprüchliche Verkehrsregelung und -information führen immer wieder zu Verwirrungen und Verkehrshemmungen.

Wir sind hier beim Artikel über Spanien allgemein, für mich sollte ein Artikel über Staaten Folgendes enthalten:

  • Allgemeine Informationen zum Staat,
  • zur Bevölkerungsstruktur,
  • Makroökonomie,
  • Geographie,
  • Klimazonen,
  • Religion und
  • natürlich Logistik.

Hier findest Du die Seite vom CIA World Fact Book, eine seit langem oft empfohlene Quelle über Länderinformationen.

'Mal angenommen, ich möchte mit dem PKW nach Spanien. Was interessiert mich da?

  • Zuerst werde ich wohl die Autobahn benutzen. Wichtig ist hierbei: gebührenpflichtig/ kostenlos, Höchstgeschwindigkeit
Von der Autobahn aus fahre ich in eine kleinere oder Stadt. Was muß ich da wissen?
  • Wieviel % der Bevölkerung höchstens 30km entfernt von einer Autobahnanschlusstelle leben (Netzdichte),
  • Höchstgeschwindigkeiten innerorts und außerorts, wieviel % der Straßen von Navigationssystemen erfasst werden,
  • was für Treibstoff es an den Tankstellen gibt (kein Biodiesel, kein Gas -was zu prüfen ist-),
  • und natürlich, wo denn das "Heilige Blechle" hingestellt werden darf.
  • Sicher nicht von Übel ist zu erwähnen, dass gerade in "engen" Ortschaften auf Gehör geparkt wird, die angekratzte Stoßstange löst bei der Polizei nur ein Gähnen aus, der Versicherung wird's vielleicht egal sein.
  • Allgemeines Fahrverhalten (auf der Autobahn 100km/h auf der zweiten Spur fahren, obwohl sonst niemand unterwegs ist ...)
Mehr mag ich 'mal nicht schreiben, das Thema Ökonomie ist zur Zeit noch ziemlich unterrepräsentiert, dem sollte meiner Ansicht nach mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden.

Aus der obigen Liste folgen für mich im Vergleich zum heutigen Stand des Artikels - nach absteigender Wichtigkeit sortiert - folgende Startpunkte für Recherchen:

  1. Dichte des Fernstraßennetzes/ wieviel% der Bevölkerung höchstens 30km entfernt von einer Autobahn leben
  2. Anteil der mindestens zweispurigen Fernverkehrsstraßen
  3. in welchen Regionen auf Gehör geparkt wird
  4. ... dann kommt für mich erstmal lange nichts ...
  5. % der Straßen, die in Navigationssystemen erfasst sind
  6. an Tankstellen verfügbare Treibstoffe

Du hast sicher weitere Punkte, die für das Thema Thema Verkehr noch im Artikel über Spanien fehlen. Ich denke, das Thema "Raum- und Stadtplanung in Spanien" ist vielleicht eine extra Seite wert, auf die verwiesen werden könnte.

Mit den besten Wünschen --TMaschler 01:14, 17. Okt 2005 (CEST)

P.S.:

  • Kennst Du das Portal Spanien?

Teil IV

Hallo Tobias. Möchte mir kein Benutzerkonto zulegen und auch keinen CV in die Wiki stellen. Einerseits ziehe ich die Anonymität vor, andererseits will ich Netzspeicherplatz und -bandbreite nicht auch noch mit meinen interessanten Hobbys und meiner Schuhgröße belasten. Habe aber Verständis für die zunehmende Selbstdarstellung (und -inszenierung) im Netz, besonders in der heutigen Zeit. Vielleicht verirrt sich ja doch einmal ein potentieller Arbeitgeber auf solche Web-Seiten.
  • Hallo. Ein Benutzerkonto kannst Du Dir auch mit einem Pseudonym zulegen. Was Speicherplatz und Bandbreite angeht, mach dir um den keine Sorgen. Bisher werden in Deutschland nicht einmal 10% der installierten Netzkapazität genutzt. Und mehr als 1/3 davon für illegale Tauschbörsen. Und Speicherplatz? Kostet fast nichts. Die Seite über Dich brauchst Du ja nicht anzulegen, oder nutze sie als Bookmark-Liste, Parkplatz oder so. Wer Du wirklich bist, brauchst Du dabei nicht preiszugeben. --TMaschler 22:17, 19. Okt 2005 (CEST)

