Struktur der NSDAP

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Die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (NSDAP) war pyramidenartig aufgebaut.

Führungsstab

An der Spitze stand der Vorsitzende ("Der Führer"); er war mit absoluter Macht ausgestattet und hatte die volle Befehlsgewalt. Alle anderen Parteiämter waren seiner Position untergeordnet und mussten sich nach seinen Weisungen richten. Dabei hatte der Führer Adolf Hitler ein eigenes Organ, die "Kanzlei des Führers". Diese wurde aber erst 1934 gegründet.

Der Kanzlei des Führers schloss sich der Posten des "Stellvertreters des Führers" an (diesen hatte Rudolf Hess vom 21. April 1933 bis zum 10. Mai 1941 inne). Dieser hatte einen eigenen Stab ("Stab des Stellvertreters des Führers", später "Parteikanzlei", Leiter ab dem 10. Oktober 1933: Martin Bormann) und einen "Verbindungsstab", der die Verbindung zum Staat vermittelte.

Dem Stellvertreter des Führers waren 18 Reichsleiter mit ihren Reichsämtern und Reichsstellen untergeordnet. Somit war die Funktion des Stellvertreters des Führers praktisch das zweithöchste Amt, welches man in der NSDAP erreichen konnte.

Die 18 Reichsleiter

Reichsleiter war eines der höchsten parteipolitischen Ämter der NSDAP. In der Parteihierarchie unterstanden die Reichsleiter entweder ausschließlich dem "Führer" Adolf Hitler oder dessen Stellvertreter, in deren Auftrag sie ihnen zugewiesene Aufgaben im gesamten Reichsgebiet erfüllten. Die 18 Reichsleiter bildeten die Reichsleitung der NSDAP, die ihren Sitz zunächst im so genannten Braunen Haus in München hatte. Einige Reichsleiter hatten auch im Kabinett Hitler einen Sitz.

Die 12 Reichsleiter ohne Machtbefugnisse über an die Partei angeschlossenen Verbände, Organisationen oder Gliederungen im Einzelnen:

Reichsschatzmeister der NSDAP (Aufgabe: "Leitung und Kontrolle der Finanzen der ganzen Bewegung" zeitgenössische Ausdrucksweise)
untergeordnete Abteilungen und Ämter:
  • Revisions- und Haushaltsamt
  • Reichszeugmeisterei
  • Hilfskasse
  • Verwaltungs-, Rechts-, Steuer-, Liegenschafts- und Vertragsangelegenheiten
  • Hauptkasse
  • Hauptbuchhaltung
  • Personalabteilung
  • Aufnahmeabteilung
  • Zentralkarteiabteilung
  • Hausinspektion
  • Häuser- und Grundstücksverwaltung
  • Bauleitung
  • Lotterie
  • Parteizentralarchiv

Der Chef der Kanzlei des Führers und Vorsitzende der parteiamtlichen Prüfungskommission zum Schutze des NS-Schrifttums, davor Reichsgeschäftsführer der NSDAP
untergeordnete Abteilung:
  • Parteiamtliche Prüfungskommission zum Schutze des NS-Schrifttums

Der Stabsleiter des Stellvertreters des Führers, danach Leiter der Parteikanzlei
  • Martin Bormann (ab 10. Oktober 1933)

Der Vorsitzende des Obersten Parteigerichts der NSDAP
untergeordnetes Organ:
  • 1. Kammer des Obersten Parteigerichts

Der Stellvertretende Vorsitzender des Obersten Parteigerichts/Der Vorsitzende der 2. Kammer des Obersten Parteigerichts
  • Wilhelm Grimm (ab 1932)
untergeordnetes Organ:
  • 2. Kammer des Obersten Parteigerichts

Der Reichspropagandaleiter
untergeordnete Abteilungen und Ämter:
  • Amt für Aktive Propaganda
  • Amt für Rundfunk
  • Amt für Film
  • Amt für Kultur
  • Verbindungsstab ("Amt für [den] Verbindungsstab" ??)

