Tallinn

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Der Artikel Tallinn gehört zur Kategorie: Weltkulturerbe, Ort in Estland, Hauptstadt in Europa, Tallinn
Wappen
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Wappen von Tallinn
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Wappen von Tallinn
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Flagge

Karte

Basisdaten
Kreis: Harjumaa
Geografische Lage:
Fläche: 158 km²
Einwohner: 396.375 (1.1.2004)
Bevölkerungsdichte: 2300 Einwohner je km²
Höhe: 44 m ü. NN
Postleitzahlen: 15080 (Zentrum)
Vorwahl: ???
Kfz-Kennzeichen: A/B
Adresse der
Stadtverwaltung:
Vana-Viru 12
15080 Tallinn
Offizielle Website: www.tallinn.ee
E-Mail-Adresse: infopunkt@tallinnlv.ee
Politik
Bürgermeister: Jüri Ratas

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Tallinn: Blick über die Altstadt
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Tallinn vom Hafen aus
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Teil der Stadtmauer
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Olaikirche
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Eingang zum Schwarzhäupterhaus
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Das höchste Bürogebäude der Stadt: Die 1999 errichtete, 94 Meter hohe „Eesti Ühispank“
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Tallinn (historisch und deutsch auch: Reval) ist die Hauptstadt von Estland. Sie liegt am Finnischen Meerbusen der Ostsee, südlich von Helsinki.

Geschichte

Tallinn entstand als estnische Siedlung namens Lindanise. 1219 wurde es von den Dänen erobert und zur Stadt ausgebaut. Woher der Name Tallinn kommt, ist nicht geklärt. Entweder stammt es vom altestnischen taani linna (Dänenburg), oder von tali linna (Winterburg). Die Bezeichnung Reval leitet sich von einer alten estnischen Bezeichnung für die Region Rävala ab. Im Jahre 1285 wurde Reval Mitglied der Hanse und in den Ostseehandel eingebunden. Die Deutschen blieben die Herren im Land und stellten die Mehrheit der Bürgerschaft, kontrollierten die Rechtspflege und die Verwaltung, Deutsch war Amtssprache. Die estnische Sprache und Kultur blieb den Bauern vorbehalten, die hauptsächlich außerhalb der Stadtmauern, insbesondere auf der Fischermai, wohnten.

1346 wurde Reval an den Deutschen Orden verkauft, ein Jahr später an den Schwertbrüderorden.

Gegen Ende des 15. Jahrhunderts erhielt die Olaikirche einen gotischen Turm mit einer Höhe von 159 Metern. Dies war zu dieser Zeit außergewöhnlich, und er blieb für Jahrhunderte einer der höchsten mittelalterlichen Kirchtürme Europas. Heute ist er nach einem Wiederaufbau im 19. Jh. auf Grund eines Brandes nur noch 123 Meter hoch.

1561 wurde die Stadt schwedisch. Die Schweden reduzierten nach und nach die Vorrechte der Deutschen, jedoch nicht in dem Ausmaß, wie es die Esten zunächst im Hinblick auf den Status der Bauern in Schweden erhofft hatten.

Infolge des Großen Nordischen Krieges fiel Reval 1721 an Russland. Peter der Große setzte die alten deutschen Ratsgeschlechter wieder vollständig in ihre ursprünglichen Rechte ein, in den nächsten zwei Jahrhunderten wurden die Rechte der Stadtregierung aber peu à peu wieder beschränkt.

1918 schließlich wurde es als Tallinn Hauptstadt des unabhängigen Estlands. Die eigentliche Unabhängigkeit wird im Freiheitskrieg (1918-1920) erkämpft, die durch den Friedensvertrag mit dem sowjetischen Russland gekrönt wird.

Ein geheimes Zusatzprotokoll zum Hitler-Stalin-Pakt (im August 1939) machte den Weg frei für die völkerrechtswidrige Okkupation und Annektion Estlands durch die Sowjetunion. Die baltendeutsche Bevölkerung wird vom Tallinner Hafen aus auf Befehl Hitlers in den Warthegau umgesiedelt. Nach der sowjetischen Okkupation im Juni 1940 wird die "Estnische Sowjetrepublik" im Juli 1940 ausgerufen, wobei Tallinn die Hauptstadt bleibt. Es beginnen die ersten Deportationen der estnischen Bevölkerung - insbesondere der politischen und kulturellen Elite - nach Sibirien und Nordrussland.