Bezüglich deiner Vorschläge zum Inhalt einer Enzyklopädie stimme ich dir zu, genau da wollte ich vertiefen, wenn auch zugegebenermaßen nicht immer 100%ig im passenden Abschnitt. Mal angenommen, man ist Verkehrsteilnehmer in Spanien. Was sollte man außer deinen bereits aufgeführten Informationen wissen. Man sollte unbedingt wissen, dass zwischen den geschriebenen Gesetzen (Straßenverkehrsordnung) und den ungeschriebenen (Realität) ein Unterschied besteht. Auf sein Recht bestehen sollte man dabei nicht, da man nun mal die Sitten eines anderen Landes respektieren sollte und kein Recht einem nützt, wenn es posthum zugesprochen wird.

  • Vorschlag: wie wäre es mit einem eigenen Artikel zum Thema? Stoff hat's ja genug und jede Menge Lust hast Du auch. Vorschlag für den Titel: Verkehr (Spanien). Du kannst ja an geeigneter Stelle auf den Artikel verweisen. --TMaschler 22:17, 19. Okt 2005 (CEST)

Als Fußgänger sollte man unbedingt wissen, dass man an einem Zebrastreifen und auch an einer grüne Fußgängerampel nicht einfach draufloslaufen sollte. Man muss sich erst vergewissern, ob die Autofahrer die Vorfahrt(bzw. den Vortritt) auch respektieren.

Als Fahrer sollte man wissen, dass

- die spanischen Verkehrsteilnehmer trotz allem noch zu den disziplinierteren auf diesem Planeten zählen,

  • ... ich kenne da solche und solche. Zumindest in Valencia gibt es einige Exemplare, die das geringste Vergehen eines anderen als willkommenen Anlass nehmen, 'mal so richtig Dampf abzulassen. Fenster 'runterfahren und 'drauflosschreien ... etwas gewöhnungsbedürftig ... --TMaschler 22:17, 19. Okt 2005 (CEST)

- die Hupe, selbst in kritischen bis gefährlichen Situationen fast tabu ist. Spanische Autofahrer stehen der Benutzung der Hupe mit einer gewissen Angst gegenüber.

- man die Vorfahrtsregel "rechts vor links" mit äußerster Vorsicht genießen muss. Sie wird eben oft uminterpretiert. Manche sind z.B. fest davon überzeugt, dass eine breitere Straße gegenüber der engeren Vorfahrt hat, u.ä.

- die Unterscheidungen zwischen einer (einmündenden) Ausfahrt und einer einmündenden Straße sowie zwischen einer befestigten und unbefestigten Straße nicht immer klar möglich sind, man also Vorsicht walten lassen anstatt Vorfahrt reklamieren sollte,

- man als Linksabbieger an einer grünen (grünen, nicht gelb blinkenden!) Ampel auf den Gegenverkehr, der auch grün haben könnte, achten sollte,

- man die Wartespur für einmündende Linksabbieger nur dann benutzen sollte, wenn man genau abschätzen kann, dass man mit seinem Fahrzeug in Länge und Breite auch draufpasst und nicht darüber hinauslangt,

- man auch in einen leeren (!) Kreisverkehr nicht einfach so ohne weiteres reinfahren sollte. Aufgrund der baulichen Anlage von Kreisverkehr und Zufahrten könnte es oft sein, dass andere Zufahrer zum Kreisverkehr, für die der Kreisverkehr eben nicht das beabsichtigte Hindernis darstellt und somit eben keine Geschwindigkeitsreduzierung erforderlich macht, einfach durchrauschen wollen - ohne Rücksicht auf andere, eventuell schon im Kreisverkehr befindliche Zufahrer.