Der Leiter der Parteipresse der NSDAP/Der Reichsleiter für die Presse
untergeordnete Abteilung:
  • Verwaltungsamt

Der Reichspressechef der NSDAP
untergeordnete Abteilungen und Ämter:
  • Reichspressestelle der NSDAP
  • Hauptbüro der Reichspressestelle der NSDAP
  • Pressepolitisches Amt der Reichspressestelle der NSDAP

Der Leiter des Wehrpolitischen Amtes, danach Der Leiter des Kolonialpolitischen Amtes der NSDAP
untergeordnete Abteilungen und Ämter:
Kolonialpolitisches Amt der NSDAP
  • Stelle München des Kolonialpolitischen Amtes der NSDAP
  • Verbindungsstelle Berlin des Kolonialpolitischen Amtes der NSDAP

Der Leiter des Amtes für Agrarpolitik, dann Reichsbauernführer
untergeordnete Abteilungen:
  • Agrarpolitischer Apparat
  • Agrarwirtschaft
  • Presse
  • Schulung und Bauernkultur
  • Forstwirtschaft
  • Werbung
  • Siedlung

Der Führer der Reichstagsfraktion

Der Schriftführer der NSDAP, danach Der Leiter des Hauptamts für Kommunalpolitik

Die 3 Reichsleiter mit Machtbefugnissen über an die Partei angeschlossenen Verbände und Organisationen:

Der Leiter des Außenpolitischen Amtes und Beauftragte des Führers für die gesamte geistige und weltanschauliche Erziehung der NSDAP
untergeordnete Abteilungen und Ämter:
  • Außenpolitisches Amt
  • Länderreferate
  • Akademischer Austauschdienst
  • Außenhandel
  • Presse
  • Amt des Beauftragten für die gesamte geistige und weltanschauliche Erziehung der NSDAP (Leitung der Organisation NS-Kulturgemeinde)
  • Schulung
  • Erziehung
  • Weltanschauliches Archiv
  • Presse
  • Schrifttumspflege
  • Vorgeschichte
  • Wissenschaft

Der Leiter des Reichsrechtsamtes
untergeordnete Abteilungen (Reichsrechtsamt: Leitung des Verbandes NS-Juristenbund):
  • Rechtsverwaltung
  • Rechtspolitik
  • Rechtsbetreuung des deutschen Volkes
  • NS-Juristen
  • Schulung
  • Rechtsschrifttum
  • Presse
  • NS-Fürsorge

Der Stabsleiter der Politischen Organisation der NSDAP, danach Der Reichsorganisationsleiter
untergeordnete Ämter:
  • Hauptstabsamt
  • Hauptpersonalamt
  • Hauptorganisationsamt
  • Amt für Ausbildungswesen
  • Statistisches Amt
  • Prüfstelle für Beschaffungsvorhaben
  • Reichsschulungsamt
  • Amt für Ständischen Aufbau (nicht: Amt für Ständigen Aufbau !!)
  • Hauptamt für Kommunalpolitik (Leitung der Organisation Deutscher Gemeindetag)
  • Hauptamt für Beamte (Leitung des Verbandes Reichsbund der Deutschen Beamten)
  • Hauptamt für Erzieher (Leitung des Verbandes NS-Lehrerbund NSLB)
  • Hauptamt für Kriegsopfer (Leitung des Verbandes NS-Kriegsopferversorgung NSKOV)
  • Hauptamt für Volksgesundheit (Leitung des Verbandes NSD-Ärztebund NSDÄB)
  • Amt für Technik (Leitung des Verbandes NS-Bund Deutscher Techniker)
  • Hauptamt für Volkswohlfahrt (Leitung des Verbandes NS-Volkswohlfahrt NSV)
  • Hauptamt NSBO ("Nationalsozialistische Betriebszellenorganisation") & Hauptamt NS-Hago (Leitung des Verbandes Deutsche Arbeitsfront DAF)
  • Hauptamt NS-Frauenschaft (Leitung der Organisation Deutsches Frauenwerk sowie der Gliederung NS-Frauenschaft)

Die 3 Reichsleiter mit Machtbefugnissen über die 5 verbliebenen Gliederungen der Partei:

Der Reichsführer SS (direkt dem Führer unterstellt)
untergeordnete Gliederung:

Der Stabschef der SA (direkt dem Führer unterstellt)
untergeordnete Gliederung:

Der Reichsjugendführer
untergeordnete Gliederung:
  • HJ (darin enthalten: HJ im engeren Sinne, Jungvolk, BDM, Jungmädel)

Als Organisation gab es noch zusätzlich den Reichsbund der Kinderreichen welches vom Rassenpolitischen Amt betreut wurde. Eine Gliederung, die unter Führung eines Reichsamtsleiters agierte und dem Stellvertreter des Führers unterstellt war war der NSD-Studentenbund NSDStB. Eine Gliederung, die dem Korpsführer unterstellt war, war das NS Kraftfahrerkorps NSKK. Der Korpsführer war direkt dem Führer unterstellt.

