Weleda (Prophetin)

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Weleda (auch: Veleda, Velleda; was so viel heißt wie: "sie, die sieht") war nach Tacitus (Hist., IV, 61, 65) eine zu den Hagedisen gehörende germanische Seherin oder Prophetin vom Stamm der Brukterer. Sie wohnte in einem hohen Turm an der Lippe im jetzigen Westfalen, nach anderen Angaben im Sauerland in der Nähe vom Istenberg, wo sie am Ende der so genannten Veleda-Höhle gesessen haben soll. Sie entzog sich dem Anblick des Volkes, um größere Ehrfurcht einzuflößen, und antwortete den Ratsuchenden durch einen Auserwählten aus ihrer Verwandtschaft.

Sie förderte 69 n. Chr. durch ihre Aussprüche den Aufstand der Bataver unter Civilis und wurde 70 von dem römischen Feldherrn Petilius Cerealis um Unterstützung eines mit Civilis abzuschließenden Vergleichs angegangen; sie starb wahrscheinlich in römischer Gefangenschaft.
In der frühgermanischen Zeit dürften inspirierte Frauen öfters den Rang einer Prophetin eingenommen haben. Auch in der Mythologie der Kelten gibt es Hinweise darauf (siehe auch Brigitta als Schutzherrin der Druiden).

Weblinks

Literatur

  • Franjo Terhart: Im Zeichen der Wölfin, Dtv München, 1999

Dieser Artikel basiert auf einem gemeinfreien Text („public domain“) aus Meyers Konversations-Lexikon, 4. Auflage von 1888–1890. Der Wissensstand von damals kann inzwischen überholt sein. Wenn du sicher bist, dass der Text den aktuellen Wissensstand zu diesem Thema widerspiegelt, und dies mit Quellen belegt ist, dann kann dieser Hinweis aus dem Artikel entfernt werden.

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Diese Definition bzw. Erklärung des Begriff Weleda (Prophetin) und dessen Bedeutung wurde zuletzt am 8.2.2006 aktualisiert (Glossar Lexikon Enzyklopädie).


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