1941 besetzt die Deutsche Wehrmacht Tallinn. Hitler verfolgt das Ziel, Estland an das Deutsche Reich anzugliedern. Die von den Esten erhoffte Wiederherstellung der Unabhängigkeit erfolgt nicht. Dennoch beteiligen sich viele junge Esten am Vormarsch der Deutschen gen Osten und nehmen an Vernichtungsaktionen teil. Die jüdische Bevölkerung Tallinns und Estlands wird nahezu gänzlich ermordet.

Während des Krieges blieb der Charakter der Altstadt trotz Bombardierungen der sowjetischen Luftwaffe gegen die in und um Tallinn stationierten deutschen Truppen erhalten. Die Wehrmacht wird bis zum Ende des Jahres 1944 aus Tallinn und Estland zurückgedrängt und die Sowjetmacht re-installiert.

Nach 51 Jahren wird Tallinn am 20. August 1991 zur Zeit des Moskauer Putsches wieder zur Hauptstadt des unabhängigen Estlands, das kurz darauf in die UNO eintritt. Heute ist Estland Mitglied von NATO und EU.

Tourismus

Sehenswürdigkeiten

Die Stadt hat eine schöne mittelalterliche Altstadt mit Stadtmauer und Türmen. Sehenswert sind v.a. die Nikolaikirche (estn. Niguliste kirik) und die Hl. Geist-Kirche mit ihren spätmittelalterlichen Kunstschätzen aus der Hand von Bernt Notke und Hermen Rode, die Olaikirche, das Rathaus, das Gildehaus, v.a. der Domberg (estn. Toompea), und die orthodoxe Alexander-Newski-Kathedrale. (Sie wurde zwischen 1894 und 1900 erbaut, als Estland Teil des Russischen Zarenreiches war.)

Die Altstadt wurde 1997 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Tallinn wird nicht zuletzt dank der konsequenten Abfallwirtschaft, strenger Gesetze und guter Pflege auch als sauberste Stadt Europas bezeichnet.

Am Stadtrand befindet sich das Schloss Katharinental (estn. Kadriorg). Revals deutscher Friedhof Ziegelskoppel (estn. Kopli) auf der gleichnamigen Halbinsel nördlich der Altstadt, Schauplatz einiger Erzählungen von Werner Bergengruen (siehe unten), und der Friedhof der Grauen also der estnischen Bevölkerung auf der Fischermai sind leider keine Sehenswürdigkeiten mehr. Beide wurden in den 1960er Jahren in 'Parks' umgewandelt. Umfassungsmauern und Baumreihen lassen die frühere Nutzung noch erkennen, alle Grabsteine sind aber entfernt worden. Während in der Fischermai eine Inschrift an dem kürzlich restaurierten Eingangstor des Friedhofes wieder an die frühere Nutzung erinnert, lässt sich der Friedhof von Ziegelskoppel nur durch einen Vergleich alter und neuer Stadtpläne ausfindig machen.

Im Stadtteil Pirita nordöstlich des Stadtzentrums gibt es einen Yachthafen sowie einen ausgedehnten Sandstrand, der von einem Kiefernwald begrenzt wird. An warmen Sommertagen ist dort Partystimmung angesagt und der Strand deswegen oft sehr voll. Bei Joggern und Inlineskatern ist vor allem die Promenade zwischen Pirita und der Stadtmitte beliebt.

Eine idyllische Abwechslung bietet dagegen die dem Festland vorgelagerte Insel Naissaar in der Tallinner Bucht.

Den besten Ausblick auf die Stadt und bei guten Sichtverhältnissen sogar bis zur finnischen Küste bietet der Fernsehturm (estn. Teletorn) mit seiner Aussichtsplattform.