Ab Juli 1944 kam zu den 6 Gliederungen der NSD-Dozentenbund NSDD hinzu.

Die an die Partei angeschlossenen acht Verbände (=NS-Juristenbund, NS-Beamtenbund, NS-Lehrerbund, NS-Kriegsopferversorgung, NSD-Ärztebund, NS-Bund Deutscher Techniker, NS-Volkswohlfahrt sowie die Deutsche Arbeitsfront) hatten eine eigene Rechtspersönlichkeit und eigenes Vermögen. Die 6 Gliederungen (=NS-Frauenschaft, NSD-Studentenbund, SA, SS, NSKK, HJ und ab 1944 noch der NSD-Dozentenbund) hatten dabei keine Rechtspersönlichkeit genauso wenig wie die vier Organisationen (=NS-Kulturgemeinde, Reichsbund der Kinderreichen, Deutscher Gemeindetag sowie das Deutsche Frauenwerk).

Der Aufbau der Verbände und Organisationen entsprach dem der Partei.

Die 43 Gaue (1941) inkl. Gauleiter

Abbildung
Gaugrenzen 1935, siehe auch Grenzen 1941 unter der Tabelle
Bildherkunft

Die NSDAP teilte Deutschland in zunächst 33, später 43 Bezirke, die in Anlehnung an einen Begriff aus der deutschen Frühgeschichte Gaue genannt wurden. Die Gaue entsprachen den damaligen Reichstagswahlkreisen.

Jedem Gau stand ein Gauleiter vor. Er war in der Organisationsstruktur der NSDAP der regionale Verantwortliche der Partei. Einige Gauleiter erhielten große Macht in ihren Regionen. Streng nach dem Führerprinzip organisiert, konkurrierten sie mit den staatlichen Strukturen, also mit den Reichsstatthaltern, die nach Auflösung der Länder die Ministerpräsidenten ersetzten. Einige Gauleiter konnten sich so in ihren Regionen eine eigene Hausmacht aufbauen, so etwa Dr. Joseph Goebbels in Berlin, Erich Koch in Ostpreußen oder Martin Mutschmann in Sachsen.

Dies ist ein typisches Beispiel für die verwobenen und unübersichtlichen Machtstrukturen des NS-Staates, in dem Partei und Staat mit nicht klar abgegrenzten Zuständigkeitsbereichen gegenseitig um Einfluss konkurrierten.

Siehe auch: Reichsgau

Die 43 Gaue von 1941 inklusive vorherigen Strukturen und Leitern (noch unvollständig!)

