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Der Artikel Venetische Sprache gehört zur Kategorie: Einzelsprache
Die venetische Sprache wurde in der Antike vom Volk der Veneter im Hinterland der nördlichen Adria-Region gesprochen. Vielleicht erstreckte sich das Verbreitungsgebiet aber noch viel weiter nach Norden (der Bodensee wird in römischen Quellen lacus venetus genannt). Es handelt sich dabei um eine indogermanische Sprache, deren Stellung innerhalb dieser Familie noch ungeklärt ist.
Überliefert ist das Venetische durch mehr als 200, meist kurze Inschriften auf Stein- und Bronzetafeln sowie Tongefäßen. Geschrieben wurde es in einer Variante des etruskischen Alphabets, wobei Silben und Wörter durch Punkte voneinander getrennt wurden.
Möglicherweise stellt die venetische Sprache einen eigenständigen Zweig der indogermanischen Sprachfamilie dar. In der Vergangenheit wurde versucht, das Venetische als zu den italischen Sprachen gehörig und innerhalb dieser Gruppe als besonders nahe mit dem Latein verwandt zu klassifizieren. Die als Beweis vorgebrachten Ähnlichkeiten haben sich jedoch als später entstandene Parallelen herausgestellt und können deshalb nicht eine ursprüngliche Verwandtschaft beweisen. Schwierig ist auch die Stellung des Venetischen zum Illyrischen, da von letzterer Sprache praktisch keine Zeugnisse vorliegen.