Einkaufen

In der Altstadt dominieren vor allem Souvenirläden sowie kleine Bekleidungsgeschäfte. In der neuen City nahe der Altstadt gibt es im Viru keskus, einem großen Einkaufszentrum, zahlreiche Bekleidungsgeschäfte von Sportartikeln bis hin zu Schuhen sowie kleinere Cafés und einen großen Supermarkt. Vor allem für Finnen ist Tallinn ein beliebter Einkaufsort, da die Preise in Estland moderater sind und die Verbindung zwischen Helsinki und Tallinn mit Schnellbooten weniger als zwei Stunden dauert. Wer es ganz eilig hat, kann auch die Hubschrauberverbindung der Fluglinie Copterline (18min) nutzen.

Gastronomie

Die Altstadt von Tallinn bietet viele Restaurants wie auch Biergärten an. Im Sommer kann man an den verkehrsfreien Gassen draußen essen. Eine recht umfangreiche Liste Tallinner Restaurants findet man auf [LINK], das bekannteste ist das Mittelalterrestaurant Olde Hansa.

Verkehr

Tallinn ist ein bedeutender Ostsee-Fährhafen (Verbindungen nach Stockholm, St. Petersburg, Åland und Helsinki). Daneben besitzt Tallinn einen internationalen Flughafen, der rund vier Kilometer vom Stadtzentrum entfernt ist. Tallinn ist Estlands wichtigster Knotenpunkt des Straßenverkehrs. Das Eisenbahnnetz ist eher schwach ausgebaut, im Personen-Fernverkehr gibt es nur eine Verbindung nach Moskau. Der Verkehr zu anderen Städten in Estland wird größtenteils mit Linienbussen abgewickelt. Daneben betreibt die finnische Gesellschaft Copterline eine Hubschrauberverbindung nach Helsinki.

Die Stadt ist durch den ÖPNV mit 4 Straßenbahnlinien, 8 Oberleitungsbuslinien sowie etlichen Buslinien sehr gut erschlossen.

Bildung

In Tallinn befindet sich die Technische Universität Tallinn. Weitere dort ansässige Bildungseinrichtungen sind die
  • Pädagogische Universität Tallinn
  • Estnische Musikakademie
  • Estnische Kunstakademie
  • Estnische Verteidigungsakademie (?)
  • Estnisches Theologisches Institut der Evangelisch-Lutherischen Kirche

Sport

Während den olympischen Spielen 1980 in Moskau wurden die Segelwettbewerbe in Tallinn ausgetragen. Einige Einrichtungen, wie die Stadthalle, das olympische Hotel, die Post wie auch das Segelportzentrum im Stadtteil Pirita, wurden für dieses Ereignis gebaut.

Söhne und Töchter der Stadt

Literatur

  • Werner Bergengruen, Der Tod von Reval, Hamburg 1939 ISBN 3716023248
  • Jaan Kross, Das Leben des Balthasar Rüssow, Roman, München 1990 ISBN 3423125632

Weblinks

 

nds:Tallinn


Diskussion der Autoren über den Artikel: Tallinn


Zu viele Bilder?

Die Gastronomiesektion schaut bei mir ziemlich kaputt aus. Kenn mich mit den Stilelementen nicht so gut aus .. sind das einfach zu viele Bilder mit zu viel Text? Und was machen die Bearbeiten Buttons dort? Würds reparieren .. würds aber eher kaputter machen als es schon ist wenn ichs einfach versuchen würd :D --ChiLlBeserker 22. Mai 2005 (CEST)

Tallinn vs. Reval

Schlage vor, im Artikel den deutschen Stadtnamen Reval zu verwenden, wenn es nicht um Institutionen (wie die Universität oder Stadtverwaltung geht). Im Artikel zu Straßburg (ebenfalls eine Stadt, die einen deutschen Namen, aber keine deutschsprachige Bevölkerung/Regierung hat) wird vergleichbar verfahren, und es würde auch komisch wirken, im Fließtext dort permanent Strasbourg zu lesen. Einwände? --Dorthonion 11:20, 20. Mai 2005 (CEST)