Nr. Gau Verwaltungssitz Fläche
(km²)
Einwohner
(Stand 1941)
Letzte Gauleiter
01 Baden Karlsruhe 15090 2.502.023 Robert Wagner (Reichsstatthalter), ab 1925
02 Bayerische Ostmark, bis 19. Januar 1933 Gaue Oberfranken (Leiter ab 1928 Hans Schemm) und Niederbayern- Oberpfalz (Leiter von 1925 bis 30. September 1928 Gregor Strasser), am 1. Oktober 1928 Aufspaltung in Gaue Niederbayern (Leiter vom 1. Oktober 1928 bis 1929 Gregor Strasser, danach ab 1929 bis 1. April 1932 Otto Ebersdobler) und Oberpfalz (Leiter vom 1. Oktober 1928 bis 1. April 1932 Franz Maierhofer), Zusammenschluss zu Gau Niederbayern-Oberpfalz erfolgte wieder am 1. April 1932 (Leiter vom 1. April 1932 bis 19. Januar 1933 Franz Maierhofer)), danach Bayerische Ostmark, Umbenennung in Gau Bayreuth 1943 Bayreuth 29.600 2.370.658 Hans Schemm vom 19. Januar 1933 bis 5. März 1935, danach ab 1935 Fritz Wächtler
03 Groß-Berlin, von 1925 bis 30. September 1928 Gau Berlin-Brandenburg, Gau Brandenburg (siehe Gau Mark Brandenburg, Nr. 16) und Gau Berlin wurden am 1. Oktober 1928 verselbstständigt (Leiter Brandenburgs von 1928 bis 1930 Emil Holz und von 1930 bis 1933 Dr. Ernst Schlange), Umbenennung in Groß-Berlin Berlin 884 4.338.756 Dr. Ernst Schlange von 1925 bis 1926, danach ab 1. November 1926 Dr. Joseph Goebbels (Reichsminister)
04 Danzig-Westpreußen, bis 1939 Gau Danzig Danzig 26.057 2.287.394 Hans Albert Hohnfeldt von 1926 bis 1928, danach von 1928 bis 1930 ? Maas, danach ab 15. Oktober 1930 Albert Forster
05 Düsseldorf Düsseldorf 2.672 2.261.909 Friedrich Karl Florian ab 1. August 1930
06 Essen Essen 2.825 1.921.326 Josef Terboven (Oberpräsident) ab 1928
07 Franken (1925 bis 1929 Gau Nürnberg-Fürth-Erlangen, danach Zusammenschluss mit Gau Mittelfranken 1929) Nürnberg 7.618 1.077.216 Wilhelm Grimm ab dem 3. September 1928, danach von 1929 bis 1940 Julius Streicher ("Frankenführer", danach 1940 bis 1941 Hans Zimmermann, danach ab 1942 Karl Holz
08 Halle-Merseburg Halle a. S. 10.202 1.578.292 von 1925 bis 1927 ? Ernst, danach von 1927 bis 1930 Paul Hinkler, danach von 1930 bis 1937 Rudolf Jordan, danach ab 1937 Joachim Albrecht Leo Eggeling
09 Hamburg Hamburg 747 1.711.877 Joseph Klant von 1925 bis 1926, danach von 1927 bis 1928 Albert Krebs, danach von 1928 bis 1929 Hinrich Lohse, danach ab 1929 Karl Kaufmann
10 Hessen-Nassau, entstanden 1933 aus den Gauen Hessen-Nassau-Süd (Leiter von 1925 bis 1926 Anton Haselmayer, danach von 1926 bis 1927 Prof. Dr. Walter Schultz, danach von 1927 bis 1933 - Jakob Sprenger) und Hessen-Darmstadt (Leiter von 1927 bis 1931 Friedrich Ringhausen, danach 1931 Peter Gmeinder, danach von 1932 bis 1933 Karl Benz) Frankfurt am Main 15.030 3.117.266 Jakob Sprenger ab 1933
11 Kärnten Klagenfurt 11.554 449.713 Peter Feistritzner (oder Feist-Ritzner) von Oktober 1936 bis 20. Februar 1938, danach von 1938 bis 1940 Hubert Klausner, danach von 1940 bis 1941 Franz Kutschera, danach von 1942 bis 1944 Friedrich Rainer
12 Köln-Aachen, vorher Gau Rheinland-Süd (Leiter 1925 Heinz Haake, danach von 1925 bis 1931 Robert Ley) mit Gau Koblenz-Trier zusammen Köln 8.162 2.432.095 Joseph Grohé ab 1931
13 Kurhessen, wahrscheinlich Beitritt von Gau Hessen-Nassau-Nord 1934 Kassel 9.200 971.887 Prof. Dr. Walter Schultz von 1926 bis 1927, danach von 1928 bis 1943 Karl Weinrich, danach ab 1943 Karl Gerland
