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Der Artikel Themistokles gehört zur Kategorie: Mann, Militärperson (Athen), Gestorben 459 v. Chr.
Themistokles (* um 525 v. Chr., † 459 v. Chr. in Magnesia) war ein Feldherr Athens während der Bedrohung Griechenlands durch die Perser.
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Abbildung dem Themistokles zugeschrieben Bildherkunft |
Vermutlich für das Amtsjahr 493 bis 492 v. Chr. zum Archonten gewählt, betrieb Themistokles die Erweiterung des athenischen Hafens in Piräus und den Bau von zweihundert Kriegsschiffen, wodurch Athen endgültig zur Seemacht des Mittelmeerraums aufstieg. Zum Strategen gewählt, führte Themistokles diese athenische Flotte in der Schlacht von Salamis im Jahre 480 v. Chr. erfolgreich gegen Xerxes I., dessen Schiffe er in die Meerenge von Salamis lockte und so manövrierunfähig machte.
Als Abwehr gegen den innergriechischen Konkurrenten Sparta ließ Themistokles eine Schutzmauer um Athen ziehen. Dies, der Vorwurf, dem Spartaner Leonidas bei der Verteidigung der Thermopylen keine Hilfe zukommen lassen zu haben und die vorgeblich unnötige Preisgabe Athens an die Perser vor der Schlacht von Salamis führten dazu, dass er um 471 v. Chr. durch das Scherbengericht verbannt und auf Betreiben Spartas zum Tode verurteilt wurde. Daraufhin floh er nach Persien, wo er von König Artaxerxes I. als Satrap von Lampsakos und Magnesia eingesetzt und damit in Anbetracht seiner Leistungen bei Salamis – vom damaligen Gegner – belohnt wurde.
Gerade die Schlacht bei Salamis war die Ursache dafür, dass Themistokles, bevor er in Ungnade fiel, Statuen geweiht wurden. Die im Jahre 1939 gefundende Themistokles-Herme von Ostia dürfte von einer älteren Statue kopiert worden sein.
Literatur
- Albrecht Behmel: Themistokles. Sieger von Salamis und Herr von Magnesia. 2. Aufl. ibidem-Verlag, Stuttgart 2002, ISBN 389821172X
- Lebensbeschreibung des Cornelius Nepos lateinisch und deutsch
Diskussion der Autoren über den Artikel: Themistokles
Wir haben beide recht; Themistokles war erst Archont, später - was nach den Kleisthenischen Reformen allerdings wesentlich mehr Gewicht hatte - Stratege (im Sinne von "General"). Zwischenformen oder eine weitere Bezeichnung des neuen Amtes mit dem gewohnten Namen mag es gegeben haben, zumal auch der Begriff des Strategen (in unserem heutigen Sinne) sich früher eingebürgert zu haben scheint, als das Amt; so ist nach meiner Erinnerung selbst Herodot schwankend in der Terminologie (ich werde jetzt aber nicht nachschauen), ebenso der englischsprachige Beitrag, der sich auf meinen ersten Blick mit einer genauen zeitlichen Bestimmung seines Archontenamtes schwer zu tun scheint ("Themistocles may have been archon ..."). Ausgerechnet Behmel zu zitieren halte ich für ebenso mutig wie Deine barsche Korrektur meiner Korrektur. Mehr Sorgfalt, wenn ich bitten darf; seit wann genügt uns ein Verweis auf die englische Wikipedia! --UPH 13:05, 26. Apr 2005 (CEST)
- Entschuldigung, wenn meine Korrektur barsch gewirkt haben sollte, aber die Aussage "Archonten gab es seit Kleisthenes so nicht mehr" hat einfach meinen Widerspruchsgeist gereizt. Die mir vertraute Forschungsmeinung trennt deutlich zwischen den Archonten, deren Bedeutung seit 487/86 stark abnimmt, die es aber weiterhin gibt, und den zehn Strategen, für jede kleisthenische Phyle einen (ob die neueste Literatur die Quellen anders interpretiert, weiß ich aber nicht). Den Hinweis auf die englische Wikipedia habe ich nur faute de mieux eingesetzt, weil ich auf die Schnelle keine seriösere Biographie im Netz finden konnte und auch keine Fachliteratur zur Hand hatte. Das Werk von Behmel kenne ich nicht und habe ich auch nicht in den Artikel eingesetzt. Aus meiner Zeit erinnere ich mich noch an das Buch von Papastaurou, das, glaube ich, ziemlich hagiographisch war.--StefanC 21:21, 26. Apr 2005 (CEST)
Du hast völlig recht, ich hatte mich mißverständlich ausgedrückt; Archonten gab es selbstverständlich, bis die Römer kamen, mit "so" meinte ich hinreichend ausgedrückt zu haben, daß die verfassungsmäßige Stellung des Archonten seit Kleisthenes durch die Kompetenzzuweisungen zugunsten der neugeschaffenen Ämter beschnitten worden war. Vielleicht können wir Stratege (Athen) und Archont ja demnächst zusammen überarbeiten; es handelt sich ja um herrliche Aspekte des athenischen Verfassungsgeistes. Melde Dich, wenn Du Lust hast, es scheint hier nicht viele mit unseren Interessen zu geben. Themistokles selbst kommt mir aber ebenfalls noch ausbaufähig vor; vielen Dank insoweit für den Papastavrou-Tip: wer hätte ihn nicht gelesen und längst wieder vergessen (ich habe seinen Approach damals gebraucht)? --UPH 10:49, 28. Apr 2005 (CEST)
- Ich hab's eigentlich eher mit den Römern, aber die drei genannten Artikel verdienen in der Tat eine Bearbeitung. Ich werde wohl nicht intensiver daran arbeiten können, aber von Zeit zu Zeit auch mal nach diesen Artikeln sehen. Die seriösesten Werke zu Themistokles sind wohl immer noch Lenardon und Podlecki, die ich aber auch lange nicht mehr in der Hand hatte.--StefanC 23:22, 28. Apr 2005 (CEST)