Einwände, Ja. :D
Der Unterschied im Vergleich mit Straßburg ist dass Straßburg noch der ofizielle Deutsche Name der Stadt ist, Reval jedoch nicht. Der Name der Stadt ist auch im Deutschen offiziell Tallinn .. schon seit 1918, nur ist das noch nicht allzuvielen Leuten aufgefallen ;-) .. steht auch leider falsch in vielen nicht 100% vertrauenswürdigen Nachschlagewerken. Liegt aber vorallem daran, dass für die meisten Leute im Deutschsprachigen Raum wärend der Sowjetischen Herrschaft Tallinn/Reval nicht wirklich von irgendeiner Bedeutung war. Reval ist aber im normalfall nicht ein Name der im Deutschen noch verwendet wird .. nicht jedenfalls vom Großteil jener deutschsprachigen Personen die schon in Estland waren. Habe in Estland auch im Gespräch mit Deutschen und Österreichern Reval nie gehört oder verwendet. Auch in Regierungspublikationen aus Österreich und Deutschland ist Reval nicht zu finden. Auf Karten steht es oft in Klammern, daß hat aber nur den Zweck das Leute die Verbindung kapieren. Wenn es eine gute Karte ist halt :D .. Habe Reval auch schon öfters als "Hauptname" auf Karten gesehen .. hab aber auch schon Stalingrad auf Karten als Name der Estnischen Hauptstadt gesehen und Littauen als südlicher Nachbar Estlands.

Reval hat historisch sehr wohl seine Bedeutung, aber in heute noch zu verwenden wäre wie wenn Holländer noch heute New York "Neu Amsterdam" nennen würden. Wenn man heutzutage nach Tallinn reist, auch aus dem deutschsprachigen Raum trifft man den Namen Reval erst in Estland in verschiedensten Namen von Hotellketten, Taxiketten, Restaurants und Keksen an.
Auch sind Tallinn und Reval auch historisch nicht gegenseitig austauschbare Begriffe. Reval war nur die Unterstadt von Tallinn in welcher die Händler lebten, die Hansestadt. Die Oberstadt, Wohnsitz der Geistlichen, heute nur als Toompea bekannt galt historisch NICHT als teil Revals sondern als eigene Stadt. "Tallinn" jedoch ist alles was in der Region sitzt.

Fazit - Reval ist sehr wohl ein Historisch wichtiger Name der im Artikel stehen sollte .. im normalen Gebrauch von "vertrauenswürdigen" Quellen ist der Name heutzutage aber nur dann, wenn es Quellen sind die mit Estland überhaupt keine Verbindung haben.
--ChiLlBeserker 20. Mai 2005

Habe festgestellt, dass es zu diesem Thema ja schon ganze "Bürgerkriege" und Edit-Wars gibt, von daher danke für den Hinweis an ChiLlBeserker. Das ist also eine Frage, die sich anscheinend auch über die anderswo diskutierten HK nicht einvernehmlich lösen lässt. Trotzdem: niemand hat ein Problem mit Mayence (das in Frankreich seit der Besetzung der Stadt durch die Franzosen offiziell so heisst (vgl. Mainz#Entwicklung des Stadtnamens). In meinem Gespräch mit Ex-Präs. Lennart Meri 2002 nutzte er selbst auf deutsch die Bezeichnung "Reval". Inwieweit der bei den Deutschen anzutreffende gewisse Übereifer, aus dem (verständlichen) Wunsch heraus, nicht als "revisionistisch" gelten zu wollen, die örtlichen Ortsnamen zu verwenden, dazu führt, dass wir hier ein wenig päpstlicher als der Papst (oder estnischer als die Esten) sind, mal dahingestellt. Aber sollten wir dann nicht auch Mailand ab jetzt Milano nennen? --Dorthonion 11:58, 23. Mai 2005 (CEST)

Der Unterschied ist, dass Milano and Mailand der selbe Namen sind, nur in zwei verschieden Sprachen. Reval und Tallinn sind zwei von einander unabhängige Namen. Als Beispiel: Brünn für Brno scheint kaum veraltet und ist auch Meist in verwendung .. Pressburg für Bratislava auf der anderen Seite scheint komplett veraltet.

Reval soll sehr wohl im Artikel genannt werden, ja .. und vor allem in der Geschichte der Stadt verwendet werden. Für Zeitgenössische Geschehen Reval zu verwenden ist eine Grundsatzfrage. Aber da sich die Meinungen da Spalten werden, sollte das verwendet werden, welches von akzeptierten Quellen verwendet wird. Hab kurz Mal nachgeschaut:

Deutsche Botschaft in Estland: http://www.germany.ee/de/de/ - Verwendet eindeutig Tallinn.