14 Magdeburg-Anhalt Dessau 13.910 1.820.416 G. Schmischke von 1925 bis 1928, danach von 1927, mit kurzer Unterbrechung durch P. Hofmann 1933, bis 23. Oktober 1935 Wilhelm Friedrich Loeper, danach von 1935 bis 1937 Joachim Albrecht Leo Eggeling, danach ab 1937 Rudolf Jordan
15 Mainfranken, bis 1935 Gau Unterfranken Würzburg 8.432 840.663 Dr. Otto Hellmuth ab 3. September 1928
16 Mark Brandenburg, Vereinigung von Gau Ostmark (Leiter vom 2. Januar 1928 bis 1933 Wilhelm Kube) und Brandenburg zu Kurmark am 1. Juni 1933. Ab 1940 wurde der Gau Kurmark umbenannt in Gau Mark Brandenburg Berlin 38.278 3.007.933 Wilhelm Kube von 1933 bis 1936, danach ?, danach ab 1939 Emil Stürtz
17 Mecklenburg Schwerin 15.722 900.427 Friedrich Hildebrandt ab 1925 mit Unterbrechung durch Dr. Herbert Albrecht von Juli 1930 bis 1931
18 Moselland, wahrscheinlicher Eintritt von Gau Koblenz-Trier 1942 Koblenz 11.876 1.367.354 Gustav Simon ab 1931
19 München-Oberbayern, wahrscheinlich bis 1933 Gaue Oberbayern und Groß-München, so genannter "Traditionsgau" München 16.411 1.938.447 Adolf Wagner von 1933 bis 1944, danach ab April 1944 Paul Giesler
20 Niederdonau Krems an der Donau oder Wien 23.502 1.697.676 Dr. Hugo Jury ab 1939
21 Niederschlesien, vorher Gau Schlesien (mit Oberschlesien, Leiter vom 15. März 1925 bis 25. Dezember 1935 Helmut Brückner, danach von 1936 bis 1940 [Josef Wagner]]) Breslau 26.985 3.286.539 Karl Hanke ab 1940
22 Oberdonau Linz 14.216 1.034.871 August Eigruber ab 22. Mai 1938
23 Oberschlesien, vorher Gau Schlesien (mit Niederschlesien, Leiter von 15. März 1925 bis 25. Dezember 1934 Helmut Brückner, danach von 1936 bis 1940 Josef Wagner) Kattowitz 20.636 4.341.084 Fritz Bracht ab 27. April 1941
24 Ost-Hannover Lüneburg 18.006 1.060.509 Otto Telschow ab 1925
25 Ostpreußen Königsberg (Pr) 52.731 3.336.777 Bruno Gustav Scherwitz von 1925 bis 1927, danach ab 1928 Erich Koch
26 Pommern Stettin 38.409 2.393.844 Theodor Vahlen von 1925 bis 1927, danach von 1928 bis 1931 Walter von Corswant, danach von 1931 bis 1934 Wilhelm Karpenstein, danach ab 1935 Franz Schwede-Coburg
27 Sachsen Dresden 14.995 5.231.739 Martin Mutschmann ab 1925
28 Salzburg (Gau) Salzburg 7.153 257.226 Karl Scharizer von 1932 bis 1934, danach von 1939 bis 1941 Dr. Friedrich Rainer, danach ab 1941 Gustav Adolf Scheel
29 Schleswig-Holstein Kiel 15.687 1.589.267 Hinrich Lohse ab 1925
30 Schwaben Augsburg 10.231 946.212 Karl Wahl ab 1928
31 Steiermark Graz 17.384 1.116.407 Walther Oberhaidacher von 1928 bis 1934, danach Sepp Helfrich (?), danach ab 1939 Siegfried Uiberreither
32 Sudetenland, wahrscheinlich bis 1939 Gau Sudetengau Reichenberg 22.608 2.943.187 Konrad Henlein ab 1939
33 Süd-Hannover-Braunschweig Hannover 14.553 2.136.961 Hartmann Lauterbacher
34 Thüringen Weimar 15.763 2.446.182 Arthur Dinter von 1925 bis 1927, danach ab 1927 Fritz Sauckel
35 Tirol-Vorarlberg Innsbruck 13.126 486.400 Franz Hofer ab 1932
36 Wartheland, bis 1939 Gau Warthegau Posen 43.905 4.693.722 Arthur Karl Greiser ab 21. Oktober 1939
37 Weser-Ems Oldenburg i. O. 15.044 1.839.302 Karl Röver von 1929 bis 1942, danach ab 1942 Paul Wegener
38 Westfalen-Nord Münster i. W. 14.559 2.822.603
39 Westfalen-Süd Bochum 7.656 2.678.026
40 Westmark Neustadt an der Weinstraße 7.417 1.892.240
41 Wien Wien 1.216 1.929.976 Odilo Globocnik von 1938 bis 1939, danach von 1939 bis 1940 Josef Bürckel, danach ab 1940 Baldur von Schirach
42 Württemberg-Hohenzollern Stuttgart 20.657 2.974.373
43 Auslandsorganisation Berlin Hans Nieland von 1930 bis 1933, danach ab 8. Mai 1933 Ernst Wilhelm Bohle