- die vielen zweispurigen Kreisverkehre (auch in Spanien) Quelle von Unklarheiten, Missverständnissen und gar Agressivität sind,

  • schon 'mal einen der großen in Valencia probiert? die haben gar keine Spuren mehr ... und innen darf weitergefahren werden, während sonst teilweise an Ampeln gewartet werden muss --TMaschler 22:17, 19. Okt 2005 (CEST)

- man an Einmündungen und Fußgängerüberwegen mit großer Vorsicht heranfahren sollte, da die Übersicht über diese meist "verparkt" ist,

- man innerhalb von Ortschaften, wenn man sich verfahren hat, nicht einfach dieselbe Straße wieder zurückfahren kann, da die meisten Straßen, aus den genannten Gründen, eben Einbahnstraßen sind, was die Verwirrung noch steigert,

- die Verkehrsknotenpunkte wie Autobahnkreuze, -auf- und -abbfahrten usw. usf. sehr kompliziert und uneindeutig sein können (aufgrund beschriebener Sparmaßnahmen) und dass das Sich Verfahren durchaus normal ist,

- ähnliches gilt für die parallel verlaufenden Lateralstraßen, die besonders an den Einmündepunkten zu den "Hauptstraßen" Verwirrungen verursachen,

  • hier gibt es vielleicht noch zu erwähnen, dass die Abbiege-Verbotsschilder für Deutsche, die Abbiegegebotsschilder gewohnt sind, doch etwas Denkarbeit verlangen ... --TMaschler 22:17, 19. Okt 2005 (CEST)

- man, um von A nach B zu kommen, genügend Zeit einplanen sollte, einschließlich der Zeit, die man braucht, wenn man sich (mehrmals) verfährt. Selbst erfahrene einheimische Berufsfahrer müssen immer wieder die Fahrbahn und somit den Verkehr blockieren, da sie aufgrund der unzureichenden Information (Navigationssystem hin, Navigationssystem her) immer wieder nach dem Weg fragen müssen und aufgrund fehlender Parkmöglichkeiten auch nicht eben mal rausfahren können.

- die Probleme beim Parken und der innerörtlichen Fortbewegung überproportional mit der Größe des Fahrzeugs steigen,

  • ich hatte 'mal das Vergnügen, mit einer Furgoneta, die schon einiges abgekriegt hat, unterwegs zu sein. Da hatte ich deutlich weniger Probleme als sonst. Außer beim Parken. --TMaschler 22:17, 19. Okt 2005 (CEST)

- ..., diese Liste garantiert nicht vollständig ist.

All das habe ich versucht in dem ursprünglichen Text kompakt anzudeuten anstatt es detailiert breitzukauen.

1. Der Text enthielt nur (genauestens belegbare) Fakten, keine Meinungen, weder eine "allgemeine" Meinung noch meine eigene. Diese Fakten sind sachlich und wie ich denke auch nötig für die enzyklopädische Beschreibung eines Landes und seines Straßensystems.

2. Eine Enzyklopädie ist nicht unbedingt ein Reiseführer. Doch auch dein Diskussionsbeitrag geht davon aus, dass ein paar Reiseführerinformationen durchaus rein können. Zumal die "offiziellen" Reiseführer nur die Besonderheiten bei den geschriebenen Regeln aufzählen, wenn überhaupt.

Übrigens: Das Mitführen von Leuchtwesten ist nicht Pflicht. Es ist nur Pflicht, solche zu tragen, wenn man das Fahrzeug bei einer Panne verlässt (ist aber praktisch dasselbe). Soweit ich weiß sind in Spanien zwei rote Warndreiecke (anstatt nur eines) vorgeschrieben.

  • Du bist herzlich eingeladen, das zu verbessern. Ich war mir nicht so ganz im Klaren darüber, wenn ich beruflich in Spanien bin, dann bin ich froh, wenn 'mal Ruhe ist. Gruss --TMaschler 22:17, 19. Okt 2005 (CEST)Tobias
Gruß

Exzellenter Artikel

Wieso ist denn dieser Artikel als exzellent gekennzeichnet, aber nicht in der Liste exzellenter Artikel aufgeführt? Ist er nun exzellent oder nicht? Gruß - Jungpionier 20:25, 20. Nov 2005 (CET)



Diese Definition bzw. Erklärung des Begriff Spanien und dessen Bedeutung wurde zuletzt am 8.2.2006 aktualisiert (Glossar Lexikon Enzyklopädie).


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