Estnische Botschaft in Deutschland: http://www.estemb.de/lang_6... - detto

Duden: Hab schnell Mal nachgeschlagen .. "Tal|linn: Hauptstadt von Estland." " Re|val: früherer deutscher Name von → Tallinn."

Brockhaus: ".. Fläche 45 227 km2 Einwohner (2002) 1,361 Mio. Hauptstadt Tallinn Verwaltungsgliederung .." .. Bei der Tschechischen Republik zum Beispiel steht als Hauptstadt Prag.

Lufthansa: "Tallinn" .. "Warschau"

Austrian Airlines: "Tallinn" .. "Warschau"

Flughafen Berlin Tegel: "Tallinn" .. "Warschau"

Deutscher Bundestag: http://www.bundestag.de/ .. verwendet Tallinn. Habe eine Suche nach Reval gemacht .. ein Zitat aus einer Rede .. "...Ganz im Sinne Georg Dehios, des berühmten Kunsthistorikers aus Reval, dem heutigen Tallinn..."

Österreichisches Parlament: http://www.parlament.gv.at .. Keine Ergebnisse für eine Suche nach Reval. Einige für Tallinn

Europäische Union: http://europa.eu.int .. Hat in der Deutschen Version Tallinn als Hauptstadt Estlands. Prag für die Tschechische Republik, Warschau für Polen, ...

Daß einige - vor allem ältere - Personen noch Reval im Deutschen verwenden kann schon sein. Was jetzt "besser" ist lässt sich diskutieren, Fakt ist jedoch, dass Tallinn die richtige Bezeichnung ist, Tallinn ist die bezeichnung welche man als Estnische Hauptstadt im Duden findet. Soll jetzt nicht bedeuten, dass es nicht akzeptabel ist Reval im Alltagsleben zu verwenden .. in einem Nachschlagewerk jedoch sollte man für Zeitgenösische Sachen aber das nehmen, was als "richtig" gilt. Was bei Straßburg anders ist - Straßburg habe ich im Duden unter dem Französischen Namen überhaupt nicht gefunden.
Ein besseres Gegenbeispiel als Straßburg ist Istanbul/Konstantinopel. Egal was da Historisch geschehn ist .. Man wird meist verstanden werden, wenn man Konstantinopel sagt .. Istanbul wird aber meist leichter zu verstehen sein. Konstantinopel wird im Artikel zu Istanbul sehr wohl erwähnt .. bei jeder zeitgenössischen deutung auf die Stadt jedoch nicht.
Und auch im allgemeinen - mit Ausnamen - jener Begriff welcher verwendet und gelehrt wird. Auch Laut meinem ersten Estnischen Lehrbuch, welches ein Deutscher Druck war.
--ChiLlBeserker 23. Mai 2005

Ich möchte euch nahelegen, diese Diskussion zu beenden und sich dafür zu einigen, dass man im historischen Kontext von Reval sprechen kann, für die Stadt heute aber Tallinn. --Filzstift Filzstift 07:18, 24. Mai 2005 (CEST)

Schließe mich dieser Meinung an. Übrigens ist Reval KEIN DEUTSCHER NAME. Sowohl Reval als auch Tallinn sind estnische Bezeichnungen. Reval ist einfach ein historischer Name für die Stadt. Mit deutsch oder nicht deutsch hat dies absolut nichts zu tun. Gruß Hanno Meissner 15:17, 23. Jul 2005 (CEST)

Habe die letzte Version nocheinmal geändert. Reval kommt aus dem Estnischen, ja .. von Rävala, was aber nicht eine Bezeichnung für die Stadt war sondern für die Region in der die Stadt liegt (ich *glaube* dass Rävala circa dem heutigem Harjumaa entsprach, bin mir da aber wirklich nicht sicher) .. als bezeichnung für die Stadt selbst ist Reval sehr wohl "deutsch" - ähnlich wie "Wien" als deutscher Name gehandelt wird, auch wenn der Name vom Lateinischen für "guter Wein" kommt ChiLlBeserker 15:59, 6. Sep 2005 (CEST)