Abbildung
Gaugrenzen 1941, siehe auch Grenzen 1935 über der Tabelle
Bildherkunft

Weitere in Vergangenheit bestehende Gaue:

  • Elbe-Havel (Leiter vom 25. November 1925 bis 1926 Alois Bachschmidt),
  • Oberösterreich (Leiter von Juni 1927 bis 1. August 1934 Andreas Bolek, evtl. von März 1936 bis März 1938 August Eigruber ("illegal")),
  • Rheinpfalz (Leiter von 1926 bis 1933 Josef Bürckel),
  • Saarland (Leiter vom August 1929 bis 28. Februar 1933 Karl Brück),
  • Saarpfalz (später Westmark, Leiter von 1935 bis 28. September 1944 Josef Bürckel)

Aufteilung der Partei unterhalb der Gaue

Die Gaue wurden nochmals unterteilt und zwar in Kreise mit Kreisleitung und Kreisleiter, darunter in Ortsgruppen mit Ortsgruppenleitung und Ortsgruppenleitung, darunter in Zellen mit ihrem Leiter und als kleinste Einheit (ca. 40-60 Haushalte) in Blocks mit eigenem Leiter. In ihnen waren die Mitglieder organisiert.

Literatur

  • Hüttenberger, Peter: Die Gauleiter. Studie zum Wandel des Machtgefüges in der NSDAP. Stuttgart (Deutsche Verlags-Anstalt), 1969 (=Schriftenreihe der Vierteljahreshefte für Zeitgeschichte)

Weblinks


Diskussion der Autoren über den Artikel: Struktur der NSDAP


Anfangshinweis wg Bearbeitung des Artikels

Hallo! Ich bin der Erst-Verfasser. Bitte keine Daten löschen, wenn sie als zu viel erscheinen, das war ein Haufen Arbeit!! Es wurde der Artikel Gauleiter (NSDAP) dafür gelöscht, dazu Gaue (NSDAP) sowie Reichsleiter. ALLES IN DIESEM ARTIKEL

Nur warum? Alles waren ein völlig anständige Artikel, warum hast Du nicht einfach die ausgebaut? --DaTroll 19:40, 12 November 2005 (CET)

Ich nehme mal an du willst sagen: "Alles waren vollständig anständige ARtikel, wieso hast du die nicht einfach kopiert??" Ich weiß nicht so recht, was du meinst, immerhin hab ich die kopiert und angepasst an den übrigen Artikel und die Informationen die in diesen ARtikel drin sind, sind hier auch drin, nur etwas ausführlicher und naja, der Gauleiter-ARtikel war alles andere als anständig, da konnte man nix mit anfangen...
Nein, damit will ich sagen, dass ich, wenn ich nach Reichsleiter suche, einen Artikel Reichsleiter erwarte, etc. Das war vorher der Fall, Du hast das geändert und ich frage Dich, warum? Jetzt muss der Leser Gaue, Reichsleiter und Gauleiter in einem riesigen Artikel suchen. --DaTroll 22:00, 12 November 2005 (CET)
Durch diese Zusammenfassung ist es nicht besser geworden. Schade finde ich, dass nicht sauber gearbeitet wurde und Informationen aus dem alten Lemma NSDAP-Gauleiter dadurch verloren gegangen sind, wo viele Personen dran gearbeitet haben (z.B. Paul Wegener - Weser-Ems fehlt, Wilhelm Murr fehlt, Jahreszahlen stimmen teilweise nicht etc.). Die Tabelle sieht schön aus, muss aber nochmal aufwendig überarbeitet und vor allen Dingen mit den Daten aus NSDAP-Gauleiter abgeglichen werden. Von der Übersicht finde ich es besser, ein eigenes Lemma NSDAP-Gauleiter zu haben. -- Andreas56 07:37, 13. Nov 2005 (CET)
Es gibt doch immerhin ein Inhaltsverzeichnis wo jeder Benutzer hin springen kann um Reichsleiter oder Gauleiter zu entdecken. Außerdem ist das doch nicht der Sinn, dass man sich Infos zusammen suchen muss. Ich meine, wenn jemand wirklich die Informationen benötigt über Gauleiter z.B. mit Angaben der Zeit dann ist das auf jeden Fall wesentlich besser solch eine Übersicht mit einer ausführlichen Tabelle zu haben als einfach nur eine Liste mit 50 Namen wo drüber noch "unvollständig" steht und ÜBERHAUPT keine Übersicht besteht wer wann wo Gauleiter war. Ich hätte jeden Namen irgendwie anklicken müssen und den gesamten Artikel dann nach "Gauleiter" durchsuchen müssen um solche infos zu bekommen, das kann doch nicht der Sinn sein, deswegen hab ich das konzentriert.
Und: Ändere die Jahreszahlen wenn du weißt, dass sie falsch sind, das ist sowieso ein Thema, welches recht schwierig zu bearbeiten ist, insbesondere weil sich die Zusammensetzung der Gaue geändert hat.
Und nochwas Andreas56: Weser-Ems z.B. ist angegeben als Nr. die noch ergänzt werden soll! ich werde da jetzt noch ein wenig was dran machen, aber vorher hätttest du vielleicht lesen sollen, dass die Nr. 37-42 noch unvollständig sind (und Südhannover-Braunschweig). Die Quelle 3 wäre zur Vervollständigung eine Hilfe. Noch was: Welche Jahreszahlen sind falsch? --MalteF 08:27, 13. Nov 2005 (CET)

Hallo MalteF, Jahreszahl habe ich schon korrigiert, wo es mir sofort aufgefallen ist. Ich finde die Tabelle auch übersichtlicher (habe ich auch geschrieben). Aber Du kannst doch nicht erwarten, das alle Personen, die an der alten Seite viel gearbeitet haben, jetzt bei der Neuen wieder anfangen und korrigieren. Sowas frustriert einfach. -- Andreas56 08:37, 13. Nov 2005 (CET)

Ja, das geht nicht, da geb ich dir recht. Wobei ich auch sagen muss: Die alten Seiten waren bei weitem nicht so umfangreich wie die jetzige. Ich habe einige Daten schon ergänzt und korrigiert, ob die alle stimmen, kann aber wahrscheinlich keiner so genau sagen... Ich werde weiter an dem Artikel arbeiten. Grüße --MalteF 09:24, 13. Nov 2005 (CET)

Es geht hier gar nicht konkret darum, wie gut oder wie schlecht die alten Artikel waren. Es geht darum, dass wir hier zu allem, was einen Artikel verdient, auch einen Artikel haben wollen. Zusätzlich dazu sind Übersichtsartikel wünschenswert. Wird der Übersichtsartikel zu lang, kann ausgelagert werden, etwa auch in weitere Übersichtsartikel. Konkret hieße das: Gaue, Gauleiter und Reichsleiter haben eigene Artikel. Die Struktur der NSDAP wird im NSDAP-Artikel erklärt, sollte diese Strukturbeschreibung zu lang werden, wird sie ausgelagert, aber schon im Artikel NSDAP wird eine grobe Beschreibung der Struktur belassen! --DaTroll 11:14, 13. Nov 2005 (CET)

Überarbeitens Hinweis

In der Tabell bitte ich mithilfe der Internetquelle 3 (.org-Site, polnisch) die Gauleiter zu ergänzen so wie ich es schon vorgenommen habe. Fehlend: 37-42 und Südhannover.

Herausnahme des Bildes "Struktur der NSDAP"

Wieso wurde dieses Bild entfernt "wg. Klärung von Urheberrechtsansprüchen"?? Das Bild ist in jedem Schulbuch im Prinzip und hab ich schon oft gesehen, k, es ist nicht soooo gut im Vergleich zum Text der übrigens auf der gleichen Quelle wie das Bild der Gaugrenzen 1935 (URHERBERRECHT???) basiert: Brockhaus 15. Auflage 1935 Band 21 (Ergänzungsband).



Diese Definition bzw. Erklärung des Begriff Struktur der NSDAP und dessen Bedeutung wurde zuletzt am 8.2.2006 aktualisiert (Glossar Lexikon Enzyklopädie).


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