Längenzeichen

Kann man nicht einen Kompromiss bzgl. des Längenzeichens machen? Z.B. Tallinn (estn. Ta...inn (mit dem entsprechenden Sonderzeichen))? Gibt sicher mehrere Leute, deren Browser das nicht hinbekommt und die sich nicht extra irgendwelche Sachen runterladen wollen. Horst

Wofür ist das überhaupt gut? Bei mir steht da ein Kasten. Soll vermutlich nicht so? Warum nicht Lautschrift in Klammern, wie bei anderen Artikeln? Stern 20:20, 29. Mär 2004 (CEST)
ack! Zum Namen gehört es (mit blick auf die estnische Version) jedenfalls nicht. Kann das nicht einfach weg? TheKTheK 00:34, 16. Aug 2004 (CEST)

Ich bin kein Experte, daher die vorsichtige Frage: Nach meinen Informationen trat Tallinn 1284 dem Bund Norddeutscher Städte bei, welcher dann in die Hanse mündete, die nach Wikipedia erst 1356 offiziell gegründet wurde. 1343 rief jedoch zuvor die Sankt-Georgs-Nacht die Dänen auf den Plan, welche 1345 die Stadt an den Deutschen Orden verkauften, diese wiederum ein Jahr später an den Livländischen Orden. Soweit mein Blick in den Reiseführer... --Gintara 23:26, 26. Jun 2004 (CEST)

verwaiste Bilder

Beim Durchforsten der verwaisten Bilder habe ich :Bild:Tallin fassaden.jpg und :Bild:Tallin blick daecher.jpg gefunden. Falls diese nicht mehr gebraucht werden, bitte auf Wikipedia:Löschkandidaten/Bilder eintragen. --Raymond 16:43, 13. Jul 2004 (CEST)

Das kann man ja wohl als erledigt betrachten.

Fehler in der Geschichte?

Kann es sein, dass sich hier ein Fehler eingeschlichen hat was die Geschichte der Stadt betrifft? Der Satz "1346 wurde Reval an den Deutschen Orden verkauft, ein Jahr später an den Schwertbrüderorden." ist nach meiner Ansicht falsch. Der Deutsche Orden blieb anscheinend nach 1346 längere Zeit im Besitz der Stadt. Der Schwertbrüderorden war vorher irgendwann mal kurz im Besitz der Stadt, hat sie aber sicher nicht dem Deutschen Orden abgekauft. Oder? --Alkibiades 20:59, 30. Jul 2005 (CEST)

Reval ist nicht deutsch!

Hallo! Ich möchte noch einmal betonen, dass Reval kein deutscher Name ist, sondern schlicht ein historischer estnischer, der sich von der alten Bezeichnung der Region, Rävala, ableitet. Gruß Hanno Meissner 13:15, 8. Sep 2005 (CEST)

Eben das, die Region. Man kann Reval aber nicht einen alten Estnischen Namen für die Stadt nennen, da die Stadt in Estnischen zu keinem Zeitpunkt Reval (oder Rävala) war. Vielleicht könnte man es umformulieren auf "früher Reval im Deutschen" oder ähnliches? Find ich persönlich aber sinnlos, da die meisten Städtenamen in allen Sprachen einen Ursprung irgendwo anders haben. Berlin zum Beispiel ist im Estnischen "Berliin" .. Berliin mit dem doppel-I würd ich den Estnischen Namen für Berlin nennen, auch wenns klar ist das der Begriff nicht aus dem Estnischen kommt. Englisch besteht aus 80% Französischen, 10% Anglo-Sächsischen und 10% Keltischen Wörtern .. kann man deshalb nicht von "Englischen Wörtern" reden? Helsinki nennt man ja auch den Finnischen Namen für die Stadt, auch wenns vom Schwedischen Helsingfors kommt. Sprachen sind lebendige Sachen die sich immer gegenseitig Wörter and Namen stibitzen, also macht der Estnische Ursprung des Namens ihn nicht "undeutsch".
Reval ganz aus der Ersten Zeile entfernen würd auch keinen Sinn machen, einfach weil historisch international Reval viel zu verbreitet war um den zusammenhang zwischen den Namen "Tallinn" und "Reval" unbedeutend zu machen. Bin zwar ein *sehr* starker verfechter des Namens Tallinns (wie man in obrigen Postings sehen kann), aber finde nicht dass man als verfechter dieses Namens mehr als den jetzigen Kompromiss zu wollen hat. Bei Istanbul steht schliesslich auch Konstantinopel in der ersten Zeile. ChiLlBeserker 16:17, 9. Sep 2005 (CEST)

"Über den Dächern"-Bild

Hallo! Ich hatte kürzlich die Bebilderung etwas aufgeräumt und statt dreier qualitativ eher schlechter Bilder das meiner Meinung nach in der Wikipedia beste verfügbare Bild eingefügt (nebenbei als "exzellent" ausgezeichnet). Nun scheint Hanno Meissner nun aber doch lieber sein eigenes Bild in dem Artikel haben zu wollen, obwohl man, wie ich finde, nur wenig erkennen kann. Ich plädiere für das Wiedereinfügen des exzellenten Bildes. Ich schreibe das hier um ein Hin-und Hergelösche und -eingefüge zu vermeiden. Danke, Fragwürdig 19:22, 8. Sep 2005 (CEST)

Stimme dem zu. Tallinn.02 ist definitiv die viel "typischere" Sicht auf Tallinn. Der hässliche Hinterhof ist da "egal" für mich - wichtig ist die lange Reihe der sichtbaren Befestigungen und der Blick auf Oleviste Kirik. Wobei ich das andere Bild im Prinzip nicht schlecht finde, da es einerseits das Rathaus zeigt was meiner Meinung nach das unikalste Gebäude Tallinns ist, und gleichzeitig auch einen Blick auf die "neueren" Teile der Innenstadt Tallinns gibt. Nur gibt es nicht wirklich einen guten Überblick von dort aus, ein Bild von Oleviste aus wäre dafür vielleicht besser.
Zum ersten: Die Jahreszeit ist find ich falsch, ist im Sommer mit mehr Grünzeugs wesentlich schöner, sogar den Hof sieht man nicht ;-) .. hab aber leider nur dieses bild von einer grüneren Jahreszeit. ChiLlBeserker 16:22, 9. Sep 2005 (CEST)
Wieso nur? Das ist doch hübsch. Rein damit! Fragwürdig 08:34, 13. Sep 2005 (CEST)
Perfekt! Auf meinem Foto war das Wetter wirklich ungünstig, aber es war mein letzter Tag in Tallinn und als es nachmittags schöner wurde konnte ich nicht nochmal auf den Aussichtspunkt. Das jetzige Bild ist das beste. Gruß Hanno Meissner 19:17, 20. Sep 2005 (CEST)

Representative Church / Kirche / Kirik

Apologies, as my English is much better than German. Alexander Nevsky Cathedral, beautiful as it is by itself, was built at the turn of the 19th and 20th century and is about as representative of (Old) Tallinn as the beautiful grand mosque by Regent Park is representative of the history and architecture of London. The picture of the Regent Park mosque is not featured in Wikipedia article on London, so for the sake of consistency and common sense, I replaced the pic of ANC with that of St. Olav's Church (Olaikirche, Oleviste kirik). Cheers, --3 Löwi 15:40, 16. Okt 2005 (CEST)

Your Picture ist really great! Thank you for placing it. But why did you cancel the other one? Why shouldn't there be pictures of both churches, as the ANC ist a great sight in Tallinn? Best regards, --Samum 21:04, 16. Okt 2005 (CEST)

ANC is not part of Old (medieval) Tallinn. It is essentially a 20th century structure built by a foreign power, for purposes of a foreign religion, and also to make a strong political statement. Whether or not it is one of the top-5 sights in Tallinn now, is debatable, but then again, if one wants to see a mosque, why go see the one in London? If one wants to see an orthodox cathedral, why go see one in Tallinn? (As a courtesy, I moved you pic to the article about ANC). Cheers, --3 Löwi 15:57, 18. Okt 2005 (CEST)

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Diese Definition bzw. Erklärung des Begriff Tallinn und dessen Bedeutung wurde zuletzt am 8.2.2006 aktualisiert (Glossar Lexikon Enzyklopädie).


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